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  • Nadeshda Sabela-Wrubel

    von Marina Lobanova
    Die Sängerin Nadeshda Sabela-Wrubel
    Namen:
    Nadeshda Sabela-Wrubel
    Lebensdaten:
    geb. in Kowno, Russisches Reich (heute: Kaunas, Litauen)
    gest. in St. Petersburg, Russisches Reich

    Tätigkeitsfelder:
    Russische Opern- und Konzertsängerin (Sopranistin); Muse von Nikolaj Andrejewitsch Rimski-Korsakow; Ehefrau und Muse des Malers Michail Alexandrowitsch Wrubel; Kultfigur des russischen Symbolismus.
    Charakterisierender Satz:

    "Голос, ни с чем несравнимый, ровный-ровный, легкий, нежно-свирельный и полный красок или, точнее, сменяющихся переливов одной какой-то краски, предельно выразительный, хотя и совершенно спокойно льющийся. Казалось, сама природа, как северный пастушок, играет или поет на этом одушевленном музыкальном инструменте. И сколько любви было в этом пении, но любви не совсем человеческой: душа сказки сливалась в нем с душой человека! И какой облик! Возможно ли было, раз увидев это существо, не обольститься им на всю жизнь! Эти широко расставленные сказочные глаза, пленительно-женственная, зазывно-недоуменная улыбка, тонкое и гибкое тело и прекрасные длинные руки."


    [„Ihre Stimme war unvergleichlich: extrem einheitlich, leicht, zärtlich wie eine Hirtenflöte und reich an Farben, genauer gesagt: reich an wechselnden Schattierungen einer bestimmten, sehr ausdrucksstarken, jedoch ruhig fließenden Farbe. Es schien, als ob die Natur selbst wie ein kleiner nördlicher Hirt auf diesem beseelten Musikinstrument spielte oder sänge. Und wie viel Liebe gab es in diesem Gesang, eine Liebe nicht ganz menschlicher Art: die Seele des Märchens verschmolz in ihm mit der Seele des Menschen! Und was für eine Erscheinung! Wäre es überhaupt möglich, einmal dieses Geschöpf zu sehen, ohne von ihm für‘s ganze Leben fasziniert zu sein! Diese weit auseinander liegenden Märchenaugen, das reizende weibliche Lächeln, der schlanke und bewegliche Körper und die schönen langen Arme.“]


    Michail Fabianovič Gnesin. Mysli i vospominanija o N. A. Rimskom-Korsakove [Gedanken und Erinnerungen an N. A. Rimski-Korsakow]. Moskau 1956, S. 273- 274.


    Profil

    Nadeshda Sabela-Wrubel gilt in der russischen Kulturgeschichte als Inkarnation des Poetischen, Märchenhaften und „Ewigweiblichen“. Sie verkörperte Visionen der führenden russischen Musiker, Maler und Kulturträger. Sie war eine herausragende Sängerin, die als kongeniale Interpretin der Werke Nikolaj Rimski-Korsakows gefeiert wurde. Als Muse und Modell inspirierte sie den russischen Maler, ihren Ehemann Michail Wrubel, der sie in mehreren seinen Meisterwerken darstellte.

    Orte und Länder

    Nadeshda Sabela-Wrubel wurde in Kowno (Russisches Reich, heute Kaunas, Litauen) geboren. Ihrer Musikausbildung absolvierte sie in Kiew und St. Petersburg; später vervollkommnete Sabela ihre Gesangskunst privat in Paris. Sie trat vornehmlich im Russischen Reich (St. Petersburg, Tiflis, Charkow, Moskau, Rostow am Don, Jekaterinodar) und in Deutschland auf (Berlin, Dresden usw.); während ihrer Hochzeitsreise besuchte sie mit ihrem Ehemann Michail Wrubel die Schweiz (Genf, Luzern). Sabelas wichtigste künstlerische Erfolge sind mit der russischen Oper in Moskau verbunden.

    Biografie

    Nadeshda Iwanowna Sabela wurde am 1. April (nach julianischem Kalender am 20. März) 1868 in Kowno, Russisches Reich (heute: Kaunas, Litauen) geboren. Sie stammte aus der alten polnischen Adelsfamilie Sabello (polnisch: Zabiełło, litauisch: Zabiela), die seit dem 14./15. Jahrhundert im Großfürstentum Litauen lebte. Die männlichen Vertreter dieser Familie, die sich vornehmlich auf militärischem Gebiet hervortaten, waren berühmt für ihren Mut.


    Im 19. Jahrhundert wurden einige Mitglieder der Familie Sabela (andere Schreibweise: Sabella) auch als Künstler bekannt: Ein Großonkel Nadeshda Sabelas, Viktor Nikolajewitsch Sabela (Sabila; 1808-1869) etablierte sich als Dichter, und ihr Onkel war der bekannte Bildhauer Parmen Petrowitsch Sabello (1830-1917). Nadeshda Sabelas Vater, Iwan Petrowitsch Sabela (1827-1903), war künstlerisch und musikalisch begabt. Obwohl er seinen Lebensunterhalt als Beamter des Zaren verdiente, verlor er sein Interesse für die Malerei und die Musik nicht. Er förderte die grundlegende und vielseitige Ausbildung seiner Töchter Jekaterina und Nadeshda, die aus seiner Ehe mit Jelisaweta Jakowlawna Sabela, geb. Makarowa, hervorgingen. Jekaterina Iwanowna Sabela (1858-1918) studierte Klavier an der Musikfachschule in Kiew. Später heiratete sie ihren Vetter Pjotr Nikolajewitsch Ge (1859-1927), den jüngsten Sohn des russischen Malers Nikolai Nikolajewitsch Ge (1831-1894), der mit ihrer Tante, Anna Petrowna Sabela, verheiratet war.


    Nadeshda Iwanowna Sabela studierte von 1878 bis 1883 am Institut für adlige Mädchen in Kiew und schloss ihre Ausbildung dort mit der großen silbernen Medaille ab. Neben einer ausgezeichneten allgemeinen Ausbildung erhielt sie an diesem Institut auch ihre erste musikalische Ausbildung im Fach Klavier bei dem Spezialisten für ukrainische Musik, Nikolaj Witaljewitsch Lyssenko (ukr.: Микола Віталійович Лисенко; 1842-1912). Von 1885 bis 1991 studierte Nadeshda Sabela Gesang bei einer der renommiertesten russischen Gesangsprofessorinnen am St. Petersburger Konservatorium, einer Schülerin von Henriette Nissen-Saloman und Pauline Viardot-Garcia, Natalia Alexandrowna Irezkaja (1845-1922) (s.: Arkadij Michajlovič Pružanskij. Otečestvennye pevcy. 1750-1917. Slovar'. [Vaterländische Sänger. 1750-1917. Lexikon], Teil 1. Moskau 1991, S. 201). Sabelas erfolgreiches Debüt fand am 18. Dezember 1888 statt: Sie trat als Natalia in der Oper "Der Opritschnik" von Peter I. Tschaikowsky in einer Inszenierung des St. Petersburger Konservatoriums auf. Sie überzeugte Presse und Publikum auch als Beethovens Leonore in einer Studentenaufführung, die am 9. Februar 1891 im privaten Panajew-Theater in St. Petersburg stattfand.


    Nach dem Abschluss am Konservatorium ging Nadeshda Sabela ins Ausland. Sie wurde von Anton Rubinstein eingeladen, eine Konzertreise durch Deutschland zu machen, dabei besuchte sie u.a. Berlin und Dresden. 1892 bildete sie sich in Paris bei der berühmten Gesangspädagogin Mathilde Marchesi de Castrone (1821-1913) weiter.


    1893 kehrte Nadeshda Sabela nach Russland zurück und setzte ihre Laufbahn zunächst am Opernhaus in Kiew fort und arbeitete dort mit dem Regisseur, Sänger und Impresario Iossif Jakowlewitsch Setow (1826-1893) zusammen. 1894/95 trat sie in Tiflis auf, im Rahmen des privaten Opernunternehmens von Wiktor Ludwigowitsch Forkatti.


    Von 1895 bis 1904 sang Nadeshda Sabela an der privaten russischen Oper in Moskau, die unter verschiedenen Namen bekannt war (darunter: "Teatr Krotkova" = „Krotkows Theater“; "Častnaja opera Vinter" = "Winters Privatoper"). In die Musikgeschichte ging sie als „Mamontows Privatoper“ ein – benannt nach dem berühmten Mäzen, Kunst- und Musikliebhaber Sawwa Iwanowitsch Mamontow (1841-1918), der dieses Unternehmen finanzierte.

    Von nachhaltiger Bedeutung erwies sich Nadeshda Sabelas Auftritt als Gretel in Engelbert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel", die durch Mamontows privates Opernunternehmen während eines Gastspiels in St. Petersburg am 2. Januar 1896 aufgeführt wurde. Während der Proben lernte Nadeshda Sabela den Maler Michail Alexandrowitsch Wrubel (1856-1910) kennen, der an der Bühnengestaltung jener Inszenierung beteiligt war. Wrubel war von ihrer Stimme begeistert. Wenig später machte er der Sängerin einen Heiratsantrag. Dies war der Beginn einer faszinierenden künstlerischen Verbindung: Nadeshda Sabela wurde zur Inspirationsquelle und Muse eines der bedeutendsten russischen Maler, des Wortführers des russischen Symbolismus. Wrubel hinterließ zahlreiche Bilder, die seine Frau darstellen, er gestaltete ihre szenischen Kostüme und ihre alltäglichen Kleider sowie ihre Schminke, und er konzipierte die Bühnenbilder für ihre Auftritte.


    Wrubel und Sabela heirateten am 28. Juli 1896 in der russisch-orthodoxen Kirche in Genf. Nach einem Aufenthalt in Luzern, wo Wrubel einen Auftrag zu vollenden hatte, machte das Künstlerpaar eine Hochzeitsreise und ließ sich anschließend in Charkow nieder, wo Nadeshda Sabela-Wrubel für die Saison 1896/97 als Opernsängerin engagiert war und große Erfolge als Tatjana in Peter I. Tschaikowskys "Eugen Onegin" und als Margarethe in Charles Gounods "Faust" feierte.


    Der Höhepunkt von Nadeshda Sabela-Wrubels sängerischer Laufbahn blieben ihre Bühnenauftritte während der Jahre 1895 bis 1904 in Sawwa Mamontows Moskauer Privatoper, in der sie von 1897 bis 1904 als erste Sopranistin wirkte. Die Sängerin war nicht nur die Muse Wrubels, sondern auch die des russischen Komponisten Nikolaj Andrejewitsch Rimski-Korsakow. Sein Opernschaffen war maßgeschneidert für ihr Talent: Sabela-Wrubel verwirklichte in vollkommener Weise die phantastischen, märchenhaften und tragischen Gestalten in seinen Opern, etwa die Zarewna Wolchowa in "Sadko", das als Nixe verzauberte Mädchen in "Die Mainacht", Snegurotschka in "Das Schneeflöckchen", Olga in "Das Mädchen von Pskow", Wera in "Die Bojarin Wera Scheloga", die Schwan-Zarewna im "Märchen vom Zaren Saltan", Marfa in "Die Zarenbraut" oder die Zarewna Herzliebste Schöne in "Der unsterbliche Katschschej". Die vier letztgenannten Partien wurden unter dem unmittelbaren Einfluss der vokalen und darstellerischen Möglichkeiten Nadeshda Sabela-Wrubels von Rimski-Korsakow konzipiert.

    Die erste persönliche Begegnung Nadeshda Sabela-Wrubels mit dem Komponisten fand 1897 (1898) statt: Sabela-Wrubel sang die Rolle der Zarewna Wolchowa bei der zweiten Premiere der Oper "Sadko", die am 26. Dezember 1897 (nach gregorianischen Kalender am 7. Januar 1898) in Mamontows Privatoper uraufgeführt worden war.


    Das erfüllte Leben des Künstlerpaars wurde jedoch bald von einer Tragödie überschattet: Im August 1901 wurde der einzige Sohn Sabelas und Wrubels, Sawwa, geboren, den sie nach Sawwa Mamontow benannten. Anfang 1902 machten sich dann bei Michail Wrubel die ersten Anzeichen einer Geisteskrankheit bemerkbar. Im März 1902 diagnostizierte der bekannte Psychiater Wladimir Michailowitsch Bechterew (1857-1927) die Krankheit als unheilbar, die rasch extrem aggressive Formen annahm. Die Krankheit wurde durch den plötzlichen frühzeitigen Tod vom Wrubels und Sabelas Sohn Sawwa im Mai 1903 noch erschwert. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler in verschiedenen psychiatrischen Kliniken.


    1904 erhielt Sabela-Wrubel eine Einladung an das berühmte Mariinski Theater in St. Petersburg, wo sie eine Reihe von Auftritten absoliverte. Ihr war jedoch kein Glück beschieden: Die Krankheit des geliebten Ehemanns und ihre Sorgen um ihn hatten einen negativen Einfluss auf ihre Gesangskunst und auf ihre Stimme. Am 3. (17.) April 1910 verstarb Wrubel. 1911 verabschiedete sich Sabela-Wrubel von der Opernbühne. Jedoch wurden ihre Kammerkonzerte vom Publikum weiterhin sehr geschätzt. In ihren letzten Lebensjahren trat sie mit moderierten Konzerten in St. Petersburg, Moskau, Rostow am Don und Jekaterinodar auf, in denen sie von Wrubels Schaffen sprach und die Romanzen von Rimski-Korsakow sang. Am 20. Juni (3. Juli) 1913 fand ihr letzter Konzertauftritt in St. Petersburg statt. In der folgenden Nacht verstarb Nadeshda Sabela-Wrubel in ihrer Wohnung, Teatral'naja ploščad' 4 (Theaterplatz 4) in St. Petersburg. Begraben wurde sie neben ihrem Ehemann auf dem Friedhof des St. Petersburger Nowodewitschi-Klosters (http://funeral-spb.ru/necropols/novodev/zabela/).

    Würdigung

    Nadezhda Sabela-Wrubel wurde von Presse und Publikum als eine der bedeutendsten Interpretinnen der Opern Nikolaj Rimski-Korsakows geschätzt. Die Zuhörer waren sowohl von ihrer Stimme als auch von ihrer poetischen, bewegenden und psychologisch ausgeloteten Darstellungskunst fasziniert. Besonders gut gelang es ihr, märchenhafte Gestalten darzustellen. Ihre kreative Verbindung mit Wrubel machte sie zur Visionärin auf der russischen Bühne, zum Symbol des „Ewigweiblichen“ im russischen Symbolismus.

    Nadeshda Sabela-Wrubel sang die Uraufführungen etlicher Opern von Nikolaj Rimski-Korsakow teil: Sie sang die Titelpartie in der "Bojarin Wera Scheloga" sowie Marfa in der "Zarenbraut" und die Zarewna Herzliebste Schöne im "Unsterblichen Katschschej". Sie trat auch in zahlreichen Kammer- und Sinfoniekonzerten auf. Zu ihren Klavierbegleitern gehörte auch Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow; Sabela-Wrubel brachte seine Romanzen "Ostrovok" [„Kleine Insel“] op. 14, Nr. 2, "Sumerki" [„Die Dämmerung“] op. 21, Nr. 3, "Siren'" [„Der Flieder“] op. 21, Nr. 5, und "Zdes' chorošo" [„Es ist schön hier“] op. 21, Nr. 7 zur Uraufführung; die Romanze "Sumerki" war ihr auch gewidmet. Sie war weiterhin die erste Interpretin von Michail Gnessins Romanze "Snežinki" [„Die Schneeflocken“] (1908), der ihr zudem seine Romanzen "Vozdušnaja ptička" [„Luftvögelchen“], "Tumanny večera" [„Die Abende sind neblig“], "Nebesnaja rosa" [„Himmelstau“], "Ona, kak rusalka" [„Sie ist wie eine Nixe“] widmete. Zum Andenken an Sabela-Wrubel komponierte Gnessin die Romanze "Pomertvela beleja berëza" [„Eine weiße Birke starb“]. Sabela-Wrubel wurden auch die Romanzen "Eščë ja poln, o drug moj milyj" [„Ich bin noch erfüllt, oh, mein lieber Freund“" und "Nimfa" [„Die Nymphe“] von Nikolaj Rimski-Korsakow sowie "Žizn' eščë peredo mnoju" [„Das Leben liegt noch vor mir“] von Alexander Glasunow gewidmet.

    Rezeption

    Michail Wrubel stellte Nadeshda Sabela (Sabela-Wrubel) auf folgenden Gemälden dar:


    Muza [Die Muse] (1896). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;


    Genzel' i Gretel' [Hänsel und Gretel] (1896). Weißrussisches Museum für russische Kunst, Minsk;


    Portret artistki N. I. Zabely-Vrubel' v letnem tualete „Empire“ [Das Porträt der Artistin N. I. Zabela-Wrubel im Sommerkleid „Empire"] (1898). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;

    Carevna Volchowa. N. I. Zabela-Vrubel' v roli Volchovy v opere N. Rimskogo-Korsakova „Sadko" [Zarewna Wolchowa. N. I. Sabela-Wrubel in der Rolle der Wolchowa in der Oper „Sadko“ von N. Rimski-Korsakow]. (1898). Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg;


    Carevna-Lebed' [Schwan-Zarewna] (1900). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;


    Dama v lilovom. Portret N. I. Zabely-Vrubel' [Eine Dame in lila. Porträt von N. I. Sabela-Wrubel] (1901). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;


    Portret N. I. Zabely-Vrubel' na fone berëzok [Porträt von N. I. Sabela-Wrubel mit Birken im Hintergrund] (1904). Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg;


    Portret N. I. Zabely-Vrubel' na fone oboev [Porträt von N. I. Sabela-Wrubel mit Tapeten im Hintergrund] (1904). Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg;


    Portret N. I. Zabely-Vrubel' [Porträt von N. I. Sabela-Wrubel] (1904). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;


    Posle koncerta. Portret N. I. Zabely-Vrubel' u kamina [Nach dem Konzert. [Porträt von N. I. Sabela-Wrubel am Kamin] (1905). Tretjakow-Gemäldegalerie, Moskau;


    Ėskiz. Portret N. I. Zabely-Vrubel' [Skizze zum Porträt von N. I. Sabela-Wrubel] (1904/1905);


    Portret N. I. Zabely-Vrubel' [Porträt von N. I. Sabela-Wrubel] (1905).

    Werkverzeichnis

    "Listki vospominanij" [„Erinnerungsblätter“], in: "Muzyka" 1911, Nr. 15.

    Repertoire

    (Auswahl)


    I. Die Opernpartien (Komponist, Oper, Rolle)


    Ludwig van Beethoven:

    "Fidelio": Leonore;


    Georges Bizet:

    "Carmen": Micaëla;


    Michail Glinka:

    "Das Leben für den Zaren": Antonida;

    "Ruslan und Ludmila": Gorislawa; Ludmila;


    Christoph Willibald Gluck:

    "Orfeo ed Euridice": Euridice;


    Charles Gounod:

    "Faust": Margarethe;

    "Roméo et Juliette": Juliette;


    Engelbert Humperdinck:

    "Hänsel und Gretel": Gretel;


    Ruggero Leoncavallo:

    "Pagliacci": Nedda;


    Giacomo Meyerbeer:

    "L’Africaine": Ines;

    "Les Huguenots": Marguerite de Valois;


    Modest Mussorgski:

    "Boris Godunow": Xenia;


    Eduard Naprawnik:

    "Dubrowski": Mascha;


    Nikolaj Rimski-Korsakow:

    "Sadko": Zarewna Wolchowa;

    "Die Mainacht": das als Nixe verzaubertes Mädchen;

    "Das Schneeflöckchen": Snegurotschka;

    "Das Mädchen von Pskow": Olga;

    "Die Bojarin Wera Scheloga": Wera;

    "Das Märchen vom Zaren Saltan": die Schwan-Zarewna;

    "Die Zarenbraut": Marfa;

    "Der unsterbliche Katschschej": Zarewna Herzliebste Schöne Tausendschön;

    "Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronia": Fewronia (nur in Konzerten);


    Anton Rubinstein:

    "Der Dämon": Tamara;

    "Nero": Chrysa;


    Alexander Serow:

    "Des Feindes Macht": Dascha;


    Charles Louis Ambroise Thomas:

    "Mignon": Mignon;


    Peter I. Tschaikowsky:

    "Ewgeni Onegin": Tatjana;

    "Masepa": Maria;

    "Iolanta": Iolanta;

    "Die Pantöffelchen": Oxana;

    "Der Opritschnik": Natalia;

    Giuseppe Verdi:

    "Otello": Desdemona";

    "Rigoletto": Gilda;

    "La Traviata": Violetta Valéry;


    Richard Wagner:

    "Lohengrin": Elsa von Brabant;

    "Tannhäuser": Elisabeth;

    "Das Rheingold": Freia;



    II. Kammermusikwerke


    Romanzen und Lieder von Mili Balakirew, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, César Cui, Alexander Dargomyschski, César Franck, Alexander Glasunow, Michail Gnessin, Franz Liszt, Modest Mussorgski, Max Reger, Nikolaj Rimski-Korsakow, Anton Rubinstein, Franz Schubert, Robert Schumann, Alexander Spendiarow, Igor Strawinsky, Sergei Tanejew, Peter I. Tschaikowsky, Nikolaj Tscherepnin und Hugo Wolf.

    Quellen

    I. Bücher über N. Sabela-Wrubel


    Jankovskij, Moisej Jakovlevič. N. I. Zabela. Moskau/Leningrad 1953;


    Barsova, Ljudmila Grigor'evna. N. I. Zabela-Vrubel': Glazami sovremennikov [N. I. Sabela-Vrubel: in Augen der Zeitgenossen]. Leningrad 1982;



    II. Artikel, Erinnerungen, Nekrologe


    F[indejzen], Nikolaj. "Sovremennye artisty: N. I. Zabela" [Die zeitgenössischen Artisten: N. I. Sabela], "RMG ", 1900, Nr. 4, Sp. 109—113;


    "N. I. Sabela-Vrubel. (Nekrolog)", "Rampa i žizn'", 1913, Nr. 26, S. 7-8;


    Janovskij, B. "Pamjati N. I. Zabely-Vrubel'" [Zum Andenken an N. I. Wrubel], "Rampa i žizn'", 1913, Nr. 27, S. 8;


    Rimskij-Korsakov, Nikolaj Andreevič. Letopis' moej muzykal'noj žizni [Chronik meines musikalischen Lebens]. Moskau 1926;


    Rimskij-Korsakov, Andrej Nikolaevič. N. A. Rimskij-Korsakov. Žizn' i tvorčestvo [N. A. Rimski-Korsakow. Leben und Schaffen], T. 4. Moskau 1937, S. 117-123, 153-170;


    Koposova-Deržanovskaja, Ekaterina Vasil'evna. "Zamečatel'naja russkaja pevica" [Eine ausgezeichnete russische Sängerin], "Sovetskaja muzyka", 1948, Nr. 4, S. 57;


    Rimskij-Korsakov. Issledovanija. Materialy, Pis'ma [Rimski-Korsakow. Forschungen. Materialien. Briefe] in 2 Bänden hrsg. von D. B. Kabalevskij u.a. Moskau 1953;


    Gnesin, Michail Fabianovič. Mysli i vospominanija o N. A. Rimskom-Korsakove [Gedanken und Erinnerungen an N. A. Rimski-Korsakow]. Moskau 1956;


    Svobodin, A. "Muza Vrubelja" [Wrubels Muse], "Sovetskaja muzyka", 1962, Nr. 3, S. 33;


    Fëdorov-Davydov, Aleksej Aleksandrovič. "Bogatstvo obrazov" [Reichtum an Gestalten], "Chudožnik", 1969, Nr. 4, S. 34-39;


    Barsova, Ljudmila Grigor'evna. "Iz ėpistoljarnogo nasledija N. I. Zabele-Vrubel'" [Aus dem Briefwechsel N. I. Sabela-Vrubels], in: Zapiski o teatre. Sbornik trudov [Notizen übers Theater. Forschungssammlung] . Leningrad 1974, S. 273-292;


    Rossichina, Vera. Opernyj teatr S. Mamontova [S. Mamontovs Operntheater]. Moskau 1985;


    "Korsakovskaja pevica" [Die Sängerin Rimski-Korsakows], in: V mire muzyki. 1988. Ežegodnik [In der Welt der Musik. Jahrbuch 1988], S. 28-29;


    Pružanskij, Arkadij Michajlovič. Otečestvennye pevcy. 1750-1917. Slovar'. [Vaterländische Sänger. 1750-1917. Ein Lexikon], Teil 1. Moskau 1991



    Links


    Kurzbiographien von Sabela-Wrubel (Russisch):

    http://www.tonnel.ru/?l=gzl&uid=212&op=bio:

    http://funeral-spb.ru/necropols/novodev/zabela/


    Die Sendung "Absoljutnyj sluch" [„Das absolute Gehör“] über Nadeshda Sabela-Wrubel (2012):

    http://www.youtube.com/playlist?list=PL1L6QhDuQF1HTX30ekUtYm7bTWgUL-6qp;

    Forschung

    Zum Leben und Werk Nadeshda Sabela-Wrubels liegen zwei Bücher und eine Reihe von Einzelpublikationen vor, es mangelt jedoch an umfassenden Darstellungen des Lebens und Wirkens dieser außergewöhnlichen Frau.

    Etliche Materialien zum Leben und Wirken von Nadeshda Iwanowna Sabela-Wrubel und Michail Alexandrowitsch Wrubel befinden sich im Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg, dem RGALI [Russisches Staatsarchiv für Literatur und Kunst] Moskau und dem Staatlichen Glinka-Museum für Musikkultur in Moskau.

    Forschungsbedarf

    Besonders wichtig wäre es, die Bedeutung Nadeshda Sabela-Wrubels in der russischen Musik-, Theater- und Kulturgeschichte aufgrund von gründlichen Quellenforschungen darzustellen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 71011328
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 136927491
    Library of Congress (LCCN): no98085864

    Autor/innen

    Marina Lobanova


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 21.08.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Nadeshda Sabela-Wrubel“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.8.2014.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Nadeshda_Sabela-Wrubel