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  • Luise Gmeiner

    von Raika Simone Maier
    Luise Gmeiner, o.O. ca. 1920.
    Namen:
    Luise Gmeiner
    Lebensdaten:
    geb. in Kronstadt/Brașov, Österreich-Ungarn (heute: Rumänien)
    gest. in Berlin, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Klavierpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Nicht durch Zufall und Gunst der Verhältnisse geschoben, berufen von Kindheit an durch ihre große Musikalität und speziell klavieristische Begabung hat sie mit unermüdlichem Fleiß und Energie ihr Leben ganz der Musik geweiht.“ (Copony, o. J.)


    Profil

    Die Pianistin und Klavierpädagogin Luise Gmeiner wurde in Kronstadt (heute Brașov), Siebenbürgen, geboren und studierte in Berlin Klavier. Als Pianistin konzertierte sie an zahlreichen Orten, ihr Spiel wurde teilweise als „männlich“ beschrieben, gleichzeitig aber auch mit dem der Pianistinnen Sophie Menter und Teresa Carreño verglichen. Luise Gmeiner betätigte sich über die pianistische Tätigkeit hinaus als Klavierpädagogin. Genauso wie an ihre Schwestern Ella und Lula Gmeiner, wird auch an sie heute nahezu ausschließlich im Zusammenhang mit ihrer siebenbürgischen Herkunft erinnert.

    Orte und Länder

    Luise Gmeiner erhielt ihren ersten Musikunterricht in Kronstadt, Siebenbürgen und zog für ihre berufsqualifizierende Ausbildung zu ihrer Schwester Ella Gmeiner nach Berlin. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Paris. Im Anschluss an ihr Studium nahm sie ihre professionelle künstlerische Tätigkeit auf. Luise Gmeiner spielte zahlreiche Konzerte im In- und Ausland und unterrichtete darüber hinaus sowohl privat, als auch bei Meisterkursen.

    Biografie

    Luise Gmeiner wurde als achtes der insgesamt zehn Kinder von Julie und Julius Gmeiner in Kronstadt, Siebenbürgen geboren. Sie war das zweitjüngste unter den Geschwistern, die das Erwachsenenalter erreichten. Genau wie ihre Geschwister wurde sie früh an Musik herangeführt und bekam im Alter von sechs Jahren ersten Klavierunterricht bei ihrer Tante Marie Hintz-Müller. Weiteren Klavierunterricht nahm sie bei dem Kronstädter Kirchenmusiker und Komponisten Rudolf Lassel. Bereits im Alter von 15 Jahren spielte sie öffentliche Konzerte in Kronstadt (vgl. Theil, S. 8).

    Anders als bei ihren Schwestern Ella und Lula Gmeiner setzte der Vater ihrem Wunsch nach einer berufsqualifizierenden Ausbildung zur Musikerin offenbar nichts entgegen, „die Bresche“ gegen die geschlechtsspezifischen und auf den Beruf einer Künstlerin bezogenen Widerstände des Vaters sei bereits geschlagen gewesen (Gmeiner, S. 153). 1903 wurde Luise Gmeiner an der „Königlich Akademischen Hochschule für Musik zur Berlin“ Studentin von Ernst von Dohnányi. Während ihrer Studienzeit in Berlin wohnte sie zunächst bei ihrer älteren Schwester Ella Gmeiner, ab 1904 bei ihrer ebenfalls nach Berlin umgesiedelten Mutter Julie Gmeiner (vgl. Gmeiner, S. 186 ff). 1907 litt die junge Frau an Blutarmut und Erschöpfung und ließ sich für einige Wochen vom Studium befreien (vgl. Archiv der Universität der Künste, Bestand 1, Nr. 540, Blatt 149, Digitalisat 169). Weitere Studien führten Luise Gmeiner um 1908 nach Paris (auf den Zeitpunkt schließen lässt eine Postkarte an die Pianistin mit einer Pariser Anschrift: Ernst Mysz an Luise Gmeiner, o. O, 10.2.1908, Privatarchiv Sylvia Anders). Über ihren Auslandsaufenthalt äußerte die Pianistin: „’Auch meinen Pariser Studien verdanke ich in pädagogischer Hinsicht vieles. Die französische Technik ist ausgezeichnet, ich halte sehr viel von ihr, während ich künstlerisch durch und durch in den deutschen Auffassungen wurzele.’“ (Theil, S. 10). Mangels aktueller Forschung kann diese Aussage derzeit nicht überprüft werden. Zusätzliche künstlerische Impulse erhielt Luise Gmeiner von Edwin Fischer und Karl Friedberg (vgl. Theil, S. 10). Spätestens 1913 kehrte sie nach Berlin zurück und erhielt ein Stipendium der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung (vgl. Namentliche Erwähnung als Stipendiatin der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung). Im selben Jahr trat sie außerdem im Konzerthaus Wien auf (vgl. Konzertprogramm). Im Laufe ihrer Konzerttätigkeit spielte sie außerdem im Berliner Beethoven- und Blüthnersaal (vgl. Gmeiner, S. 208) sowie im Wiener Musikvereinssaal (vgl. Konzerterwähnung Wien). Darüber hinaus trat sie im privaten und halb-öffentlichen Rahmen auf, wie etwa bei den Salons von Marie von Bülow (vgl. Theil, o. J., S. 12).


    Luise Gmeiners Klavierspiel wurde mehrfach als kraftvoll und „männlich“ beschrieben. Sie selbst äußerte gegenüber einem Journalisten: „‚Das Klavier und ich sind in dem Augenblick, wo ich spiele, eine Einheit, ja eine Person. Das körperliche Verschmelzen mit dem Instrument ist vielleicht das Persönlichste an meinem Spiel.’“ (Theil, o. J., S. 5). Bei der Konzertorganisation wurde sie durch die Berliner „Konzert-Direktion Adler“ (vgl. Allgemeine Musikzeitung 1920, S. 610), sowie durch die Kronstädter „Konzertdirektion Gust Ongyerth“, durch das Konzertbüro Klingsor in Kronstadt, die Konzertdirektion W. Krafft und die „Konzertdirektion Albert Gutmann“ in Wien unterstützt.


    Während des ersten Weltkriegs hielt Luise Gmeiner sich in Berlin auf und führte ihre Konzerttätigkeit fort. Anfang der 1920er Jahre pflegte Luise Gmeiner ihre altersschwache Mutter teilweise durch eine Krankenschwester unterstützt (vgl. Gmeiner, S. 214 f.). Wieviel Zeit diese Pflege in Anspruch nahm und ob sie hierdurch ihre künstlerische Tätigkeit einschränken musste, lässt sich beim aktuellen Forschungsstand nicht ermitteln.


    Während des Zweiten Weltkriegs scheint sie keine im Rückblick eindeutig ermittelbare Haltung eingenommen zu haben. In ihren Briefen verwendete sie den damals geforderten deutschen Gruß und führte außerdem ihre Konzerttätigkeit weiter, was auf ihre Mitgliedschaft in der Reichsmusikkammer schließen lässt. In der Saison 1941/42 konzertierte die Pianistin beispielsweise mit der Reichsjugendführung (vgl. Prieberg, S. 24) und sie nahm außerdem an den Meisterkonzerten der Hitlerjugend teil (vgl. Buddrus, S. 170). Der Musikwissenschaftler Fred K. Prieberg urteilt, dass es ihr wie „den meisten Künstlerinnen ... allerdings um Musik und weiter nichts“ gegangen sei (Prieberg, S. 24). Überprüfen lässt sich diese Aussage beim derzeitigen Forschungsstand allerdings nicht. Über Luise Gmeiners Programmgestaltung in dieser Zeit, sowie ihre möglicherweise veränderte Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen können derzeit keine Aussagen getroffen werden.

    Nach dem Krieg durchlief die Musikerin ein Entnazifizierungsverfahren und erklärte in diesem Zusammenhang, keinen Antrag um Aufnahme bei der NSDAP gestellt zu haben und kein Mitglied der NS-Frauenschaft gewesen zu sein (vgl. Bundesarchiv Berlin R 9361V/125200). Das „Branch Headquater Military Government, British Troops Berlin“ war allerdings anderer Auffassung, denn es wurde am 8.1.1948 mitgeteilt, dass ihr „aufgrund ihrer früheren Zugehörigkeit zu politischen Organisationen verboten“ werde, „an irgendeiner öffentlichen Aufführung teilzunehmen oder irgendetwas für öffentliche Darbietungen im britischen Sektor zu schreiben oder zu komponieren“ (Bundesarchiv Berlin R9361V/125200).


    Laut ihrer Schwester Ella Gmeiner reichte Luise Gmeiners pianistische Tätigkeit nicht für den Lebensunterhalt, und Luise Gmeiner nahm neben der pianistischen eine pädagogische Tätigkeit auf („Und weil die Kunst nicht nur nach Gunst, sondern auch nach Brot geht, ist sie auch freudig Lehrerin, Erzieherin für junge Künstler und solche, die es werden wollen.“ [Gmeiner, S. 187]). Eine spezielle Aus- oder Weiterbildung im pädagogischen Bereich hatte Luise Gmeiner offenbar nicht absolviert. Dem aktuellen Forschungsstand zufolge scheint Luise Gmeiner eine gefragte Pädagogin gewesen zu sein, denn sie gab mehrere Meisterkurse: Im Jahr 1924 etwa hielt sie in Hermannstadt einen durch das Konzertbüro Klingsor in Kronstadt veranstalteten „Klavierkurs für Pianisten, Lehrer und Schüler“ ab (Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 2.8.1924, S. 3). Drei Jahre später, 1927, gab seinen Meisterkurs im Rahmen der VIII. deutschen Ferienhochschulkurse in Hermannstadt. Über ihre Unterrichtstätigkeit äußerte sie sich selbst: „Auch meinen Schülern bringe ich dieses natürliche Klavierspielen bei und löse mich damit in der Pädagogik von allen sogenannten ‚Methoden’. Ich habe von diesen Methoden mir etwas angeeignet und versuche es auch weiter zu tun, – von allen etwas Gutes. Vor allen Dingen soll das Spiel organisch sein. Ich finde, daß die Klavierspieler so oft unorganische Bewegungen machen, – und die äußere Gebärde ist doch so wichtig für den Klang und das Gelingen des Stücks. Man muß mit dem Instrument verwachsen sein ....“ (Theil, o. J., S. 5). Aufgrund fehlender Forschung kann derzeit nicht überprüft werden, wie die Pianistin diese Unterrichtsziele in ihren Unterricht einbrachte.


    Offenbar fühlte die Pianistin sich Zeit ihres Lebens zwischen Berlin und Siebenbürgen hin- und hergerissen und blieb trotz ihres Wohnsitzes in Berlin eng mit ihrem Herkunftsland verbunden (vgl. Theil, o. J., S. 6). Luise Gmeiner selbst äußerte in diesem Zusammenhang: „Menschlich ist meine Heimat in Siebenbürgen und aus diesem Menschlichen wächst ja schließlich auch das ganze Künstlertum hervor. Beruflich gehöre ich nach Berlin, denn nur in der Nähe der großen musikalischen Ereignisse, mit in dem atembeklemmenden Wettstreit der großen Künstler kann ein Künstler sich selbst auf der Höhe halten.“ (Theil, o. J., S. 7).


    Luise Gmeiner starb am 1. März 1951 in Berlin. Die genauen Umstände sind nicht bekannt (vgl. Sand 2004, S. 322).

    Würdigung

    Luise Gmeiner war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine erfolgreiche Pianistin, die mit einem Repertoire mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Frédéric Chopin, Franz Liszt und anderen beachtliche Erfolge feierte. Ihre pädagogischen Fähigkeiten scheinen darüber hinaus gefragt gewesen zu sein. Offenbar wurde sie sowohl zu Konzerten als auch zu Meisterkursen nach Siebenbürgen eingeladen und galt dort als bedeutende Künstlerin.

    Luise Gmeiner gelang es, mit mehreren Konzertagenturen erfolgreich zusammenzuarbeiten und ihre Konzerttätigkeit entsprechend zu vermarkten. Wahrscheinlich betrachtete sie ihre pianistische Tätigkeit im Vergleich zu ihrer pädagogischen Tätigkeit als bedeutsamer.

    Rezeption

    In zeitgenössischen Zeitschriften und Zeitungen wurde Luise Gmeiners Konzerttätigkeit umfassend besprochen.


    Beispiele hierfür sind:


    „Anhalter Anzeiger“: 5. Abonnementskonzert. An zweiter Stelle des Programms spielte die Pianistin Luise Gmeiner Schumanns A-Moll-Konzert, Op. 54. Die geniale Künstlerin ist uns keine Unbekannte. ... Und wie prachtvoll vermittelte sie das Schumannkonzert. Wie eine personifizierte ‚Blaue Blume der Romantik’ saß Luise Gmeiner am Flügel. Ihr immer reicheres technisches Können vergaß man vollständig über dem Ausdruck ihres Spiels. Da war alles Stimmung und Seele, alles Empfindung und Herzenssache.“ (Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 5.9.1924, S. 4)


    „Bach, die Chromatische, zuerst einmal. Klar und reich quollen die schönen, sich gegenseitig so wundersam durchkreuzenden Passagen der Phantasie unter den Fingern hervor, ein fast männlich zugreifender, plastischer Trieb gestaltete sie zum wunderbarsten Bau,- zu einem beweglich schwingenden Bau voll inwendigen Lebens, voller Dynamik, Steigerns und Abklingens, bis sich über einem majestätisch schreitenden Thema die Fuge erhob.“ (Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 11.9.1924, S. 2)


    „Unter den Pianisten ist die großzügige und feinsinnige Luise Gmeiner bekannt genug, um den Beethovensaal im Mai noch zu füllen.“ (Tägliche Rundschau, 11.4.1928)


    „Luise Gmeiner, ausgerüstet mit einer unfehlbaren Technik und reifer, über dem Kunstwerk stehender Geistigkeit, vermochte mit einem anspruchsvollen Programm einen unbestrittenen, innerlich gerechtfertigten Erfolg zu erringen. Die Leistung des Abends stellten zweifellos die Regerschen Variationen über ein Thema von Bach dar. Hier erwuchs das Kunstwerk unter ihren Händen lückenlos zu monumentaler Größe. Mozart, Beethoven und Schumann rahmten Regers Monumentalwerk ein. Die Anpassungsfähigkeit der Pianistin wußte ein gemeinsames Band um diese Werke zu schlingen, in denen sich klassische und romantische Stilkreise berührten.“ (Dresdner Anzeiger, 15.2.1929)


    „Luise Gmeiner, eine berufene Künstlerin, die sich anschickt, es den Besten in der Pianistenwelt gleichzutun. Jedweder technischer Fessel ledig, widmet sich hier eine verstehende Seele leidenschaftlich dem musikalischen Nachempfinden. Aus einem Guß entstanden die Werke.“ (Dresdner Anzeiger, 16.2.1929)


    „Luise Gmeiners Darbietungen verraten echtes Musikertum voll Temperament und Sinn für Rhythmus und Gestaltung. Mozarts c-Moll-Fantasie tauchte sie in blühenden Wohllaut, mit geistiger Beherrschung des Stoffes erfuhren Regers Bach-Variationen und Beethovens As-Dur-Sonate eine klar disponierte Wiedergabe.“ (Berliner Tageblatt, 5.3.1929)


    „Die hervorragende Pianistin, in Wesensart und Streben dem Edlen in der Kunst verbunden, speilte Werke von Mozart, Beethoven, Schumann und Chopin. Lusie Gmeiners großer, in intensiver Wärme leuchtender Klavierton, die zwingende Kraft ihrer Gestaltung kamen in der von verhaltener Leidenschaft erfüllten Wiedergabe von Schumanns C-dur-Fantasie am überzeugendsten zum Ausdruck. Starker Beifall galt den Darbietungen der Künstlerin.“ (Signale, 16.10.1940)


    „Aber selbst dieser Flügel genügt ja kaum, um der Ausdruckskraft einer Luise Gmeiner nachzukommen, jener starken, gesunden Männlichkeit, die in diesem weiblichen Wesen voll innerster Zartheit und fraulicher Blüte, voll Unterworfenheit unter den großen Gedanken des Dienstes an der Kunst, wohnt.“ (Theil, o. J., S. 3)

    Repertoire

    Johann Sebastian Bach:

    Chromatische Phantasie und Fuge d-moll, BWV 903, Toccata D-Dur, BWV 912a


    Ludwig van Beethoven:

    Intermezzo b-moll op. 117, Rhapsodie in e-moll op. 119, Sonate As-Dur op. 26, Sonate cis-moll Nr. 14 op. 27, Sonate B-Dur Nr. 29 op. 106, („Hammerklaviersonate“), Sonate f-moll op. 57 „Appassionata“, („Mondscheinsonate“), Klaviersonate c-Moll Nr. 32 op. 111, Klavierkonzert G-Dur op. 58 (mit Kadenzen von Ernst von Dohnányi),


    Johannes Brahms:

    Konzert für Klavier und Orchester B-Dur op. 83, Sonate C-Dur op. 1, Sonate f-moll, Walzer op. 39


    Frédéric Chopin:

    Ballade Nr. 1 g-moll op. 23, Ballade F-Dur op. 38, Ballade in f-moll op. 52, Barcarole Fis-Dur op. 60, Valse As-Dur op. 69, Impromptu Fis-Dur op. 36, Sonate in b-moll op. 35, Nocturne Fis-Dur op. 15,2, Polonaise in As-Dur op. 53


    Claude Debussy:

    Feux d’artifice, Etüde in f-moll op. 25


    Ernst von (Ernö) Dohnányi:

    Zwei Rhapsodien


    Franz Liszt:

    Rhapsodie Nr. 8, S. 244/8, Ballade h-moll, S. 171


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Phantasie in c-moll, KV 475


    Max-Reger:

    Bach-Variationen op. 81, Silhouetten op. 53


    Robert Schumann:

    Fantasiestücke op. 12, Kinderszenen op. 15, Symphonische Etuden in Form von Variationen op. 13, Konzert in a-Moll op. 54, Phantasie in C-Dur op. 17

    Quellen

    Dokumente


    Archiv der Universität der Künste, Berlin


    Bundesarchiv Berlin (R9361V/125200 und 142529)


    Copony, Manna. Die Schwestern Gmeiner, o. O. nach 1938, unveröffentlichtes Typoskript, Universität der Künste Berlin, Universitätsarchiv, Bestand 1, Nr. 3540.



    Autografe


    Das Kalliope-Portal verzeichnet zwei Autografe von Luise Geiner. Es gibt außerdem in einem Privatarchiv eine Postkarte (Ernst Mysz an Luise Gmeiner, o. O 10.2.1908) und weitere Autografe im Nationalarchiv in Hermannstadt (A. N. Sibiu)



    Literatur


    Buddrus, Michael. Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Erziehung. München: K. G. Saur 2003.


    Ebel, Arnold. Berliner Musik-Jahrbuch 1926. Berlin/Leipzig 1926.


    Gmeiner, Ella. Familien-Chronik. Zürich: Art. Institut Orell Füssli, 1934.


    Myß, Walter (Hg.). Die Siebenbürger Sachsen. Lexikon, Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1993.


    Prieberg, Fred K. Musik im NS-Staat. Frankfurt am Main: Fischer 1982.


    Reichsmusikkammer (Hg). Deutscher Musiker-Kalender mit Anschriftenverzeichnis. Fünfundsechzigster Jahrgang. Berlin 1945.


    Sand, Wolfgang. Kronstadt. Das Musikleben einer multiethnischen Stadt bis zum Ende des Habsburgerreiches. Klundenbach: Gehann Musik Verlag 2004.


    Theil, Fritz. Luise Gmeiner spielt und erzählt. Hermannstadt: Krafft &Drotleff A.G. o. J.



    Audioaufnahmen


    Telefunken A 1917



    Rezensionen (Beispiele)


    Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 2.8.1924.

    Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 2.9.1924.

    Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 5.9.1924.

    Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 7.9.1924.

    Siebenbürgisch deutsches Tageblatt, 11.9.1924.

    Schwers, Paul (Hg): Allgemeine Musikzeitung. Wochenschrift für die Reform des Musiklebens der Gegenwart. Berlin 1920, S. 610.



    Links


    Persönliche Daten „Gmeiner, Luise“ http://archive.thulb.uni-jena.de/staatsarchive/receive/ThHStAW_person_00003910, Zugriff 15.10.2016.


    Namentliche Erwähnung als Stipendiation der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, http://www.fmb-hochschulwettbewerb.de/wettbewerb/archiv/preistrager/stipendien-1879-1934/, Zugriff 15.10.2016.


    Personendossier „Gmeiner, Luise“ http://forumkronstadt.ro/kultur/kronstaedter-persoenlichkeiten/, Zugriff 15.10.2016.


    Kommerzielle Seite, Erwähnung von zwei Einspielungen, http://www.klassikboerse.de, Zugriff 15.10.2016.


    Konzertprogramm, https://www.konzerthaus.at/datenbanksuche, Zugriff 15.10.2016.


    Artikel zu Musik in Siebenbürgen, http://www.siebenbuerger-bw.de/buch/sachsen/17.htm, Zugriff 15.10.2016.


    Konzerterwähnung Frankfurt, http://www.stadtgeschichte-ffm.de/de/info-und-service/frankfurter-geschichte/stadtchronik/1916#s1916-02-21, Zugriff 15.10.2016.


    Konzerterwähnung Wien, http://www.wienersymphoniker.at/konzert/pid/000000e9h58h00012706, Zugriff 15.10.2016.




    Forschung

    Derzeit gibt es keine Forschung zur künstlerischen Tätigkeit von Luise Gmeiner, Erwähnung findet sie in wenigen Lexika und als Schwester von Lula Mysz-Gmeiner.

    Forschungsbedarf

    Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Luise Gmeiners pianistischer und pädagogischer Tätigkeit ist wünschenswert und verspricht interessante Erkenntnisse über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Pianistinnen und Klavierpädagoginnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Interessant sind insbesondere die Einflüsse, die sie durch ihr Studium in Paris mit nach Deutschland nahm. Darüber hinaus bietet sich Forschung zu ihrer künstlerischen Tätigkeit während der beiden Weltkriege an; derzeit liegen keine Erkenntnisse zu den Arbeitsbedingungen im ersten Weltkrieg vor. Über ihre Programmgestaltung während des zweiten Weltkriegs, sowie über ihre möglicherweise veränderte Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit, können derzeit ebenfalls keine Aussagen getroffen werden.


    Da Luise Gmeiner nie an einer Institution gearbeitet hat und auch keine Kinder bekam, die für ihren Nachlass Sorge trugen, sind die Quellen zu ihrer künstlerischen Tätigkeit vermutlich weit verstreut und teilweise zerstört. Eine ausgiebige Quellenrecherche und daran anschließende -auswertung sind notwendig.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 306082011

    Autor/innen

    Raika Simone Maier


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 12.07.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Raika Simone Maier, Artikel „Luise Gmeiner“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 12.7.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Luise_Gmeiner