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  • Nina Grieg

    von Lena Haselmann
    Nina Grieg. Gemälde von Franz von Lenbach, signiert: Rom 7. Mai 1884.
    Namen:
    Nina Grieg
    Geburtsname: geb. Hagerup
    Varianten: Nina Hagerup, Nina Hagerup Grieg, Nina geb. Grieg, Nina geb. Hagerup, Nina geb. Hagerup Grieg
    Lebensdaten:
    geb. in Bergen,
    gest. in Kopenhagen,

    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin, Gesangspädagogin, Pianistin
    Charakterisierender Satz:

    „Ich liebte ein junges Mädchen mit einer wunderbaren Stimme und einer ebenso wunderbaren Vortragsweise. Dieses Mädchen wurde meine Frau und Lebensgefährtin bis auf den heutigen Tag. Sie ist, - ich darf es wohl sagen - für mich die einzig wahre Interpretin meiner Lieder geblieben.”

    (Brief von Edvard Grieg an Henry T. Finck, 17. Juli 1900)


    Orte und Länder

    Nina Hagerup wurde in Bergen geboren und zog im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie nach Kopenhagen, wo sie ihre Jugend verbrachte. Nach der Heirat mit ihrem Cousin Edvard Grieg begleitete sie diesen auf dessen Konzertreisen durch ganz Europa. Dabei trat sie selbst regelmäßig als Interpretin seiner Liedkompositionen in Erscheinung, u.a. in Christiania (heute Oslo), Kopenhagen, Leipzig, London, Paris und Rom. Zunächst lebte das Paar in Christiania, bevor es 1885 mit dem Anwesen „Troldhaugen“ bei Bergen einen eigenen Wohnsitz bezog.

    Biografie

    Nina Grieg wurde 1845 als zweite von drei Töchtern des Malzkontrolleurs Herman Didrik Hagerup (1816-1900) und der Schauspielerin dänischer Abstammung Luise Adeline Werligh Hagerup, geb. Falck (1813-1907), in Bergen geboren und entstammte damit einer wohlhabenden Familie.

    Diese pflegte an den kulturellen Ereignissen der Stadt teilzunehmen, so auch an musikalischen Gesellschaften von Nina Hagerups Tante Gesine Grieg, der Mutter Edvards. Diese hatte in Hamburg Gesang, Klavier und Musiktheorie studiert und war zu ihrer Zeit die angesehenste Klavierpädagogin in Bergen. Nina Hagerup kam so schon früh mit Kunst und Musik in Berührung. Seit Kindertagen kannten sich Nina Hagerup und ihr Cousin Edvard Grieg. Die Familie Hagerup zog indes 1853 nach Kopenhagen. Dort erhielt Nina Hagerup ihre Gesangsausbildung bei Carl Adolph Helsted (1818-1904). Helsted war zunächst als Flötist Mitglied der Königlichen Kapelle in Kopenhagen, spezialisierte sich nach einem Studium bei Manuel Garcia jedoch auf Gesangsunterricht. 1876, im Gründungsjahr des Kopenhagener Musikkonservatoriums, erhielt Helsted dort eine Anstellung als Gesangspädagoge und erlangte rasch einen außerordentlich guten Ruf.


    Edvard Grieg zog es nach Beendigung seines Musikstudiums in Leipzig sowie eines einjährigen Aufenthaltes in seiner Heimatstadt Bergen im April 1863 in das damalige nordeuropäische Kulturzentrum Kopenhagen. Dort traf er auch seine Cousine wieder. Die beiden verstanden sich prächtig und verbrachten viel Zeit miteinander. Das gemeinsame Interesse an der Musik bildete die Grundlage dieser Verbindung. 1864, beim vierhändigen Spielen von Schumanns „Frühlingssinfonie“, verlobten sie sich. Dies stieß bei beiden Familien auf Ablehnung. Insbesondere Adeline Hagerup, die selbst einer Künstlerfamilie entstammte, war vehement gegen eine Verlobung ihrer Tochter mit einem Musiker. Nina Hagerup hatte sich jedoch bereits entschieden, und es kam zu einem ernsten Zerwürfnis. Am 11. Juni 1867 heirateten Nina Hagerup und Edvard Grieg in Kopenhagen in Abwesenheit der Familie. Im Jahr darauf, als Grieg erste Erfolge als Komponist verzeichnen konnte, wurde der Konflikt beigelegt.


    Edvard und Nina Grieg zogen nach Christiania, um sich dort eine berufliche Existenz aufzubauen. In den ersten Jahren verdiente das junge Ehepaar seinen Lebensunterhalt vorrangig mit der Erteilung von Klavier- bzw. Gesangsunterricht. Schnell verbreitete sich der Ruf des Komponisten und Dirigenten Edvard Grieg, und das öffentliche Leben des Paares begann. Nina Grieg trat in diesen Jahren nicht nur als Interpretin der Lieder ihres Mannes auf, sondern auch mit ersten Liedkompositionen der noch unbekannten Komponistin Agathe Backer Grøndahl. Durch ihre eigene Bekanntheit vermochte sie schon zu diesem Zeitpunkt das Interesse am Schaffen der norwegischen Komponistin zu stärken.


    Am 10. April 1868 brachte Nina Grieg ihr erstes und einziges Kind, ihre Tochter Alexandra, zur Welt. Im Alter von dreizehn Monaten starb Alexandra an einer Hirnhautentzündung. In der Zeit der Trauer wandten sich beide Eltern intensiv ihrer musikalischen Arbeit zu. Insbesondere Edvard Grieg schöpfte Trost und Kraft aus dem Komponieren. Es folgten Jahre der regen Konzerttätigkeit, häufig stand das Ehepaar Grieg gemeinsam auf dem Podium, u.a. auch als am Klavier vierhändig auftretendes Paar. Besondere Aufmerksamkeit erreichte Nina Grieg indes vor allem mit der Interpretation der Liedkompositionen ihres Mannes.


    Nina Grieg trat in privaten Musiksalons ebenso wie in großen Konzertsälen wie der St. James‘ Hall in London auf. Über ihre Auftrittsweise schrieb der norwegische Geiger und Komponist Edvard Hagerup Bull: „Jeg ser henne for meg, Hendene lagt sammen på ryggen, brystet skutt frem, hodet løftet, helt vendt mot tilhørerne, men blikket rett ut over dem.“ („Ich sehe sie vor mir, die Hände auf dem Rücken zusammengelegt, die Brust geschwellt, den Kopf gehoben, dem Publikum gänzlich zugewandt, den Blick jedoch knapp darüber.“, Zit. nach Johanne Grieg Kippenbroek 1995, S. 37f).


    Nach einem Liederabend in Rom, bei dem Nina Grieg die Ibsen-Vertonungen ihres Mannes im Beisein des Dichters darbot, äußerte sich dieser - sonst selten zu positiven Aussagen neigende Schriftsteller - erstmals angetan über eine musikalische Interpretation seiner Texte.

    Ab 1874 wurde Edvard Grieg eine staatliche Künstlergage, ein sogenannter „Künstlerlohn“, zugesprochen, woraufhin sich die ökonomische Situation des Paares entspannte.


    Mit Nina und Edvard Grieg trafen zwei starke, unabhängig denkende und handelnde Persönlichkeiten aufeinander. Dies führte immer wieder zu Auseinandersetzungen, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. 1883 kam es zu einer ernsthaften Ehekrise. Nina Grieg deutete in einigen Korrespondenzen an, dass ihr Mann außergewöhnlich schweigsam und zunehmend nach innen gekehrt sei. Erstmals reiste er ohne seine Frau Richtung Süden und unternahm im Herbst dieses Jahres eine ausgedehnte und ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit führende Konzerttournee quer durch Europa. Mehrfach wurde eine mutmaßliche Affäre mit der norwegischen Malerin Leis Schjelderup als Ursache für diese erstmals ohne seine Frau unternommene Tournee genannt. Jüngere Forschungen ergaben, dass Edvard Grieg den brieflichen Kontakt zu seiner Frau kontinuierlich auch in jener Zeit aufrecht erhalten hat. Im Januar 1884 kam es zu einer Versöhnungsreise des Ehepaares. Sie trafen sich in Leipzig und fuhren nach Rom, wo sie sich vier Monate lang aufhielten.


    Nach nunmehr achtzehn Jahren des gemeinsamen Reisens und der zeitlich begrenzten Aufenthalte in vielen Städten beschloss das Ehepaar, sich ein eigenes Heim zu schaffen. Die Wahl fiel auf ein Grundstück außerhalb von Bergen. Die im viktorianischen Stil gehaltene mit norwegischen Elementen versehene Villa erhielt den Namen „Troldhaugen“, den sich Nina Grieg ausgedacht hatte. Im April 1885 zog das Paar ein. Troldhaugen wurde rasch zu einer Begegnungsstätte für Künstler aller Genres.


    Nina Grieg litt bereits in jungen Jahren an nicht näher bekannten stimmlichen Beeinträchtigungen. Vermutlich musste sie auch aus diesem Grund schon vergleichsweise früh ihre Auftritte einschränken. Im Alter von nur 39 Jahren schrieb sie an ihre Freundin Anne Johanne (Hanchen) Alme: „Og stemmen! Ja, du kan tro, ikke minst der føles alderen, det er igrunnen det verste. Det, ikke å kunne synge ut en stemning kan således gnave meg at jeg stundom får lyst å skrike ut. Jeg tror det er en av de største velsignelser vår Herre kan gi et menneske med i livet, en sangstemme, derfor er det og en av de største sorger når han igjen tar den tilbake.“ (Und die Stimme! Ja, du kannst mir glauben, dass man nicht zuletzt an ihr das Alter spürt, das ist im Grunde das Schlimmste. Eine Stimmung nicht singend ausdrücken zu können, kann mich so quälen, dass ich manchmal nahe daran bin zu schreien. Ich glaube, eine der größten Segnungen, die unser Herr einem Menschen im Leben mitgeben kann, ist eine Gesangsstimme, deshalb ist es auch einer der größten Schmerzen, wenn er sie wieder zurücknimmt.“, Zit. nach Lisbeth Simonsen und Maj-Liss Grynning Mydske (Hg.) 1995, S. 58).


    Da Nina Grieg nun nur noch selten öffentlich auftrat, musste sich ihr Mann nach anderen Interpretinnen für seine Lieder umsehen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Grieg erstmals bewusst, welche Bedeutung die Darbietungen seiner Frau für die Verbreitung seiner Liedkompositionen hatte. Darüber hinaus realisierte er, dass sie ihre sängerischen Fähigkeiten nahezu ausschließlich in seinen Dienst gestellt hatte. Bedauernd äußerte er in einem Brief vom 17. Juli 1900 an seinen amerikanischen Biografen Henry T. Finck: „Sie hat niemals irgend etwas für eine sogenannte europäische Berümtheit [sic] gethan. Wohl bin ich mir bewusst, dass dieses hauptsächlich meine Schuld ist. Ich verstand früher nicht, wie bedeutend das war, was sie leistete. Mir kam es so ganz natürlich vor, dass sie so schön, so sprechend singen musste, - aus der vollen Brust, aus der tiefsten Seele.“ (Brief von Edvard Grieg an Henry T. Finck, 17. Juli 1900)


    Grundsätzlich hegte Grieg eine Abneigung gegen die Sängerpersönlichkeiten seiner Zeit und deren häufig kapriziösen Darbietungen. Auf die Frage, ob das auch für seine Frau gelte, antwortete er einmal: „Hun er heldigvis ikke - sangerinne!“ („Glücklicherweise ist sie keine – Sängerin!“ Zit. nach Johanne Grieg Kippenbroek 1995, S. 60).


    Nach dem Tode Edvard Griegs 1907 verbrachte Nina Grieg ihr Leben gemeinsam mit ihrer um ein Jahr älteren Schwester Tonny (Antonie) Hagerup, die unverheiratet geblieben war. Gemeinsam beschlossen sie, nach Kopenhagen zurückzukehren, während Troldhaugen Sommerresidenz blieb. Nina Grieg kümmerte sich um den Nachlass ihres Mannes sowie um dessen musikalisches Erbe, arbeitete mit Verlegern an neuen Ausgaben und nahm Einfluss auf die Entstehung biografischer Darstellungen. Darüber hinaus wachte sie über die Qualität von Aufführungen. Nach wie vor hatte Nina Grieg zahlreiche Schülerinnen und Schüler und begleitete diese bei deren Konzerten am Klavier. Viele Musikerinnen und Musiker suchten ihren Rat hinsichtlich einer originalgetreuen Interpretation der Werke Griegs.


    In den letzten Lebensjahren war Nina Grieg, die schon lange unter einer Beeinträchtigung ihrer Sehkraft gelitten hatte, nahezu blind. Außerdem wurde sie von einem Nierenleiden geplagt. Nachdem sie ihren Mann um achtundzwanzig Jahre überlebt hatte, starb sie 1935, nur wenige Tage nach ihrem 90. Geburtstag, in Kopenhagen. Ihre letzte Ruhestätte fand sie neben der Urne ihres Mannes in einem Felsengrab nahe ihres Anwesens Troldhaugen.

    Würdigung

    Für ihren Mann war Nina Grieg künstlerische Beraterin, Assistentin und Ehefrau in einer Person. Weniger bekannt ist, dass sie eine versierte Pianistin war, die mit ihrem Mann öffentlich vierhändig konzertierte. Vor allem aber war sie eine hervorragende Sängerin, die über einen hohen lyrischen Sopran verfügte. Nina Grieg trat in zahlreichen Konzertsälen Europas auf, meist mit ihrem Mann als Begleiter, sang für die norwegische und schwedische Königsfamilie, für den Prince of Wales und Königin Victoria, die ihr als Dank für den Einsatz eine Brosche schenkte. Eine eigenständige Konzerttätigkeit für seine Frau wünschte sich Grieg nicht. Über diese Haltung äußerte er sich in seinen späteren Jahren bedauernd.

    Möglicherweise in Folge einer Infektion litt Nina Grieg bereits in jungen Jahren an stimmlichen Beeinträchtigungen (vgl. Johanne Grieg Kippenbroek 1995, S. 37). Diesen Makel vermochte Nina Grieg jedoch durch ihre außergewöhnlich intensive und ausdrucksstarke Interpretationsweise, durch die sie das Publikum zu fesseln vermochte, auszugleichen. Auch ihre hervorragende Diktion wird mehrfach hervorgehoben.

    Als Pädagogin war sie begehrt, insbesondere aufgrund ihrer Gabe, ihren Schülerinnen und Schülern die Intention der jeweiligen Kompositionen zu vermitteln. Sie galt als hervorragende Prima-Vista-Spielerin.

    Für Edvard Griegs kompositorisches Werk sollte ihre Funktion als Ratgeberin nicht unterschätzt werden, was aus zahlreichen Korrespondenzen des Komponisten hervorgeht. Grieg widmete ihr seine Lieder op. 4 und op. 18. Der englische Komponist Frederick Delius widmete Nina Grieg seine in den Jahren 1888 bis 1890 herausgegeben Sammlungen der „Five Songs from the Norwegian“ sowie „Seven Songs from the Norwegian“.

    Rezeption

    Inger Elisabeth Haavet bezeichnet Nina Grieg in ihrer Monografie als eine der präsentesten Frauen im öffentlichen Leben Norwegens ihrer Zeit. Die nur 153 cm große Nina Grieg war eine zentrale Repräsentantin des sogenannten „Gullalder“, des goldenen Zeitalters der norwegischen Kultur (vgl. Inger Elisabeth Haavet 1998, S. 11). Wenn sie auch einige wenige Male als Oratoriensängerin in Erscheinung trat, wurde sie doch vorrangig als Interpretin der Liedkompositionen ihres Mannes wahrgenommen. Ihre Auftritte wurden als authentisch und unaffektiert empfunden. Auch als Privatperson wurde sie als unkompliziert, unprätentiös, zuweilen als eigensinnig und hartnäckig beschrieben. Sie lehnte es ab, sich zu schminken, nicht einmal für Auftritte. Nina Grieg galt als eine Person, die den Menschen, der Kultur, der Literatur und den aktuellen politischen Geschehnissen zugewandt war. Peter Tschaikowsky äußerte sich beeindruckt über ihre Kenntnisse der russischen Literatur. Heutzutage wird sie, die selbst über sich sagte: „Jeg var kun en appendiks til Grieg“ („Ich war lediglich Griegs Anhängsel“, zit. nach Inger Elisabeth Haavet 1998, S. 11), vorrangig als Frau ihres berühmten Mannes, als dessen Begleiterin und unterstützende Gefährtin gesehen.


    Das Ehepaar Grieg vernichtete seine Korrespondenz. Nina Grieg erklärte dies in einem Schreiben an einen Freund des Paares, Frants Beyer: ”For det første har Grieg og jeg omtrent bestandig været sammen, så der findes meget få breve os imellem og de som er, egner seg jamen ikke til offentliggjørelse.” („Grieg und ich waren fast immer zusammen, so dass es sehr wenige Briefe zwischen uns gibt, und diejenigen, die da sind, eignen sich wahrlich nicht für eine Veröffentlichung,“ Nina Grieg an Frants Beyer, zit. nach Inger Elisabeth Haavet 1998, S. 290). Hierdurch wird deutlich, dass die erhaltenen Briefe nicht zufällig überliefert, sondern unter Umständen bewusst umfangreich, aber auch geplant lückenhaft vorliegen.

    Repertoire

    Neben den Klavierliedern ihres Mannes Edvard Grieg, die zum zentralen Repertoire der Sängerin zählten, führte Nina Grieg Lieder der norwegischen Komponistinnen und Komponisten Halfdan Kjerulf, Rikard Nordraak, Agathe Backer Grøndahl und Christian Sinding auf. Darüber hinaus interpretierte sie „Clärchen‘s Lieder“ aus Beethovens Schauspielmusik zu „Egmont“ sowie die Sopranpartien aus Mozarts Requiem oder Mendelssohns „Elias“.

    Unter den Klavierstücken, die sie vierhändig mit ihrem Mann öffentlich aufführte, finden sich besonders häufig die „Norwegischen Tänze“ op. 35 von Grieg, aber auch dessen Bearbeitung der F-Dur-Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart für zwei Klaviere. Eine umfangreiche Sammlung von Konzertprogrammen sind im Grieg-Archiv der Öffentlichen Bibliothek Bergen (Bergen Offentlige Bibliotek) zugänglich, siehe: http://bergenbibliotek.no/digitale-samlinger/grieg/grieg-samlingen-konsertprogram.

    Quellen

    I. Tagebücher und Korrespondenzen


    Benestad, Finn und Kortsen, Bjarne (Hg.). Edvard Grieg. Brev til Frants Beyer Oslo, 1993.


    Benestad, Finn (Hg.). Edvard Grieg. Dagbøker. Bergen, 1993.

    Grieg, Edvard. Regarding my Songs. From Grieg’s letters to Henry T. Finck. Bergen, 2009.


    Simonsen, Lisbeth und Maj-Liss Grynning Mydkse (Hg.). Din hengivene Nina – Nina Griegs brev til Hanchen Alme 1864-1935. Oslo, 1995.



    II. Archive und Forschungsstellen


    Senter for Griegforskning, Universität Bergen, Norwegen.


    Edvard-Grieg-Forschungsstelle, Universität der Künste Berlin.


    Griegsamling. Bergen Offentlige Bibliotek.


    Håndskriftsamlingen, Nasjonalbiblioteket Oslo.


    Håndskriftsamlingen, Det Kongelige Bibliotek (Kopenhagen).



    III. Sekundärliteratur


    Benestad, Finn und Schjelderup-Ebbe, Dag. Edvard Grieg. Mensch und Künstler. Leipzig 1993.


    Foster, Beryl. The Songs of Edvard Grieg. Aldershot, 1990.


    Grieg Kippenbroek, Johanne. Nina Grieg. Bergen, 1995.


    Haavet, Inger Elisabeth. Nina Grieg. Kunstner og kunstnerhustru. Oslo, 1998.


    Hurum, Hans Jørgen. I Edvard Griegs Verden. Oslo, 1961.


    Hurum, Hans Jørgen. Vennskap. Edvard Grieg og Frants Beyer i lys av glemte brev. Oslo, 1961.


    Moestue, Marie. Sangkunstens historie. Kristiania, 1917.

    Monrad Johansen, David. Edvard Grieg. Oslo, 1934.


    Neergaard, Bodil: Minder fra Fuglsang. Kopenhagen, 1922.


    Torsteinson, Sigmund. Troldhaugen. Nina og Edvard Griegs hjem. Oslo, 1959.

    Forschung

    Auch wenn Nina und Edvard Grieg ihren Briefwechsel einvernehmlich vernichteten, war es der ausgesprochene Wunsch des Paares, alle anderen Korrespondenzen, Dokumente und Manuskripte nach ihrer beider Ableben öffentlich zugänglich zu machen. Aus diesem Grund setzten sie die Öffentliche Bibliothek Bergen (Bergen Offentlige Bibliotek) testamentarisch als Verwalter ihres Nachlasses ein. Die dort vorhandenen 582 Korrespondenzen Nina Griegs mit unterschiedlichen Absendern und Empfängern sind online einsehbar. Außerdem ist der Forschung die Existenz von Briefen Edvard Griegs bekannt, die sich in Privatbesitz befinden, jedoch bis zum heutigen Tage unter Verschluss gehalten werden. Es ist davon auszugehen, dass sich darunter auch Briefe von und an Nina Grieg befinden.

    Forschungsbedarf

    Aufgrund der vergleichsweise günstigen Quellenlage konnten Biografie und Werk Edvard Griegs gründlich erforscht werden, was zu weiten Teilen ebenso für die Biografie Nina Griegs gilt. Einen wichtigen Beitrag lieferte die Monografie von Inger Elisabeth Haavet über Nina Grieg aus dem Jahre 1998. Weitere Forschungen zum Einfluss Nina Griegs auf das norwegische Musikleben in ihrer Funktion als Musikpädagogin könnten mit Hilfe des Zentrums für Griegforschung an der Universität Bergen fortgesetzt werden.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 10658838
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 119558149
    Library of Congress (LCCN): n79046494
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    Autor/innen

    Lena Haselmann


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Lena Haselmann, Artikel „Nina Grieg“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Nina_Grieg