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  • Rosa Kastner

    von Silke Wenzel
    Die Pianistin Rosa Kastner (Rosa Escudier-Kastner). Fotografie von Pierre Petit (o. O., o. J.).
    Namen:
    Rosa Kastner
    Ehename: Rosa Alexandra Escudier-Kastner
    Varianten: Rosa Escudier-Kastner, Rosa Kastner-Escudier, Rosa Alexandra Kastner, Rosa Alexandra Kastner-Escudier
    Lebensdaten:
    geb. in Wien, Österreich
    gest. in Paris, Frankreich
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin
    Charakterisierender Satz:

    „Euer Excellenz wissen, daß ich die Pianistin Rosa Kastner aus Wien bis jetzt begleite, wir geben zusammen Conzerte und haben die schönsten und herrlichsten Erfolge überall, nicht nur in künstlerischer, sondern auch in pecuniaerer Beziehung. Für mich ist diese Reise der größte Genuß in musikalischer Beziehung, ein ganz neu poetisches Leben geht in mir auf und nach dem Enthusiasmus des Publikums zu schließen, leiste ich mehr als sonst. Wer könnte aber auch nicht selbst begeistert sein von dem Spiele und dem ganzen musikalischen Wirken der Pianistin Rosa Kastner.“


    (Der Geiger Peter Moralt über Rosa Kastner, zit. n. Internetseite „Die Moralt“, Stand: 27. Oktober 2008)


    Profil

    Die Pianistin Rosa Kastner wurde von Joseph Fischhof in Wien und Rudolph Hirsch in Triest ausgebildet und studierte in den 1850er Jahren bei Sigismund Thalberg und möglicherweise auch bei Franz Liszt. Über 30 Jahre lang, von 1849 bis 1880, war sie als Pianistin im internationalen Musikleben präsent und konzertierte u. a. in Österreich-Ungarn, Deutschland, Belgien und Frankreich. Dabei galt sie ebenso als „klassische Pianistin“ wie als so genannte „Bravour-Pianistin“. Zu ihrem Repertoire gehörten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin sowie zahlreiche Transkriptionen und Paraphrasen von Opern von Giacomo Meyerbeer. Nach ihrer Heirat 1860 ließ sich Rosa Kastner in Paris nieder und trat dort nach wie vor regelmäßig auf. Gemeinsam mit dem Geiger Henri Vieuxtemps und dem Violoncellisten Alexander Batta gründete sie u. a. ein Klaviertrio, das in Paris mehrfach Kammermusik-Soiréen gab.

    Orte und Länder

    Rosa Kastner wurde 1835 in Wien geboren und erhielt dort ihre erste musikalische Ausbildung. Während ihrer Kindheit lebte die Familie mehrere Jahre in Triest, wo der Vater arbeitete. Nach dem Tod des Vaters 1849 ließ sich Rosa Kastner mit ihrer Mutter in Wien nieder und begann international zu konzertieren; Ende der 1850er Jahre wählte sie vermutlich für kurze Zeit Brüssel als Hauptwohnsitz. Im Jahr 1860 heiratete Rosa Kastner den Musikverleger und Direktor der Zeitschrift „France Musicale“ Marie Escudier und ließ sich mit ihm in Paris nieder.

    Biografie

    Rosa Kastner wurde 1835 in Wien als Tochter eines bekannten Militärarztes (Name unbekannt) und Johanna Dorina Kastner geboren. Sie erhielt ihre erste musikalische Ausbildung von der Mutter und wurde anschließend von den Klavierpädagogen Joseph Fischhof in Wien und Rudolph Hirsch in Triest unterrichtet. Vermutlich studierte sie zudem bei dem Pianisten Sigismund Thalberg (vgl. Liszt 1893ff., Bd. 6, S. 110, Anm.), auch wenn weder Ort noch Datierung des Studiums bislang bekannt sind.


    Im Jahr 1849, nach dem Tod des Vaters, begann Rosa Kastner öffentlich zu konzertieren und konnte sich innerhalb kürzester Zeit international als Pianistin behaupten. Nach ersten erfolgreichen Konzerten 1849 in Prag und Wien, bereiste Rosa Kastner bis 1860 u. a. Deutschland, Ungarn, Frankreich, England, Belgien und die Schweiz und trat zudem regelmäßig in Wiener Virtuosenkonzerten auf (vgl. Hanslick 1869, S. 351, S. 415). Dabei galt Rosa Kastner ebenso als herausragende Interpretin des „klassischen Repertoires“ wie auch als virtuose Pianistin und gefragte Kammermusikerin. So berichtete z. B. die „Rheinische Musik-Zeitung für Kunstfreunde und Künstler“ im Mai 1851 aus Wien: „Fräul. Rosa Kastner, die jugendliche Pianistin, hat ein Abschiedsconcert […] gegeben: sie spielte Mendelssohn’s Trio in D moll [op. 49] und mehrere Bravoursachen. An Beifall, Blumen und Kränzen fehlte es nicht.“ („Rheinische Musik-Zeitung“ für Kunstfreunde und Künstler vom 10. Mai 1851, S. 359)


    Von Herbst 1851 bis Juni 1852 unternahm Rosa Kastner gemeinsam mit einem Violinisten der Münchener Hofkapelle, Peter Moralt, eine größere Konzerttournee durch Deutschland, England und Frankreich, bei der die beiden u. a. am 18. Dezember 1851 im akademischen Musiksaal in Würzburg auftraten (vgl. Quellen, Universitätsbibliothek Würzburg. Konzertprogramm). Im Dezember 1851 bat Peter Moralt seinen Dienstherrn um sechs Monate Urlaubsverlängerung, um die Tournee fortsetzen zu können: „Euer Excellenz wissen, daß ich die Pianistin Rosa Kastner aus Wien bis jetzt begleite, wir geben zusammen Conzerte und haben die schönsten und herrlichsten Erfolge überall, nicht nur in künstlerischer, sondern auch in pecuniaerer Beziehung. Für mich ist diese Reise der größte Genuß in musikalischer Beziehung, ein ganz neu poetisches Leben geht in mir auf und nach dem Enthusiasmus des Publikums zu schließen, leiste ich mehr als sonst. Wer könnte aber auch nicht selbst begeistert sein von dem Spiele und dem ganzen musikalischen Wirken der Pianistin Rosa Kastner. Es wäre nun mein einziger Wunsch, solange wie möglich Fräulein Kastner auf ihrer Kunstreise in Frankreich und England begleiten zu können.“ (zit. n. Internetseite „Die Moralt“, Stand: 27. Oktober 2008) Neben den Konzerten mit Peter Moralt trat Rosa Kastner auch mit anderen bekannten Kammermusikern auf. So gab sie z. B. am 5. Juni 1852 in den Londoner Willis’s Rooms gemeinsam mit dem Violinisten Ferdinand Laub und dem Violoncellisten Hausmann (Vorname unbekannt) ein eigenes Konzert (vgl. „The Times London“ vom 2. Juni 1852, S. 1). Auf dem Programm standen das Klaviertrio d-Moll (op. 49) von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Rondo Capriccioso E-Dur (op. 14), ein Duett für Violine und Klavier über Themen von Giacomo Meyerbeers „Le Champ de Silésie” von Theodor Kullak und Henri Vieuxtemps sowie Solostücke für Klavier, darunter Theodor Kullaks Etüde „Perles d’écume” (op. 37) und Louis Moreau Gottschalks „Le Bananier” (op. 5): „A very interesting concert took place on Saturday at these rooms, which introduced for the first time to an English public Mademoiselle Rosa Kastner, a young German pianist of distinguished talent. [...] She has a light and supple finger, great strength, an excellent method, and an execution not less remarkable for grace of style than for finish and correctness.” („Ein sehr interessantes Konzert fand am Sonntag Morgen in diesen Räumen statt, bei dem Mademoiselle Rosa Kastner, eine junge deutsche Pianistin mit hervorragendem Talent, das erste Mal in England auftrat. [...] Sie hat eine leichte und geschmeidige Hand, sehr viel Kraft, eine hervorragende Technik und eine Art der Ausführung, die sowohl in ihrer anmutigen Stilistik als auch in ihrer Vollkommenheit und Genauigkeit bemerkenswert ist.“ „The Times London“ vom 8. Juni 1852, S. 8)


    Ab September 1852 sollte Rosa Kastner die Sängerin Henriette Sontag auf einer großen Konzertreise durch die USA begleiten. Obwohl die Verträge hierfür bereits fertig unterzeichnet waren – von Rosa Kastner und ihrer Mutter Johanna Dorina Kastner –, trat Rosa Kastner von diesem Unternehmen aus unbekannten Gründen zurück (vgl. Quellen, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M., Vertragsentwürfe; Fétis 1875). Im Oktober 1853 meldete die Zeitschrift „The Musical World“ aus dem belgischen Badeort Spa, dass Rosa Kastner gemeinsam mit dem Violinisten Antonio Bazzini ein Konzert im großen Redoutensaal gegeben habe (vgl. „The Musical World“ vom 1. Oktober 1853, S. 623). 1854 folgte eine Tournee durch Frankreich, Belgien und Deutschland, bei der Rosa Kastner u. a. am 29. August 1854 in Paris gemeinsam mit der Sängerin Louise Bergauer ein Konzert gab, bei dem auch Giacomo Meyerbeer anwesend war; auf dem Programm standen u. a. „Les Patineurs“ aus den „Prophète“-Transkriptionen von Franz Liszt; Giacomo Meyerbeer hatte der Pianistin bereits am 19. August einen Besuch abgestattet (vgl. Meyerbeer 2002, S. 375; S. 380 und Kommentar S. 807). Am 26. Februar 1856 konzertierte sie im Rahmen der Abonnementskonzerte der Königlich-Württembergischen Hofkapelle und spielte dabei u. a. „Le Torrent“ von Louis Lacombe (op. 22 Nr. 7), die ihr gewidmete „Fanfare militaire pour piano“ von Joseph Ascher (op. 10) sowie gemeinsam mit dem Pianisten Winternitz (Vorname unbekannt) ein „Grand Duo concertante über Thema’s aus ‚Belisar‘“ für zwei Klaviere von Goria (Vorname unbekannt) (vgl. Internetseite Abonnementskonzerte der Kgl.-Württembergische Hofkapelle 1818-1858. Gesamtliste, Stand: 18. Februar 2009).


    Im September 1856 lernte Rosa Kastner in Prag Franz Liszt kennen, der sie nach Weimar einlud. An die Fürstin Caroline von Sayn-Wittgenstein schrieb Franz Liszt am 21. September 1856 aus Prag: „J’ai [...] entendu Rosa Kastner, qu’on prétend être la fille d’un très haut personnage. Elle viendra probablement à Weymar, cet hiver. C’est une très jolie personne et une excellente pianiste.“ („Ich habe [...] Rosa Kastner gehört, der man nachsagt, dass sie die Tochter einer hochrangigen Persönlichkeit sei. Sie wird möglicherweise diesen Winter nach Weimar kommen. Sie ist eine sehr hübsche Person und eine hervorragende Pianistin.“ Liszt 1893ff., Bd. 4, S. 340) Der Kontakt zu Franz Liszt blieb in den folgenden Jahren bestehen. So schrieb er z. B. am 24. April 1859 an Agnes Street-Klindworth, mit der Rosa Kastner befreundet war, „Please be sure to remember me very affectionately to Rosa K[astner], who is both a delightfully talented and very likeable person.“ (Liszt/Street-Klindworth 1999, S. 160; nur in englischer Übersetzung verfügbar); zu dieser Zeit lebte Rosa Kastner vermutlich in Brüssel. Dennoch wurde Rosa Kastner 1857 vom Wiener Hof zur österreichischen Hofpianistin ernannt (vgl. Fétis 1875).


    Im Jahr 1860 heiratete Rosa Kastner den französischen Musikverleger und Redakteur der Zeitschrift „France Musicale“ Marie Escudier (1819-1880), nannte sich Rosa Escudier-Kastner und ließ sich mit ihrem Mann in Paris nieder. Auch nach ihrer Heirat trat sie weiterhin öffentlich als Pianistin auf. So wirkte sie z. B. in den Sommern 1861 und 1862 bei zahlreichen Konzerten in Kurstädten mit. Am 26. August 1861 konzertierte sie in einem von Hector Berlioz veranstalteten Konzert in Baden-Baden. In der eigenhändigen Pressemitteilung des Komponisten und Dirigenten heißt es: „H. Berlioz bereitet jetzt in Baden das große Konzert des 26. August vor, in dem man einige seiner wichtigsten Kompositionen hören wird: unter anderen die Symphonie Harold en Italie und das große Tuba mirum aus dem Requiem, Werke, die vom Badener Publikum bislang nicht gehört wurden, das doch so vertraut mit den meisten anderen Werken von Berlioz ist. Die Sänger und Virtuosen, die die Werke bei diesem musikalischen Fest […] zu Gehör bringen werden, sind Rosa Kastner Escudier, Frl. Monrose und die Herren Sivoi, Renaud, Grodvolle. Die gesamte Hofkapelle des Großfürsten wird neben den Künstlern aus Baden daran teilnehmen.“ (zit. n. Musikantiquariat Bernhard Kohl, Katalog Nr. 4, S. 15; vgl. auch die französische Fassung in: Berlioz 1995, S. 244) Rosa Kastner übernahm bei diesem Konzert den Klavierpart in Ludwig van Beethovens „Chorfantasie“ für Chor, Orchester und Klavier (op. 80) (vgl. Berlioz 1995, Anmerkung, S. 244). Am 24. Juli 1862 spielte Rosa Kastner im Wiesbadener Kursaal bei einem Konzert anlässlich des Geburtstages des Herzogs Adolf von Nassau, bei dem auch der Geiger Ferdinand David und der Sänger Emilio Naudin auftraten (vgl. Meyerbeer 2006, S. 804) und konzertierte am 19. August 1862 im Kursaal von Bad Ems gemeinsam mit dem Violoncellisten Alexandre Batta, wie Giacomo Meyerbeer in seinem Tagebuch vermerkte: „Konzert im Kursaal: [...] Madame Kastner-Escudier spielte mit Batta das Duett von Thalberg über Themata aus den Hugenotten“ (Meyerbeer 2006, S. 385, ein solches Duett für Violoncello und Klavier von Sigismund Thalberg ist nicht überliefert; vgl. ebd. S. 806). Wie es scheint, spielte Rosa Kastner häufiger Bearbeitungen aus Opern Giacomo Meyerbeers. So ist z. B. in der Baden-Badener Schlosssammlung eine „Grande Fantaisie de Concert über Giacomo Meyerbeers ‚L’Étoile du Nord‘“ (op. 174) von Charles Voss erhalten, die ihr gewidmet ist.


    Gemeinsam mit dem Violinisten Henri Vieuxtemps und dem Violoncellisten Alexandre Batta gründete Rosa Kastner Ende 1862 in Paris ein Klaviertrio, das ab 1863 mehrere Kammermusik-Soiréen im Pariser Salle Herz gab. Das Ensemble trat u. a. am 21. und 28. Januar und am 4. und 11. Februar 1863 auf. Auf den Programmen standen dabei Klaviertrios von Ludwig van Beethoven (B-Dur, op. 97), Anton Rubinstein (c-Moll, op. 15 Nr. 2) und Felix Mendelssohn Bartholdy (d-Moll, op. 49), Sonaten für Violine und Klavier von Ludwig van Beethoven (A-Dur, op. 47), Henri Vieuxtemps (D-Dur) und Giuseppe Tartini (g-Moll) sowie Kompositionen für Klavier solo, darunter ein Nocturne von Frédéric Chopin, eine „Grande Paraphrase über den ‚Sommernachtstraum‘“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und Variationen von Georg Friedrich Händel (vgl. Fauquet 1986, S. 236f.).

    Rosa Kastner trat auch in späteren Jahren noch öffentlich auf. So spielte sie z. B. am 31. März 1879 bei einem Wohltätigkeitskonzert in der österreichischen Botschaft in Paris. Friedrich Ferdinand von Beust, zu dieser Zeit österreichischer Botschafter, hatte das Konzert für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im ungarischen Szegedin organisiert. Rosa Kastner trat dort u. a. mit einigen seiner Kompositionen auf (vgl. „The Times London“ vom 31. März 1879, S. 5).


    Rosa Kastner starb wenige Tage nach ihrem Mann Marie Escudier am 4. Mai 1880 in Paris.

    Würdigung

    Die verschiedenen Tätigkeiten Rosa Kastners können erst nach weiteren Forschungen angemessen gewürdigt werden.

    Rezeption

    Eine heutige Rezeption der Tätigkeiten Rosa Kastners findet derzeit (Februar 2009) nicht statt (zur zeitgenössischen Rezeption, vgl. Biografie).

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Rosa Kastner kann derzeit auf Grund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Zu den von ihr gespielten Werken gehören u. a.:


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klaviertrio d-Moll, op. 49

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Rondo Capriccioso E-Dur, op. 14

    Kullak, Theodor/Vieuxtemps, Henri. Duett für Violine und Klavier über Themen aus Giacomo Meyerbeers „Le Champ de Silésie“

    Kullak, Theodor. Perles d’écume. Etüde, op. 37

    Gottschalk, Louis Moreau. Le Bananier, op. 5

    Liszt, Franz. Transkription von „Les Patineurs“ aus Giacomo Meyerbeers „Le Prophète“

    Lacombe, Louis. Le Torrent op. 22 Nr. 7

    Ascher, Joseph. Fanfare militaire pour piano op. 10

    Goria (Vorname unbekannt). Grand Duo concertante über Thema’s aus „Belisar“ für zwei Klaviere

    Beethoven, Ludwig van. Chorfantasie c-Moll, op. 80

    Thalberg, Sigismund/de Bériot, Charles. Duo für Violoncello und Klavier über Themata aus den „Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer

    Voss, Charles. Grande Fantaisie de Concert über Giacomo Meyerbeers „L’Étoile du Nord“, op. 174.

    Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio B-Dur, op. 97

    Vieuxtemps, Henri. Sonate für Violine und Klavier d-Moll

    Chopin, Frédéric. Nocturne (keine Präzisierung möglich)

    Rubinstein, Anton. Klaviertrio c-Moll, op. 15 Nr. 2

    Beethoven, Ludwig van. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 47

    Händel, Georg Friedrich. Variationen (keine Präzisierung möglich)

    Quellen

    Dokumente


    Universitätsbibliothek Würzburg. Konzertprogramm: Grosses Concert von Fräulein Rosa Kastner, Pianistin aus Wien und Herrn Peter Moralt, Mitglied der kgl. Hofkapelle in München: Würzburg den 18. December 1851 im academischen Musiksaale. Würzburg: Bonitas-Bauer, 1851.


    Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M., Musiksammlung. Vertragsentwürfe zwischen Rosa Kastner bzw. Johanna Dorina Kastner und Henriette Rossi-Sontag vom 1. September 1852 und vom 7. September 1852, ohne Signatur.


    Literatur


    Abonnementskonzerte der Kgl.-Württembergische Hofkapelle 1818-1858. Gesamtliste. Internetseite: http://www.wlb-stuttgart.de/~abo/abo_gesamtliste.php, Stand: 18. Februar 2008.


    Artikel „Kastner, Rosa“. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Constant v. Wurzbach (Hg.). Teil 11. 1864 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Artikel „Kastner-Escudier (Rosa). In: Fétis, François-Joseph. Biographie universelle des musiciens. 8 Bde. Paris: Didot, 1875, Bd. 4, S. 487.


    Artikel „Kastner, Rosa“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Bd. 6. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1876, S. 3.


    Artikel „Kastner(-Escudier), Rosa. In: Österreichisches Musiklexikon. Rudolf Flotzinger (Hg.). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2006, Bd. 2, S. 971.


    Berlioz, Hector. Correspondance générale. Bd. VI. 1859-1863. Pierre Citron, Hugh Macdonald, François Lesure (Hgg.). Paris: Flammarion, 1995, S. 244.


    Die Moralt. Bilder einer Künstlerfamilie. Der Philippsche Zweig. Peter Moralt. http://www.hjwr.de/moralt/moralt_de/philippscher_zweig/peter_moralt.html (Stand: 18. Februar 2009)


    Fauquet, Joël-Marie. Les Sociétés de Musique de Chambre à Paris de la Restauration à 1870. Paris: Aux Amateurs de Livres, 1986.


    Hanslick, Eduard. Geschichte des Concertwesens in Wien. Wien: Wilhelm Braumüller, 1869.


    Hanslick, Eduard. Aus dem Concertsaal. Kritiken und Schilderungen aus den letzten 20 Jahren des Wiener Musiklebens. Wien: Wilhelm Braumüller, 1870.


    Liszt, Franz. Briefe. La Mara (Hg.). 8 Bde. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1893ff.


    Liszt, Franz/Street-Klindworth, Agnes. Franz Liszt and Agnes Street-Klindworth: a Correspondance. Pauline Pocknell (Hg.). (= Franz Liszt studies, Bd. 8). New York: Pendragon Press, 1999.


    Meyerbeer, Giacomo: Briefwechsel und Tagebücher. Bd. 6: 1853-1855, herausgegeben und kommentiert von Sabine Henze-Döring unter Mitarbeit von Panja Mücke, Berlin/New York: de Gruyter, 2002.


    Meyerbeer, Giacomo: Briefwechsel und Tagebücher. Bd. 8: 1860-1864, herausgegeben und kommentiert von Sabine Henze-Döring, Berlin/New York: de Gruyter, 2006.


    Musikantiquariat Bernhard A. Kohl. Katalog Nr. 4: Hector Berlioz (1803-1869). Hommage in Autographen zum 200. Geburtstag. Stuttgart 2003. Online: http://www.musikantiquariat-kohl.de/Angebote/Katalog4-inhalt.pdf (Stand: 18. Februar 2008).


    Sietz, Reinhold/Sietz, Margarete. Der Nachlaß Ferdinand Hillers [Inventar] (= Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln 59). Köln: Paul Neubner, 1970.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Rheinische Musik-Zeitung für Kunstfreunde und Künstler vom 10. Mai 1851, S. 359.


    The Musical World vom 1. Oktober 1853, S. 623.


    The Times London vom 2. Juni 1852, S. 1.

    The Times London vom 8. Juni 1852, S. 8.

    The Times London vom 31. März 1879, S. 5.



    Links


    www.kalliope-portal.de

    Das Verbundsystem Nachlässe und Autographe Kalliope-Portal verweist auf Vertragsentwürfe und Briefe von Rosa Kastner in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M.

    Forschung

    Rosa Kastner war die Ehefrau des Pariser Verlegers und Redakteurs Marie Escudier.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Rosa Kastner umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche. Besonders interessant scheinen dabei ihre künstlerischen Kontakte, u. a. zu Franz Liszt, Giacomo Meyerbeer und Hector Berlioz zu sein, die bislang kaum erforscht sind.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 49980303
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116569700

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 30. April 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 20.05.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Rosa Kastner“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.5.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Rosa_Kastner