Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Nora Clench

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Nora Clench
    Ehename: Nora Streeton
    Lebensdaten:
    geb. in St. Marys, Kanada
    gest. in Melbourne, Australia
    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Kammermusikerin, Konzertmeisterin, Malerin
    Charakterisierender Satz:

    „Miss Nora Clench is a young Canadian, who plays the violin like a little fairy. Her execution and interpretation are charming. Her bowing is admirably correct; her intonation irreproachable; her musical expression finely poetical. Her playing is instinct with grace and simplicity.” (Musical Guide Brüssel, zit. n. Presseausschnitten, vgl. http://www.virtualmuseum.ca/Exhibitions/Valentin/English/3/311.php3)


    “Miss Nora Clench ist eine junge Kandierin, die die Violine wie eine kleine Fee spielt. Ihre Spielweise und ihre Interpretation sind hinreißend. Ihre Bogenführung ist bewundernswert korrekt; ihre Intonation tadellos; ihr musikalischer Ausdruck letztlich poetisch. Ihr natürliches Spiel ist anmutig und einfach.”


    Profil

    Zwischen 1890 und 1908 war Nora Clench eine international bekannte, kanadische Violinistin. Bereits als Kind und Jugendliche trat sie regelmäßig in ihrer Heimat – dem Süden Ontarios – auf und beeindruckte die Menschen mit ihrem Spiel. Sie studierte u. a. bei den drei großen Violinpädagogen ihrer Zeit: bei Adolph Brodsky in Leipzig, Eugène Ysaÿe in Brüssel und bei Joseph Joachim in Berlin. Ausgedehnte Konzertreisen führten sie durch mehrere europäische Länder, darunter vor allem Deutschland, Belgien und England sowie durch Australien, Südafrika, die USA und Kanada. 1904 gründete sie ein Streichquartett, das „Nora-Clench-String-Quartet“, das vor allem für das Spiel „ultramoderner Musik“ bekannt wurde (vgl. Button 2000; hier nach www.yso.org.uk).

    Neben ihrer Karriere als Violinistin verfolgte Nora Clench zahlreiche andere Interessen, darunter vor allem die Bildende Kunst. Mit ihrer Heirat 1908 zog sie sich endgültig aus dem öffentlichen Musikleben zurück und unterstützte ihren Mann bei seiner Arbeit als Landschaftsmaler. Zugleich versuchte sie vermutlich, sich selbst als bildende Künstlerin zu profilieren. Über ihre Arbeiten als Malerin ist bislang jedoch nichts bekannt.

    Orte und Länder

    Nora Clench wuchs in St. Marys (Kanada) in der Nähe von London (Ontario) auf. Ab 1884 studierte sie in Leipzig, Brüssel und Berlin das Fach Violine. Nach Konzerttourneen durch Belgien und England kehrte sie nach Nordamerika zurück und nahm für kurze Zeit eine Stelle als Konzertmeisterin des Buffalo Symphonie Orchestras (N.Y.) an. Im Jahr 1892 ließ sie sich in London (England) nieder, wo sie bis 1922 ihren Wohnsitz hatte. Nora Clench hielt sich demnach zeitweise sowohl in London/Ontario als auch in London/England auf. Größere Konzertreisen führten sie durch Australien und Südafrika. Gemeinsam mit ihrem Mann ging sie 1922 oder 1924 nach Melbourne (Australien) und lebte dort bis zu ihrem Tod 1937.

    Biografie

    Nora Clench wurde am 6. Mai 1867 in St. Marys, Kanada, geboren. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie vom Vater, dem Rechtsanwalt Leon M. Clench, der zudem ihre frühen Instrumente selbst baute. Sie besuchte die katholische Schule „Loretto Convent“ in Hamilton und

    konzertierte nach ihrem Debüt im Alter von acht Jahren regelmäßig in der Region; ihre ältere Schwester, Mary Clench, begleitete sie dabei am Klavier.

    Ab 1882 studierte Nora Clench das Fach Violine am Hamiliton Conservatory bei dem in Berlin geborenen Violinisten Joseph W. Baumann (1847-1905). Joseph W. Baumann, selbst ein Schüler des russischen Violinisten Adolph Brodsky und Joseph Joachims, riet ihr zu einem Studium in Deutschland. Nora Clench ging nach Leipzig, wo sie von 1884 bis 1889 am Konservatorium bei Adolph Brodsky studierte und das Studium mit einem Diplom abschloss. Für das Spiel von Johann Sebastian Bachs „Chaconne“ und Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur wurde sie am Leipziger Konservatorium mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Unterbrochen von Konzerttourneen setzte sie ihr Studium bei zwei weiteren großen Violinisten und Violinpädagogen fort: von 1891 bis 1892 bei Eugène Ysaÿe in Brüssel, und von 1894 bis 1895 bei Carl Halir und Joseph Joachim an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin (vgl. Prante 1999).


    In den 1890er Jahren war Nora Clench eine international bekannte Violinistin. Sie kehrte 1889 nach Nordamerika zurück, trat regelmäßig in den USA und Kanada als Solistin auf und wurde für kurze Zeit Konzertmeisterin des Buffalo Symphonie Orchestras (gegründet 1887). Im Herbst 1892 ließ sie sich in London nieder und konzertierte in Europa, vorrangig in England. Sie spielte u. a. vor Victoria I., die sie daraufhin mit „a handsome diamond and ruby brooch“ beschenkte – so die „London Times“ am 10. Februar 1893 (zit. n. Hall 2007). Zwei große Konzerttourneen gemeinsam mit der Sopranistin Emma Albani führten sie zudem durch Australien und Südafrika.


    Um das Jahr 1900 unterbrach Nora Clench aus bislang ungeklärten Gründen ihre musikalische Solo-Karriere. Nicht nur musikalisch, sondern auch bildkünstlerisch begabt, ging sie nach Paris, um dort als Malerin Fuß zu fassen. Nach ihrer Rückkehr nach London wandte sie sich vorrangig der Kammermusik zu: Im Jahr 1904 gründete Nora Clench gemeinsam mit Lucy Stone (2. Vl.) und Cecilia Gates (Vla.) – zwei ehemaligen Mitgliedern des Shinner-Quartetts – sowie mit mukl1880 (Vcl.) ein Damenstreichquartett, mit dem sie bis 1908 regelmäßig konzertierte.

    Berühmt, aber auch berüchtigt war dieses Quartett für die aktuellen Werke, mit denen es sich – neben dem klassischen Repertoire – auseinandersetzte, darunter Werke von Hugo Wolf, Max Reger und Claude Debussy:

    „The critics were baffled by the strangeness of the 'ultramoderne music' but praised the quartet none the less." (Victoria Button, zit. n. www.yso.org.uk). (Die Kritiker waren verwirrt über die Fremdartigkeit dieser „ultramodernen Musik“, aber sie lobten das Quartett nichtsdestotrotz.)


    So spielte das Quartett z. B. am 6. November 1906 in der Bechstein Hall (heute Wigmore Hall) in London die Streichquartette B-Dur op. 2 Nr. 6 von Joseph Haydn und a-Moll op. 132 von Ludwig van Beethoven sowie die englische Erstaufführung von Hugo Wolfs „Italienischer Serenade“. Weitere Konzerte in der Bechstein Hall folgten am 19. Februar und 5. März 1907, in denen Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven und die Uraufführung von Ernest Walkers „Fantasia for Quartet“ auf dem Programm standen. (Konzertprogramm, Wigmore Hall Archives). Im Jahr 1907 spielte das „Nora Clench String Quartet“ die englische Erstaufführung von Max Regers Streichquartett d-Moll, im März 1908 folgte die Uraufführung von Cyril Scotts Streichquartett op. 28.


    Neben ihrer Arbeit als Kammermusikerin trat sie wieder als Solistin auf, so z. B. in einem Konzert am 4. November 1904 mit dem York Symphony Orchestra, bei dem sie Ludwig van Beethovens Violinkonzert, ein Adagio von Richard Strauss und Antonín Dvořáks „Humoreske“ spielte. Die Kritik bejubelte sie und nahm dabei auch Bezug auf ihren vorrübergehenden Rückzug aus dem öffentlichen Musikleben: „Miss Clench has come rapidly to the front of her profession. Her bowing is firm and strong, which enables her to produce a rich, round, velvety tone, and to phrase with absolute accuracy. Her technique is brilliant. She is, however, no mere mechanical executant, for she is full of soul and plays with the most sympathetic expression. She gives an interpretation of the music which she is playing, and conveys the message of the master to the audience.” (Yorkshire Herald, 5th November 1904, zit. n.www.yso.org.uk)

    (“Fräulein Clench ist rasch an die Spitze ihres Berufes zurückgekommen. Ihre Bogenführung ist sicher und kräftig, was sie dazu befähigt, einen reichhaltigen, runden und zarten Ton hervorzubringen und exakt zu phrasieren. Ihre Technik ist brilliant. Sie ist, wie auch immer, nicht mehr nur eine mechanisch Ausführende, sondern spielt mit seelenvollem und verständigem Ausdruck. Sie interpretiert die Musik, die sie spielt und übermittelt dem Publikum die Intention des Komponisten.”)


    Zum endgültigen Bruch mit ihrer Karriere kam es 1908. Im berühmten Londoner Standesamt „Marylebone Register Office“ heiratete Nora Clench am 11. Januar 1908 den Landschaftsmaler Arthur Ernest Streeton (1867-1943; ab 1937 Sir Arthur Ernest Streeton). Nora Clench, nun Nora Streeton, gab das öffentliche Konzertieren auf, spielte aber weiterhin im privaten Kreis. Nach der Heirat lebte das Paar zunächst in Nora Clenchs Haus in Abbey Road, St. John's Wood. Nora Streeton unterstützte ihren Mann bei seiner Arbeit und widmete sich selbst nun tatsächlich vorrangig der Bildenden Kunst. Im März 1911 wurde ihr einziger Sohn Charles Ludwig Oliver geboren.

    1922 oder 1924 zog das Paar nach Melbourne (Australien). Nora Streeton wurde aktives Mitglied des „Art Circle of the Lyceum Club”, der zahlreiche Künstlerinnen mit Ausstellungen unterstützte. Über ihre bildkünstlerischen Arbeiten ist leider bislang nichts bekannt. Nora Clench starb am 17. Mai 1938 in Melbourne.

    Würdigung

    Bereits als Kind und Jugendliche war Nora Clench der Stolz der Region um St. Marys, Ontario. Davon zeugt insbesondere ihr Poesie-Album, das sich heute im Besitz des St. Marys Museum befindet und von dem einige Blätter im Internet abgebildet sind. Als sie von ihrem Leipziger Studium zurückkehrte, wurde ein großer Empfang im St. Marys Opera House ausgerichtet, von dem eine reich illustrierte Grußadresse „from the Citizens of St. Marys“ („der Einwohner von St. Marys“) erhalten ist. Auch wenn sie später in ihrem Geburtsort konzertierte, war das Opernhaus stets ausverkauft.

    Die Musikkritik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bezeichnete Nora Clench als eine herausragende, international bekannte Geigerin, die meistens in eine Reihe mit ihren Zeitgenossinnen und Kolleginnen Maud Powell, Geraldine Morgan und Marie Soldat gestellt wurde.


    Einen Einblick in das private Leben und die Persönlichkeit von Nora Clench gibt Victoria Button (vgl. Button 2000). Sie beschreibt die Violinistin in den späten Melbourner Jahren als eine ungewöhnliche und eigensinnige Frau, die Zigaretten rauchte, die sie „in boxes of 100" kaufte. Nora Clench "hennaed her hair. She spoke German and Italian. She didn't suffer fools gladly, yet she loved ghost stories, believed in spirits and once burst into tears because a tree was being chopped down. She owned property. She married late. She controlled the family finances. She loved her dogs, but was not close to her only son. She liked to do things her own way, but was class conscious, insisted on good manners and didn't hesitate to use the influence of her friends. Her attitudes were different. Mrs Streeton did not think it a disgrace for heavily pregnant women to be seen in public. She wasn't shy to mention childbirth and say it was a dreadful experience". (Button 2000, vgl. auch www.yso.org.uk).

    (“Nora Clench färbte ihre Haare rot. Sie sprach Deutsch und Italienisch. Sie war gegenüber Dummköpfen nicht sehr tolerant, aber sie liebte Gespenstergeschichten, glaubte an Geister und brach einmal in Tränen aus, weil ein Baum gefällt worden war. Sie hatte Charakter. Sie heiratete spät. Sie kontrollierte die familiären Finanzen. Sie liebte ihre Hunde, aber hing nicht sehr an ihrem Sohn. Sie wollte Dinge auf ihre eigene Weise tun, war aber klassenbewusst, bestand auf guten Manieren und zögerte nicht, den Einfluss ihrer Freunde zu nutzen. Ihr Verhalten war anders. Mrs Streeton fand es keine Schande, wenn sich eine hochschwangere Frau in der Öffentlichkeit zeigte. Sie zögerte nicht, über Kindsgeburten zu sprechen und sagte, es sei eine fürchterliche Erfahrung gewesen.”)

    Rezeption

    Bis heute ist Nora Clench in ihrer Heimatstadt St. Marys bekannt. Eine Plakette an ihrem Geburtshaus erinnert ebenso an die Violinistin, wie eine kleine virtuelle Ausstellung (s. „Links“) und die Verbreitung von Quellen im Internet durch das St. Marys Museum, das ihren Nachlass verwahrt.

    Werkverzeichnis

    Vermutlich hat sie als Malerin Bilder erstellt, deren Verbleib bislang jedoch ungeklärt ist.

    Repertoire

    Eine Repertoireliste lässt sich aufgrund fehlender Informationen zurzeit nicht erstellen. Nachgewiesen sind bislang die Aufführungen folgender Werke:


    Sololiteratur


    Bach, Johann Sebastian:

    Chaconne (ohne weitere Präzisierung)


    Beethoven, Ludwig van:

    Violinkonzert D-Dur op. 61


    Dvořák, Antonín:

    Humoreske (ohne weitere Präzisierung)


    Strauss, Richard:

    Adagio (ohne weitere Präzisierung)



    Kammermusik


    Beethoven, Ludwig van:

    Streichquartett a-Moll op. 132


    Haydn, Joseph:

    Streichquartett B-Dur op. 2 Nr. 6


    Reger, Max:

    Streichquartett d-Moll op. 74


    Scott, Cyril:

    Streichquartett op. 28


    Walker, Ernest:

    „Fantasia for Quartet“ (Uraufführung)


    Wolf, Hugo:

    „Italienische Serenade“ (Bearbeitung für Streichquartett vom Komponisten)

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Clench, Miss Nora“. In: H. J. Morgan: the Canadian men and women of the time, 1898 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel “Miss Nora Clench”. In: Types of Canadian women, 1903 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel “Streeton, Mrs. Arthur (Nora Clench)”. In: The Canadian who’s who, 1910 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel “Clench, Nora”. In: H. S. Wyndham: Who’s who in music, 1913 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Button, Victoria. The neglected talent of Nora Streeton. In: The Age, January, 2000 [= Theage(Melbourne)magazine].


    Hall, Sharyn Lea. Artikel “Clench, Nora”. In: Encylopedia of Music in Canada, Internet-Enzyklopädie; Artikel vom 27. Februar 2007, einzusehen unter der Internetadresse: http://www.canadianencyclopedia.ca/index.cfm?PgNm=TCE&Params=U1ARTU0000739


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentlichtes Typoskript, 1999.


    Straeten, Edmond van der. The History of the Violin. Its ancestors and Collateral Instruments From Earliest Times. Vol. II. London 1933. Reprint: New York: Da Capo Press 1968.



    Konzertkritiken


    The Strad. Vol. 1. 8/1890, S. 59f.

    The Musical Times vom 1. November 1896, S. 738.



    Links


    http://www.riversidestmarys.biz

    Die Internetseite beschreibt das Geburtshaus von Nora Clench, das von ihrem Vater erbaut worden ist. Heute wird in diesem Haus eine Pension betrieben, deren Besitzer selbst das Leben von Nora Clench erforschen.


    http://www.virtualmuseum.ca/Exhibitions/Valentin/English/3/311.php3

    Die kleine virtuelle Ausstellung mit dem verklärten Titel „The Romantic Nora Clench“ zeigt die Romantisierung einer Berühmtheit in dem kleinen Ort St. Marys. Sie bietet jedoch präzise kommentierte Abbildungen aus dem Nachlass Nora Clench’s im St. Marys Museum, die einen Einblick in das alltägliche Leben der Violinistin geben.


    www.yso.org.uk

    Die Internetseite des York Symphonie Orchestras enthält neben drei ausführlichen Konzertkritiken auch einen kurzen Lebenslauf von Nora Clench.


    http://www.canadianencyclopedia.ca/index.cfm?PgNm=TCE&Params=U1ARTU0000739

    In der im Internet verfügbaren “Encylopedia of Music in Canada“ hat Sharyn Lea Hall einen Artikel über Nora Clench verfasst.

    Forschung

    Zahlreiche Informationen über das Leben von Nora Clench sowie verschiedene Dokumente sind im Internet verfügbar (vgl. „Links“).


    Ein Artikel von Victoria Button (Button 2000) beleuchtet das Leben von Nora Clench.


    Der Nachlass von Nora Clench liegt im St. Marys Museum (Ontario/Kanada). Die im Internet verfügbaren Dokumente lassen vermuten, dass hier noch zahlreiche weitere Quellen zu Leben und Werk von Nora Clench zur Verfügung stehen.


    Konzertprogramme sind zumeist vor Ort in den Archiven der Konzertsäle und Opernhäuser erhalten. Die Musiksammlung der British Library, London verfügt über einige Konzertprogramme, ebenso die Hamilton Public Library in Kanada.


    Der Verbleib ihrer Bilder ist bislang ungeklärt.

    Forschungsbedarf

    Interessant wäre sicherlich, die näheren Umstände von Nora Clenchs Studien in Leipzig, Brüssel und Berlin zu beleuchten. Auch wäre zu vermuten, dass die Violinistin im Paris der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert zahlreiche Kontakte knüpfte, die für das weitere künstlerische Leben bedeutend gewesen sein könnten. Die Kontakte zu Komponistinnen und Komponisten, die im Zuge der verschiedenen Uraufführungen durch das Nora-Clench-String-Quartet entstanden sind, sind ungeklärt. Über ihre bildkünstlerischen Arbeiten stehen bislang keine Informationen zur Verfügung.

    Normdaten

    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, Die Grundseite wurde im April 2007 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 20.04.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Nora Clench“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.4.2007.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Nora_Clench