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  • Maria Grinberg

    von Marina Lobanova
    Die Pianistin Maria Grinberg
    Namen:
    Maria Grinberg
    Lebensdaten:
    geb. in Odessa, Russland, heute: Ukraine
    gest. in Tallinn, Estnische Sozialistische Sowjetrepublik; heute: Estland
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin und Klavierpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Если мы хотим продолжать жить в каком-нибудь произведении, мы должны переживать его так, как если бы оно было написано в наше время".


    („Wenn wir in einem Werk weiterleben wollen, müssen wir es so empfinden, als ob es in unserer Zeit verfasst worden wäre“.)


    (Maria Grinberg, „Ob ‚Apassionate‘“ [Von der ‚Apassionata‘], in: Maria Grinberg, Stat’i, vospominanija, materialy [Aufsätze, Erinnerungen, Materialien], hg. von A. G. Inger. Moskau 1987, S. 220-221).


    Profil

    Maria Israilewna Grinberg war eine außergewöhnliche Pianistin, deren Laufbahn aus politisch-ideologischen Gründen erschwert wurde. Seit dem Beginn der Perestroika wird ihr künstlerisches Schaffen in Russland sowie in der ganzen Welt wieder verstärkt wahrgenommen.

    Orte und Länder

    Während der Stalin-Ära trat sie ausschließlich in der Sowjetunion auf (Moskau, Leningrad, Odessa (heute: Ukraine), Riga (Lettische Sozialistische Sowjetrepublik; heute: Lettland), Tallinn (Estnische Sozialistische Sowjetrepublik; heute: Estland), Tbilissi (Tiflis) (Georgische Sozialistische Sowjetrepublik; heute: Georgien), Baku (Aserbaidschanische Sozialistische Sowjetrepublik; heute: Aserbaidschan), nach Stalins Tod konzertierte sich auch im Ausland (Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Polen, DDR, Tschechoslowakei und Holland).

    Biografie

    Maria Israilewna Grinberg wurde am 6. September 1908 in Odessa geboren. Ihr Vater, ein jüdischer Gelehrte, unterrichtete Hebräisch. Die Mutter, Fania Danilowna Grinberg, geb. Noskina, gab privat Klavierunterricht. Die Familie lebte sehr bescheiden, das Klavier erhielt das zehnjährige Mädchen von Mäzenen ihrer Heimatstadt Odessa. Bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr studierte Maria Grinberg privat Klavier bei David Eisberg (Ajzberg) sowie bei Berta Michajlowna Reingbald (Rejngbal’d; 1897–1944), die etwas später auch Emil Gilels ausbildete. Zugleich nahm sie Harmonielehreunterricht bei dem Komponisten Nikolaj Nikolajewitsch Wilinski (1888–1956).

    Vom 1926 bis 1935 studierte Maria Grinberg Klavier am Moskauer Konservatorium bei Felix Michajlowitsch Blumenfeld (Feliks Michajlovič Blumenfel’d, 1963–1931) und nach seinem Tod bei Konstantin Nikolajewitsch Igumnow (Konstantin Nikolaevič Igumnov, 1873–1948). Igumnow war von ihr gar nicht begeistert: er fand ihre Spielweise viel zu einfach (vgl. Aisik Inger, Pianistka Marija Grinberg [Die Pianistin Maria Grinberg]. „Znamja“ 1999, Nr. 5; http://magazines.russ.ru/znamia/1999/5/inger.html).


    1933 nahm sie am Ersten All-Union-Pianisten-Wettbewerb teil; zwei Jahre darauf gewann sie beim selben Wettbewerb den zweiten Preis.

    1932 wurde sie Solistin der Moskauer Philharmonie. Von entscheidender Bedeutung für sie waren die Konzerte Arthur Schnabels, der 1935 in Moskau gastierte. In ihren Erinnerungen schrieb sie über das Ereignis: "В тот день, когда я впервые услышала этого пианиста, решилась моя судьба. Шнабель играл Бетховена, и с того вечера искусство великого немецкого композитора стало в значительной мере программой моего творчества [...]. Шнабель открыл мне то величие и глубину мысли в музыке Бетховена, которые неисчерпаемы для меня и по сей день [...] показал мне, что Бетховен может быть разным, очень емким, и не только гигантом, мыслителем, философом. После этой встречи со Шнабелем я всю жизнь ищу своего Бетховена".

    („An dem Tag, als ich erstmals diesen Pianisten hörte, entschied sich mein Schicksal. Schnabel spielte Beethoven, und von jenem Abend an standen die Werke der deutschen Komponisten im Zentrum meines Repertoires […]. Schnabel eröffnete mir jene Größe und Gedankentiefe in Beethovens Musik, die für mich bis heute unerschöpflich geblieben ist […]. Er zeigte mir, dass Beethoven sehr unterschiedlich und sehr facettenreich sein konnte und dass er nicht nur ein Heroe, Denker und Philosoph war. Nach dieser Begegnung mit Schnabel begab ich mich mein ganzes Leben lang auf die Suche nach meinem eigenen Beethoven“. (Maria Grinberg, „O processe formirovanija chudožnika“ [Zum Prozess der Formierung eines Künstlers], in: Maria Grinberg, Stat’i, vospominanija, materialy [Aufsätze, Erinnerungen, Materialien]. Moskau 1987, S. 207).

    In den 1920er, Anfang der 1930er Jahre war Maria Grinberg eng mit den „proletarischen Musikern“ verbunden und arbeitete in verschiedenen Kommissionen, die das klassische pianistische Repertoire auf sowjetische Integrität überprüften. Aufgrund ihrer Entscheidungen wurden Stücke erlaubt bzw. verboten. Maria Grinberg war mit einigen regimetreuen Vertretern der RAPM (Russische Assoziation proletarischer Musiker) befreundet, u.a. mit Viktor Beli, Marian Koval. (vgl. Aizik Inger, Pianistka Marija Grinberg [Die Pianistin Maria Grinberg]. „Znamja“ 1999, Nr. 5; http://magazines.russ.ru/znamia/1999/5/inger.html). Diese waren verantwortlich für Denunziationen und Verhaftungen zahlreicher Tonkünstler und für die Verbote der Werke Strawinskys, Prokofjews, Roslawez‘, Mossolows usw. (vgl. dazu Lobanova, Marina, Nikolaj Andreevič Roslavec und die Kultur seiner Zeit. Frankfurt am Main 1994). Ihr enger Kontakt zu den ideologischen Vertretern der Staatsmacht trug zur negativen Einstellung der Pianistin Maria Judina gegenüber Maria Grinberg bei, während diese die Pianistin Judina wiederum außerordentlich schätzte.

    Die Konflikte im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei und im Geheimdienst führten zu gravierenden Veränderungen, die sich u.a. in massiven „Säuberungen“ manifestierten. Am 9. September 1937 wurde Maria Grinbergs Ehemann, der polnische Dichter und Kommunist Stanislaw Ryschardowitsch Stande (poln. Stanisław Ryszard Stande, 1897–1937), der 1931 in die Sowjetunion emigriert war, verhaftet. Später war auch ihr Vater von den „Säuberungen“ betroffen. Am 1. November 1937 wurde Stanisław Stande wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen. (Am 1. November 1955 wurde er rehabilitiert.)

    Die Pianistin wurde daraufhin aus allen staatlichen Institutionen (u.a. aus der Philharmonie) entlassen und konnte lediglich als Klavierbegleiterin bei einer Amateurgruppe arbeiten. Später konnte sie jedoch wieder als Solistin aufzutreten, insbesondere während des Zweiten Weltkrieges, als künstlerische Auftritte einen besonders hohen Stellenwert genossen. Grinberg spielte regelmäßig in Moskau, Leningrad, Riga, Tallinn, Tbilissi (Tiflis), Baku usw. Die tragischen familiären Ereignisse fanden einen besonderen Niederschlag in ihrem Spiel: ihre Interpretationen gewannen an Tiefe und Ausdruckskraft.

    Erst nach Stalins Tod wurde der Pianistin offiziell erlaubt, auch im Ausland aufzutreten. Maria Grinberg gastierte in Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Polen, in der DDR, Tschechoslowakei und in Holland. Überall hatte sie großen Erfolg und wurde von den Musikkritikern mit Pianisten wie Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz, Clara Haskil verglichen (vgl. Inger, Aisik. Pianistka Marija Grinberg [Die Pianistin Maria Grinberg]. „Znamja“ 1999, Nr. 5; http://magazines.russ.ru/znamia/1999/5/inger.html).

    1961 erhielt Maria Grinberg den Titel „Verdiente Künstlerin der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik“ (RSFSR); ab 1959 unterrichtete sie am Moskauer Gnessin-Institut, der heutigen Gnessin-Musikakademie, und wurde dort 1970 zur Professorin ernannt. Zu ihren offiziellen und privaten Schülern zählten Anna Klas, Rudolf Kerer, Dmitry Paperno usw.

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erreichte ihr künstlerisches Wirken seinen Höhepunkt. Ihr außerordentlich umfangreiches Repertoire umfasste neben Werken der Klassik und Romantik auch Werke der Moderne, wie z.B. Werke Bela Bartóks, Sergej Prokofiews und Maurice Ravels. Aufsehen erregte ihre Interpretation der 24 Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch, der die Pianistin sehr schätzte.

    Der neue schöpferische Aufschwung erfuhr einen Rückschlag durch eine schwere Krankheit. Man diagnostizierte bei ihr einen Gehirntumor, der 1955 operiert wurde. Trotz aller Schwierigkeiten und gesundheitlichen Probleme blieb sie bis zum Tode aktiv. Im Januar 1978 gab sie das letzte Konzert im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums.

    Maria Grinberg starb am 14. Juli 1978 in Tallinn.

    Würdigung

    Maria Grinberg gehört zu jenen herausragenden sowjetischen PianistInnen, deren Spiel auf einer soliden technischen Basis ebenso wie auf hoher künstlerischer Reife beruhte. Es war zwar weniger philosophisch, brillant und vielseitig wie das der Maria Judina; doch verfügte Maria Grinberg über ein gutes Stilverständnis, Beherrschung großer Formen sowie einen außerordentlichen Sinn für Details.

    Ihre nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Interpretationen zeichnen sich durch großes Formverständnis, innere Logik und Virtuosität aus. Der bekannte sowjetische Musikkritiker Konstantin Adshemow schrieb über Maria Grinbergs Interpretation der Klaviersonaten von Beethoven: "Трактовка Гринберг полностью вне академизма. Исполнение в каждый данный момент отмечено неповторимым своеобразием индивидуальности пианистки, при этом малейшие оттенки бетховенской нотной записи точно раскрыты в передаче. Знакомый текст силой вдохновения артистки получает новую жизнь. Покоряет захваченность музицированием, правдивый, искренний тон, непреклонная воля и - самое главное - яркая образность".

    („Grinbergs Interpretation ist jeglichem Akademismus fremd. Jeder einzelne Moment ihres Spiels ist durch die einzigartige Individualität der Pianistin gekennzeichnet; dabei werden die feinsten Nuancen des Notentexts Beethoven genauesten übertragen. Der bekannte Text erhielt ein neues Leben dank der Inspirationskraft der Künstlerin. Faszinierend sind das Eintauchen ins Musizieren, der aufrichtige, wahrhaftige Tonfall, der unbeugsame Wille und, was das Wichtigste ist, die markante Expressivität“). (zit. nach: Aisik Inger, Pianistka Marija Grinberg [Die Pianistin Maria Grinberg]. „Znamja“ 1999, Nr. 5; http://magazines.russ.ru/znamia/1999/5/inger.html).

    Rezeption

    Maria Grinbergs Karriere begann vielversprechend, wurde aber 1937 durch die politischen Umstände in der Sowjetunion unterbrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach dem Tod Stalins und der damit einsetzenden Tauwetter-Periode intensivierte sie ihre künstlerischen Aktivitäten, und ihre Popularität wuchs. Die Pianistin genoss große Anerkennung sowohl in professionellen Kreisen als auch beim breiten Publikum.

    1970 produzierte die sowjetische Schallplattenfirma „Melodia“ das Album aus 13 Schallplatten mit allen Klaviersonaten von Beethoven. Insbesondere diese Studioaufnahmen, die Maria Grinberg in den Jahren 1964 bis 1966 gemacht hat, sowie ihre Konzertinterpretation in der Saison 1968–1969 wurden zum Höhepunkt ihrer pianistischen Tätigkeit und gleichzeitig zu ihrer Visitenkarte als Künstlerin.

    Von offizieller Seite wurde Maria Grinberg zwar toleriert, jedoch nicht gefördert. Aufgrund der Repressalien, die ihre Familie unter Stalin erlebte, wurden die wichtigsten Umstände ihres Lebens verschwiegen, insbesondere in der Breschnew-Ära. Lange Zeit gab es keine Wiederveröffentlichungen ihrer Schallplatten und vieles blieb unentdeckt in Archiven. Erst seit den späten 1990er ist eine Renaissance wahrzunehmen, die sich in Wiederveröffentlichungen der Schallplatteneinspielungen zeigt. Die Popularität der Pianistin wächst seitdem stetig, v.a. auch dank des Internets.

    Die meisten Aufnahmen von Maria Grinberg wurden mittlerweile von den japanischen Firmen Denon und Triton digitalisiert. In den letzten Jahren gibt das Moskauer CD-Label „Vista Vera“ ihre Aufnahmen heraus.

    Repertoire

    Auswahl (zusammengestellt auf der Basis verschiedener Internetpublikationen)

    Arensky, Anton

    Fantasie op. 48


    Bach-Busoni

    Präludium und Fuge D-Dur, BWV 532

    Bach-Feinberg

    Largo aus der Trio-Sonate No.5 C-Dur, BWV 529


    Beethoven, Ludwig van

    alle Klavierkonzerte

    alle Klaviersonaten

    32 Variationen c-Moll WoO 80

    6 Variationen auf ein Thema von Paesiello WoO 70

    Rondo G-Dur Op. 51 Nr. 2

    Rondo G-Dur Op. 129

    3 Ecossaises WoO 83


    Borodin, Alexander

    Klavierquintett


    Brahms, Johannes

    Klavierkonzert Nr. 1

    Balladen Op. 10, Nr. 3, 4

    Variationen über ein Thema von Robert Schumann Oр. 9

    Variationen über ein eigenes Thema D-Dur Op. 21, Nr. 1

    Capriccio h-Moll Op. 76, Nr. 2

    Walzer Op. 39

    Drei Intermezzi Op. 117


    Chopin, Frédéric

    4 Balladen

    Mazurken

    Tarantella As-Dur Op. 43

    Variations brillantes Op. 12


    Debussy, Claude

    Estampes

    Préludes


    Franck, Cesar

    Symphonische Variationen für Klavier und Orchester


    Glasunow-Blumenfeld

    Walzer op. 47


    Glinka, Michail

    Der andalusische Tanz G-Dur

    Walzer Es-Dur

    Walzer G-Dur

    Kinder-Polka B-Dur

    Tarantella a-Moll

    Variationen über ein Thema von Aljabjews „Nachtigall“

    Mazurka c-Moll

    Mazurka As-Dur


    Grieg, Edvard

    Klavierkonzert a-Moll op. 16

    Lyrische Stücke

    Suite „Aus Holbergs Zeit“ Op. 40


    Liszt, Franz

    Fantasie über ungarische Volksthemen für Klavier und Orchester

    Sonate h-Moll

    Spanische Rhapsodie


    Ljadow, Anatoli

    Variationen über ein polnisches Thema As-Dur

    Etüden Opp. 5, 12, 37, 40


    Mendelssohn Bartholdy, Felix

    Fantasie Op. 28

    Lieder ohne Worte Opp. 30, 38, 53, 62, 67, 102


    Metner (Medtner), Nikolaj

    Sonate g-Moll Oр. 22

    Märchen Op. 20


    Mozart, Wolfgang Amadeus

    Klavierkonzert Nr. 24 КV 491

    Sonate F-Dur КV 332

    Sonate D-Dur КV 576

    Sonate F-Dur КV 533/494

    Fantasie c-Moll КV 396

    Fantasie und Sonate c-Moll КV 475/457

    Variationen B-Dur КV 500


    Prokofjew, Sergej

    Sonate Nr. 2 Oр. 14

    Sonate Nr. 5 Oр. 38/135

    Sonate Nr. 6 Oр. 82

    Scherzo Oр. 12, Nr. 10


    Rachmaninow, Sergej

    3. Klavierkonzert

    Präludien Opp. 23, 32


    Ravel, Maurice

    Sonatine


    Scarlatti, Domenico

    Sonate C-Dur L 104

    Sonate d-Moll L 413

    Sonate f-Moll L 382

    Sonate A-Dur L 345

    Sonate c-Moll L 352

    Sonate c-Moll L 36


    Schostakowitsch, Dmitri

    24 Präludien und Fugen op. 87


    Schubert, Franz

    Sonate a-Moll Op. 42

    Sonate A-Dur Op. 120

    Impromptus Op. 90 Nr. 1-4


    Schubert-Liszt

    Der Wanderer

    Liebesbotschaft

    Der Atlas

    Abschied

    Die Stadt

    Erstarrung

    Auf dem Wasser zu singen

    Barcarolle


    Schumann, Robert

    Klavierkonzert op. 54

    Sonate fis-Moll Op. 11

    Kinderszenen Op. 15

    Bunte Blätter Op. 99

    Symphonische Etüden Op. 13

    Quellen

    Sekundärliteratur


    Milštejn, Jakov. Marija Grinberg. Moskau 1958.

    Rabinovič, David. Portrety pianistov [Porträts der Pianisten]. Moskau 1970.


    Marija Grinberg. Stat’i, vospominanija, materialy [Maria Grinberg: Aufsätze, Erinnerungen. Materialien]. hg. von A. G. Inger. Moskau 1987.


    Inger, Aisik. Pianistka Marija Grinberg [Die Pianistin Maria Grinberg]. „Znamja“ 1999, Nr. 5; http://magazines.russ.ru/znamia/1999/5/inger.html

    Černikov, Oleg. Svet ušedšej zvezdy [Das Licht der weggegangenen Sterns]. In: Muizyka i vremja, 2/2002


    Ders. Dve velikie Marii [Zwei großen Marien]. In: Muizyka i vremja, 4/2002

    Ders. Rojal‘ i golosa velikich. Rostow am Don 2011.


    Link


    Aufnahmen der Klaviersonaten von Beethoven mit der Pianistin (Melodija):

    http://www.melody.su/work/195/383

    Forschung

    Das Schaffen von Maria Grinberg ist bislang nur teilweise erforscht. Die umfassendste und bislang gründlichste Publikation ist die Materialsammlung Marija Grinberg, Stat’i, vospominanija, materialy [Maria Grinberg: Aufsätze, Erinnerungen. Materialien], hg. von A. G. Inger. Moskau 1987. In den letzten Jahren stieg das Interesse an ihrem künstlerischen Wirken und an ihrem Nachlass, der sich nach verschiedenen Angaben in privaten, nicht näher benannten Archiven befindet.

    Forschungsbedarf

    Um ihre künstlerische Tätigkeit im Kontext der Zeit zu würdigen, sind weitere Studien zum Leben und Schaffen von Maria Grinberg notwendig. Auch eine Erforschung der Besonderheiten ihres interpretatorischen Stils und dessen Entwicklung stehen noch aus. Voraussetzung dafür wäre eine vollständige und zuverlässige Repertoireliste. Praktisch unerforscht sind bislang auch die künstlerischen Verbindungen der Pianistin zu ihren Zeitgenossen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 74045920
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 135041198
    Library of Congress (LCCN): n85359758
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Marina Lobanova


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 14.05.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Maria Grinberg“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 14.5.2012.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Maria_Grinberg