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    von Silke Wenzel
    Die Geigerin Maud Powell. Fotografie von Hermann Ernst, um 1902.
    Namen:
    Maud Powell
    Lebensdaten:
    geb. in Peru (Illinois), USA
    gest. in Uniontown (Pennsylvania), USA

    Das Geburtsjahr von Maud Powell wird teilweise mit 1867, teilweise mit 1868 angegeben.
    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Solistin, Kammermusikerin, Verfasserin wissenschaftlicher Artikel und Vorträge, Bearbeiterin, soziales Engagement (ideell)
    Charakterisierender Satz:

    „I never play down to an audience.“


    („Wenn ich auf einer Bühne stehe, spiele ich niemals von oben herab.“; Maud Powell, zit. n. http://www.maudpowell.org/pages/MPprog-notes.htm)


    Profil

    Maud Powell war eine äußerst vielseitige Künstlerin und ihre Neugierde scheint nahezu grenzenlos gewesen zu sein. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit als Solistin wie als Kammermusikerin, bearbeitete sie bekannte Werke für die Violine und blieb zeitlebens offen für verschiedene musikalische Stile. Sie liebte das einfache Volkslied bzw. den amerikanischen Song ebenso wie die großen Violinkonzerte, gründete eigene Kammermusikensembles und unternahm Konzerttourneen sowohl mit großen Symphonieorchestern als auch mit den neu entstandenen American Bands, wie z. B. jenen von Patrick Gilmore und John Philip Sousa. Ihre rege Konzerttätigkeit weist mehrere Uraufführungen und us-amerikanische Erstaufführungen neuer Violinkonzerte auf, darunter jene von Camille Saint-Saëns, Antonín Dvořák, Jean Sibelius und Max Bruch. Zudem war Maud Powell die erste Instrumentalistin, die 1904 Aufnahmen für die Victor Company an der „Victor Talking Machine“ machte und dabei erstmals dieses Medium für die Violine ausprobierte.

    Gleichzeitig setzte Maud Powell sich intensiv für die musikalische Bildung aller Menschen ein, insbesondere aber für Kinder. In späteren Jahren waren ihre Konzertprogramme stets mit kurzen Werkeinführungen versehen, die sie selbst verfasste, um ihren Zuhörern das Verständnis der Kompositionen zu erleichtern. Maud Powell kämpfte für eine berufliche Gleichstellung von Frauen, hielt Vorträge auf Kongressen und veröffentlichte mehrere Zeitungsartikel zu diesem Thema.

    Ihr künstlerisches und soziales Engagement wird heute von der Maud-Powell-Society weitergetragen.

    Orte und Länder

    Maud Powell, geboren in Peru (Illinois/USA), wuchs ab ihrem zweiten Lebensjahr in Aurora und Chicago auf. Für die Weiterführung ihres Violinstudiums kam sie 1881 nach Europa. Sie studierte zunächst in Leipzig und wechselte bereits ein Jahr später, im Oktober 1883, an das Pariser Conservatoire. Es folgte ein erstes Berufsjahr bei einer englischen Konzertagentur mit Konzerten in London und kleineren englischen Städten. Von 1884 bis 1885 setzte Maud Powell ihr Studium unter anderem bei Joseph Joachim in Berlin fort. Anschließend kehrte sie in die USA zurück und ließ sich vermutlich schon zu diesem Zeitpunkt in New York nieder. Nachweislich hatte sie von 1908 bis zu ihrem Tod dort ihren Wohnsitz.

    Zahlreiche Tourneen führten sie durch die USA sowie durch verschiedene europäische Länder, darunter Deutschland, Österreich, England, Irland, Schottland und Wales, Dänemark, Holland, Frankreich, Ungarn, Polen und Russland. In den Jahren 1905/1906 unternahm sie eine größere Konzertreise durch Südafrika.

    Maud Powell starb am 8. Januar 1920 während einer Konzerttournee in Uniontown (Pennsylvania).

    Biografie

    Maud Powell wurde am 22. August 1867 in Peru (Illinois) geboren. Noch während ihrer Kindheit, 1870, zogen die Eltern nach Aurora (Illinois). Der Vater, William Bramwell Powell, war Schriftsteller, Lehrer und zeitweise Rektor der allgemeinbildenden Schulen in Aurora, die Mutter, Minnie Benelstraeter Paul Powell, eine Pianistin und Komponistin ungarischer Herkunft. Maud Powell besuchte die allgemeinbildenden Schulen in Aurora und erhielt ihren ersten Violin- und Klavierunterricht bei William Fickensher und dessen Tochter Emma Fickensher. Zu dieser Zeit hörte Maud Powell das erste Mal die amerikanische Violinistin Camilla Urso: „She first showed me what it was I wanted to do – what all my crude scrapings might become.“ („Sie zeigte mir als erste was ich machen wollte – was all mein rohes Gekratze werden könnte.“ (Maud Powell, zit. n. Shaffer/Greenwood 1988, S. 16)

    Ab dem Alter von neun Jahren wurde Maud Powell im naheliegenden Chicago von William Lewis in Violine und von Agnes Ingersoll in Klavier unterrichtet. Zusätzlich erhielt sie Theorie- und Kompositionsunterricht von Edwin A. Stein, der in Aurora ein Laienorchester aufgebaut hatte und der für Maud Powell der erste prägende Lehrer wurde. Als einziges Mädchen unter lauter Männern ließ er sie bereits als zwölfjährige in seinem Orchester mitspielen und übertrug ihr bei einem Konzert am 24. März 1880 den Solopart von Charles-Auguste de Bériots Violinkonzert Nr. 1 (vgl. Prante 1999, S. 83; Shaffer/Greenwood 1988, S. 23).


    Gemeinsam mit ihrer Mutter und dem vier Jahre jüngeren Bruder Billy kam Maud Powell im Juli 1881 nach Leipzig, um ihr Violinstudium in Europa fortzusetzen. Sie begann am Leipziger Konservatorium bei Henry Schradieck zu studieren, beendete bereits ein Jahr später ihr Studium mit der Note eins und konzertierte zum Abschluss mit dem Leipziger Gewandhausorchester (vgl. Prante 1999, S. 85). Um neben der deutschen Violinschule auch die französische kennenzulernen, reiste Maud Powell im Oktober 1882 weiter nach Paris. Sie spielte die Aufnahmeprüfung am Pariser Conservatoire und der Violinist Charles Dancla nahm sie ohne Zögern in seine Klasse auf. Bereits drei Monate später, am 24. Januar 1883, spielte Maud Powell zu ihrem ersten Examen das 18. Violinkonzert von Giovanni B. Viotti und verließ nach drei weiteren Monaten, am 25. April 1883 – Maud Powell war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt –, das Pariser Conservatoire.


    Maud Powell blieb zunächst in Europa und erhielt ein erstes Engagement bei einer kleinen englischen Konzertagentur. Sie selbst berichtete später über ihr erstes Berufsjahr: „My studies abroad were broken by a year of concert-playing in London. I was then in my early ’teens. A musician in the pension in Portland Place where I lived, introduced me to an ambitious young manager, a woman, who, when she heard me play, sent me out with a little concert company. I do not remember much about the business details, but I remember I did get my modest fee and I believe that the manger made some money too.” („Mein Studium im Ausland war durch ein Jahr Konzerttätigkeit in London unterbrochen. Ich war zu dieser Zeit in den frühen Teenagerjahren. Ein Musiker aus der Pension in Portland Place, in der ich wohnte, stellte mich einer strebsamen Managerin vor, die mich, nachdem sie mich hat spielen hören, mit einer kleinen Konzertgesellschaft losschickte. Ich erinnere mich nicht mehr an die geschäftlichen Details, aber ich weiß noch, daß ich eine bescheidene Gage bekam und ich glaube, daß meine Managerin auch etwas daran verdiente.” (zit. n. Shaffer/Greenwood 1988, S. 54; Übersetzung: Inka Prante 1999, S. 86) Maud Powell debütierte in London, vermutlich 1883, und unternahm anschließend mehrere Tourneen durch England mit Auftritten in London und kleineren Städten u. a. gemeinsam mit der Sopranistin José Sherrington. Kurz vor ihrer geplanten Rückkehr in die USA wurde sie bei einem dieser Konzerte von Joseph Joachim gehört. Er bot ihr an, bei ihm in Berlin weiter zu studieren.


    Maud Powell bestand die Aufnahmeprüfung an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin und setzte dort von 1884 bis 1885 ihr Violinstudium bei Joseph Joachim und Heinrich Jacobsen fort. „The Musical Courier“ meldete im August 1906 Joseph Joachim habe sie bereits während ihrer Studienzeit mit dem Beethoven’schen Violinkonzert dem Berliner Publikum vorgestellt (vgl. Shaffer/Greenwood 1988, S. 71). Möglicherweise spielte sie auch zum Abschluss ihrer Studienzeit bei Joachim im März 1885 gemeinsam mit dem Berliner Philharmonischen Orchester das Violinkonzert g-Moll op. 26 von Max Bruch (vgl. Shaffer/Greenwood, S. 74). Beide Auftritte lassen sich jedoch bislang nicht nachweisen (vgl. Prante 1999, S. 88f.).


    Im gleichen Jahr kehrte Maud Powell in die USA zurück und debütierte (auch dort) mit dem g-Moll-Konzert von Max Bruch. Theodore Thomas lud sie ein, am 30. Juli 1885 gemeinsam mit dem New York Philharmonic Symphony Orchestra unter seiner Leitung bei den „Chicago Summer Night Concerts“ zu spielen. Das Konzert war ein Erfolg und Theodore Thomas engagierte die junge Geigerin als Solistin für das erste Konzert der „New York Philharmonic’s“ in der Saison 1885/1886 am 14. November 1885. Die „New York Tribune” schrieb am nächsten Tag über das Konzert: „It is seldom that a woman is honored with an invitation to play a violin solo at a concert of the Philharmonic. Such an invitation, when it is justified by the performance, is an introduction to the first rank of interpretative artists in this country. In the case of Miss Maud Powell, the distinction was well bestowed. She is still a very young woman and has her home in the West. By last night’s performance she established a right of domicile wherever good music is cultivated. She is a marvellously gifted woman, one who in every feature of her playing discloses the instincts and gifts of a born artist.” („Es ist selten, dass eine Frau mit der Einladung geehrt wird, den Violinsolopart bei einem Konzert der [New York] Philharmonic zu übernehmen. Eine solche Einladung, wenn sie von der Leistung gerechtfertigt wird, ist eine Empfehlung in die erste Riege der Interpreten dieses Landes. Im Fall von Miss Maud Powell, war die Auszeichnung gut vergeben. Sie ist noch sehr jung und ist im Westen zu Hause. Bei ihrem Auftritt gestern Abend erwarb sie das Recht überall dort zu wohnen, wo immer gute Musik gemacht wird. Sie ist eine wunderbar begabte Frau, die in jeder Eigenschaft ihres Spiels den Instinkt und die Begabung eines geborenen Künstlers offenbart.“; New York Tribune vom 15.11.1885, zit. n. Shaffer/Greenwood 1988, S. 85).


    Die folgenden Jahre waren geprägt von Tourneen und Konzerten, sowohl in den USA als auch in Europa. Maud Powell spielte als Solistin unter den namhaften Dirigenten ihrer Zeit, darunter Theodore Thomas, Arthur Nikisch, Walter Damrosch, Hans Richter und Henry Wood. Zahlreiche Violinkonzerte, die heute zum Standardrepertoire zählen, führte Maud Powell dabei erstmals in den USA auf, darunter P. I. Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur (am 19. Januar 1889, gemeinsam mit dem New York Symphony Orchestra unter der Leitung von Walter Damrosch), Camille Saint-Saëns’ 2. Violinkonzert C-Dur (am 14. Feburar 1891 mit dem Brooklyn Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Theodore Thomas), Antonín Dvořáks Violinkonzert a-Moll (am 12. November 1893, gemeinsam mit dem New York Arion Society Orchestra unter der Leitung von Franz van der Stucken) sowie Jean Sibelius’ Violinkonzert d-Moll (am 30. November 1906 gemeinsam mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Wassily Safonoff).

    Von 1898 bis 1905 unternahm Maud Powell weitere zahlreiche Tourneen durch Europa, darunter England, Irland, Schottland und Wales, Dänemark, Holland, Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen und Russland. Sie führte 1899 Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur mit dem Hallé Orchestra unter der Leitung von Hans Richter in Manchester auf, 1902 das Violinkonzert h-Moll von Camille Saint-Saëns unter der Leitung des Komponisten in London sowie die Violinkonzerte von Tschaikowsky und Beethoven unter der Leitung von Henry Wood mit dem Queen’s Hall Orchestra in London. Von Samuel Coleridge-Taylor’s Violinkonzert g-Moll spielte sie 1912 auf dem Norfolk Festival unter der Leitung von Arthur Mees die Uraufführung. Eine größere Konzertreise führte sie in den Jahren 1905/1906 durch Südafrika.

    Nicht nur als Solistin, sondern auch als Kammermusikerin machte Maud Powell sich einen Namen. 1894 entstand das Maud-Powell-String-Quartet, bei dem sie selbst die 1. Violine übernahm, Joseph Kovařík die zweite Violine, Franz B. Kaltenborn die Viola und Paul Miersch das Violoncello; 1908 gründete sie ein Damen-Trio (Vl.: Maud Powell, Vcl.: May Mukle, Kl.: Anne Mukle Ford). Mit beiden Ensembles unternahm Maud Powell mehrere Tourneen durch die USA.


    Am 21. September 1904 heiratete Maud Powell den Musikmanager H. Godfrey Turner. Sie setzte ihre berufliche Tätigkeit fort und ihr Mann übernahm das Management ihrer Tätigkeiten (vgl. De Bekker 1924).


    Während ihrer gesamten Zeit als Solistin und Kammermusikerin suchte Maud Powell den Kontakt zu einem Publikum, das bislang kaum Möglichkeiten hatte, einen Zugang zu klassischer Musik zu finden. Mit Absicht bereiste sie auch kleinere Städte, um dort das Publikum an die größeren Werke klassischer Musik heranzuführen (vgl. Prante 1999, S. 92). In ihren Konzertprogrammen war jedes Werk mit einer kurzen Einführung versehen, die sie jeweils selbst schrieb (vgl. www.maudpowell.org).

    Gleichzeit bemühte sie sich, europäische Traditionen mit der us-amerikanischen Musikkultur zu verbinden, die gerade im Entstehen war. Gemeinsam mit Patrick Gilmore und seiner Band unternahm Maud Powell im April und Mai 1891 eine Tournee durch die USA mit 75 Konzerten in zwei Monaten. Patrick Gilmore und seine Band, eine Art Pioniere der American Band Music, spielten sowohl das klassische Repertoire in entsprechenden Band-Arrangements als auch populäre Stücke (vgl. Prante 1999, S. 92). Es folgte 1892 eine Tournee durch Deutschland und Österreich mit der „New York Arion Society“, einer Gesangstruppe, die sich am Vorbild der deutschen Männergesangsvereine orientierte und unter der Leitung von Frank van der Stucken stand. Auch mit John Philip Sousa, der das Erbe von Patrick Gilmore weiterführte, arbeitete Maud Powell zusammen. Im Jahr 1903 bereiste sie mit John Philip Sousa und der Sousa’s Band Europa – mit 362 Konzerten in 30 Wochen in 13 verschiedenen Ländern (Shaffer/Greenwood 1988, S. 192). Neben Arrangements der Violinkonzerte von Mendelssohn und Beethoven, Wieniawskis „Faust Fantasie“, Sarasates „Zigeunerweisen“, Händels „Largo“ und J. S. Bachs „Air auf der G-Saite“ stand auf den Programmen auch eine „Caprice on Dixie“ für Violine solo, die ein Mitglied der Band, Herman Bellstedt, Jr., für Maud Powell komponierte hatte und die Geigerin deklarierte das Werk stolz als „eines Paganini würdig“ (vgl. Shaffer/Greenwood 1988, S. 192f.).


    Neben ihrer umfangreichen Konzerttätigkeit widmete sich Maud Powell zahlreichen anderen Aufgaben. Sie hielt Vorträge, u. a. über „Women and the violin“ auf dem „Women’s Musical Congress“, der 1893 im Rahmen der Weltausstellung in Chicago stattfand, schrieb Zeitungs- und Zeitschriftenartikel über die Ausbildung von Musikerinnen und Musikern und bearbeitete zahlreiche Lieder und Kompositionen verschiedener Komponisten für die Violine bzw. für Violine und Klavier, die u. a. bei den Musikverlagen Breitkopf, Schirmer, Ditson, Carl Fischer und Schuberth publiziert wurden.

    Im Jahr 1904 spielte sie als erste Instrumentalistin Aufnahmen an der „Victor Talking Machine“ für das „Red Seal Label“ der Victor Company ein. Bis zu ihrem Tod wurden einmal jährlich Aufnahmen gemacht, die teilweise mit Preisen ausgezeichnet wurden und sich in den USA ebenso wie in Europa sehr gut verkauften.


    Maud Powell starb am 8. Januar 1920 in Uniontown (Pennsylvania) im Alter von 52 Jahren. Sie erlag einer Herzattacke während einer Tournee.

    Würdigung

    Nach Camilla Urso war Maud Powell die erste us-amerikanische Violinistin, die sowohl in den USA als auch international eine große Karriere machte. Am künstlerischen Ruhm allein scheint Maud Powell allerdings wenig Interesse gehabt zu haben. Ihr ging es vor allem darum, möglichst viele Menschen aller Altersstufen mit ihrer Kunst zu erreichen und sie für Musik zu begeistern: „I do not play to them as an artist to the public, but as one human being to another“ („Ich spiele nicht als Künstlerin für ein Publikum sondern als Mensch für einen anderen Menschen“; zit. n. Shaffer 1995, o. S.). Um diesem Ziel näher zu kommen, bezog sie auch Lieder in ihre Konzertprogramme mit ein, dabei einer Prämisse ihres Onkels John Wesley Powell folgend: „no one can love a symphony or an opera who does not first love song“ („niemand kann eine Symphonie oder eine Oper lieben, der nicht zuerst ein Lied liebt“; zit. n. Shaffer 1995, o. S.) Sie spielte teils selbst angefertigte Bearbeitungen von „My Old Kentucky Home“, „Old Black Joe“, „Nobody Knows the Trouble I See“ oder „Deep River“ und editierte einen Teil der Bearbeitungen in der Sammlung „Plantation Melodies“, die 1919 bei Carl Fischer in New York erschien.


    Mit ebenso viel Tatendrang engagierte sie sich für die berufliche Gleichberechtigung von Frauen. Als sie 1893 von Theodore Thomas dazu bestimmt wurde, auf der Weltausstellung in Chicago die amerikanischen Violinisten zu repräsentieren, hielt sie zugleich einen Vortrag auf dem parallelen „Women’s Musical Congress“ über „Women and the violin“ und ermutigte Frauen, ihren Weg als Künstlerinnen in der Öffentlichkeit zu gehen. Gemeinsam mit der Pianistin und Komponistin Amy Beach spielte sie auf diesem Kongress die Uraufführung von Beach’s „Romance for Violin and Piano“ op. 23, ein Werk das zudem Maud Powell gewidmet ist. Die Überzeugungskraft ihres Engagements lag sicherlich mit darin, dass sie selbst dieses Ziel bereits weitgehend verwirklicht sah und berufliche Gleichberechtigung nicht so sehr als gesellschaftliches Problem als viel mehr ein Problem der Frauen selbst ansah, die in ihren Berufswünschen zu zurückhaltend seien. In ihrem 1911 erschienenen Artikel „The Violinist“ schrieb sie über zukünftige Orchestermusikerinnen: „But what chance […] have women in the orchestral field? Just as much chance as they choose to make for themselves. […] Over a decade ago, Nora Clench sat at the first violin desk in the Buffalo Symphony Orchestra. The Women’s Symphony Orchestra of Los Angeles has been in ambitious and honorable existence for sixteen years. […] The field is open to them and I see no reason why they should not be regularly employed, if they wish to be. They have the qualities that are necessary for the work.” („Aber was für Möglichkeiten haben Frauen als Orchestermusikerinnen? Genau so viele Möglichkeiten, wie sie sich selbst aussuchen. […] Vor mehr als einem Jahrzehnt saß Nora Clench am 1. Pult der Violinen im Buffalo Symphonie Orchestra. Das Women’s Symphony Orchestra von Los Angeles führt seit 16 Jahren eine anspruchsvolle und ehrenwerte Existenz. […] Der Bereich steht ihnen [den Frauen] offen und ich sehe keinen Grund, warum sie nicht regulär angestellt werden sollten, wenn sie es möchten. Sie haben die Qualitäten, die für diese Arbeit notwendig sind.“; Powell 1911, o. S.)


    Der Violinistin wurden zahlreiche Kompositionen gewidmet, die sie zu großen Teilen auch aufführte. Besonders us-amerikanische Komponistinnen und Komponisten sahen in ihr eine Repräsentantin us-amerikanischer Musik. Unter den ihr zugeeigneten Werken befinden sich größere Kompositionen für Violine und Orchester wie z. B. Henry Holden Huss’ „Romanze and Polonaise“ op. 11 (1889), dessen Violinkonzert d-Moll op. 12 (1906), Johannes Miersch’s Violinkonzert a-Moll op. 5 (o. D.), Henry Rowe Shelley’s Violinkonzert g-Moll (1891), Max Bruchs „Concertstück“ (1911) und Samuel Coleridge-Taylor’s Violinkonzert d-Moll (1912), das Maud Powell zur Uraufführung brachte. Auch kleinere Kompositionen wurden für sie geschrieben, u. a. von Marion Eugenie Bauer, Herman Bellstedt Jr., Henri Ern, Mathena Gilbert, Edwin A. Grasse, liam H. Humiston, Max Liebling, Carl C. Müller und Carl Venth (vgl. die Liste der Maud Powell gewidmeten Werke unter www.maudpowell.org).

    Rezeption

    Besonders in den USA werden die künstlerischen und gesellschaftlichen Tätigkeiten von Maud Powell nach wie vor umfangreich rezipiert, sowohl als Künstlerin als auch als eine sozial und politisch engagierte Frau, die sich vehement für die berufliche Gleichstellung von Frauen einsetzte, sich um die musikalische Bildung von Kindern und Erwachsenen bemühte und überdies in ihrer Kunst eine Verbindung zwischen europäischen Traditionen und us-amerikanischer Kultur herzustellen suchte.

    Ihre Ziele werden heute von der Maud-Powell-Association weiterverfolgt, die u. a. das Magazin „The Maud Powell Signature. Women in Music“ herausgibt, von dem jedoch aus finanziellen Gründen bislang nur fünf Ausgaben zwischen 1995 und 1997 erscheinen konnten.

    Karen A. Shaffer und Neva Garner Greenwood verfassten eine umfangreiche Monographie über Maud Powell mit mehr als 500 Seiten, die den bezeichnenden Untertitel trägt „Pioneer American Violinist“ (Shaffer/Greenwood 1988). Ein Teil des Buches wurde 1994 von Karen A. Shaffer zu einem Kinderbuch umgestaltet, das die ebenfalls von der Maud-Powell-Association herausgegebene Reihe „Women in Music Children's Book Series“ eröffnete.


    Die historischen Aufnahmen von Maud Powell sind in der Reihe „Naxos Historical Series of Great Violinists“ auf vier CDs erschienen.

    Werkverzeichnis

    Kompositionen


    Cadenza for the first movement of the Brahms Violin Concerto in D Major, Op. 77, composed in Ellenville, New York, Summer 1891 (Manuscript, Detroit Public Library, Detroit, Michigan)



    Bearbeitungen


    Die Zusammenstellung der Bearbeitungen basiert auf einer Liste, die die Maud Powell Association auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Vgl. http://www.maudpowell.org/pages/MPtranscritpions.htm. Zahlreiche weitere Bearbeitungen wurden von ihr entweder nicht verschriftlicht oder nicht aufbewahrt. Sie sind lediglich in Aufnahmen für die Victor Company erhalten.


    Beethoven, Ludwig van. Menuett Nr. 2 in G-Dur aus „Kleinere Stücke”. New York: Breitkopf & Hartel Inc., 1917.

    Boccherini, Luigi. Minuet. Boston: Oliver Ditson Company, 1914.


    Chopin, Frédéric. Waltz (op. 64, No. 1). New York: G. Schirmer, 1910.


    Coleridge-Taylor, Samuel. „Deep River” (op. 59, No. 10). Boston: Oliver Ditson Company, 1905/1911.

    Couperin, François. „La Fleurie”. New York: G. Schirmer, 1906.


    Danks, H. P. „Silver Threads Among the Gold” (Song). New York: Charles W. Harris, 1873.


    Dvořák, Antonín. „Songs My Mother Sang” (Als die alte Mutter…). New York: Breitkopf & Hartel, 1917.

    Dvořák, Antonín. Humoreske op. 101, No. 7. Arranged by Fritz Kreisler (N. Simrock, Berlin, 1906). Revised and adapted by Maud Powell.


    Foster, Stephen Collins; Work, Henry Clay; Schoolcraft, Luke. Plantation Melodies. New York: Carl Fischer, 1919.


    Gluck, Christoph W. Melody from the opera Orfeo. New York: G. Schirmer, 1910.


    Jensen, Adolf. Serenata. New York: Breitkopf & Hartel, Inc., 1918.


    Johnson, J. Rosamond. „Nobody Knows the Trouble I See” (Dedicated to H. Godfrey Turner). Boston: Oliver Ditson Company, 1921.

    Martini, Jean-Paul-Gilles. Love's Delight (Plaisir d'amour). New York: Breitkopf & Hartel, Inc., 1917.


    Massenet, Jules. Twilight (Crépuscule). New York: Edward Schuberth & Co., 1892.

    Palmgren, Selim. May Night (Manuscript dated July 1918, Holland/New Library, Washington State University, Pullman, Washington) (Dedicated to Harry M. Gilbert)


    Rimsky-Korsakoff, N. Chanson Indoue (Song of India). New York: Breitkopf & Hartel, Inc., 1917.

    Sibelius, Jean. Musette from the Orchestral Suite King Christian II. New York: Breitkopf & Hartel, 1916.


    Ausgaben


    Pietro Locatelli. Sonata in F Minor for Violin and Piano op. 6, Nr. 7; harmonized by L. A. Zellner; revised and edited by Maud Powell. New York: G. Schirmer, 1919.

    Henri Wieniawski. Légende for violin and piano op. 17. Edited and with an analytical lesson by Maud Powell. Philadelphia: Theodore Presser Co., 1915.



    Schriften


    Maud Powell. Women and the Violin. Paper für den Women’s Musical Congress 1893. Veröffentlicht in: „The Ladies’ Home Journal”, February 1896. Vgl. http://www.maudpowell.org/pages/MParticles.htm (vom 10. Mai 2007)


    Maud Powell. „How Fashion Invades the Concert Stage“. In: Musical America, 26 December 1908.


    Maud Powell. „The Price of Fame“. In: New Idea Woman’s Magazine, December 1908.


    Maud Powell. „The American Girl and Her Violin“. In: The Etude, July 1909.


    Maud Powell. „Violin Interpretation“. In: The Etude, August 1909.


    Maud Powell. „Musical Future of America“. In: The Violinist, September 1911.


    Maud Powell. „Pitting American Violin Works Against the Foreign Product”. In: Musical America, 14 October 1911.


    Maud Powell. „The Violinist“. In: The Delineator. October 1911 (s. auch: http://www.maudpowell.org (vom 10. Mai 2007)


    Maud Powell. „Struggles Which Led to Success“. In: The Etude, October 1911.


    Maud Powell. „An Artist’s Life“. In: The Musical Observer, 1918.


    Maud Powell. „We Shall Evolve a Real School of National Art, Literature and Music”. In: Musical America, 19 October 1918. S. 5.


    Maud Powell. „Two Types of Violin Playing“. In: The Etude, November 1918.

    Repertoire

    Maud Powell hatte ein umfangreiches Repertoire, das sowohl die klassisch-romantische Violinliteratur als auch neue Kompositionen umfasste. Mit den großen Orchestern ihrer Zeit interpretierte sie u. a. Max Bruchs Violinkonzert g-Moll op. 26, die Violinkonzerte von Camille Saint-Saëns sowie sein „Introduction et Rondo capriccioso“ op. 28, Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61, Felix Mendelsohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64 und Henri Wieniawskis Violinkonzert d-Moll op. 2. Zahlreiche Violinkonzerte, die heute zum Standardrepertoire zählen, brachte Maud Powell in den USA erstmals auf die Bühne, darunter Peter I. Tschaikowskis Violinkonzert D-Dur op. 35, Antonín Dvořáks Violinkonzert a-Moll op. 53, Jean Sibelius’ Violinkonzert d-Moll op. 47 und Camille Saint-Saëns’ Violinkonzert C-Dur op. 58. Von Samuel Coleridge-Taylor’s Violinkonzert g-Moll spielte sie 1912 die Uraufführung. Hinzu kamen Bearbeitungen populärer Stücke und Songs für Violine solo, Violine und Klavier sowie für Violine und American Band.

    Eine Liste der von Maud Powell gespielten amerikanischen Erstaufführungen findet sich in der Monografie von Karen A. Shaffer und Neva Garner Greenwood (Shaffer/Greenwood 1988, S. 425f.) sowie auf den Internetseiten der Maud-Powell-Association (vgl. „Links“). Eine Liste ihrer Aufnahmen für die Reihe „Victor Red Seal” befindet sich in Shaffer/Greenwood 1988, S. 428-446.


    Eine vollständige Repertoireliste anhand ihrer Konzertprogramme wurde m. W. bislang nicht erstellt.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Powell, Miss Maud“. In: Willard, F. E., Livermore, M. A. A woman of the century. 1893 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: the National cyclopedia of American biography. Vol. 1-13 (1893-1909). 1898 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: Who’s who in America 1899-1900 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: Who’s who in America 1908-1909 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: W. J. Baltzell (Hg.). Dictionary of musicians. 1911 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: R. Hughes (Hg.). Music lover’s encyclopedia. 1913 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: T. W. Herringshaw (Hg.). Herringshaw’s American blue-book of biography. 1915 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: Grove’s dictionary of music and musicians, American Supplement, 1920 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell (Maud)“. In: L. J. de Bekker (Hg.). Black’s dictionary of music and musicians. 1924 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud (Miss H. Godfrey Turner)”. In: A dictionary of modern music and musicians. 1924 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: W. S. Pratt (Hg.). the new encyclopedia of music and musicians. 1924 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon für Musiker und Freunde der Musik, begründet von Paul Frank, neu bearbeitet und ergänzt von Wilhelm Altmann, 14. stark erw. Auflage. Regensburg: Bosse, 1936, S. 472.


    Artikel „Powell, Maud”. In: T. Baker (Hg.). Baker’s biographical dictionary of musicians. 4th edition 1940 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: A. E. Wier (Hg.). Thesaurus of the arts. 1943 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell Maud”. In: Lucienne Mazenod et al.: Las Mujeres Célebres. 1965 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Powell, Maud”. In: Lexikon der Frau. Bd. II. Zürich: Encyclios Verlag AG, 1954, Sp. 963.


    Campbell, Margaret. Die großen Geiger. Eine Geschichte des Violinspiels von Antonio Vivaldi bis Pinchas Zukerman. Königstein/Taunus: Athenäum, 1982, S. 185ff.


    Farga, Franz. Geigen und Geiger, hg. v. Ursula Dülberg. 7. bearb. und erg. Auflage. Rüschlikon: A. Müller, 1983.


    John, Ernest. an original Interview with Maud Powell. In: The Music Lover. Vol. 1 (4/1915). Hier zitiert nach http://www.maudpowell.org


    Lahee, Henry C. Famous Violinists of To-day and Yesterday. Boston: The Page Company Publishers, 1899, 10. Auflage 1916.


    Martens, F. H. „Maud Powell“. In: Violin Mastery. New York 1919, S. 183-197.


    Moser, Andreas. Geschichte des Violinspiels. Zweite verbesserte und ergänzte Auflage von Hans-Joachim Nösselt. 2 Bände. Tutzing: Hans Schneider, 1967 [Erstauflage 1923].


    Powell, Maud. The Violinist. In: The Delineator. October 1911. Hier zitiert nach http://www.maudpowell.org/pages/MParticles.htm (vom 10. Mai 2007).


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentlichtes Typoskript, 1999.

    Schwarz, Boris. Great Maters of the Violin. New York 1983, S. 494-497.


    Shaffer, Karen A. / Greenwood, Neva Garner. Artikel „Maud Powell”. In: the New Grove Dictionary of American Music. Edited by H. Wiley Hitchcock and Stanley Sadie. London, New York: Macmillian Press Limited, 1986, Vol. 3, S. 617.


    Shaffer, Karen A. „Maud Powell: America’s Legendary Musical Pioneer”. In: Journal of the Violin Society of America III (1987), S. 89-112.


    Shaffer, Karen A. „Perpetual Pioneer”. In: the Strad XCVIII (1987), S. 824-829.


    Shaffer, Karen A. / Greenwood, Neva Garner. Maud Powell. Pioneer American Violinist. Ames (Iowa): Iowa State University Press, 1988.


    Shaffer, Karen A. „Maud Powell, A Pioneer’s Legacy”. In: the Maud Powell Signature, Women in Music. Vol. 1, No. 1, Summer 1995.


    Shaffer, Karen A. Artikel „Powell, Maud”. In: the New Grove Dictionary of Music and Musicians. Second Edition. Edited by Stanley Sadie. London, New York: Macmillian Publishers Limited, 2001, Vol. 20, S. 241.


    Straeten, Edmond van der. The History of the Violin. Its ancestors and Collateral Instruments From Earliest Times. Vol. II. London 1933. Reprint: New York: Da Capo Press 1968.



    Tonträger


    Maud Powell, The Complete Recordings (1904-1917), Naxos Historical Series of Great Violinists, 4 Volumes.



    Links

    http://www.maudpowell.org

    Die Website der „Maud Powell Society“ enthält einen Lebenslauf der Geigerin, verschiedene Artikel von Maud Powell sowie Hinweise auf Archive, die weitere Dokumente zu Maud Powell besitzen.


    http://www.loc.gov/index.html

    Der Katalog der Library of Congress, Washington verweist u. a. auf verschiedene Interviews mit Maud Powell, auf Bearbeitungen musikalischer Werke von ihr sowie auf Tonträger.

    Forschung

    In der Library of Congress in Washington (Music Division) befindet sich die „Maud Powell Collection”. Der Bestand wurde für die Biografie von Karen A. Shaffer und Neva Garner Grennwood (Shaffer/Greenwood 1988) zusammengetragen und umfasst u. a. Kopien von Konzertprogrammen, Konzertkritiken, Zeitschriftenartikel über Maud Powell sowie Teile ihrer Korrespondenz und fast 600 Fotografien.

    Ebenfalls in der Library of Congress in Washington (Motion Picture, Broadcasting and Recorded Sound Division) befinden sich Maud Powell's 78-rpm Victor Red Seal Recordings sowie Audio- und Videoaufzeichnungen von Interviews mit Menschen, die sie gekannt haben.

    Forschungsbedarf

    Leben und Werk von Maud Powell wurden in den 1980er-Jahren von Karen A. Shaffer und Neva Garner Greenwood umfangreich erforscht. Dennoch deckte bereits die Staatsexamensarbeit von Inka Prante (Prante 1999) Unstimmigkeiten in deren Darstellung auf. Ein neuer Blick auf Maud Powell könnte die 1988 erschienene Monografie möglicherweise in einigen Punkten relativieren und weitere Facetten des künstlerischen Lebens von Maud Powell herausarbeiten. Auch über ihre Studien bei Henry Schradieck in Leipzig, Charles Dancla in Paris und Joseph Joachim in Berlin ist bislang wenig bekannt.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 56813447
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 119335689
    Library of Congress (LCCN): n85173128
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, Die Grundseite wurde im Juni 2007 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 26.06.2007
    Zuletzt bearbeitet am 23.11.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Maud Powell“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 23.11.2017
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Maud_Powell