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  • Ottilie Heinke

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Ottilie Heinke
    Lebensdaten:
    geb. um in Breslau, heute Wroclaw, Polen
    gest. nach

    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin, Musikpädagogin

    Profil

    Die Komponistin und Klavierpädagogin Ottilie Heinke begann 1865, im Alter von 42 Jahren, ein privates Kompositionsstudium bei Richard Wüerst in Berlin und konnte sich anschließend als Klavierpädagogin und Komponistin etablieren. Die meisten ihrer Werke, die zwischen 1870 und 1887 in verschiedenen Berliner Verlagen erschienen, sind an Kinder gerichtet, darunter die „Kinderstücke“ (op. 2), der „Kindermaskenball“ (op. 12) oder die „Sechzehn kleinen instruktiven Stücke für Klavier“ (op. 13). Die Kompositionen Ottilie Heinkes wurden öffentlich wahrgenommen und in Fachzeitschriften rezensiert.

    Orte und Länder

    Ottilie Heinke wurde in Breslau, heute Wroclaw in Polen, geboren und lebte dort bis 1865. Anschließend kam sie nach Berlin und ließ sich dort als Klavierpädagogin und Komponistin nieder.

    Biografie

    Ottilie Heinke wurde ca. 1823 als Tochter von Ferdinand Heinke (1782-1857) und seiner Frau Charlotte, geb. Werner, in Breslau geboren; sie war die zweitjüngste Tochter von ingesamt sieben Geschwistern. Ihr Vater war ab 1823 Polizeipräsident in Breslau, ab 1832 Kurator der dortigen Universität. Von klein auf erhielt Ottilie Heinke eine fundierte musikalische Ausbildung am Klavier, wie der Vater im Januar 1833 Ottilie von Goethe, der Schwiegertochter Johann Wolfgang von Goethes, berichtete: „Sie [Ottilie Heinke] ist jetzt neun Jahr, ein unbeschreiblich gutes Kind und für ihr Alter bereits eine kleine Meisterin auf dem Flügel, und wenn der Himmel ihr Äußeres ferner gedeihen läßt wie bisher, so hoffe ich, werden Sie [...] es nicht ärgerlich finden, daß ich sie nach Ihnen benannte.“ (Ferdinand Heinke an Ottilie von Goethe am 22. Januar 1833, zit. n. Rahmeyer 2002, S. 71) Zwanzig Jahre später, am 3. Oktober 1853, schrieb Elisabeth Werner, eine Cousine Ottilie Heinkes, dem Komponisten Woldemar Bargiel, der ihr drei „Notturni“ gewidmet hatte: „Nun muß ich Ihnen noch einen Spaß erzählen, den ich vorgestern in Breslau erlebt habe [...]. Denken Sie, ich komme zu meiner Cousine Ottilie Heinke, die Sie vielleicht durch Herrn [Ludwig] Meinardus kennen, u. höre, daß sie beim Musiciren in letzter Zeit meiner gedacht hat, frage sehr erstaunt, wie so, u. erfahre, daß sie sehr hübsche Sachen von H. Bargiel spielt, denen unwürdiger Weise mein Name vorsteht. [...] Meine Cousine spielte mir das 3te Notturno, an dem sie besonderen Gefallen findet recht sehr hübsch vor, ich erinnerte mich nun sehr wohl, es von Ihnen gehört zu haben [...].“ (Brief von Elisabeth Werner an Woldemar Bargiel vom 3. Oktober 1853, zit. n. Schmiedel/Draheim 2007, S. 186; Elisabeth Werner führte ab 1858 den Berliner Haushalt Clara Schumanns und ließ sich später in Breslau nieder.) Ludwig Meinardus widmete Ottilie Heinke 1853 seine Novelle für Klavier c-Moll (op. 7).


    Wenige Jahre nach dem Tod ihres Vaters zog Ottilie Heinke 1865 gemeinsam mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern nach Berlin und ließ sich dort nieder. In den Berliner Adressbüchern ist von 1866 bis 1868 ihre Mutter als „Heinke, C., geb. Werner, vw. Geh.-Ober-reg.-Rath, Dame des Louisen-Ordens, Schönebergerstr. 32“ eingetragen, von 1870 bis 1888 lebte Ottilie Heinke mit zweien ihrer Geschwister in der Bernburgerstr. 26 („Heinke, C. H. und O. Geschw., Frls., Rent., Bernburgerstr. 26), und im Jahr 1889 waren die drei Geschwister in die Bülowstr. 104 umgezogen; ab 1890 fehlt der Eintrag zu Ottilie Heinke (vgl. Adressbücher Berlins der Jahre 1866 bis 1890). Allerdings schrieb Anna Morsch noch 1893: „Die Komponistin lebt in bescheidener Zurückgezogenheit in Berlin.“ (Morsch 1893, S. 50)


    In Berlin begann Ottilie Heinke, im Alter von 42 Jahren, ein privates Kompositionsstudium bei Richard Wüerst, der dort seit 1856 als Königlicher Musikdirektor wirkte, und wurde zeitweise auch von dem Komponisten Friedrich Kiel ausgebildet, der zu dieser Zeit den Sternschen Gesangverein leitete. Aus dem Jahr 1869 ist zudem ein Albumblatt erhalten, das ihr von Franz Ries, einem weiteren Schüler Friedrich Kiels gewidmet worden war (Staatliches Institut für Musikforschung Berlin, Doc. orig. Franz Ries 1).


    Ab 1870 verdiente Ottilie Heinke ihren Lebensunterhalt als Klavierpädagogin in Berlin (vgl. Morsch 1893, S. 50) und konnte bereits 1869 ihre ersten Kompositionen veröffentlichen. Dabei lag ein Schwerpunkt ihres Schaffens auf pädagogischen Kompositionen. Als opus 1 erschienen die „Vier Charakterstücke“ für Klavier im Berliner Musikverlag Trautwein und wurden im „Musikalischen Wochenblatt“ positiv besprochen: „Es ist nicht etwa Courtoisie, dass ich das Op. 1 einer Dame warm empfehle, sondern die volle Ueberzeugung, dass es dieser Empfehlung werth ist. Der Empfindungsgehalt wie die künstlerische Ausführung zeigen männliches Empfinden und männliche Hand, dass kein Mensch den weiblichen Ursprung errathen würde. Besonders charakteristisch sind der ‚Ungarische Marsch‘ und ‚Zigeunerisch‘, doch auch das ‚Scherzo‘ und das ‚Phantasiestück‘ fesseln in hohem Grade, und so wünsche ich den Clavierstücken, die zudem gar nicht schwer spielbar sind, die weiteste Verbreitung, damit die geistvolle Dame aufgemuntert wird auf diesem Gebiete rüstig weiter zu streben.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 14. Januar 1870, S. 37) Ein Jahr später folgten die „Kinderstücke“ für Klavier (op. 2) und „Fünf Gedichte für Alt“ (op. 3), ebenfalls bei Trautwein, und Wilhelm Tappert notierte in seinem Aufsatz über „Frauen und die musikalische Komposition“: „Ein beachtenswerthes Geschick verrathen die Charakterstücke und Tonbilder von Ottilie Heinke.“ (Tappert 1871, S. 828) Als weitere Klavierkompositionen veröffentlichte Ottilie Heinke bis 1874 „Zwei Romanzen und Capriccioso“ (o. op.), „Scherzo, Impromptu und Novelette“ (op. 6) eine Sonatine F-Dur (op. 8) sowie mehrere „Kleine Stücke für Klavier zu vier Händen“ (opp. 9 und 10), die von Bote & Bock verlegt wurden (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 2. August 1878, S. 390). Auch ihre weiteren Kompositionen wurden öffentlich wahrgenommen, wenn auch teils mit zwiespältigen Reaktionen. So schrieb z. B. ein Rezensent der „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ 1880 – im Glauben, O. Heinke sei männlich – über ihre „Kleinen Stücke für Pianoforte zur Anregung für die lernende Jugend“ (op. 14): „Durch melodischen Reiz zeichnen sich diese 17 kleinen Stücke eben nicht aus, im Gegentheil klingen sie etwas nüchtern und deshalb werden sie bei angehenden Clavierspielern, für die sie berechnet sind, vielleicht nicht den gewünschten Anklang finden. Als Uebung im Primavistaspiel aber mögen sie immerhin mit Nutzen zu verwenden sein; ein gewisser Ernst, der ihnen innewohnt, führt den Schüler wenigstens nicht auf falsche Wege. Es wäre praktisch gewesen, wenn der Verfasser sie mit Fingersatz versehen hätte.“ („Allgemeine musikalische Zeitung“ vom 22. September 1880, Sp. 605) Auch in den nachfolgenden Kritiken gingen die Rezensenten von einem Komponisten aus. Die „Allgemeine Musikzeitung“ schrieb im Juli 1881 über die „Drei vierhändigen Clavierstücke“ von 1879 (op. 15): „O. Heinke Op. 15: Drei vierhändige Clavierstücke (Berlin, Bote & Bock, [...]) ist nicht zu verachten, da er [O. Heinke] mit leichtgeflügelten Melodien fliessende Figurationen zu verbinden versteht; doch ist der Inhalt des Ganzen nicht solcher Breite der Ausführung werth und wird durch einige Würze von modernen Harmonie-Abenteuern schwerlich reizender.“ („Allgemeine musikalische Zeitung“ vom 20. Juli 1881, Sp. 459) Das „Musikalische Wochenblatt“ bemerkte über dasselbe Werk: „Aus der an der Spitze des Titelbatts befindlichen Dedication und aus dem vortrefflichen, ernst-gediegenen Inhalt des Heftes schliessen wir, dass O. Heinke Meister [Friedrich] Kiel seine musikalische Erziehung verdankt. Die Stücke sind es werth, von Freunden guter vierhändiger Pianofortemusik gespielt zu werden: sie enthalten hübsche Gedanken, bringen in der thematischen Arbeit manches Interessante und sind in der Form gut proportionirt.“ („Musikalische Wochenblatt“ vom 8. September 1887, S. 446) Weitere Kompositionen Ottilie Heinkes erschienen bis 1887 in Berlin, darunter – neben pädagogischen Kompositionen – auch „Zwei Romanzen für Violoncello und Klavier“ (op. 17).


    Im Jahr 1893 nahm Anna Morsch Ottilie Heinke in ihr Buch über „Deutschlands Tonkünstlerinnen“ auf, dessen „biographische Skizzen“ zur Repräsentation deutscher Musikerinnen bei der Weltausstellung in Chicago entstanden waren (Morsch 1893). Zu dieser Zeit lebte Ottilie Heinke in Berlin. Ihr weiterer Lebensweg ist derzeit unbekannt.

    Würdigung

    Ottilie Heinke war zwischen 1869 und 1893 als Komponistin und Klavierpädagogin im Berliner Musikleben präsent und wurde mit ihren Werken öffentlich wahrgenommen. Im Jahr 1888 schrieb Alfred Michaelis in seinem biografischen Lexikon „Frauen als schaffende Tonkünstler“ über Ottilie Heinke: „Die Komponistin versteht stimmungsvoll zu schreiben und naturgetreue, lebenswahre Charakterbildchen zu entwerfen“ (Michaelis 1888, S. 15). Anna Morsch notierte 1893: „Von 1870 an begann sie unterrichtend thätig zu sein, und bald erschienen nun auch ihre ersten Kompositionen, die sie ihren Lieblingen, den Kindern, widmete. Ottilie Heinke hat in der Folge auch größere Arbeiten geliefert [...], aber ihr Lieblingsfeld blieb doch die Schilderung des Kindeslebens, und da hat sie Reizendes geschaffen.“ (Morsch 1893, S. 50) Ottilie Heinkes Kompostionen wurden regelmäßig in den „Hofmeisterschen Musikalienkatalogen“ angekündigt und 1904 von Franz Pazdírek in dessen „Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker“ verzeichnet.


    Mehrere Hinweise in verschiedenen Publikationen deuten zudem die Einbindung Ottilie Heinkes in das kulturelle und musikalische Leben der Zeit an, ohne dass sich die Zusammenhänge präzisieren ließen. Dies gilt sowohl für die bereits erwähnten Beziehungen zu Woldemar Bargiel und Clara Schumann über ihre Cousine Elisabeth Werner sowie zu Franz Ries, als auch für die Verbindungen zu Theodor Fontane, der am 28. Juni 1867 an seine Frau Emilie aus Berlin schrieb: „Um 7 (heute) war ich bei Tante Merckel, traf sie aber nicht, ging dann zu ‚Eichelchen’ [d. i. die Malerin Antonie Eichler] wo ich noch 2 andre Damen fand, eine davon – wie ich aber erst nachher erfuhr – Fräulein Ottilie Heinke, also eine Art Cousine von mir. Als Kinder, in Swinemünde, gerirten sie sich wie Prinzessinnen; das ist nun freilich vorbei.“ (Theodor Fontane an Emilie Fontane, Brief vom 28. Juni 1867, in: Fontane 1998, S. 276)

    Rezeption

    Die künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten Ottilie Heinkes werden derzeit nicht rezipiert. Zur zeitgenössischen Rezeption vgl. „Biografie“.

    Werkverzeichnis

    Kompositionen


    Das vorläufige Verzeichnis der Werke Ottilie Heinkes wurde nach Michaelis 1888, Morsch 1893, Pazdírek 1904 ff. sowie nach der Datenbank „Hofmeister XIX“ erstellt, in der die Hofmeisterschen Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts digital aufbereitet sind. Es weist derzeit mehrere Lücken in den Opuszahlen auf.


    Vier Characterstücke für Klavier, op. 1. Berlin: Trautwein, 1869.

    Ungarischer Marsch – Fantasiestück – Zigeunerisch – Scherzo


    Kinderstücke für Klavier, op. 2. Berlin: Trautwein, 1870.

    Reise auf dem Steckenpferde – Der kleine Hirtenknabe – Wanderliedchen – Kinder tanzen in der Mühle – Schlafe, mein Püppchen, ich wiege dich – Kleine Buben tanzen in grossen Stiefeln – Geh’ ich in die Welt hinein, möcht’ ich ein Trompeter sein – Kinder marschiren – Hinaus, hinaus in den Wald – Püppchen ist krank – Gevatter brummt, sagt die Kleine – So tanzen die Alten – So tanzen die Jungen – Wenn die Kinder schlafen gehen, Englein an dem Bettchen stehen.


    Fünf Gedichte für Alt, op. 3. Berlin: Trautwein, 1870.

    Das Abschiedslied – Eine Rose stand am Ufer – Tief einsam ist’s – Wenn ich den Sternenhimmel – Nicht dein Aug’.


    Sonate für Violoncello und Klavier, 1870, Druck unbekannt.


    Zwei Romanzen und Capriccioso für Klavier, Berlin, 1872.


    Scherzo, Impromptu und Novelette für Klavier, op. 6. Berlin: Fürstner, 1872.


    Sonatine F-Dur für Klavier, op. 8. Berlin: Bote & Bock, 1876.


    Sechs kleine Stücke für Pianoforte zu vier Händen mit stillstehender Hand zu spielen, op. 9. Berlin: Bote & Bock, 1874.


    Vier kleine Stücke für Pianoforte zu vier Händen, op. 10. Berlin: Bote & Bock, 1875.


    Rondino für Klavier, op. 11. Berlin: Th. Barth, o. J.


    Kindermaskenball. Zehn kleine Stücke für Klavier, op. 12. Berlin: Simon, 1877.

    Polonaise – Walzer – Wahrsagerin – Haulemännchen tanzen eine Quadrille – Ländler – Harlequin – Grossvater und Grossmutter tanzen – Fleurs animées – Intermezzo – Kehraus.


    Sechzehn kleine instruktive Stücke für Klavier, op. 13. Leipzig: Sigismund & Volkening, 1878.

    Ueber’s Feld – Hirtenknabe – Polka – Das kranke Veilchen – Der kleine Wandersmann – Ländler – Wo ist es hin? Etude – Schmeichelkätzchen – Gretchens Freude. Etude – Bär und Affe. Walzer – Komm’ herüber – Feiertag – Gott behüte dich!


    Kleine Stücke für Klavier zur Anregung für die lernende Jugend, op. 14. Berlin: Bote & Bock, 1880.


    Drei Klavierstücke zu vier Händen, op. 15. Berlin: Bote & Bock, 1879.


    Zur Erheiterung für die strebsame Jugend. Neun kleine Stücke in Tanzform für Klavier, op. 16. Leipzig: Kahnt, 1882.


    Zwei Romanzen für Violoncello und Klavier (F-Dur, Es-Dur), op. 17. Berlin: Simon, 1885.


    Sechs vierhändige Kinderstücke (Primo u. Secondo ohne Oktavenspannung), op. 18. Berlin: Sulzer, 1887.

    Repertoire

    Über das pianistische Repertoire Ottilie Heinkes ist nichts bekannt.

    Quellen

    Literatur


    Berliner Adressbücher 1799-1943. Online veröffentlicht unter: http://adressbuch.zlb.de, Stand: 18. Juli 2010.


    Elson, Arthur. Women’s Work in Music. Boston: L. C. Page & Company, 1903.


    Fontane, Emilie/Fontane, Theodor. Geliebte Ungeduld: Der Ehebriefwechsel 1857-1871. Berlin: Aufbau-Verlag, 1998.

    Michaelis, Alfred. Frauen als schaffende Tonkünstler. Ein biographisches Lexikon. Leipzig: A. Michaelis, 1888.


    Morsch, Anna. Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart. Berlin: Stern & Ollendorff, 1893.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.


    Rahmeyer, Ruth. Ottilie von Goethe: eine Biographie. Frankfurt a. M.: Insel-Verlag, 2002.


    Schmiedel, Elisabeth/Draheim, Joachim. Eine Musikerfamilie im 19. Jahrhundert: Mariane Bargiel, Clara Schumann, Woldemar Bargiel in Briefen und Dokumenten. 2 Bde. München/Salzburg: Katzenbichler, 2007.


    Tappert, Wilhelm. Die Frauen und die musikalische Composition. Teil 2. In: Musikalisches Wochenblatt 2 (1871), S. 825-831.



    Rezensionen und Zeitschriftenartikel


    Allgemeine musikalische Zeitung vom 22. September 1880, Sp. 605.

    Allgemeine musikalische Zeitung vom 20. Juli 1881, Sp. 459.


    Musikalisches Wochenblatt vom 14. Januar 1870, S. 37.

    Musikalisches Wochenblatt vom 19. Mai 1871, S. 326.

    Musikalisches Wochenblatt vom 2. August 1878, S. 390.

    Musikalische Wochenblatt vom 8. September 1887, S. 446.



    Links


    www.kalliope-portal.de (Stand: 17. Juli 2010)

    Das Verbundsystem Nachlässe und Autographe verzeichnet ein Albumblatt von Ferdiand Ries an Ottilie Heinke im Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin.


    http://www.hofmeister.rhul.ac.uk (Stand: 17. Juli 2010)

    Die Datenbank „Hofmeister XIX“, in der die Hofmeisterschen Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts digital aufbereitet sind, enthält zahlreiche Einträge von Kompositionen Ottilie Heinkes.


    http://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/goethe-und-schiller-archiv.html (Stand: 17. Juli 2010)

    Im Goethe- und Schiller-Archiv der Stiftung Weimarer Klassik in Weimar befindet sich ein Konvolut von mehreren Briefen von Ottilie Heinke an Ottilie von Goethe aus den Jahren 1855-1867.

    Forschung

    Zahlreiche der gedruckten Kompostionen Ottilie Heinkes sind in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin sowie in der British Library London vorhanden.


    Im Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin befindet sich ein Albumblatt mit wenigen Takten eines Andante von Franz Ries an Ottilie Heinke: „Fräulein Ottilie Heinke / zur freundlichen Zueignung / Berlin den 25. Oct. 1869 F. Ries“ (s. Materialsammlung). Franz Ries studierte von 1866 bis 1868 Komposition bei Friedrich Kiel, gehörte zu dieser Zeit also zu den Kommilitonen Ottilie Heinkes.


    Im Goethe- und Schiller-Archiv der Stiftung Weimarer Klassik in Weimar befindet sich ein Konvolut von mehreren Briefen von Ottilie Heinke an Ottilie von Goethe aus den Jahren 1855-1867. Ottilie Heinke war die Tochter des preußischen Soldaten Ferdinand Heinke, der 1813 in Weimar von Ottilie von Pogwitsch, der späteren Schwiegertochter Johann Wolfgang von Goethes, und Adele Schopenhauer verletzt aufgefunden worden war. Die daraus entstandene lebenslange, aber unerwiderte Liebe Ottilie von Pogwitschs zu Ferdinand Heinke wurde mehrfach literarisch aufbereitet, u. a. von Thomas Mann in seinem Roman „Lotte in Weimar“.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Ottilie Heinke umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten. Dabei könnten ihre Biografie und ihre Kompositionen besonders für Forschungen zu einer Geschichte der Musikpädagogik im 19. Jahrhundert interessant sein.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 42594824
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116664509
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 18. Juli 2010


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 22.09.2010


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Ottilie Heinke“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 22.9.2010.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ottilie_Heinke