Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Ruth Berghaus

    von Martina Christl
    Namen:
    Ruth Berghaus
    Lebensdaten:
    geb. in Dresden, Deutschland
    gest. in Zeuthen bei Berlin, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Choreografin, Opern- und Theaterregisseurin, Intendantin
    Charakterisierender Satz:

    „Kunst ist Leben, Leben ist Arbeit, Arbeit ist das Fundament und die Erfüllung einer sozial gerechten Gesellschaft: Bei aller Verkürzung ließe sich so vielleicht die wesentliche Orientierung der Künstlerin Ruth Berghaus zusammenfassen.“

    (Bazinger, Irene (Hg.). Regie: Ruth Berghaus. Geschichten aus der Produktion. Berlin: Rotbuch Verlag, 2010)


    Profil

    Ruth Berghaus ist die „Grande Dame“ des Opernregietheaters. Wie niemand sonst hat sie die Opernregie nach 1945 revolutioniert. Sie war eine Pionierin und darin radikal, auch in ihrer Sicht auf ihre Arbeit, und streng im Umgang mit sich und anderen, wenn es um ihre Maßstäbe ging. „Nicht erst flicken mit Hergebrachtem, es gibt genug Einfälle auf der Welt!“ notierte sich die junge Ruth Berghaus am Anfang ihrer Laufbahn.

    Ist es Zufall, dass eine der größten Regisseurinnen der deutschen Theatergeschichte aus dem Osten Deutschlands stammte? Strukturell hatte sie anscheinend in der DDR die besseren Chancen für einen beruflichen Aufstieg, und schon als die Mauer noch stand, durfte sie ausreisen und im Westen inszenieren, denn ihr Ruhm war zu groß, als dass man sie hätte festhalten können.

    Vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wurde sie nach der Wende als „Luxus-Dissidentin“ bezeichnet: „Arbeiterklasse im Kopf und den Daimler in der Garage“ lautet ein Bonmot über sie. Als Ruth Berghaus zusammen mit Marie-Luise Strand (Ausstattung) und Margit Steger (Spielleitung) 1980 Mozarts „Zauberflöte“ an der Oper Frankfurt inszeniert, wird das erste Frauenteam der Operngeschichte in der Bundesrepublik Deutschland als „Damenriege aus der DDR“ bezeichnet. Sie hatte sich nicht nur auf ein Terrain – das der Oper – vorgewagt, das bisher Männern vorbehalten war, zur allgemeinen Entrüstung wagte sie zudem einen neuen, anderen Umgang mit Geschlechterstrukturen in den vertrauten Stücken.

    Aktuelle, namhafte Opernregisseurinnen haben bei Ruth Berghaus gelernt und studiert, unter anderem auch Sandra Leupold, die Ruth Berghaus wie folgt beschreibt „ …also ein Ruth-Berghaus-Zitat, das ihr Wesen wirklich sehr treffend beschreibt und perfekt auf den Punkt bringt, ist: ‚Krank sein ist unprofessionell‘. Wie Sie sicher wissen, hat sie ihre letzte Inszenierung vom Sterbebett aus überwacht.“ (Sandra Leupold in einer E-Mail an Martina Christl am 14.9.2014)

    Orte und Länder

    In Dresden, wo sie auch geboren wurde, studierte Ruth Berghaus von 1947 bis 1950 Ausdruckstanz. Ab 1951 begann sie am Berliner Kinder- und Jugendtheater „Theater der Freundschaft“ mit ersten Choreografien und Regiearbeiten. Danach führte sie unter anderem an folgenden europäischen Opernhäusern Regie: Deutsche Staatsoper Berlin, Bayerische Staatsoper, Oper Frankfurt, Nationaltheater Mannheim, Wiener Staatsoper, Theater an der Wien, Hamburgische Staatsoper, Oper Graz und Opernhaus Zürich.

    Biografie

    Ruth Berghaus wurde am 2. Juli 1927 in Dresden geboren. Ihre Mutter Maria Totzek entstammte angeblich einer Bergarbeiterfamilie aus Gelsenkirchen, der Vater Emil Berghaus war Geschäftsführer einer Konsum-Genossenschaft in Dresden. Nachdem der Vater früh verstarb und ein Bruder im Krieg gefallen war, hatte sie mit dem anderen Bruder nach der gemeinsamen Kindheit kaum noch Kontakt. Bekannt ist nur, dass beide Geschwister der Hitlerjugend beitraten. Ruth Berghaus weigerte sich zeitlebens beharrlich, über ihre Kindheit und die von der Nazi- und Kriegszeit überschattete Jugend zu sprechen.


    Nach dem Abitur in Dresden studierte sie von 1947 bis 1950 Tanzregie und Tanzpädagogik bei Gret Palucca an der Palucca Schule Dresden. Laut Prüfungszeugnis war sie „eine einfallsreiche Tanzregisseurin von großer Eigenwilligkeit […] mit einer Neigung zum Experimentieren, die ihren Willen zum neuartigen Gestalten ausdrückt“ (Neef, Sigrid. Das Theater der Ruth Berghaus. Berlin: Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 1989).


    1951 zog sie nach Berlin um und bekam erste Engagements als Choreografin und Regieassistentin am Berliner Kinder- und Jugendtheater „Theater der Freundschaft“. Von da an bis 1953 war sie Meisterschülerin von Gret Palucca und an der Deutschen Akademie der Künste Berlin bei Wolfgang Langhoff. Doch nicht seine Handschrift wurde prägend für ihre Arbeit, sondern die von Bertold Brecht. Ruth Berghaus war zweiundzwanzig, als sie ihm erstmals begegnete. Sie versuchte in Berlin eine Tanzgruppe aufzubauen, hospitierte am Berliner Ensemble und gab Bewegungsunterricht am Deutschen Theater.


    1954 heiratete sie den um 33 Jahre älteren Komponisten Paul Dessau, es folgten die Geburt des gemeinsamen Sohnes Maxim und ein Umzug nach Zeuthen bei Berlin.


    Zwischen 1958 und 1964 kreierte Ruth Berghaus mehrere Choreografien an der Palucca Schule Dresden, wo es zu einer ersten Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Achim Freyer kam. Ihr Debüt als Opernregisseurin gab sie 1960 bei Paul Dessaus „Die Verurteilung des Lukullus“ an der Deutschen Staatsoper Berlin (Regie zusammen mit Erhard Fischer) und am Städtischen Theater Mainz; die Oper sollte sie noch weitere drei Mal (1961 am Volkstheater Rostock, 1965 und 1983 an der Deutschen Staatsoper Berlin) inszenieren.


    Mitglied der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) wurde sie 1962.


    Mit einem Schlag berühmt wurde sie 1964 als Choreografin der Schlachtszenen in Bertolt Brechts „Coriolan“ am Berliner Ensemble (Regie: Manfred Wekwerth/Joachim Tenschert). Es handelte sich um Shakespeares „Coriolanus“ in einer Bearbeitung von Brecht: So etwas hatte man noch nie gesehen; die Bewegungsregie, die sie sich für die Schlachtszenen ausgedacht hatte, muss sensationell gewesen sein. Ihr Name wurde mit dieser Choreografie national wie international bekannt. Darauf folgte ein Engagement als Regieassistentin und Choreografin, schließlich als Regisseurin am Berliner Ensemble.


    Erfolgreich inszenierte sie zwischen 1965-1968 an der Staatsoper Berlin unter anderem 1966 die Uraufführung von Dessaus „Puntila“ (Beginn der Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Andreas Reinhardt), 1967 eine spektakuläre „Elektra“ von Richard Strauss (mit Ingrid Steger in der Titelrolle, Martha Mödl als Klytämnestra sowie Theo Adam als Orest) und 1968 die legendäre Interpretation des „Barbier von Sevilla“ (Gioacchino Rossini), die jahrzehntelang im Spielplan blieb, 2009 ihre 300. Vorstellung feierte und noch immer läuft. Ein Videobeispiel findet sich hier: http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2014-2015/il-barbiere-di-siviglia.12260736


    Am Berliner Ensemble erhielt Ruth Berghaus 1967 zuerst ein Engagement als Regisseurin; 1968 folgte das Debüt als Schauspielregisseurin bei „Viet Nam Diskurs“ von Peter Weiss. Ab 1970 wurde sie Stellvertretende Intendantin des Berliner Ensembles und Außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR, ab 1972 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR, von 1978 bis 1987 dort Sekretärin der Sektion Darstellende Kunst und ab 1993 Mitglied der vereinigten Akademie der Künste Berlin.


    Im April 1971 starb Helene Weigel, die Intendantin des Berliner Ensembles. Zur Nachfolgerin hatte sie Ruth Berghaus bestimmt. Mit Ruth Berghaus’ Intendanz begann ein neuer Abschnitt des Berliner Ensembles auf Grund ihres Programms: Ein vielseitiges Repertoire bedeutender Stücke. Das schloss die kontinuierliche Brecht-Pflege ebenso ein wie die Aufführung neuer Werke, die Förderung junger Regisseure, sowie Arbeiten mit zeitgenössischen Autoren wie Karl Mickel und Einar Schleef. Als Regisseurin brachte Ruth Berghaus unter anderem Heiner Müllers Schauspiel „Zement“ 1973 zur Uraufführung, inszenierte als DDR-Erstaufführung Brechts frühes Stück „Im Dickicht der Städte“ (1971) und die Erstfassung von „Die Mutter“ (1974). Die Neuinterpretationen von Brecht-Stücken führten zu Auseinandersetzungen mit den Brecht-Erben. Ab dieser Zeit begann eine verstärkte Bespitzelung durch den Staatssicherheitsdienst der DDR und führte schließlich 1977 zum erzwungenen Rücktritt als Intendantin des Berliner Ensembles. Ein Engagement als Regisseurin an die Deutsche Staatsoper Berlin folgte und es begann die erfolgreiche, langjährige Zusammenarbeit mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Marie-Luise Strandt.


    Ehemann Paul Dessau verstarb 1979 und konnte die durch die DDR-Kulturinstanzen verzögerte Uraufführung seiner Oper „Leonce und Lena“ unter Ruth Berghaus’ Regie nicht mehr miterleben. „Leonce und Lena“ so wie Richard Wagners „Rheingold“ an der Staatsoper Berlin wurden nach drei bzw. zwei Vorstellungen abgesetzt und das Projekt einer Inszenierung von „Der Ring des Nibelungen“ wurde gestrichen.


    Ab 1980 holte Michael Gielen sie an die Oper Frankfurt am Main, wo sie bis 1987 insgesamt neun Werke inszenierte. Diese gipfelten im gemeinsamen „Ring des Nibelungen“ (1985-1987), der neue Maßstäbe setzte. Anlässlich der Wiedereröffnung der Semperoper kehrte sie 1985 nach Dresden mit der Uraufführung von Siegfried Matthus’ Opernvision „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ zurück. Es folgte eine erste Inszenierung an der Pariser Oper mit „Wozzeck“ von Alban Berg. An der Wiener Staatsoper choreografierte sie 1986 Hans Werner Henzes „Orpheus“, 1988 inszenierte sie Richard Wagners „Tristan und Isolde“ erstmals an der Hamburgischen Staatsoper und erhielt den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste der DDR. 1989 entstand mit Georg Büchners „Dantons Tod“ am Thalia Theater Hamburg ihre erste Schauspielregie nach dem Ende der Intendanz am Berliner Ensemble und zwei kleineren Produktionen am Berliner Theater im Palast 1977 und 1980. Parallel zur politischen Wende in der DDR begannen am Theater der Freien Volksbühne die Proben für Friedrich Schillers „Die Braut von Messina“, ihre erste Arbeit in Westberlin; die Premiere fand nach dem Fall der Berliner Mauer im Februar 1990 an der Freien Volksbühne Berlin statt.


    Zwischen 1991 und 1995 führte Ruth Berghaus Regie am Thalia Theater Hamburg, am Opernhaus Zürich, der Staatsoper Stuttgart und am Burgtheater Wien. Am Theater Basel folgte die erste Verdi-Inszenierung mit „Don Carlos“. 1992 erhielt sie eine Einladung zum Theatertreffen mit Berthold Brechts „Im Dickicht der Städte“ (Thalia Theater Hamburg 1992). 1993 wurde die Oper „Nachtwache“ von Jörg Herchet an der Oper Leipzig unter ihrer Regie uraufgeführt. Mit der Uraufführung von Rolf Liebermanns „Freispruch für Medea“ an der Hamburgischen Staatsoper realisierte sie im September 1995 ihre letzte Inszenierung.


    Ruth Berghaus starb am 25. Januar 1996 in Zeuthen an den Folgen einer Krebserkrankung. Ihr Begräbnis könnte man zu ihrer allerletzten Inszenierung zählen, denn dafür hatte sie angeordnet: Keine Musik, keine Reden, das Familiengrab mit ihrem Mann Paul Dessau bedeckt mit roten Rosen, deren Köpfe nach Osten zeigen, danach Umtrunk in ihrem Haus in Zeuthen. Ihr Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

    Würdigung

    Ruth Berghaus’ Arbeiten in Oper und Schauspiel wirkten anregend für beide Gattungen. Es bedeutete für Schauspieler stärkere rhythmische wie musikalische Präzisierung der Kunstmittel und für Sänger stärkere Differenzierung.


    Ruth Berghaus’ Arbeiten brachten der Kunstform Oper eine Erweiterung der Mittel und die Auseinandersetzung zwischen Bühne und Publikum, fand doch hier der groß angelegte Versuch statt, Prinzipien eines epischen Theaters für die Opernbühne zu erproben.


    Das Wort „Szenische Metapher“ wurde auf die Regie von Ruth Berghaus Mitte der 1970er Jahre das erste Mal angewandt. Es war in den Diskussionen um die Inszenierungen von Brechts „Die Mutter“ und Dessaus Oper „Einstein“ geprägt worden. Doch ist die Metaphertechnik bereits früher, in den Inszenierungen der „Elektra“ 1967, des „Barbiers von Sevilla“ 1968 und des „Freischütz‘“ 1974 an der Deutschen Staatsoper Berlin, ausgebildet worden.


    Ruth Berghaus war in ihren letzten zwanzig Jahren, sieht man von ihren Berliner Inszenierungen am Theater im Palast („Heines letzte Liebe“ (1977), „Stella“ (1980)) ab, vorwiegend als Opernregisseurin tätig. Sie hat in dieser Zeit das Profil der Gattung auf den Bühnen der Welt wesentlich mitbestimmt. Dazu gehört nicht zuletzt der triumphale Erfolg der „Wozzeck“-Einstudierung 1985 an der Grand Opéra Paris. Charakteristisch wurden die stark diskursive Qualität ihrer Fabelfindungen, das Herausarbeiten vorantreibender Widersprüche und der entfaltete Beziehungsreichtum aller an Theater beteiligten KünstlerInnen und Künste.


    Auszeichnungen, Preise und Mitgliedschaften


    1959 Friedensmedaille der Stadt Dresden für das Ballett „Die den Himmel verdunkeln, sind unsere Feinde“


    1960 Kunstpreis der FDJ/Erich-Weinert-Medaille


    1966 Ehrennadel des Ministeriums für Kultur für die Inszenierung „Der Jasager und Der Neinsager“


    1969 Ehrennadel des Ministeriums für Kultur für die Inszenierung „Die Horatier und die Kuriatier“


    1970 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für die Inszenierung „Lanzelot“ (Deutsche Staatsoper Berlin)


    1971 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für die Inszenierung „Im Dickicht der Städte“ (Deutsche Staatsoper Berlin)


    1972 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für die Inszenierung „Zement“ am Berliner Ensemble


    1972 Feliks-Dzierzynski-Preis für „Wolokolamsker Chaussee“ am Berliner Ensemble


    1973 Vaterländischer Verdienstorden in Silber


    1974 Nationalpreis der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur


    1974 Ehrennadel des Ministeriums für Volksbildung der DDR


    1974 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für die Inszenierung „Einstein“ (Deutsche Staatsoper Berlin)


    1977/1980 Goethe-Preis der Hauptstadt der DDR Berlin


    1978 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für die Inszenierung „La clemenza di Tito“ (Deutsche Staatsoper Berlin)


    1979 Preis der Dresdner Musikfestspiele für die Inszenierung und das Gastspiel „La clemenza die Tito“


    1980 Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold und Kollektivpreis im Hans-Otto-Wettbewerb für „Leonce und Lena“


    1984 Kollektivpreis und Einzelpreis im Hans-Otto-Wettbewerb für „Die Verurteilung des Lukullus“


    1986 Berufung zur Außerordentlichen Professorin an die Berliner Akademie der Künste


    1987 Nationalpreis der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur


    1978–1982 Sekretärin der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste der DDR, Mitglied des Vorstandes des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR, Mitglied des Direktoriums des Zentrums der DDR des Internationalen Theaterinstituts (ITI)


    1988 Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste der DDR


    1994 Kainz-Medaille der Stadt Wien

    Rezeption

    Film- und Fernsehsendungen


    Kulturmagazin des Fernsehens der DDR: Interview mit Ruth Berghaus zu Fragen der Regie am Berliner Ensemble, 22.10.1976


    Bericht von der „Elektra“-Inszenierung an der Semperoper Dresden von Harald Quist, 17.7.1986


    PHON-Sendungen zur Kultur im II. Programm des Fernsehens der DDR: Bericht zur Uraufführung von „Leonce und Lena“ an der Deutschen Staatsoper Berlin von Werner Thonke, 22.12.1979


    ASPEKTE-Sendungen (ZDF): Redaktion Wolfgang Kabisch:

    „Die Sache Makropulos“ Oper Frankfurt am Main, 2.4.1982

    „Die Trojaner“ Oper Frankfurt am Main, 16.12.1983

    „Götterdämmerung“ Oper Frankfurt am Main, 6.3.1987

    „Lulu“ National Opéra Théâtre de la Monnaie Bruxelles, 29.1.1988


    Die aktuelle Inszenierung „Parsifal“, Hessischer Rundfunk, 14.12.1983


    „Das Rheingold“, Titel, Thesen, Temperamente, ARD, 5.12.1985


    „Das Rheingold“, heute journal, ZDF, 6.12.1985


    Ruth Berghaus inszeniert „Così fan tutte“, Musik-Film von Nobert Beilharz, ARD, 13.8.1985


    Modellfall Musiktheater (Ausschnitt aus dem „Ring der Nibelungen“), Sendung von Dietmar N. Schmidt, Hessischer Rundfunk, 2.5.1987


    Kulturweltspiegel: „Tristan und Isolde“ Hamburg, NDR III, 24.3.1988


    Bei Ruth Berghaus zu Gast, Fernsehen der DDR 1, 25.9.1988


    „Die Verurteilung des Lukullus“, Inszenierung an der Deutschen Staatsoper Berlin von 1965, Fernsehen der DDR


    „Der Barbier von Sevilla“, Inszenierung an der Deutschen Staatsoper Berlin, Fernsehregie Georg A. Mielke, Fernsehen der DDR


    „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“, Inszenierung an der Semperoper Dresden, Fernsehregie Frank Schleinstein, Fernsehen der DDR


    „Fierrabras“, Inszenierung anlässlich der Wiener Festwochen 1988 am Theater an der Wien, Österreichischer Rundfunk- und Fernsehanstalt



    Rundfunksendungen


    Radio-DDR-Musikklub, Leitung Otto Zengel, DDR II


    Die Oper – eine heutige Kunstgattung? Von „Lukullus bis „Lanzelot“, 30.9.1972

    Paul Dessau, Ruth Berghaus, Heiner Müller, Ginka Tscholakowa, Gerd Rienäcker, Hans-Jochen Irmer


    „Einstein“, 13.4.1984

    Paul Dessau, Ruth Berghaus, Karl Mickel, Gerd Rienäcker


    Am Anfang stand der „Lukullus“, 11.4.1984

    Ruth Berghaus, Sigrid Neef, Gerd Rienäcker, Frank Schneider


    „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“, 1.3.1985

    Siegfried Matthus, Ruth Berghaus, Hartmut Haenchen, Sigrid Neef


    Es ging mir um Politik, Der Opernkomponist Paul Dessau, 24.4.1987

    Ruth Berghaus, Karl Mickel, Sigrid Neef, Gerd Rienäcker, Reiner Bredemeyer


    Berlin – Weltstadt des Theaters. Sendung von Dieter Kranz, Berliner Rundfunk


    „Der Freischütz“, 30.8.1970

    Ruth Berghaus, Andreas Reinhardt


    „Der Barbier von Sevilla“, 26.12.1968

    Ruth Berghaus, Achim Freyer


    „La clemenza di Tito“, 12.7.1978

    Ruth Berghaus, Marie-Luise Strandt, Peter Schreier


    „Rheingold“, 3.10.1979

    Ruth Berghaus, Marie-Luise Strandt, Sigrid Neef


    „Wozzeck“, 21.11.1984

    Ruth Berghaus, Marie-Luise Strandt, Sigrid Neef, Hans Dieter Schaal, Gerd Rienäcker


    Gespräch zu „Der Ring des Nibelungen“ und 10 Jahre Frankfurt mit Michael Gielen, Ruth Berghaus, Klaus Zehelein, Klaus Haase, Gesprächsleitung: Norbert Eli, RIAS I, 18.6.1987


    Vom insistenten Befragen der Werke. Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, von Ruth Berghaus, dirigiert von Michael Gielen in einer Dokumentation von Paul Fiebig, Südwestfunk Stuttgart, 21.6.1987


    TABULARASA. Ruth Berghaus inszeniert Musiktheater der Wiener Schule. Roman Brotbeck und Walter Lewin diskutieren mit Ruth Berghaus. Radio und Fernsehen der deutschen und rätoromanischen Schweiz (DRS 2), 22.6.1988


    (Quelle: Neef, Sigrid. Das Theater der Ruth Berghaus. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag GmbH, 1989)

    Werkverzeichnis

    (Erstaufführungsdatum, Oper, Komponist, Aufführungsort; A=Ausstattung, B=Bühnenbild, EA=Erstaufführung, K= Kostüme, ML=Musikalische Leitung, R=Regie, UA=Uraufführung)



    Opernregie


    10. Februar 1960, „Die Verurteilung des Lukullus“ (Paul Dessau)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Hans Löwlein, B: Hainer Hill, K: Christine Stromberg


    6. Oktober 1960, „Die Verurteilung des Lukullus“ (Paul Dessau)

    Städtisches Theater Mainz, ML: Albert Grünes, A: Hermann Soherr


    8. Juli 1961, „Die Verurteilung des Lukullus“ (Paul Dessau)

    Volkstheater Rostock, ML: Günter Lang, B: Willi Schröder, K: Waltraut Damm


    13. September 1965, „Die Verurteilung des Lukullus“ (Paul Dessau)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Herbert Kegel, B: Gustav Hoffmann, K: Christine Stromberg


    28. April 1966, „Der Jasager und Der Neinsager“ (Kurt Weill)

    2. Erweiterte Oberschule Berlin-Mitte mit Unterstützung des Berliner Ensembles, Maxim-Gorki-Theater, ML: Gerhardt Plüschke, A: Horst Birkholz


    15. November 1966, „Puntila“ (Paul Dessau / UA)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Andreas Reinhardt


    17. Februar 1967, „Elektra“ (Richard Strauss)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Andreas Reinhardt


    21. November 1968, „Der Barbier von Sevilla“ (Gioacchino Rossini)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Achim Freyer

    Videobeispiel: http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2014-2015/il-barbiere-di-siviglia.12260736


    19. Dezember 1969, „Lanzelot“ (Paul Dessau / UA)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Herbert Kegel, A: Andreas Reinhardt


    4. Juli 1970, „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Andreas Reinhardt


    16. Februar 1974, „Einstein“ (Paul Dessau / UA)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Andreas Reinhardt


    26. November 1974, „Der Barbier von Sevilla“ (Gioacchino Rossini)

    Bayerische Staatsoper München, ML: Silvio Varviso, A: Andreas Reinhardt


    13. Juli 1975, „Die Fledermaus“ (Johann Strauss)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Andreas Reinhardt


    28. Mai 1978, „La clemenza di Tito“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Wolgang Rennert, A: Marie-Luise Strandt


    23. September 1979, „Das Rheingold“ (Richard Wagner)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Marie-Luise Strandt


    24. November 1979, „Leonce und Lena“ (Paul Dessau / UA)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Marie-Luise Strandt


    4. Mai 1980, „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Marie-Luise Strandt


    5. Oktober 1980, „Elektra“ (Richard Strauss)

    Nationaltheater Mannheim, ML: Friedemann Layer, A: Marie-Luise Strandt. Diese Berghaus-Inszenierung ist noch im Spielplan des Nationaltheaters und wurde erst kürzlich (Saison 2014/2015) unter der musikalischen Leitung von Dan Ettinger aufgeführt.


    5. Mai 1981, „Idomeneo“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Peter Schreier, A: Marie-Luise Strandt


    5. Juli 1981, „La clemenza di Tito“ (Wolfang Amadeus Mozart)

    Nationaltheater Mannheim, ML: Wolfgang Rennert, A: Marie-Luise Strandt


    2. Dezember 1981, „Die Entführung aus dem Serail“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, B: Ruth Berghaus, Max von Vequel, K: Marie-Luise Strandt


    28. März 1982, „Die Sache Makropulos“ (Leoš Janáček)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, B: Erich Wonder, K: Nina Ritter


    30. Mai 1982, „Salome“ (Richard Strauss)

    Nationaltheater Mannheim, ML: Wolfgang Rennert, K: Marie-Luise Strandt


    28. November 1982, „Parsifal“ (Richard Wagner)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Axel Manthey


    5. Februar 1983, „La Cenerentola“ (Gioacchino Rossini)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Ernst Märzendorfer, A: Marie-Luise Strandt


    11. September 1983, „Die Verurteilung des Lukullus“ (Paul Dessau)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Hartmut Haenchen, B: Hans-Joachim Schlieker, K: Marie-Luise Strandt


    18. Dezember 1983, „Die Trojaner“ (Hector Berlioz)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, B: Hans Dieter Schaal, Max von Vequel, K: Nina Ritter


    15. September 1984, „Wozzeck“ (Alban Berg)

    Deutsche Staatoper Berlin, ML: Siegfried Kurz, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    27. Oktober 1984, „Don Giovanni“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Welsh National Opera Cardiff, ML: Charles Mackerras, A: Marie-Luise Strandt


    16. Februar 1985, „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ (Siegfried Matthus / UA)

    Staatsoper Dresden, ML: Hartmut Haenchen, B: Hans-Joachim Schlieker, K: Marie-Luise Strandt


    27. März 1985, „Wozzeck“ (Alban Berg)

    Théatre National de l’Opéra de Paris, ML: Christoph von Dohnanyi, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    23. Mai 1985, „Così fan tutte“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Freiburger Theater, ML: Eberhard Kloke, B: Ruth Berghaus, Max von Vequel, K: Marie-Luise Strandt


    13. Oktober 1985, „Don Giovanni“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Otmar Suitner, A: Marie-Luise Strandt


    7. Dezember 1985, „Das Rheingold“ (Richard Wagner)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Axel Manthey


    1. Mai 1986, „Die Walküre“ (Richard Wagner)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Axel Manthey


    15. Juli 1986, „Elektra“ (Richard Strauss)

    Staatsoper Dresden, ML: Hartmut Haenchen, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    9. November 1986, „Siegfried“ (Richard Wagner)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Axel Manthey


    8. März 1987, „Götterdämmerung“ (Richard Wagner)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Michael Gielen, A: Axel Manthey


    13. Dezember 1987, „Moses und Aron“ (Arnold Schönberg)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Friedrich Goldmann, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    30. Januar 1988, „Lulu“ (Alban Berg)

    Opéra National Théatre Royal de la Monnaie, Brüssel, ML: Sylvain Cambreling, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    13. März 1988, „Tristan und Isolde“ (Richard Wagner)

    Hamburgische Staatsoper, ML: Zoltán Peskó, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    8. Mai 1988, „Fierrabras“ (Franz Schubert)

    Wiener Festwochen, Theater an der Wien

    ML: Claudio Abbado, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    23. August 1988, „L’Histoire du Soldat“ (Igor Strawinsky)

    Musiktreffen St. Moritz, Hotel Laudinella

    ML: David Searcy, A: Marie-Luise Strandt


    23. Mai 1989, „Così fan tutte“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

    Deutsche Staatsoper Berlin, ML: Olaf Henzold, A: Peter Schubert


    28. April 1990, „Patmos“ (Wolfgang von Schweinitz / UA)

    2. Münchner Biennale für neues Musiktheater, Kongresshalle München

    ML: Adam Fischer, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    7. Oktober 1990, „Lohengrin“ (Richard Wagner)

    Oper Graz, ML: Mario Venzago, A: Peter Schubert


    2. Februar 1991, „Elektra“ (Richard Strauss)

    Opernhaus Zürich, ML: Ralf Weikert, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    17. März 1991, „Pelléas et Mélisande“ (Claude Debussy)

    Staatsoper Berlin, ML: Michael Gielen, A: Hartmut Meyer


    22. April 1991, „Ariane et Barbe-Bleue“ (Paul Dukas)

    Théatre du Chatelet, Paris, ML: EliahuInbal, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    22. März 1992, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (Kurt Weil)

    Staatstheater Stuttgart, ML: Markus Stenz, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    25. September 1992, „Don Carlos“ (Giuseppe Verdi)

    Theater Basel, ML: Michael Boder, B: Hartmut Meyer, K: Marie-Luise Strandt


    23. Dezember 1992, „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss)

    Oper Frankfurt am Main, ML: Spiros Argiris, B: Erich Wonder, K: Heinz Oswald


    20. Februar 1993, „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber)

    Opernhaus Zürich, ML: Nikolaus Harnoncourt, B: Harmut Meyer,K: Marie-Luise Strandt


    8. Mai 1993, „La traviata“ (Giuseppe Verdi)

    Staatstheater Stuttgart, ML: Philippe Augin, B: Erich Wonder, K: Marie-Luise Strandt


    25. Juni 1993, „Nachtwache“ (Jörg Herchet / UA)

    Oper Leipzig, ML: Lothar Zagrosek, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt


    8. Oktober 1993, „Tosca“ (Giacomo Puccini)

    Sächsische Staatsoper Dresden, ML: Friedemann Layer, A: Peter Schubert


    19. März 1994, „Otello“ (Giuseppe Verdi)

    Opernhaus Zürich, ML: Rafael Fühbeck de Burgos, A: Andreas Reinhardt


    8. Oktober 1994, „Katja Kabanova“ (Leoš Janáček)

    Opernhaus Zürich, ML: Ralf Weikert, B: Erich Wonder, K: Margit Koppendorfer


    28. Januar 1995, „Macbeth“ (Giuseppe Verdi)

    Staatstheater Stuttgart, ML: Gabriele Ferro, B: Erich Wonder, K: Peter Schubert


    2. April 1995, „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner)

    Opernhaus Zürich, ML: Rafael Frühbeck de Burgos, B: Hartmut Meyer, K: Margit Koppendorfer


    24. September 1995, „Freispruch für Medea“ (Rolf Liebermann / UA)

    Hamburgische Staatsoper, ML: Gerd Albrecht, B: Hartmut Meyer, K: Marie-Luise Strandt



    Tanzregie/Choreografie


    6. Dezember 1950, „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Richard Mohaupt), Oper

    Staatliche Akademie für Musik und Theater Dresden, Kleines Haus, ML: Siegfried Kurz, R: Joachim Herz, A: Volker Steinmüller


    29. September 1951, „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi), Oper

    Landesbühnen Sachsen Radebeul, ML: Günther Schubert, R: Joachim Herz, B: Volker Steinmüller, K: Eva Sickert


    18. Dezember 1951, „Rotkäppchen“ (Jewgeni Schwarz), Märchenspiel

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Michail Rauchwerger, Fritz Stinmann, R: Margot Gutschwager, Hans Rodenberg, A: Reinhold Winkle


    11. Mai 1952, „Marek im Westen“ (Gerhard W. Menze / UA), Schauspiel

    Deutsches Theater Berlin, Musik: Günter Kochan, R: Werner Dissel, A: Sandberg-Kollektiv


    26. Oktober 1953, „Die Hochzeit des Jobs“ (Joseph Haas), Oper

    Komische Oper Berlin, ML: Meinhard von Zallinger, R: Joachim Herz, A: Sandberg-Kollektiv


    16. Dezember 1953, „Der kristallene Schuh“ (Tamara Gabbe), Schauspiel

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Fritz Stinmann, R: Lothar Bellag, B: Bernhard Schlüter-Mertens, K: Jutta Knichale


    23. September 1954, „Der Bürger als Edelmann“ (Molière), Komödie

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Fritz Steinmann, R: Otto Dierichs, A: Jutta Knichale


    1954 „Mensch, fahr richtig! 24 Teilstrecken von mindestens 14 Autoren“ Kabarettprogramm

    Das Berliner Kabarett „Die Distel“, R: Joachim Gürtner


    5. Mai 1956, „Mann und Frau im Essigkrug“ (Joachim-Dietrich Link), Kinderoper

    Theater der Freundschaft Berlin, ML: Fritz Steinmann, R: Hans-Dieter Schmidt, A: Paul Pilowski


    15. September 1956, „Das Tierhäuschen“ (Samuel Maarschak), Märchenspiel

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Fritz Steinmann, R: Hans-Dieter Schmidt, B: Jutta Knichale, Horst Landowski, Hans Dieter Schmidt, K: Günter Bastine, Charlotte Piskol


    29. September 1956, „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ (Josef Kajetan Tyl), Volksstück

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Fritz Steinmann, R: Josef Stauder, A: Jiří Dvořák, Jan Sladek


    15. September 1957, „Der Lügner“ (Carlo Goldoni), Komödie

    Theater der Freundschaft Berlin, Musik: Peter Fischer, R: Rudolf Wessely, A: Siegfried Stepanek


    26. März 1958, „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni) / „Der Bajazzo“ (Ruggiero Leoncavallo), Oper

    Städtisches Theater Leipzig, ML: Heinz Fricke, R: Joachim Herz, A: Max Elten


    14. Juli 1958, „Die den Himmel verdunkeln, sind unsere Feinde“ (Paul Dessau, Reiner Bredemeyer / UA), Tanzszenen (Ruth Berghaus, Jens Gerlach, Joachim Tenschert)

    Palucca Schule Dresden, A: Ruth Berghaus


    März/April 1959, „Flug zur Sonne“ (Paul Dessau, Reiner Bredemeyer / UA) Tanzszenen (Ruth Berghaus)

    Palucca Schule Dresden, A: Achim Freyer


    3. Juli 1960, „Das Katzenhaus“ (Reiner Bredemeyer / UA) Tanzszenen (Ruth Berghaus nach Samuel Marschak)

    Palucca Schule Dresden, A: Achim Freyer


    22. April 1962, „Hände weg!“ Reiner Bredemeyer / UA) Tanz-Essay (Ruth Berghaus)

    Palucca Schule Dresden, A: Achim Freyer


    25. September 1964, „Coriolan“ (William Shakespeare in der Bearbeitung von Bertolt Brecht), Tragödie

    Berliner Ensemble, Musik: Paul Dessau, R: Manfred Wekwerth, Joachim Tenschert, A: Karl von Appen


    25. Dezember 1964, „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner), Opernfilm (DEFA)

    ML: Rolf Reuter, R: Joachim Herz


    20. Juni 1986, „Orpheus“ (Hans Werner Henze / Österreichische EA) Ballett

    Wiener Staatsoper, ML: Ulf Schirmer, B: Hans Dieter Schaal, K: Marie-Luise Strandt



    Schauspielregie


    10. April 1968, „Viet Nam Diskurs“ (Peter Weiss)

    Berliner Ensemble, Musik: Paul Dessau, A: Andreas Reinhardt


    17. Dezember 1968, „Die Horatier und die Kuriatier“ (Bertolt Brecht)

    Polytechnische Oberschule Wildau, Berliner Ensemble, Mitarbeit: Friedrich Goldmann, Andreas Reinhardt


    28. Januar 1971, „Im Dickicht der Städte“ (Bertolt Brecht / DDR-EA)

    Berliner Ensemble, A: Andreas Reinhardt


    15. Juni 1971, „Die Gewehre der Frau Carrar“ (Bertolt Brecht)

    Berliner Ensemble, A: Ilona Freyer


    1. Februar 1972, „Wolokolamsker Chaussee“ (Karl Mickel nach Alexander Bek / UA)

    Berliner Ensemble, A: Andreas Reinhardt


    3. Oktober 1972, „Omphale“ (Peter Hacks)

    Berliner Ensemble, A: Andreas Reinhardt


    12. Oktober 1973, „Zement“ (Heiner Müller / UA)

    Berliner Ensemble, Musik: Paul Dessau, A: Andreas Reinhardt


    18. Oktober 1974, „Die Mutter“ (Bertold Brecht)

    Berliner Ensemble, Musik: Hanns Eisler, A: Andreas Reinhardt, K: Christine Stromberg


    12. März 1976, „Der Sommerbürger“ (Helmut Baierl / UA)

    Berliner Ensemble, A: Lothar Scharsich


    11. Oktober 1977, „Heines letzte Liebe“ (Günter Kaltofen und Hans Pfeiffer / UA)

    Theater im Palast, Berlin, B: Wolf R. Eisentraut, K: Eva Sagert


    14. Dezember 1980, „Stella“ (Johann Wolfgang von Goethe)

    Theater im Palast, Berlin, Regie des Epilogs: Peter Konwitschny, A: Marie-Luise Strandt, Hans Hedström


    30. September 1989, „Dantons Tod“ (Georg Büchner)

    Thalia Theater Hamburg, Musik: Heiner Goebbels, B: Erich Wonder, K: Marie-Luise Strandt


    3. Februar 1990, „Die Braut von Messina“ (Friedrich Schiller)

    Theater der Freien Volksbühne Berlin, Dramaturgische Einrichtung und Chortexte: Karl Mickel, Musik: Paul-Heinz Dittrich, A: Peter Schubert


    27. Juni 1991, „Penthesilea“ (Heinrich von Kleist)

    Burgtheater Wien, Musik: Heiner Goebbels, B: Erich Wonder, K: Marie-Luise Strandt


    19. Oktober 1991, „Im Dickicht der Städte“ (Bertold Brecht)

    Thalia Theater Hamburg, Musik: Helmut Oehring, B: Erich Wonder, K: Marie-Luise Strandt


    21. Januar 1992, „Die natürliche Tochter“ (Johann Wolfgang von Goethe)

    Schauspiel Bonn, Musik: Friedrich Schenker, A: Peter Schubert


    18. Dezember 1993, „Der kaukasische Kreidekreis“ (Bertold Brecht)

    Burgtheater Wien, Musik: Paul Dessau, B: Erich Wonder, K: Anna Eiermann


    10. Juni 1995, „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ (Bertold Brecht)

    Thalia Theater Hamburg, Musik: Helmut Oehring, B: Erich Wonder, K: Peter Schubert

    Quellen

    Bazinger, Irene (Hg.).Regie: Ruth Berghaus. Geschichten aus der Produktion. Berlin 2010.


    Bertisch, Klaus. Ruth Berghaus. Berlin 1990.


    Holtz, Corinne.Ruth Berghaus. Ein Porträt. Hamburg 2005. (Hier auch eine Auswertung der u. a. von der langjährigen Dramaturgin Neef angefertigten Berichte über Berghaus an die Stasi)


    Kranz, Dieter. Berliner Theater. 100 Aufführungen aus drei Jahrzehnten. Berlin 1990.


    Neef, Sigrid. Das Theater der Ruth Berghaus. Berlin (DDR) 1989.


    Online-Kritiken und -Artikel:


    Elektra-Premiere 1980 in Mannheim: http://www.frank-herkommer.de/index.php?id=78&tx_ttnews%5Btt_news%5D=72&tx_ttnews%5BbackPid%5D=71&cHash=cc4c905ac6


    Elektra 2014 Mannheim: http://www.der-neue-merker.eu/mannheim-elektra-2


    Kraftwerk, Theatertier, sterbender Schwan. Die Regisseurin Ruth Berghaus. Von Georg-Friedrich Kühn:

    http://www.gf-kuehn.de/oper/bergh/berghess.htm

    Forschung

    Ruth Berghaus‘ Arbeit wird vom Archiv der Akademie der Künste dokumentiert und ist dort für Interessierte zugänglich.

    http://www.adk.de/de/archiv/archivbestand/darstellende-kunst/index.htm?hg=darstell&we_objectID=32635


    http://www.adk.de/de/suchergebnisse.htm



    Im September 2014 fand an der Universität Salzburg eine Internationale Tagung unter der Leitung von Nina Noeske mit dem Titel „Komposition – Choreographie – Inszenierung: Ruth Berghaus & Paul Dessau“ statt (s. https://www.uni-mozarteum.at/apps/hp/vk/vk_pdf.php?id=27396). Eine Publikation der Beiträge ist in Vorbereitung.



    Es befinden sich nach wie vor Inszenierungen von Ruth Berghaus im Repertoire:


    Vorstellungen in der Saison 2014/15von Ruth Berghaus‘ Inszenierung aus dem Jahre 1968 von „Il barbiere di Siviglia“ an der Staatsoper Berlin:

    http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2014-2015/il-barbiere-di-siviglia.12260736


    Am Nationaltheater Mannheim steht „Elektra“ in der Ruth-Berghaus-Inszenierung aus dem Jahre 1980 noch auf dem Spielplan und wurde in der Saison 2014/2015 unter der musikalischen Leitung von Dan Ettinger wieder aufgeführt.

    Forschungsbedarf

    Eine Aufarbeitung und Digitalisierung bzw. Onlinestellung der Dokumente des Archivs der Akademie der Künste über Ruth Berghaus wäre wünschenswert.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 64644809
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 11890616X
    Library of Congress (LCCN): n90677894
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Martina Christl


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Anke Charton
    Zuerst eingegeben am 12.06.2015


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Christl, Artikel „Ruth Berghaus“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 12.6.2015.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ruth_Berghaus