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  • Nadeshda Obuchowa

    von Marina Lobanova
    Namen:
    Nadeshda Obuchowa (orig.: Надежда Андреевна Обу́хова)
    Lebensdaten:
    geb. in Moskau,
    gest. in Feodossija,

    Nach dem julianischen Kalender ist das Geburtsdatum von Nadeshda Obuchowa der 22. Februar 1886.
    Tätigkeitsfelder:
    Russische/sowjetische Opern- und Konzertsängerin, Mezzosopranistin
    Charakterisierender Satz:

    "Ей были доступны все оттенки, все нюансы, все краски. Она очень хорошо понимала, где необходима акварель, где масло, где пастель, как идти – от психологического момента или от чисто звукового, как дать глубоко эмоциональную сторону образа в идеальном вокальном воплощении".


    („Sie beherrschte alle Schattierungen, alle Nuancen, alle Farben. Sie verstand am besten, in welchen Fällen Aquarelle bzw. Pastelle bzw. Öl nötig war, wo man von psychologischen bzw. von rein klanglichen Aspekten ausgehen sollte, wie man die emotionale Tiefe der Gestalt perfekt durch den Gesang ausdrücken konnte“.)


    Mark Reisen, http://www.bolshoi.ru/persons/people/1548/


    Profil

    Nadeshda Obuchowa war eine berühmte russische Sängerin, die über eine ausgeprägte Gesangskultur verfügte und hohe Begabung mit einem tiefen Verständnis der dramatischen Gestaltung verband. Ihre Kunst setzte Maßstäbe in der klassischen russischen Operntradition. Obuchowa gilt als beste Interpretin der Mezzosopranpartien in den Opern von Nikolaj Rimski-Korsakow, Modest Mussorgski u.a. Sie war darüber hinaus auch eine gefragte Konzert- und Liedsängerin.

    Biografie

    Nadeshda Andrejewna Obuchowa wurde am 22. Februar / 6. März 1886 in

    Moskau geboren. Sie stammte aus einer Adelsfamilie; Obuchowas Großvater war der bekannte russische Dichter Jewgeni Baratinski (Baratynskij, 1800-1844); ihr Vetter war der Komponist Nikolai Obuchow (Nicolas Obouhov, 1892-1954). Da ihre Mutter, Maria Andrejewna Obuchowa, geb. Masaraki, 1888 an Tuberkulose starb und ihr Vater, Andrej Trofimowitsch Obuchow, im Militärdienst war und sich nicht um seine drei Kinder kümmern konnte, übergab er sie seinem Schwiegervater, Andrian Semjonowitsch Masaraki (1835-1906), der aus einer polnischen Militäradelsfamilie stammte und einer der Mitbegründer der Woronesh-Abteilung der Russischen Musikgesellschaft war.


    Obuchowa verbrachte ihre Kindheit auf dem Landgut ihres Großvaters im zentralrussischen Dorf Chworostjanka, Lipezk-Ujezd, Gouvernement Tambow (heute: Lipezk-Gebiet). Andrian Masaraki war ein feinsinniger Mensch und ein begeisterter Musikliebhaber, Mäzen und Kulturträger; er war mit den Brüdern Nikolaj und Anton Rubinstein befreundet. Von ihrem Großvater erhielt Obuchowa ihren ersten Klavierunterricht. Da Andrian Masaraki befürchtete, dass seine Enkelkinder auch an Tuberkulose erkranken könnten, fuhr er mit seinen Enkelinnen jeden Winter von 1899 bis 1906 nach Nizza. An der französischen und italienischen Riviera erhielten die Schwestern Obuchowa Privatunterricht; sie lernten perfekt die französische und italienische Sprache; in den Fächern russische Literatur und Geschichte wurden sie von einem russischen Emigranten, einem Freund von Gustave Flaubert, Iwan Turgenew und Alexander Herzen, einem so genannten Prof. Oserow, unterrichtet. In Nizza studierte Obuchowa von 1901 bis 1906 Gesang bei Eleonore Lipman, einer Schülerin von Pauline Viardot. Im Theater von Monte Carlo hörte Obuchowa Fjodor Schaljapin, der sie sehr faszinierte.


    1906 starb Andrian Masaraki, und die Schwestern Anna und Nadeshda Obuchowa kehrten nach Moskau zurück, wo sich nun ihr Onkel Sergei Trofimowitsch Obuchow um sie kümmerte, der seit 1900 als Kurator der kaiserlichen Theater tätig war. Von 1906 an studierte Obuchowa Gesang bei dem renommierten italienischen Gesangslehrer Umberto Masetti (1869–1919), der zahlreiche russische Sängerinnen und Sänger, darunter auch Antonina Neshdanowa, im Belcanto-Fach ausbildete. 1909 brach bei der Sängerin die Tuberkulose wieder aus, und so reiste Nadeshda Obuchowa mit ihrer Schwester nach Neapel, Sorrento und Capri. 1910 lernte Obuchowa in Moskau die Sängerin Antonina Neshdanowa kennen, die ihre Karriere in der Folge tatkräftig unterstützte. 1912 absolvierte Obuchowa die Prüfungen am Moskauer Konservatorium und begann, als Konzertsängerin aufzutreten. 1912 stellte sie sich im Mariinski Theater in St. Petersburg vor und wurde in dessen Operntruppe aufgenommen, jedoch wagte sie nicht, Moskau zu verlassen. 1912 heiratete sie Pawel Sergejewitsch Archipow, den Verwalter der technischen Abteilung des Bolschoi Theaters. Mit ihrem Ehemann, der Offizier wurde, ging sie 1914 an die Front (S. Poljaniwskij, Georgij Aleksandrovič. N. A. Obuchova. Moskau 1980, S. 17). Es ist unbekannt, wo Pawel Archipow verblieb.


    Nachdem Nadeshda Obuchowa von der Front nach Moskau zurückkehrt war (das genaue Datum ist unbekannt), wurde sie 1916 in die Operntruppe des Bolschoi Theaters aufgenommen und debütierte mit triumphalem Erfolg am 5. Februar 1916 als Polina in der Oper „Pique Dame“ von Peter I. Tschaikowsky. Bald avancierte sie zu einer der führenden russischen Sängerinnen und sang die wichtigsten Rollen im klassischen Repertoire. Zugleich trat sie als Konzert- und Kammersängerin auf, auch in Radiosendungen. Obuchowa blieb bis 1943 eine der führenden Solistinnen des Bolschoi Theaters. Nach ihrem Abtritt von der Opernbühne setzte sie ihre Konzerttätigkeit fort. Während des Zweiten Weltkriegs blieb sie in Moskau und sang häufig russische Romanzen und Lieder in Rundfunksendungen; von ihren Auftritten waren auch einfache Soldaten überaus begeistert und sandten ihr zahlreiche Briefe.

    Obuchowa starb am 14. August 1961 in Feodossija an Herzversagen; sie wurde auf dem Nowodewitschje-Friedhof in Moskau begraben (http://m-necropol.narod.ru).

    Würdigung

    Obuchowas Stimme besaß einen sehr großen Umfang, hatte einen ausgewogenen Klang in allen Registern und war von besonderer Leichtigkeit, Transparenz und Klarheit, was für eine Mezzosopranistin eher ungewöhnlich war. Diese Stimmqualitäten veranlassten ihre erste professionelle Lehrerin, Eleonore Lipman, sie für eine Sopranistin zu halten, entgegen Obuchowas eigener Einschätzung, eine Mezzosopranistin zu sein. Umberto Masetti erkannte die besondere Eignung Obuchowas als Mezzosopranistin und entwickelte ihre Fähigkeiten weiter. Die natürliche Stimmbegabung und Gesangskultur verband sich mit einem besonderen Sinn der Sängerin für Dramaturgie, szenischer Dynamik und Entwicklung. Ihre perfekte Technik diente nie dem Selbstzweck. Obuchowa erarbeitete sich jede Partie sehr sorgfältig und zeigte dabei sowohl große Feinsinnigkeit als auch eine außerordentliche analytische Begabung. In ihrer Interpretation der Ljubascha in der Oper „Zarenbraut“ von ihrem Lieblingskomponisten Rimski-Korsakow zeigte sie ein tiefes Verständnis der Tragik dieser Gestalt, die das Klischee des „bösen Weibs“ und der makabren Verbrecherin weit hinter sich ließ. In der Rolle der Ljubascha zeigte Obuchowa eine breite Palette an Emotionen, Affekten und Gefühlen, die von Verzweiflung bis Neid und Eifersucht reichte, von Liebe bis Hass, Verachtung und Todessehnsucht. Ihr Konzept der Rolle, das sie in dem Artikel „Moja Ljubaša“ [Meine Ljubascha] („Muzykal’naja žizn‘“ 5/1961) darlegte, ist bis heute aktuell.


    Zu den Höhepunkten in Obuchowas Karriere gehörte auch die Interpretation anderer Frauengestalten aus den Opern von Rimski-Korsakow sowie die Rolle der Marfa in Mussorgskis „Chowanschtschina“. Der berühmte Maler Michail Nesterow schuf ein Aquarell, das durch Obuchowas Verkörperung der Marfa inspiriert wurde und das er der Sängerin schenkte (das Aquarell findet sich im Internet unter: http://valya-15.livejournal.com/35489.html, eingesehen am 20. Januar 2013).


    Neben ihrem großen schauspielerischen Talent verfügte Obuchowa über eine charismatische Ausstrahlung, die sie zu einer strahlenden Erscheinung auf der russischen Opernbühne machte.


    Obuchowa erhielt zahlreiche Titel und Auszeichnungen; sie wurde 1928 zur Verdienten Künstlerin der RSFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) ernannt, zur Volkskünstlerin der RSFSR (1933) und zur Volkskünstlerin der Sowjetunion (1937); 1937 erhielt sie u.a. den Lenin-Orden, 1943 den Stalin-Preis ersten Grades, 1951 und 1961 den Orden des Roten Banners der Arbeit.


    Auf der Hauswand in der Brjussow-Gasse in Moskau, wo Obuchowa von 1936 bis 1961 lebte, befindet sich eine Gedenktafel, die an die Sängerin erinnert.


    1966 wurde in der Sowjetunion der Dokumentarfilm „Nadeshda Andrejewna Obuchowa“ gedreht (Regie: Konstantin Bromberg).


    Seit 2004 wird im russischen Lipezk der Obuchowa–Wettbewerb für junge Sänger durchgeführt.


    Der Asteroid 9914 wurde zu Ehren N. A. Obuchowas auf den Namen „Obuhova“ getauft (http://en.wikipedia.org/wiki/9914_Obukhova, eingesehen am 20. Januar 2013).

    Rezeption

    Nadeshda Obuchowa galt vom Beginn ihrer Laufbahn an als eine der bedeutendsten russischen bzw. sowjetischen Sängerinnen. Sie gilt bis heute als einer der besten Interpretinnen der Opern von Rimski-Korsakow und Mussorgski. In den 1930er Jahren entsprach ihre Kunst dem „großen Stil“ von Stalins Imperium. Da die Sängerin so gut wie nie die Grenzen des klassischen Repertoires verließ und daher die politische Doktrin nicht verletzte, blieb ihr soziales Leben unbehelligt von Schwierigkeiten und Einschränkungen. Ähnlich wie Antonina Neshdanowa im Bereich der Oper oder Konstantin Stanislawski im Theater wurde sie von der Regierung als eine Art „vorrevolutionäres Kulturgut“ behandelt. Sie distanzierte sich sowohl von der sowjetischen Ideologie als auch von Theaterintrigen.

    In den letzten Jahrzehnten, insbesondere durch die Verbreitung des Internet, lässt sich ein wachsendes öffentliches Interesse für diese Sängerin in Russland verzeichnen.

    Repertoire

    Opern


    George Bizet:

    „Carmen“: Carmen


    Alexander Porfirjewitsch Borodin:

    „Fürst Igor“: Kontschakowna


    Modest Petrowitsch Mussorgski:

    Boris Godunow“: Marina Mnischek

    „Chowantschina“: Marfa


    Sergej Sergejewitsch Prokofjew:

    „Die Liebe zu den drei Orangen“: Prinzessin Clarice


    Nikolaj Andreewitsch Rimski-Korsakow:

    „Die Zarenbraut“: Ljubascha

    „Sadko“: Ljubawa

    „Der unsterbliche Kaschtschej“: Kaschtschejewna

    „Das Märchen vom Zaren Saltan“: Weberin

    „Schneeflöckchen“: Frühling

    „Die Mainacht“: Ganna


    Anton Grigorjewitsch Rubinstein:

    „Der Dämon“: Der Engel


    Camille Saint-Saëns:

    „Samson et Dalila“: Dalila


    Pjotr Iljitsch Tschaikowski:

    „Masepa“: Lubow

    „Pique Dame“: Polina

    „Iolanta“: Laura


    Giuseppe Verdi:

    „Aida“: Amneris


    Richard Wagner:

    „Das Rheingold“: Erda

    „Die Walküre“: Fricka



    Obuchowas Repertoire schloss auch über 300 Lieder des klassischen Repertoires, Romanzen und Volkslieder ein.

    Quellen

    A. Aufsätze von Nadeshda Obuchowa


    Moi mysli o pesne [Meine Gedanken über das Lied], „Sovetskaja muzyka“ 8/1952, S. 28-29


    Pevec ljubvi i pravdy (K stoletiju so dnja roždenija M. Glinki) [Der Sänger der Liebe und der Wahrheit (Zum 100. Geburtstag von M. Glinka)], „Sovetskaja muzyka“ 6/1954, S. 69-72


    Nezabyvaemye dni [Die unvergesslichen Tage], „Sovetskaja muzyka“ 11/1957, S. 27-28


    Dorogie serdcu obrazy [Die Gestalten, die am Herz liegen], „Sovetskaja muzyka“ 6/1958, S. 9-12


    Moja Ljubaša [Meine Ljubascha], „Muzykal’naja žizn‘“ 5/1961, S. 15-17


    S junych let (Kratkaja avtobiografija) [Von der Jugend an (Eine kurze Autobiographie)], „Teatral’naja žizn‘“ 24/1961, S. 16


    Iz avtobiografičeskich zapisej [Aus autobiografischen Notizen], „Sovetskaja muzyka“ 1/1962


    Iz vospominanij [Aus Erinnerungen], „Sovetskaja muzyka“ 3/1966


    Bessmertie [Die Unsterblichkeit], „Sovetskaja ženščina“ 3/1966


    Moi vospominanija [Meine Erinnerungen], „Teatr“ 5/1966


    Obraz russkoj ženščiny [Die Gestalt der russischen Frau], „Ogonёk“ 10/1966, S. 26



    B. Sekundärliteratur


    I. Bücher


    Nadežda Andreevna Obuchova. Мoskau 1953


    Nadežda Andreevna Obuchova. Vospominanija. Stat’i. Materialy [Nadeshda Andrejewna Obuchowa. Erinnerungen. Aufsätze. Materialien]. Hg. Von O. Loginova. Moskau 1970


    Poljanovskij, Georgij Aleksandrovič: Moi vstreči s N. A. Obuchovoj [Meine Treffen mit N. A. Obuchova]. Moskau 1971


    Ders. N. A. Obuchova. Moskau 1980



    II. Aufsätze


    Obuchova, Nadežda Andreevna, in: Bol’šaja sovetskaja ėnciklopedija [Die große sowjetische Enzyklopädie“]. Hg. von A. M. Prochorov. 3. Auflage, Bd. 18. Moskau 1974


    Poljanovskij, Georgij Aleksandrovič: Obuchova, Nadežda Andreevna, in: Muzykal’naja ėnciklopedija [Die Musikenzyklopädie]. Hg. von Ju. Keldyš. Bd. 3. Moskau 1976, Sp. 1104


    Pružanskij, Arkadij Michajlovič: Otečestvennye pevcy [Vaterländische Sänger]. 1750-1917. 2. Auflage. Moskau 2008. Im Internet: http://slovari.yandex.ru/~%D0%BA%D0%BD%D0%B8%D0%B3%D0%B8/%D0%9E%D1%82%D0%B5%D1%87%D0%B5%D1%81%D1%82%D0%B2%D0%B5%D0%BD%D0%BD%D1%8B%D0%B5%20%D0%BF%D0%B5%D0%B2%D1%86%D1%8B/%D0%9E%D0%B1%D1%83%D1%85%D0%BE%D0%B2%D0%B0%20%D0%9D%D0%B0%D0%B4%D0%B5%D0%B6%D0%B4%D0%B0%20%D0%90%D0%BD%D0%B4%D1%80%D0%B5%D0%B5%D0%B2%D0%BD%D0%B0/ (eingesehen am 20. Januar 2013)


    Groševa, Elena: Vysokie tradicii russkogo penija [Die hohen Traditionen des russischen Gesangs], „Teatr“ 5/1951, S. 33-34


    Adžemov, Konstantin: Nadežda Andreevna Obuchova, „Sovetskaja muzyka“ 3/1961, S. 132-134


    Derselbe: Narodnaja artistka [Die Volkskünstlerin], „Sovetskaja muzyka“ 9/1971, S. 112-115

    Argo (Gol’denberg, Abram): Nadežda Andreevna, „Literaturnaja Rossija“, 10/1966


    Pantofel‘-Nečeckaja, Debora: Iskusstvo – eё žizn‘ [Die Kunst ist ihr Leben], „Sovetskij muzykant“, 27. April 1976


    Giacintova, Sof’ja: Divnyj golos Obuchovoj [Die wunderbare Stimme von Obuchova], „Večernjaja Moskva“, 30. September 1976


    Bėlza, Igor‘:Nadežda Andreevna Obuchova, in: Mastera Bol’šogo teatra: Narodnye artisty SSSR [Die Meister des Bolschoi Theaters: die Volkskünstler der Sowjetunion], Moskau 1976


    Martynov, Ivan: Portret russkoj pevicy [Das Porträt einer russischen Sängerin], „Muzykal’naja žizn‘“ 20/1980


    Groševa, Elena: Vsё to že v nich očarovan’e [Sie haben immer dieselbe Faszination], „Sovetskaja muzyka“ 10/1985, S. 57-60



    III. Erinnerungen


    Ščepkina-Kupernik, Tat’ana: Izbrannoe [Ausgewählte Schriften], Мoskau 1954, S. 160-165


    Volkov, Nikolaj: Teatral’nye večera [Theatralische Abende], Moskau 1966, S. 411-415, 417


    Sac, Natal’ja: Novelly moej žizni [Novellen meines Lebens], Moskau 1984, S. 112-114


    Andronnikov, Iraklij: Vspominaja Obuchovu [Erinnernd an Obuchova], in: Andronnikov, Iraklij: A teper‘ ob ėtom. Rasskazy [Und nun davon. Erzählungen], Moskau 1985, S. 219-222



    C. Archivalien


    Die Materialien des Archivs von Obuchova werden im Russischen Staatlichen Archiv für Literatur und Kunst (RGALI, Moskau: Fond 379) sowie im Staatlichen theatralischen A. Bachruschin-Museum (Moskau: Fond 699) aufbewahrt.



    D. Links


    http://www.bolshoi.ru/persons/people/1548/


    http://m-necropol.narod.ru


    http://odb.tamboff.ru/oblast/data/mus_obuhova.html


    Etliche Aufnahmen Obuchowas sind im Internet veröffentlicht, darunter einige auf der Site:

    http://get-tune.net/?a=music&q=%CD%E0%E4%E5%E6%E4%E0+%CE%E1%F3%F5%EE%E2%E0 (eingesehen am 30. April 2013)

    Forschung

    Die Literatur über Obuchowa beschränkt sich auf biografische Darstellungen, einige wissenschaftliche Artikel und Erinnerungsliteratur.

    Forschungsbedarf

    Es besteht ein vielseitiger Forschungsbedarf: Neben dem Sammeln und der Beschreibung weiterer biografischer Daten ist die Einordnung und Würdigung Obuchowas sowie ihrer Bedeutung innerhalb der russischen/sowjetischen Kunst ebenso notwendig wie die wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Interpretationen und Gesangskunst.

    Autor/innen

    Marina Lobanova


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Nadeshda Obuchowa“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Nadeshda_Obuchowa