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  • Margarete Schweikert

    von Michael Gerhard Kaufmann
    Margarete Schweikert, 1920er Jahre
    Namen:
    Margarete Schweikert
    Ehename: Margarete Voigt
    Lebensdaten:
    geb. in Karlsruhe, Deutschland
    gest. in Karlsruhe, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Violinistin, Klavierbegleiterin, Musikpädagogin, Musikkritikerin, Konzertveranstalterin, NSF- und GEDOK-Vorsitzende.
    Charakterisierender Satz:

    „Ich hätte mir die Zunge lieber abgebissen, eh’ ich dem Richard Strauss erzählt hätte, daß ich auch komponiere.“ (Margarete Schweikert nach einem Besuch in der Villa des Komponisten)


    Profil

    Beinahe ihr gesamtes Lebens prägte Margarete Schweikert das kulturelle Leben ihrer Heimatstadt Karlsruhe mit: als Geigerin, als Pädagogin für ihr Instrument, als Kritikerin in der Presse, als engagierte Vereinsvorsitzende und vor allem als Komponistin, deren jeweils neue Werke von den Karlsruher Musikfreunden stets geschätzt wurden. Licht- und Schattenseiten der deutschen Geschichte spiegeln sich wie selbstverständlich in ihrer Biographie: wilhelminisches Großbürgertum, Erster Weltkrieg, soziale Instabilität der Weimarer Republik, politische Repression des NS-Staates, Zweiter Weltkrieg, Wirtschaftswunder. Ihr Wirken stand dabei unter der Maßgabe, sich als Musikerin in einer zwar kulturbeflissenen, jedoch letztlich immer wieder einem gehobenen Provinzialismus sich zuneigenden Beamtenstadt, behaupten zu müssen.

    Orte und Länder

    Margarete Schweikert wirkte ihr ganzes Leben lang in Karlsruhe, unterbrochen wurde diese Zeit durch Konzertreisen in Süddeutschland und durch eine Orchesteraushilfe in Göttingen.

    Biografie

    Margarete Schweikert wurde am 16. Februar 1887 in Karlsruhe geboren. Nach Studien am Großherzoglichen Konservatorium in Karlsruhe sowie am Königlichen Konservatorium in Stuttgart sowie mehreren Konzertreisen durch Süddeutschland lebte und wirkte sie zeitlebens in ihrer Heimatstadt. Dort verstarb sie am 13. März 1957.

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    Margarete Schweikert wurde am 16. Februar 1887 in Karlsruhe geboren. Ihren ersten Musikunterricht erhielt sie auf der Violine von ihrem Vater Friedrich Schweikert, einem Versicherungskaufmann, der außer als dilettierender Musiker auch als Autor musikfeuilletonistischer Beiträge und Rezensent von Konzert- und Opernaufführungen in den Karlsruher Zeitungen hervorgetreten war, und auf dem Klavier von ihrer Mutter Luise sowie von ihrer Tante Emilie Petry. Zum Schuljahr 1898/99 wurde sie Schülerin am neu gegründeten Munz’schen Pädagogicum in Karlsruhe. Hier kamen auch ab 1904 in den öffentlichen Schülerkonzerten ihre ersten Kompositionen, neben einigen Liedern unter anderem der symphonisch angelegte 57. Psalm für Solosopran, Chor und Orchester, zur Aufführung. Zum Schuljahr 1906/07 wechselte sie zum Großherzoglichen Konservatorium, wo sie auf der Violine bei Konzertmeister Friedrich Deke sowie in Musiktheorie und Komposition bei Max Herold unterrichtet wurde.

    Als sie 1908 die Mündigkeit erreichte, stellte sie die Weichen für eine professionelle Künstlerlaufbahn, indem sie sich anstelle einer Aussteuer eine wertvolle Geige von ihren Eltern schenken ließ. Um ihre kompositorische Technik zu verbessern, bewarb sie sich 1910/11 bei Samuel de Lange, Direktor des Königlichen Konservatoriums in Stuttgart, für ein Privatstudium im Fach Kontrapunkt, das jedoch wegen des plötzlichen Todes des Dozenten in den Anfängen stecken blieb. Aufgrund ihrer musikalischen Begabung und ihrer außergewöhnlichen Beharrlichkeit konnte sie zum Wintersemester 1912/13 dennoch ein Musikstudium an der Stuttgarter Lehranstalt aufnehmen. Dort wurde ihr Violinlehrer Carl Wendling und ihr Kompositionslehrer Joseph Haas, die es ihr beide ermöglichten, auf der in Karlsruhe gelegten soliden handwerklichen Grundlage weiter aufzubauen.

    Mittlerweile war Margarete Schweikert als Komponistin im Karlsruher Kulturleben fest verankert. Neben den zahlreichen Aufführungen ihrer Lieder, Werke für Violine und Begleitinstrument, Klavierstücke und Chorsätze im privaten und öffentlichen Rahmen seit 1910 gewann sie durch die in den Jahren 1913 bis 1915 erst in einem Vereinssaal und dann am Großherzoglichen Hoftheater mehrfach dargebotene Musik zu dem abendfüllenden Märchenspiel „Der Froschkönig“ ihrer Freundin Erika Ebert die Wertschätzung des bürgerlichen Karlsruher Konzertpublikums.

    Auch als Musikpädagogin war sie in ihrer Heimatstadt geachtet, indem sie zum Wintersemester 1914/15 mit der Lehrtätigkeit für Violine am Großherzoglich Badischen Lehrerinnen-Seminar Prinzessin-Wilhelm-Stift als Vertretung des zum Kriegsdienst gezogenen Lehrers angestellt wurde und in späteren Jahren zahlreiche Privatschüler unterrichtete.

    Des weiteren reiste sie als gefragte Interpretin fremder und eigener Kompositionen beispielsweise nach Baden-Baden, Basel, Ettlingen, Frankenthal, Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Nürnberg, Offenburg, Pforzheim, Schwäbisch Gmünd, Schwenningen, Sinsheim und Stuttgart. Zudem wirkte sie als Musikkritikerin bei Konzert- und Operndarbietungen für die Karlsruher Presse.

    In diese Zeit kam es auf einer gemeinsam mit der Familie des Karlsruher Generalmusikdirektors Fritz Cortolezi unternommenen Urlaubsfahrt nach Bayern zu einer Einladung in die Villa von Richard Strauss in Garmisch, bei der zwar allgemein viel über Musik gesprochen wurde, Margarete Schweikert jedoch ihre Tätigkeit als Komponistin verschwieg – quasi durch die Tochter überliefert ist die Äußerung: „Ich hätte mir die Zunge lieber abgebissen, eh’ ich dem Richard Strauss erzählt hätte, daß ich auch komponiere.“ –, obwohl es ihr mittlerweile durch die Publikation mehrerer Werke gelungen war, die lokale Begrenzung zu überwinden. So waren in den Jahren 1912 bis 1920 erschienen: im Münchner Wunderhorn Verlag „Sechs Lieder für eine Singstimme und Klavier“ op. 3, „Fünf Gedichte von Gustav Falke für eine Singstimme und Klavier“ op. 5 sowie „Vier Gedichte von Goethe für eine mittlere Singstimme mit Klavierbegleitung“ op. 11, im Hildburghausener Verlag F. W. Gadow & Sohn „Lobe den Herrn – Psalm 104 für Sopran (Tenor) mit Begleitung von Violine und Orgel“ sowie „Melodie für Violine und Orgel“; im Karlsruher Musikverlag Fritz Müller bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges das patriotische Lied „Gott schuf das Schwert (Schwertsegen)“ für eine Singstimme und Klavier; schließlich als Beilage zur „Neuen Musik-Zeitung“ im Stuttgarter Grüninger-Verlag die Lieder für eine Singstimme und Klavier „Zu Dritt: Wir standen zu dritt im finsteren Flur“, „Mit drei roten Rosenblättern: Das eine Blättlein, das bin ich“, „Zukunft: Morgen deinen Schleier lüfte sowie Lied: Morgens send’ ich dir die Veilchen“.

    Beachtung erlangte Margarete Schweikert als Interpretin und Pädagogin ob ihres steten Einsatzes für die Musik von Max Reger, die sie von Jugend an in ihren Bann gezogen hatte: Sie organisierte in Karlsruhe 1916 die Gedenkfeier zum Tod Regers und entwickelte mit Kompositionen Regers in den darauf folgenden Jahren umfangreiche Konzertaktivitäten, die 1920/21 in Konzertreisen gemeinsam mit dem Pianisten August Schmid-Lindner durch deutsche Großstädte – unter anderem Frankfurt, München, Nürnberg, Stuttgart, Würzburg und schließlich nach Berlin – gipfelte. Als das Konzertieren dann zu Gunsten des Unterrichtens in den Hintergrund rückte, blieben Regers Werke Gegenstand ihrer Unterrichtsstunden. In den ab den 1920er Jahren von der Max Reger Gesellschaft herausgegebenen „Mitteilungen der Max Reger Gesellschaft“ ist sie daher als Protagonistin von Regers Musik verzeichnet.

    In den Beginn der 1920er Jahre fiel die Begegnung mit Max Seiffert, Professor an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin und als solcher eine Autorität in der Praxis der sogenannten Alten Musik. Seiffert war von ihrem Spiel derartig begeistert, dass er ihr nahe legte, ihre Studien in den von ihm in der Reichshauptstadt abgehaltenen Verzierungsseminaren fortzusetzen, auf dass später kein Bach- oder Händel-Fest in Deutschland mehr ohne ihre Mitwirkung stattfand. Dieses Vorhaben zerschlug sich allerdings wegen des Todes der Mutter im Januar 1922.

    In der durch Inflation und Rezession im kulturellen Leben allgemein schwierigen Zeit veranstaltete Margarete Schweikert über etwa zwei Jahre in der elterlichen Wohnung in der Douglasstraße eine eigene Konzertreihe, die stark frequentiert war und auch von der Presse gewürdigt wurde. Am 8. September 1923 verheiratete sie sich mit dem Bankangestellten Hermann Voigt, der aus einer Karlsruher Musikerfamilie – der Vater Bruno war Bratschist und der Bruder Ottomar Konzertmeister am Landestheater – stammte. Am 22. Juli 1924 wurde die Tochter Christiane geboren: das einzige Kind des Paares. Für Margarete Voigt-Schweikert, wie sie sich nun nannte, brachte dies und die Mitarbeit in dem von der Tante übernommenen Schmuckgeschäft ab 1925 die allmähliche Reduzierung ihrer musikalischen Aktivitäten. Die zunächst im neuen Familiendomizil in der Kaiserstraße weitergeführten Konzerte wurden eingestellt, die öffentlichen Auftritte in Karlsruhe seltener; weniger Zeit blieb für das Unterrichten und für die Komposition.

    Nachdem sich Margarete Schweikert Anfang der 1930er Jahre wieder bescheidene Freiräume geschaffen hatte, nahm ihr das „Dritte Reich“, an dem ihr Gatte als Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) teilhaben wollte, schließlich auch noch den Rest ihrer künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten: Durch das von den Nationalsozialisten 1933 verhängte Berufsverbot für Doppelverdiener wurden ihr kommerzielle Auftritte und jegliche Art einer unternehmerischen Betätigung als Musikerzieherin untersagt.

    Wiederum eröffnete ihr – paradoxerweise – ein Krieg neue Möglichkeiten, ihre Profession auszuüben: Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konnte sie im Stadtorchester Göttingen für zwei Monate die Vertretungsstelle für einen zur Wehrmacht einberufenen Geiger übernehmen und anschließend aufgrund des Mangels an Musiklehrern wieder in dem bereits 1938 bezogenen Haus eines emigrierten jüdischen Karlsruher Bürgers in der Beethovenstraße unterrichten. Ansonsten verblieben ihr die Heimabende der Nationalsozialistischen Frauenschaft (NSF), zu deren Kulturreferentin sie anlässlich ihres 50. Geburtstages 1937 ernannt worden war.

    Die Diagnose einer 1942 aufgetreten schweren Erkrankung lautete auf Krebs und machte eine Operation notwendig. Als Folge davon blieb eine angeschlagene Gesundheit, die erneut eine Beschränkung der gerade wieder gewonnenen Freiheiten bedeutete. Mehrere Schicksalsschläge ereilten sie dann 1943: der Tod des Vaters, die Schließung des Geschäftes und der Freitod des Ehemannes. Wegen der Bombardierung der Stadt durch alliierte Flugverbände hatte die Familie vorsorglich die wertvolle Ware an Gold und Silber und auch wichtige private Papiere in einen Bunker nahe Backnang ausgelagert, darunter ein Paket mit dem größten Teil der Kompositionen Margarete Schweikerts. Nach Kriegsende war das Geschäftshaus in der Innenstadt zerstört und auch die sicher geglaubten Utensilien schienen verloren, bis um die Jahreswende 1945/46 von allem einzig das durch Wassereinbruch beschädigte Notenbündel durch Zufall wieder aufgefunden und der Besitzerin übergeben wurde. Wenig später mussten Margarete Schweikert und ihre Tochter dem aus dem Exil heimgekehrten einstigen Eigentümer das Haus zurückgeben und nach einer Übergangszeit eine neue Wohnung in der Schwarzwaldstraße beziehen.

    Trotz dieser Erschütterungen gewann Margarete Schweikert ihre Kreativität zurück. Für die ab dem Wintersemester 1946/47 am Badischen Konservatorium im Fachbereich Musikpädagogik studierende Tochter entstanden neue Lieder und Klavierstücke. Im Jahr 1950 war sie Mitbegründerin des Verbandes der Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, e.V., der GEDOK, deren engagierte Mitarbeiterin und Vorsitzende im Ortsverband Karlsruhe sie bald wurde. Am 13. März 1957 erlag Margarete Schweikert in ihrer Heimatstadt dem wieder ausgebrochenen Krebsleiden.

    Würdigung

    Im Umgang mit den musikalischen Mitteln ist Margarete Schweikert ein Kind ihrer Zeit, nämlich der Spätromantik. Ihre Werke nutzen in rhythmischer, melodischer und harmonischer Hinsicht das vorhandene musikalische System vollständig aus, sprengen aber niemals dessen Grenzen; Rhythmus und Melodik ordnen sich der komplizierten Harmonik unter, so dass weit ausladende Phrasen und Bögen das Satzbild bestimmen. Stilistisch steht sie damit in der Nachfolge Max Regers, dessen Musik in der großherzoglichen Residenz Karlsruhe seit etwa 1900 in besonderer Weise gepflegt wurde. Es erscheint daher nur konsequent, wenn sie über den Reger-Schüler Joseph Haas gleichsam dessen Enkelschülerin wurde. Dabei ging sie sogar so weit, ihre zum Druck vorbereiteten Manuskripte ähnlich denen ihres Vorbildes anzulegen, nämlich den Notentext selbst mit schwarzer Tinte, die interpretatorischen Anweisungen zur Dynamik und Phrasierung jedoch mit roter Tinte aufzuschreiben, um die beiden Ebenen deutlich voneinander abzuheben und so ihrer beider Gleichwertigkeit schon rein optisch zu betonen. Der in ihrer Jugend gelernten musikalischen Schreibweise fühlte sie sich zeit ihres Lebens, das ja auch sonst vielfach von Traditionen bestimmt war, verpflichtet.

    Typisch für ihre Kompositionen – zahlreiche Lieder mit Klavierbegleitung nach Texten verschiedener Dichter und Dichterinnen, wie Gustav Falke, Johann Wolfgang von Goethe, Gustav Schüler, Hans Heinrich Ehrler, Martha Kropp, geistliche und weltliche Chorsätze, eine größere Anzahl von Klavier- und Orgelstücken, Werke für Violine mit Begleitinstrument sowie Instrumentalmusik für verschiedene Besetzungen – ist ein sehr gefühlvoller, oft melancholischer Tonfall. Dieser äußert sich vor allem in den Vokalkompositionen, in denen die Vertonung der Texte von einem sensiblen Gespür für die Sprache zeugt; die Intention des Dichters ist bis in kleinste Nuancen erfasst und findet in der Musik eine ihr adäquate Deutung. Auch die meisten der Instrumentalkompositionen besitzen dieses tiefe Gefühl, sind voller Poesie und doch von zupackender Art.

    Rezeption

    Die Rezeption der Komponistin Margarete Schweikert fand fast ausnahmslos zu ihren Lebzeiten statt, als ihre Werke in den bürgerlichen Kreisen in Karlsruhe aufgeführt wurden. Über die Stadt hinaus wurde sie durch einige gedruckte Stücke bekannt. Ihr zumeist in Form von Manuskripten erhaltener kompositorischer Nachlass befindet sich zum größeren Teil im Besitz der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe [BLB] und zum geringeren Teil im Archiv Frau und Musik in Frankfurt am Main [A FuM]. In den vergangenen Jahren wurden in Karlsruhe in mehreren Konzerten einige ihrer Werke wieder aufgeführt. Auch liegen Klavierstücke in einer Notenausgabe und als Tonaufnahme vor; eine Auswahledition der Orgelstücke und Lieder mit anschließender Tonträgereinspielung ist in Vorbereitung.

    Werkverzeichnis

    [BLB = Badische Landesbibliothek Karlsruhe / A FuM = Archiv Frau und Musik Frankfurt am Main]


    I. Vokal

    Lieder mit Opuszahl (gedruckt)

    Sechs Lieder für eine Singstimme und Klavier, 1910, op. 3, München 1912, Wunderhorn Verlag [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Es war ein junger Königssohn (Erich Enke)

    Nr. 2 Rosen (Gustav Falke)

    Nr. 3 Elfenliedchen (Johann Wolfgang von Goethe)

    Nr. 4 Am Steuer (Margarete Sachse)

    Nr. 5 Regen (Johannes Schlaf)

    Nr. 6 Pendel (Gustav Falke)

    Lobe den Herrn - Psalm 104 für Sopran (Tenor) mit Begleitung von Violine und Orgel, 1910, op. 4, Hildburghausen 1912, Verlag F. W. Gadow & Sohn [BLB / A FuM]

    Fünf Gedichte von Gustav Falke für eine Singstimme und Klavier, 1909, op. 5, 2 Hefte, München 1913, Wunderhorn Verlag [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Gebet

    Nr. 2 Fromm

    Nr. 3 Lebensläufe

    Nr. 4 Seliger Eingang

    Nr. 5 Malönchen

    Vier Gedichte von Goethe für eine mittlere Singstimme mit Klavierbegleitung, 1916 ?, op. 11, München 1918, Wunderhorn Verlag [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Königlich Gebet

    Nr. 2 Die wandelnde Glocke

    Nr. 3 Nachtgedanken

    Nr. 4 Es war einmal ein König


    Lieder ohne Opuszahl (gedruckt)

    Gott schuf das Schwert (Schwertsegen) für eine Singstimme und Klavier (Ziska Luise Schember), Karlsruhe 1914, Musikverlag Fritz Müller [BLB]

    Zu Dritt: Wir standen zu dritt im finsteren Flur für eine Singstimme und Klavier (Börries Freiherr von Münchhausen), Beilage zur Neuen Musik-Zeitung, 1917, Nr. 17, Stuttgart 1917, Grüninger-Verlag [BLB / A FuM]

    Mit drei roten Rosenblättern: Das eine Blättlein, das bin ich für eine Singstimme und Klavier (Otto Michaeli), Beilage zur Neuen Musik-Zeitung, 1917, Nr. 22, Stuttgart 1917, Grüninger-Verlag [BLB / A FuM]

    Zukunft: Morgen deinen Schleier lüfte für eine Singstimme und Klavier (Gustav Falke), Beilage zur Neuen Musik-Zeitung, 1918, No. 11, Stuttgart 1918, Grüninger-Verlag [BLB / A FuM]

    Lied: Morgens send’ ich dir die Veilchen für eine Singstimme und Klavier (Heinrich Heine), 1918 ?, Beilage zur Neuen Musik-Zeitung, 1920, No. 7, Stuttgart 1920, Grüninger-Verlag [BLB / A FuM]


    Lieder mit Opuszahl (ungedruckt)

    Im bitteren Menschenland nach Gedichten von Ernst Goll für eine Tenorstimme und Klavier op. 9, 1915 ? [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Opfer

    Nr. 2 Ich sah ein Blümlein

    Nr. 3 Jubel

    Nr. 4 Verlöbnis

    Nr. 5 Trotzige Liebe

    Nr. 6 Bitte

    Nr. 7 Ahnst du?

    Nr. 8 Ein Brief

    Nr. 9 Zwei Vöglein

    Nr. 10 Die Liebenden

    Frühlingslieder nach Gedichten von Gustav Schüler für eine hohe Stimme und Klavier op. 12, 1919 [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Frühlingslied - Nun will sich bald aus Eis und Schnee

    Nr. 2 Frühlingslied - Eine Birke am Wiesenrand

    Nr. 3 Das möchte ich gern

    Nr. 4 Säerspruch

    Lieder an ein Mädchen nach Gedichten von Hans Heinrich Ehrler für Tenor und Klavier op. 15, 1922 [BLB]

    Nr. 1 Die Wolke muß zum Himmelsrand

    Nr. 2 Du bist noch so von Mutter her

    Nr. 3 Es rieselt etwas über dein Gesicht

    Nr. 4 Wenn ich, holder Liebreiz, dich berühre

    Nr. 5 Was hat getan dir dieser eine Kuß

    Nr. 6 Hab ich beladen dich, mein Kind

    Nr. 7 Und wenn du in die Fremde gehst

    Nr. 8 Erloschen ist der Sterne schimmernd Heer

    Nr. 9 Und wenn ein Stern herunterbricht


    Lieder ohne Opuszahl (ungedruckt)

    Aben[d]s (O. Wentorf) [BLB]

    Abend dämmert sacht herauf (?) [BLB / A FuM]

    Abendgang (Stieler) [BLB]

    Abendruh (Eva-Marie Stosch) [BLB / A FuM]

    Am Heiligenbild (Heinrich Vierodt), 1905 [BLB]

    An deiner Kirche (Erminia von Natangen) [BLB / A FuM]

    Auf einer Wiese sah ich (Eduard Grisebach) [BLB / A FuM]

    Barbarazweige (Martin Greif), 1909 ? [BLB]

    Bauernart (Gustav Schüler) [BLB / A FuM]

    Bei deinem Kusse (Fritz Römhildt), 1920 ? [BLB / A FuM]

    Das Kornschiffchen (Heinrich Vierodt) [BLB / A FuM]

    Das unscheinbare Vögelchen (Gustav Falke), 1920 ? [BLB]

    Das Wölkchen (Gustav Falke), 1909 [BLB / A FuM]

    Der Kreuzschnabel (Julius Mosen) [BLB / A FuM]

    Der Page für eine Stimme mit Begleitung des Klaviers (J. P. Jacobsen, Übersetzung Frieda Schanz), 1905 ? [BLB]

    Der Säemann (Christian Morgenstern) [BLB]

    Der Schäfer für eine hohe Stimme mit Klavierbegleitung (Johann Wolfgang von Goethe) [BLB / A FuM]

    Der Schmerz ist ein Schmied (?), 1920 ? [BLB]

    Der Traum - Aus dem Kinderparadies in ganz kindlicher Weise seiner Mama komponiert von einem Kinde (Victor Blüthgen), 1906 [BLB / A FuM]

    Des Sturmgotts Liebe (Albert Herzog) [BLB / A FuM]

    Deutsche Kaiserhymne (Ziska Luise Schember), 1914 ? [BLB]

    Deutscher Psalm für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Ziska Luise Schember), 1914 [BLB / A FuM]

    Devise (Adolf Holst), 1918/19 ? [A FuM]

    Deutschland und Österreich-Ungarn (Heinrich Vierodt) [BLB]

    Die Entschlafenen (Friedrich Hölderlin), 1923 [BLB]

    Die Falte (Gustav Falke), 1920 [BLB]

    Die Mutter für Mezzosopran und Klavierbegleitung (Lüning), 1905 [BLB]

    Die Schuhe (Max Hoffmann), 1905 [BLB]

    Die Sonne scheint ins Tintenfaß (Heinrich Vierodt), 1925 [BLB / A FuM]

    Die Verschmähte (Gustav Falke) [BLB / A FuM]

    Die Visitation (Adolf Holst) [BLB / A FuM]

    Du meiner Jugend süsser Schein (Adolf Holst) [BLB / A FuM]

    Ein Besuch für eine Singstimme mit Klavier (E. St.), 1905 [BLB]

    Ein Freiheitslied (Richard Dehmel) [BLB]

    Ein Kuss von rotem Munde (Walther von der Vogelweide) [BLB / A FuM]

    Einem Vorausgegangenem (Auguste Supper), 1947 [BLB / A FuM]

    Er gab mir die Rose (Fritz Römhildt), 1920 ? [BLB / A FuM]

    Erlösung (Georg Busse-Palma), 1905 [BLB]

    Es liegt der heisse Sommer (Heinrich Heine) [BLB / A FuM]

    Es war ein alter König (Heinrich Heine) [BLB / A FuM]

    Fang sie für eine hohe Singstimme mit Klavierbegleitung (Maria Janitschek), 1907 [BLB]

    Fatal für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Carmen Sylva), 1906 [BLB / A FuM]

    Frühestes Erwachen (Martin Greif), 1904 [BLB]

    Frühlingsstimmen (Julius Sturm) [BLB]

    Gewalt der Minne für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Walther von der Vogelweide) [BLB / A FuM]

    Gleich und gleich (Johann Wolfgang von Goethe) [BLB / A FuM]

    Glocken (Ernst Zahn) [BLB / A FuM]

    Gomorra für eine tiefe Stimme mit Klavierbegleitung (Marie Janitschek) [BLB / A FuM]

    Graue Tage (Cäsar Faischlen) [BLB / A FuM]

    Hab Sonne im Herzen (Cäsar Faischlen) [BLB / A FuM]

    Holephann (Artur von Wallpach), 1907 [BLB]

    Ich bin durchs Leben auf dich zugegangen (?) [BLB / A FuM]

    Ich dachte dein (aus den Liedern des Hafis) [BLB / A FuM]

    Im Klostergarten (Hans Heinrich Ehrler) [BLB / A FuM]

    Im Schilf (A. W. Stern), 1905 [BLB / A FuM]

    In der Nacht vorm Christ (Gustav Falke) [BLB]

    In Maissenheim im Garten (?) [BLB / A FuM]

    Juble Herz (Heinrich Vierodt), 1909 [BLB]

    Kleine Tragik (Ludwig Marohl) [BLB / A FuM]

    Leben für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (W. A. Stern) [BLB / A FuM]

    Leid (Ludwig Jungmann), 1946 [BLB / A FuM]

    Lichtertod (Maurice von Stein), 1906 [BLB]

    Lied (Richard Leander) [BLB]

    Litauisches Lied für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Erminia von Natangen) [BLB]

    Mädchenbitte (Frieda Schanz), 1906 [BLB]

    Mädchengebet für eine Frauenstimme mit Klavierbegleitung (Agnes Miegel), 1907 [BLB / A FuM]

    Märchenstunde für eine hohe Stimme und Klavier (Albert Herzog), 1918 [BLB / A FuM]

    Meine Geige (Karl Vanselow), 1905 [BLB]

    Meine Hoffnung (Ernst Zahn) [BLB / A FuM]

    Meine Lippen brennen so (Marie Stona), 1913 ? [BLB / A FuM]

    Mit festen Füßen auf der Erde steh’n (?) [BLB]

    Pythia für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Anna Ritter), 1905 ? [BLB / A FuM]

    Ritter Schwan - Ballade für eine Baßstimme und Klavier (A. v. Berchthold), 1905 [BLB]

    Rosen und Dornen für eine hohe Stimme mit Klavierbegleitung (Richard Henry Stoddard, deutsche Übersetzung von Adolf Strodtmann), 1920 ? [BLB / A FuM]

    Ruhe (Julius Sturm), 1905 [BLB]

    Seelchen (Maria Janitschek) [BLB / A FuM]

    Serenade (Alexander Puschkin, Übersetzung Friedrich Fiedler) [BLB / A FuM]

    Serenade im Mai (?) [BLB / A FuM]

    Sicheres Merkmal für eine hohe Singstimme mit Klavierbegleitung (Wilhelmine Gräfin Wickenburg-Almásy), 1906 [BLB]

    Siegvater (Artur von Wallpach) [BLB]

    Slawisches Liebeslied (Frieda Schanz) [BLB / A FuM]

    So regnet es sich langsam ein (Cäsar Faischlen) [BLB / A FuM]

    Spieglein im Walde für eine hohe Sopranstimme mit Klavierbegleitung (Adolf Holst), 1911 [BLB / A FuM]

    Süssduftende Lindenblüte (Otto Erich Hartleben) [BLB / A FuM]

    Tatenspur (Adolf Bube), 1906 [BLB]

    Totenhausen (Heinrich Vierodt), 1935 [BLB / A FuM]

    Unser Haus (Johannes Schlaf), 1912 ? [BLB / A FuM]

    Verlorene Liebe für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (A. von Berchthold) [BLB / A FuM]

    Vierblattgruß (?)[BLB / A FuM]

    Wachsen der Nacht (Carl Meissner) [BLB / A FuM]

    Wacht auf! (F. Raimund) [BLB / A FuM]

    Wandert, ihr Wolken, wandert! für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Ferdinand Avenarius), 1905 [BLB]

    Wehmut im Walzertakt (Hans Beyersdorff) [BLB]

    Weltende (Else Lasker Schüler) [BLB / A FuM]

    Wie du mir oft, geliebtes Kind (?) [BLB / A FuM]

    Wie zum Himmel die Sterne für eine Singstimme und Klavierbegleitung (Georg Marrell) [BLB / A FuM]

    Wiegenlied (Johannes Schweitzer) [BLB / A FuM]

    Wolken (Hermann Hesse), 1904 [BLB]

    Xerxis Sonnengebet für eine tiefe Stimme mit Klavierbegleitung (Heinrich Vierodt), 1914 ? [BLB / A FuM]

    Zusammen sterben - Japanischen Worte der Nagahorn (Paul Enderling) [BLB / A FuM]

    Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, 1935 ? [BLB]

    Nr. 1 Vergißmeinnicht (Richard Dehmel) [A FuM]

    Nr. 2 Die Wolke I (Theowill Übelacker) [A FuM]

    Nr. 3 Die Wolke II (Theowill Übelacker) [A FuM]

    Nr. 4 Nähe (Johann Wolfgang von Goethe) [A FuM]

    Nr. 5 Ende (Cäsar Faischlen)

    Nr. 6 Glück (Cäsar Faischlen)

    Nr. 7 Morgengebet (Hans Heinrich Ehrler)

    Nr. 8 In Kana (Theowill Übelacker) [A FuM]

    Nr. 9 Die Falte (Gustav Falke)

    Nr. 10 Der Himmel öffnet die blaue Tür (M. Danthendy)

    Lieder nach Gedichten von Martha Kropp für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, 1955 [BLB / A FuM]

    Nr. 1 Farbloser Tag

    Nr. 2 Landschaft

    Nr. 3 Spätsommer

    Nr. 4 Ich singe nicht von dir

    Der gute Hirte - Psalm 23 für eine Singstimme mit Orgelbegleitung (Altes Testament) [BLB]

    Serenade auf dem Meer für Singstimme, Violine, Englisch Horn, Klavier (Isolde Kunz), 1909 ? [BLB]


    Lieder in Schriftstücken erwähnt (nicht im Nachlass)

    Ritter Gawein (?), 1905 ?

    Sevilla (?), 1935 ?

    Vaterländische Hymne (?), 1913/14 ?


    Chorwerke (ungedruckt)

    Abendlied für vierstimmig gemischten Chor a capella (Schenkendorf) [BLB]

    An die Jungfrau Maria - O Sanctissima! für vierstimmig gemischten Chor a capella (kirchlich) [BLB]

    Auf der Walze für vierstimmigen Männerchor a capella (Wilhelm Schiffer), 1920 [BLB]

    Der Heereszug für vierstimmigen Männerchor a capella (Adolf Holst) [BLB]

    Deutscher Psalm für vierstimmigen Männerchor a capella (Ziska Luise Schember) [BLB]

    Fürchte dich nicht für vierstimmig gemischten Chor a capella (Friedrich Oser) [BLB]

    Kuriose Geschichte für vierstimmigen Männerchor a capella (?) [BLB]

    Meereswogen Terzett a capella für Frauenstimmen (Ernst Scherenberg), 1904 [BLB]

    Nachtgebet für zwei vierstimmige gemischte Chöre a capella (M. R. von Stern) [BLB]

    Kyrie Ricercare für Alt, Tenor und Baß a capella (liturgisch) [BLB]

    Psalm 46 für achtstimmigen gemischten Chor a capella (Altes Testament) [BLB]

    Seit getrost und unverzagt Terzett für Sopran, Alt und Baß a capella (?) [BLB]

    Trotz alledem für vierstimmigen Männerchor a capella (Carl Sacher) [BLB]

    Vergiss es nicht für vierstimmig gemischten Chor a capella (Hermann Hesse), 1920 [BLB]

    Seid getrost und unverzagt Vokalfuge für vierstimmig gemischten Chor a capella (?)

    Zieh himmelan, du deutsches Lied für vierstimmigen Männerchor a capella (?) [BLB]

    Der 57. Psalm für Sopran, Chor und Orchester (Altes Testament), 1905/06 ? [BLB]

    Besetzung: Sopransolo, Sopran, Alt, Tenor, Baß, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten in B, 1 Fagott, 2 Hörner in E/F, 2 Trompeten in E/F, Pauke, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabass


    II. Instrumental

    Werke für Klavier mit Opuszahl (ungedruckt)

    Fünf Erzählungen in Form einer Suite für Klavier allein op. 10, 1916/17 ? [BLB]

    Nr. 1 Ruhig, doch nicht schleppend

    Nr. 2 Rasch und unruhig

    Nr. 3 Mit Empfindung

    Nr. 4 Gemütlich

    Nr. 5 Sehr geschwinde


    Werke für Klavier ohne Opuszahl (ungedruckt)

    [ohne Titel] Kräftig [f-Moll], 1908 ? [BLB]

    [ohne Titel] Sehr lebhaft und sprühend [D-Dur], 1908 ? [BLB]

    Intermezzo [a-Moll] - zum 22. Juli 1950 [BLB / A FuM]

    Intermezzo [E-Dur], 1915 ? [BLB]

    Kurze Geschichte [Des-Dur], 1915 ? [BLB]

    Novelette [D-Dur], 1908 ? [BLB]

    Sechs leichte Stücklein für Klavier - Meinem lieben Kinde Christiane zu ihrem achten Geburtstag, 22. Juli 1932 [BLB]

    Nr. 1 Lustiger Streich

    Nr. 2 Regenwetter

    Nr. 3 Abendsonnenschein

    Nr. 4 Auf dem Hühnerhof

    Nr. 5 Walzer

    Nr. 6 Spatzengezwitscher

    Variationen über das Lied ‚Ich hatt’ einen Kameraden’ [F-Dur], 1935 [BLB / A FuM]

    Vivace [h-Moll] [BLB]

    Dreistimmige Doppelfuge für Klavier [f-Moll] [BLB]

    Dreistimmige Fuge für Klavier [G-Dur] [BLB]

    Dreistimmige Fuge für Klavier [Ges-Dur] [BLB]

    Vierstimmige Fuge für Klavier [D-Dur] [BLB]

    Fünfstimmige Fuge für Klavier [d-Moll] [BLB]


    Werke für Klavier in Schriftstücken erwähnt

    Walzer [F-Dur], 1918


    Werke für Orgel (ungedruckt)

    Choral-Fughetten [BLB]

    Nr. 1 Jesus meine Zuversicht

    Nr. 2 Dir, dir Jehova will ich singen

    Nr. 3 Es ist genug

    Choralvorspiele [BLB]

    Nr. 1 Es ist genug

    Nr. 2 Wachet auf, ruft uns die Stimme

    Nr. 3 Aus tiefer Not schrei ich zu dir

    Nr. 4 O Welt, ich muß dich lassen

    Nr. 5 O du Liebe meiner Liebe

    Nr. 6 Schmücke dich, o liebe Seele

    Choralvorspiele [BLB]

    Nr. 1 Wer nur den lieben Gott läßt walten

    Nr. 2 Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne

    Nr. 3 Nun lasst uns Gott dem Herren

    Nr. 4 Herzlich tut mich verlangen

    Nr. 5 Jesus meine Zuversicht

    Nr. 6 Christus, der ist mein Leben

    Stille Nacht für Orgel oder zweimanualiges Harmonium [A-Dur] [BLB]

    Dreistimmige Fuge für Orgel - Trio [b-Moll] [BLB]

    Dreistimmige Fuge für Orgel - Trio [C-Dur] [BLB]

    Dreistimmige Fuge für Orgel - Trio [f-Moll] [BLB]

    Vierstimmige Fuge für Orgel [d-Moll] [BLB]

    Vierstimmige Fuge für Orgel [G-Dur] [BLB]

    Vierstimmige Fuge für Orgel [g-Moll] [BLB]

    Vierstimmige Doppelfuge für Orgel [g-Moll] [BLB]


    Werke für Soloinstrument mit Begleitung (ungedruckt)

    Allegretto grazioso für Violine mit Orgelbegleitung [Es-Dur] [BLB]

    Andante cantabile für Violine mit Orgelbegleitung [D-Dur], 1909 [BLB]

    Federzeichnungen für Violine und Klavier [BLB]

    Nr. 1 Nicht schnell, jedoch sehr rhythmisch

    Nr. 2 Langsam und sicher, jedoch nicht schleppen

    Nr. 3 Leise bewegt

    Menuett im alten Stil für Violine und Klavier [A FuM]

    Romanze für Oboe und Klavier [a-Moll] [BLB]

    Romanze für Violoncello und Klavier [B-Dur], 1904/05 ? [BLB]

    Sonata für Violine und Klavier in g-Moll, 1904/05 [BLB]

    Nr. 1 Adagio

    Nr. 2 Scherzo

    Nr. 3 Adagio

    Nr. 4 Vivace

    Sonate für Violine und Viola [A FuM]

    Vortragsstück für Violine mit Klavierbegleitung [C-Dur], 1935 ? [BLB / A FuM]

    Melodie für Violine und Orgel [c-Moll], 1907, Hildburghausen 1920, Verlag F. W. Gadow & Sohn [BLB / A FuM]


    Werke für Soloinstrument ohne/mit Begleitung in Schriftstücken erwähnt (nicht im Nachlass)

    Adagio g-Moll für Violine solo, 1915 ?

    Invention für Violine und Orgel [B-Dur], 1915 ?

    Nr. 1 Moderato grazioso

    Nr. 2 Aria

    Nr. 3 Presto

    Nr. 4 Fantasia


    Werke für verschiedene Besetzungen (ungedruckt)

    Allegretto [G-Dur] [BLB]

    Besetzung: Violine, Viola, Violoncello

    Dreistimmige Fuge für Streicher [Es-Dur] [BLB]

    Besetzung: Violine, Viola, Violoncello

    Scherzando [F-Dur] [BLB]

    Besetzung: Violine I, Violine II, Viola, Violoncello

    Vierstimmige Fuge [A-Dur] [BLB]

    Besetzung: Violine I, Violine II, Viola, Violoncello

    Vierstimmige Doppelfuge [h-Moll] [BLB]

    Besetzung: Violine I, Violine II, Viola, Violoncello

    Orchesterstudie [B-Dur] [BLB]

    Besetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten in B, 2 Fagotte, 2 Hörner in F, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabass

    Bagatelle [A-Dur] [BLB]

    Besetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten in A, 2 Fagotte, 2 Hörner in F, Pauken, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabass

    Der Froschkönig Märchenspiel in drei Aufzügen (Erika Ebert), 1912/13 [BLB]

    Besetzung: 1 Flöte, 1 Oboe, 1 Englisch Horn, 1 Klarinette in B, 1 Fagott, 2 Hörner in F, Pauke, Klavier oder Harfe, Harmonium, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabass

    Repertoire

    Margarete Schweikert spielte in ihren Konzerten Werke für Violine solo oder mit Klavierbegleitung des Standardrepertoires des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde sie vor allem durch die Interpretation der Werke Max Regers (Sonaten, Romanzen, diverse Bearbeitungen). Aus den erhaltenen Programmen und Rezensionen geht hervor, dass sie ihre eigene Musik ebenfalls öffentlich als Geigerin oder Liedbegleiterin musizierte.

    Quellen

    Nachlass

    – Badische Landesbibliothek Karlsruhe (größerer Teil)

    – Archiv Frau und Musik Kassel (geringerer Teil)


    Schriften

    – Kaufmann, Michael Gerhard: „Margarete Schweikert – Eine Komponistin aus Karlsruhe“, in: „Badische Neueste Nachrichten“, Karlsruhe, 52. Jahrgang, Nr. 272, Dienstag, 25. November 1997, S. 14.

    – Kaufmann, Michael Gerhard: „Margarete Schweikert – Protagonistin Regerscher Musik in Karlsruhe“, in: „Auf der Suche nach dem Werk: Max Reger – sein Schaffen – seine Sammlung. Eine Ausstellung des Max-Reger-Instituts Karlsruhe in der Badischen Landesbibliothek zum 125. Geburtstag Max Regers vom 15. September bis 31. Oktober 1998“, herausgegeben von Susanne Popp und Susanne Shigihara, Karlsruhe 1998, S. 290-292.

    – Kaufmann, Michael Gerhard: „‚... ich hätte mir die Zunge lieber abgebissen, eh’ ich dem Richard Strauss erzählt hätte, daß ich auch komponiere ...’ – Margarete Schweikert (1887-1957) in Karlsruhe“, in: „Musik in Baden-Württemberg – Jahrbuch 2001“, Band 8, herausgegeben von Georg Günther und Reiner Nägele, Stuttgart – Weimar 2001, S. 104-116.

    – Kaufmann, Michael Gerhard: „Lieder an ein Mädchen – Margarete Schweikert (1887-1957) in Karlsruhe“, in: „klangwelten : lebenswelten – komponistinnen in südwestdeutschland“, herausgegeben von Martina Rebmann und Reiner Nägele, Karlsruhe – Stuttgart 2004, S. 178-189.

    – Draheim, Joachim: „Karlsruher Musikgeschichte“, Karlsruhe 2004, S. 47.


    Diskographie

    – „Faszination Frauenmusik – Daniela Steinbach spielt Klavierwerke von Luise Adolpha Le Beau, Ilse Fromm-Michaels, Augusta Holmès, Marianna Martinez u. a.“, Bretten (Koppenhöfer) CD 1995 (von Schweikert: „Drei Intermezzi“, „Kurze Geschichte“).

    – „Klaviermusik Karlsruher Komponistinnen – Sontraud Speidel, Klavier“, Karlsruhe (Hoepfner Classics in der Antes Edition) CD 1997 (von Schweikert: „Scherzando g-Moll“).

    – „Kleine Karlsruher Musikgeschichte – CD-Beilage zu Joachim Draheims ‚Karlsruher Musikgeschichte’“, (Hoepfner Classics in der Antes Edition) CD 2004 (von Schweikert: „Scherzando g-Moll“).


    Radiosendungen

    Riemer, Dorothee: Die Geigerin, Pädagogin und Komponistin Margarete Schweikert, SWR 2 Mediathek: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/cluster/300-jahre-musik-in-karlsruhe-margarete-schweikert/-/id=10748564/did=15845082/nid=10748564/5poper/index.html


    Werkverzeichnis

    – Kaufmann, Michael Gerhard: „‚... ich hätte mir die Zunge lieber abgebissen, eh’ ich dem Richard Strauss erzählt hätte, daß ich auch komponiere ...’ – Margarete Schweikert (1887-1957) in Karlsruhe“, in: „Musik in Baden-Württemberg – Jahrbuch 2001“, Band 8, herausgegeben von Georg Günther und Reiner Nägele, Stuttgart – Weimar 2001, S. 110-116.


    Werkausgabe

    – „Margarete Schweikert – Klavierwerke“, herausgegeben von Daniela Steinbach, 2 Bände, Bissersheim 1993.


    Links

    Badische Landesbibliothek Karlsruhe: https://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/schweikert.php (Stand: 19.08.2016)

    Archiv Frau und Musik Frankfurt am Main: www.archiv-frau-musik.de

    Forschung

    Der Name von Margarete Schweikert findet sich bisher in keinem Komponistinnen-Lexikon.

    Zu Forschungskontakten siehe unter Literatur und Quellen sowie die Links.

    Forschungsbedarf

    Eine ausführliche Untersuchung von Margarete Schweikerts kompositorischem Werk als Grundlage für eine Rezeption desselben steht noch aus.

    Ebenso ist ihre Bedeutung innerhalb des Karlsruher Musiklebens noch nicht genau einzuschätzen, da dieses selbst bisher nur rudimentär untersucht ist.

    In beiden Bereichen sind weitere Erkenntnisse zu erwarten: zur Abhängigkeit des Personalstils von den herrschenden musikalischen Traditionen sowie zur spezifischen Rolle der Künstlerin innerhalb des durch bildungsbürgerliche Konventionen gekennzeichneten Karlsruher Sozialgefüges.

    Die derzeit in Vorbereitung befindliche Auswahledition der Orgelstücke und Lieder mit anschließender Tonträgereinspielung wird hier einen Teil beitragen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 35507826
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 128415819
    Library of Congress (LCCN): no2012089240
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Michael Gerhard Kaufmann


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 17.01.2006


    Empfohlene Zitierweise

    Michael Gerhard Kaufmann, Artikel „Margarete Schweikert“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 17.1.2006.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Margarete_Schweikert