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  • Stefania Łobaczewska

    von Magdalena Dziadek
    Namen:
    Stefania Łobaczewska
    Lebensdaten:
    geb. in Lviv, Österreich-Ungarn/Galizien (später: Lwów, Polen, heute: Lviv, Ukraine)
    gest. in Kraków/Krakau, Polen
    Tätigkeitsfelder:
    Musikwissenschaftlerin, Musikkritikerin, Pädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Monografia poszczególnego twórcy jest mniejszym lub większym wycinkiem z obrazu twórczości muzycznej całej epoki. Stosunek tego twórcy do własnej epoki i środowiska, stopień jego związania się z tą epoką i środowiskiem, dotarcia do właściwego im stylu myślenia i odczuwania, który wyraża się w sztuce, do ukrytych poza tym stylem myślenia i odczuwania sprężyn działania całego tła kulturalnego i społecznego, zmiennego w czasie i przestrzeni, umiejętność przeniesienia tego stylu myślenia i odczuwania na teren dźwięku i wyrażenia go za pośrednictwem form dźwiękowych – to dla estetyki współczesnej główne i podstawowe źródło dla zrozumienia twórczości danego twórcy i jedyne kryterium jego wartości.”


    „Die Monographie eines Künstlers ist mehr oder weniger ein Abbild der Gesamtheit des Musikschaffens der jeweiligen Epoche. Die Beziehung dieses Künstlers zu seiner Zeit und seiner Umwelt, der Grad seiner Einheit mit dieser Zeit und Umwelt, die Ausprägung eines bestimmten Stils im Denken und Fühlen, die sich in der Kunst ausdrückt, die verborgenen Wirkungsmechanismen von kulturellem und gesellschaftlichem Kontext, die im Lauf der Zeit und je nach Ort variieren, die Fähigkeit, diesen Zeitgeist im Denken und Fühlen durch die Tonkunst und tönende Formen zu transportieren – das ist für die zeitgenössische Musikästhetik als Haupt- und Grundquelle des Schaffens eines jeden Künstlers zu verstehen und stellt das einzige Kriterium für seine Bewertung dar.“


    (Stefania Łobaczewska, „Karol Szymanowski. Życie i twórczość” [Karol Szymanowski. Leben und Werk]. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1950, S.12)


    Profil

    Stefania Łobaczewska war schon vor dem Krieg eine prominente Musikkritikerin und Musikwissenschaftlerin. Nach 1945 nahm sie, neben Zofia Lissa und Józef Michał Chomiński, als Autorin mit entschieden marxistischer Haltung eine führende Position in der polnischen Musikwissenschaft ein. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich in erster Linie mit dem Gebiet der polnischen Musikgeschichte (Chopin, Szymanowski) und Musikästhetik. Sie war die erste polnische Frau, die zur Rektorin einer Hochschule ernannt wurde.

    Orte und Länder

    Stefania Łobaczewska lebte bis 1941 in Lemberg (Galizien) mit Ausnahme der Zeit ihres Studienaufenthalts in Wien (1914-1925). Danach war sie nacheinander wohnhaft in Łańcut, Rudnik am San und Stawisko bei Warschau. Ab 1944 lebte sie in Krakau, wo sie bis zu ihrem Tode wirkte. Sie hielt Vorträge über Musikgeschichte, -wissenschaft und -ästhetik in Prag, Kopenhagen, Berlin, Sofia, Wien und Paris.

    Biografie

    Stefania Łobaczewska wurde als Stefania Waleria Joanna Gérard-Festenburg am 31. Juli 1888 in der polnischen Stadt Lwów/Lemberg (heute Lviv, Ukraine) geboren, die damals zur öesterreichisch-ungarischen Monarchie gehörte. Sie war die Tochter des Arztes Edward Gérard-Festenburg, der aus Belgien stammte. Ihre Mutter Helena Sawicka war Armenierin. Bis 1914 studierte Stefania Łobaczewska Klavier bei Wilem Kurz am Lemberger Konservatorium. Gleichzeitig hatte sie Privatunterricht im Bereich der allgemeinen Bildung.

    In den Jahren 1910 und 1911 veröffentlichte sie als Musikkritikerin ihre ersten Artikel in Lemberger und Warschauer Zeitschriften. Von 1912 bis 1914 besuchte sie als Gasthörerin Vorlesungen im Fach Musikwissenschaft bei Adolf Chybiński. Während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) setzte sie ihr musikwissenschaftliches Studium ebenfalls als Gasthörerin bei Guido Adler in Wien fort.

    Zu dieser Zeit war sie bereits verheiratet. 1915 hatte sie den polnischen (früher österreichischen) Armeeoberst Wawrzyniec Łobaczewski geehelicht.


    1925 kehrte sie nach Lemberg zurück. Dort legte sie das Abitur und ihre Diplomprüfung als Musikologin ab (1929). 1925 nahm sie auch ihre Arbeit als Musikkritikerin wieder auf. Von 1925 bis 1935 war sie die ständige Rezensentin der führenden Lemberger Zeitung „Gazeta Lwowska“ sowie Korrespondentin des „Kurier Poznański“ in Poznań und der Zeitschrift „Muzyka“ in Warschau. Von 1935 bis 1939 erschienen ihre Artikel auch in den musikalischen Fachzeitschriften in Lemberg („Lwowskie Wiadomości Muzyczne i Literackie“) und Warschau („Muzyka“, „Przegląd Muzyczny“) sowie auch in verschiedenen polnischen Kulturzeitschriften („Reduta/Tydzień Polski“, „Pion“, „Życie Sztuki“, „Wiedza i Życie“, „Ateneum“). Sehr charakteristisch für sie war, dass sie nie mit Frauenzeitungen zusammenarbeitete. Dies offenbart einerseits ihre Distanz zur Frauenbewegung. Andererseits war sie als Kritikerin eine typische polnische Feministin und sympathisierte stark mit der Demokratie als Staatsform. Politisch stand sie sozialistischen Anschauungen nahe. Sie war Redakteurin einiger halblegaler kommunistischer Zeitschriften in Lemberg (die Titel dieser Zeitschriften sind nicht bekannt). Bereits Mitte der 1920er Jahre kristallisierten sich ihre Interessensgebiete heraus. Sie befasste sich mit einer Vielzahl von Themen, die mit der Verbreitung der Musik in der Gesellschaft sowie mit der modernen Musik verbunden waren. Łobaczewska gehörte zu der Gruppe der polnischen Musikerinnen und Musiker, die die polnische Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik mitbegründeten. Sie war offizielle Beobachterin bei den Festivals der IGNM in Frankfurt (1927), Siena (1928) und Liège (1930). 1927 besuchte sie den Beethoven-Kongress in Wien. Dort beteiligte sie sich an den Vorbereitungen zur Gründung der Gesellschaft der Slawischen Musikologen unter der Leitung von Zdeněk Nejédly aus Prag (die Gründung kam dann jedoch nicht zustande).

    1930 promovierte Łobaczewska mit der Dissertation „Über die Harmonik Claude-Achille Debussys in den ersten Periode seines Schaffens“. Von 1931 bis 1939 unterrichtete sie Musikgeschichte am Lemberger Konservatorium (heute Karol-Szymanowski- Konservatorium der Polnischen Musikgesellschaft in Lviv). 1938 erschien in Lemberg ihr erstes Buch „Grundriss der Musikästhetik“. Ab September 1939, nach der Besetzung Lembergs durch die Sowjetunion und der Einverleibung der Stadt in die ukrainische Republik, setzte sie ihre Arbeit im inzwischen verstaatlichen Lemberger Konservatorium fort. Sie unterrichtete dort Musikgeschichte und Musiktheorie.

    Ihr Mann wurde 1940 von den Sowjets verhaftet und in Katyń ermordet, was sie ebenso geheim halten musste wie seine Beziehung vor dem Krieg zur polnischen Armee. (Aus persönlichen Dokumenten aus der Zeit nach dem Krieg geht hervor, das Łobaczewskas Mann ein Geistesmensch war. Außerdem geben diese Dokumente darüber Auskunft, dass sie von Wawrzyniec Łobaczewski geschieden war.)


    Kurz vor der Besetzung Lembergs [heute: Lviv] in Juni 1941 durch deutsche Truppen emigrierte sie nach Polen. Bis 1944 wohnte sie bei Verwandten in Łańcut und Rudnik am San sowie auch bei dem polnischen Schriftsteller Jarosław Iwaszkiewicz auf dessen Gut Stawisko bei Warschau. Ihr Aufenthalt dort wurde durch die Bekanntschaft mit dem Komponisten Karol Szymanowski ermöglicht, der mit Jarosław Iwaszkiewicz befreundet war. In Stawisko begann sie, mit Unterstützung von Iwaszkiewicz, am ihren größten Werk – der Monographie über Karol Szymanowski – zu arbeiten.

    1944, nach dem Durchzug der sowjetischen Front, ging sie nach Krakau. 1945 organisierte und leitete sie zusammen mit Zbigniew Drzewiecki und anderen Professoren die Krakauer Musikhochschule. Sie lehrte dort Musiktheorie bis 1962. Von 1946 bis 1949 war sie Dekanin der Fakultät für Musiktheorie und Komposition, vom 1. Juli 1952 bis zum 30. September 1955 war sie Rektorin der Krakauer Musikhochschule und vom 1. Oktober 1955 bis zum 30. September 1957 Prorektorin. In den letzten Jahren ihres Lebens (1957-1962) hatte sie den Lehrstuhl für Musiktheorie inne. Tadeusz Przybylski beschrieb die Zeit ihrer Führung der Musikhochschule als Phase „eines langsamen, doch ausgewogenen Wachstums“ [Przybylski, 1994: S. 103], was bedeutet, dass er Łobaczewskas Wirken als Rektorin als eher durchschnittlich betrachtete.


    In den 1950er Jahren vertiefte sie sich vor allem in ihre wissenschaftliche Arbeit. In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre wichtigsten Bücher: „Karol Szymanowski. Leben und Werk“ (1950), „Beethoven“ (1953), „Musikalische Stile“ (1. Teil, 1960). Sie nahm auch an mehreren musikwissenschaftlichen Kongressen und Konferenzen teil. 1947 und 1948 war sie auf dem Kongress der Komponisten und Musikkritiker in Prag vertreten. Von 1952 bis 1959 nahm sie an Kongressen in Kopenhagen, Berlin, Sofia, Wien und Paris teil. In diesen Jahren war sie auch als Musikkritikerin in Krakauer Zeitungen und im Polskie Radio [Polnischen Rundfunk] in Krakau tätig. Sie war Mitglied des Programmkomitees des Polnischen Musikverlags, Redakteurin von Fachzeitschriften (z.B. „Kwartalnik Muzyczny“), Mitglied des Polnischen Komponistenverbands und der IGNM.

    Stefania Łobaczewska war auch Mitglied der Polnischen Kommunistischen Partei (PZPR, ab 1950).

    1949 habilitierte sie sich an der Universität in Poznań. Am 1. Oktober 1951 übernahm sie ihre nächste Arbeitsstelle an der Jagellonen-Universität in Krakau, in der Fakultät für Musikgeschichte und Musiktheorie, an. Nach dem Tod von Zdzisław Jachimecki, dem Ordinarius der Fakultät, wurde sie 1953 zu seiner Nachfolgerin ernannt. 1954 wurde ihr der Titel Professorin verliehen.


    Auch als Pädagogin war Stefania Łobaczewska sehr engagiert. Unter ihrer Leitung entstanden am Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Jagiellonen-Universität 20 Magisterarbeiten. Von besonderer Bedeutung sind die Arbeiten, die den polnischen Komponisten des 19. Jahrhunderts gewidmet sind (Chopin, Moniuszko u.a.). Als Redakteurin des Polnischen Musikverlags gab sie eine wichtige Reihe von Publikationen heraus, die „Dokumentacja warszawskiego okresu życia i twórczości F. Chopina“ [„Dokumentation der Warschauer Zeit in F. Chopins Leben und Schaffen“].

    Würdigung

    Die Anfangsphase der Tätigkeit von Stefania Łobaczewska war der Musikkritik und der Musikpublizistik gewidmet. Als junge Rezensentin des Lemberger Musiklebens wie auch als Korrespondentin bei Musikveranstaltungen im Ausland war sie sehr engagiert. Als ihre Hauptaufgabe betrachtete sie die Unterstützung einheimischer, polnischer Künstler und das Anliegen, Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie schrieb sehr häufig über die große Bedeutung der Popularisierung von Musik und Musikwissenschaft in der Gesellschaft. Bereits in den 1930er Jahren tauchte in ihren Schriften das Kennwort „Musik für die Massen“ auf, was im Zusammenhang mit ihren sozialistischen Ansichten zu sehen ist. Die junge Stefania Łobaczewska entwickelte ihre Weltanschauung basierend auf dem Gedankengut der polnischen Klassiker des Sozialismus (Ludwik Krzywicki, Kazimierz Kelles-Krauz, Julian Marchlewski). Von ihnen übernahm sie die Devise des Fortschritts sowie auch den Glauben, dass die Beteiligung an der Implementierung dieser Devise ihre Bürgerpflicht sei. Als „hohe kulturelle Mission“ bezeichnete sie ihre Arbeit als Musikrezensentin schon 1929. Sie betrachtete sich nicht als Feministin. Nur einmal schrieb sie etwas über die Stellung der Frau in der Gesellschaft, nämlich in einer Skizze über „Tristan und Isolde“ (1933): „Biedna mała Izolda, cóż ona mogła wiedzieć o swych prawach do życia, do miłości, do człowieczeństwa”. [„Arme kleine Isolde. Was könnte sie über ihr Recht auf Leben, auf Liebe, auf Menschheit wissen?“, Łobaczewska, 1933: S. 9].


    Ihr zweites Interessensgebiet als Musikkritikerin war die Neue Musik. Obwohl sie immer wieder ihre Begeisterung für die Moderne erklärte, kritisierte sie das Schaffen im Stil der Zweiten Wiener Schule. Sie schätzte die Musik von Claude Debussy (dem sie ihre Dissertation widmete), Maurice Ravel und Alexander Skriabin sehr. Der polnische Komponist Karol Szymanowski war geradezu ein Idol für sie. Als Beobachterin des Festivals der IGNM hatte sie viele Gelegenheiten, über nationale Musik zu schreiben. Sie betrachtete die nationale Musik als das wertvollste Produkt des musikalischen Schaffens. Dabei ist es sehr wichtig, hervorzuheben, dass sie eine sehr positive Einstellung zur ukrainischen und jüdischen Musikkultur hatte. Ihr sehr interessantes Konzept war die Suche nach dem „Zentral-Europäischen Idiom“ in der Musik.


    Als junge Musikwissenschaftlerin beschäftigte sich Łobaczewska mit den Grundfragen der Musikästhetik. In ihrem ersten Buch „Grundriss der Musikästhetik“ standen die Probleme des musikalischen Schaffens und der Rezeption im Vordergrund, die sie aus soziologischer Perspektive betrachtete.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie wieder auf die Problematik der Popularisierung der Musik zurück. Sie schrieb mehrere Artikel über die Aufgaben der Musikerziehung und der Musikwissenschaft. Sie sind stark von der marxistischen Sicht auf die Rolle der Kultur im sozialistischen Staat geprägt. Obwohl sie sich für die Förderung und Umsetzung des Sozialistischen Realismus einsetzte, entwickelte sie für ihren eigenen Gebrauch eine mildere Version dieser Doktrin, die das Bedürfnis nach Freiheit für den Künstler und die Autonomie der Kunst berücksichtigte. Ihre Auffassung dieser Fragen legte sie in der Abhandlung „Próba zbadania realizmu socjalistycznego w muzyce na podstawie polskiej twórczości 10-lecia“ [„Versuch zur Prüfung des Sozialistischen Realismus in der Musik auf der Basis des Schaffens von polnischen Komponisten der letzten zehn Jahre“] dar. Die Fortsetzung der darin enthaltenen Gedanken findet sich in ihren beiden Monographien, die Szymanowski und Beethoven gewidmet sind (1950, 1953). Die erste, das monumentale Buch „Karol Szymanowski. Leben und Werk“, erwies sich von großer Bedeutung für die polnische Musikwissenschaft, weniger wegen der Methode („soziologisierend“ in Sinne des Marxismus), als vielmehr in seiner Qualität als Sammlung von Dokumenten, als Informationsquelle und wegen der Analysevorschläge zu Szymanowskis Werken.

    Rezeption

    Stefania Łobaczewska erhielt mehrere wichtige staatliche Auszeichnungen (u.a. den Nationalpreis 3. Grades, den Preis der Stadt Krakau), die ihre bedeutende Position in der polnischen Wissenschaft dokumentieren. Diese Position nahm sie nicht zuletzt dank der „richtigen“ politischen Haltung ein. Zusammen mit ihrer Kollegin aus Schulzeiten Zofia Lissa entwickelte sie eine marxistische Musikwissenschaft in Polen und verbreitete die Doktrin des Sozialistischen Realismus.

    Werkverzeichnis

    Schriften


    1. Bücher:


    „Ogólny zarys estetyki muzycznej“ [Grundriss der Musikästhetik]. Lwów: Filomata,1938.


    „Tablice do historii muzyki z objaśnieniami” [Tabellen zur Musikgeschichte mit Erläuterungen]. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1949.


    „Zarys historii form muzycznych. Próba ujęcia socjologicznego” [Entwurf der Geschichte der musikalischen Formen. Ein Versuch aus soziologischer Sicht]. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1950.


    „Karol Szymanowski. Życie i twórczość (1882-1937)“ [Karol Szymanowski. Leben und Werk (1882-1937)]. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1950.


    „Ludwig van Beethoven”. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1953.


    „Style muzyczne”. T I, cz. 1-2. [Musikalische Stile]. 1. Band in zwei Teilen. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1960.



    2. Aufsätze (Auswahl):


    „Chopin jako muzyk i jako człowiek” [Chopin als Musiker und Mensch]. In: Lirnik. Jg. 2, 1910, H. 9.


    „W kwestii pochodzenia muzyki“ [Ein Blick auf die Herkunft der Musik]. In: Przegląd Muzyczny. Jg. 4, 1911, H. 11-12.


    „Kilka słów o kulturze muzycznej XX wieku“ [Einige Worte über die Musik des 20. Jahrhunderts]. In: Przegląd Muzyczny. Jg. 4, 1911, H. 5.

    „Problemat twórczości w estetyce muzycznej” [Das Problem der Kreativität in der Musikästhetik]. In: Biblioteka Warszawska. Jg. 71, 1911, H. 4.


    „Schopenhauer o muzyce“ [Schopenhauer über die Musik]. In: Przegląd Muzyczny Jg. 5, 1912 H. 4.


    „O atonalności i A. Schonbergu” [Über Atonalität und A. Schönberg]. In: Przegląd Muzyczny. Jg. 2, 1926, H. 1-2.


    „O celach i zadaniach krytyki muzycznej” [Von Zielen und Aufgaben der Musikkritik]. „Lwowskie Wiadomości Muzyczne i Literackie”. Jg. 5, 1929, H. 12.


    „O utworach Sebastiana z Felsztyna“ [Über die Werke von Sebastian von Felsztyn]. In: Kwartalnik Muzyczny. Jg. 1, 1928/29, H. 3,4.


    „O harmonice Klaudiusza Achillesa Debussy’ego w pierwszym okresie jego twórczości” [Über die Harmonik Claude-Achille Debussys in den ersten Periode seines Schaffens]. In: Kwartalnik Muzyczny. Jg 1. 1928/29, No. 5.


    „Problem formy w muzyce współczesnej” [Das Formproblem in der zeitgenössischen Musik]. In: Muzyka Jg. 7, 1930, H. 5 (Sonderheft „Nowa muzyka“ [Die Neue Musik]. Hg. Mateusz Gliński).


    „Szopen a współczesność“ [Chopin und die Gegenwart]. In: Muzyka. Jg. 9, 1932, H. 7/9 (Sonderheft „Chopin”. Hg. Mateusz Gliński).


    „Na grób Albana Berga“ [Hommage an Alban Berg]. In: Muzyka. Jg 12, 1935, H. 10-12.


    Stefania Łobaczewska, Józef Koffler, „Dwugłos krytyczny. O muzyce dwunastotonowej” [Ein polemischer Dialog. Über Zwölftonmusik]. In: Muzyka Jg. 13, 1936, H. 1-6.


    „Problemy wykonawcze w muzyce Chopina” [Probleme der Interpretation von Chopins Musik]. In: Chopin. Jg. 1, 1937, H. 2.


    „Z psychologii przeżycia muzycznego” [Von der Psychologie der musikalischen Erfahrung]. In: Kwartalnik Psychologiczny. Jg. 9, 1937.


    „Drogi rozwoju współczesnej muzyki polskiej“ [Wege der Entwicklung der zeitgenössischen polnischen Musik]. In: Muzyka Współczesna. Jg. 4, 1939, H. 3/4.


    „Chopin w świetle nauki o typach ludzkich” [Chopin aus der Sicht der Wissenschaft über Menschentypen]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 3, 1947, H. 9-15/16.


    „Uwagi o muzykologii” [Kommentare zur Musikwissenschaft]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 4, 1948, H. 2.


    „O tradycji w muzyce“ [Über die Tradition in der Musik]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 4, 1948, H. 13-14.


    „O zadaniach i metodzie monografii muzycznej” [Über Aufgaben und Methoden der Musikermonographie]. In: Kwartalnik Muzyczny. Jg. 6, 1948, H. 21/22.


    „Muzykologia a krytyka muzyczna” [Musikwissenschaft und Musikkritik]. In: Kwartalnik Muzyczny. Jg.7, 1949, H. 25.


    „Przed Kongresem Nauki Polskiej. Kilka uwag o współczesnej muzykologii polskiej” [Vor dem Kongress der Polnischen Wissenschaft. Einige Bemerkungen zur zeitgenössischen polnischen Musikwissenschaft.]. In: Muzyka. Jg. 1, 1950, H. 6.


    „Z zagadnień współczesnej krytyki muzycznej” [Zu Fragen der zeitgenössischen Musikkritik]. In: Muzyka. Jg. 3, 1052, H. ½.


    „Z zagadnień analizy muzykologicznej” [Zu Fragen der musikwissenschaftlichen Analyse]. In: Studia Muzykologiczne. Jg. 1, 1953.


    „Beethoven i muzyka ludowa“ [Beethoven und die Volksmusik]. In: Studia Muzykologiczne. Jg 1, 1953.


    „Próba zbadania realizmu socjalistycznego w muzyce na podstawie polskiej twórczości 10-lecia“ [Versuch zur Prüfung des Sozialistischen Realismus in der Musik auf der Basis des Schaffens von polnischen Komponisten aus den letzten zehn Jahren]. In: Studia Muzykologiczne. Jg. 4, 1956.


    „Schumann – Chopin“. In: Robert Schumann: aus Anlass seines 100. Todestages. Hg. Hans Joachim Moser, E. Rebling. Leipzig 1956.


    „Von der Methode der musikwissenschaftlichen Analyse“. In: Kongressbuch des Mozartjahres 1956. Wien: Universal-Edition, 1957.


    „Karol Szymanowski. Zum 20. Todesjahr“. In: Musik und Gesellschaft. Jg. 7, 1957.


    „Mozarts Sonate F-Dur KV 364 als Problem seines Stiles“. In: Bericht über die Prager Mozart-Konferenz 1956. Prag: Verband Tschechoslowakischer Komponisten, 1958.


    „Muzyka kameralna“ [Kammermusik]. In: Kultura muzyczna Polski Ludowej [Die Musikkultur in der Volksrepublik Polen]. Hg. Józef Michał Chomiński., Zofia Lissa. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1957.


    „La culture musicale en Pologne au début du XIXe siècle et ses relations avec la musique de Chopin“ [Die Musikkultur Polens zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Beziehungen zu Chopins Musik]. In: The Book of the First International Musicological Congress devoted to the Work of Frederick Chopin. Hg. Zofia Lissa. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1963.


    „Fryderyk Chopin”. In: Z dziejów polskiej kultury muzycznej [Aus der Geschichte der polnischen Musikkultur]. Bd. 2. Hg. Zygmunt Szweykowski. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne,1966.


    „Twórczość kompozytorów ” [Das Schaffen der jungen polnischen Komponisten]. In: Z dziejów polskiej kultury muzycznej [Aus der Geschichte der polnischen Musikkultur]. Bd. 2. Hg. Zygmunt Szweykowski. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1966.



    3. Rezensionen und Feuilleton (Auswahl):


    „Muzyka we Lwowie“ [Die Musik in Lemberg]. In: Kurier Poznański. Jg, 20, 1925, No. 289.


    „Z Sali koncertowej. Koncert kompozytorski Karola Szymanowskiego” [Aus den Konzertsaal. Das Komponisten-Konzert von Karol Szymanowski]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 118, 1928, No. 34.


    „Tegoroczny sezon muzyczny w Paryżu“ [Die diesjährige Musiksaison in Paris]. In: Gazeta Lwowska Jg. 118, 1928, No. 61.


    „Muzyka polska w niepodległej Polsce“ [Die polnische Musik im unabhängigen Polen]. In: Gazeta Lwowska Jg. 118, 1928, No. 260.


    „Symfonia barw i tonów w sztuce XX wieku“ [Eine Symphonie von Farben und Tönen in der Kunst des 20. Jahrhunderts]. In: Gazeta Lwowska.118, Jg. 1928, No. 281.


    „W obronie muzyki współczesnej. Z okazji dzisiejszego koncertu Artura Rubinsteina“ [Zur Verteidigung der modernen Musik. Anlässlich des heutigen Konzerts von Artur Rubinstein]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 119, 1929, No. 83.


    „W 80-tą rocznicę śmierci Chopina“ [Zum 80. Todestag von Chopin]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 119, 1929, No. 243.


    „Ideologia muzyki współczesnej” [Ideologie der zeitgenössischen Musik]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 119, 1929, No. 260.


    „Drogi rozwoju współczesnej muzyki polskiej“ [Wege der Entwicklung der zeitgenössischen polnischen Musik]. In: Gazeta Lwowska. Jg., 119, 1931, No. 88, 100.


    „Rola jazzu w historii muzyki“ [Die Rolle des Jazz in der Musikgeschichte]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 120, 1930, No. 75.


    „Wanda Landowska. Z okazji koncertu międzynarodowego przez radio z Londynu w dniu 25 bm.” [Wanda Landowska. Anlässlich der internationalen Funkübertragung ihres Konzerts in London am 25. dieses Monats]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 121, 1931, No. 15.


    „Taniec współczesny“ [Zeitgenössischer Tanz]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 121, 1931, No. 59.


    „Szósty festiwal MTMW” [Das 6. Festival der IGNM]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 121, 1931, No. 232.


    „Dookoła walki o organizację naszego szkolnictwa muzycznego” [Über den Kampf um die Organisation unserer Musikerziehung]. In: Gazeta Lwowska” Jg. 121, 1931, No. 257.


    „Po międzynarodowych konkursach Chopinowskich” [Nach dem Internationalen Chopin-Wettbewerb]. In: Gazeta Lwowska. Jg 122, 1932, No. 75.


    „Muzykalny Wiedeń. Międzynarodowy Festiwal Muzyki Współczesnej“ [Musikalisches Wien. Das internationale Festival der Zeitgenössischen Musik]. In: Gazeta Lwowska. Jg 122, 1932, No. 148, 150.


    „Legenda o miłości i śmierci” [Die Legende von Liebe und Tod]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 123, 1933, No. 9.


    „U źródeł twórczości muzycznej” [An der Quelle des Musikschaffens]. In: Gazeta Lwowska. Jg. 124, 1934, No. 33, 42, 46, 52, 54.


    „Dlaczego wiek XX czci i kocha J.S. Bacha? [Warum verehrt und liebt das 20. Jahrhundert J.S. Bach?] In: Reduta/Tydzień Polski” Jg 1., 1935 H. 11.


    „W obronie muzyki przez radio“ [Zur Verteidigung der Musik im Radio]. In: Reduta/Tydzień Polski” Jg 1, 1935, H. 17.


    „Pieśń ludowa i my” [Das Volkslied und wir]. In: Reduta/Tydzień Polski” Jg 1, 1935, H. 40.


    „Alban Berg“. In: Reduta/Tydzień Polski. Jg 2, 1936, H. 4.


    „Czy opera się przeżyła?” [Ist die Oper ein Anachronismus?] In: Reduta/Tydzień Polski. Jg. 2, 1936, H. 17.


    „Dylematy krytyki muzycznej” [Dilemmata der Musikkritik]. In: Reduta/Tydzień Polski. Jg. 2, 1936, H. 24.


    Czy istnieje styl narodowy w muzyce?” [Gibt es einen Nationalstil in der Musik?]. In: Pion. Jg. 4,1936, H.23.


    „U źródeł współczesnej muzyki polskiej” [An der Quelle der zeitgenössischen polnischen Musik].In: Życie Sztuki. Jg. 3, 1938.


    „O kulturę muzyczną mas” [Musikkultur für die Massen]. In: Pion. Jg. 6, 1938, H. 2.

    „Na przełomie dwóch epok (Maurycy Ravel 1875-1937)” [An der Schwelle zwischen zwei Epochen (Maurice Ravel 1875-1937)]. In: Ateneum. Jg. 1, 1938, H. 4/5.


    „Prawa przyrody a prawa muzyki” [Die Gesetze der Natur und die Gesetze der Musik]. In: Wiedza i Życie. Jg. 13, 1938, H. 4.


    „O konieczności reformy w naszym szkolnictwie muzycznym” [Über die Notwendigkeit der Reform in unseren Musikschulen]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 1, 1945, H. 2.


    „Jeszcze o krytyce muzycznej“ [Nochmals über Musikkritik]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 1, 1945, H. 3.


    „Ze zjazdu kompozytorów i krytyków w Pradze“ [Vom Kongress der Komponisten und Musikwissenschaftler in Prag]. In: „Ruch Muzyczny“. Jg. 4, 1948, H. 13/14.


    „Warszawska Jesień 1958“ [Warschauer Herbst 1958]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 2, 1958, H. 22.

    Quellen

    1. Bücher:


    Dziadek, Magdalena, Moll, Lilianna. „Odrodźmy się w muzyce! Muzyka na łamach czasopism kobiecych i krytyka muzyczna 1818-1939”. Katalog wystawy [Erneuern wir uns in der Musik! Die Musik in Frauenzeitschriften und die feministische Musikkritik 1818-1939. Ausstellungskatalog]. Katowice: Śląskie Towarzystwo Muzyczne, Biblioteka Główna Akademii Muzycznej w Katowicach., 2005, S. 63-65.


    Polony, Leszek. „Polski kształt sporu o istotę muzyki” [Die polnische Version des Streits um das Wesen der Schönheit in der Musik]. Kraków: Akademia Górniczo-Hutnicza im. S. Staszica, 1991, S. 261-273.


    Przybylski, Tadeusz. „Z dziejów nauczania muzyki w Krakowie od średniowiecza do czasów współczesnych“ [Aus der Geschichte der Musiklehre in Kraków vom Mittelalter bis in die Neuzeit]. Kraków: Musica Jagellonica, 1994, S. 102-103, 193-140.



    2. Aufsätze in Zeitschriften:


    Lissa, Zofia. „Wspomnienie o Stefanii Łobaczewskiej” [Erinnerungen an Stefania Łobaczewska]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 7. 1963, H. 5, S. 3-4.


    Kaczyński, Tadeusz. „Młoda do ostatnich dni“ [Jung bis zuletzt]. In: Ruch Muzyczny. Jg. 7. 1963, H. 5, s. 6-7.


    Dziadek, Magdalena. „Twórczość krytycznomuzyczna Stefanii Łobaczewskiej” [Das musikkritische Schaffen von Stefania Łobaczewska]. In: „Muzyka”. Jg. 48, 2004, H. 4, S. 87-112.



    3. Aufsatz in Sammelband:


    Wilk, Piotr. „Stefania Łobaczewska 1888-1963“. In: Uniwersytet Jagielloński. Złota Księga Wydziału Historycznego“ [Jagiellonen-Universitat. Das Goldene Buch der historischen Fakultät]. Hg. Julian Dybiec. Kraków: Księgarnia Akademicka, 2000, s. 299-302.



    4. Lexikonartikel:


    Dziębowska, Elżbieta, Rutkowska-Łysoń Wanda. „Łobaczewska Stefania”. In: Encyklopedia Muzyczna PWM. Część biograficzna klł. Hg. Elżbieta Dziębowska. Kraków: Polskie Wydawnictwo Muzyczne, 1997, S. 466-469.


    Szweykowski, Zygmunt. „Łobaczewska Stefania “. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Ed. Stanley Sadie. Vol. 15, S. 33.



    5. Magisterarbeit:


    Protopopowa, Olga : „Wybrane aspekty piśmiennictwa muzycznego Stefanii Łobaczewskiej w lwowskim okresie jej działalności” [Ausgewählte Aspekte der Musikpublizistik von Stefania Łobaczewska in der Lemberger Zeit ihrer Tätigkeit]. Betreuerin: Alicja Jarzębska. Jagiellonen-Universität, Institut für Musikwissenschaft, 2010.

    Forschung

    Alicja Jarzębska, Professorin für Musikwissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau, leitet derzeit ein Forschungsprojekt zu „Stefania Łobaczewska. Działalność muzykologiczna“ [Stefania Łobaczewska. Ihre Musikwissenschaftliche Tätigkeit]. Dieses Großprojekt wird durch das Narodowe Centrum Nauki [Nationales Wissenschaftszentrum] in Krakau/Polen gefördert.

    Forschungsbedarf

    Über Łobaczewskas Aufenthalt in Wien ist nur sehr wenig bekannt.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 23155408
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 127203699
    Library of Congress (LCCN): nr89008962

    Autor/innen

    Magdalena Dziadek

    Übersetzung: Jennifer Hohensteiner


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back und Meredith Nicollai (English version)
    Zuerst eingegeben am 01.09.2014
    Zuletzt bearbeitet am 05.07.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Magdalena Dziadek, Artikel „Stefania Łobaczewska“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 5.7.2017
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Stefania_Łobaczewska