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  • Marian Arkwright

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Marian Arkwright
    Lebensdaten:
    geb. in Norwich (Norfolk), England
    gest. in Highclere in der Nähe von Newbury (West Berkshire), England
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Dirigentin, Musikpädagogin, Musikwissenschaftlerin, Korrepetitorin, Kontrabassistin, Bratscherin
    Charakterisierender Satz:

    „Her wonderful energy and capacity led all who knew her best often fesard that she might one day overtax her splendid vitality. She had a rare genius for friendship, and hundreds mourn her early death, whilst rejoicing that she has been spared the pains of illness and that decline of powers inseparable from old age.”


    „Ihre wunderbare Dynamik und Belastbarkeit ließen all jene, die sie gut kannten, oft befürchten, dass sie eines Tages ihre herrliche Lebenskraft überschätzen könnte. Sie hatte ein seltenes Gespür für Freundschaft, und Hunderte betrauern ihren frühen Tod, auch wenn sie sich damit trösten, dass sie von Krankheit und dem Verlust an Kraft, die ein hohes Alter mit sich bringt, verschont geblieben ist.“


    (Nachruf auf Marian Arkwright von Lucy Broadwood, „Obituary. Marian Ursula Arkwright, Mus. Doc. Died March 23rd , 1922”, in: Journal of the Folk-Song-Society. Bd.. 7, Nr. 26, Dezember 1922, S. 27)


    Profil

    Die Komponistin, Dirigentin, Instrumentalistin und Musikpädagogin Marian Arkwright engagierte sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert umfassend im britischen Musikleben. Sie spielte als Kontrabassistin und Bratscherin in zahlreichen Orchestern, leitete als Dirigentin und Geschäftsführerin mehrere Amateurorchester und -chöre, gehörte 1893 zu den Gründungsmitgliedern der „English Ladies’ Orchestral Society“ und setzte sich für die neu gegründete „Folk-Song Society“ ein. Gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Musikwissenschaftler Godfrey E. P. Arkwright, organisierte sie Vorlesungen über Musik, in London ebenso wie in kleineren Städten.

    Gleichzeitig konnte sich Marian Arkwright auch als Komponistin im englischen Musikleben etablieren. Ihr Gesamtwerk umfasst Lieder, Chorwerke und pädagogische Kompositionen, eine Operette, zahlreiche Violinduette, die ad libitum zu Klavierquartetten erweiterbar sind, sowie mehrere Orchesterwerke, die jedoch größtenteils als verschollen gelten. Stilistisch sind ihre Kompositionen überwiegend der so genannten „English Renaissance“ verpflichtet.

    Orte und Länder

    Marian Arkwright wurde am 25. Januar 1863 im englischen Norwich, Norfolk, geboren. Sie studierte Musik an der Durham University im Nordosten Englands und ließ sich in Highclere in der Nähe von Newbury nieder.

    Biografie

    Marian Arkwright wurde am 25. Januar 1863 in Norwich (Norfolk, England) als ältestes Kind von Frances Alice Arkwright und Marian Hilary Adelaide Pellew geboren. Ihre beiden Brüder waren der spätere Musikwissenschaftler Godfrey Edward Pellew Arkwright (1864-1944) und Walter George Arkwright (1865-1944) (vgl. Links: www.kemblefamily.com). Ab Anfang der 1890er Jahre studierte Marian Arkwright an der Durham University im Nordosten Englands Musik und schloss 1895 ihr Studium zunächst mit dem Bachelor of Music (Mus. Bac.) ab; im Jahr 1913 folgte der Abschluss als Doctor of Music (Mus. Doc.), wiederum an der Durham University.


    Bereits vor ihrem Musikstudium engagierte sich Marian Arkwright im englischen Musikleben und wandte sich dabei besonders der Laienmusik zu. Sie begann ihre musikalische Laufbahn 1885 als Kontrabassistin in der „Newbury Amateur Orchestral Union“ und gehörte 1893 zu den Gründungsmitgliedern der „English Ladies’ Orchestral Union“ in London, die später in „Ladies’ Orchestral Society“ umbenannt wurde. Dabei übernahm sie auch weitergehende Aufgaben und wirkte in den folgenden Jahrzehnten als Instrumentalistin, Dirigentin und Geschäftsführerin mehrerer Laienorchester, häufig in Zusammenarbeit mit einem Dirigenten namens Mr. J. S. Liddle, der sowohl die „Newbury Amateur Orchestral Union“ als auch die „English Ladies’ Orchestral Society“ leitete. So lautete z. B. eine Anzeige in der „Musical Times” 1907: „The English Ladies’ Orchestral Society (conductor, Mr. J. S. Liddle, Mus. Bac.) has some vacancies for string and wind players. For particulars apply to the Hon.[ary] Sec.[retary], Miss Marian Arkwright, Crowshott, Newbury.” („Die English Ladies’ Orchestral Society [Dirigent, Mr. J. S. Liddle, Mus. Bac.] hat einige freie Plätze für Streicher und Bläser. Nähere Informationen sind bei der Geschäftsführerin Miss Marian Arkwright, Crowshott, Newbury, erhältlich.“; „The Musical Times“ vom 1. November 1907, S. 699) Parallel zu ihren Tätigkeiten in Newbury und London baute Marian Arkwright auch in ihrer Heimatstadt Highclere eine tragfähige Laienmusik auf und leitete dort sowohl ein Amateurorchester als auch die „Choral Union“. Nach und nach konnte sich Marian Arkwright als Dirigentin im englischen Musikleben etablieren, auch wenn ihre Konzerte derzeit nur vereinzelt zu belegen sind. Im Mai 1911 dirigierte sie z. B. ein Wohltätigkeitskonzert in der Londoner Aeolian Hall, bei dem auch der bekannte Geiger Albert Sammons als Solist auftrat (vgl. „The Times London“ vom 6. Mai 1915, S. 11). Nach dem Tod von J. S. Liddle 1920/21 übernahm Marian Arkwright zudem die Leitung der „Newbury Amateur Orchestral Union“.


    Parallel zu ihren Tätigkeiten als Instrumentalistin und Dirigentin trat Marian Arkwright regelmäßig mit Kompositionen an die Öffentlichkeit. Dabei umfasst ihr Gesamtwerk eine Operette „The Water-Babies“, ein Requiem, Kinderlieder, Chorwerke, einige Vortragsstücke für Violinen, die ad libitum zu Klavierquartetten erweiterbar sind, sowie mehrere Orchesterwerke. Stilistisch ist ihr Oeuvre vorwiegend der so genannten „English Renaissance“ verpflichtet und folgt damit u. a. dem Vorbild des Komponisten und Hochschullehrers Charles V. Stanford (vgl. Fuller 2001, S. 5). Ab 1905 gehörte Marian Arkwright der neu gegründeten „Society of British Composers“ an. Einige ihrer Kompositionen wurden bei Breitkopf & Härtel in Leipzig verlegt, darunter auch ein Klavierauszug des Kyrie d-Moll (KV 341) von Wolfgang Amadeus Mozart. Die kammermusikalischen Werke übernahm der Londoner Musikverlag A. Cary, und ihre Kompositionen für Kinder, darunter z. B. die „Songs for children“, erschienen in der Londoner Reihe „Popular Sixpenny-Album“. Bei den meisten Kompositionen von Marian Arkwright sind die Zusammenhänge, in denen sie entstanden und aufgeführt wurden, bislang unklar. Dies betrifft insbesondere ihre Operette „The Water-Babies“, ihre Kammermusik, ihre Kinderlieder sowie ihre Chorwerke. Sie alle lassen vermuten, dass Marian Arkwright nicht nur in der Erwachsenenbildung, sondern auch umfassend als Musikpädagogin tätig war.


    Die breiteste öffentliche Anerkennung erhielt Marian Arkwright für ihre Orchesterwerke, die überwiegend als verschollen gelten. Einige von ihnen wurden vom Bournemouth Symphony Orchestra aufgeführt, darunter z. B. die „Variations on an Air of Handel“ von 1897 und die „Japanese Suite“ von 1911, in der Marian Arkwright auf traditionelle japanische Melodien zurückgriff. 1906 gewann Marian Arkwright mit der symphonischen Suite „Winds of the World“ nach der Ballade „The Flag of England“ von Rudyard Kipling den mit £ 25 dotierten „Gentlewoman Prize“ (vgl. „The Musical Times” vom 1. April 1906, S. 271). Das Werk wurde 1907 von der „Newbury Amateur Orchestral Union“ uraufgeführt, eine weitere Aufführung fand ein Jahr später unter Leitung der Komponistin mit dem Bournemouth Symphony Orchestra statt. Ungefähr zur selben Zeit erhielt Marian Arkwright einen Kompositionsauftrag für die Ausstellung „Australian Exhibition of Women’s Work“, aus dem die „Suite for Strings“ hervorging; sie wurde 1907 in Melbourne uraufgeführt.


    Einen Teil ihrer Werke komponierte Marian Arkwright vermutlich für die von ihr geleiteten Chöre und Orchester. Das größte Werk dieser Art, die „Requiem Mass” für Sopran- und Bariton-Solo, achtstimmigen Chor und Orchester entstand um das Jahr 1914. Die Uraufführung fand am 21. April 1915 unter der Leitung von Marian Arkwright in Newbury statt. An der Aufführung waren die Sopranistin Gladys Moger, der Bariton Samuel Mann, die „Newbury Choral Society“ sowie die „Newbury Amateur Orchestral Union“ beteiligt (vgl. Concert Programmes Database).


    Parallel zu ihren künstlerisch-pädagogischen Tätigkeiten wirkte Marian Arkwright als Musikwissenschaftlerin und engagierte sich auch in diesem Bereich für eine möglichst umfassende Laienbildung. Sie war Mitglied der „Folk-Song Society“, die 1907 gegründet worden war, und publizierte dort z. B. Volkslieder, die sie in ihrem eigenen Umfeld sammelte und mit einem Kommentar versah (vgl. z. B. „Songs from Kent“, 1918). Zudem hielt sie häufiger Vorträge über historische und aktuelle Themen der Musikwissenschaft, die sie meist mit Klangbeispielen illustrierte. Teilweise arbeitete sie dabei auch mit ihrem Bruder, dem Musikwissenschaftler Godfrey E. P. Arkwright, zusammen. So referierte Godfrey Arkwright z. B. 1914 beim Jahrestreffen der „Royal Musical Association“ über „Elizabethan Choirboy Plays and their Music“, und Marian Arkwright leitete ein kleines Streicherensemble, das die instrumentalen Klangbeispiele ausführte (vgl. „Proceedings of the Royal Musical Association“ 41 [1914/15], S. XIX; vgl. auch „The Musical Times” vom 1. Juni 1914, S. 391f.)


    Marian Arkwright starb am 23. März 1922 in Highclere in der Nähe von Newbury.

    Würdigung

    Marian Arkwright war ab Mitte der 1880er Jahre bis zu ihrem Tod 1922 als Instrumentalistin, Dirigentin, Komponistin und Musikwissenschaftlerin im englischen Musikleben präsent und setzte sich dabei mit all ihren Fähigkeiten für eine tragfähige Laienmusik ein. Auch wenn die Region Newbury das Zentrum ihres Wirkens blieb, war Marian Arkwright in vielen Teilen Englands aktiv, so z. B. im Rahmen der „English Ladies’ Orchestral Society“. Die Einbindung ihrer eigenen Kompositionen in diesen Wirkungskreis kann erst nach weiteren Forschungen angemessen gewürdigt werden.

    Der plötzliche Tod Marian Arkwrights wurde allgemein mit Bestürzung aufgenommen. So schrieb z. B. Lucy Broadwood in einem Nachruf: „Her wonderful energy and capacity led all who knew her best often fesard that she might one day overtax her splendid vitality. She had a rare genius for friendship, and hundreds mourn her early death, whilst rejoicing that she has been spared the pains of illness and that decline of powers inseparable from old age.” („Ihre wunderbare Dynamik und Belastbarkeit ließen all jene, die sie gut kannten, oft befürchten, dass sie eines Tages ihre herrliche Lebenskraft überschätzen könnte. Sie hatte ein seltenes Gespür für Freundschaft, und Hunderte betrauern ihren frühen Tod, auch wenn sie sich damit trösten, dass sie von Krankheit und dem Verlust an Kraft, die ein hohes Alter mit sich bringt, verschont geblieben ist.“; Broadwood 1922, S. 27).

    Rezeption

    Die Tätigkeiten von Marian Arkwright werden derzeit lediglich lexikalisch erfasst (zuletzt Fuller 2001); zur zeitgenössischen Rezeption vgl. Biografie und Würdigung.

    Werkverzeichnis

    Kompositionen


    Das vorläufige Werkverzeichnis wurde nach Pazdírek 1904, Broadwood 1922, Burton 1995, Fuller 2001 sowie dem englischen Bibliotheksverbundskatalog COPAC erstellt. Die teils unvollständigen Angaben lassen sich erst im Zuge weiterer Forschungen ergänzen.



    Bühne


    The Water-Babies. Operetta. Libretto: C. Kingsley



    Oratorium und Kantate


    Atlanta in Caledon für Solostimmen, Chor (SATB) und Streicher


    The Last Rhyme of True Thomas (für Chor, Streichorchester und Klavier)


    Requiem Mass for soprano and baritone solo, eight part chorus & orchestra. London: Cary & Co, 1914 (UA 21. April 1915, Newbury)



    Gesang (Solo und Chor)


    Baritone Songs, first selection, London, Popular Sixpenny-Album Nr. 605, o. J.


    Hymn of Pan für Bariton und Orchester, o. J.


    Vocal Duets (first selection), London, Popular Sixpenny-Album Nr. 606, o. J.


    Second Album, Songs for children, London, Popular Sixpenny-Album Nr. 608, o. J.


    Bright in the ring, o. J.


    Come, pretty Wag. Two-part song. Words from M. Peerson's Private Music. London, Two-Part Music No. 81, 1913.

    In midst of Woods. Two-part song. Words from John Munday’s Songs and Psalms. London, Two Part Music No. 82, 1913.


    The Dragon of Wantley. Ballad for children's voices (in three parts) with pianoforte accompaniment. London: Cary & Co, 1915.


    The Lark now leaves his watery Nest. Two-part Song (S, Mezzos). Words by W. Davenant. York: Banks & Son, 1924.



    Klavier


    Festal March für Klavier



    Kammermusik


    Four Duets for two violins, with extra parts ad lib. for violoncello & piano. London: A. Cary, 1896.

    Six Duets for two violins, with extra parts ad lib. for violoncello & piano. London: A. Cary, 1896.

    Twelve Duets for two violins, with extra parts ad lib. for violoncello & piano. London: A. Cary, 1896.


    Two Concert Pieces for viola and pianoforte. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1908.


    Quintett für Klavier und Bläser, o. J.



    Orchesterwerke


    Variations on an Air of Handel, 1897.


    The Blackbird’s Matins. Overture, 1900.


    Winds of the World. Symphonic Suite für Streichorchester, 1907.


    Suite für Streichorchester, 1907.


    Japanese Suite, 1911.



    Bearbeitung


    Mozart, Wolfgang Amadeus. Kyrie in D moll (KV 341). Klavierauszug von M. U. Arkwright. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1901



    Editionen


    Broadwood, Lucy E. Songs from Various Sources. In: Journal of the Folk-Song Society 1 (1904), Nr. 5. S. 264-267. Nr. 29. Christmas Carol. Melodie gesammelt von Marian Arkwright (s. ebd. S. 265).


    Songs from Kent. Collected by Marian Arkwright. In: Journal of the Folk-Song Society Vol. 6, Nr. 21 (November 1918), S. 29-33.

    Repertoire

    Über das Repertoire von Marian Arkwright als Instrumentalistin und Dirigentin ist nichts bekannt.

    Quellen

    Dokumente


    Mehrere bislang nicht gesichtete und unausgewertete Quellenbestände befinden sich in Berkshire und Newbury (s. Forschung).



    Literatur


    Artikel „Arkwright, Marian Ursula”. In: A dictionary of modern music and musicians. A. E. Hull (Hg.). 1924 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Artikel „Arkwright, Marian Ursula“. In: Lexikon der Frau. Zürich: Encyclios Verlag, 1954, Bd. 1, Sp. 215


    Broadwood, Lucy. Obituary. Marian Ursula Arkwright, Mus. Doc. Died March 23rd , 1922. In: Journal of the Folk-Song-Society. Vol. 7, No. 26 (Dec. 1922), S. 27.


    Burton, Nigel. Artikel „Arkwright, Marian (Ursula)”. In: The New Grove Dictionary of Women Composers. Julie Anne Sadie (Hg.). London: Macmillan, 1995, S. 23.


    Eykyn, Judith Warden. Newbury Symphony Orchestra. A Centenary History 1879-1979. Newbury: Kingsclere Publications, 1979 (online: http://myweb.tiscali.co.uk/cooperde/nso/nso%20100%20aniv%20hist.pdf, Stand: 20. März 2009)


    Fuller, Sophie. Artikel „Arkwright, Marian (Ursula)”. In: The New Grove Dictionary of Music & Musicians. Second Edition. Edited by Stanley Sadie. London: Macmillian Publishers Limited, 2001. Vol. 2, S. 4f.


    Leach, Gerald. British Composer Profiles: A Biographical Dictionary and Chronology of Past British Composers, 1800-1989. London: British Music Society, 1989.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co., 1904-1910.


    Scowcroft, P. L.: The Distaff Side: Some British Women Composers. (online: http://www.musicweb-international.com/classRev/2002/Oct02/distaff.htm, Stand: 30. Oktober 2008)


    Straeten, Edmund van der. Artikel „Arkwright, Godfrey Edward Pellew“. In: The New Grove Dictionary of Music & Musicians. Edited by Stanley Sadie. London: Macmillian Publishers Limited, 1980. Bd. 1, S. 593.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Proceedings of the Royal Musical Association 41 (1914/15), S. XIX.


    The Musical Times vom 1. April 1906, S. 271.

    The Musical Times vom 1. November 1907, S. 699.

    The Musical Times vom 1. Juni 1914, S. 391f.


    The Times London vom 6. Mai 1915, S. 11.

    The Times London vom 24. März 1922, S. 9 [Nachruf].


    Zeitschrift der internationalen Musikgesellschaft 1913, S. 230.



    Links


    http://www.kemblefamily.com (Stand: 30. Oktober 2008)

    Die genealogische Website zur Kemble-Familie zeigt die Herkunft von Marian Ursula Arkwright auf.


    http://www.concertprogrammes.org.uk/html/search/verb/GetRecord/5254 (Stand: 30. Oktober 2008)

    Die britische Concert Programmes Database verweist auf neun Sammelalben von Marian Ursula Arkwright, die im Berkshire Record Office erhalten sind, und gibt eine kurze Bestandsbeschreibung (s. Forschungsinformationen). Zudem sind hier zahlreiche Konzertprogramme der verschiedenen Institutionen ausgewiesen, mit denen Marian Arkwright zusammenarbeitete.


    http://www.nationalarchives.gov.uk/a2a/records.aspx?cat=005-dex10301100&cid=48-10#48-10 (Stand: 30. Oktober 2008)

    Die britische Website zu Archivbeständen Großbritanniens enthält eine Bestandslistung des Teilnachlasses von Marian Ursula Arkwright.


    Scowcroft, P. L.: The Distaff Side: Some British Women Composers. (online: http://www.musicweb-international.com/classRev/2002/Oct02/distaff.htm, Stand: 30. Oktober 2008)


    http://myweb.tiscali.co.uk/cooperde/nso/index.htm (Stand: 20. März 2009)

    Das „Newbury Symphony Orchestra“ stellt im Internet seine „Online Historical Archive Pages“ zur Verfügung. Dort finden sich u. a. eine Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Orchesters, in der Marian Arkwright mehrfach erwähnt wird, sowie ein Konzertprogramm von 1913, das Marian Arkwright als Kontrabassistin des Orchesters ausweist. Ferner befindet sich dort eine Bestandsliste des erhaltenen Materials (vgl. Forschung).

    Forschung

    Marian Arkwright war die Schwester des englischen Musikwissenschaftlers Godfrey Edward Pellew Arkwright (1864-1944).


    Im Berkshire Record Office befindet sich ein Teilnachlass von Marian Ursula Arkwright, der dem Archiv 1990 und 1992 übergeben wurde. Er umfasst neun Alben mit verschiedenen Dokumenten zu ihren musikalischen Tätigkeiten im Zeitraum von 1880 bis 1922 (Presseausschnitte, Programme und Notizen) sowie persönliche Dokumente und Fotos. Mehrere Dokumente ab 1880 betreffen die „English Ladies’ Orchestral Society“.


    Im Historischen Archiv des Newbury Symphony Orchestra sind u. a. die Notizbücher der Orchesterleitung („Newbury Amateur Orchestral Union Minute Books“) mit Probenplänen, Konzerten u. a. m. lückenlos erhalten. Ferner befindet sich dort eine Presseausschnittssammlung, die den Zeitraum von 1904 bis 1922 umfasst, sowie zwei Broschüren über das Orchester von 1919 und 1929 (vgl. http://myweb.tiscali.co.uk/cooperde/nso/index.htm, Stand: 20. März 2009). Die Tätigkeiten von Marian Arkwright innerhalb des Orchesters ließen sich anhand des Materials wesentlich näher bestimmen.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Marian Arkwright umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Die Erforschung ihrer Tätigkeiten könnte zugleich einen weiteren Einblick in die Rolle von Frauen im englischen Laienmusikleben bis 1920 geben. Vgl. hierzu auch die Artikel zu Kathleen Riddick und Editha Knocker . Ebenso interessant wäre eine genauere Betrachtung der Kompositionen von Marian Arkwright im Kontext der „English Renaissance“.

    Normdaten

    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 25. November 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 05.12.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Marian Arkwright“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 5.12.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Marian_Arkwright