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  • Sofia Gubaidulina

    von Gabriele Jonté
    Sofia Gubaidulina
    Namen:
    Sofia Gubaidulina
    Lebensdaten:
    geb. in Tschistopol, Tatarische ASSR (heute Republik Tatarstan)
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Kotospielerin
    Charakterisierender Satz:

    „Als Ideal betrachte ich ein solches Verhältnis zur Tradition und zu neuen Kompositionsmitteln, bei dem der Künstler alle Mittel – sowohl neue als auch traditionelle – beherrscht, aber so, als schenke er weder den einen noch den anderen Beachtung. Es gibt Komponisten, die ihre Werke sehr bewusst bauen, ich zähle mich dagegen zu denen, die ihre Werke eher 'züchten'. Und darum bildet die gesamte von mir aufgenommene Welt gleichsam die Wurzeln eines Baumes und das daraus gewachsene Werk seine Zweige und Blätter. Man kann sie zwar als neu bezeichnen, aber es sind eben dennoch Blätter, und unter diesem Gesichtspunkt sind sie immer traditionell, alt."

    (Sofia Gubaidulina. In: Sofia Gubaidulina [Werkverzeichnis]. Hamburg: Sikorski, 2007. S. 4.)


    Profil

    Sofia Gubaidulina genoss in ihrer Heimat Tatarstan und anschließend in Moskau eine intensive musikalische Ausbildung mit den Schwerpunkten Klavierspiel und Komposition. Ab 1963 arbeitete sie als freischaffende Komponistin. In den 1970er-Jahren entdeckte sie durch Improvisation auf Volks- und Ritualinstrumenten neue Klangwelten, deren Substanz sie in ihre Kompositionen einfließen ließ. Im eigenen Land nicht selten mit Aufführungsverboten belegt, wurden Gubaidulinas Werke ab 1980 zunehmend häufig im westlichen Ausland aufgeführt; besonders die im Exil lebenden Musiker Mstislav Rostropovitsch, Gidon Kremer und David Geringas setzten sich für Gubaidulina ein. Nach einem Leben mit vielen Restriktionen einschließlich Reiseverboten durfte Sofia Gubaidulina seit 1986 uneingeschränkt reisen. 1991 zog sie nach Deutschland und wohnt seit 1992 in der Nähe von Hamburg. Für ihr inzwischen weltweit anerkanntes kompositorisches Schaffen erhielt Gubaidulina vor allem seit den 1990er-Jahren zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Sofia Gubaidulina ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste in Hamburg sowie der Königlich Schwedischen Musikakademie Stockholm.

    Orte und Länder

    Sofia Gubaidulina wurde in der Stadt Tschistopol (UDSSR, heute Tatarstan) geboren. Sie studierte zunächst in der tatarischen Hauptstadt Kasan und dann in Moskau. Ab 1986 unternahm sie zahlreiche Reisen innerhalb Europas, in die USA, nach Kanada, Australien und mehrfach nach Japan. 1991 übersiedelte sie nach Deutschland und wohnte zunächst in den niedersächsischen Künstlerkoloniern Worpswede und Schreyahn (Wendland). Seit 1992 lebt Sofia Gubaidulina in Appen (Kreis Pinneberg) bei Hamburg.

    Biografie

    Sofia Gubaidulina wurde am 24. Oktober 1931 in Tschistopol (Tatarische Republik) als Tochter des tatarischen Vermessungsingenieurs Asgat Gubaidullin und der russischen Lehrerin Feodossa Jelchowa geboren. Im Frühjahr 1932 zog die Familie in die Landeshauptstadt Kasan um, wo Sofia Gubaidulina 1937 vorzeitig in die Kindermusikschule eintrat. Von 1946 bis 1949 besuchte sie das Kasaner Musikgymnasium, wo sie ersten Kompositionsunterricht erhielt. Von 1949 bis 1954 studierte Sofia Gubaidulina am Konservatorium von Kasan Klavier, ab 1952 auch Komposition. Von 1954 bis 1959 folgte ein Kompositionsstudium am Moskauer Konservatorium, seit 1955 bei Nikolai Peiko, einem Schüler Nikolai Miaskowskis und Assistenten Dmitri Schostakowitschs. Am 22. Januar 1956 heiratete Sofia Gubaidulina den Geologen und Literaten Mark Ljando, am 22. November 1959 wurde die Tochter Nadeschda geboren. Sofia Gubaidulina und Mark Ljando trennten sich Anfang der 1960er-Jahre.


    Sofia Gubaidulinas Lehrer Nikolai Peiko baute seiner begabten Schülerin über lange Zeit viele Brücken; so ermöglichte er ihr im Frühjahr 1959 ein Gespräch mit ihrem großen Vorbild Dmitri Schostakowitsch. Dieser ermutigte sie in einer Weise, die für Sofia Gubaidulinas Zukunft entscheidend sein sollte: „Was mich aber insbesondere traf, waren seine Worte, als ich ging. 'Seien Sie Sie-selbst, haben Sie keine Angst, Sie-selbst zu sein. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf ihrem eigenen falschen Weg weitergehen.' Ein Satz zur richtigen Zeit am richtigen Ort kann für einen jungen Menschen lebenswichtig sein, und ich bin Schostakowitsch für diese Worte unendlich dankbar. Ich brauchte sie gerade damals und fühlte mich dermaßen gestärkt, dass ich nichts mehr fürchtete. Jeder Fehlschlag, jede Kritik berührte mich nicht mehr und lief an mir ab, wie das Wasser am Rücken einer Ente. Ich war nun wirklich in der Lage, meinen eigenen Weg zu gehen." (Zit. n. Michael Kurtz, 2001, S. 74 f.) Mit dem gelobten „falschen" Weg meinte Schostakowitsch Gubaidulinas Abweichen von der offiziellen Doktrin des sozialistischen Realismus, insbesondere den 1948 vom sowjetischen Komponistenverband beschlossenen Richtlinien.


    Nachdem Sofia Gubaidulina im Juni 1959 das Abschlussexamen am Moskauer Konservatorium absolviert hatte, begann sie eine „Aspirantur" (Graduierten-Studium) beim Miaskowski-Schüler Wissarion Schebalin, der am 28. Mai 1963 nach längerer Krankheit verstarb. Sofia Gubaidulina lebte nun als freischaffende Komponistin und verdiente sich ihren Lebensunterhalt mit der Komposition von Filmmusik. Von den aus eigenem künstlerischen Antrieb entstandenen Werken gab sie „Fünf Etüden" für Harfe, Kontrabass und Schlagzeug als ihr Opus 1 heraus; das Werk wurde am 20. Mai 1967 im Moskauer Konservatorium uraufgeführt. Im selben Jahr heiratete Sofia Gubaidulina den Literaten und Dissidenten Nikolai Bokow, von dem sie sich fünf Jahre später trennte. 1970 ließ sich Sofia Gubaidulina, deren Großvater muslimischer Imam gewesen war, christlich-orthodox taufen. Die Entscheidung zu diesem Schritt – äußeres Bekenntnis einer inneren Entwicklung – war in Gesprächen mit der Pianistin Maria Judina gereift, mit der Sofia Gubaidulina seit 1963 befreundet war. Sofia Gubaidulina konzipierte viele ihrer Werke im Kontext ihres christlichen Denkens und Empfindens. 1975 begann Sofia Gubaidulina, gemeinsam mit ihren Freunden Wjatscheslaw Artjomow und Viktor Suslin auf Volksinstrumenten zu improvisieren, häufig unter freiem Himmel. Bei öffentlichen Auftritten nannte sich die Gruppe später „Astreja". Auch die hierbei gewonnenen Erfahrungen, insbesondere die Fülle an neu entdeckten Klangfarben, flossen in Sofia Gubaidulinas Komponieren ein.


    Im November 1979 fand in Moskau der VI. „Allunionskongress" des sowjetischen Komponistenverbandes statt, auf dem der Generalsekretär Tichon Chrennikow Sofia Gubaidulina und sechs weitere Komponisten, die er für „Abweichler“ hielt, angriff (Sovetskaja Kultura Nr. 94, 23.11.1979; vgl. Michael Kurtz, 2001, S. 210). Die Kritik veranlasste Sofia Gubaidulinas Freund und Kollegen Viktor Suslin, einen Ausreiseantrag zu stellen; er emigrierte im Juli 1981. Für die Komponistin selbst begann ein besonders schwieriger Lebensabschnitt. An Aufführungen ihrer Werke im westlichen Ausland durfte sie nicht teilnehmen, verwehrt wurde ihr auch die Reise zu einem Konzert, das zu ihrem 50. Geburtstag in Düsseldorf stattfand und von Francisco Tanzer, einem mit ihr befreundeten Schriftsteller, organisiert worden war. Doch trotz aller Widerstände war Sofia Gubaidulinas internationale Karriere nicht aufzuhalten. So sollte beispielsweise das für Gidon Kremer komponierte Violinkonzert „Offertorium", am 30. Mai 1980 in Wien uraufgeführt, einen Siegeszug um die ganze Welt erleben.


    Im August 1984 unternahm Sofia Gubaidulina ihre erste Reise in den Westen zu den Internationalen Musikfestspielen in Helsinki. Der mit der Ära Gorbatschow einhergehende geistige Wandel hatte zur Folge, dass Sofia Gubaidulina ab 1986 endlich unbegrenzt reisen durfte. Im Sommer 1986 fuhr sie zu dem von Gidon Kremer veranstalteten Kammermusikfestival in Lockenhaus, Österreich. Dort wurde am 11. Juli ihr Werk „Perception" für Sopran, Bariton (Sprechstimme) und sieben Streichinstrumente uraufgeführt. Knapp zwei Monate später, am 4. September 1986, wurde „Stimmen ... verstummen ...", eine Sinfonie in 12 Sätzen, in der Berliner Philharmonie aufgeführt, am 25. März 1987 dann „Hommage à T.S. Eliot" für Sopran und Oktett in der Kölner Philharmonie. Sofia Gubaidulina wurde zu einer weltweit gefragten Komponistin. Neben deutschsprachigen Ländern bereiste sie England, Dänemark, Schweden, Frankreich, Italien und Holland, auf die Kanarischen Inseln, in die USA, nach Japan, Australien und Kanada.

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    Der politische und wirtschaftliche Umbruch hatte die Versorgungslage in Moskau deutlich verschlechtert und zu einer Atmosphäre zunehmender öffentlicher Aggression geführt. Unter diesen Bedingungen war es Sofia Gubaidulina unmöglich geworden, sich auf den Prozess des Komponierens zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund entschloss sie sich 1991, nach Deutschland überzusiedeln, wo bereits mehrere ihrer Freunde und Kollegen wohnten; so war Alfred Schnittke ein Jahr zuvor nach Hamburg umgezogen. Unterstützt durch ein Stipendium des Landes Niedersachsen, wohnte Sofia Gubaidulina zunächst in den Künstlerkolonien Worpswede und Schreyahn (Wendland). Im Sommer 1991 heiratete sie den Musiktheoretiker Pjotr Meschtschaninow, mit dem sie bereits seit 1973 künstlerisch zusammenarbeitete. 1992 übergab Sofia Gubaidulina ihre Partituren und Skizzen an das Archiv der Paul Sacher Stiftung in Basel. Im selben Jahr kaufte sie ein Haus in Appen bei Hamburg, das ihr ein Leben und Arbeiten in Ruhe und Zurückgezogenheit ermöglichte. Naturnähe und die Möglichkeit, einen Garten zu gestalten, erfüllten lang gehegte Wünsche der Komponistin. Im September 1992 flog Sofia Gubaidulina zum vierten Mal nach Japan, von dessen Kultur sie sich sehr angesprochen fühlte. Das japanische Koto (eine Art Zither mit Saiten aus Seide), das sie selbst spielte und für das sie mehrere Werke komponierte, wurde zu einem ihrer Lieblingsinstrumente.


    1993 stand „Offertorium" auf dem Programm der 250. Jahresfeier des Leipziger Gewandhausorchesters. In den folgenden Jahren wurden viele neue Werke Sofia Gubaidulinas uraufgeführt. Ihr bisher umfangreichstes Werk ist die „Johannes-Passion", die von der Internationalen Bachakademie in Stuttgart in Auftrag gegeben wurde. In diesem Werk, dessen Uraufführung am 1. September des Bach-Jubiläumsjahrs 2000 stattfand, kombiniert Sofia Gubaidulina die Passionsgeschichte mit dem Geschehen der Apokalypse. Es bildet zusammen mit dem ein Jahr später komponierten „Johannes-Ostern" ein Diptychon über Tod und Auferstehung. Die Texte werden in kirchenslavischer Sprache gesungen.


    Ab 2000 setzte Sofia Gubaidulina ihre kompositorische Tätigkeit weiterhin erfolgreich fort. Als jüngstes Werk wurde am 30. August 2007 bei den Luzerner Musikfestspielen ihr zweites Violinkonzert, „In tempus praesens", von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Simon Rattle uraufgeführt, ein Auftragswerk der Paul Sacher Stiftung. Solistin war Anne-Sophie Mutter, der das Konzert auch gewidmet ist.


    Sofia Gubaidulina wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet (s.u. Rezeption). Sie ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Königlich Schwedischen Musikakademie Stockholm und Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters. Seit 2001 ist sie Ehrenprofessorin am Kasaner Konservatorium, seit 2005 an den Konservatorien von Peking (China) und Tianjin (China).

    Würdigung

    Sofia Gubaidulina ist eine weltweit anerkannte zeitgenössische Komponistin. Schon als Kind hatte sie einen besonderen Zugang zu Musikinstrumenten; so spielte sie auf ihrem Klavier nicht nur in konventioneller Weise, sondern auch, indem sie die Saiten berührte oder das Instrument streichelte (Interview mit dem Hamburger Abendblatt am 3. November 2006). Instrumente sind für sie „lebendige Wesen" (vgl. Michael Kurtz, 2001, S. 110 ff.). Mit ihren Kompositionen für das „Bajan", ein russisches Knopfakkordeon, schöpft sie die klanglichen und technischen Möglichkeiten dieses Instruments in zuvor nicht für möglich gehaltener Weise aus. Eine besondere Affinität hat Sofia Gubaidulina zum japanischen Koto, für das sie mehrere Werke komponiert hat. Auch im Bereich Schlagzeug verwendet Sofia Gubaidulina Instrumente aus den unterschiedlichsten Kulturen.


    Das Nachdenken über das Phänomen „Zeit" spielt in Sofia Gubaidulinas Leben und Schaffen eine wichtige Rolle. Rhythmen erkennt sie nicht nur in kleinen Zeiteinheiten, sondern auch in der Form eines Gesamtwerks. Dem am 30. August 2007 uraufgeführten Violinkonzert „In tempus praesens" liegt ebenfalls die Auseinandersetzung mit den Aspekten Zeit und Gegenwart zugrunde. Sofia Gubaidulina sucht nach einer geistigen Welt, die jenseits des alltäglich Erlebten liegt und findet sie in der Musik; sie versteht „Leben als Risiko und Kunst als Flug in eine andere Existenz" (zit. n. Valentina Cholopova. Zahlenmystik in der Musik von Sofia Gubaidulina. 2001. S. 185). Pausen und Stille sind dabei ebenso wichtig wie Töne oder auch geräuschhafte Klänge. Bemerkenswert ist das „Solo per direttore" im 9. Satz von Sofia Gubaidulinas Sinfonie „Stimmen ... verstummen ..." (s. Notenbeispiel). Über einem von Trommel, Pauken, Becken und Orgel gewebten Pianissimo-Klangteppich vollzieht der Dirigent Gesten, die von der Komponistin genau vorgeschrieben sind und auch während der Generalpausen auszuführen sind. So wird die Stille mit geheimnisvoller Bedeutung erfüllt. Bei vielen Werken ist der religiöse Gehalt offensichtlich, beispielsweise beim Violinkonzert „Offertorium", das sich thematisch an Johann Sebastian Bachs „Musikalisches Opfer" anlehnt. Alfred Schnittke sagte über „Offertorium": „Ich mag ihr [Sofia Gubaidulinas] Violinkonzert sehr. Darin kommt es zu einem frappierenden Durchbruch – aus der Sphäre der magischen Zauberkunst hinein in die Sphäre des religiösen Einflusses." (Alfred Schnittke. Über das Leben und die Musik. 1998. S. 126.) Im Werk „Sieben Worte" für Violoncello, Bajan und Streicher (1982) knüpft Sofia Gubaidulina an die Vertonungen von Heinrich Schütz („Die sieben Worte Jesu Christi") und Joseph Haydn („Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze") an. Zusätzlich zum semantisch eindeutigen Titel und den entsprechenden sieben Satzbezeichnungen findet sich in Sofia Gubaidulinas Komposition ein zum Kreuz gestaltetes Notenbild. Symbolik und Zahlenmystik sind charakteristisch für die Kompositionen Sofia Gubaidulinas, die einerseits auf ausgeklügelten, rationalen „Bauplänen“ beruhen, andererseits aus intuitiven Einfällen hervorgehen.


    Nicht zuletzt durch Dmitri Schostakowitsch ermutigt, setzte Sofia Gubaidulinas ihren Weg in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts beharrlich fort, wenngleich ihre Musik nicht die vom sowjetischen Komponistenverband gesetzten Kriterien erfüllte und die Komponistin erheblichen Repressalien ausgesetzt war. Sie gab nicht auf und wurde gerade dadurch, dass sie auch unter Extrembedingungen sich selbst treu blieb, so erfolgreich wie nur wenige Komponisten und Komponistinnen der Gegenwart. Alfred Schnittke schrieb in einem Aufsatz über Sofia Gubaidulina: „Bereits die allerersten Werke Gubaidulinas bestechen durch die erstaunliche Ganzheit ihrer schöpferischen Natur, die von einer eigentümlichen inneren Welt und einem unbeugsamen Willen der Künstlerin zeugt. [...] Ihr unbeirrter Maximalismus zwingt sie, lange und sorgfältig die geringsten Details herauszuarbeiten, was allerdings nicht zur oberflächlichen Eleganz führt, sondern zur strengen Askese. Ganzheitlich und kompromißlos ist sowohl ihre Musik als auch ihr Leben. In ihrem Schaffen wie auch in ihrem praktischen Leben verzichtet sie auf Burgfriedenstaktik, stellt an sich selbst höchste Ansprüche, doch das alles weiß sie mit Wohlwollen und tätiger Güte gegenüber den Mitmenschen zu verbinden, mit großzügiger Lebensauffassung und Toleranz zu [sic] einer 'fremden' Musikwelt und Tonsprache." (Alfred Schnittke. Über das Leben und die Musik. S. 127 f.)

    Rezeption

    Im Jahr 1989 entstand der Fernsehfilm „Ein Feuer und eine Rose", ein Porträt Sofia Gubaidulinas („Ogon' i roza". Zweiter Fernsehfilm der Serie „Zeitgenössische russische Musik". Koproduktion von BBC-TV und Sojuskinoservice, 1989). Zu dieser Zeit wurde Sofia Gubaidulinas kompositorisches Schaffen bereits international wahrgenommen. Musiker wie der seit 1980 in Deutschland lebende lettische Geiger Gidon Kremer hatten sich für die Verbreitung ihrer Werke eingesetzt. Ihre Kompositionen wurden und werden von weltbekannten Orchestern, Dirigenten und Solisten aufgeführt. Sofia Gubaidulina inspirierte auch andere Komponisten ihrer Zeit; so verwendete Alfred Schnittke in seinem 4. Violinkonzert Monogramme von Sofia Gubaidulina, Edison Denissow, Arvo Pärt, Gidon Kremer und von sich selbst (Alfred Schnittke. Über das Leben und die Musik. 1998. S. 93).

    Seit den 1990er-Jahren finden häufig Eurythmie-Aufführungen von Werken Sofia Gubaidulinas statt (Michael Kurtz, 2001, S. 90 f.).

    Sofia Gubaidulina erhielt zeitweise mehr Kompositionsaufträge, als sie bewältigen konnte. Zeitungsberichte und Kritiken über (Ur)aufführungen und CD-Einspielungen dokumentieren, dass die Musik von Sofia Gubaidulina ein breites Publikum erreicht.

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    Sofia Gubaidulina wurde mit den folgenden Ehrungen und Preisen ausgezeichnet:


    1974 Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb von Rom


    1987 Prix de Monaco


    1989 Koussevitzky International Record Award für die CD-Einspielung

    des Violinkonzerts „Offertorium" (DG 47336-2)


    1991 Premio Franco Abbiato


    1991 Heidelberger Künstlerinnenpreis


    1992 Russischer Staatspreis


    1994 Koussevitzky International Record Award für die CD-Einspielung

    der Sinfonie „Stimmen ... verstummen ..." (Chandos 9183)


    1995 Ludwig-Spohr-Preis der Stadt Braunschweig


    1997 Kulturpreis der Stadt Pinneberg


    1998 Praemium Imperiale, Tokio


    1999 Leonie-Sonnings-Musikpreis, Kopenhagen


    1999 Mitglied im Orden Pour le mérite


    1999 Preis der Stiftung Bibel und Kultur


    1999 Mitglied im Orden „Pour le Mérite"


    2000 Ehrenmedaille der Stockholmer Konzerthausstiftung in Gold


    2001 „Silenzio"-Preis, Moskau


    2001 Goethe-Medaille


    2002 Polar-Musikpreis, Stockholm


    2002 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland


    2003 Living Composer Prize im Rahmen der Cannes Classical Awards


    2005 Europäischer Kulturpreis


    2006 zur „Person des Jahres 2006" von der Moskauer Musikzeitschrift „Musykalnoje obosrenije" gekürt


    2007 Kulturpreis „Triumph", Moskau


    2007 Bachpreis der Freien und Hansestadt Hamburg

    Werkverzeichnis

    Das folgende Verzeichnis basiert auf den Werkverzeichnissen des Internationalen Musikverlags Hans Sikorski, Hamburg [vgl. www.sikorski.de: Komponisten. Gubaidulina, Sofia. Werkverzeichnis (alphabetisch) und www.sikorski.de: Komponisten. Gubaidulina, Sofia. Werkverzeichnis zum Herunterladen (innerhalb von Rubriken chronologisch, in englischer Sprache). PDF-File. Hamburg: Sikorski, 10. August 2007].



    Orchesterwerke


    Die Phazelie, Vokalzyklus für Sopran und Orchester auf Texte von Mikhail Prishvin (in russischer Sprache), 1956, UA: Moskau 1957, Sikorski, Hamburg.


    Nacht in Memphis, Kantate für Mezzosopran, Männerchor und Kammerorchester auf altägyptische Texte (in russischer Sprache, russische Versionen von Anna Achmatova und Vera Potapowa), Drei Versionen: 1968, 1988, 1992, UA: Zagreb 1971, Rostov (Don) 1988, Rom 1993, Sikorski, Hamburg.


    Märchen-Poem für Orchester, 1971, UA: Moskau 1971, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Stufen für Orchester, aus dem Marienleben-Zyklus von Rainer Maria Rilke [Text vom Tonband], Drei Versionen: 1972, 1986, 1992, UA: Berlin 1990, Bad Kissingen 1989, Stockholm 1993, Sikorski, Hamburg.


    Stunde der Seele, Poem für großes Blasorchester und Mezzosopran (Alt), T.: Marina Zwetajewa (in russischer Sprache), deutsche Version von Jürgen Köchel, 1974, UA: Bozen 2004, Sikorski, Hamburg.


    Laudatio pacis, Oratorium in neun Sätzen für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Sprecher, 3 gemischte Chöre und großes Orchester (ohne Streicher), T.: Johannes Amos Comenius (in lateinischer Sprache), „Dedicated to UNESCO", 1975, UA: Berlin 1993, Bärenreiter, Kassel. [Gemeinschaftswerk mit Marek Kopelent und Paul-Heinz Dittrich. Sätze 2, 4 und 8 von Sofia Gubaidulina.]


    Revuemusik für Sinfonieorchester und Jazzband, T.: Afanasy Fet (in russischer Sprache), 1976, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 846, Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Stunde der Seele (Percussio di Pekarski), Musik für Schlagzeug, Mezzosopran und großes Orchester, T.: Marina Zwetajewa (in russischer Sprache), deutsche Version von Jürgen Köchel, „Dedicated to Mark Pekarski", 1976, UA: Paris 1979, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1888.


    Offertorium, Konzert für Violine und Orchester, „Dedicated to Gidon Kremer", Drei Versionen: 1980, 1982, 1986, UA: Wien 1981, Berlin 1982, London 1986, Sikorski, Hamburg (Partitur: Sikorski Nr. 1862).


    Stimmen ... verstummen, Sinfonie in 12 Sätzen, „Dedicated to Gennady Rozhdestvensky", 1986, UA: Berlin 1986, Sikorski, Hamburg.


    Pro et contra, für großes Orchester, 1989, UA: Louisville 1989, New York: Schirmer, Sikorski, Hamburg.


    Alleluja, für gemischten Chor, Knabensopran, Orgel und großes Orchester (Farborgel ad lib.), T.: Aus der russisch-orthodoxen Liturgie (in russischer Sprache), 1990, UA: Berlin 1990, Sikorski, Hamburg.


    Aus dem Stundenbuch, für Violoncello, Orchester, Männerchor und Sprecherin, T.: Rainer Maria Rilke, „Dedicated to Vladimir Tonkha", 1991, UA: Helsinki 1991, Fazer Music, Espoo und Sikorski, Hamburg.


    Und: Das Fest ist in vollem Gang, für Violoncello und Orchester, „Dedicated to David Geringas", 1993, UA: Las Palmas 1994, Sikorski, Hamburg.


    Zeitgestalten für Sinfonieorchester, „Dedicated to Simon Rattle", 1994, UA: Birmingham 1994, Boosey & Hawkes, London und Sikorski, Hamburg.


    Musik für Flöte, Streicher und Schlagzeug, „Dedicated to Pierre-Yves Artaud", 1994, UA: Paris 1995, Sikorski, Hamburg.


    Konzert für Viola und Orchester, 1996, UA: Chicago 1997, New York: Schirmer, New York und Sikorski, Hamburg.


    Im Schatten des Baumes, für Koto, Basskoto, Zheng und Orchester, „Dedicated to Kazue Sawai", 1998, UA: Tokio 1999, Sikorski, Hamburg.


    Zwei Wege (Maria und Martha gewidmet), für zwei Solo-Violen und Orchester, 1998, UA: New York 1999, G. Schirmer, New York und Sikorski, Hamburg.


    Johannes-Passion: s.u. Chorwerke


    Johannes-Ostern: s.u. Chorwerke


    Der Reiter auf dem weißen Pferd, für großes Orchester und Orgel, „Dedicated to Valery Gergiev on the occasion of his 50th birthday", 2002, UA: Rotterdam 2002, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 8510.


    Das Licht des Endes, für großes Orchester, 2003, UA: Boston 2003, G. Schirmer, New York und Sikorski, Hamburg.


    Im Zeichen des Skorpions, Variationen über sechs Hexachorde für Bajan und Orchester, „Dedicated to Friedrich Lips", 2003, UA: Stockholm 2003, Sikorski, Hamburg.


    ... The deceitful face of hope and of despair, Konzert für Flöte und großes Orchester, „Dedicated to Sharon Bezaly", 2005, UA: Göteborg 2005, Sikorski, Hamburg.


    Das Gastmahl während der Pest, für großes Orchester, 2005, UA: Philadelphia 2006, G. Schirmer, New York und Sikorski, Hamburg.


    Die Leier des Orpheus, für Violine, Schlagzeug und Streicher, 2005, UA: Basel 2006, Hamburg: Sikorski, Hamburg.


    In tempus praesens, Konzert für Violine und Orchester, „Dedicated to Anne-Sophie Mutter", 2007, UA: Luzern 2007, Sikorski, Hamburg.



    Werke für Kammerorchester bzw. Kammerensemble


    Rubaijat, Kantate für Bariton und Kammerensemble nach Versen der altpersischen Dichter Omar Khayyám, Hafiz und Khakani (Übersetzung ins Russische von Wladimir Derschawin), 1969, UA: Moskau 1976, Sikorski, Hamburg.


    Concordanza, für Kammerensemble (oder Kammerorchester), 1971, UA: Prag 1971, Sikorski, Hamburg, Partitur: Muzyka, Moskau.


    Detto II, für Violoncello und Instrumentalensemble, „Dedicated to Natalya Shakhovskaya", 1972, UA: Moskau 1973, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Konzert für Fagott und tiefe Streicher, „Dedicated to Valery Popov", 1975, UA: Moskau 1976, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1978 und Muzyka, Moskau.


    Introitus, Konzert für Klavier und Kammerorchester, „Dedicated to Alexander Bakhchiyev", UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg.


    Sieben Worte, für Violoncello, Bajan und Streicher, „Dedicated to Vladimir Tonkha und Friedrich Lips", 1982, UA: Moskau 1982, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1827 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Perception, für Sopran, Bariton, sieben Streichinstrumente und Tonband auf Gedichte von Francisco Tanzer und Psalmen (in deutscher Sprache), Drei Versionen: 1981, 1983, 1986, UA: Lockenhaus 1986, Sikorski, Hamburg.


    Hommage à T.S. Eliot, für Sopran und Oktett auf die „Four Quartets" (1936-1942) von T.S. Eliot (in englischer Sprache), Zwei Versionen: 1987, 1991, UA: Köln 1987, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1853.


    Ein Walzerspass nach Johann Strauss, für Sopran (Vokalisen) und Oktett nach Johann Strauß' „Geschichten aus dem Wienerwald" op. 325, 1987, UA: Köln 1987, Sikorski, Hamburg.


    ... Early in the morning, right before waking ..., für drei 17-saitige japanische Bass-Kotos und vier 13-saitige japanische Kotos, „Dedicated to Kazue Sawai", 1993, UA: Tokio 1994, Sikorski, Hamburg.


    Jetzt immer Schnee, für Kammerensemble und Kammerchor auf Verse von Gennadi Aigi (in russischer Sprache), Dedicated to Gennadi Aigi, 1993, UA: Amsterdam 1993, Sikorski, Hamburg.


    Impromptu für Flöte, Violine und Streicher, „Dedicated to Irena Grafenauer und Gidon Kremer", 1996, UA: Köln 1997, Sikorski, Hamburg.


    Risonanza, für drei Trompeten, vier Posaunen, Orgel und sechs Streichinstrumente, „Dedicated to Reinbert de Leeuw", 2001, UA: Amsterdam 2001, Sikorski, Hamburg.


    Verwandlung, für Posaune, Saxophonquartett, Violoncello, Kontrabass und Tamtam, „Dedicated to Christian Lindberg and the Raschèr Saxophone Quartet", 2004, UA: Turku 2004, Sikorski, Hamburg.



    Kammermusik ohne Schlagzeug


    Klavierquintett, 1957, UA: Moskau 1958, Sikorski, Hamburg, Partitur: Muzyka, Moskau.


    Chaconne für Klavier, „Dedicated to Marina Mdvani", 1963, UA: Moskau 1966, Sikorski, Hamburg, Partitur: Zen-On Music, Tokio (Sikorski Nr. 6849).


    Allegro rustico, für Flöte und Klavier, 1963, UA: Riga 1963, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 814, Sovetsky Kompozitor, Moskau und Muzyka, Moskau.


    Sonate für Klavier, „Dedicated to Henriette Mirvis", 1965, UA: Moskau 1967, Sikorski, Hamburg, Partituren: Zen-On Music, Tokio (Sikorski Nr. 6849) und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Pantomime für Kontrabass und Klavier, „Dedicated to Boris Artemyev", 1966, UA: Moskau 1981, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1895 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Musikalisches Spielzeug, Eine Sammlung von Klavierstücken für Kinder, 1969, Erste vollständige Aufführung: USA 1993, Sikorski, Hamburg, Partituren: Zen-On Music, Tokio (Sikorski Nr. 6851) und Muzyka, Moskau.


    Vivente – non vivente, für Synthesizer, 1970.


    Streichquartett Nr. 1, in einem Satz, 1971, UA: Köln 1979, Sikorski, Hamburg.

    Toccata-Troncata, für Klavier, 1971, Sikorski, Hamburg, Partituren: Zen-On Music (Sikorski Nr. 6849) und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Rosen, Fünf Romanzen für Sopran und Klavier auf Gedichte von Gennadi Aigi (in russischer Sprache), 1972, UA: Moskau 1974, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 830.


    Abzählreime, Fünf Lieder für Kinder für Singstimme und Klavier auf Gedichte von Jan Satunowski (in russischer Sprache), 1973, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Zehn Präludien für Violoncello solo, „Dedicated to Vladimir Tonkha", 1974, UA: Moskau 1977, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1839, Sovetsky Kompositor, Moskau und Zen-On Music, Tokyo.


    Quattro, für zwei Trompeten und zwei Posaunen, 1974, UA: Moskau 1974, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Invention für Klavier, 1974, Sikorski, Hamburg, Partituren: Zen-On Music, Tokio (Sikorski Nr. 6849), Muzyka, Leningrad und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Sonate für Kontrabass und Klavier, ein Satz, 1975, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1895 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Hell und Dunkel, für Orgel solo, 1976, UA: Leningrad 1979, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 882 und Muzyka, Moskau.


    Zwei Balladen, für zwei Trompeten und Klavier, 1976, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 8531 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Punkte, Linien und Zickzack, für Bassklarinette und Klavier, Dedicated to Emma Kovárnová und Josef Horák, 1976, UA: Berlin 1977, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1870.


    Trio für drei Trompeten, 1976, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Nach Motiven aus der tatarischen Folklore, Drei Sammlungen für Domra und Klavier, 1977, UA: Kazan 1993 (nur Nr. 1), Sikorski, Hamburg.


    Lamento für Tuba und Klavier, 1977, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1957 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Duo-Sonate für zwei Fagotte, „Dedicated to Valery Popov", 1977, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1961 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Quartett für vier Flöten, 1977, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1918 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Klänge des Waldes, für Flöte und Klavier, 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 814 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Sonatine für Flöte, 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: G. Schirmer, New York Nr. 3824 (Sikorski Nr. 6612) und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    De profundis, für Bajan solo, „Dedicated to Friedrich Lips", 1978, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sovetsky Kompozitor, Moskau, Centre Didactique de Musique Lacroix, Genf und Schmülling, Kamen Nr. 1124 (Sikorski Nr. 6895).


    Zwei Stücke für Horn und Klavier, 1979, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    In croce, für Violoncello und Orgel, „Dedicated to Vladimir Tonkha", 1979, UA: Kazan 1979, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1829 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Garten von Freuden und Traurigkeiten, für Flöte, Harfe und Viola (Sprecher ad lib.), T.: Francisco Tanzer (in deutscher Sprache), „Dedicated to Francisco Tanzer", 1980, UA: Moskau 1981, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 845.


    Rejoice!, Sonate für Violine und Violoncello, „Dedicated to Natalia Gutman und Oleg Kagan", 1981, UA: Kuhmo (Finnland) 1988, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1872.


    Quasi hoquetus, für Viola, Fagott (oder Violoncello) und Klavier, „Dedicated to Mikhail Tolpygo, Valery Popov und Alexander Bakhchiyev", UA: Moskau 1985, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1872.


    Brief an die Dichterin Rimma Dalos, für Sopran und Violoncello, T.: Sofia Gubaidulina (in russischer Sprache), 1985, Sikorski, Hamburg.


    Et exspecto, Sonate für Bajan solo, „Dedicated to Friedrich Lips", 1985, Sikorski, Hamburg, Partituren: Muzyka, Moskau und Schmülling, Kamen Nr. 1265 (Sikorski Nr. 6896).


    Streichquartett Nr. 2, „Dedicated to the Sibelius Quartett", 1987, UA: Kuhmo (Finnland) 1987, Sikorski, Hamburg.


    Streichquartett Nr. 3, 1987, UA: Edinburgh 1987, Boosey & Hawkes, London und Sikorski, Hamburg, Stimmen: Boosey & Hawkes (Sikorski Nr. 6835), Partitur: Sikorski Nr. 6863.


    Zwei Lieder nach deutschen Volksdichtungen, für (Mezzo-) Sopran, Flöte, Cembalo und Violoncello, „Dedicated to Roswitha Sperber", UA: Heidelberg 1988, Sikorski, Hamburg.


    Streichtrio, „Dedicated to the memory of Boris Pasternak", 1988, UA: Paris 1988, Le Chant du Monde, Paris und Sikorski, Hamburg, Partitur: Le Chant du Monde (Sikorski Nr. 6832).


    Silenzio, fünf Stücke für Bajan, Violine und Violoncello, „Dedicated to Elbeth Moser", 1991, UA: Hannover 1991, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1942.


    Der Seiltänzer, für Violine und Klavier, 1993, UA: Washington 1993, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1941.


    Meditation über den Bach-Choral „Vor deinen Thron tret ich hiermit" (BWV 668), für Cembalo, zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass, 1993, UA: Bremen 1993, Sikorski, Hamburg.


    Streichquartett Nr. 4, mit Tonband (Farborgel ad lib.), „Dedicated to the Kronos Quartet", 1993, UA: New York 1994, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 8506.


    Ein Engel ..., für Altstimme und Kontrabass auf ein Gedicht von Else Lasker-Schüler (in deutscher Sprache), „Dedicated to Ulrich Eckhardt", 1994, UA: Berlin 1994, Sikorski, Hamburg.


    Aus den Visionen der Hildegard von Bingen, für Altstimme, T.: Hildegard von Bingen (in deutscher Sprache), „Dedicated to Alfred Schnittke", UA: Ludwigsburg 1997, Sikorski, Hamburg.


    Le grand tango (Astor Piazolla), arrangiert für Violine und Klavier, 1995, UA: San Francisco 1995, Berben Edizioni Musicali, Ancona.


    Quaternion, für vier Violoncelli, „Dedicated to Vladimir Tonkha", 1996, UA: Moskau 1996, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1960.


    Ritorno perpetuo, für Cembalo, 1997, UA: Warschau 1997, Sikorski, Hamburg.


    Reflections on the theme B-A-C-H, für Streichquartett, „Dedicated to the Brentano String Quartet", 2002, UA: Dartmouth 2002, Sikorski, Hamburg.


    Fata Morgana: Die tanzende Sonne, für acht Violoncelli, „Dedicated to the Octuor de Violoncelles de Beauvais", 2002, UA: Beauvais 2002, Sikorski, Hamburg.


    Am Rande des Abgrunds, für sieben Violoncelli und zwei Aquaphone, „Dedicated to Viktor Suslin", 2002, UA: Moskau 2003, Sikorski, Hamburg.


    Ravvedimento, für Violoncello und Gitarrenquartett, „Dedicated to Ivan Monighetti", 2007, UA: Tranekaer (Langeland, Dänemark) 2007, Sikorski, Hamburg.



    Kammermusik mit Schlagzeug


    Fünf Etüden, für Harfe, Kontrabass und Schlagzeug, 1965, UA: Moskau 1967, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Sonate für drei Schlagzeuger, in drei Sätzen, „Dedicated to Mark Pekarsky", ca. 1966, Sikorski, Hamburg.


    Musik für Cembalo und Schlaginstrumente aus der Sammlung Pekarski, „Dedicated to Boris Berman and Mark Pekarsky", Zwei Versionen: 1971, 1993, UA: Leningrad 1972, Sikorski, Hamburg.


    Rumore e silenzio, für Schlagzeug und Cembalo/Celesta, „Dedicated to Alexei Lyubimov and Mark Pekarsky", 1974, UA: Leningrad 1975, Sikorski, Hamburg.


    Misterioso, für sieben Schlagzeuger, „Dedicated to Vladimir Steiman", 1977, UA: Moskau 1977, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Detto I, Sonate für Orgel und Schlagzeug, 1978, UA: Moskau 1979, Sikorski, Hamburg, Partituren: Sikorski Nr. 1868 und Sovetsky Kompozitor, Moskau.


    Jubilatio, für vier Schlagzeuger, „Dedicated to Mark Pekarsky", 1979, UA: Moskau 1979, Sikorski, Hamburg.


    Descensio, für drei Posaunen, drei Schlagzeuger, Harfe, Cembalo/Celesta und Celesta/Klavier, „Dedicated to Pyotr Meshchaninov", 1984, UA: Paris 1981, Le Chant du Monde, Paris und Sikorski, Hamburg, Partitur: Le Chant du Monde (Sikorski Nr. 6831).


    Im Anfang war der Rhythmus, für sieben Schlagzeuger, „Dedicated to Mark Pekarsky", 1984, UA: Tallinn 1986, Sikorski, Hamburg, Partitur: Sikorski Nr. 1867.


    Hörst du uns, Luigi? Schau mal, welchen Tanz eine einfache Holzrassel für dich vollführt, für sechs Schlagzeuger, 1991, UA: Moskau 1991, Sikorski, Hamburg.


    Gerade und ungerade, für sieben Schlagzeuger (incl. Cembalo), „Dedicated to Mark Pekarsky", 1991, UA: Turin 1991, Ricordi, Milano und Sikorski, Hamburg.


    In Erwartung, für Saxophonquartett und sechs Schlagzeuger, „Dedicated to the Raschèr Quartet and the Kroumata Ensemble", 1994, UA: Stockholm 1994, Sikorski, Hamburg.


    Galgenlieder à 3, Fünfzehn Stücke für Mezzosopran, Schlagzeug und Kontrabass auf Gedichte von Christian Morgenstern (in deutscher Sprache), „Dedicated to Patricia Dkins Chiti", Zwei Versionen: 1996, 1998, UA: Huddersfield 1996, Sikorski, Hamburg.


    Galgenlieder à 5, Vierzehn Stücke für Mezzosopran, Flute, Schlagzeug, Bajan und Kontrabass auf Gedichte von Christian Morgenstern (in deutscher Sprache), „Dedicated to Ensemble 'that' ", 1996, UA: Hannover 1997, Sikorski, Hamburg.


    Sonnengesang, Der Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi für Violoncello, Kammerchor und Schlagzeug (in italienischer Sprache), „Dedicated to Mstislav Rostropovitsch", 1997, UA: Frankfurt 1998, Sikorski, Hamburg.



    Werke für bzw. mit Chor


    Hommage à Marina Zwetajewa, Suite in fünf Sätzen für Chor a cappella auf Gedichte von Marina Zwetajewa (in russischer Sprache), 1984, UA: Stockholm 1989, Sikorski, Hamburg.


    Jauchzt vor Gott, für gemischten Chor und Orgel, „Dedicated to The Reverend Josef Herowitsch", 1989, UA: Köln 1990, Sikorski, Hamburg.


    Johannes-Passion, für Sopran, Tenor, Bariton, Bass, zwei gemischte Chöre, Orgel und großes Orchester (in russischer Sprache), 2000, UA: Stuttgart 2000, Sikorski, Hamburg.


    Johannes-Ostern, für Sopran, Tenor, Bariton, Bass, zwei gemischte Chöre, Orgel und großes Orchester (in russischer Sprache), 2001, UA: Hamburg 2002, Sikorski, Hamburg.

    (Weitere Chorwerke sind unter Orchesterwerke, Werke für Kammerorchester bzw. Kammerensemble sowie Kammermusik für bzw. mit Schlagzeug aufgeführt.)



    Sonstige Werke


    Serenade für Solo-Gitarre, „Dedicated to Matanya Orphee", 1960, Sikorski, Hamburg.


    Te salutant, Capriccio für großes Lichtorchester, „Dedicated to the Olympic Games 1980", 1978, UA: Moskau 1978, Sikorski, Hamburg.


    Antwort ohne Frage, Collage für drei Orchester, „Dedicated to Gennady Rozhdestvensky", 1988, UA: Moskau 1989, Sikorski, Hamburg.


    Lauda, für Alt, Tenor, Bariton, Sprecher, gemischten Chor und großes Orchester, 1991, UA: Genf 1991 (als Teil des Ballettes „Gebet für das Zeitalter des Aquarius"), Sikorski, Hamburg. [Aufzuführen nur in Verbindung mit „Pro et contra" und „Alleluja"]

    Quellen

    Monografien, Aufsätze und Lexikonbeiträge (Auswahl)


    Cholopova, Valentina. „Vierteltonsystem kontra Zwölftonhermetik: Viktor Suslin und Sofia Gubaidulina". In: Positionen. Beiträge zur neuen Musik. Jg. 37. November 1998. S. 37-40.


    Cholopova, Valentina. „Gubaydulina, Sofiya Asgatovna". In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Second Edition. Stanley Sadie (Ed.), London: Macmillan, 2001. S. 490-492.


    Danuser, Hermann, Gerlach, Hannelore, Köchel, Jürgen (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Interpretationen, Quellentexte, Komponistenmonographien. Laaber: Laaber, 1990.


    Dümling, Albrecht. „Auf dem Weg nach innen. Die sowjetische Komponistin Sofia Gubaidulina im Gespräch". In: MusikTexte 21. 1987. S. 8-11.


    Kurtz, Michael. Sofia Gubaidulina. Eine Biografie. Stuttgart: Urachhaus, 2001.


    Lesle, Lutz. „'Eine Art Gottesdienst': Die religiöse Semantik in der Musik Sofia Gubaidulinas. In: Neue Zeitschrift für Musik. Jg. 153 H. 1. 1992. S. 30-34.


    Lukomsky, Vera. „The Eucharist in my fantasy". In: Tempo 206, September 1998. S. 29-35.


    Lukomsky, Vera. „Hearing the Subconscious". In: Tempo 209, Juli 1999. S. 28-31.


    Manulkina, Olga. „Gubaydulina, Sofya Asgatovna". In: The New Grove Dictionary of Women Composers. Julie Anne Sadie und Rhian Samuel (Hg.). London: Macmillan, 1994. S. 199-203.


    Rauhe, Hermann. „Im Zeichen der Verkündigung des Bibelworts: Leben und Werk Sofia Gubaidulinas". In: Das Orchester. Jg. 48 H. 3. 2000. S. 2-6.


    Redepenning, Dorothea. „' ... reingewaschen durch die Musik ...', 'Stunde der Seele' von Sofia Gubaidulina und Marina Zwetajewa' ". In: Neue Zeitschrift für Musik. Jg. 151. 1990. S. 17-22.


    Redepenning, Dorothea. „Sofia Gubajdulina. Die Werke für Bajan". In: Das Akkordeon. Jg. 16. November 1991. S. 3-16.


    Redepenning, Dorothea. „Im staccato des Lebens. Russische Komponistinnen in Deutschland". In: Komponistinnen in Deutschland. Roswitha Sperber (Hg.). Bonn: Inter Nationes, 1996. S. 100-105.


    Redepenning, Dorothea. „'Der Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi'. Sofija Gubajdulinas zweites Cellokonzert (1997/98)". In: Frau Musica (nova). Kongreßbericht Köln 1998. Martina Homma (Hg.). Sinzig 2000. S. 221-244.


    Redepenning, Dorothea. „Klingende Symbole des Glaubens. Zur Musik von Sofia Gubaidulina". In: Kirchenmusikalisches Jahrbuch. Jg. 84. 2000. S. 33-49.


    Redepenning, Dorothea. „' ... und das Wort - war Gott.' Zu Sofia Gubaidulinas Johannes-Passion. In: Passion 2000. Schriftenreihe der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Bd.11. Christian Eisert (Hg.). Kassel u.a. 2000. S. 154-162.


    Redepenning, Dorothea. „Symbole und Symbolisches in Sofija Gubajdulinas religiös inspirierten Werken, insbesondere in 'De profundis'". In: Symbol - die Suche nach dem Spirituellen in der sinnlichen Erscheinung. Sonderbeilage der Wochenschrift „Das Goetheanum". Nr. 21/22. 23. Mai 1999. S. 49-58.


    Redepenning, Dorothea. „Gubaidulina, Sofija". In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe. Ludwig Finscher (Hg.). Kassel u.a.: Bärenreiter, Metzler, 2002. Sp. 165-170.


    Redepenning, Dorothea. „Passion und Auferstehung. Sofia Gubaidulinas Zyklus 'Johannes-Passion' und 'Johannes-Ostern'. In: MusikTexte. Jg. 93. Mai 2002. S. 27-35.


    Restagno, Enzo und Cholopova, Valentina. Sofija Gubajdulina. Turin, 1991.


    Rieger, Eva. „'Klang und Seele werden identisch': Sofia Gubaidulina". In: Musik und Bildung. Jg. 3. 1992. S. 15-19.


    Sammlung Sofia Gubaidulina. Musikmanuskripte. (= Inventare der Paul Sacher Stiftung, Bd. 21). Mainz: Schott, 2001.


    Schnittke, Alfred. Über das Leben und die Musik. Gespräche mit Alexander Iwaschkin. Aus dem Russischen von Irene Überwolf. München, Düsseldorf: Econ 1998.


    Zenowa, Valeria. Zahlenmystik in der Musik von Sofia Gubaidulina (= studia slavica musicologica 21). Berlin, Hamburg: Kuhn, Sikorski, 2001.


    Anmerkung:

    Weiterführende Literatur, insbesondere Aufsätze in russischer Sprache, findet sich in den Bibliografien der oben angegebenen Lexikonartikel.



    Diskografie (Nur Compact Discs, Auswahl)


    Alleluja. Chandos, 1997.


    Cellokonzert Nr. 2 „And: The Feast is in full Progress". 10 Präludien für Cello solo. Collegno, 2000.


    Cellokonzert Nr. 2 „And: The Feast is in full Progress". Antes, 2000.


    De Profundis für Akkordeon. Et Exspecto für Akkordeon. Black Box, 2002.


    The Canticle of the Sun by St. Francis of Assisi für Cello, Kammerchor und Percussion. In Croce für Cello und Bajan. 6 Preludes für Cello solo. Channel, 2004.


    The Canticle of the Sun by St. Francis of Assisi für Cello, Kammerchor und Percussion. Hommage à Marina Tsvetayeva. Chandos, 2003.


    Hour of the Soul für Mezzosopran, Percussion und Orchester. Kantate „Night in Memphis" für Männerchor, Orchester und Streichtrio. Collegno, 2000.


    In Erwartung für Saxophonquartett und Percussion. Silenzio für Akkordeon, Violine und Cello. De Profundis für Akkordeon. Et exspecto für Akkordeon. BIS, 1996.


    Johannes-Passion. HV, 2001.


    Klavierkonzert „Introitus". Klavierquintett. Der Seiltänzer für Violine und Klavier. BIS, 2002.


    Klavierwerke: Chaconne. Invention. Toccata-Troncata. Klavier-Sonate. Musical Toys. Str, 2007.


    Klavierkonzert „Introitus". Chaconne. Klaviersonate (1965). Toccata-Troncata. Invention. BIS, 1996.


    Konzert für Fagott und tiefe Streicher. Duo Sonate für 2 Fagotte. Quasi hoquetus für Fagott, Klavier und Viola. Chandos, 1999.


    Konzert für Fagott und tiefe Streicher. Concordanza. Detto II. BIS, 1996.


    Music for Flute, Strings and Percussion. The Canticle of the Sun by St. Francis of Assisi für Cello, Kammerchor und Percussion. EMI, 2001.


    Offertorium für Violine und Orchester. Rejoice! für Violine und Cello. LC, 2006. (Aufnahmen von 1989 bzw. 1982, mit Oleg Kagan, Violine und Natalia Gutman, Violoncello.)


    Offertorium für Violine und Orchester. Hommage à T.S. Eliot für Oktett und Sopran. DGG, 2002.


    Offertorium für Violine und Orchester. Hommage à T.S. Eliot für Oktett und Sopran. DGG, 1989.


    Offertorium für Violine und Orchester. Rejoice! für Violine und Cello. BIS, 1996.


    10 Präludien für Cello solo. Quaternion für 4 Celli. Megadisc, 2006.


    12 Präludien für Cello solo (1974). Wer, 1996.


    Pro et Contra. Märchenbild. Concordanza. CPO, 2006.


    Quaternion für 4 Celli. Am Rande des Abgrunds für 7 Celli und 2 Aquaphone. De Profundis für Akkordeon. In Croce für Cello und Akkordeon. Wergo, 2006.


    Quaternion für Celloquartett. 10 Preludes für Cello solo. In croce für Cello und Orgel. Chandos, 2001.


    Rejoice! für Violine und Cello. LC (Live Classics), o.J. (Mit Oleg Kagan, Violine und Natalia Gutman, Violoncello.)


    Die sieben letzten Worte für Cello, Bajan und Streicher. Flötenkonzert „The Deceitful Face of Hope and Despair". BIS, 2006.


    Die sieben letzten Worte für Cello, Bajan und Streicher. 10 Präludien für Cello solo. De Profundis für Akkordeon. ECM, 2002.


    Die sieben letzten Worte für Cello, Bajan und Streicher. In Croce für Cello und Akkordeon. Wer, 1993.


    Die sieben letzten Worte für Cello, Bajan und Streicher. In Croce für Bajan und Cello. Silenzio für Cello, Bajan und Streicher. Naxos, 1995.


    Die sieben letzten Worte für Cello, Bajan und Streicher. Concordanza. Meditation über den Bachchoral „Vor deinen Thron tret ich hiermit". Berlin Classics, 1994.


    Silenzio für Bajan, Violine und Cello. Meditation über den Bach-Choral „Vor deinen Thron tret ich hiermit". Astraea-Improvisation. Ein Engel für Alt und Kontrabass. Der Seiltänzer für Violine und Klavier. BIS, 1996.


    Stimmen ... verstummen (Sinfonie in 12 Sätzen). Stufen für Orchester. Chandos, 1993.


    Streichquartette Nr. 1-3. CPO, 2006.



    Links


    Paul Sacher Stiftung, Basel: www.paul-sacher-stiftung.ch


    Musikverlag Sikorski, Hamburg: www.sikorski.de

    Forschung

    Im Archiv der Paul Sacher Stiftung, Basel, befinden sich sämtliche

    Skizzen, Entwürfe sowie Reinschriften von Sofia Gubaidulinas Musikmanuskripten, außerdem Korrespondenz, Programme, Rezensionen, Fotos und Filme bzw. Videos („Sammlung Sofia Gubaidulina").

    Forschungsbedarf

    Laut DDM (Doctoral Dissertations in Musicology; online: www.chmtl.indiana.edu/ddm) entstehen derzeit vier Dissertationen über Werke Gubaidulinas. Drei Arbeiten beschäftigen sich mit Aspekten der religiösen Semantik bzw. Symbolik, Mystik und Spiritualität, eine mit aufführungstechnischen Fragen der Kompositionen für Fagott. Angesichts des umfangreichen und bedeutenden Werks Sofia Gubaidulinas kann dies nur ein Anfang sein. Als vorbildliche Analyse liegt Valeria Zenowas Studie über die Zahlenmystik im Werk Sofia Gubaidulinas vor (2001, s.u. Literatur). Von Interesse wäre beispielsweise eine eingehende Betrachtung der durch außergewöhnliche Instrumentenkombinationen erzielten Klangfarben, Gubaidulinas Umgang mit der menschlichen Stimme, ihre Beschäftigung mit besonderen Instrumenten wie Bajan und Koto sowie ihr unverwechselbar individueller Zugang zu Schlagzeug bzw. Percussion.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 71580335
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 37678937
    Library of Congress (LCCN): n80153904
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Gabriele Jonté, Die Grundseite wurde im Oktober 2007 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 02.11.2007
    Zuletzt bearbeitet am 29.02.2008


    Empfohlene Zitierweise

    Gabriele Jonté, Artikel „Sofia Gubaidulina“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 29.2.2008
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Sofia_Gubaidulina