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  • Martha Drews

    von Silke Wenzel
    Die Geigerin Martha Drews.
    Namen:
    Martha Drews
    Ehename: Martha Drews-Löb
    Varianten: Martha Loeb, Martha Drews-Loeb
    Lebensdaten:
    geb. in Sankt Petersburg,
    gest. in Boston,

    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Bratscherin
    Charakterisierender Satz:

    „Frl. Drews spielte ihre Partien mit entschiedenem Verständnis für den Charakter des Kammermusikstils.“


    (Die „Vossische Zeitung“ am 8. November 1903 über das Spiel von Martha Drews in einem Klaviertrio; zit. n. Prante 1999, S. 40)


    Profil

    Die Geigerin Martha Drews absolvierte Ende des 19. Jahrhunderts ein Violinstudium bei Emanuel Wirth und Joseph Joachim an der Hochschule für Musik Berlin und schloss das Studium 1901 mit einem Reifezeugnis ab. In den folgenden Jahren konnte sie sich im Berliner Musikleben als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin etablieren. Sie war Mitglied im „Streichorchester Berliner Tonkünstlerinnen“, debütierte 1904 als Solistin mit dem Berliner Philharmonischen Orchester und war von 1905 bis 1912 und im Jahr 1916 Mitglied eines Damenstreichquartetts, das die Geigerin Gabriele Wietrowetz 1905 gegründet hatte; 1916 zog sich Martha Drews aus dem öffentlichen Musikleben zurück, musizierte jedoch weiterhin in privatem Kreis.

    Orte und Länder

    Martha Drews wurde in St. Petersburg geboren. Von 1894 bis 1899 studierte sie an der Hochschule für Musik in Berlin und blieb anschließend in Berlin. Dort heiratete sie den Bankier Rudolf Löb, der ab 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft verfolgt wurde. Bereits im Juni 1933 emigrierte die Familie in die Niederlande und floh von dort aus 1939 weiter nach Buenos Aires, Argentinien; 1948 ließen sich Martha Drews und ihr Mann in Boston nieder.

    Biografie

    Martha Drews wurde 1877 in St. Petersburg geboren. Über ihre Eltern und ihre erste musikalische Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Von 1894 bis 1899 studierte Martha Drews Violine an der Hochschule für Musik in Berlin und wurde dort in ihrem ersten Studienjahr von Emanuel Wirth unterrichtet; von 1895 bis zu ihrem Abschluss studierte sie bei Joseph Joachim und Emanuel Wirth (vgl. Prante 1999, S. 4; S. 39). Im Sommersemester 1901 legte Martha Drews die Reifeprüfung ab, die zu dieser Zeit nur wenige Studierende absolvierten, und erhielt ein Reifezeugnis der Hochschule (vgl. Archiv der Universität der Künste Berlin, Jahresbericht 1900/01). Die Bedingungen der Reifeprüfung wurden in den Jahresberichten der Hochschule folgendermaßen beschrieben: „Wenn die Schüler und Schülerinnen einen Grad der musikalischen Ausbildung erreicht zu haben glauben, dass sie fremder Leitung zu entrathen und ihre Weiterbildung selbst in die Hand zu nehmen im Stande sind, so können sie sich um ein Zeugniss der Reife bewerben. Zur Erlangung desselben ist eine Prüfung in allen Unterrichts-Gegenständen vor dem gesammten Lehrer-Collegium nothwendig.“ (Jahresbericht, zit. n. Prante 1999, S. 39)


    Im Jahr 1902 bewarb sich Martha Drews mit dem Violinkonzert D-Dur (op. 77) von Johannes Brahms erstmals um das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Staatsstipendium, und Joseph Joachim vermerkte als Juror in den Unterlagen: „Da Fräulein Drews meine Schülerin war, kann ich constatieren, daß sie große Fortschritte gemacht hat. Viel reifer und wärmer! Eine sehr gute Leistung.“ (Archiv der Universität der Künste Berlin, Bestand 1, Specialia Nr. 5156 [1902], zit. n. Prante 1999, S. 39) Dennoch blieb ihre Bewerbung ohne Erfolg, ebenso ihre Bewerbung 1903, bei der Martha Drews mit dem Violinkonzert d-Moll (op. 31) von Henri Vieuxtemps antrat. Im Jahr 1904 erhielt sie eine „lobende Erwähnung“ für ihr Spiel von Joseph Joachims Violinkonzert „in ungarischer Weise“ d-Moll (op. 11), und Joseph Joachim selbst notierte: „Sehr anerkennenswerthe Bewältigung des sehr schweren Stücks. Seit vorigem Jahr fortgeschritten, auch belebter im Vortrag.“ (Archiv der Universität der Künste Berlin, Bestand 1, Specialia Nr. 5158 [1904], zit. n. Prante 1999, S. 41)


    Noch während ihres Studiums konnte sich Martha Drews im Berliner Musikleben als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin etablieren. So ist sie z. B. um 1900 als Bratscherin im „Streichorchester Berliner Tonkünstlerinnen“ nachweisbar, das am 3. April 1900 im Saal der Singakademie in Berlin unter der Leitung von Willy Benda konzertierte (vgl. Konzertprogramm, in: Prante 1999, S. 23). Am 24. Oktober 1901 trat sie bei einem Kirchenkonzert in der Heilig-Kreuzkirche gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Amalie Birnbaum auf (vgl. Prante 1999, S. 39) und bildete 1903 gemeinsam mit Margarethe Eußert (Klavier) und Eugenie Stoltz-Premyslav (Violoncello) ein Klaviertrio, das z. B. am 16. Februar 1903 und am 4. November 1903 eigene Konzerte in Berlin gab. Die „Vossische Zeitung“ urteilte über Martha Drews als Mitglied des Klaviertrios: „Frl. Drews spielte ihre Partien mit entschiedenem Verständnis für den Charakter des Kammermusikstils“ („Vossische Zeitung“ vom 8. November 1903, zit. n. Prante 1999, S. 40). Am 20. Oktober 1904 debütierte Martha Drews mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter der Leitung von August Scharrer im Berliner Beethoven-Saal. Auf dem Programm standen das Violinkonzert D-Dur (op. 77) von Johannes Brahms, die Romanze aus Joseph Joachims Violinkonzert d-Moll (op. 11) sowie das Violinkonzert D-Dur (bzw. klingend Es-Dur, op. 6) von Niccolò Paganini (vgl. Muck 1982, S. 96; Konzertprogramm in Prante 1999, S. 40). Die Musikkritik reagierte eher zurückhaltend auf ihr Debütkonzert: „[...] bei der Geigerin Martha Drews [...] ist die Zeit künstlerischer Reife noch nicht gekommen. [...] Ihr Vortrag liess eine ansehnlich entwickelte Technik, auch Überlegung und Verständnis erkennen, von innerer Anteilnahme aber recht wenig verspüren.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 27. Oktober 1904, S. 781) Ein Musikkritiker der „Vossischen Zeitung“ schrieb zusammenfassend: „[...] es zeigte sich doch, daß Fräulein Drews eine Künstlerin von Qualitäten ist, eine ernste, nachdenkliche Natur, die es verschmäht, billige Effekte zu erzielen, die vielmehr stets darauf bedacht ist, eine vornehme und geschmackvolle Interpretin des Kunstwerks zu sein.“ („Vossische Zeitung“ vom 23. Oktober 1904, zit. n. Prante 1999, S. 41) Im Frühjahr 1906 trat Martha Drews als Solistin in den Dortmunder Symphoniekonzerten auf und spielte dabei Johann Sebastian Bachs Violinkonzert g-Moll (BWV2 1056R), eine Serenade von Johan Severin Svendsen sowie einen der „Spanischen Tänze“ Pablo de Sarasates (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 16. August 1906, S. 576).


    Im Jahr 1905 gehörte Martha Drews mit dem Part der zweiten Violine neben Gabriele Wietrowetz (1. Violine), Erna Schulz (Bratsche) und Eugenie Stoltz-Premyslav (Violoncello) zu den Gründungsmitgliedern eines Damenstreichquartetts, das die Joseph Joachim-Schülerin Gabriele Wietrowetz als Primaria führte. Eines der ersten Konzerte des Quartetts, das zeitweise auch unter dem Namen „Neue Streichquartettvereinigung Berlin“ auftrat, fand am 5. November 1905 im Konzertsaal der Königlichen Hochschule Berlin statt (vgl. Prante 1999, S. 126; „Allgemeine Musikzeitung“ vom 10. November 1905, S. 743). Beim dritten Abend des Konzertzyklus’ am 24. April 1906 standen Streichquartette von Ludwig van Beethoven (Es-Dur, op. 74) und Antonín Dvořák (C-Dur, op. 61) sowie, gemeinsam mit dem Geiger Rywkind (Vorname unbekannt) und dem Violoncellisten Otto Urack, das Streichsextett B-Dur (op. 18) von Johannes Brahms auf dem Programm, und die „Allgemeine Musikzeitung“ urteilte: „In seinem dritten Quartettabend (Theatersaal der Königl. Hochschule, 24. April) bot das einheimische Streichquartett der Damen Gabriele Wietrowetz, Martha Drews, Erna Schulz und Eugenie Stoltz die Quartette in Esdur Op. 74 von Beethoven und in Cdur Op. 61 von Dvořák sowie unter Mitwirkung der Herren Rywkind (Violine) und O. Urack (Violoncell) Brahms’ Streichsextett Bdur Op. 18. Auf Grund der gediegenen technischen Fähigkeiten jedes einzelnen Mitgliedes dieser Quartettvereinigung haben hier Fleiss, sorgfältiges Studium und feinfühlige Unterordnung ein treffliches Zusammenspiel gezeitigt. Die in allen Sätzen sehr klare und ausdrucksvolle Wiedergabe der beiden Quartette – ich konnte nur diese hören – gewährte volle künstlerische Befriedigung.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 24. Mai 1906, S. 401) Im November 1906 hieß es in einer Kritik über ein Konzert des Ensembles: „Das C moll-Trio (op. 9, 5) von Beethoven aber ließ in seiner feurigen, schwungvollen Wiedergabe nicht den mindesten Wunsch offen.“ („Allgemeine Musikzeitung“ vom 9. November 1906, S. 707, zit. n. Prante 1999, S. 126) Auch in den folgenden Jahren blieb das Wietrowetz-Quartett im deutschen Musikleben präsent und konzentrierte sich dabei vorwiegend auf das klassisch-romantische Repertoire, darunter Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Johannes Brahms. So berichtete z. B. das „Musikalische Wochenblatt“ am 30. April 1908 aus Erfurt: „Von den beiden Kammermusikabenden, die im März stattfanden, verdient der des Wietrowetz-Quartetts (die Damen Wietrowetz, Drews, Schulz und Stolz) an erster Stelle genannt zu werden. Ein geradezu ideales Zusammenspiel und ein frischer, klarer, von allem Spintisieren freier Vortrag sind die Vorzüge dieser Quartettvereinigung. Schuberts A moll-Quartett op. 29 und das Bdur-Quartett op. 67 von Brahms fanden eine rühmenswerte Wiedergabe; noch höher aber stand die Ausführung des Cmoll-Trios op. 9 von Beethoven.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 30. April 1908, S. 396)


    Martha Drews spielte von 1905 bis 1912 in diesem Ensemble, dann übernahm Gertrud Schuster-Woldan vorübergehend ihren Part. Im Jahr 1916 trat das Ensemble nochmals in seiner Gründungsbesetzung auf und widmete mehrere Konzerte der Kammermusik von Johannes Brahms. Gemeinsam mit weiteren Musikerinnen und Musikern kamen dabei u. a. das Streichquartett c-Moll op. 51, das Streichquintett F-Dur op. 88, das Klarinettenquintett h-Moll op. 115, sowie die beiden Streichsextette zur Aufführung (vgl. „Allgemeine Musikzeitung“ vom 10. März 1916, S. 127, und vom 7. April 1916, S. 195). Über eines der letzten Konzerte schrieb die „Allgemeine Musikzeitung“: „Jede einzelne Spielerin, Gabriele Wietrowetz, Martha Drews-Loeb, Erna Schulz, Eugenie Stoltz-Premyslav, ist technisch auf der Höhe, vorzügliche rhythmische Schulung läßt das Zusammenspiel erkennen. So kommt ein treffliches Musizieren zustande.“ („Allgemeine Musikzeitung“ vom 7. April 1916, S. 195, zit. n. Prante 1999, S. 128; zum Wietrowetz-Quartett allgemein vgl. Prante 1999, S. 126-128) Zum Sommer 1916 verließ Martha Drews das Ensemble und zog sich endgültig aus dem öffentlichen Musikleben zurück. In privatem Rahmen jedoch, u. a. im Haus der Familie auf Sylt, spielte Martha Drews bis zu ihrer Flucht ins Exil regelmäßig Kammermusik.


    Am 19. April 1911 hatte Martha Drews den Bankier Rudolf Löb (1877-1966) geheiratet und nannte sich von diesem Zeitpunkt an Martha Drews-Löb bzw. Martha Drews-Loeb. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, Erich (geb. 1912), Ursula (geb. 1917) und Walter (geb. 1919). Rudolf Löb hatte ab 1898 eine Lehre am Berliner Bankhaus Mendelssohn & Co. absolviert und war anschließend übernommen worden. Von 1919 bis 1938 war er neben Franz von Mendelssohn Teilhaber, ab 1935 auch Seniorchef des Hauses. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war Rudolf Löb ab 1933 vom NS-Staat bedroht, wirkte jedoch noch bis 1938 – auch als Belgischer Generalkonsul – in Berlin. Nach dem Ausschluss des Bankhauses Mendelssohn & Co aus dem Reichsanleihekonsortium führte Rudolf Löb vom 7. April bis 14. November 1938 noch die damit erzwungenen Verhandlungen zur „Liquidation“ des Bankhauses mit der „Deutschen Bank“, in deren Besitz Mendelssohn & Co. anschließend überging.


    Martha Drews war bereits im Juni 1933 mit den Kindern in die Niederlande geflogen, zunächst nach Amsterdam und von dort aus weiter nach Den Haag. Im Jahr 1939 emigrierte die Familie nach Buenos Aires in Argentinien und zog im Jahr 1948 weiter nach Boston, wo sich Martha Drews und Rudolph Loeb niederließen (vgl. Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1980).


    Martha Drews starb 1965 in Boston, USA.


    Im Jahr 1930 hatte Rudolph Loeb für Martha Drews eine Stradivari-Geige gekauft, die König-Maximilian-Stradivari. Sie blieb bis zum Tod von Martha und Rudolph Loeb in Familienbesitz (vgl. Wallenberg 1973, S. XXIf. und passim).

    Würdigung

    Die Geigerin Martha Drews wirkte nach ihrem Studium bei Emanuel Wirth und Joseph Joachim an der Berliner Hochschule für Musik mindestens fünfzehn Jahre lang im deutschen Musikleben, vorwiegend in Berlin. Dabei galt sie als herausragende Kammermusikerin, die u. a. von 1905 bis 1916 den Part der zweiten Violine im Streichquartett von Gabriele Wietrowetz spielte.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten von Martha Drews werden derzeit nicht rezipiert (zur zeitgenössischen Rezeption, vgl. „Biografie“).

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Martha Drews kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind Aufführungen der folgenden Werke:


    Bach, Johann Sebastian. Concert für Violine und Orchester g-Moll BWV 1056


    Beethoven, Ludwig van. Streichtrio c-Moll op. 9 Nr. 5

    Beethoven, Ludwig van. Streichquartett Es-Dur op. 74


    Brahms, Johannes. Streichsextett B-Dur op. 18

    Brahms, Johannes. Klarinettenquintett h-Moll op. 115

    Brahms, Johannes. Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77

    Brahms, Johannes. Streichquartett B-Dur op. 67

    Brahms, Johannes. Streichquartett c-Moll op. 51

    Brahms, Johannes. Streichquintett F-Dur op. 88


    Dvořák, Antonín. Streichquartett C-Dur op. 61


    Joachim, Joseph. Konzert für Violine und Orchester „in ungarischer Weise“ d-Moll op. 11


    Paganini, Niccolò. Konzert für Violine und Orchester D-Dur (klingend Es-Dur) op. 6


    Sarasate, Pablo de. Spanischer Tanz


    Schubert, Franz. Streichquartett a-Moll op. 29


    Svendsen, Johan Severin. Serenade


    Vieuxtemps, Henri. Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 31

    Quellen

    Archiv der Universität der Künste Berlin, Bestand 1: Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, Specialia Nr. 5156 (1902), Nr. 5157 (1903) und Nr. 5158 (1904).


    Archiv der Universität der Künste Berlin, Jahresbericht der Hochschule für Musik Berlin. 1. Oktober 1900 bis 1. Oktober 1901.


    Literatur:


    Artikel „Loeb, Rudolph“. In: Degeners Wer ist’s? Herrmann A. L. Degener (Hg.). Berlin: Verlag Herrmann Degener, 10. Band, 1935.


    Artikel „Löb, Rudolf“. In: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Werner Röder (Hg.). Bd. 1. München: Saur, 1980.


    Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis. Geschichte. Satzung, Wettbewerbsrichtlinien, Preisträger, Stipendiaten. Hg.: Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin. Berlin: Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2001.


    Leo Baeck Institute New York. Catalog of the Archival Collections. Fred Grubel, Alan S. Divack (Hg.). (= Schriftenreihe Wissenschaftlicher Abhandungen des Leo Baeck Instituts Bd. 47). Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 1990.


    Muck, Peter. Einhundert Jahre Berliner Philharmonisches Orchester: Darstellung in Dokumenten. Band 3: Die Mitglieder des Orchesters, die Programme, die Konzertreisen, Ur- und Erstaufführungen. Tutzing: Schneider, 1982.


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentlichtes Typoskript, 1999.


    Wallenberg, Hans (Hg.). Antonius Stradiuarius Cremonensis. Faciebat Anno 1709. Die König-Maximilian Stradivari. Die ungewöhnliche Geschichte einer Geige, dargestellt in Briefen und Dokumenten. Mit acht Faksimiles und sechs Fotos, Hamburg: A. Brylka, 1973.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel:


    Allgemeine Musikzeitung vom 28. Oktober 1904, S. 718.

    Allgemeine Musikzeitung vom 10. November 1905, S. 743.

    Allgemeine Musikzeitung vom 9. November 1906, S. 707.

    Allgemeine Musikzeitung vom 10. März 1916, S. 127.

    Allgemeine Musikzeitung vom 7. April 1916, S. 195.


    Musikalisches Wochenblatt vom 27. Oktober 1904, S. 781.

    Musikalisches Wochenblatt vom 24. Mai 1906, S. 401.

    Musikalisches Wochenblatt vom 16. August 1906, S. 576.

    Musikalisches Wochenblatt vom 30. April 1908, S. 396.


    Vossische Zeitung vom 8. November 1903.

    Vossische Zeitung vom 23. Oktober 1904.

    Forschung

    Inka Prante hat 1999 in ihrer Staatsexamensarbeit über die Schülerinnen Joseph Joachims (Prante 1999) erstmals wieder auf die Geigerin Martha Drews aufmerksam gemacht.


    Vermutlich ließen sich zahlreiche weitere biografische Daten und künstlerische Tätigkeiten von Martha Drews durch Nachforschungen zu ihrem Ehemann Rudolf Löb ermitteln. Der Nachlass von Rudolf Löb (Rudolf Loeb) befindet sich im Leo Baeck Institute in New York, darunter auch Familienfotos sowie Konzert- und Theaterprogramme aus den Berliner Jahren (vgl. Leo Baeck Institute New York. Catalog, S. 91).


    Einer Enkelin von Martha Drews verdanke ich zahlreiche Informationen über die Geigerin und die Familie Drews-Loeb.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Martha Drews umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 18. Februar 2010


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back und Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 18.03.2010
    Zuletzt bearbeitet am 20.04.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Martha Drews“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.4.2011
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Martha_Drews