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    von Katharina Talkner
    Namen:
    Rebecca Clarke
    Geburtsname: Rebecca Thacher Clarke
    Ehename: Rebecca Clarke Friskin
    Lebensdaten:
    geb. in Harrow, England
    gest. in New York City,
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Bratschistin, Ensembleleiterin und -managerin, Musikpädagogin, Musikschriftstellerin
    Charakterisierender Satz:

    „Meine [kompositorische] Arbeit machte Fortschritte – langsam, aber immerhin ging es voran… zuweilen, mitten in einer kämpferischen Auseinandersetzung mit einem bestimmten Problem, geschah es, dass sich plötzlich alles ordnete, jeder Baustein gewissermaßen an seine Stelle fiel mit einer Plötzlichkeit, die dem Anknipsen eines Lichtschalters ähnelt. Es mag anmaßend klingen, aber, obwohl ich mir keinerlei Illusionen über die Qualität meiner Arbeit machte, war ich in diesen Augenblicken von einem beglückenden Gefühl verfügbarer Kraft durchströmt, ein Wunder ließ alles möglich erscheinen.“

    [Rebecca Clarke. I Had a Father, Too; or, ‚The Mustard Spoon‘ 1969-1973, unveröffentlichtes Manuskript, zit. n. Liane Curtis. „Rebecca Clarke (1886-1979)“. In: Annäherung XII: an Sieben Komponistinnen. Clara Mayer (Hg.). Kassel, 2001. S. 94]


    Profil

    Rebecca Clarke begann 1907 als einzige Frau in der Klasse von Sir Charles Villiers Stanford ein Kompositionsstudium am Londoner Royal College of Music. Sie wurde 1912 als eine der ersten Frauen im professionellen „Queen’s Hall Orchestra“ angestellt. 1942 war sie die einzige Komponistin, deren Werk beim Festival der „Internationalen Gesellschaft für Zeitgenössische Musik“ in Berkeley in Kalifornien gespielt wurde. Selbst unter den durch die amerikanische Mäzenin Elisabeth Sprague Coolidge geförderten Komponisten war sie die einzige Frau.

    Orte und Länder

    Rebecca Clarke wurde in Harrow bei London geboren und wuchs dort auf. Auch ihre Karriere als Orchester- und Kammermusikerin sowie als Solistin begann in London, dehnte sich aus auf Großbritannien und Europa und schließlich auf die USA, wo sie viele Jahre ihres Lebens verbrachte. Eine Welttournee führte sie 1923 in alle damaligen britischen Kolonien.

    Biografie

    Kindheit und Studium


    Die Tochter der Deutschen Agnes Helferich und des Amerikaners Joseph Thacher Clarke, geboren am 27. August 1886, wuchs mit drei Geschwistern (Hans, Eric und Dora) in Harrow bei London auf. Die Eltern (Amateurpianistin und -bratschistin sowie Amateurcellist) pflegten mit ihren Kindern die Hausmusik, insbesondere das Streichquartettspiel. Rebecca durfte im Alter von acht Jahren zunächst nur ihren jüngeren Bruder zum Geigenunterricht begleiten. Doch ihr musikalisches Talent wurde erkannt und sie begann 1903 ein Violinstudium bei Hans Wessely an der „Royal Academy of Music“ (Clarke in Uscher 2004, S. 185f.). Als ihr Musiktheorielehrer Percy Miles ihr 1905 einen Heiratsantrag machte, zwang der Vater sie zum Abbruch des Studiums.

    Obwohl der Vater ihre damaligen Kompositionsversuche nicht guthieß, zeigte er seinem Bekannten Sir Charles Villiers Stanford einige Kompositionen Rebeccas, woraufhin dieser sie 1907 in seine Kompositionsklasse am „Royal College of Music“ aufnahm (Clarke im Interview mit Sherman, Sherman 2004b, S. 171). Auf Stanfords Anraten hin studierte sie parallel Viola.


    Konzerttätigkeit und Kompositionen für den eigenen Gebrauch


    Nach andauernden Konflikten zwischen Rebecca Clarke und ihrem Vater wegen ihres Kompositionsstudiums und seiner Geliebten setzte Clarke seine Tochter Ende 1910 vor die Tür. Rebecca Clarke verdiente sich nun ihren Lebensunterhalt als professionelle Bratschistin und musste ihr Studium abbrechen. Daniela Kohnen schreibt, dass sie es schaffte, „dennoch ihr Studium im gleichen Jahr zu beenden“, belegt dies jedoch nicht (Kohnen 1999, S. 33). 1912 wurde sie als eine der ersten Frauen in das von Henry Wood geleitete „Queen’s Hall Orchestra“ aufgenommen. Ihre rege Konzerttätigkeit als Kammermusikerin und Solistin verfolgte sie währenddessen weiter und trug dazu bei, die Bratsche als Soloinstrument zu etablieren.

    Zwischen 1916 und 1924 reiste sie viel. Zunächst unternahm sie mit ihren beiden Brüdern eine Reise durch die USA. 1918/19 konzertierte sie intensiv mit ihrer Kammermusikpartnerin May Mukle (Violoncello) auf Hawaii. Auch eine Tournee durch alle britischen Kolonien bestritt Rebecca Clarke 1923 zusammen mit May Mukle.

    Die spärliche Sololiteratur für Viola ergänzte sie um eigene Kammermusikkompositionen, in denen der Viola eine eigenständige oder solistische Rolle zukommt. Diese fanden zunächst keine besondere Beachtung. Nur auf ihre 1918 uraufgeführte Komposition „Morpheus“ für Viola und Klavier reagierte die Presse euphorisch. Auf dem Konzertzettel hatte Rebecca Clarke zum ersten und einzigen Mal statt ihres eigenen Namens das Pseudonym Anthony Trent verwendet.


    Erfolge beim „Berkshire Festival of Chamber Music“ und Rückkehr nach London


    Den Durchbruch als Komponistin verschaffte ihr der zweite Preis beim Kompositionswettbewerb des „Berkshire Festival of Chamber Music“ in Kalifornien 1919. Dass es im Finale zum Stechen zwischen ihrem Werk und der Suite für Viola und Klavier von Ernest Bloch kam und ausnahmsweise der Name der zweiten Preisträgerin veröffentlicht wurde, sorgte für öffentliches Aufsehen. 1921 errang Rebecca Clarke erneut in Berkshire den zweiten Preis, und 1923 erhielt sie von der Mäzenin und Initiatorin des Festivals Elizabeth Sprague Coolidge einen Kompositionsauftrag, den sie mit der „Rhapsody“ für Violoncello und Klavier erfüllte.

    1924 kehrte sie nach London zurück, wo sie weiterhin konzertierte. Ein Porträtkonzert Rebecca Clarkes in der Londoner Wigmore Hall 1925 festigte ihre Anerkennung als Komponistin. In den Jahren bis Kriegsbeginn nahmen jedoch Konzerte und Aufnahmen mehr Raum ein als das Komponieren. Mehrere Komponisten widmeten ihr in den 1930er Jahren Werke (u.a. Ernest John Moeran und Walter Leigh). Clarke gründete zwei Frauenensembles: das Klavierquartett „The English Ensemble“ mit Marjorie Hayward , Kathleen Long und May Mukle sowie ein Streichquartett mit den Schwestern Jelly d’Arnyi und Adil Fachiri sowie Guilhermina Suggia. Zudem war sie bereits seit 1910 Mitglied im „ Nora Clench Quartet“, dem ersten rein weiblich besetzten Streichquartett in Großbritannien.

    Sowohl als Solistin wie auch als Kammermusikerin spielte Rebecca Clarke für die BBC und wirkte in einigen Aufnahmen mit. Rebecca Clarke hatte Kontakt zur „Society of Women Musicians“, die die Gleichberechtigung von Musikerinnen im öffentlichen Konzertleben anstrebte.

    Im Interview mit Robert Sherman anlässlich ihres 90. Geburtstages sagte Rebecca Clarke, sie habe 1925 mit dem Komponieren aufgehört, es fiele ihr jedoch schwer, die Gründe auszumachen: „Why did I stop writing altogether? Well that’s the $64,000 question, isn’t it? I don’t know. It was a lot of personal considerations, and I just stopped. I did do a few things after that but not much; I just dried up.“ („Warum habe ich gänzlich mit dem Komponieren aufgehört? Das ist die 64 000-Dollar-Frage, oder? Ich weiß es nicht. Persönliche Erwägungen spielten eine Rolle, und ich hörte einfach auf. Ich machte danach noch ein paar Sachen, aber nicht viel. Ich trocknete einfach aus.“ vgl. Sherman 2004b, S. 176) Stephen Banfield und Liane Curtis vermuten, dass die 1927 beginnende Affäre mit dem verheirateten Bariton John Goss „ihre Energien zum Komponieren aufzehrte“ („sapped her energy for composition“) (Banfield 1994/95, S. 120, und Curtis 2001b, S. 95)


    USA


    1939 siedelte Rebecca Clarke endgültig in die USA über, wo sie zunächst wieder begann, verstärkt zu komponieren. Ab Herbst 1940 gestaltete sie zudem einmal wöchentlich bei „WQXR radio“ in New York eine Radiosendung über Kammermusik (Kohnen 1999, S. 83). Wegen finanzieller Schwierigkeiten und um von ihren Brüdern unabhängig zu sein, bei deren Familien sie die vergangenen Jahre gelebt hatte, nahm sie 1942 eine Stelle als Kindermädchen an. Im selben Jahr wurde „Prelude, Allegro and Pastorale“ für Viola und Klarinette im Rahmen des Festivals der „International Society of Contemporary Music“ in Berkeley (Kalifornien) uraufgeführt. Clarke hatte das Werk ursprünglich für ihren Bruder, einen sehr guten Amateurklarinettisten, geschrieben.

    Am 23. September 1944 heiratete Rebecca Clarke den Pianisten und Komponisten James Friskin, den sie bereits seit ihrer gemeinsamen Studienzeit am „Royal College of Music“ kannte und der inzwischen an der „Juilliard School“ in New York unterrichtete. In den ersten Jahren ihrer Ehe konzertierten sie als Kammermusikduo. An Arthritis erkrankt musste Rebecca Clarke ihre Tätigkeit als Bratschistin Ende der 1940er Jahre endgültig beenden und das Komponieren einschränken. Zwischen 1946 und 1956 machte Rebecca Clarke regelmäßig Konzerteinführungen und hielt Vorträge über Kammermusik, u.a. am „Chautauqua Institute“ und im „WQXR radio“ in New York City (Curtis 2004, S. 227). In Erinnerung an ihre langjährige Kammermusikpartnerin und Freundin, die Cellistin May Mukle , stiftete Rebecca Clarke nach deren Tod 1963 mit dem Verkauf ihrer Stradivari-Geige den „ May Mukle Prize“. Er sollte jungen Cellisten und Cellistinnen an der „Royal Academy of Music“ in London den Beginn einer Konzertkarriere erleichtern.

    Am 13. Oktober 1979 starb Rebecca Clarke im Alter von 93 Jahren in New York City.

    Würdigung

    Persönlichkeit


    Rebbeca Clarke war äußerst selbstkritisch, insbesondere in Bezug auf ihr kompositorisches Schaffen. So führte sie im Interview mit Nancy Uscher als Grund dafür, dass sie wenige ihrer Werke publizierte, an, sie empfände die Unabänderlichkeit gedruckter Musik als sehr unangenehm (Clarke in Uscher 2004, S. 196f.). Wenn sie in Interviews von ihren Musikerkolleginnen und -kollegen erzählte, stellte sie sich selbst immer in deren Schatten. Die Feststellung, sie sei eine gute Kammermusikerin gewesen, leitete Rebecca Clarke bescheiden und ihre eigene Leistung relativierend ein mit der Bemerkung, sie habe großes Glück gehabt und sei eine passable Bratschistin (vgl. Uscher 2004, S. 187f. und S. 191). In der Konsequenz betrieb sie auch keine Werbung in eigener Sache für ihre Kompositionen, was ihrem Erfolg als Komponistin nicht zuträglich war, und ließ sich von negativer Kritik leicht entmutigen. Von der Prägung durch einen patriarchalischen, autoritären Vater und das viktorianische Bild der bescheidenen Frau mit beschränktem Aufgabenbereich konnte sich Clarke nie völlig lösen. So sympathisierte sie zwar mit der Frauenbewegung, scheute aber vor der militanten Sprengung bestehender Grenzen zurück und war auf gesellschaftliche Integration, ja Konformität bedacht (Curtis 2001b, S. 86-87).

    Ihre Erinnerungen an Bekannte und Freunde und ihre Berichte über Kolleginnen und Kollegen zeigen Rebecca Clarke als wachen, aufmerksamen, warmherzigen und ausgesprochen sensiblen Menschen.


    Komponieren


    Rebecca Clarke beschrieb das Komponieren und die persönlichen Voraussetzungen dafür im Interview mit Robert Sherman:

    „There’s nothing in the world more thrilling, or practically nothing. But you can’t do it unless – at least I can’t; maybe that’s where a woman’s different – I can’t do it unless it’s the first thing I think of every morning when I wake and the last thing I think of every night before I go to sleep. And I have it on my mind all the time. And if one allows too many other things to take over, one is liable not to be able to do it. That’s been my experience. […] And I always feel that each thing I do […] is going to be the last thing I’m going to be capable of doing. It always seems sort of a little bit accidental.“ („Es gibt auf der Welt nichts Aufregenderes – oder fast nichts. Aber man kann es nicht machen – ich kann es zumindest nicht; es kann sein, dass in diesem Punkt Frauen anders sind – Ich kann nicht komponieren, wenn es nicht mein erster Gedanke ist beim Aufwachen und mein letzter Gedanke am Abend, bevor ich einschlafe – ich muss es fortwährend im Sinn haben, und wenn man zu vielen anderen Dingen Raum lässt, wird man wahrscheinlich nicht in der Lage sein, es zu tun. Das ist meine Erfahrung. […] Und bei allem, was ich tue, habe ich immer das Gefühl, dass es das letzte Mal ist, dass ich dazu fähig bin. Es kommt mir immer ein wenig zufällig vor.“ Vgl. Sherman 2004b, S. 176f.)

    Ungeteilte Aufmerksamkeit und Konzentration auf das Komponieren waren für Rebecca Clarke die Grundvoraussetzung für dessen Gelingen. Wie sie selbst sagte, hielt sie es für möglich, dass nur Frauen diese Abwesenheit jeglicher Ablenkung brauchen. Rebecca Clarke hatte offensichtlich die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch recht weit verbreitete Ansicht, dass Frauen eigentlich nicht komponieren können oder es zumindest nicht schicklich für sie ist, verinnerlicht (siehe auch oben unter „Persönlichkeit“). Das Argument, dass sich Komponieren für eine Frau nicht ziemt, erwähnte Rebecca Clarke in ihrem Essay „The Woman Composer–Then and Now“ (ca. 1948, S. 1 des Typoskripts). Eigentlich wäre sie selbst als Komponistin ein Gegenbeweis für diese Ansicht gewesen. Sie ließ dies aber nicht uneingeschränkt gelten, sondern knüpfte eine Bedingung daran: Frauen können eigentlich nicht komponieren, aber wenn sie es dennoch versuchen, gelingt es ihnen nur bei voller Konzentration darauf.


    Kompositorisches Schaffen


    Rebecca Clarke begann das Komponieren als Jugendliche mit der Vertonung von Gedichten, größtenteils von Richard Dehmel. Während des Studiums schrieb sie weitere Lieder, aber auch Chormusik und erste kammermusikalische Werke. Mit ihrer dreisätzigen Sonate für Violine und Klavier (1908/09) gewann sie ein Stipendium. Die Werke ihrer Studienzeit spiegeln ihre Auseinandersetzung mit Spätromantik und Impressionismus wieder. Auf der Ebene der Harmonik geschah dies in einer Kombination aus Dur-Moll- und modaler Tonalität.

    Zwischen 1913 und 1925 komponierte sie hauptsächlich kurze kammermusikalische Werke für den eigenen Konzertbedarf und den ihrer Kolleginnen, in denen sie mit harmonischen und klanglichen Raffinessen wie pentatonischen Elementen, Pizzicato der linken Hand u.ä. spielt. In diese Jahre fallen auch ihre drei bekanntesten und umfangreichsten Werke: die Sonate für Viola und Klavier (1919), das Trio für Violine, Violoncello und Klavier (1921) und die „Rhapsody“ für Violoncello und Klavier (1923). Alle wurden für das „Berkshire Festival of Chamber Music“ geschrieben und tragen stark expressionistische Züge. Die Violasonate ist formal an César Francks „forme cyclique“ angelehnt und verwebt die drei Sätze thematisch miteinander.

    Nach ihrer Schaffenspause zwischen 1925 und 1939 komponierte Rebecca Clarke bis 1942 zehn Werke von großer Stilvielfalt, wiederum Lieder, Chorwerke und Kammermusik. „[…] particularly striking is the ,Prelude, Allegro, and Pastorale’. Here the lyrical breadth and rich, developmental thematic treatment of her earlier music is replaced by a tautness, contrapuntal agility, crisp melodic style, and an energetic use of asymmetrical rhythms that suggests comparison with the neo-classical Stravinsky.“ („Bemerkenswert ist vor allem das‚Prelude, Allegro und Pastorale‘ für Viola und Klarinette. Hier fehlen die lyrische Breite und reiche thematisch-motivische Arbeit, die ihre Kompositionen bis dahin charakterisieren. Stattdessen findet man straffe Konturen, kontrapunktische Agilität, melodischen Biss und energiegeladene asymmetrische Rhythmen, die den Vergleich mit dem neo-klassizistischen Strawinsky nahe legen.“ Curtis 1996, S. 20)

    Aufgrund ihrer Beschäftigung mit englischer Folklore und deren Bearbeitung und Integration in ihre Musiksprache ist Rebecca Clarke auch den Ausläufern der „English Musical Renaissance“ zuzurechnen.

    Rebecca Clarkes musikalische Sprache ist in der (Spät-)Romantik verwurzelt. Auf dieser Basis griff sie viele Strömungen der Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf: Ihr Ringen mit und um die Tonalität schließt die Integration modaler, pentatonischer und chromatischer Skalen sowie die Beschäftigung mit asiatischer Musik ein. Rhythmisch, metrisch und formal erweiterte sie die traditionellen Muster und erreichte mit all dem ein Höchstmaß an Ausdruckskraft.


    Musikpädagogisches und -schriftstellerisches Schaffen


    Rebecca Clarke unterrichtete privat sowohl ihre Instrumente Violine und Viola als auch Musiktheorie und Komposition (Curtis 2001b, S. 100). Sie schrieb für das Radio und veröffentlichte in verschiedenen Lexika Artikel über Kammermusik.

    Rezeption

    Zeitgenössische Rezeption


    In zeitgenössischen Reaktionen auf Rebecca Clarkes Kompositionen treten häufig aus dem 19. Jahrhundert überkommene Vorstellungen zu Tage wie die, dass Frauen nicht in der Lage seien, kraftvoll, ausdrucksstark und expressionistisch zu komponieren. So hielten 1919 einige der Jurymitglieder Maurice Ravel für den Komponisten von Rebecca Clarkes anonym eingereichter „Viola Sonata“. Der „Daily Telegraph“ wiederum hielt den Namen Rebecca Clarke für ein Pseudonym Ernest Blochs (Curtis 2001, S. 920). Die Mutmaßungen, wer sich hinter dem Namen „Rebecca Clarke“ verbarg, sorgten andererseits für großes öffentliches Aufsehen, im Zuge dessen aber größenteils nicht deutlich wurde, dass es sich tatsächlich um Kompositionen einer Frau handelte. Entsprechend hatte bereits 1918 ihre unter dem Pseudonym „Anthony Trent“ uraufgeführte Komposition „Morpheus“ deutlich mehr Aufmerksamkeit erregt als ihre anderen Werke. Die Reaktionen auf die Violasonate (1919) und das Klaviertrio (1921) waren positiv bis euphorisch, die „Rhapsody“ (1923) jedoch fiel bei der Kritik durch. Richard Aldrichs moniert in der „New York Times“ insbesondere ein Übermaß an Länge und Schwermut (vgl. Curtis 2001b, S. 89).


    Gerade einmal für zwei Lieder und acht kammermusikalische Werke sind Uraufführungen zu Rebecca Clarkes Lebzeiten bekannt. Vermutlich ist die Zahl etwas größer, da Rebecca Clarke viele ihrer Werke für den eigenen Konzertgebrauch schrieb.

    Die wenigen verlegten Kompositionen (größtenteils Lieder) waren ab den 1960er Jahren vergriffen, so dass Rebecca Clarkes kompositorisches Schaffen bis Mitte der 1970er Jahre fast gänzlich vergessen war. 1976 begann ein zwar kurzes, im englischen Sprachraum jedoch intensives „Revival“ der Werke Rebecca Clarkes. Maßgeblichen Beitrag an der Wiederentdeckung Rebecca Clarkes als Komponistin hatten vier Interviews mit ihr: 1976 wurde sie zweimal von Robert Sherman von „WQXR radio“ interviewt, zunächst anlässlich des Geburtstages von Dame Myra Hess (1890-1965), die Rebecca Clarke bereits seit ihrem Studium an der Royal Academy of Music kannte. Erst während dieses Interviews erfuhr Sherman, dass Clarke auch Komponistin war, und ließ daraufhin ein zweites Interview zu Rebecca Clarkes 90. Geburtstag folgen, bei dem sie selbst im Mittelpunkt stand. 1978 folgten Interviews mit Nancy Uscher und Ellen D. Lerner. Sherman schrieb später: „What I had not expected, nor could hardly even have hoped for, is that my little radio party would spark a major Rebecca Clarke revival. … By the time of her death at age ninety-three, Clarke had the satisfaction of knowing to a surety that her stuff was not ‚old hat‘ after all.“ („Ich hatte weder erwartet noch konnte ich überhaupt darauf hoffen, dass meine kleine Radioparty ein großes Rebecca-Clarke-Revival entzünden würde. … Als Clarke im Alter von 93 Jahren starb, hatte sie die Genugtuung, mit Sicherheit zu wissen, dass ihre Sachen also doch kein ‚alter Hut‘ waren.“ zit. n. Curtis 2004, S. 158)


    Rezeption nach ihrem Tod


    Rebecca Clarke selbst traf weder vor ihrem Tod noch in ihrem Testament Vorkehrungen, um ihre Musik für die Nachwelt zu bewahren. Dennoch wurden einige ihrer kammermusikalischen Werke kurz nach ihrem Tod und in den 1990er Jahren eingespielt und teilweise gedruckt. So liegt die Sonate für Viola und Klavier (1919) in über 20 Aufnahmen vor. Seit der Jahrtausendwende entstanden auch Aufnahmen ihrer Vokalmusik, die aber nach wie vor größtenteils nicht verlegt ist. Hier trägt bereits die Arbeit der im Jahr 2000 gegründeten Rebecca Clarke Society Früchte, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Informationen zu Leben und Werk Rebecca Clarkes zugänglich zu machen und ihre Musik zum Klingen zu bringen.

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    1. Chormusik


    Now fie on love, TTBarB, T.: anonym, evtl. 1906, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Music, when soft voices die, SATB, T.: Percy ysshe Shelley, 1907, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    A Lover's Dirge (Come Away Death), SATB, T.: William Shakespeare „Twelfth Night“, evtl. 1908, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    When Cats run home and light is come (The Owl), SATB, T.: Alfred Lord Tennyson, evtl. 1909, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    My Spirit like a charmed bark doth float, SATB, T.: basierend auf Percy Bysshe Shelley, evtl. 1911-1912, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Come, oh come, my life's delight, SATB, arr. für Stimme und Klavier 1924, T.: Thomas Campion, evtl. 1911-1912, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Weep you no more sad fountains, SATB, T.: John Dowland, evtl. 1911-1912, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Philomela, SATB, T.: Sir Philipp Sidney, evtl. 1914, UA: 2003, New York: Oxford University Press, 2003.


    He that dwelleth in the secret place (Psalm 91), SATB Chor, SATB Solisten, Chor häufig geteilt, T.: Bibel, 1921, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    There is no rose of such virtue, Solo Bariton, ATBarB, T.: basierend auf einem englischen Weihnachtslied des 15. Jh., 1928, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Ave Maria, SSA, T.: traditionell, basierend auf Lukas 1,28, 1937, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1998.


    Chorus from Hellas, SSSAA, T.: Percy Bysshe Shelley, evtl. 1943, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1999.



    2. Lieder

    (für Stimme und Klavier, wenn nicht anders angegeben)


    Wandrers Nachtlied, T.: Johann Wolfgang Goethe, evtl. 1903, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Chanson, T.: Maurice Maeterlinck, evtl. 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Ah, for the red spring rose, T.: unbekannt, 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Shiv and the Grasshopper, T.: Rudyard Kipling (aus dem „Dschungelbuch“), 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Aufblick, T.: Richard Dehmel, 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Klage, T.: Richard Dehmel, evtl. 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Stimme im Dunkeln, T.: Richard Dehmel, evtl. 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    O Welt, T.: unbekannt, evtl. 1904, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Oh, dreaming world, T.: unbekannt, evtl. 1905, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Du, T.: Richard Schaukal, 1905, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    The moving finger writes, T.: Khayyám, aus dem „Rubaiyát“, übers. v. Edward Fitzgerald, evtl. 1905, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Wiegenlied, für Stimme, Violine und Klavier, T.: Detlev von Liliencron, evtl. 1905, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Nach einem Regen, T.: Richard Dehmel, evtl. 1906, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Durch die Nacht, T.: Richard Dehmel, 1906, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Vergissmeinnicht, T.: Richard Dehmel, April 1907, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Nacht für Nacht, für 2 Stimmen und Klavier, T.: Richard Dehmel, August 1907, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Magna est veritas, T.: Coventry Patmore, 1907, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Spirits, für 2 hohe Stimmen und Klavier, T.: Robert Seymour Bridges, evtl. 1909, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    The color of life, T.: Old Chinese Words, evtl. 1910, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Return of spring, T.: Old Chinese Words, evtl. 1910, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Tears, T.: Chinese words, Wang Seng-ju, übers. von L. Cranmer-Byng in „A Lute of Jade“ (1911), evtl. 1910, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    The folly of being comforted, T.: William Butler Yeats, evtl. 1911, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Shy one, T.: William Butler Yeats, To Gervase Elwes, evtl. 1912, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1920, Boosey & Hawkes, 1994.


    The Cloths of Heaven, T.: William Butler Yeats, To Gervase Elwes, evtl. 1912, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, Boosey & Hawkes, 1920/1995.


    Weep you no more sad fountains, T.: John Dowland, To Dora, evtl. 1912, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Away delights, für 2 Stimmen und Klavier, T.: John Fletcher, To Dora, evtl. 1912-13, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Hymn to Pan, für Tenor, Bariton und Klavier, T.: John Fletcher, To Dora, evtl. 1912-13, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Infant joy, T.: William Blake, evtl. 1913, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1924, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Down by the salley gardens, T.: William Butler Yeats, 1. Februar 1919, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1924, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Psalm 63, A Psalm of David when he was in the wilderness of Judah, T.: Bibel, Dezember 1920, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    The seal man, T.: John Masefield, 24. Januar 1922, UA: 23. Oktober 1925, London: Winthrop Rogers, 1926, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Three Old English Songs arr. für Stimme und Violine: 1. It was a lover and his lass (Morely), T.: William Shakespeare, 2. Phyllis on the new mown hay, 3. The tailor and his mouse, Januar 1924, UA: 26. Mai 1924, London: Winthrop Rogers, 1925, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    June twilight, T.: John Masefield, To John Goss, Januar 1925, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1926, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Come, O come, my life's delight, T.: Thomas Campion, Januar 1926, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    A dream, T.: William Butler Yeats, 1926, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1928, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Sleep, für Tenor, Bariton und Klavier, T.: John Fletcher, To David Brynley and Norman Notley, 1926, UA: im Haus von Julian Huxley, unveröffentlicht.


    Sleep [version II], für Tenor, Bariton und Klavier, T.: John Fletcher, To David Brynley and Norman Notley, evtl. 1926, UA: im Haus von Julian Huxley, unveröffentlicht.


    Take, O Take Those Lips Away, T.: John Fletcher, To David Brynley and Norman Notley, evtl. 1926, UA: im Haus von Julian Huxley, unveröffentlicht.


    Three Irish Country Songs, arr. für Stimme und Violine: 1. I know my love, 2. I know where I'm goin, 3. As I was goin to Ballynure, T.: Aus der Edition von Herbert Hughes, April 1926, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1928, reprinted 2002.


    The cherry-blossom wand, T.: A. Wickham, To Anne Thursfield, 1927, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1929, reprinted 2002.


    Eight o'clock, T.: A. E. Housman, To Lawrence Strauss, 1927, UA: London 23. November 1927, London, London: Winthrop Rogers, 1928, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Greeting, T.: Edward Young, evtl. 1928, UA: unbekannt, London: Winthrop Rogers, 1928, London: Boosey & Hawkes, 1994.


    Cradle song, T.: William Blake, 6. März 1929, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1929, reprinted 2002.


    The aspidistra, T.: C. Flight, 1929, UA: unbekannt, London: Chester, 1930, New York: Oxford University Press, 2002.


    Tiger, tiger, T.: William Blake, 1929-33, überarb. 1972, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Lethe, T.: St. Vincent Millay, 1941. UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Daybreak, für hohe Stimme und Streichquartett, T.: John Donne, evtl. frühe 1940er Jahre, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    The donkey, T.: Gilbert Keith Chesterton, To Povla Frijsch, November 1942, UA: unbekannt, 1984, Faksimile in: British Music Society Journal, Vol. VI, New York: Oxford University Press, 2002.


    Binnorie, T.: traditionelle Ballade, auch bekannt als „The twa sisters“ und „The cruel sister“, evtl. 1940er Jahre, UA: Boston 27. Oktober 2001, New York: Oxford University Press, 2002.


    God made a tree, T.: K. Kendall, 1954, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Down by the Salley Gardens, für Stimme und Violine, T.: William Butler Yeats, For Helen Boatwright, 1950er Jahre, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Up-Hill, T.: Christina Rossetti, Entstehungszeit unbekannt, UA: unbekannt, unveröffentlicht.



    B. Instrumentalmusik


    3. Kammermusik


    Prelude, für 2 Violinen und Klavier, 1907/08, UA: London 24. März 2003, unveröffentlicht.


    Danse Bizarre, für 2 Violinen und Klavier, 1907/08, UA London 24. März 2003, unveröffentlicht.


    Nocturne, für 2 Violinen und Klavier, 1907/08, UA: London 24. März 2003, unveröffentlicht.


    Finale, für 2 Violinen und Klavier, 1907/08, unvollständig, evtl. Teil eines mehrsätzigen Werkes mit den Sätzen „Prelude“, „Danse Bizarre“, „Nocturne“ und „Finale“.


    Sonata (einsätzig), für Violine und Klavier, 1907/09, UA: 21. September 2000, unveröffentlicht.


    Sonata (dreisätzig), für Violine und Klavier, 1908/09, UA: 21. September2000, unveröffentlicht.


    Lullaby, für Viola und Klavier, 1909, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Lullaby (on an ancient Irish tune), für Viola und Klavier, 1913, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Lullaby, für Viola und Klavier, 1918, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Lullaby and Grotesque, für Viola (oder Violine) und Violoncello, evtl. 1916, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 1930, reprinted 2002.


    Untitled movement, für Viola und Klavier, 1917/18, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.


    Morpheus, für Viola und Klavier, 1917, UA: New York, Aeolian Hall, 13. Februar 1918, uraufgeführt unter dem Pseudonym Anthony Trent, New York: Oxford University Press, 2001


    Sonata, für Viola (oder Violoncello) und Klavier, 3. Juli 1919, UA: Berkshire Festival of Chamber Music September 1919, London: Chester, 1921, reprinted New York: DaCapo, 1986, Mount Airy, PA: Hildegard Publishing Company, 1999.


    Chinese Puzzle, für Violine und Klavier, 1921, UA: 1921, New York: Oxford University Press, 1925, Arrangement für Viola, New York: Oxford University Press, 2002, Original reprinted 2005.


    Epilogue, für Violoncello und Klavier, To Guilhermina Suggia, evtl. 1921, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2003.


    Trio für Violine, Violoncello und Klavier, 1921, UA: New York City, Februar 1922, London: Winthrop Rogers, 1928, reprinted New York: DaCapo 1981, London: Boosey and Hawkes, 1994.


    Rhapsody für Violoncello und Klavier, 29. August 1923, UA: Berkshire Music Festival September 1923, unveröffentlicht.


    Comodo et amabile, für Streichquartett, 1924, UA: Brandeis University 25. September 1999, New York: Oxford University Press, 2004. Gemeinsam mit „Poem“ als „Two movements for string quartet“ veröffentlicht.


    Midsummer Moon, für Violine und Klavier, To Adila Fachiri, April 1924, UA: London 12. Mai 1924, New York: Oxford University Press, 1926, reprinted 2005.


    Chinese Puzzle, für Flöte, Violine, Viola und Violoncello, 1925, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Poem, für Streichquartett, 1926, UA: Music Library Association Berkeley ca. 1994, New York: Oxford University Press, 2004. Gemeinsam mit „Comodo et amabile“ als „Two movements for string quartet“ veröffentlicht.


    Untitled, 2 pieces for two instruments, evtl. 1940, UA: unbekannt, unveröffentlicht.


    Dumka, für Violine, Viola und Klavier, evtl. 1941, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2004.


    Prelude, Allegro, and Pastorale, für Viola und B-Klarinette, for Hans and Fietzchen, 1941, UA: International Society of Contemporary Music Festival Berkeley, ca. August 1942, New York: Oxford University Press, 2000.


    Passacaglia (on an Old English Tune, attributed to Tallis), für Viola (oder Violoncello) und Klavier, to BB, evtl. 1941, UA: Datum unbekannt, New York City, New York und London: G. Schirmer und Chappell 1943, Mount Airy, PA: Hildegard Publishing Company, 2001.


    Combined Carols, für Streichquartett oder Streichorchester, 1941, UA: in WQXR Radio in den 1940er Jahren, unveröffentlicht.


    I'll bid my heart be still (Old Scottish border melody), für Viola und Klavier, 1944, UA: unbekannt, New York: Oxford University Press, 2002.



    4. Klaviermusik


    Theme and Variations, für Klavier, 1907/08, UA: London: 24. März 2003, unveröffentlicht.


    Cortège, für Klavier, To William Busch, evtl. 1930, rev. in den 1970er Jahren, UA: unbekannt, unveröffentlicht.

    mehr zu Werkverzeichnis weniger zu Werkverzeichnis

    Eine Werkliste findet sich auch unter http://www.rebeccaclarke.org/worksi.html.


    Ein Großteil der Manuskripte liegt im „Clarke Estate“, das zur Zeit von Christopher Johnson, P.O. Box 343, New York, NY 10156, und Oxford University Press, New York geleitet wird.


    Weitere Manuskripte befinden sich in der Britten-Pears Library in Aldeburgh (Großbritannien), der Music Division der Library of Congress (Washington, DC), der Music Library der University of California at Berkeley (USA) und der Sibley Music Library der Eastman School of Music an der University of Rochester (NY).


    Die verlegten Werke erschienen bei: Chester, Oxford University Press, Winthrop Rogers, Boosey & Hawkes.

    Repertoire

    Rebecca Clarke trat vor allem als Kammermusikerin auf und spielte in verschiedenen Streicherformationen sowie mit Klavierpartner(innen) klassische, romantische und spätromantische Werke (u. a. von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms), Kompositionen englischer Komponisten (z. B. Hubert Parry, Frank Bridge, William Walton, Percy Grainger, Cyril Scott, Benjamin Britten, Ralph Vaughan Williams, James Friskin) und zeitgenössische Musik (u. a. von Ernest Bloch und Maurice Ravel), aber auch Werke der Barockzeit (Johann Sebastian Bach, Jean-Baptiste Lully) sowie ihre eigenen Kompositionen.

    mehr zu Repertoire weniger zu Repertoire

    Bekannte Einspielungen mit Rebecca Clarke als Bratschistin:


    W.A. Mozart, Trio für Klarinette, Bratsche und Klavier, KV 494 („Kegelstatt-Trio“) mit Kathleen Long (Klavier) und Frederick Thurston (Klarinette), London ca. 1930. Menuett wiederveröffentlicht auf „The Recorded Viola“, CD set, Pearl GEMM CDs 9148, 1995.


    Frank Bridge, Sextett, gespielt beim Gedenkkonzert für den Komponisten im „Coolidge Auditorium“, Washington D.C., am 11. März 1941. Band in der Library of Congress, Washington.

    Quellen

    Schriften von Rebecca Clarke


    (Die unveröffentlichten Schriften Rebecca Clarkes befinden sich im „Clarke Estate“, das zur Zeit von Christopher Johnson, P.O. Box 343, New York, NY 10156 und Oxford University Press, New York geleitet wird. Der Briefwechsel zwischen Rebecca Clarke und Elizabeth Sprague Coolidge liegt als Teil der Coolidge Collection in der Library of Congress in Washington.)


    Tagebücher. 1919-1933, unveröffentlicht.


    „The History of the Viola in Quartet Writing“. In: Music and Letters. Jg. 4. 1923. S. 6-17.


    „The Beethoven Quartets as a Player Sees Them“. In: Music and Letters. Jg. 8. 1927. S. 178-190.


    „Bloch, Ernest“. In: Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music I. W. W. Cobbett (Hg.). London: Oxford University Press, 1929. 2. Aufl., 1963. S. 129-134.


    „Viola“. In: Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music II. W. W. Cobbett (Hg.). London: Oxford University Press, 1929. S. 536-538.


    „La Semaine Anglaise at the Paris Colonial Exhibition“. In: The British Music Society Bulletin. New Series 1. Herbst 1931. S. 7-11.


    Briefwechsel zwischen Rebecca Clarke und James Friskin. 1944, unveröffentlicht.


    „The Woman Composer–Then and Now“, ca. 1948. Facsimile des Typoskripts veröffentlicht in „Morpheus: For viola and piano/Rebecca Clarke”. New York: Oxford University Press, 2002.


    „Haydn String Quartet in D minor, Op. 76, No. 2“.Vortrag, evtl. für das „Chautauqua Institute“ geschrieben, unveröffentlicht.


    „Schubert and His Quartets“. Vortrag, evtl. für das „Chautauqua Institute“ geschrieben, unveröffentlicht.


    „Mozart and His Quartets“. Vortrag, evtl. für das „Chautauqua Institute“ geschrieben, unveröffentlicht.


    „Fiddling with the Stars“. Vortrag, gehalten am „Chautauqua Institute“ am 13. Juli 1956, unveröffentlicht.


    „RVW: A Remembrance“. Manuskript, für den Rundfunk geschrieben 1958, unveröffentlicht (Kopien in der British Library, London, und im Clarke Estate, New York).


    I Had a Father, Too; or, ‚The Mustard Spoon‘ 1969-1973, unveröffentlicht (Memoiren zu Rebecca Clarkes Kindheit und Jugend bis 1910).



    Sekundärliteratur


    Banfield, Stephen. „’Too much of Albion?’ Mrs. Coolidge and her British connections“. In: American Music, USA. Jg. IV. H. 1. Spring 1986. S. 59-88.


    Banfield, Stephen. „Clarke [Friskin], Rebecca (Thacher)“. In: The Norton/Grove Dictionary of Women Composers (in Großbritannien unter dem Titel „The New Grove Dictionary of Women Composers”). London: Macmillan, 1994, New York: Norton, 1995. S. 119-120.


    Barr, Cyrilla. Elizabeth Sprague Coolidge: American Patron of Music. New York: Schirmer, 1998.


    Barr, Cyrilla. „Rebecca Clarke's One Brief Whiff of Fame“. In: Rebecca Clarke: Essays on a Life in Music. Liane Curtis (Hg.). Waltham, MA: The Rebecca Clarke Society, Inc., 2005.


    Barr, Cyrilla. „A Style of Her Own: The Patronage of Elizabeth Sprague Coolidge“. In: Cultivating Music in America: Women Patrons and Activists since 1860. Ralph P. Locke und Cyrilla Barr (Hg.). Berkeley and Los Angeles: University of California Press, 1997. S. 185-203.


    Baylock, Maria. „Rebecca Clarke and the English Ensemble“. In: Rebecca Clarke: Essays on a Life in Music. Liane Curtis (Hg.). Waltham, MA: The Rebecca Clarke Society, Inc., 2005.


    Baylock, Maria. Women Musicians in Early Twentieth-Century London: The String Players in the English Ensemble. M.A. Thesis, Southern Methodist University, 1998.


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    Callus, Helen. „Forgotten Masterpiece: Rebecca Clarke's viola music speaks for all times“. In: Strings. April 2003. (Issue 109). (Enthält eine Edition von Clarkes „I'll Bid my Heart Be Still“ für Viola und Klavier).


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    Curtis, Liane. „A Newly Discovered Song by Rebecca Clarke“. In: Rebecca Clarke: Essays on a Life in Music. Liane Curtis (Hg.). Waltham, MA: The Rebecca Clarke Society, Inc., 2005.


    Curtis, Liane. Notes for Compact Disc „The Cloths of Heaven: Songs and Music for Violin by Rebecca Clarke“. Guild Music Ltd., GMCD 7208, wiederaufgelegt 2000 (ursprünglich im Gamut Label, 1992). Patricia Wright, Sopran; Jonathan Rees, Violine; Kathron Sturrock, Klavier.


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    Curtis, Liane. „Review of: Rebecca Clarke, ‚Ave Maria’ for Upper Voices (SSA) Unaccompanied (Oxford Church Music for Upper Voices); Chorus from Shelley's „Hellas“ for Five-Part Women's Chorus (SSSAA) Unaccompanied (Oxford Choral Music); ‚Morpheus’ for Viola and Piano, [ed. Christopher Johnson] (Oxford Music for Viola); ‚Prelude, Allegro, and Pastorale’ for B[flat] Clarinet and Viola, [ed. Christopher Johnson] (Oxford Chamber Music); ‚Songs with Violin’, [ed. Christopher Johnson] (Oxford Vocal Music); ‚Songs with Piano’, [ed. Christopher Johnson] (Oxford Vocal Music).“ In: Notes: Quarterly Journal of the Music Library Association. Jg. 60. H. 1. September 2003, S. 278-285. (Verfügbar auf JSTOR http://www.jstor.org/. und http://muse.jhu.edu/journals/)


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    Kielian-Gilbert, Marianne. „On Rebecca Clarke's Sonata for Viola and Piano: Feminine Spaces and Metaphors of Reading“. In: Audible Traces: Gender, Identity, and Music. Elaine Barkin und Lydia Hamessley (Hg.), Zurich: Carciofoli Press, 1998. S. 71-114.


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    Reich, Nancy. „Rebecca Clarke: An Uncommon Woman“. In: A Rebecca Clarke Reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 10-18.


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    Squire, W. H. „Rebecca Clarke see Rhythm as Next Field of Development“. In: Christian Science Monitor. Jg. 12. Dezember 1922. S. 18.


    Sherman, Robert. „Rebecca Clarke Remembers Myra Hess“. (Transkription des Interviews vom 25. Februar 1976 auf WQXR Radio) In: A Rebecca Clarke Reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 162-169.


    Sherman, Robert. „Robert Sherman Interviews Rebecca Clarke about Herself“. (Transkription des Interviews vom 30. August 1976 auf WQXR Radio) In: A Rebecca Clarke Reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 170-181. (Sherman 2004b)


    Stanfield, M[illicent] B.: „Rebecca Clarke: violist and composer“. In: The Strad. Jg. 77. 1966. S. 297-299.


    Stein, Deborah. „Dare Seize the Fire: An Introduction to the Songs of Rebecca Clarke“. In: A Rebecca Clarke Reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 43-78.


    Uscher, Nancy. „Violist to Violist: Nancy Uscher’s Interview with Rebecca Clarke Friskin, April 11, 1978“. In: A Rebecca Clarke Reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 182-202.


    Woodward, Ann M. „Introduction.“ In: Rebecca Clarke: Sonata for viola (or cello) and piano. New York: Da Capo Press, 1986. S. v-vi. (Reprint der Publikation von 1921).



    Diskografie


    Curtis, Liane. „Rebecca Clarke (1886-1979)“. In: Annäherung XII: an sieben Komponistinnen. Portraits und Werkverzeichnisse. Clara Mayer (Hg.). Kassel: Furore-Verlag, 2001. S. 104-106.


    Curtis, Liane (Hg.). A Rebecca Clarke reader. Bloomington: Indiana University Press, 2004. S. 227‑228 und 231‑234.


    Kohnen, Daniela. Rebecca Clarke. Komponistin und Bratschistin. Biographie. (= Deutsche Hochschulschriften 1157). Egelsbach, Frankfurt a. M., München, New York: Hänsel-Hohenhausen, 1999. S. 117‑121.



    Rundfunkbeiträge


    Hall, Marnie (Hg.). An Historical Sampling of Women Composers and Their Music, Middle Ages to the Present. Kassetten, 2 vols. New York: Leonarda Productions, 1986 (enthält Ausschnitte aus Shermans Interview vom 30. August 1976).


    http://www.bbc.co.uk/radio4/womanshour/2004_41_wed_05.shtml: BBC Women's Hour Feature BBC Broadcast on Clarke; enthält ein Interview von 1976 mit Clarke, sowie ein Gespräch mit ihrer Nichte.


    http://www.rebeccaclarke.org/note.html: „A Note To You“ Radio Broadcast on Rebecca Clarke, mit Virginia Eskin und Liane Curtis.


    http://www.rebeccaclarke.org/audio/test.html: BBC Interview von 2003 zur Erstaufnahme von Rebecca Clarkes Chormusik.



    Links


    http://www.rebeccaclarke.org


    http://www.bbc.co.uk/radio4/womanshour/2004_41_wed_05.shtml: BBC Women's Hour Feature BBC Broadcast on Clarke; enthält ein Interview von 1976 mit Clarke, sowie ein Gespräch mit ihrer Nichte.


    http://www.rebeccaclarke.org/note.html: „A Note To You“ Radio Broadcast on Rebecca Clarke, mit Virginia Eskin und Liane Curtis.


    http://www.rebeccaclarke.org/identity.pdf: Curtis, Liane. „A Case of Identity: Rescuing Rebecca Clarke“. In: The Musical Times (London). Jg. 137. Mai 1996. S. 15-21.


    http://www.rebeccaclarke.org/audio/test.html: BBC Interview von 2003 zur Erstaufnahme von Rebecca Clarkes Chormusik.


    http://saintpaulsunday.publicradio.org/featured_artists/rebeccaclarke.html


    http://de.wikipedia.org/wiki/Rebecca_Clarke

    Forschung

    Ein Großteil der Manuskripte und Schriften Rebecca Clarkes liegt im „Clarke Estate“, das zur Zeit von Christopher Johnson, P.O. Box 343, New York, NY 10156 und Oxford University Press, New York geleitet wird.

    Biografische Arbeiten zu Rebecca Clarke, die über die meist kurzen Lexikonartikel und die Monographie Daniela Kohnen hinausgehen, sind sehr spärlich. Liane Curtis bietet mit ihrem Artikel „A Case of Identity: Rescuing Rebecca Clarke“ (in: „The Musical Times”, London. Jg. 137. Mai 1996. S. 15-21. Deutsch als „Rebecca Clarke (1886-1979)“. In: Annäherung XII:an Sieben Komponistinnen. Clara Mayer (Hg.). Kassel: Furore Verlag, 2001. S. 78-106.) eine überzeugende Auseinandersetzung mit Rebecca Clarkes Selbstverständnis als Frau und Komponistin.

    Das Gros der Forschungsliteratur beschäftigt sich mit Rebecca Clarkes Werk, teilweise aus der Gender-Perspektive heraus. Bryony Jones, Carol L. Benner, Julia Katharine Bullard und Julianto Pranata widmeten ihre Dissertationen Rebecca Clarkes Musik. Artikel zu einigen ihrer Lieder und Chorwerke sowie ausgewählten Kammermusikwerken liegen von Liane Curtis, Helen Callus, Christopher Johnson, Bryony Jones, Marianne Kielian-Gilbert, Ai-Ree Loh, Calum MacDonald, Deborah Richards und Deborah Stein vor.

    Das Verhältnis zwischen der Mäzenin Elizabeth Sprague Coolidge und Rebecca Clarke beleuchten Stephen Banfield (1986) und Cyrilla Barr (1997) in ihren Artikeln.

    Die produktivste Clarke-Forscherin, Liane Curtis, hat sich zudem mit Rebecca Clarkes Rolle innerhalb der British Musical Renaissance beschäftigt und zwei hervorragende Sammelbände mit Beiträgen über und von Rebecca Clarke herausgegeben.

    Forschungsbedarf

    Nach wie vor sind zahlreiche Kompositionen Rebecca Clarkes sowie ihre Tagebücher und Memoiren unveröffentlicht und nur mit Einwilligung ihrer Erben zugänglich. Für einen noch größeren Teil ihrer Werke fehlen Einspielungen. Auch von ihren eigenen Einspielungen als Bratschistin ist nur ein Bruchteil dessen, was sie in ihren Tagebüchern erwähnt, erhältlich. Ein weiteres Forschungsdesiderat ist die Beschäftigung mit Rebecca Clarkes musikpädagogischen und -schriftstellerischen Tätigkeiten.

    Normdaten

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    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 121216586
    Library of Congress (LCCN): n82159302
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Katharina Talkner, 12. Januar 2010


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 04.03.2010


    Empfohlene Zitierweise

    Katharina Talkner, Artikel „Rebecca Clarke“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 4.3.2010.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Rebecca_Clarke