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  • Margarethe Danzi

    von Monika Kammerlander
    Namen:
    Margarethe Danzi
    Geburtsname: Margarethe Maria Marchand
    Lebensdaten:
    geb. in Frankfurt am Main, Deutschland
    gest. in München, Deutschland

    Der Geburtsort wird manchmal auch mit Mannheim angegeben, da die Familie Marchand dort ab 1775 sesshaft wurde. Die Geburt Margarethe Danzis (Marchand) in Frankfurt während einer Gastspielreise der Theatertruppe von Marchand ist v.a. bei Teuber (Oscar Teuber, Geschichte des Prager Theaters. 1883 u. 1885) dokumentiert. Falsch sind die Angaben mit dem Geburtsort München in verschiedenen Lexika.
    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin, Komponistin
    Charakterisierender Satz:

    ”Mad.Danzi starb am 11. Juni 1800 als Hofopernsängerin in München.(...) Man rühmte ihren anmutvollen, meisterhaften Gesang, ihre Declamation, Darstellung und geschmackvollen Toiletten, ihr Familienleben, ihre Umgangsweise und ihre Sprachkenntniß. Auch als Componistin von Claviersonaten machte sie sich bemerkbar." (Oscar Teuber II, S. 324)


    Profil

    Als Primadonna der Theatertruppe von Domenico Guardasoni machte Margarethe Danzi erstmals auf sich aufmerksam. Mit ihr bereiste die Sängerin zahlreiche europäische Städte (Leipzig, Prag, Florenz, Venedig), ehe sie ab 1796 als Primadonna an die Münchner Hofoper engagiert wurde, wo sie bis zu ihrem Tod 1800 sang.

    Gleichzeitig zur Sängerkarriere versuchte sie sich als Komponistin zu profilieren, wobei das Hauptproblem offenbar das im 18. Jahrhundert mangelnde Interesse der Verleger an Kompositionen von Frauen war. Erst posthum veröffentliche Werke wie die Violinsonaten und auch der zentrale Mittelsatz in einer der Klaviersonaten ihres Mannes Franz Danzi zeugen von der Professionalität Margarethe Danzis auch auf diesem Gebiet.

    Orte und Länder

    Margarethe Danzi (Marchand) debutierte mit 12 Jahren am Mannheimer Hoftheater in „Der Edelknabe” von Johann Jakob Engel und war als Tochter Theobald Hilarius Marchands in kleinen Nebenrollen des Mannheimer Hoftheaters bis 1782 zu finden.

    Während ihres Aufenthaltes als „Kostzögling” Leopold Mozarts in Salzburg (1782-1784) sind mehrere Auftritte in der Oper „L’Olimpiade” von Luigi Gatti dokumentiert.

    Erste Auftritte von Margarethe Danzi (Marchand) am Münchner Hoftheater gab es bereits 1785 in Nebenrollen.

    Am 26. April 1786 debutierte Margarethe als Hofsängerin in München.

    Nach der Heirat mit Franz Danzi 1790 bereiste das Ehepaar zwei Jahre lang als Mitglied der Theatertruppe Domenico Guardasonis regelmäßig Deutschland, Österreich und Italien. Margarethe feierte Triumphe v.a. in Prag und Leipzig, besonders in Hauptrollen der Opern Wolfgang A. Mozarts. Dokumentiert ist auch ein längerer Aufenthalt an der Oper in Florenz und ein Gastspiel in Venedig 1795. Ein schweres Lungenleiden Margarethes erzwang jedoch 1796 die Rückreise der Danzis nach München.

    Ab 1796 wurde Margarethe gefeierte Primadonna am Münchner Hofnationaltheater.

    Biografie

    Margarethe Danzi (Marchand) wurde 1768 in Frankfurt am Main auf einer Gastspielreise der von ihrem Vater geleiteten Theatertruppe geboren.

    1775 wurde die Familie in Mannheim sesshaft, nachdem Margarethes Vater Theobald Hilarius Marchand vom Kurfürsten Karl Theodor zum ersten Direktor des neu gegründeten Deutschen Nationaltheaters ernannt worden war.

    Ihre Mutter Magdalena Brochard, in der zeitgenössischen Presse als ein ”kleines, niedliches Weibchen” charakterisiert, war in allen Theatersparten (Sprechtheater, Operette, Ballett) versiert, und in der Theatertruppe ihres Mannes als Soubrette engagiert. (Theaterjournal für Deutschland, IX, 1779, S.16f.)

    Margarethe Danzis ältere Schwester, von der weder Vornamen noch Lebensdaten überliefert sind, fand 1771 nachweislich lobende Erwähnung für ihre Darstellung der Titelrolle in Johann Jakob Engels Stück ”Der Edelknabe”. Margarethe Danzi übernahm die Titelrolle zehn Jahre später und erntete ebenfalls großen Erfolg. Man attestierte ihr, ”sie lasse alles von sich hoffen, und verräth die gröste Anlage zu einer guten Schauspielerin.” (Teuber II, S. 28)

    Mit der Verlegung der Residenz von Kurfürst Karl Theodor nach München 1778 kam es auch zur Übersiedlung der Familie Marchand in die neue Hauptstadt.

    In München erhielt Margarethe Danzi von 1778-1782 Musikunterricht bei ihrer späteren Schwägerin Franziska Lebrun (geb. Danzi). Der Unterricht umfasste die Fächer Violine, Gesang und Musiktheorie. Die Vorbildfunktion der damals schon namhaften Sängerin auf die junge Margarethe kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der Karriereweg Franziska Lebruns wiederholte sich später in einer ähnlichen Form bei Margarethe Danzi sowohl als Sängerin wie auch als Komponistin.

    Leopold Mozart musste für Theobald Hilarius Marchand der Inbegriff eines erfolgreichen Pädagogen gewesen sein, da er zuerst seinen Sohn Heinrich, dann die Tochter Margarethe und später auch deren Kusine Johanna Brochard zu ihm als sog. „Kostzöglinge” zur Erziehung und in den Musikunterricht nach Salzburg schickte.

    Leopold Mozart schrieb an seinen Sohn Wolfgang: ”Salzb. d. 29. April 1782, ... unterdessen habe ich eine Unterhaltung mit 2 Schülern dem 12 Jährigen Sohn und dem 14 Jährigen Töchterchen des H: Marchand Theaterdirektors in München, die bei mir in Erziehung sind und ich Hoffnung habe, (...) aus dem Mädchen eine gute Sängerin und vortreffliche Clavierspielerin zu bilden.” (Mozartbrief 669. Bd. III: 204)

    Die intensive Betreuung Margarethe Danzis während ihrer Studienzeit bei Leopold Mozart durch Maria Anna (Nannerl) Mozart ist in den Tagebucheintragungen Nannerls hinlänglich dokumentiert. ( Maria Anna Mozart . ”meine tagordnungen”. Nannerl Mozarts Tagebuchblätter 1775-1783. Genevieve Geffray (Hg.). Bad Honnef, 1998)

    Mit deren Hochzeit im August 1784 ging auch für die Geschwister Marchand die Salzburger Studienzeit zu Ende. Ohne die Hilfe seiner Tochter Maria Anna, die zu ihrem Mann nach St. Gilgen gezogen war, sah sich Leopold Mozart außerstande, den Unterricht der Geschwister Marchand weiterzuführen. So kehrte die 16-jährige Margarethe nach München zurück und versuchte, sich dort als Sängerin zu etablieren.

    Leopold Mozarts Befürchtung, dass Margarethe wegen der vielen Intrigen am Münchner Hoftheater keine Anstellung finden könnte, sollte sich nicht erfüllen. In einem Brief vom 28. April 1786 berichtete Leopold stolz über das erste Auftreten Margarethes als Hofsängerin an der Münchner Oper: „Die gredl hat am Ostermontag das erste mahl als Hofsängerin in der Hofaccademie (...) gesungen, und den grössten Beyfahl erhalten.” (Mozartbrief 952. Bd. III, S. 534)

    Auch die Entstehung ihrer Klaviersonaten fällt in diese Zeit. Da Margarethe Danzi (Marchand) in München Kompositionsunterricht bei ihrem späteren Mann Franz Danzi erhielt, könnten die Sonaten unter seiner Obhut entstanden sein, vielleicht aber auch schon im Jahr davor bei Leopold Mozart. Leopold Mozarts Versuch, diese Sonaten in Wien mit Hilfe seines Sohnes Wolfgang bei Toricella verlegen zu lassen, schlug fehl. So blieben diese Sonaten bis heute verschollen: „Salzb: den 27ten Octob. 1785) [...] Von den Sonaten der Gretl höre nicht ein Wort; ich werde dem Toricella selbst schreiben, auch wegen dem Clavierauszug der Entführung [...]” (Mozartbrief 892. Leopold Mozart an seine Tochter. Bd. III, S. 433).

    1790 heiratete Margarethe Marchand Franz Danzi, der an der Münchner Hofoper als Vize-Kapellmeister engagiert war. Beide erhielten sie Urlaub für ausgedehnte Gastspielreisen. Zwei Jahre lang war das Ehepaar Danzi Mitglied der Theatertruppe Domenico Guardasonis, mit der Margarethe Danzi als Primadonna v.a. in Prag und Leipzig Triumphe feierte, besonders in Verkörperungen der Titelpartien in den Opern Wolfgang A. Mozarts.

    Laut dem ”Gothaer Theaterkalender” trat das Ehepaar Danzi 1794 von Prag aus wieder in die Kurfürstliche Kapelle in München ein, um anschließend noch einmal zu einer ausgedehnten Gastspielreise nach Italien aufzubrechen. Hier waren die Danzis v.a. in Florenz und Venedig sehr erfolgreich. Ein hartnäckiges Lungenleiden Margarethes zwang sie jedoch zurück nach München.

    Ab 1796 wirkte Margarethe Danzi als gefeierte Primadonna im Engagement des Münchner Hoftheaters. 1798 erfolgte die Ernennung ihres Mannes zum Vice-Kapellmeister. Am 10. Juni 1800 starb Margarethe Danzi an den Folgen ihrer Lungenkrankheit, wohl auch ein Tribut an die Doppelbelastung von anstrengender Konzerttätigkeit und Geburt zweier Kinder. Die einzige überlebende Tochter (sie hieß ebenfalls Margarethe Danzi) wurde 1799 geboren und starb am 23. Oktober 1866. Sie heiratete den Schauspieler Ludwig Brandt und wirkte als Sängerin v.a. am Mannheimer Hoftheater.

    Würdigung

    Margarethe Danzi war ihrem Publikum vor allem als Sängerin bekannt. Sie stand in einer Reihe mit den berühmtesten Primadonnen ihrer Zeit.

    Ihre Versuche, sich als Komponistin einen Namen zu machen, sollten erst posthum gewürdigt werden. Wie viele ihrer Zeitgenossinnen, scheiterte sie vorerst bei der Suche nach Verlegern, die zur damaligen Zeit prinzipiell selten Werke von weiblichen Komponisten veröffentlichten.

    Dass alle ihre Werke erst posthum ediert wurden, lässt den Schluss zu, dass ihr Ehemann Franz Danzi sich dafür einsetzte.

    Da sie in der zeitgenössischen Presse immer als hochgebildete Frau mit untadeligem Ruf beschrieben wurde, hatte sie positiven Einfluss auf die Stellung und Anerkennung einer professionellen Musikerin im 18. Jahrhundert.

    Rezeption

    In Prag stand Margarethe Danzi in der vollen Gunst des Publikums. In den Prager Journalen des Jahres 1792 schwärmte man buchstäblich von ”Mad. Danzi”:

    Ein begeisterter Verehrer dichtete ihr ein Poem, dessen erste Zeilen die Bewunderung ausdrücken, die das Prager Publikum für die damalige Primadonna der Operncompanie Guardasonis empfand:

    ”Du Meisterin des Gesangs, des Volkes Jubel und Wonne!

    Wohl dreimal glücklich ist Prag, das Dich itzt im Schooße besitzt!

    Ach, nie erklang noch so lieblich in unserem Operngewölbe

    Italiens zärtlicher Ton, Saporiti und Angelina

    Gefielen minder als Du; Dir verdanket, schönste der Musen,

    Des Volkes edlerer Theil bei dem trägen Abend des Winters

    Der Sorgen süße Vergessenheit. Sieh, dort steht er versteinert,

    Der Mann von besserem Gefühl, er ist ganz Ohr, er lauschet den schnellen Accenten Deiner sich windenden silbertönenden Stimme,

    So lieblich flötend und sanft, wie der Nachtigallen Gesänge.

    Ein buntes Heer Amouretten verfolgt Dich auf allen Wegen,

    Doch fürchte nichts; denn der Glanz Deiner Tugend schreckt sie zurück!” (Teuber II, 324)


    Margarethe Danzis Name ist nicht in allen Musikenzyklopädien zu finden. Erst durch Brigitte Höfts Beitrag in der „Musik in Geschichte und Gegenwart” (2. Aufl. Ludwig Finscher (Hg.). Kassel: Bärenreiter Verlag 1999. S. 411f.) findet ihr vielfältiges musikalisches Wirken seine Würdigung.

    Auch die Neuauflage ihrer Violinsonaten bei Katzbichler, München 1967 und Vivace, Pullman 1996 bereichert die Kammermusik-Literatur um bezaubernde Kleinode spät-klassischer Kompositionskunst, die Margarethe Danzi laut Robert Münster in die Nähe Franz Schuberts rücken lässt.

    mehr zu Rezeption weniger zu Rezeption

    Ein weiteres literarisches Zeugnis für die Beliebtheit von Margarethe Danzi auch beim Münchner Publikum und den Theaterrezensenten ihrer Zeit ist der folgende poetische Nekrolog: (vgl. „Münchner Theater-Journal. Eine Wochenschrift; ‚Des ersten halben Jahrganges Istes Heft’”; hrsg. von A. J. von Guttenberg. München 1800. S. 208 f.)


    Die dramatische Muse bei dem Grabe der Madame Danzy gebohrnen Demoiselle Marchand


    O traure Kunst, o traure du Athlete

    Der Bühne holde Menschenveredlerin!

    Zu früh verschlang der nachtumwölkte Lethe,

    Welch ein Verlust! Die hohe Priesterin!


    Ach fließt ihr Thränen, fließt von edlen Seelen

    Gezollt für meinen Liebling, meinen Ruhm!

    Was sollt ihr nun für Klagetöne wählen?

    Im Sarge weilt der Kunst Palladium.


    Ihr Machtgenie vom allbeliebten Meister

    Von einem M a r c h a n d , ihrem Bildner reif,

    Hoch schwang es sich zum Gipfel großer Geister

    Ihr Spiel Natur, und Kunst, und ernst, und naif!


    Nicht Einer Muse nur im Dienst des Schönen

    Geweiht, welch mannigfachen Zaubersinn

    Goß Sie um sich! Entlockte Sie heut Thränen,

    Es war die Freude morgen ihr Gewinn.


    Wie oft hat ihr Gesang mit süßen Siegen

    Nicht Euer Ohr, und Euer Herz entzückt?

    Durch ihre Kraft für sittliches Vergnügen

    Wie oft manch’ sel’ges Ständchen Euch beglückt?


    So legt denn hin aus Mirthen und Cypressen

    Und Rosen dankbar einen Ehrenkranz;

    Und feiert, nie der Wohltat zu vergessen

    Am Todestag des Grabes heil’gen Glanz!


    An ihrer Urne sollen Hymnen schallen

    Ein Lohn für seelerhebendes Talent!

    Ihr grüne zu der Götter Wohlgefallen

    Ein ewig unversehrtes Monument!


    W. R.

    Werkverzeichnis

    A. Klaviermusik


    Sechs Klaviersonaten, 1786, verschollen.


    Marche de Marseillois varié op. 2, München: Verlag Falter,

    1802


    Andante con variazioni, in: Franz Danzi, Klaviersonate, op.3, F-Dur, 1800


    Das Andante mit Variationen für Klavier, wurde unter dem Namen ihres Mannes Franz Danzi als zentraler Satz seiner Klaviersonate in F-Dur, op. 3 (komp. 1800) veröffentlicht. Von den sechs Klavier-Sonaten, die Leopold Mozart beim Verlag Torricella in Wien in Druck geben wollte, fehlt leider jede Spur.

    (Mozartbrief 892. Leopold Mozart an seine Tochter; Bd. III, S. 433)


    B. Kammermusik


    Sonaten für Violine und Klavier, op. 1, 1-3, Es-Dur, B-Dur,

    E-Dur, München: Falter, 1800

    Repertoire

    Titelrolle in ”Der Edelknabe” von Johann Jakob Engel.

    Titelrolle in ”Nina” von Paesiello.

    Rolle in ”L’Olimpiade” von Luigi Gatti.

    Rolle der Caroline in ”Die heimliche Ehe” von Luigi Cimmarosa.

    Rolle der Sandrina in ”Der Talisman” von Antonio Salieri.

    Rolle der Laura in ”Die Mitternachtsstunde” von Franz Danzi.

    Rolle der Myrha in ”Das unterbrochene Opferfest” von Albert Winter.

    Rolle der Titania in ”Oberon” von Paul Wranitzsky.

    Rolle der Juno in ”Der Spiegel von Arkadien” von Franz Schickaneder.

    Rolle des Hannchen in „Im Trüben ist gut fischen” von Sarti.

    Rolle der Rose in „Der Guckkasten” von Dimmler.

    Rolle der Justine in „Alexis und Justine” von Defaide.

    Rolle des Röschen in „Hieronymus Knicker” von Dittersdorf.

    Rolle der Perifirime in „Die Zauberzither” von Wenzel Müller.

    Rolle der Elise in „Elise, Gräfin von Hilburg” von Albert Winter.

    Rolle der Klarissa in „Die eingebildeten Philosophen” von Giovanni Paesiello.

    Rolle der Henriette in „Die Brüder als Nebenbuhler” von Albert Winter.

    Rolle der Euphrosine in „Der Milzsüchtige” von Mechúl.

    Rolle der Friderike in „ Das bezauberte Schloß” von Joseph Grätz.

    Rolle der Louise in „Betrug durch Aberglauben” von Dittersdorf.

    Rolle der Fatme in „Zemire und Azor”.

    Rolle der Eurilla in ”La pastorella nobile” von Pietro Allessandro Guglielmi.

    Rolle der Lilla in ” Una cosa rara” von Vicente Martin y Soler.

    Rolle der Zenobia in ”Zenobia” von Giovanni Paisiello.


    Rollen in Opern von Wolfgang A. Mozart:

    Susanne in ”Figaros Hochzeit”.

    Königin der Nacht in ”Die Zauberflöte”.

    Donna Anna in ”Don Giovanni”.

    Fiordiligi in ”Cosi van tutte”.

    mehr zu Repertoire weniger zu Repertoire

    Zu Margarethe Danzis Wirken als Pianistin gibt es keine detaillierten Quellen.

    Quellen

    A. Quellen

    Mozart. Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe. Hg. v. der Internationalen Stiftung Mozarteum. Gesammelt und erläutert von Wilhelm A. Bauer und Otto E. Deutsch. Kassel: Bärenreiter Verlag, 1962-75. Gemeinsame Ausgabe Bärenreiter-DTV: Kassel-München, 2005.


    Marie Anne Mozart – „meine tag ordnungen": Nannerl Mozarts Tagebuchblätter 1775-1783. Geneviéve Geffray (Hg.). Bad Honnef: Bock 1998.


    Theaterjournal für Deutschland 1779-1800. Hier: IX. 1779. S. 16f. (Nachdruck München: Kraus)


    Theaterzettel der „Churfürstlichen Hofnationalschaubühne”, Theater-Museum München, 1796-1800.



    B. Literatur

    Legband, Paul. Münchener Bühne und Literatur im 18. Jahrhundert. In: Oberbayrisches Archiv für Vaterländische Geschichte 21. Hg. von dem Historischen Vereine von Oberbayern: München, 1904.


    Würz, Roland. Verzeichnis und Ikonographie der kurpfälzischen Hofmusiker zu Mannheim nebst darstellendem Theaterpersonal: 1723 – 1803, Wilhelmshaven: Heinrichshofen 1975.


    Teuber, Oscar. Geschichte des Prager Theaters. Von den Anfängen des Schauspielwesens bis auf die neueste Zeit. Prag 1883 (1. Teil) u. 1885 (2.Teil).


    Holl, Monika. Theaterdirektor Theobald Hilarius Marchand und seine Tochter Margarethe Danzi-Marchand. Zwei Aquarellstudien des Malers Joseph Franz von Goez. In: Festschrift Wolfgang Rehm zum 60. Geburtstag. Kassel, 1989. S. 146-154.


    Walter, Friedrich. Geschichte des Thüringer Kurpfälzischen Hofes. Leipzig, 1898.


    Brigitte Höft. Artikel „Danzi, Margarethe“. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. 2. Aufl. Ludwig Finscher (Hg.). Kassel: Bärenreiter Verlag 1999. S. 411f.


    Herrmann, Wilhelm. Hoftheater-Volkstheater-Nationaltheater. In: Quellen und Studien zur Geschichte der Mannheimer Hofkapelle. Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften: Mannheim, 1999.


    Glover, Jane. Mozart’s women. HarperCollins Publ.: New York, 2005.


    Unseld, Melanie. Mozarts Frauen. Begegnungen in Musik und Liebe, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl. 2005.

    Forschung

    Der Forschungsstand über Margarethe Danzi ist in übersichtlicher Form in Brigitte Höfts Beitrag über die Künstlerin in der Musikenzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart” (Ludwig Finscher (Hg.). Personenteil Bd. 5. 2. Aufl. Kassel: Bärenreiter Verlag 1999. S. 411f.) zusammengefasst.

    Aufschlussreiche Quellen bietet v.a. das Münchner Theatermuseum (Theaterblätter!) sowie die Sammlung der „Monacensia”.


    Margarethe Danzi war ihrem Publikum in erster Linie als Sängerin bekannt, und als solche in der Nachwelt schnell vergessen worden. So wurde auch ihre kompositorische Begabung kaum wahrgenommen und ihre Sonaten für Klavier und Violine als einzige erhaltene Werke erst 1967 bei Katzbichler (München) wieder neu verlegt.


    Die Darstellung ihres Lebens ist für die genderorientierte Musikforschung überaus wichtig, weil sie wieder dokumentiert, wie sehr auch Margarethe Danzi an der Beschränkung durch die damalige Gesellschaftsstruktur zu leiden hatte. Einzig ihre Position als Operndiva wurde von der Presse gewürdigt. Ihre Tätigkeit als Komponistin hingegen wurde meist nur am Rande erwähnt, was nicht verwundert, da ihre Kammermusikwerke erst posthum (vermutlich auf Betreiben ihres Mannes Franz Danzi) veröffentlicht wurden.

    Forschungsbedarf

    Die Gastspielreisen von Margarethe Danzi gemeinsam mit ihrem Mann Franz Danzi sowohl nach Italien als auch innerhalb Deutschlands wären noch genauer zu recherchieren. Besonders ergiebig für Nachforschungen könnte dabei die Zeit ihres Engagements als Primadonna in der Theatertruppe von Guardasoni sein, der sie und ihr Mann von 1790-1793 angehörten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 3348071
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 122210999
    Library of Congress (LCCN): nr94013683
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Monika Kammerlander


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 01.09.2006


    Empfohlene Zitierweise

    Monika Kammerlander, Artikel „Margarethe Danzi“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 1.9.2006.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Margarethe_Danzi