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    von Marina Lobanova
    Nadeshda von Meck
    Namen:
    Nadeshda von Meck (orig.: Надежда Филаретовна фон Мек)
    Geburtsname: Nadeshda Filaretowna Frolowskaja
    Lebensdaten:
    geb. in Snamenskoje, Gouvernement Smolensk
    gest. in Nizza,

    Nadeshda von Mecks Geburtsdaten nach dem Julianischen Kalender: * 10.02.1831, † 13.01.1894.
    Ena von Bauer und Hans Petzold nennen in „Teure Freundin. Peter Iljitsch Tschaikowsky in seinen Briefen an Nadeshda von Meck“ (Leipzig 1964, S. 659) Wiesbaden als Sterbeort.
    Tätigkeitsfelder:
    Mäzenin, Musik- und Kunstliebhaberin, Amateurpianistin
    Charakterisierender Satz:

    „Musik versetzt mich in einen Rauschzustand wie ein Glas Cherry, und diesen Zustand finde ich schön und erhaben. Geheimnisvoll wird man irgendwohin getrieben ins Rätselhafte, Unbekannte, in eine Welt entrückt, deren Zauber so groß ist, dass man in diesem Zustand zu sterben bereit wäre.“


    (Nadeshda von Meck an Peter I. Tschaikowsky am 29. November (11. Dezember) 1877, in: Ena von Bauer, Hans Petzold (Hg.). Teure Freundin. Peter Iljitsch Tschaikowski in seinen Briefen an Nadeshda von Meck. Leipzig 1964, S. 123)


    Profil

    Nadeshda von Meck war eine berühmte Mäzenin und die Vertraute, Muse und Brieffreundin von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Später unterstützte sie auch andere Komponisten und Musiker wie Nikolaj Rubinstein, Henryk Weniawski oder Claude Debussy.

    Orte und Länder

    Die unternehmerischen und gesellschaftlichen Aktivitäten der Familie von Meck entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts auf russischem Boden. Im Mittelpunkt von Nadeshda von Mecks Interesse als Mäzenin standen vor allem Musiker und Komponisten, darunter Peter I. Tschaikowsky und Nikolaj Rubinstein.

    Biografie

    Nadeshda Filaretowna von Meck stammte aus der Familie eines Grundbesitzers, Filaret Wassiljewitsch Frolowski, der mit den bekanntesten adligen Familien im Gouvernement Smolensk verwandt war und über etwa einen Hektar Landbesitz verfügte. Die Musikleidenschaft erbte Nadeshda Filaretowna von ihrem Vater, der Violine spielte. Ihre außerordentlichen Geschäftstüchtigkeit, einen starken Charakter, Ehrgeiz und Willenskraft verdankte sie offensichtlich ihrer Mutter, Anastassija Dimitrijewna, geb. Potjomkina. Nadeshda Filaretowna genoss eine für die damalige Adelsschicht typische häusliche Erziehung, zu der die Unterweisung in Manieren, Fremdsprachen, Literatur und Geschichte sowie Klavierunterricht gehörten.


    Im Alter von siebzehn Jahren heiratete sie den Adligen Karl Fjodorowitsch (Karl Georg Otto) von Meck (1821-1876), dessen Vorfahren Ende des 16. Jahrhunderts aus Schlesien nach Livland ausgewandert waren. Im Laufe dieser Ehe wurden achtzehn Kinder geboren, von den elf das Erwachsenalter erreichten. Karl von Meck verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Ingenieur und Bauinspektor der staatlichen Eisenbahnlinien im Westen Russlands. Diese sichere Stellung, die ihm wenig Eigeninitiative erlaubte, gab er jedoch auf, bestärkt durch seine tatkräftige Frau, die kein Risiko scheute und ihren Mann auch in geschäftlichen Dingen unterstützte. Die Familie, die zunächst sehr bescheiden gelebt hatte, genoss bald echten Luxus, nachdem sich Karl von Meck zu einem jener Magnaten entwickelt hatte, die der Politiker Sergej Juljewitsch Witte treffend als „Eisenbahnkönige Russlands“ bezeichnete. Von anderen Eisenbahnmagnaten hob sich Karl von Meck durch seine besondere Aufrichtigkeit ab. Sergej Witte, der sich verächtlich und sarkastisch über viele russische Unternehmer äußerte und sie für „kapitalistische Haifische“ hielt, beschrieb Karl von Meck indes als „sehr korrekten Deutschen“ (Sergej Jul’evič Vitte. Vospominanija [Erinnerungen], Bd. 1. Moskau 1960, S. 126).


    Als Karl von Meck 1876 starb, hinterließ er seiner Frau ein Haus in Moskau, ein Landgut in Brailow (in der heutigen Ukraine), ein Vermögen von mehreren Millionen Rubel und die Kontrolle über zwei Eisenbahnlinien. Von nun an lebte Nadeshda von Meck sehr zurückgezogen. Sie verkaufte eine der Bahnlinien und leitete mit ihrem Bruder Alexander und dem ältesten Sohn Wladimir erfolgreich die andere. Das Leben der Großfamilie und die Erziehung der zahlreichen Kinder wurden von mehreren Hausangestellten, Dienern, Erziehern, Lehrern usw. unterstützt. Zu den Angestellten gehörte auch ein Musiker, der die Kinder unterrichtete und mit der Hausherrin musizierte. Der große Hausstand wurde von Nadeshda von Meck geführt und beherrscht.

    Nadeshda von Meck ließ verschiedenen Musikern ihre Unterstützung zukommen. Zu diesem Kreis gehörte Nikolaj Rubinstein, dessen Talent die Mäzenin sehr bewunderte. 1880 war der schwer erkrankte Violinist und Komponist Henryk Wieniawski in ihrem Haus zu Gast. Im selben Jahr war Claude Debussy in ihrem Hause als Musiker und als ihr Klavierpartner angestellt, und er begleitete sie auf einer Reise in die Schweiz, nach Frankreich und Italien.

    Im Mittelpunkt ihrer Musikleidenschaft stand das Schaffen von Peter Iljitsch Tschaikowsky, dessen Orchesterfantasie „Der Sturm“ op. 18 sie zutiefst beeindruckte. Nadeshda von Meck beauftragte 1876 den Komponisten durch seinen einstigen Theorieschüler, den Geiger Jossif Kotek, der zu jener Zeit bei ihr angestellt war, ein Stück für Violine und Klavier gegen ein großzügiges Honorar zu komponieren. Von Dezember 1876 an verband die beiden eine fast vierzehn Jahre währende, einzigartige Korrespondenz, in deren Verlauf 1204 Briefe gewechselt wurden. Dabei wurde verabredet, dass die Briefpartner auf persönliche Begegnungen verzichten würden. Bei vereinzelten zufälligen Begegnungen im Laufe dieser Zeit sah man sich nur von Ferne, man wechselte kein Wort miteinander. Dabei wurde Tschaikowsky mehrmals zu Besuchen auf die Landgüter Nadeshda von Mecks in Zeiten ihrer Abwesenheit eingeladen. Zudem hielten sich beide Korrespondenten gelegentlich zur gleichen Zeit an gleichen Orten im Ausland auf. Diese Aufenthalte wurden aber so geregelt, dass es nicht zu direkten Treffen kam. Der Zufall indes brachte es mit sich, dass sie zu „Verwandten“ wurden: 1883 heiratete ein Sohn Nadeshda von Mecks, Nikolaj (1863-1929), der später zu einem der bedeutendsten Eisenbahnunternehmer Russlands avancierte, Tschaikowskys Nichte Anna Lwowna Dawidowa (1864-1942).


    Die großzügige materielle Unterstützung seitens Nadeshda von Mecks, die Tschaikowsky von Ende 1877 an eine Jahresrente von 6000 Rubel, eine gewaltige Summe zu jener Zeit, auszahlte, brachte dem Komponisten die finanzielle Unabhängigkeit. Sie ermöglichte ihm, seine ungeliebte Lehrtätigkeit am Moskauer Konservatorium aufzugeben und als freier Komponist zu leben, ins Ausland zu fahren und ein sehr komfortables Leben zu führen. Dank Nadeshda von Mecks Unterstützung konnte Tschaikowsky seine finanziellen Obliegenheiten in Folge seiner Scheidung regeln, was bedeutete, dass er nach der Beendigung der misslungenen Ehe keine weiteren Forderungen zu befürchten hatte.

    Seine Dankbarkeit der großzügigen Gönnerin gegenüber bezeugte Tschaikowsky immer wieder; besonders bekannt wurde die Widmung seiner Symphonie Nr. 4 (1877) an „meinen Freund“ (der Verzicht auf die Namensnennung entsprach Nadeshda von Mecks Wunsch).


    Nadeshda von Meck unterstützte den zu Depressionen neigenden Komponisten auch moralisch. Diese Freundschaft auf Distanz war von großer Bedeutung für den Komponisten und gab ihm zweifellos wichtigen Halt in der Zeit seiner schweren Krise Mitte bis Ende der 1870er Jahre, die ihn an die Grenze des Selbstmordes führte. Und auch später noch erwies sich die Brieffreundschaft als sehr fruchtbar für das Schaffen des Komponisten. Unter anderem ermutigte ihn Nadeshda von Meck dazu weiter zu komponieren, nachdem seine Symphonie Nr. 5 von Kritikern stark angegriffen worden war.

    Nach bisherigem Wissensstand erhielt Tschaikowsky am 22. September (4. Oktober) 1890 einen (verschollenen) Brief von Nadeshda von Meck, in dem sie den Briefwechsel und die Rente für beendet erklärte. Der vermeintliche Grund für diese Entscheidung – schwere finanzielle Verluste – wird inzwischen bestritten. Ein anderer Grund, nämlich dass Nadeshda von Meck erst zu jenem Zeitpunkt von der Homosexualität Tschaikowskys erfahren hätte, erscheint ebenfalls unwahrscheinlich. Eher war diese Entscheidung möglicherweise durch die Tatsache beeinflusst, dass Tschaikowsky ab 1888 eine jährliche Rente von 3000 Rubel von Zar Alexander III. erhielt. Auch könnte der geschwächte Gesundheitszustand von Nadeshda von Mecks dazu geführt haben, dass sie die Kontrolle über ihre Geschäfte nicht mehr allein ausüben konnte und gezwungen war, den Forderungen ihrer Verwandten zu entsprechen, die zum Teil offensichtlich nicht mit der Auszahlung der Rente an Tschaikowsky einverstanden waren.

    Bald nach dem Tod Tschaikowskys verstarb Nadeshda von Meck in Nizza an Tuberkulose. Ihrer Schwiegertochter Anna von Meck zu Folge konnte sie Tschaikowskys Tod nicht verwinden (Anthony Holden. Tchaikovsky: A Biography, N.Y., 1995, p. 401).

    Würdigung

    Die Korrespondenz zwischen Tschaikowsky und Nadeshda von Meck wurde in einer drei Bände umfassenden Briefsammlung erstmals 1934-1936 veröffentlicht (Čajkovskij, P. I. Perepiska s N. F. fon Mekk [Briefwechsel mit N. F. von Meck]. 3 Bde., hg. von W. A. Shdanow und N. T. Shegin. Moskau/Leningrad 1934-1936). Diese Ausgabe wurde 2004 in Moskau wieder abgedruckt (Čajkovskij i Nadežda Filaretovna fon Mekk. Perepiska v 3 tomach [Tschaikowski und Nadeshda Filaretovna von Meck. Briefwechsel in 3 Bänden]. Moskau 2004).

    Die deutschsprachige Ausgabe von Ena von Bauer und Hans Petzold (Hg.), „Teure Freundin. Peter Iljitsch Tschaikowski in seinen Briefen an Nadeshda von Meck“ (Leipzig 1964) bietet eine sorgfältig getroffene Auswahl von Briefen, deren Übersetzung ein hohes Niveau hat. Diese Ausgabe stellt bis heute eine der wichtigsten Quellen für die deutschsprachige Tschaikowsky-Forschung dar.


    „Tschaikowskis Beziehung zu Nadeshda Filaretowna von Meck hat etwas Einmaliges und findet in anderen Künstlerbiographien kaum eine Parallele“, so charakterisierte Constantin Floros die ungewöhnliche Brieffreundschaft (Constantin Floros. Peter Tschaikowsky. Reinbek 2006, S. 41). Für beide Korrespondenten war der Briefwechsel von großer Bedeutung, und er bietet sehr wertvolle Informationen sowohl zur Biografie des Komponisten, der in den Briefen detailliert seine Reisen, Eindrücke, Stimmungen u.a. schilderte, als auch zu seinem Schaffen, wie etwa zur Entstehung seiner Werke sowie zu seinen ästhetischen und künstlerischen Neigungen, Überzeugungen und philosophisch-religiösen Ansichten. In Nadeshda von Meck fand der Komponist eine kongeniale und kompetente Musikliebhaberin und einen Menschen von großem Einfühlungsvermögen und Mitgefühl. Auch die gelegentlich polemisch geführte Korrespondenz wurde von Tschaikowsky geschätzt, denn sie inspirierte ihn, seine Ideen klar zu formulieren.

    In den 1880er Jahren änderte sich allmählich der Charakter des Briefwechsels, der weniger emotional und zunehmend sachlicher wurde; auch die Zeitabstände zwischen den Briefen vergrößerten sich, was nicht zuletzt durch die angeschlagene Gesundheit der Korrespondentin zu erklären war, denn Nadeshda von Meck litt an Tuberkulose und Arm-Atrophie.


    Der Briefwechsel zeigt nicht nur Tschaikowsky als genialen Komponisten, seine Charakterzüge, seine Stärken und Schwächen als Mensch mit all seinen Höhen und Tiefen. Er spiegelt zugleich eine außerordentliche Frau, deren vielschichtige und komplexe Persönlichkeitsstruktur den Klischees ihrer Zeit nicht entsprach und die viele Tabus zur Sprache brachte. Höchst intelligent, empfindsam und (selbst)kritisch demonstriert Nadeshda von Meck in ihren Briefen eine erstaunliche Fähigkeit zur schonungslosen Reflexion: Eingebunden in eine enorm große Familie, äußert sie sich sehr skeptisch und bisweilen negativ über die Institution Ehe. Beinahe stolz spricht sie über sich selbst von ihrer „Unweiblichkeit“ und behauptet, sie sei „sehr unsympathisch in ihren persönlichen Beziehungen“; das Klima in der eigenen Familie schildert sie als „kameradschaftlich“ und eher „männlich“ (zit. n. Alexander Poznansky. Tchaikovsky: The Quest for the Inner Man. N.Y., etc., 1993, p. 198). Jeglicher Sentimentalität abhold bezeichnete sie sich in ihrem Brief an Tschaikowsky vom 12. (24.) November 1877 als „pantheistisch“ und ihre Religion als „idealen Materialismus“ (zit. n. Ena von Bauer, Hans Petzold (Hrsg.). Teure Freundin. Peter Iljitsch Tschaikowski in seinen Briefen an Nadeshda von Meck. Leipzig 1964, S. 107). Insgesamt vermittelt diese Korrespondenz den Eindruck, dass Nadeshda von Meck sehr menschenscheu war, zerrissen durch Konflikte zwischen dem Materiellen und dem Ideellen, dem praktischen Leben und der Kunst. Sie scheint ein freier Geist in feindseligen gesellschaftlichen Umständen gewesen zu sein.

    Rezeption

    In der russischen Tschaikowsky-Literatur wurde der Beziehung zwischen Tschaikowsky und Nadeshda von Meck von Anfang an große Bedeutung beigemessen. Der Briefwechsel zwischen beiden wurde und wird in der russischen und sowjetischen Literatur häufig zitiert und als wichtigste Quelle zum Verständnis von Leben und Schaffen des Komponisten bewertet.

    Auseinandersetzungen darüber zog indes die von Tschaikowskys Bruder verfasste Biografie des Komponisten nach sich (Čajkovskij, Modest. Žizn‘ Petra Il’iča Čajkovskogo [Das Leben von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky]. 3 Bde. Moskau/Leipzig 1900-1902), denn Modest Iljitsch Tschaikowsky erklärte u.a. den plötzlichen Bruch zwischen dem Komponisten und seiner Mäzenin damit, dass die reiche Dame schlicht ihr Interesse an Tschaikowsky verloren habe. Seine Darstellung und Interpretation der Ereignisse erklärt sich vermutlich durch die komplexe Beziehung zwischen den Brüdern Tschaikowsky und nicht zuletzt durch einen gewissen Neid seitens Modest Iljitsch Tschaikowsky.


    1939 wurde der deutsche Film „Es war eine rauschende Ballnacht“ produziert (Regisseur und Produzent: Carl Froelich), in dem Tschaikowskys Biografie sehr frei dargestellt wurde (Drehbuch: Géza von Cziffra). Dieser erste melodramatische und naive Versuch, Tschaikowskys Leben zu verfilmen, ist indes vor allem dank der schauspielerischen Leistungen von Zarah Leander (Katharina Alexandrowna Murakina), Marika Rökk (Tänzerin Nastassja Petrowna Jarowa) und Hans Stüwe (Tschaikowsky) von bleibender historischer Bedeutung. http://www.filmportal.de/df/ca/Uebersicht,,,,,,,,165DA82CBB7242C1855A0456884AA144,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html


    1969 entstand der sowjetische Film „Tschaikowsky“ (Regisseur: Igor Talankin) auf der Grundlage des Briefwechsel von Peter I. Tschaikowsky und Nadeshda von Meck (Tschaikowsky: Innokenti Smoktunowski; Nadeshda von Meck: Antonina Schuranowa).

    http://www.ruskino.ru/mov/2993


    1970 wurde der biografische britische Film „The Music Lovers“ (deutscher Titel „Genie und Wahnsinn“) nach der von Catherine Drinker Bowen und Barbara von Meck herausgegebenen Briefsammlung mit Richard Chamberlain als Tschaikowsky und Izabella Telezynska als Nadeshda von Meck gedreht (Regisseur und Produzent: Ken Russel).

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Music_Lovers

    Quellen

    I. Literatur zu Peter I. Tschaikowsky und Nadeshda von Meck


    Čajkovskij, Modest. Žizn‘ Petra Il’iča Čajkovskogo [Das Leben von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky]. 3 Bde. Moskau/Leipzig 1900-1902. Englisch: Tchaikovsky, Modest: The Life And Letters Of Peter Ilich Tchaikovsky, University Press of the Pacific, 2004


    Čajkovskij, P. I. Perepiska s N. F. fon Mekk [Briefwechsel mit N. F. von Meck]. 3 Bde. Hrsg. von W. A. Shdanow und N. T. Shegin. Moskau/Leningrad 1934-1936.


    Bowen, Catherine Drinker, von Meck, Barbara. The Music Lovers: The Story of Tchaikowsky and Nadejda von Meck. N.Y., 1937. Deutsch: Bowen, Catherine Drinker, von Meck, Barbara. Geliebte Freundin. Tschaikowskis Leben und sein Briefwechsel mit Nadeshda von Meck. Aus dem Englischen von W. F. Groeder. Leipzig o.J. (1938)


    Die seltsame Liebe Peter Tschaikowsky‘s und der Nadjeschda von Meck. Briefwechsel Peter Tschaikowsky’s mit Frau Nadjeschda von Meck aus dem Russischen übersetzt von Sergei Bortkiewicz. Leipzig o.J. (um 1938)


    von Bauer, Ena, Petzold, Hans (Hrsg.). Teure Freundin. Peter Iljitsch Tschaikowski in seinen Briefen an Nadeshda von Meck. Leipzig 1964


    Berberova, Nina. Tschaïkovski. Arles, 1987; Deutsch: Berberova, Nina. Tschaikowsky. Eine Biographie. Übersetzt von A. Kamp. Reinbek 1994


    'To my best friend'. Correspondence between Tchaikovskyand Nadezhda von Meck. 1876-1878, translated by Galina von Meck. Ed. by E. Garden and N. Gotteri. With an Introduction by E. Garden. Oxford, 1993


    Čajkovskij i Nadežda Filaretovna fon Mekk. Perepiska v 3 tomach [Tschaikowski und Nadeshda Filaretovna von Meck. Briefwechsel in 3 Bänden]. Moskau 2004


    Troyat, Henri. La Baronne et le Musicien. Madame von Meck et Tchaïkovski. Paris, 2006



    II. Literatur zu Tschaikowskys Leben und Schaffen


    Hruby, Karl. Peter Tschaikowsky. Eine monographische Studie. Leipzig 1902


    Warrack, John. Tchaikovsky. London, 1973


    Helm, Everett. Peter I. Tschaikowsky. Reinbek 1976


    Brown, David. Tchaikovsky: The Crisis Years, 1874-1878. N. Y., 1983


    Volkoff, Vladimir. Tchaïkovsky. Paris, 1983


    Garden, Edward. Tschaikowsky, Leben und Werk. Stuttgart 1986


    Brown, David. Tchaikovsky: The Years of Wandering. N.Y., 1986


    Ders. Tchaikovsky: The Final Years. N.Y., 1992


    Poznansky, Alexander. Tchaikovsky: The Quest for the Inner Man Lime Tree. N.Y., etc., 1993


    Holden, Anthony. Tchaikovsky: A Biography. N.Y, 1995


    Poznansky, Alexander. Tschaikowskys Tod. Geschichte und Revision einer Legende. Mainz 1998


    Brown, David. Tchaikovsky: The Man and his Music. London, 2006


    Floros, Constantin. Peter Tschaikowsky. Reinbek 2006



    III. Literatur zur Familie von Meck und ihrem Unternehmen


    Mekk, Nikolaj Karlovič. Ėkonomika transporta i eё perspektivy v našem otečestve [Transportwirtschaft und ihre Perspektiven in unserem Vaterland]. Petrograd 1921


    Ders. Buduščie puti soobščenija Zapadnoj Sibiri [Zukünftige Verbindungswege in West-Sibirien]. Moskau 1928.


    Vitte, Sergej Jul’evič. Vospominanija [Erinnerungen], Bd. 1. Moskau 1960


    Paltusova, I. N. Dinastija fon Mekk [Die Dynastie von Meck]. In: Trudy Gosudarstvennogo Istoričeskogo muzeja [Schriften des Staatlichen Historischen Museums], Bd. 98. Moskau 1997, S. 149-167


    Predprinimatel’stvo i predprinimateli Rossii. Ot istokov do načala XX veka [Unternehmungen und Unternehmer Russlands. Von den Ursprüngen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts]. Мoskau 1997


    Istorija predprinimatel’stva v Rossii [Unternehmensgeschichte Russlands], Bd. 2. Vtoraja polovina ХIХ – načalo ХХ veka [2. Hälfte des 19. – Anfang des 20. Jahrhundert]. Мoskau 1999


    Gavlin, M. L. Dinastija „železnodorožnych korolej“ fon Mekk [Die Dynastie der „Eisenbahnkönige“ von Meck]. In: Ėkonomičeskaja istorija. Obozrenie [Wirtschaftsgeschichte. Umschau], Bd. 7. Hrsg. von L. I. Borodkin. Мoskau 2001, S. 133-152



    Links


    http://www.hist.msu.ru/Labs/Ecohist/OB7/gavlin.htm

    (Beschreibung der Dynastie der „Eisenbahnkönige“ von Meck, Stand: 2. Oktober 2009)

    Forschung

    In der russischen Tschaikowsky-Literatur wurde der Beziehung zwischen Tschaikowsky und Nadeshda von Meck von Anfang an große Bedeutung beigemessen. Der Briefwechsel zwischen beiden wurde und wird in der russischen, sowjetischen und deutschsprachigen Literatur häufig zitiert und als wichtigste Quelle zum Verständnis von Leben und Schaffen des Komponisten bewertet.

    Forschungsbedarf

    Eine Reihe biografischer Umstände in Nadeshda von Mecks Lieben, darunter der Abbruch der Korrespondenz mit Tschaikowsky im Jahre 1890, bedürfen weiterer Klärung. Umfassende Recherchen nach Archivmaterial und dessen Aufarbeitung stehen noch aus. Auch die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Korrespondenz und dem Schaffensprozess bei Tschaikowsky bedarf noch der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, ebenso die ständige Polemik der Korrespondenten um weltanschauliche und philosophische Fragen (beispielsweise wurde Tschaikowskys reges Interesse am Idealismus und der Mystik in der sowjetischen Musikforschung übergangen bzw. missinterpretiert).

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 8184832
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 118845454
    Library of Congress (LCCN): n90600207
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Marina Lobanova, 12. Juli 2009

    Übersetzung: David Babcock


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 08.10.2009
    Zuletzt bearbeitet am 13.05.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Nadeshda von Meck“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.5.2014
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Nadeshda_von_Meck