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  • Marie Breidenstein

    von Silke Wenzel
    Marie Breidenstein. Stich nach einer Fotografie, Leipzig: August Weger
    Namen:
    Marie Breidenstein
    Varianten: Marie Breitenstein
    Lebensdaten:
    geb. in verm. Erfurt, Deutschland
    gest. in Erfurt,
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Oratorien- und Konzertsängerin (Sopran), Gesangspädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Eine schöne, weittragende Sopranstimme, vorzügliche gesangliche Ausbildung, intelligente und lebendige Auffassung und ungewöhnliche musikalische Sicherheit lassen die Beliebtheit unserer Sängerin bei den Concertdirectionen und dem Publicum und die Anerkennung, welche Frl. Marie Breidenstein nicht blos in Deutschland, sondern auch im Ausland (Holland, Schweden und England) mit ihren künstlerischen Leistungen gefunden hat, ganz erklärlich erscheinen.“


    („Musikalisches Wochenblatt“ vom 21. August 1884, S. 422)


    Profil

    Marie Breidenstein studierte bei Franz Liszt Klavier und bei Rosa von Milde Gesang. Sie begann ihre berufliche Laufbahn als Pianistin und trat bis 1873 als Solistin und Kammermusikerin regelmäßig auf. Ab dem Jahr 1872 wandte sich jedoch dem Gesang zu und entschied sich schließlich für eine Laufbahn als Konzert- und Oratoriensängerin. Zu den von ihr aufgeführten Kompositionen gehörten – neben älteren Werken wie z. B. Dalila in Georg Friedrich Händels „Samson“ HWV 57 – die Partie der Landgräfin Sophie und die Partie der Elisabeth in Franz Liszts „Legende von der heiligen Elisabeth“ und die Sopranpartie in dessen „Christus“-Oratorium, die Partie der Ingeborg in Max Bruchs Kantate „Frithjof“ op. 23 und die Partie der Eva in Anton Rubinsteins Oratorium „Das verlorene Paradies“ op. 54. Zudem trat sie mehrfach in Veranstaltungen der Wagner-Vereine auf und übernahm dort in konzertanten Aufführungen u. a. die Rolle der Brünnhilde in einer Aufführung des zweiten Aufzugs von Richard Wagners „Siegfried“ sowie die Rolle der Woglinde im dritten Aufzug der „Götterdämmerung“. In Rezensionen wurde auf ihre zwar nicht sehr kräftige, jedoch überaus klare Stimme verwiesen.

    Orte und Länder

    Marie Breidenstein wurde in Erfurt geboren und verbrachte dort ihr Leben. Von 1869 bis 1873 studierte sie Klavier und Gesang in Weimar und konzertierte zunächst als Pianistin, ab 1873 überwiegend als Sängerin in Mitteldeutschland sowie in England, Schweden und Holland.

    Biografie

    Marie Breidenstein wurde am 18. Juni 1842 in Erfurt als Tochter des Rechnungsrates Johann Rudolph Christoph Breidenstein und seiner Frau Emilie, geb. Khym, geboren (vgl. Hoffmann 2011). Sie wurde bereits früh musikalisch gefördert (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 21. August 1884, S. 422). Ab Mitte der 1860er Jahre studierte sie privat Klavier bei Karl Wilhelm Müller-Hartung, der seit 1865 als Kirchenmusikdirektor, ab 1869 auch als Operndirektor in Weimar wirkte, und der Marie Breidenstein auch über das Pianistische hinaus umfassend musikalisch ausbildete. Von 1870 bis 1873 setzte Marie Breidenstein ihr Klavierstudium bei Franz Liszt in Weimar fort und erhielt zudem Gesangsunterricht bei der Weimarer Hofopernsängerin Rosa von Milde (vgl. ebd.).


    Bereits in den 1860er Jahren, noch während ihrer Studienzeit, trat Marie Breidenstein regelmäßig als Pianistin und Kammermusikerin in Mitteldeutschland auf. So berichtete z. B. die „Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung“ im August 1866 über ein Kammermusikkonzert in Stettin, das von dem dortigen Dirigenten Carl Kosmaly veranstaltet worden war. In diesem Rahmen spielte Marie Breidenstein eine der Klaviersonaten D-Dur Ludwig van Beethovens und beteiligte sich an Klavierquintetten Wolfgang Amadeus Mozarts (A-Dur, möglicherweise eine Klavierquintettbearbeitung von KV 581) und Robert Schumanns (Es-Dur op. 44). Der Rezensent notierte: „Wie sehr Herr Kosmaly den allgemeinen Wünschen nach Mannigfaltigkeit gerecht zu werden sucht, ergibt das uns so eben zu Gesicht kommende Programm seines letzten Concerts, das ausser mehreren Gesangssachen [...] noch aufweist: Quintett A-dur von Mozart, desgleichen in Es von R. Schumann und Sonate in D von Beethoven, letztere und der Clavierpart in den Quintetts von Fräulein M. Breidenstein, einer hier vortheilhaft eingeführten Pianistin aus Erfurt, vorgetragen.“ („Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 15. August 1866, S. 266) Im Dezember 1868 wirkte Marie Breidenstein bei einer Kammermusiksoirée des Leipziger Geigers M. H. Meyer (Vorname nicht ermittelt) im Saal des Rheinischen Hofes in Erfurt mit. Dabei spielte sie gemeinsam mit dem Konzertgeber ein Adagio von Louis Spohr (verm. aus einem seiner Violinkonzerte) und die Fantasie für Violine und Klavier op. 2 von Emil Stockhausen, die erst zwei Jahre zuvor, 1867, erschienen war. An Solostücken bot Marie Breidenstein eine Klaviersonate von Domenico Scarlatti und ein weiteres Klavierstück von Carl Marie von Weber und übernahm zudem den Klavierpart in Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierquartett h-Moll op. 3. Die Zeitschrift „Die Tonhalle“ rezensierte: „Das Adagio für Violine von Spohr wurde von dem Concertgeber in sauberster Technik und mit künstlerischem Verständniß vorgetragen; die Begleitung auf dem Pianoforte hatte Frl. M. Breidenstein übernommen, die gleich darauf auch zwei Solopiècen [...] executirte. [...] ihr Spiel hat an Kraft und Eleganz viel gewonnen, sodaß die Dame günstigen Erfolges sicher sein kann. Die vierte Nummer des Programms, Phantasie für Violine und Pianoforte von E. Stockhausen, erwies sich als ein interessantes Musikstück [...]; die Ausführung, welche dem Werke durch Hrn. Meyer und Frl. Breidenstein zu Theil wurde, ließ dessen Vorzüge bis auf die kleinste Einzelheit wirkungsvoll hervortreten. Einen Glanzpunkt des Programms bildete auch das Quartett für Clavier und Streichinstrumente (H-moll) von Mendelssohn.“ („Die Tonhalle. Organ für Musikfreunde“ vom 4. Januar 1869, S. 28) Bereits wenige Woche später, am 26. Februar 1869 konzertierte Marie Breidenstein im Musikalischen Verein Gera und spielte dort den Solopart in Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert d-Moll op. 40 sowie Adolf Henselts Konzertetüde „Wenn ich ein Vöglein wär“ op. 2 Nr. 6 und Franz Liszts Konzertparaphrase von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ (vgl. „Die Tonhalle. Organ für Musikfreunde“ vom 8. März 1869, S. 171).


    Auch in den folgenden Jahren blieb Marie Breidenstein im mitteldeutschen Konzertleben als Pianistin präsent. Dabei nahm sie neben dem klassisch-romantischen Repertoire regelmäßig aktuelle Kompositionen in ihre Konzertprogramme auf, vorwiegend aus dem Umfeld ihres Lehrers Franz Liszts. So trat sie z. B. im Herbst 1871 bei einem Musikertag in Magdeburg auf, wo sie u. a. Klavierstücke von Sigismund Thalberg und Anton Rubinstein sowie den Walzer für Klavier op. 18 des Liszt-Schülers Hans von Bülow spielte (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 13. Oktober 1871, S. 666). Am 1. November 1871 konzertierte sie in den Magdeburger „Harmoniekonzerten“ und übernahm dort den Solopart in Franz Liszts symphonischer Bearbeitung für Klavier und Orchester von Franz Schuberts Wanderer-Fantasie C-Dur op. 15; als Solostücke spielte sie die Humoreske op. 2 Nr. 3 von Adolph Jensen sowie eine der Polonaisen von Franz Liszt. Das „Musikalische Wochenblatt“ schrieb über die Solistin: „[...] die Pianofortesoli des Concertes waren in guten Händen. Frl. Breidenstein aus Erfurt hatte dieselben übernommen und bewährte sich durch Wiedergabe der Schubert’schen Cdur-Phantasie (in der symphonischen Bearbeitung von Fr. Liszt), einer Humoreske von Jensen und einer Polonaise von Liszt als ziemlich gewiegte [sic] Pianistin.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 1. Dezember 1871, S. 783) Anfang des Jahres 1872 gab Marie Breidenstein eine eigene Soirée im Kotzoltschen Gesangsverein in Berlin. Dabei zeigte sich bei dem Konzert ihre mittlerweile erworbene Repertoirebreite. Auf dem Programm standen ein Präludium mit Fuge von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethovens Klaviersonate Fis-Dur op. 78, nochmals Adolph Jensens Humoreske op. 2 Nr. 3 sowie eine der Valses von Joseph Joachim Raff. Das „Musikalische Wochenblatt“ berichtete: „Wir haben die Bekanntschaft dieser wackeren Pianistin in Magdeburg gemacht und uns des Wiedersehens in der Residenz gefreut. [...] Frl. Breidenstein hat mit Op. 78 [von Beethoven] kein Allerweltsstück getroffen, aber ihre warme, verständige Art des Vortrages verschaffte ihr guten Erfolg. Am besten gelang – merkwürdigerweise – die Bach’sche Fuge, und sehr ansprechend kam der Walzer von Raff zu Gehör.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 23. Februar 1872, S. 135)


    Im Jahr 1872 trat Marie Breidenstein erstmals nicht nur als Pianistin, sondern auch als Konzert- und Oratoriensängerin auf. Ausgebildet von der Weimarer Sängerin Rosa von Milde sang sie Anfang Mai 1872 in Erfurt an der Seite des Sängerehepaares Rosa und Feodor von Milde eine Partie in Franz Liszts Oratorium „Die Legende der heiligen Elisabeth“ (vgl. Liszt, Franz, Briefe 1893ff., Bd. 6, S. 344). Im Herbst 1872 übernahm sie in Magdeburg eine der Solopartien in Robert Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“ op. 50 und trat am 6. November 1872 bei einem Chor- und Orchesterkonzert in Quedlinburg als Pianistin und als Sängerin auf. Sie spielte die Solopartien in Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert g-Moll op. 25 und Ludwig van Beethovens Chorfantasie c-Moll op. 80 sowie als Solostücke Frédéric Chopins Nocturne Fis-Dur op. 15 Nr. 2 und Joseph Joachim Raffs Valse-Caprice op. 116. Zudem sang sie eine Romanze aus einer Oper von Schröder (vermutlich von einem der beiden Quedlinburger Komponisten Albert und Hermann Schröder). Der Rezensent des „Musikalischen Wochenblatts“ kritisierte zwar ihren Gesangsauftritt, billigte ihr jedoch prinzipiell gute Anlagen zu: „Ein würdiges Concertlocal, das unserer Stadt so lange fehlte, ist nun endlich in Schmitz’s Local erstanden und im vorigen Monate eingeweiht worden. Die Einweihung geschah am 6. November mit einem Concerte von hiesigen Orchester- und Chorkräften, in welchem Frl. Breidenstein aus Erfurt den solistischen Theil sowohl als Clavierspielerin wie als Sängerin übernommen hatte. Sie spielte das Gmoll-Concert von Mendelssohn, Nocturne in Fisdur von Chopin, Valse-Caprice von Raff und die Beethoven’sche Phantasie mit Chor Op. 80. Abgesehen von der letzteren Leistung, die den Eindruck einer nicht genügenden Vorbereitung machte, lässt sich sagen, dass die Technik der Dame manche Vorzüge hat, so vor Allem ein sehr schönes Staccato [...]. Womit sie aber jedenfalls die Oeffentlichkeit noch scheuen sollte, das sind vocale Leistungen. (Sie sang an diesem Abende nur eine Romanze aus einer Oper von Schröder, allein ich hatte Gelegenheit, sie kurz vorher in Halberstadt in Schumanns ‚Paradies und Peri’ zu hören.) Hier ist sie (bei hübschem Stimmmateriale) noch reine Naturalistin und mag getrost erst noch einige Zeit für sich singen, ehe sie vor das Publicum tritt.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 20. Dezember 1872, S. 822) Wenige Monate später, im September 1873, sang Marie Breidenstein bei einem Konzert der Jenaer Singakademie Johann Sebastian Bachs Arie „Mein gläubiges Herze“ aus der Kantate „Also hat Gott die Welt geliebt“ BWV 68 und Franz Liszts „Ave maris stella“ für Singstimme und Klavier bzw. Harmonium. Der Jenaer Korrespondent schrieb über ihren Auftritt: „Frl. Breidenstein aus Erfurt, die wir schon vor zwei Jahren als brillante Clavierspielerin haben kennen lernen [dürfen], producirte sich diesmal als treffliche Sopranistin; Bach’s Arie ‚Mein gläubiges Herze’ hat sie wundervoll gesungen und Liszt’s ‚Ave maris stella’ jedenfalls zur vollsten Befriedigung des anwesenden Componisten.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 3. Oktober 1873, S. 585)


    In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte sich Marie Breidenstein auf eine Laufbahn als Konzert- und Oratoriensängerin; Konzerte, in denen sie als Pianistin auftrat, sind ab 1873 nicht mehr zu belegen. Als Sängerin widmete sie sich sowohl älteren Werken als auch zeitgenössischen Kompositionen, darunter zahlreichen Oratorien- und Opernpartien sowie Liedern aus dem Umfeld Franz Liszts und Richard Wagners. So gehörten zu den von ihr aufgeführten Oratorienpartien u. a. Dalila in Georg Friedrich Händels „Samson“ HWV 57, die Partien der Landgräfin Sophie und der Elisabeth in Franz Liszts „Legende von der heiligen Elisabeth“, die Partie der Ingeborg in Max Bruchs Kantate „Frithjof“ op. 23 und die Partie der Eva in Anton Rubinsteins Oratorium „Das verlorene Paradies“ op. 54. Zudem übernahm sie die Rolle der Brünnhilde in einer konzertanten Aufführung des zweiten Teils von Richard Wagners „Siegfried“.


    Am 8. November 1873 sang Marie Breidenstein in der Leipziger Thomaskirche die Partie der Landgräfin Sophie in Franz Liszts „Legende von der heiligen Elisabeth“. Das „Musikalische Wochenblatt“ rezensierte: „Neben der Elisabeth ist die Landgräfin Sophie die schwierigste Partie in diesem Werke, ihre Repräsentation durch Frl. Breidenstein, Concertsängerin aus Erfurt, war ebenfalls eine höchst anerkennenswerthe, nur kam das dämonische Wesen in diesem dramatisch behandelten Charakter nicht zur vollsten Geltung.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 14. November 1873, S. 653) Die Kritik fand Gehör. In weiteren Aufführungen übernahm Marie Breidenstein die Partie der Elisabeth und begeisterte damit Publikum und Presse: „Frl. Breidenstein aus Erfurt, als Landgräfin Sophie in weiteren Kreisen bekannt, hat die Rolle der hartherzigen Schwiegermutter abgegeben und singt jetzt die Partie der sanftmüthigen Dulderin Elisabeth, – technisch und geistig nahezu vollendet“, schrieb z. B. wiederum das „Musikalische Wochenblatt“ ein Jahr später („Musikalisches Wochenblatt“ vom 1. Januar 1875, S. 7). Bei einer Aufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Samson“ HWV 57 mit der Steinbeckschen Singakademie unter der Leitung des Dirigenten Albert Thierfelder am 29. Januar 1875 in Brandenburg sang Marie Breidenstein die Sopranpartie der Dalila und brachte – so das „Musikalische Wochenblatt“ – „im 2. und 3. Theile durch ihre frische, klangreiche Stimme und verständige Auffassung die Partie zu voller Geltung“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 5. Februar 1875, S. 69). Im Frühjahr des darauffolgenden Jahres trat Marie Breidenstein in Mühlhausen als Ingeborg in Max Bruchs Kantate „Frithjof“ op. 23 unter der Leitung von Richard Schefter auf und sang zudem drei Lieder, darunter das Lied „Frühlingssonne“ op. 17 Nr. 3 des zeitgenössischen Meißener Komponisten Albert Hermann Dietrich. Das „Musikalische Wochenblatt“ rezensierte: „Frl. Breidenstein entschädigte für die Kürze ihrer Partie durch Einfügung dreier feiner Liedercompositionen, von denen Dietrich’s ‚Frühlingssonne’ den Vogel abschoss. Ihre ‚Ingeborg’ kehrte weniger die nordische Heldenbraut als das zarte sehnende Weib heraus und erntete auch in dieser Auffassung reichen Beifall.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 5. Mai 1876, S. 247) In Bezug auf seine Orchestrierung Schubertscher Lieder schrieb Franz Liszt am 18. September 1876 an Marie Breidenstein: „Liebe, Verehrte, Vielleicht passen die Schubert’schen Lieder mit meiner allerbescheidensten Instrumentirung irgendwie zu Ihren Programmen. Anbei die gedruckten Partituren nebst Orchesterstimmen. ‚Gretchen’ und ‚Erlkönig’ sind vielfach verbraucht und abgedroschen. Nicht so ganz gang und gäbe bleibt die ‚junge Nonne’, und Mignon’s wunderbares Lied: ‚So lasst mich scheinen bis ich werde’ ist kaum gehört – noch empfunden! wollen Sie mir abermals eine Stunde in Weimar schenken, so begleite ich Ihnen die beiliegenden 4 instrumentirten Schubert-Lieder.“ (Liszt, Franz, Briefe, 1983ff., Bd. 2, S. 242f.)


    Zwischen 1876 und 1877 wurde Marie Breidenstein der Titel einer „fürstlich-Sonderhausen’scher Kammersängerin“ verliehen. Als sie am 2. Mai 1877 die Partie der Eva in Anton Rubinsteins Oratorium „Das verlorene Paradies“ op. 54 (UA 1875) in einer Aufführung des Erfurter Musikvereins unter der Leitung von Georg Mertel übernahm, schrieb das „Musikalische Wochenblatt: „Was die Ausführung anbetrifft, so entzückte uns Frl. Breidenstein, fürstl. Sondershausen’sche Kammersängerin von hier, wie immer, durch ihre wohlklingende Stimme und den tief empfundenen Vortrag in der Rolle der Eva.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 13. Juli 1877, S. 403) Anlässlich ihres Auftrittes beim Musikfest Hannover im Mai 1877 an der Seite von Franz Liszt und der Pianistin Ingeborg von Bronsart verwies das „Musikalische Wochenblatt“ nochmals explizit auf Marie Breidensteins Bereitschaft, sich mit aktuellen Kompositionen auseinanderzusetzen: „Fräulein Breidenstein ist eine beliebte Oratoriensängerin, sie versteht es, in grossen Strichen zu charakterisiren [...]. Wie aber die Künstlerin vermöge ihrer musikalischen Sicherheit zum Liebling der Dirigenten geworden ist, so erwirbt ihr die opferfreudige Bereitwilligkeit, mit der sie für die Compositionen lebender Tonkünstler eintritt, die Verehrung aller fortschrittlich Gesinnten.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 8. Juni 1877, S. 342)


    Im September 1877 sang Marie Breidenstein die Rolle der Brünnhilde in einer Veranstaltung des Leipziger Richard-Wagner-Vereins, bei der ein Vortrag mit einer konzertanten Aufführung des zweiten Aufzugs aus Richard Wagners „Siegfried“ verbunden wurde: „Die zweite Hälfte aus Wagner’s ‚Siegfried’ gab diesmal die Grundlage der Production, die sich in ihrer sonstigen Anordnung ganz den früheren Musikalischen Abenden des Vereins anschloss, mit dem Unterschiede nur, dass der erläuternde Vortrag diesmal nicht von Hrn. Dr. Stade, sondern von einem Zögling der hiesigen Theaterschule abgelesen wurde, und dass ferner die ganze Production als öffentliches Concert intendirt war. Den vocalen Theil des Abends hatten Frl. Marie Breidenstein aus Erfurt (Brünnhilde), Hr. Unger aus Frankfurt a. M. (Siegfried), Hr Rebling von hier (Mime) und Frl. Heinemeyer (Waldvöglein) übernommen und führten ihn befriedigend, zum Theil sogar vortrefflich, durch. [...] Frl. Breidenstein, welche ihre Unterstützung mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit zugesagt und ihren Part ganz allein und mit musterhafter Sorgfalt studirt hatte, fand sich überraschend gut mit der ihr, der Lieder- und Oratoriensängerin, gänzlich fremden, hochdramatischen Vortragsweise, welche die Brünnhilde-Partie erheischt, ab.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 12. Oktober 1877, S. 568; vgl. auch Bayreuther-Blätter 1878, S. 68) Am 6. Dezember 1878 sang Marie Breidenstein in Frankfurt a. M. bei einem den Werken Richard Wagners gewidmeten Orchesterkonzert unter der Leitung von Julius Kniese im dritten. Aufzug der „Götterdämmerung“ die Partie der Woglinde (vgl. Bayreuther Blätter 1878, S. 74) Auch in den folgenden Jahren trat Marie Breidenstein mehrfach im Umfeld Richard Wagners auf. So sang sie z. B. im April 1881 unter der Leitung Engelbert Humperdincks in Bayreuth, wie dieser in seinen Kalendernotizen vermerkte (vgl. Eintrag vom 6. April 1881 „6.4. [1881] Hauptprobe mit Frl. Breidenstein“; Humperdinck 1975ff, Bd. II, S. 13) Wenige Monate später schrieb er an Johannes Degen in Bonn: „Sie wollen das Verdi’sche requiem aufführen und wünschen eine passende sopran-solistin. Ich kann Ihnen leider über Frau Reicher-Kindermann nicht berichten [...]. Dagegen empfehle ich Ihnen erforderlichenfalls Frl. Marie Breidenstein aus Erfurt, die ich für sehr geeignet halte. Sie hat auch hier in Bayreuth unter meinem taktstock gesungen und große erfolge erzielt.“ (Brief an Johannes Degen vom 8. Januar 1882, s. Humperdinck 1975ff., Bd. 2, S. 65). Zunehmend erhielt Marie Breidenstein zudem als Liedsängerin Anerkennung. So sang sie z. B. bei einem Hofkonzert am 28. September 1879 in Sondershausen drei Lieder von Robert Franz („Für Musik“ op. 10 Nr. 1), Franz Liszt („Wieder möchte ich dir begegnen“) und Adolf Jensen („Murmelndes Lüftchen“ op. 21 Nr. 4) mit – so das „Musikalische Wochenblatt“ – „schönem Vortrag, schöner Tonbildung und schöner Beseelung“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 24. Oktober 1879, S. 507).


    Ende des Jahres 1879 bis Mitte 1880 und nochmals in den ersten Monaten des Jahres 1881 hielt sich Marie Breidenstein in London auf und konzertierte dort sowie in mehreren anderen Städten Englands, u. a. in Manchester und Birmingham. Dabei trat sie insbesondere im Umfeld des Dirigenten Charles Hallé und dessen Frau, der Geigerin Wilma Norman Neruda, auf, sang aber auch in den Crystal Palace Concerts in London unter der Leitung von August Manns. Am 13. Dezember 1879 debütierte sie dort mit Carl Maria von Webers Szene und Arie „Non paventar mia vita“ op. 51 für Sopran und Orchester (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1880, S. 20). Wenige Tage später, am 20. Dezember sang sie im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten des deutschen Hospitals in London und trat dabei an der Seite der Sängerin Minnie Hauk, der Geigerin Wilma Norman Neruda und der Dirigenten George Mount, George Henschel und Charles Hallé auf. Dabei sang sie das „Wiegenlied“ op. 49 Nr. 4 von Johannes Brahms sowie „Aeolsharfe“ von Julius Benedict, der sie am Klavier begleitete: „Unanimous applause was in each instance accorded to the singers, who were in excellent voice, and succeeded in overcoming the acoustical impediments of the vast hall in a very remarkable manner.“ („Einhelliger Applaus wurde bei jeder Gelegenheit den Sängerinnen zugedacht, die hervorragend bei Stimme waren und die akustischen Schwierigkeiten der großen Halle in sehr bemerkenswerter Weise meisterten.“; „The Times“ vom 22. Dezember 1879, S. 6) Am 5. Juni 1880 trat Marie Breidenstein bei einem Londoner Konzert mit Robert Schumanns Liedern „Widmung“ op. 25 Nr. 1 und „Waldesgespräch“ op. 39 Nr. 3, Richard Wagners „Schlaf ein, holdes Kind“ WWV 53 und Robert Volkmanns „Nachtigall“ op. 52 Nr. 3 auf (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 6. August 1880, S. 396).


    Von Februar bis April 1881 konzertierte Marie Breidenstein nochmals in England. Im Februar 1881 sang sie in Manchester die Sopranpartie in Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“ unter der Leitung von Sir Charles Hallé (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1881, S. 136) und trat mehrfach bei dem „Reid Festival“ in Edinburgh auf. Beim ersten Festival Konzert am 11. Februar, das Sir Charles Hallé mit seinem Orchester ausfüllte, sang sie mehrere Lieder, darunter Franz Schuberts „Die junge Nonne“ op. 43 Nr. 1 (D 828). „The Musical Times“ rezensierte: „ Mdlle. Marie Breidenstein is evidently a finished musician, and gave most intelligent renderings of all her songs; but her voice is scarcely strong enough for the hall when accompanied by the orchestra. Possibly it was for this reason that she was most successful in Schubert’s song ‚Die junge Nonne’, which was beautifully accompanied by Mr. Hallé.“ („Mdlle. Marie Breidenstein ist zweifellos eine vollkommene Musikerin. Sie gab eine überaus intelligente Interpretation all ihrer Lieder; aber ihre Stimme ist kaum kräftig genug für die Halle, wenn sie von einem Orchester begleitet wird. Möglicherweise war dies der Grund dafür, dass sie mit Schuberts Lied ‚Die junge Nonne’, das wunderbar von Mr. Hallé begleitet wurde, am erfolgreichsten war.“; „The Musical Times“ vom 1. März 1881, S. 137) Im 2. Konzert des Festivals, am 12. Februar 1881, sang Marie Breidenstein „with much effect“ das Solo „Dich theure Halle“ aus Wagners „Tannhäuser“ und zwei Lieder von Robert Franz und Adolph Emil Büchner, begleitet von Sir Charles Hallé mit seinem Orchester (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1881, S. 137). Am 14. Februar beteiligte sich Marie Breidenstein an einem kleineren Konzert in der Music Hall von Edinburgh, das dem Gründer des Festivals, General Reid, gewidmet war und wiederum von dem Ehepaar Charles Hallé und Wilma Norman Neruda ausgerichtet wurde. Dabei sang sie – am Klavier begleitet von Charles Hallé – Felix Mendelssohn Bartholdys Arie „Unglücksel’ge“ op. 94 , Robert Schumanns „Aufträge“ op. 77 Nr. 5 und das „Wiegenlied“ op. 27 Nr. 5 von Wilhelm Taubert (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1881, S. 137). Am 3. März 1881 trat Marie Breidenstein in der Londoner St. James’s Hall gemeinsam mit dem Londoner Bach Choir unter der Leitung Otto Goldschmidts, dem Ehemann der Sängerin Jenny Lind, auf. Dabei übernahm sie die Sopranpartie in Johann Sebastian Bachs Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21, in Robert Schumanns „Requiem für Mignon“ op. 98b sowie im Finale des ersten Aktes von Felix Mendelssohn Bartholdys Opernfragment „Loreley“ op. 98 („The Musical Times“ vom 1. April 1881, S. 183). Beim Sir Charles Hallé Concert am 24. März in Manchester sang Marie Breidenstein in Ludwig van Beethovens 9. Symphonie op. 125 den Solosopran (vgl. „The Musical Times“ vom 1. April 1881, S. 184). Weitere Konzertreisen führten Marie Breidenstein – einem biografischen Artikel von 1884 zufolge – nach Holland und Schweden (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 21. August 1884, S. 422).


    Zurück in Deutschland übernahm Marie Breidenstein am 29. November 1881 in einer Aufführung des Erfurter Musikvereins die Sopranpartie in Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Paulus“ op. 36, und das „Musikalische Wochenblatt“ schrieb über ihren Auftritt: „Frl. Breidenstein sang wie immer, und wie es ja auch allgemein bekannt ist, in herzgewinnender Weise. Ihr Lob durch ein Wort zu vermehren, ist wohl kaum mehr möglich [...].“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 26. Januar 1882, S. 55) In den folgenden Jahren trat Marie Breidenstein nochmals verstärkt im Umfeld Franz Liszts auf, der ihr bereits 1880 das Duett für Sopran, Alt und Klavier bzw. Harmonium „Oh Meer im Abendstrahl“ gewidmet hatte. So konzertierte sie z. B. am 16. März 1882 in Budapest, wie aus einer Kartenbestellung Franz Liszts hervorgeht: „Für das morgige Concert, von Fräulein Breidenstein, und ihren vortrefflichen Collegen, Fräulein Ketter, und Herrn Rossi und Pohlig, ersucht zwei gute Cercle Sitze [...] Franz Liszt“ (Franz Liszt an J. N. Dunkl am 15. März 1882 aus Budapest, s. Prahács 1966, S. 247). Einen Tag später schrieb er an Nándor Táborszky: „Wenn Sie heute Nachmittag, zwischen 2 und 3 Uhr, frei sind, kommen Sie zu mir, wo sie die Vier höchst ausgezeichneten Concertisten des heute Abend stattfindenen Concertes treffen werden.“ (Franz Liszt an Nándor Táborszky am 16. März 1882 aus Budapest, s. Prahács 1966, S. 247). Am 5. November 1883 konzertierte Marie Breidenstein in Jena gemeinsam mit Franz Liszt im Rahmen der „Akademischen Concerte“. Dabei sang sie Franz Liszts Lied „Jeanne d’Arc vor dem Scheiterhaufen“ sowie die Arie „Die Tromba erschallt“ aus Georg Friedrich Händels „Samson“ op. 57: „Ausserdem wurde den Besuchern der beneidenswerthe Genuss zu Theil, den grössten aller Clavierspieler am Piano seine ‚Jeanne d’Arc vor dem Scheiterhaufen’ begleiten zu hören. Die Sängerin, welche diese Auszeichnung empfing und sich derselben würdig erwies, war die Kammersängerin Frl. Marie Breidenstein aus Erfurt, welche ausserdem durch die vortreffliche Ausführung der Trompetenarie aus Händel’s ‚Samson’ die Gunst der Hörer eroberte.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 15. November 1883, S. 583) Am 11. März 1884 sang sie nochmals die Sopranpartie der Elisabeth in Franz Liszts Oratorium „Die Legende der heiligen Elisabeth“ in der Singakademie in Halle (vgl. „Musicalisches Centralblatt“, Jg. 7 [1884], S. 145).


    Im Mai 1886 trat Marie Breidenstein im Rahmen der 23. Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen Musikvereins in Sondershausen in einem Orchesterkonzert auf, das im fürstlichen Hoftheater als Vorfeier von Franz Liszts 76. Geburtstag stattfand und ausschließlich Lisztschen Werken gewidmet war. Neben ihr traten u. a. die Pianisten und Liszt-Schüler Alexander Siloti und Arthur Friedheim und die Sängerin Marianne Brandt auf. Der Rezensent des „Musikalischen Wochenblatts“ wies darauf hin, dass Marie Breidenstein zu dieser Zeit bereits erkrankt war: „Frl. Breidenstein, die andere Sängerin des Abends, hatte lange bange Monate hindurch in ernstlicher Gefahr, ihre Stimme zu verlieren, geschwebt. Ihr Auftreten hat gezeigt, dass die gehegten schlimmen Befürchtungen sich glücklicher Weise nicht erfüllt haben, sondern das Organ vollständig intakt geblieben ist. Ihr Vortrag bekundete die längst bei ihr gewohnte musikalische Intelligenz.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 17. Juni 1886, S. 307) Der Eindruck trog. Im darauffolgenden Jahr, 1887, zog sich Marie Breidenstein nach einer Erkrankung aus dem öffentlichen Konzertleben zurück. Sie wirkte jedoch weiterhin als Gesangspädagogin in Erfurt (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 2. Juni 1892, S. 291).


    Marie Breidenstein starb am 2. Mai 1892 in Erfurt.

    Würdigung

    Die Pianistin und Sopranistin Marie Breidenstein war fast zwei Jahrzehnte lang im internationalen, insbesondere jedoch mitteldeutschen Musikleben präsent. Dabei widmete sie sich vor allem der Aufführung zahlreicher zeitgenössischer Klavierwerke, Oratorien, Kantaten und Lieder, u. a. von Franz Liszt, Joseph Joachim Raff, Max Bruch und konzertanter Aufführungen von Richard Wagners. Zum künstlerischen Zentrum wurde dabei der Kreis um Franz Liszt. Der von ihm gegründete „Allgemeine Deutsche Musikverein“ veranstaltete jährlich Tonkünstlerfeste, bei denen Marie Breidenstein zu den ersten Interpretinnen zählte. So schrieb z. B. Franz Liszt am 3. März 1886 in Bezug auf die 23. Tonkünstler-Versammlung des Musikvereins im Mai 1886 in Sondershausen: „Liebe Landgräfin [oft gesungene Partie aus Liszts Oratorium „Die Heilige Elisabeth“, S.W.], Wenn das Oratorium ‚Christus’ in Sondershausen aufgeführt wird, darf Marie Breidenstein dabei nicht wegbleiben: folglich den Solo Sopran-Part haben Sie zum 3-ten oder 4-ten mal wieder zu singen. Dies Riedel und Schröder noch zu schreiben, wäre überflüssig, weil es sich von selbst versteht.“ (Franz Liszt an Marie Breidenstein am 3. März 1886 aus Budapest, s. Prahács 1966, S. 287).

    Rezeption

    Die Tätigkeiten Marie Breidensteins werden derzeit nicht rezipiert. Zur zeitgenössischen Rezeption vgl. „Biografie“.

    Repertoire

    Ein Repertoireverzeichnis Marie Breidensteins lässt sich derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellen. Nachgewiesen sind Aufführungen folgender Werke:



    Als Pianistin


    Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge (keine Präzisierung).


    Beethoven, Ludwig van. Chorfantasie c-Moll op. 80.

    Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate Fis-Dur op. 78.


    Bülow, Hans von. Walzer für Klavier op. 18.


    Chopin, Frédéric. Nocturne Fis-Dur op. 15 Nr. 2.


    Henselt, Adolf. Konzertetüde „Wenn ich ein Vöglein wär“ op. 2 Nr. 6.


    Jensen, Adolph. Humoreske op. 2 Nr. 3.


    Liszt, Franz. Konzertparaphrase von Giuseppe Verdis „Rigoletto“.

    Liszt, Franz. Polonaise (keine Präzisierung).


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 25.

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Konzert für Klavier und Orchester d-Moll op. 40.

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klavierquartett h-Moll op. 3.


    Mozart, Wolfgang Amadeus. Klavierquintett A-Dur (möglicherw. eine Klavierquintettbearbeitung von KV 581).


    Raff, Joseph Joachim. Valse-Caprice op. 116.


    Scarlatti, Domenico. Klaviersonate (keine Präzisierung).


    Schubert, Franz. Wanderer-Fantasie C-Dur op. 15 in der symphonischen Bearbeitung von Franz Liszt.


    Schumann, Robert. Klavierquintett Es-Dur op. 44.


    Spohr, Louis. Adagio für Violine und Klavier (keine Präzisierung).


    Stockhausen, Emil. Fantasie für Violine und Klavier op. 2.



    Als Konzert- und Oratoriensängerin


    Bach, Johann Sebastian. „Mein gläubiges Herze“, aus der Kantate „Also hat Gott die Welt geliebt“ BWV 68.

    Bach, Johann Sebastian. „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21.


    Beethoven, Ludwig van. Symphonie Nr. 9 op. 125 (Solosopran).


    Benedict, Julius. “Aeolsharfe”.


    Brahms, Johannes. “Wiegenlied“ op. 49 Nr. 4.


    Bruch, Max. „Frithjof“ op. 23 (Ingeborg).


    Dietrich, Albert Hermann. „Frühlingssonne“ op. 17 Nr. 3.


    Franz, Robert: „Für Musik“ op. 10 Nr. 1.

    Franz, Robert. „Er ist gekommen“.


    Händel, Georg Friedrich. „Samson“ HWV 57 (Dalila).


    Jensen, Adolph. „Murmelndes Lüftchen“ op. 21 Nr. 4.


    Liszt, Franz. „Christus“, Oratorium (Solosopran) für Soli Chor und Orchester, Searle 3.

    Liszt, Franz. „Legende der heiligen Elisabeth“ (Landgräfin Sophie; Elisabeth) für Soli Chor und Orchester, Searle 2.

    Liszt, Franz. „Wieder möchte ich dir begegnen“ für Singstimme und Klavier, Searle 322.

    Liszt, Franz. „Ave maris stella“ für Singstimme und Klavier, Searle 34.

    Liszt, Franz. „Du bist wie eine Blume“ für Singstimme und Klavier, Searle 287.

    Liszt, Franz. „Jeanne d’Arc vor dem Scheiterhaufen“ für Singstimme und Klavier, Searle 293.

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. „Elias“ op. 70 (Solosopran)

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. „Loreley“ (Opernfragment) op. 98 für Sopran, Chor und Orchester, Finale 1. Akt.

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. „Paulus“ op. 36 (Solosopran).

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. „Unglücksel’ge“ op. 94.


    Rubinstein, Anton. „Das verlorene Paradies“ op. 54 (Eva).


    Schubert, Franz. „Die junge Nonne“ op. 43 Nr. 1 D 828.


    Schumann, Robert. „Aufträge“ op. 77 Nr. 5 für Singstimme und Klavier.

    Schumann, Robert. „Das Paradies und die Peri“ op. 50 (Solosopran) für Soli, Chor und Orchester.

    Schumann, Robert. „Requiem für Mignon“ op. 98b für Soli, Chor und Orchester.

    Schumann, Robert. „Waldesgespräch“ op. 39 Nr. 3.

    Schumann, Robert. „Widmung“ op. 25 Nr. 1.


    Taubert, Wilhelm. „Wiegenlied“ op. 27 Nr. 5


    Volkmann, Robert. „Nachtigall“ op. 52 Nr. 3.


    Wagner, Richard. „Dich theure Halle“ aus „Tannhäuser“

    Wagner, Richard. Götterdämmerung, III. Aufzug (Woglinde).

    Wagner, Richard. „Schlaf ein, holdes Kind“ WWV 53.

    Wagner, Siegfried, 2. Aufzug (Brünnhilde).


    Weber, Carl Maria von. „Non paventar mia vita“ op. 51 für Sopran und Orchester.

    Quellen

    Literatur


    Bayreuther Blätter. Monatsschrift des Bayreuther Patronatvereines, 1. Jg. (1878).


    Hoffmann, Freia. Artikel „Breidenstein, Marie“, in: Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts. Online verfügbar unter: http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=breidenstein-marie (Stand: 8. November 2011)


    Humperdinck, Engelbert. Briefe und Tagebücher, hrsg. von Hans-Josef Irmen, 3 Bde, Köln: Volk, 1975ff.


    Liszt, Franz. Briefe. La Mara (Hg.). 8 Bde. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1893ff.


    Liszt, Franz. Briefe aus ungarischen Sammlungen 1835–1886. Margit Prahács (Hg.). Kassel: Bärenreiter, 1966.



    Konzertrezensionen und Zeitschriftenartikel


    Die Tonhalle. Organ für Musikfreunde vom 4. Januar 1869, S. 28.

    Die Tonhalle. Organ für Musikfreunde vom 8. März 1869, S. 171.


    Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung vom 15. August 1866, S. 266.


    Musicalisches Centralblatt, Jg. 7 (1884), S. 145.


    Musikalisches Wochenblatt vom 13. Oktober 1871, S. 666.

    Musikalisches Wochenblatt vom 1. Dezember 1871, S. 783.

    Musikalisches Wochenblatt vom 23. Februar 1872, S. 135.

    Musikalisches Wochenblatt vom 20. Dezember 1872, S. 822.

    Musikalisches Wochenblatt vom 3. Oktober 1873, S. 585.

    Musikalisches Wochenblatt vom 14. November 1873, S. 653.

    Musikalisches Wochenblatt vom 1. Januar 1875, S. 7.

    Musikalisches Wochenblatt vom 5. Februar 1875, S. 69.

    Musikalisches Wochenblatt vom 5. Mai 1876, S. 247.

    Musikalisches Wochenblatt vom 8. Juni 1877, S. 342.

    Musikalisches Wochenblatt vom 13. Juli 1877, S. 403.

    Musikalisches Wochenblatt vom 12. Oktober 1877, S. 568.

    Musikalisches Wochenblatt vom 24. Oktober 1879, S. 507.

    Musikalisches Wochenblatt vom 6. August 1880, S. 396.

    Musikalisches Wochenblatt vom 26. Januar 1882, S. 55.

    Musikalisches Wochenblatt vom 15. November 1883, S. 583.

    Musikalisches Wochenblatt vom 21. August 1884, S. 422.

    Musikalisches Wochenblatt vom 17. Juni 1886, S. 307.

    Musikalisches Wochenblatt vom 2. Juni 1892, S. 291.


    The Musical Times vom 1. Januar 1880, S. 20.

    The Musical Times vom 1. März 1881, S. 136f.

    The Musical Times vom 1. April 1881, S. 183f.


    The Times vom 22. Dezember 1879, S. 6.

    Forschung

    Freia Hoffmann ermittelte jüngst anhand des Sterberegisters von Erfurt die exakten Lebensdaten von Marie Breidenstein (vgl. Hoffmann 2011).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Marie Breidenstein umfasst ihre Biografie und ihre Tätigkeiten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 15520619
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116470178

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 09.11.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Marie Breidenstein“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 9.11.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Marie_Breidenstein