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  • Luise Adolpha Le Beau

    von Annika Forkert
    Luise Adolpha Le Beau. Stahlstich, um 1880.
    Namen:
    Luise Adolpha Le Beau
    Lebensdaten:
    geb. in Rastatt,
    gest. in Baden-Baden,
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Musikkritikerin, Musikschriftstellerin, Klavier- und Musiktheorielehrerin
    Charakterisierender Satz:

    „Man muß sich mit dem Bewußtsein begnügen, nach bestem Wissen und ehrlichem Wollen an dem Tempel der Kunst mit gebaut zu haben. Sind es auch nur einige Steinchen, die ich beitragen durfte, so war ich doch stets bemüht, meine künstlerischen Pflichten zu erfüllen.“


    (Luise Adolpha Le Beau, in: Lebenserinnerungen einer Komponistin, Reprint der 1. Aufl. von 1910, hg. v. Ulrike B. Keil und Willi H. Bauer anlässlich des 150. Geburtstages der Komponistin, Gaggenau: Verlag Willi Bauer, 1999, S. 279)


    Profil

    Luise Adolpha Le Beau begriff sich selbst primär als professionelle Komponistin; eine Virtuosenkarriere als Pianistin kam – auch aus gesundheitlichen Gründen – für sie nicht in Frage. Als ihre Tätigkeit als Kritikerin in Baden-Baden ihr Verhältnis zu den städtischen Autoritäten belastete, zog sie sich als Pianistin und Komponistin aus dem öffentlichen Leben vollständig zurück. Ihr wichtigstes Anliegen war es, sich als weibliche Komponistin durchzusetzen, was sie auch in ihren Memoiren thematisiert.

    Orte und Länder

    Geboren in Rastatt, zog Luise Adolpha Le Beau mit ihren Eltern zunächst 1857 nach Mannheim, Anfang 1859 zurück nach Rastatt und sodann Ende 1859 nach Karlsruhe. Von dort aus besuchte sie 1870 Heidelberg, nahm im Sommer 1873 Klavierstunden bei Clara Schumann in Baden-Baden und brach 1874 zu einer Konzerttournee nach Holland auf. Im Frühjahr 1874 zog die Familie nach München. Dort verbrachte Le Beau elf Jahre, während derer sie Konzerte auch in Leipzig, Salzburg und Wien gab und nach Bayreuth, Weimar und in andere deutsche Städte reiste. Von 1885 bis 1890 lebte die Familie in Wiesbaden, um dann auf Wunsch des Vaters nach Berlin zu ziehen. Nach drei Jahren in Berlin zog Le Beau mit ihren Eltern 1893 nach Baden-Baden, wo sie auch nach deren Tod, unterbrochen von privaten Reisen nach Italien, Südfrankreich und Paris, ihren Wohnsitz behielt.

    Biografie

    (Die folgende Darstellung stützt sich im Wesentlichen auf die von Luise Adolpha Le Beau verfassten „Lebenserinnerungen einer Komponistin“, Reprint der 1. Auflage von 1910, hg. v. Ulrike B. Keil und Willi H. Bauer anlässlich des 150. Geburtstages der Komponistin, Gaggenau: Verlag Willi Bauer, 1999. Die Seitenangaben beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf diese Ausgabe.)


    1850-1874: Jugend in Baden

    Luise Caroline Marie Henriette Adolpha Le Beau wurde am 25. April 1850 in Rastatt als einzige Tochter von Karoline Le Beau, geborene Barack (1828-1900), und Wilhelm Le Beau (1820-1896) geboren. Der Vater war Generalmajor in Diensten des badischen Kriegsministeriums und zog mit seiner Familie 1857 nach Mannheim, 1859 nach Rastatt und Ende desselben Jahres nach Karlsruhe. Von ihm erhielt Luise Adolpha Le Beau ersten Unterricht im Klavierspiel und in naturwissenschaftlichen Fächern, er selbst komponierte gelegentlich und hatte in Rastatt den gemischten Singverein gegründet und dirigiert. Sprachen lernte Luise Adolpha Le Beau von 1863 bis 1866 als Hospitantin in einer örtlichen Mädchenschule, Violine und Gesang bei städtischen Musikern. 1866 begann sie ihr Klavier- und Theoriestudium beim Direktor des Hoforchesters Wilhelm Kalliwoda (1827-1893) in Karlsruhe, Gesangsunterricht nahm sie bei Anton Haizinger (1796-1869). Am 27. November 1867 spielte sie in ihrem ersten öffentlichen Konzert in Karlsruhe u.a. eine der Solopartien in Johann Sebastian Bachs Konzert für drei Klaviere in d-Moll, BWV 1063. Auf Empfehlung des Münchner Hofkapellmeisters Hermann Levi (1839-1900) hatte Luise Adolpha Le Beau bei Clara Schumann (1819-1896) in Baden-Baden im Sommer 1873 Klavierunterricht; nach zwölf Stunden brach Le Beau den Unterricht, wie sie selbst darstellt, wegen Clara Schumanns Methoden im Unterricht und persönlichen Differenzen jedoch ab.


    1874-1885: München

    Ein Empfehlungsschreiben Hans von Bülows (1830-1894), dem sie vorgespielt hatte, an die Dichterin Franziska Rheinberger (1831-1892, die Frau Josef Rheinbergers, auch bekannt unter dem Namen ihres ersten Mannes als Franziska von Hoffnaaß) führte Luise Adolpha Le Beau im Frühjahr 1874 nach München, wo sie zunächst von Rheinbergers ehemaligem Schüler und Gründer des Münchener Tonkünstlervereins Melchior Ernst Sachs (1843-1917) Unterricht in Harmonielehre und Kontrapunkt erhielt.

    Im Februar 1874 unternahm sie in Begleitung ihrer Mutter eine Konzerttournee in verschiedene holländische Städte, von der sie sehr erschöpft zurückkehrte. In ihren Lebenserinnerungen beschreibt Luise Adolpha Le Beau ihre Gesundheit als generell labil und den Strapazen von Tourneen nicht gewachsen. Im Herbst desselben Jahres entstanden ihre ersten gedruckten Werke (op. 1: Drei Klavierstücke, erschienen 1876 bei Präger & Meier, Bremen).

    Ab 1876 erhielt sie in München Privatunterricht von Rheinberger selbst (sie wurde auf Grund der Statuten der Königlichen Musikschule getrennt von den männlichen Studenten unterrichtet), und dieser widmete ihr seine „Toccata für Klavier“ op. 104. 1880 überwarf sie sich mit ihm jedoch wegen unterschiedlicher Standpunkte im Streit um die Neudeutschen: Rheinberger war ein Anhänger der konservativen Seite, während Luise Adolpha Le Beau die ästhetischen Ansichten der Partei Franz Liszts teilte. Hinzu kamen noch persönliche Differenzen – in ihren Memoiren beschuldigt sie beispielsweise Franziska Rheinberger, gegen sie intrigiert zu haben. Danach übernahm Franz Lachner (1803-1890) die Durchsicht ihrer Kompositionen. Bereits 1878 gründete sie den „Privat-Musikkursus für Töchter gebildeter Stände“ in München, in dessen Rahmen sie Mädchen Klavier- und Theorieunterricht erteilte, um diese auf die Verdienstmöglichkeit als Klavierlehrerinnen vorzubereiten. In diesem Jahr begann sie daneben, ehrenamtlich Musikkritiken für die „Berliner Allgemeine Deutsche Musikzeitung“ zu schreiben, stellte die Rezensionen für diese Zeitung jedoch wieder ein, nachdem der zuständige Redakteur ihre Artikel verändert und gekürzt hatte. 1882 gewann sie einen internationalen Wettbewerb für die Komposition eines Stückes für Violoncello und Klavier in Hamburg (Preisrichter waren Nils W. Gade, Carl Reinecke und Julius von Bernuth) mit ihrem op. 24, das daraufhin verlegt wurde. Auch ihre Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier op. 17 empfahl die Jury zur Herausgabe . Ihre Bekanntheit nahm in München stark zu: Erste kleinere Biografien erschienen (laut ihrer Autobiografie wurde ein Bild von ihr zum Beispiel 1880 auf Brandstetters „Komponisten-Kalender“ gedruckt [„Lebenserinnerungen“, S. 130]), und Luise Adolpha Le Beau wurde „infolge [ihres] Spiels“ zum außerordentlichen Mitglied des Mozarteums Salzburg ernannt. Ihre neueren Kompositionen wurden häufig in von ihr veranstalteten Soireen und Matineen durch Mitglieder des Hoforchesters aufgeführt. Luise Adolpha Le Beau konzertierte während dieser Jahre in Berlin und Leipzig (1882) sowie in Salzburg und Wien (1884), wo sie u.a. Eduard Hanslick (1825-1904) und Johannes Brahms (1833-1897) traf. Sie besuchte 1883 die Bayreuther Festspiele, wo sie Richard Wagners „Parsifal“ hörte. Ein Aufenthalt bei Franz Liszt (1811-1896) in Weimar im selben Jahr verlief enttäuschend für sie, denn dies verschaffte ihr weder die erhofften Kontakte, noch diente es ihrem Ermessen nach ihrer pianistischen Weiterentwicklung, jedoch konnte sie in Leipzig ihr Klavierquartett op. 28 mit großem Erfolg aufführen. Dort hatte sie auch versucht, eine Aufführung ihrer Fantasie für Klavier und Orchester op. 25 durch den Allgemeinen Deutschen Musikverein zu erreichen. Nachdem dieser Versuch an Unstimmigkeiten mit dem zuständigen Präsidenten Karl Riedel (1827-1888) gescheitert war, trat Le Beau 1884 nach fünfjähriger Mitgliedschaft aus dem Verein aus (vgl. „Lebenserinnerungen“, S. 108). Im nächsten Jahr wurde sie Komitee-Mitglied des Münchener „Lehrer- und Lehrerinnen-Vereins“, der sich als Interessenvertretung für professionelle Musiklehrerinnen und -lehrer neu gegründet hatte.

    Über die Jahre in München schrieb Luise Adolpha Le Beau in ihren „Lebenserinnerungen“: „Die zwölf Jahre in München zählen zu den ereignis- und erfolgreichsten Jahren meines Lebens und wenn sie mir auch manche bittere Erfahrung brachten, so bewahre ich der bayerischen Residenz doch ein freundliches und dankbares Andenken.“ („Lebenserinnerungen“, S. 139)


    1885-1893: Wiesbaden und Berlin

    Wegen der zunehmenden Gebrechlichkeit ihrer Eltern und den sich häufenden Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit örtlichen Musikern (vgl. „Lebenserinnerungen“, S. 139) zog die Familie im September 1885 in das klimatisch gemäßigtere Wiesbaden. Dort fand Luise Adolpha Le Beau nach eigenen Angaben schnell Zugang zum musikalischen Leben der Stadt (vgl. „Lebenserinnerungen“, S. 140). Sie setzte hier ihre Unterrichtstätigkeit für Mädchen besserer Kreise fort und konzertierte mit eigenen und fremden Werken. In der Wiesbadener Zeit begann sie die Arbeit an „Hadumoth. Szenen aus Scheffels ,Ekkehard‘„ op. 40 und schrieb das Klavierkonzert op. 37. In ihren „Lebenserinnerungen“ erwähnte Luise Adolpha Le Beau zunehmende Intrigen gegen sie in Wiesbaden, die dazu führten, dass ihre Werke dort nicht aufgeführt wurden (vgl. z. B. „Lebenserinnerungen“, S. 149), während sie in anderen Städten wie Köln oder Frankfurt sowie international (Aufführung des Klavierquartettes op. 28 in Sydney und von Szenen aus „Ruth“ op. 27 in Pera, einem Stadtteil von Konstantinopel) mit Erfolg gespielt wurden.


    Anfang 1890 zog Luise Adolpha Le Beau mit ihren Eltern nach Berlin. Sie unterrichtete hier nur wenige Schülerinnen, um sich auf die Komposition und anschließende Vervielfältigung von Partitur und Stimmen zu „Hadumoth“ konzentrieren zu können, die sie mit Unterstützung ihrer Eltern mit einer lithographischen Hand-Steinpresse bewerkstelligte (tachographisches Verfahren). Nach vergeblichen Bemühungen um die Aufführung des Werkes nahm Luise Adolpha Le Beau Kontakt zu Georg Vierling (1820-1901) auf, einem Mitglied des Senats der Berliner königlichen Akademie der Künste, der sie für eine Professorenstelle an der Königlichen Musikschule vorschlagen wollte, was jedoch daran scheiterte, dass der Titel grundsätzlich nicht an Frauen vergeben wurde. Le Beau sah sich auch von anderen Ereignissen enttäuscht, etwa von dem Geiger Joseph Joachim (1831-1907), der die Partitur ihres Streichquartettes op. 34 ein Jahr lang ungelesen zur Ansicht behielt, oder auch von ihrem Eindruck, dass ohne Beziehungen und erhebliche finanzielle Investitionen neue Werke kaum Aufführungsmöglichkeiten in Berlin finden konnten. Bis zu ihrem Wegzug im Herbst 1893 betrieb sie intensive musikhistorische Studien in der Königlichen Bibliothek Berlin (heute Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz).


    1893-1927: Baden-Baden

    Im Alter von 43 Jahren zog Luise Adolpha Le Beau mit ihren Eltern nach Baden-Baden. Dort baute sie eine erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit mit den örtlichen Musikern auf und fand die Unterstützung der Großherzogin Luise von Baden (1838-1923) für Aufführungen ihrer Werke. So konnten ihre großbesetzten Kompositionen durch das Städtische Orchester in Baden-Baden uraufgeführt werden: 1894 „Hadumoth“ op. 40, 1895 die Sinfonie F-Dur, op. 41, und 1898 die Sinfonische Dichtung „Hohenbaden“ op. 43, jeweils unter Paul Hein (wer war das? Beruf?).

    1896 starb der Vater, was Luise Adolpha Le Beau zu einer Unterbrechung ihrer Konzert- und Kompositionstätigkeit veranlasste. Seinem Wunsch entsprechend zog sie sich jedoch nur für kurze Zeit aus dem öffentlichen Leben zurück. Ab 1898 schrieb sie Musikrezensionen für das örtliche „Badeblatt“. 1900 starb ihre Mutter.

    Nach einem Zerwürfnis mit dem Oberbürgermeister der Stadt wegen einer Rezension Luise Adolpha Le Beaus gab sie ab 1901 keine Kompositionen mehr an das Kurkomitee, um ihre Unabhängigkeit als Rezensentin wahren zu können. Im selben Jahr entstand die Märchenoper „Der verzauberte Kalif“ op. 55, die Luise Adolpha Le Beau ihren Eltern widmete. Nach dem Scheitern aller Versuche, eine Aufführung dieses Werkes außerhalb Baden-Badens zu erreichen (nach dem Zerwürfnis von 1901 gab sie keine Kompositionen mehr an das Baden-Badener Kurkomitee), zog sich Luise Adolpha Le Beau als Komponistin enttäuscht zurück und beschränkte sich auf ihre musikpublizistische Tätigkeit, die sie nun als unvereinbar mit ihrer Tätigkeit als Komponistin begriff („Lebenserinnerungen“, S. 254ff.). Obwohl ihre Werke weiterhin erfolgreich in privatem Rahmen von in Baden-Baden ansässigen Musikern und ihr selbst gespielt wurden (etwa ihr Quintett op. 54, die Drei Lieder op. 45 oder der Chor „Der Wind, der wandernde Wind“ aus den Zwei Frauenchören op. 60) und der Tenor Alfredo de Giorgio die Werke op. 45 und 48 in Rom aufführte, nahm sie daran wenig Anteil und kritisiert in ihren Lebenserinnerungen die neue Musik und das zeitgenössische Publikum: „Es sind Erzeugnisse ruheloser Menschen, die keine Befriedigung in sich haben und die musikalischen Gourmands, die gestachelt und gezwickt sein wollen, weil ihrem verdorbenen Magen der Appetit für gesunde Kost fehlt, finden in den Aeußerlichkeiten und der Klangduselei eine ihrem Lebenskatzenjammer verwandte Stimmung.“ („Lebenserinnerungen“, S. 278)

    Ab 1903 unternahm sie mit befreundeten Frauen oder allein jährliche Bildungsreisen nach Italien und Frankreich, die sie in ihren Reisetagebüchern beschreibt. Über Kompositionen zwischen etwa 1905 und 1912 (1912 entstand ein „musikalischer Geburtstagsgruß“ für eine befreundete Geheimrätin namens Haape) ist nichts bekannt, jedoch feierte Luise Adolpha Le Beau 1907 ihr 40-jähriges Künstlerjubiläum, katalogisierte 1908 die musikalische Bibliothek der Großherzogin Sophie von Baden in Karlsruhe und veröffentlichte 1910 bei Emil Sommermeyer in Baden-Baden ihre „Lebenserinnerungen einer Komponistin“, was erneutes Interesse der Presse an ihrer Person und ihren Werken weckte.

    Diese Autobiografie bietet vor allem Berichte von Luise Adolpha Le Beaus Konzerten und ihren Zusammentreffen mit KollegInnen. Ihr Privatleben (Freunde außerhalb ihrer musikalischen Verbindungen) sowie die Entstehungsumstände ihrer Kompositionen erwähnt sie darin nur sporadisch. „Es entsteht der Eindruck, dass Le Beau die kreative Phase des Komponierens bewusst und strikt im Verborgenen zu halten versucht. Ihre Werke existieren in ihrer Autobiografie erst dann, wenn sie bereits in den Kreislauf des Musiklebens – mit Aufführung, Verlag und Rezension – Eingang gefunden haben.“ (Melanie Unseld. „Eine weibliche Sinfonietradition jenseits von Beethoven? Luise Adolpha Le Beau und ihre Sinfonie op. 41“. In: Maßstab Beethoven? Komponistinnen im Schatten des Geniekults. Bettina Brand, Martina Helmig (Hg.). München: Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, 2001. S. 24-44. Zitat auf S. 28) Luise Adolpha Le Beau rekurriert in ihren Lebenserinnerungen gelegentlich auf ihre Tagebücher, um ihre Stimmung in der beschriebenen Situation wiederzugeben. Diese Tagebücher sind heute offenbar verloren.

    Die Ersparnisse, von denen die Komponistin größtenteils gelebt hatte (nach eigenen Angaben nahm sie für ihre Konzerte und Kompositionen kein Honorar und erhielt nur gelegentlich Vergütungen für ihre Rezensionen), waren um 1914 aufgebraucht, so dass Le Beau wie zuvor schon in München und Wiesbaden wieder verstärkt Klavierschülerinnen unterrichtete und in eine kleinere Wohnung innerhalb der Stadt zog.

    Nach dem Ersten Weltkrieg konzertierte Luise Adolpha Le Beau wieder regelmäßig in Baden-Baden und schrieb für das „Badeblatt“ einen fortgesetzten Artikel über „Baden-Baden als Musikstadt“. (Abgedruckt in: Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in Baden-Baden. Stadt Baden-Baden/Kulturamt (Hg.). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2000. S. 63 – 66) 1922 wurde ihr von Hermann Friedrich Anton Fürst von Hatzfeld (1848-1933), dem Vater einer ehemaligen Schülerin, eine Lebensrente ausgesetzt. Im folgenden Jahr ernannte die „Romantische Gemeinde Leipzig-Wien“ Luise Adolpha Le Beau zum „Ehrenritter der blauen Blume“. Anlässlich ihres 75. Geburtstages im April 1925 konzertierte sie mit eigenen Klavierwerken im Kurhaus Baden-Baden.

    Am 17. Juli 1927 starb Luise Adolpha Le Beau 77-jährig in ihrer Wohnung in der Lichtenthaler Straße 46 und wurde neben ihren Eltern auf dem Hauptfriedhof der Stadt beigesetzt. Die Badener Tagespresse und die Musikpresse nahmen davon Notiz.

    Würdigung

    Luise Adolpha Le Beau ist als Komponistin, Pädagogin und Rezensentin, als Musikschriftstellerin und Pianistin zu würdigen.

    Luise Adolpha Le Beaus Stellung als professionelle Komponistin muss auch im Lichte der Schwierigkeiten betrachtet werden, als Frau in diesem Metier Fuß zu fassen. Ihr Mangel an Kontakten zu KomponistInnen ihrer Generation liegt zum Teil zwar in ihren eigenen Entscheidungen begründet (das dauerhafte Leben bei den Eltern, der schnelle Rückzug bei Schwierigkeiten in Verhandlungen, die bedingungslose Ablehnung von möglichen Aufführungsgelegenheiten nach menschlichen Enttäuschungen), größtenteils jedoch in ihrer privaten Ausbildung und der steten Sonderstellung im Vergleich mit Kollegen. Diese Schwierigkeiten reflektiert Le Beau deutlich in ihren „Lebenserinnerungen“, jedoch ist eine Trennung zwischen den gesellschaftlichen und persönlichen Gründen für ihre Probleme bei der Durchsetzung als Komponistin nicht immer eindeutig erkennbar.

    Über ihre ästhetische Auffassung als Komponistin bemerkte Luise Adolpha Le Beau dem Senatsmitglied der Berliner Königlichen Akademie der Künste Prof. Georg Vierling gegenüber: „Ich betonte, daß ich keiner Partei angehöre, sondern alles anerkenne, was wirklich schön sei.“ (S. 193) Konsistent mit dieser Aussage ist Le Beaus Verehrung für die „großen Meister“, von deren Stil sie sich in ihren Kompositionen beeinflussen ließ. So hatte sie sich etwa 1878 die Instrumentationslehre von Hector Berlioz im Selbststudium angeeignet, und sie bewunderte Richard Wagners Werke. In „Ruth“ verwendete sie teilweise freie Harmonik und Leitmotive, worauf sie in ihren „Lebenserinnerungen“ explizit hinweist (S. 74), um ihre Verehrung für Wagner zum Ausdruck zu bringen. Als „Neudeutsche“ weisen sie auch die Sinfonische Dichtung „Hohenbaden“ op. 43 mit ihrer großzügigen Instrumentation und das Streichquartett op. 34 aus, dem sie das Programm eines vor seinen Verfolgern fliehenden und schließlich heimkehrenden Mädchens zugrunde legte. (Da dieses Werk kurz vor Le Beaus Weggang aus München entstand und dieser Umzug wohl mehr von den Eltern als von ihr selbst gewünscht war, wird dem Programm gelegentlich ein autobiografischer Hintergrund zugeschrieben, ihre „Lebenserinnerungen“ geben darüber indes keine Auskunft.)

    Obleich sie also den „Neudeutschen“ in manchem verpflichtet war, verwendet sie indes konsequent die Sonatensatzform in ihrem Œuvre, und sie schrieb auch eine gänzlich „programmlose“ Sinfonie F-Dur op. 41. In ihren Liedern bleibt sie den Vorbildern Robert Schumanns und Felix Mendelssohn Bartholdys treu, was die Verarbeitung der Themen und die funktionsgebundene Harmonik betrifft. Sie trat insgesamt nicht als eine treibende innovative Kraft in Erscheinung, sondern als eine nach eigenen Vorlieben und Interessen arbeitende Komponistin.

    Bemerkenswert ist vor allem die ungewöhnliche Bandbreite ihres Œuvres. Neben den etablierten Formen weiblichen Komponierens – Lieder und die für das eigene Instrument geschriebenen Klavierstücke – fallen „Ruth“ und „Hadumoth“ als groß besetzte, nur mit erheblichem Aufwand realisierbare und vor allem nur öffentlich aufzuführende Oratorien und natürlich die Sinfonie F-Dur op. 41 sowie die Sinfonische Dichtung „Hohenbaden“ op. 43 aus dem Rahmen. Nicht nur fehlten Komponistinnen häufig die notwendigen sozialen Netzwerke zur Aufführung solch großbesetzter Werke, auch notwendige Kenntnisse der Instrumentierung und Formbeherrschung wurden Frauen nicht nur nicht zugetraut, sondern auch konkret vorenthalten, indem sie keine Kapellmeisterposten bekleiden durften und an Akademien nicht zu den entsprechenden Kompositionsklassen zugelassen wurden.

    Umso verständlicher erscheint es, dass Luise Adolpha Le Beau in ihren „Lebenserinnerungen“ zwar stolz eine Rezension ihrer Sinfonie von Richard Pohl zitiert, der das Werk im Kontext der Beethovenschen Symphonik betrachtet und lobt, sie aber dazu gleichzeitig bescheiden bemerkt „Ich betrachtete das Ganze als einen Versuch, mich auch auf dieses Gebiet zu wagen.“ (S. 230)

    Le Beau konnte den Großteil ihrer Werke – Kammermusik, Lieder, Werke für Chor und Orchester – in Konzerten selbst aufführen und hören, auch wenn sie um adäquate Aufführungen der Werke mit Orchester stets kämpfen musste.


    Mit der Gründung ihres „Privat-Musikkursus für Töchter gebildeter Stände“ 1878 wird Luise Adolpha Le Beaus Unterrichtstätigkeit, die sie bis zu ihrem Lebensende ausübte, erstmals in ihren Lebenserinnerungen erwähnt. Vorher nahm der eigene Unterricht wahrscheinlich ihre meiste Zeit ein, zumindest erwähnt sie keine SchülerInnen. Bereits als 28-Jährige hatte Luise Adolpha Le Beau das Ziel, Töchter besserer Stände auf ihren späteren eventuellen Beruf in qualifizierter Weise vorzubereiten und lehnte deshalb die Mitarbeitsangebote anderer – ihrer Meinung nach unqualifizierter – Lehrerinnen in ihrem Kursus ab. Ihre Schülerinnen sollten mindestens zwei Stunden täglich Klavier üben und erhielten entgegen der sonstigen Musikausbildungspraxis für Mädchen Theorieunterricht. Damit wollte sie sowohl den jungen Frauen eine solide Ausbildung verschaffen, die es ihnen ermöglichen sollte, ihr erworbenes Wissen für angemessene Vergütung weiterzugeben, als auch dem Beruf der Musiklehrerin zu einer Aufwertung verhelfen. Letzterem Zweck diente auch ihr Eintritt in den „Lehrer- und Lehrerinnen-Verein“ 1885 in München, dessen Aufgabe im Schutz qualifizierter MusiklehrerInnen bestand.

    Auch in Wiesbaden, Berlin und Baden-Baden unterrichtete Luise Adolpha Le Beau Klavier, jedoch werden in ihrer Autobiografie keine Namen von SchülerInnen genannt, die eine professionelle Karriere anstrebten. Theoretisch arbeitete Luise Adolpha Le Beau in ihren Aufsätzen „Über die musikalische Erziehung der weiblichen Jugend“ und „Die Musik als weiblicher Beruf“ an der Verbesserung der Lernbedingungen für Frauen, denen es so ermöglicht werden sollte, zumindest die gleichen musiktheoretischen Voraussetzungen für eine professionelle Laufbahn wie Männer erwerben zu können, wenngleich die Chancen für Frauen nach der Ausbildung bei der Vergabe von Titeln oder Posten nicht aufgrund der Leistung, sondern aufgrund des Geschlechts immer noch wesentlich schlechter waren. Die subtile Diskriminierung von Frauen im Musikleben erkannte Luise Adolpha Le Beau also bereits früh – schließlich hatte sie dies als Schülerin Josef Rheinbergers, die getrennt von seinen männlichen Studenten unterrichtet wurde und daher kein Netzwerk zu gleichaltrigen KomponistInnen aufbauen konnte, selbst erlebt.


    Während Luise Adolpha Le Beau in jungen Jahren auch als Pianistin Aufsehen erregte, lag ihre Priorität schon früh auf dem Gebiet der Komposition, ein Weg, den sie für nachfolgende Komponistinnen zu ebnen hoffte. Um ihre vom liberalen Vater sorgfältig vorbereitete Karriere nicht zu gefährden, heiratete sie nicht und zog statt dessen mit den Eltern von Ort zu Ort.

    Diskriminierung durch Kollegen und Musiker, seltene Aufführungsmöglichkeiten ihrer Werke und ihre aufs Lokale begrenzte Popularität verhinderten jedoch, dass Le Beau wirksam als Wegbereiterin für jüngere Kolleginnen auftreten konnte. Dies dürfte ihre Verbitterung und den Rückzug aus der Öffentlichkeit bedingt haben. Sie verlor dadurch jedoch auch ihren Einfluss auf das lokale Musikleben Baden-Badens und damit die Möglichkeit, aktiv für die Förderung junger Komponistinnen aufzutreten.


    In den Bibliotheken Münchens und Berlins studierte Luise Adolpha Le Beau Partituren und Manuskripte und schrieb über KomponistInnen, deren Werke sie gelesen und durchgesehen hatte. In diesem Zusammenhang entstanden der Stammbaum der Familie Bach sowie der Aufsatz „Componistinnen des vorigen Jahrhunderts“, in dem sie Marianne von Martinez (1744-1812) vorbildhaft darstellte. In ihren „Lebenserinnerungen“ erwähnt sie explizit Werke von Carl Philipp Emanuel Bach (z.B. „Die Israeliten in der Wüste“ H 775, „Magnificat“ H 772), von Wilhelm Friedemann Bach (nicht weiter spezifizierte Klaviermusik), von Agostino Steffani (zwei nicht genauer spezifizierte Opern), Michael Haydn („Litanei“ für Chor und Orchester), Wolfgang Amadeus Mozart („Bastien und Bastienne“ KV 50), Heinrich Marschner („Hans Heiling“ op. 80) und Franz Schubert („Fierrabras“ D 796), die sie in der Königlichen Bibliothek Berlin studiert hatte, denn „vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, auch andere darauf aufmerksam zu machen.“ („Lebenserinnerungen“, S. 196) Ihr Einsatz für ältere, unbekanntere Werke und hier im Speziellen für die Werke von Komponistinnen ist erwähnenswert, da Luise Adolpha Le Beau diese Werke zum Anlass nimmt, das zeitgenössische Musikleben und neuere Kompositionen wegen ihrer Oberflächlichkeit zu kritisieren. Ihr Versuch, Komponistinnen bekannt zu machen, ist darüber hinaus ein früher Ansatz, komponierende Frauen in den Mittelpunkt einer Untersuchung zu rücken, die nicht den zwangsläufig fehlgehenden Vergleich zu männlichen Komponisten zog.


    Die Pianistin Le Beau verfügte über ein breites Repertoire an Kammermusik, Solowerken und Liedern und wurde sehr häufig um Auftritte und gelegentlich um Tourneen gebeten. Als Interpretin von Klavierkonzerten tat sie sich dagegen nicht explizit hervor. Ihr professionelles Klavierspiel ermöglichte es ihr auch, Auszüge aus ihren Partituren bei ihren Bemühungen um Konzertaufführungen vorzuspielen, um so einen Klangeindruck zu vermitteln. Aufführungen ihrer Werke hätten ohne ihr eigenes Engagement kaum zustande kommen können.

    Rezeption

    Von ihren Zeitgenossen wurde Luise Adolpha Le Beau häufig als „rühmliche Ausnahme unter den Damen“ („Lebenserinnerungen“, S. 60) wahrgenommen, schrieb sie doch große Instrumentalformen, deren Beherrschung Frauen nicht zugetraut wurde. So heißt es nach der Uraufführung ihrer Sinfonie op. 41 in einer Rezension des ihr durchaus gewogenen Richard Pohl im „Badener Badeblatt“: „Eine Symphonie von einer Dame haben wir noch nicht gehört; sie dürfte auch ein Unikum sein. Der Grund liegt in dieser Kunstform selbst.“ (zit. n. „Lebenserinnerungen“, S. 230) Kaum eine Rezension ihrer Werke verzichtet auf den Hinweis, dass Luise Adolpha Le Beau außergewöhnlich männlich komponiere (vgl. Martina Rebmann, „Luise Adolpha Le Beau. Lebenserinnerungen einer Komponistin. Gestaltete Biographie – geformte Erinnerung“. In: Musik in Baden-Württemberg, Jahrbuch, hrsg. von Gabriele Busch-Salmen, Walter Salmen und Markus Zepf, München 14, 2007, S. 49-71. S. 58).

    Über ihr Klavierspiel herrschte weitgehend die Auffassung, dass sie nicht unbedingt virtuos und brillant, sondern solide und geschmackvoll interpretiere. In ihren „Lebenserinnerungen“ zitiert Luise Adolpha Le Beau einige dieser Rezensionen, etwa von aus dem „Mainzer Tageblatt“ von 1887 über ihr Mitwirken bei ihrer Fantasie für Klavier und Orchester op. 25: „Frl. Le Beau ist zugleich eine Pianistin von tüchtiger Schulung und gutem Geschmack.“ (zit. n. „Lebenserinnerungen“, S. 153) Bereits zu Lebzeiten fanden Artikel über sie Eingang in Konversations- und Frauenlexika. Das Problem Luise Adolpha Le Beaus, als Komponistin Anerkennung zu finden, spiegelt sich darin zum Teil sehr deutlich wider, etwa wenn es in Hugo Riemanns „Musik-Lexikon“ über sie heißt: „Le Beau, Luise Adolpha. […], tüchtige Pianistin und geachtete Musiklehrerin. Als talentierte Komponistin trat sie auf mit Orchester- und Kammermusikwerken.“ (Hugo Riemann, Musik-Lexikon von Hugo Riemann. Sechste, vollständig umgearbeitete Auflage. Leipzig: Max Hesses Verlag, 1905. S. 750)


    Inzwischen liegen eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten über die Komponistin vor, die sich etwa mit der Kammermusik oder den Werken für größere Besetzung Luise Adolpha Le Beaus befassen. Biografische Aufsätze stützen sich vor allem auf ihre „Lebenserinnerungen“, wobei aus ihrer Selbstdarstellung unterschiedliche Schlüsse bezüglich ihrer tatsächlichen Stellung im Musikleben gezogen werden. So ist etwa strittig, ob ihre Tendenz, sich nach Enttäuschungen schnell zurückzuziehen und kaum Geld in die Verbreitung besonders ihrer groß besetzten Werke zu investieren, der Grund für deren Unbekanntheit war – was wiederum ihre spätere Verbitterung mit verursachte.


    Einspielungen und Neuausgaben von Luise Adolpha Le Beaus Werken beschränken sich bisher auf die Klavier- und Kammermusik sowie einige Lieder.

    Zu Lebzeiten wurden vor allem Lieder sowie Kammer-, Klavier- und Chormusik verlegt, die Luise Adolpha Le Beau bis Mitte der 1870er Jahre geschrieben hatte. Später entstandene und größer besetzte Werke wurden meist nicht veröffentlicht und sind es größtenteils bis heute geblieben. Eine Ausnahme hiervon bilden die „Biblischen Szenen“, („Ruth“), die 1885 in Leipzig von Kahnt verlegt wurden (auch davon gibt es jedoch bisher keinen Nachdruck). Le Beaus gesamte Klaviermusik erschien 2001 in einer zweibändigen modernen Erstausgabe.

    Werkverzeichnis

    Das folgende Werkverzeichnis folgt im wesentlichen Ulrike B. Keil. Luise Adolpha Le Beau und ihre Zeit, Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang, 1996. S. 233-252. Die Daten sind abgeglichen mit Joachim Draheims Werkverzeichnis in: Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in Baden-Baden. Stadt Baden-Baden/Kulturamt (Hg.), Katalog von Joachim Draheim und Sonja Seebold. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2000. S. 73-81.



    A. Vokalmusik


    1. Oper


    „Der verzauberte Kalif“, Märchenoper in drei Akten, op. 55, T.: Luise Adolpha Le Beau nach Wilhelm Hauffs „Geschichte des Kalif Storch“, Dem Andenken meiner Eltern gewidmet, entstanden 1901; keine UA zu Lebzeiten d. Komponistin, Manuskript.



    2. Lieder


    Fünf Lieder („Künftiger Frühling“, „Der träumende See“, „Meeres Abend“, „Veilchen, unter Gras versteckt“, „Der stille Grund“) für Mezzo-Sopran mit Klavierbegleitung, op. 4, T.: Ludwig Uhland [1], Julius Mosen [2], Moritz Graf von Strachwitz [3], Hoffmann von Fallersleben [4], Joseph von Eichendorff [5], gewidmet Frau Fanny Rheinberger, entstanden 1866-1871, Berlin: Luckhardt/Nachfolger Raabe & Plothow, 1877.


    Vier Terzette („Meeresstille“, „Zur Nacht“, „Hinabschauend“, „Gefunden“) für drei Frauenstimmen mit oder ohne Begleitung, op. 5, T.: Alexis Adolphi [1], Theodor Körner [2], K. Mayer [3], Johann Wolfgang von Goethe [4], entstanden 1869, Berlin: Luckhardt/Nachfolger Raabe & Plothow, 1877.


    Zwei Duette („Frühlingsanfang“, „Abendlied“) für zwei Sopranstimmen [Sopran und Alt] mit Klavierbegleitung, op. 6, T.: Friedrich Öser [1], Karl Hoffmann von Nauborn [2], entstanden 1868, Berlin: Luckhardt/Nachfolger Raabe & Plothow, 1877.


    Fünf Lieder („Gruß an die Nacht“, „Ein Gebet“, „Juchhe“, „Die Alpenrose“, „Wiegenlied“) für Sopran und Klavier, op. 7, T.: Julius Sturm [1], Wilfried von der Neun [2], Robert Reinick [3], Feodor Löwe [4], Hoffmann von Fallersleben [5], entstanden 1875, Berlin: Luckhardt/Nachfolger Raabe & Plothow, 1877.


    Fünf Lieder („Kornblumen und Haidekraut“, „Ohn’ Ade“, „Abendfrieden“, „Der Spielmann“, „Im Arno“) für Bariton oder Mezzo-Sopran mit Klavierbegleitung, op. 11, T.: Georg Freiherr von Dyherrn, gewidmet dem königlich bayerischen Hofsänger Anton Fuchs, entstanden 1876, Kassel: Voigt/Nachfolger Ries & Erler Berlin, 1880, [1] in ital. Übersetzung von Alfredo de Giorgo als „Triste Ritorno“.


    Drei Lieder („Gottes Segen“, „Trost“, „Abendlied“) für Sopran mit Klavierbegleitung, op. 14, T.: Joseph von Eichendorff [1], Hermann Berger [2], Hoffmann von Fallersleben [3], entstanden 1875-1877, Berlin: Ad. Fürstner, 1880.


    Drei [sic!] Lieder („Abendlied“, „Unterm Christbaum“, „Trutznachtigall“, „Herbstklage“, „Frühlingsnacht“) für eine mittlere Stimme mit Klavier, op. 18, T.: Julius Sturm [1], Franz Bonn [2], Friedrich von Öser [3, 4], Max Bernstein [5], entstanden 1878-1879, Wien: Deutsche Kunst- und Musikzeitung Jg. XIII/Nr. 25, 16.07.1886, S. 61-63; Neuausgabe [5] in: Frauen komponieren: 25 Lieder. Eva Rieger/Käte Walter (Hg.). Mainz: Schott Musik International, 1992.


    Drei Lieder („Liebestraum“, „Spielmannslied“, „Frisch gesungen“) für eine höhere Singstimme mit Klavier, op. 33, T.: Adolf Schmitt [1], Emanuel Geibel [2], Adalbert von Chamisso [3], Widmung an Anton Haizinger überklebt, entstanden 1879, 1884, Darmstadt: Böllling, ca. 1884 bzw. Köln: Tonger.


    Drei Lieder („Wiegenlied“, „Erinnerung“, „Der Rose Bitte“) für mittlere Singstimme mit Klavierbegleitung, op. 39, T.: R. Gernss, entstanden 1884, 1888, 1890, Berlin: Raabe & Plothow, 1892; Neuausgabe [3] in Frauen komponieren: 25 Lieder für Singstimme und Klavier. Eva Rieger, Käte Walter (Hg.). Mainz: Schott Musik International, 1992.


    Drei Lieder („Wie dir, so mir“, „In der Mondnacht“, „Ich habe die Blumen so gern“) für eine Altstimme und Violine mit Klavierbegleitung, op. 45, T.: Julius Kerner [1, 2], Peter Cornelius [3], gewidmet Hrn. und Fr. Haape, entstanden 1898, Leipzig: Kahnt Nachfolger, 1898.


    Drei Duette („Die Spinnerin“, „Fischerlied“, „Im Winter“) für Sopran und Alt mit Klavierbegleitung, op. 50, T.: Max Bernstein [1], E. F. Scherenberg [2], G. Pfarrius [3], entstanden 1882, 1898, 1899, Manuskript.


    Acht Kinderlieder („Der Abend“, „Vom kranken Zeiserl“, „Das Steckenpferd“, „Die Biene“, „Tanzlied“, „Sehnsucht“, „Vergnügen“, „Kindergebet“) mit Klavierbegleitung, op. 52, T.: Carl Hahn [3], Hoffmann von Fallersleben [4], entstanden 1881/99, Manuskript.


    Zwei Gesänge („Unsterblichkeit“, „Hymnus“) aus „Urania“ von Christoph August Tiedge für höhere Stimme mit Klavier, op. 56, entstanden 1901, 1903, Manuskript.


    Tre melodie per canto („Voi siete l’alba“, „Primo Bacio“, „Gondoliera“), op. 58, T.: Francesco Dall’Ongaso [1], Ferrucio F. Corrachetti [2], Rafaele Salustri [3], Al distinto maestro di canto Signore Alfredo de Giorgio a Roma, entstanden 1903, Manuskript.


    „Der 100. Psalm für Sopran mit Klavier oder Orgel im alten Style“, op. 62, gewidmet meiner lieben jüngeren Freundin, Frau Marie Brebeck, entstanden 1921, Manuskript.


    „Gode Nacht“ von Th. Storm für tiefe Stimme und Klavier, o. op., gewidmet Frau Geheimrat Haape zum 27ten Februar 1912, entstanden am 23. Februar 1912, Manuskript.


    „Der Rhein“ für mittlere Stimme und Klavierbegleitung, o. op., T.: Luise Hitz, entstanden vermutlich 1886, Köln: 1. Beilage zu Nr. 5 der Neuen Musikzeitung, 7. Jg., Tonger, 1886.



    3. Chormusik


    Fünf gemischte Chöre a cappella („Der schlummerlosen Sonne“, „Beweint sie“, „Müde bin ich“, „Neuer Frühling“, „Ein geistlich Abendlied“), op. 9, T.: George Gordon (Lord) Byron [1, 2], Luise Hensel [3], Otto Roquede [4], G. Kinkel [5], gewidmet der Königlichen Vokalkapelle in München, entstanden 1877, Köln: Tonger (Carl Rühle, Reudnitz/Leipzig), 1880.


    Zwei Balladen („Der kühne Schiffer“, „Die Vätergruft“) für gemischten Chor mit Klavierbegleitung, op. 16, T.: S. Chr. Pape [1], Ludwig Uhland [2], gewidmet Herrn Prof. M. Sachs in München, entstanden 1878, Kassel/Leipzig: Voigt, 1880.


    Zwei gemischte Chöre a cappella („Der Einsiedler an die Nacht“, „Lied“), op. 20, T.: Joseph von Eichendorff [1], Emanuel Geibel [2], entstanden 1875, Köln: Tonger in „Troubadour“ Nr. 95, 1879.


    Zwei Männerchöre („Thürmerlied“, „Lied“), op. 36, T.: Emanuel Geibel, entstanden 1886, Manuskript.


    „Miriams Lied“ für Solo und Frauen- oder Knabenchor mit Klavierbegleitung in der mixolydischen Tonart, op. 51, T.: Thomas Moore, entstanden 1899, Manuskript.


    Zwei Frauenchöre („Der Wind, der wandernde Wind“, „Schneeglöckchen“) mit Klavierbegleitung, op. 60, T.: Felicia Hemans übs. von Peter Cornelius [1], G. Scheuerlin [2], gewidmet dem Frauenchor in Baden-Baden, entstanden 1904, Manuskript.


    „Vater unser“ für gemischten Chor a cappella (oder Altstimme mit Klavierbegleitung), op. 61, gewidmet dem evangelischen Kirchenchor in Baden-Baden, entstanden am 3. April 1918, Baden-Baden: Emil Sommermeyer, 1918.


    „Sanctus“ für vierstimmigen Frauenchor a cappella, op. 65, entstanden am 18. Februar 1926, Manuskript.



    4. Werke für Soli, Chor und Orchester


    „Ruth“, Biblische Szenen für Soli, Chor und Orchester, op. 27, T.: Robert Musiol, entstanden 1881-1882, UA München 5.3.1883, Leipzig: Kahnt (Kahnt Nachfolger), 1885.


    „Hadumoth“, Szenen aus Scheffels „Ekkehard“ für Soli, Chor und Orchester, op. 40, T.: gedichtet von Luise Hitz, zusammengestellt von der Komponistin, entstanden 1886-1891, UA Baden-Baden 19.11.1894, Eigener tachographischer Druck 1893; „Hegauer Tanz und Chor“ für Klavier allein gesetzt von der Komponistin: Baden-Baden: Emil Sommermeyer, 1912.



    B. Instrumentalmusik


    1. Orchestermusik


    Konzertouvertüre für großes Orchester, op. 23, gewidmet dem Großherzog Friedrich und Großherzogin Luise von Baden (Titelblatt überklebt), entstanden 1880, Partitur und vierhändiges Arrangement: Manuskript.


    Fantasie für Klavier mit Orchesterbegleitung, op. 25, entstanden 1881, Partitur und Arrangement für zwei Klaviere: Manuskript.


    Konzert für Klavier mit Orchesterbegleitung, op. 37, d-Moll, entstanden 1887/1888, UA Baden-Baden 20. Oktober 1922, Partitur und Arrangement für zwei Klaviere: Manuskript.


    Sinfonie F-Dur für großes Orchester, op. 41, entstanden 1894, UA Baden-Baden 29. März 1895, Manuskript.


    „Hohenbaden“, Sinfonische Dichtung für Orchester, op. 43, entstanden 1896-1897, UA Baden-Baden 25. Februar 1898, Manuskript (evtl. nicht autograph).



    2. Kammermusik


    Trio d-Moll für Klavier, Violine und Violoncello, op. 15, gewidmet dem königlich bayerischen Kammermusiker Herrn Franz Brückner, entstanden 1877, Elberfeld: Küpper 1880; Neuausgabe Kassel: Furore Verlag, o. J..


    Quartett f-Moll für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, op. 28, gewidmet dem hochverehrten Meister Herrn Generaldirektor Dr. Franz Lachner, entstanden 1883, Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1885.


    Quartett g-Moll für zwei Violinen, Viola und Violoncello, op. 34, entstanden 1885, UA Baden-Baden 24.2.1908, Manuskript; Neuausgabe hrsg. von Barbara Gabler, Kassel: Furore-Verlag, 2000; bzw. hrsg. von Hector Valdivia, Bryn Mawr, PA: Hildegard Publishing Company, 2001.


    Quintett für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli (alt. zwei Violininen, Viola, Violoncello, Kontrabass) op. 54, gewidmet Herrn Oscar Braun-Zundel, entstanden 1900, hg. von Barbara Gabler, Kassel: Furore-Verlag 2010.



    3. Klaviermusik


    Drei Klavierstücke (Fantasiestück, Lied, Melodie), op. 1, Herrn Hofkapellmeister W. Kalliwoda in Dankbarkeit zugeeignet, entstanden 1874, Bremen: Präger & Meier (Carl Rühle, Reudnitz/Leipzig), 1876.


    Konzertetüde für Klavier, op. 2, gewidmet Herrn Prof. Josef Rheinberger, entstanden 1874, Bremen: Präger & Meier (Carl Rühle, Reudnitz/Leipzig), 1876.


    Original-Thema mit Variationen für Klavier, op. 3, gewidmet Herrn Dr. Hans von Bülow, entstanden 1874, Bremen: Luckhardt (Raabe & Plothow, Berlin), 1877.


    Sonate für Klavier, op. 8, gewidmet meinen lieben Eltern, entstanden 1875, Bremen: Luckhardt (Raabe & Plothow, Berlin), 1878; Neuausgabe [nur 1. Satz] in: Frauen komponieren. 22 Klavierstücke des 18. – 20. Jahrhunderts. Eva Rieger/Käthe Walter (Hg.). Mainz: Schott Musik International, 1985.


    Acht Präludien für Klavier, op. 12, gewidmet Vilma Le Beau [Luise Adolpha Le Beaus Cousine], entstanden 1876, Kassel/Leipzig: Voigt (Ries & Erler, Berlin), 1881; Reprint Berlin: Ries & Erler, 1987.


    Form- und Fingerstudien, 6 Fugen für Klavier, op. 21, entstanden 1878, Manuskript.


    Improvisata, Klavierstudie für die linke Hand allein, op. 30, entstanden 1884, Hamburg: Cranz, 1885.


    Gavotte für Klavier, op. 32, entstanden 1884, Hamburg: Cranz, 1885.


    Ballade h-Moll für Klavier, op. 47, entstanden 1898, Manuskript.


    Drei alte Tänze für Klavier (Tre Danze Antiche per Pianoforte), op. 48, entstanden 1889, 1898, Mailand: Ricordi, 1900.


    Deutscher Reigen, Klavierstück, op. 49, entstanden 1899, Manuskript.


    Trauermarsch d-Moll für Klavier, op. 53, gewidmet dem Andenken an die Mutter Karoline Le Beau, entstanden 1900, Manuskript.


    Drei Klavierstücke (Etüde, Nocturne, Mazurka), op. 57, entstanden 1903, Manuskript.


    Barcarole für Klavier, op. 59, entstanden 1905, Manuskript.


    „Im Walde“, Klavierstück, op. 63, entstanden am 14. Januar 1924, UA Baden-Baden 26. Februar 1925, Manuskript.


    „Abendklänge“, Klavierstück, op. 64, entstanden am 24. Januar 1924, UA Baden-Baden 26. Februar 1925, Manuskript.


    Klavierstück in der phrygischen Tonart, o. op., entstanden 1886, Druck in: Hermine Bovet. Theoretisch praktische Klavierschule. Köln: Tonger ca. 1895.


    Kadenz zum ersten Satz von L. Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll [op. 37], o. op., Manuskript.


    Kadenzen zum ersten und dritten Satz von Mozarts Klavierkonzert d-Moll [KV 466], o. op., entstanden 1876.


    Neuausgabe sämtlicher Klavierwerke: Luise Adolpha Le Beau. Complete works for piano, Madeleine Stucki (Hg.), 2 Bde., Mainz: Schott Musik International, 2001.



    4. Werke für Violine


    Sonate für Violine und Klavier, op. 10, gewidmet dem königlich bayerischen Konzertmeister und Inspector der königlichen Musikschule in München Herrn Prof. Ludwig Abel, entstanden 1875, Kassel/Leipzig: Voigt (Ries & Erler, Berlin), 1881; Neuausgabe mit Einführung von Hector Valdivia, Bryn Mawr, PA: Hildegard Publishing Company, 2001.


    Fünf leichte Stücke (Mazurka, Gavotte, Romanze, Schlummerlied, Präludium) für Violine und Klavier, op. 13, entstanden 1874, 1876, 1877, Köln: Tonger (Carl Rühle, Reudnitz/Leipzig), 1880.


    Romanze für Violine mit Klavierbegleitung, op. 35, entstanden 1886, Darmstadt: Bölling (P. J. Tonger, Köln), 1886; Neuausgabe in: Frauen komponieren. 13 Stücke für Violine und Klavier. Barbara Heller/Eva Rieger (Hg.). Mainz: Schott Musik International 1994.


    Canon für zwei Violinen mit Klavierbegleitung, op. 38, entstanden 1887, Halle a. S.: A. Michaelis (C. F. Schmidt, Heilbronn, Ausgabe auch für vl, vla, pf, Heilbronn 1892), 1887; Neuausgabe Renningen: C. F. Schmidt, 1990.


    Elegie für Violine und Klavierbegleitung, op. 44, gewidmet dem Andenken an den Vater Wilhelm Le Beau, entstanden 1897, Leipzig: F. Schuberth jun., 1899.


    Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 e-Moll, op. 46, entstanden 1898, Manuskript.


    Fünf Stücke (Wiegenlied, Polka, Duett, Bolero, Barcarole) für Violine und Klavier, op. 65a ([1] – [3] Bearbeitungen aus „Der verzauberte Kalif“), [1 – 4] entstanden vermutlich 1926, [5] vor 1886, Manuskript, [5] Köln: Tonger, Musikbeilage zur Neuen Musikzeitung, 1886.



    5. Werke für Viola


    Drei Stücke für Viola (Nachtstück, Träumerei, Polonaise) mit Klavierbegleitung, op. 26, entstanden 1881, Leipzig: Kahnt (Kahnt Nachfolger Reprint, C. F. Kahnt, Frankfurt), 1884; Neuausgabe Kassel: Furore-Verlag, 2000; Reprint der Leipziger Ausgabe mit Einleitung von Susan Eileen Pickett, Bryn Mawr, PA: Hildegard Publishing Company, 1995; Winterthur: Amadeus Verlag, 2004.



    6. Werke für Violoncello


    Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier [auch für Violine eingerichtet], op. 17, entstanden 1878, Leipzig/Hamburg: August Cranz, 1882; Neuausgabe Barbara Gabler (Hg.), Kassel: Furore-Verlag, 2001.


    Vier Stücke (Romanze, Gavotte, Wiegenlied, Mazurka) für Violoncello mit Klavierbegleitung, op. 24, entstanden 1881, Leipzig/Winterthur: I. Rieter-Biedermann, 1882; Neuausgabe: Four pieces for Cello and Piano Op. 24. Susan Tephly (Hg.), Bryn Mawr, PA: Hildegard Publishing Company, 1995; [1] in Frauen komponieren. 14 Stücke für Violoncello und Klavier, Barbara Heller, Eva Rieger (Hg.), Mainz: Schott Musik International, 1999; Kassel: Furore Verlag, o. J..



    7. Werke für Harfe


    Romanze für Harfe, op. 31, entstanden 1884, Manuskript.



    C. Zweifelhafte Werke


    Nebeltag, „Nun weicht er nicht mehr“ für gemischten Chor, o. op., Leipzig: Rühle in „Troubadour“ Nr. 109, o. J..


    Barcarole für Violine und Violoncello mit Klavierbegleitung, o. op., Köln: Tonger, 1. Beilage Nr. 5 der Neuen Musikzeitung, 7. Jg, 1886.


    Der Einsiedler an die Nacht, „Komm Trost der Welt“ (Gesang), o. op., Leipzig: Rühle Troubadour Nr. 95, o. J..


    Auf den Tod Kaiser Friedrichs, Lied mit Klavierbegleitung, o. op., Manuskript verbrannt.



    D. Unter Luise Adolpha Le Beaus Namen veröffentlichte Kompositionen ihres Vaters Wilhelm Le Beau


    „Im Sängersaal“, Ballade von Oskar Redwitz für Bariton oder Alt mit Orchesterbegleitung, op. 22, von Wilhelm Le Beau [auf seinen Wunsch unter dem Namen der Tochter in ihr Werkverzeichnis aufgenommen und mit Opuszahl versehen], entstanden 1880, Manuskript.


    Zwei Gesänge („An den Ufern des Ayr“, „O kehre bald zurück“) für eine tiefere Stimme mit Klavierbegleitung, op. 29, T.: Robert Byrns [1], Thomas Moore (Übs. F. Freiligrath) [2], von Wilhelm Le Beau [auf seinen Wunsch unter dem Namen der Tochter in ihr Werkverzeichnis aufgenommen und mit Opuszahl versehen] entstanden 1884, Manuskript.


    Zwei Balladen („Das Weib des Räubers“, „Die Insulanerin“) für eine Singstimme mit Klavier, op. 42, T.: Joseph Freih. von Zedlitz [1], Mosenthal [2], von Wilhelm Le Beau [auf seinen Wunsch unter dem Namen der Tochter in ihr Werkverzeichnis aufgenommen und mit Opuszahl versehen], entstanden 1896, Manuskript.


    Vier Gesänge („Nordmännerlied“, „Rheinsage“, „Ständchen“, „Grabgesang“) für Männerchor, op. 19, T.: Victor von Scheffel [1], Emanuel Geibel [2], Wilhelm Le Beau [3], Wilhelm Hauff [4], [3, 4] komponiert von Wilhelm Le Beau [auf seinen Wunsch unter dem Namen der Tochter in ihr Werkverzeichnis aufgenommen und mit Opuszahl versehen], entstanden 1879, Köln: Tonger (Carl Rühle, Reudnitz/Leipzig), 1883.



    E. Schriften (Auswahl)


    Le Beau, Luise Adolpha. „Über die musikalische Erziehung der weiblichen Jugend“. In: Allgemeine Deutsche Musik-Zeitung. JG 5. 1.11.1878. S. 365-366. [Geschrieben als Antwort auf „Über die Reform unserer Musik-Schulen“ von Eugen Lünning. In: Allgemeine Deutsche Musik-Zeitung. JG. 5.1878. S. 341-343, 349-351].


    Le Beau, Luise Adolpha. „Der Ring des Nibelungen. Erste Gesamtaufführung in München“. In: Allgemeine Deutsche Musikzeitung. JG 5. 28.11.1878. S. 401-402.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Das Passionsspiel in Oberammergau“. In: Allgemeine Deutsche Musikzeitung. 3./10./17.9.1880. S. 281-283, 289-291, 297-299.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Stammbaum der Familie Bach“. In: Allgemeine Musikzeitung, Tonger [?], o. O.: 1884.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Die Musik als weiblicher Beruf“. In: Aus der Töchterschule ins Leben. Amalie Baisch (Hg.). Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1889. S. 363-382.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Componistinnen des vorigen Jahrhunderts“. In: Neue Zeitschrift für Musik. Bd. 86. H. 51. 1890. S. 569-571, H. 52. S. 583f..


    Le Beau, Luise Adolpha. „Der Orgelmann von Putbus“. In: Frankfurter Journal o. O.: 1891, S. unbekannt.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Erinnerungen eines alten Flügels“. In: Neue Berliner Musikzeitung. Nr. 18. 28.4.1892. Wiederabdruck in: Badeblatt. Baden-Baden: 17./18.9.1900.


    Le Beau, Luise Adolpha. Briefe nach Rom [Reisetagebuch]. 1907.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Über die phrygische Tonart“. In: Badeblatt. Baden-Baden: 1908


    Le Beau, Luise Adolpha. Reisen nach Neapel und Sizilien etc. in den Jahren 1908 und 1910 [Reisetagebücher]. 1908, 1910.


    Le Beau, Luise Adolpha. Die musikalische Bibliothek weiland Ihrer königlichen Hoheit der Großherzogin Sophie von Baden und das Karlsruher Musikleben in den Jahren von 1830–1860. Karlsruhe: 1908.


    Le Beau, Luise Adolpha. Reisen in den Jahren 1909 und 1911 nach Italien [Reisetagebücher]. 1909, 1911.


    Le Beau, Luise Adolpha. Lebenserinnerungen einer Komponistin. Reprint der 1. Auflage von 1910 herausgegeben von Ulrike B. Keil und Willi H. Bauer anläßlich des 150. Geburtstages der Komponistin. Gaggenau: Verlag Willi Bauer, 1999 [auch online unter http://ngiyaw-ebooks.de/ngiyaw/lebeau/lebenserinnerungen/lebenserinnerungen.htm, ohne Inhaltsverzeichnis und Anmerkungen].


    Le Beau, Luise Adolpha. Reisen durch Wittenberg, Bayern und Schweiz. [Reisetagebuch]. 1912.


    Le Beau, Luise Adolpha. Reise nach Paris und Nordfrankreich [Reisetagebuch]. 1914.


    Le Beau, Luise Adolpha. „Baden-Baden als Musikstadt“. In: Baden-Badener Tageblatt, 28.5./4.6.1922 [wieder abgedruckt in: Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in Baden-Baden. Stadt Baden-Baden (Hg.), Katalog von Joachim Draheim und Sonja Seebold. Baden-Baden: 2000. S. 63-67].


    „Luise Adolpha Le Beau“. [Auszüge aus den Lebenserinnerungen] Ausgewählt und übersetzt von Judith E. Olson. In: Women in Music: an Anthology of Source Materials from the Middle Ages to the Present. Carol Neuls-Bates (Hg.). New York: 1982. S. 167-174.

    Repertoire

    Neben ihren eigenen Kompositionen für Klavier und den jeweiligen Klavierbegleitungen zu ihren Liedern und ihrer Kammermusik gehörten Klavierkonzerte und solistische Werke für Klavier und kammermusikalische Besetzungen von Johann Sebastian Bach bis zu Franz Liszt und Josef Rheinberger, der ihr seine Toccata für Klavier op. 104 gewidmet hatte, zu Le Beaus Repertoire. Eine vollständige Repertoireliste kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. In ihrer Autobiografie nennt sie lediglich vereinzelte Aufführungen von Werken, sofern diese im Zusammenhang mit entscheidenden Stationen ihres Lebens stehen (z. B. ihr erster öffentlicher Auftritt) oder mit bestimmten Personen verknüpft sind (z. B. Stücke, die im Unterricht mit Clara Schumann erarbeitet wurden).


    Nachgewiesen sind Aufführungen folgender Werke im Programm eines Konzertes, das Luise Adolpha Le Beau am 11. November 1903 in Baden-Baden spielte (es handelte sich um ein Benefiz-Konzert zugunsten des „Allgemeinen Frauen-Vereins“ und der Stulz’schen Waisen-Anstalt in Lichtenthal. Abdruck in: Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in Baden-Baden. Stadt Baden-Baden/Kulturamt (Hg.), Katalog von Joachim Draheim und Sonja Seebold. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2000. S. 71):


    Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier d-Moll, op. 31 Nr. 2


    Johann Sebastian Bach: Chromatische Fantasie BWV 903


    Wolfgang Amadeus Mozart: Andante in F-Dur (vermutlich KV 616 in einer Bearbeitung für Klavier)


    Domenico Scarlatti: Capriccio in E-Dur, L375


    Peter I. Tschaikowsky: Chant sans paroles (o. op.)


    Moritz Moszkowski: Etude G-Dur, op. 18


    Anton Rubinstein: Barcarole Nr. 4 G-Dur (o. op.)


    Felix Mendelssohn Bartholdy: Frühlingslied op. 62 Nr. 6


    Adolf Jensen (Bearbeitung von Rudolph Niemann): Murmelndes Lüftchen op. 21 Nr. 4


    Richard Wagner (Bearbeitung von Carl Tausig): Siegmunds Liebesgesang


    Robert Schumann: Romanze Fis-Dur, op. 28


    Franz Liszt: Soirée de Vienne. Valse caprice d’après Schubert A-Dur S427


    Frédéric Chopin: Etude As-Dur, op. 25


    Joachim Raff: Rigaudon op. 204 Nr. 3

    Quellen

    Dokumente


    Le Beau, Wilhelm [Luise Adolpha Le Beaus Vater]. Brief an Joseph Gabriel Rheinsberger. Juli 1876. Manuskript in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München.



    Ikonografische Quellen


    Fotographie von 1872, L. Wagner, Karlsruhe (Privatbesitz).


    Stahlstich von 1880, in: Kritiken über Kompositionen von Luise Adolpha Le Beau, 1876–1925, 4 Bände (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Sign. Dl 129 rara).


    Fotographie von 1880, in: Le Beau, Luise Adolpha. Lebenserinnerungen einer Komponistin. Baden-Baden: Emil Sommermeyer, 1910, S. 78.


    Lithographie von 1886, in: Neue Musik-Zeitung, 7/1886, Nr. 5 vom 13.12.1885, S. 1 (Stadtmuseum Baden-Baden).


    Fotographie von 1893, in: Le Beau, Luise Adolpha. Lebenserinnerungen einer Komponistin. Baden-Baden: Emil Sommermeyer, 1910, S. 199.


    Fotographie von 1909, in: Le Beau, Luise Adolpha. Lebenserinnerungen einer Komponistin. Baden-Baden: Emil Sommermeyer, 1910, S. 2.



    Zeitgenössische Quellen


    Anon. „Le Beau, Adolpha“. In: Abert, Hermann/Einstein, Albert. Illustriertes Musiklexikon. Stuttgart: 1927.


    Anon. „L. A. Le Beau. Eine dt. Komponistin“. In: Neue Bonner Zeitung am 3. Dez. 1917.


    Anon. „L. A. Le Beau†“. In: Badeblatt Baden-Baden 18. Juli 1927.


    Anon. „Luise Adolpha Le Beau (Todesnachrichten)“. In: Neue Zeitschrift für Musik 9 (1927). S. 527.


    Anon. „Luise Adolpha Le Beau (Todesnachrichten)“. In: Neue Musik-Zeitung 3 (1927). S. 524.


    Anon. „Le Beau, Luise Adolpha“. In: Baker, Theodore. Baker’s biographical dictionary of musicians. New York: 1900.


    Anon. „Le Beau, Luise Adolpha“. In: Brockhaus Conversationslexikon Bd. 10. Berlin/Wien: 14. Aufl., 1898.


    Breslaur, Emil. „Le Beau, Luise Adolpha“. In: Breslaur, Emil (Hg.). Julius Schuberth’s Musikalisches Conversationslexikon. Elfte, gänzlich umgearbeitete und bedeutend vermehrte Auflage. Leipzig: Verlag J. Schuberth & Co., o. J.. [Artikel über Le Beau S. 308-309].


    Elson, Arthur. Woman’s work in music. Boston: Page, 1904 [Kapitel über Le Beau S. 164-171, auch online abrufbar unter http://www.gutenberg.org/etext/20571]


    Hanslick, Eduard. Concerte, Componisten und Virtuosen, 1884. Berlin: 1886. Darin: „Die Komponistin Luise Adolpha Le Beau“ S. 444-447.


    Hitz, Luise. „Die erste hervorragende Komponistin“. In: Deutsche Frauenblätter. Allgemeine Zeitung für Fraueninteressen. Jg. 5. Nr. 48, 1885.


    Michaelis, Alfred. Frauen als schaffende Tonkünstler. Ein biographisches Lexikon. Leipzig 1888. Artikel über Le Beau S. 24-26.


    Morsch, Anna. Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart. Berlin: 1893. Artikel über Le Beau S. 37-38.


    Musiol, Robert. „Luise Adolpha Le Beau“. In: Die Tonkunst, 1.4.1882. S. 105-106.


    Rheinberger, Joseph Gabriel. Briefe und Dokumente seines Lebens. Wanger, Harald/Irmen, Hans-Josef (Hg.). Vaduz: 1982. Eintrag zu Le Beau in Bd. IV, S. 181.


    Riemann, Hugo. Musik-Lexikon von Hugo Riemann. Leipzig: 1882 (fortlaufend). Artikel über Luise Adolpha Le Beau in: Sechste, vollständig umgearbeitete Auflage. Leipzig: Max Hesses Verlag, 1905. S. 750.


    Kritiken über Kompositionen von Luise Adolpha Le Beau, 1876–1925. Vier Sammelalben auf Mikrofilm (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv, Sign. Dl 129 rara.



    Neuere Schriften


    Borchard, Beatrix. „Ein Frauenzimmer muss nicht komponieren wollen...“: Bedingungen künstlerischer Arbeit für Frauen im 19. Jahrhundert am Beispiel von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy, Clara Schumann und Luise Adolpha Le Beau“. In: Bruckner-Symposion: Zum Schaffensprozess in den Künsten. Renate Grasberger (Hg.). Wien: Musikwissenschaftlicher Verlag, 1997. S. 45-56.


    Borchard, Beatrix. „Frau oder Künstlerin. Musikerinnen im Deutschland des 19. Jahrhunderts“. In: Professionalismus in der Musik. Arbeitstagung in Verbindung mit dem Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz vom 22. bis 25. August 1996. Christian Kaden, Volker Kalisch (Hg.). Essen: Verlag Die Blaue Eule, 1999. S. 115-122.


    Cobbett, Walter Wilson. Cobbett’s cyclopedic survey of chamber music compiled and edited by Walter Wilson Cobbett with a preface by W. H. Hadow. Oxford/London: University Press, Humphrey Milford, 1929-1930.


    Cohen, Aaron I.. International Encyclopedia of Women Composers. New York: R. R. Bowker Co., 1981. Eintrag zu Le Beau S. 403-404.


    Gordienko, Marina. „Luise Adolpha Le Beau“. In: Komponisten der Gegenwart. Loseblatt-Lexikon-Nachlieferung IV. München: text + kritik, 1994.


    Höft, Brigitte. „Frauen in der Musik. Komponistinnen aus neun Jahrhunderten“. In: Neue Zeitschrift für Musik. CXLIII/6-7, 1982. S. 16-22.


    Irmen, Hans-Josef. „Das Oratorium in München und der Münchner Oratorienverein“. In: Religiöse Musik in nicht-liturgischen Werken von Beethoven bis Reger. Walter Wiora (Hg.). Regensburg: Bosse, 1978. S. 233-246.


    Irmen, Elisabeth und Hans-Josef. „Meisterschülerin Luise Adolpha Le Beau“. In: Gabriel Josef Rheinberger und Franziska von Hoffnaass. Eine Musikerehe im 19. Jahrhundert. Zülpich: Prisca, 1990. S. 280-288.


    Keil, Ulrike Brigitte. Luise Adolpha Le Beau und ihre Zeit. Untersuchungen zu ihrem Kammermusikstil zwischen Traditionalismus und „Neudeutscher Schule“. (= Europäische Hochschulschriften: Reihe 36, Musikwissenschaft, Bd. 150). Frankfurt a. M.: Peter Lang, 1996.


    Keil, Ulrike Brigitte. „Das Hirtenmädchen Hadumoth: Ein Oratorium nach Szenen aus Josef Viktor von Scheffels „Ekkehard“, komponiert von Luise Adolpha Le Beau“. In: Musik in Baden-Württemberg. Band 4, 1997. S. 99-115.


    Keil, Ulrike Brigitte. „Luise Adolpha Le Beau: Beziehungen zwischen Lebenssituation und der ungewöhnlichen Struktur und Idee ihres Streichquartetts op. 34“. In: Gender Studies & Musik: Geschlechterrollen und ihre Bedeutung für die Musikwissenschaft. Fragner, Stefan (Hg.). Regenburg: Con Brio, 1998. S. 41-51.


    Keil, Ulrike Brigitte. „Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in München (1874 – 1885)“. In: Frauenleben in München. Lesebuch zur Geschichte des Münchner Alltags. Landeshauptstadt München (Hg.). München: Buchendorfer Verlag, 1993. S. 225-232.


    Keil, Ulrike Brigitte. „Le Beau, Luise Adolpha“. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik begründet von Friedrich Blume. Zweite, neubearbeitete Ausgabe herausgegeben von Ludwig Finscher. Personenteil, Bd. 10. Kassel u. a.: Bärenreiter, 2003. Sp. 1383-1385.


    Keil, Ulrike Brigitte. „Luise Adolpha Le Beau. Mit Vergnügen zum Zwecke der Verarbeitung komponiert“. In: Komponistinnen . Dokumentation des Internationalen Festivals Women in Music 5, 1988. Heidelberg: 1989. S. 261-271.


    Kupsa, Renate. „Lebenserinnerungen einer Komponistin. Luise Adolpha Le Beau.“ In: Troubadoura. Juni 1979. S. 16-17, 22-23.


    Laurence, Anja. Women of notes. 1.000 women composers born before 1900. New York: 1978. Artikel über Le Beau S. 70.


    „Luise Adolpha Le Beau“. [Auszüge aus den Lebenserinnerungen] Ausgewählt und übersetzt von Judith E. Olson. In: Women in Music: an Anthology of Source Materials from the Middle Ages to the Present. Carol Neuls-Bates (Hg.). New York: 1982. S. 167-174.


    Luise Adolpha Le Beau. Eine Komponistin in Baden-Baden. Stadt Baden-Baden/Kulturamt (Hg.), Katalog von Joachim Draheim und Sonja Seebold. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2000.


    Olivier, Antje/Braun, Sevgi. Komponistinnen aus 800 Jahren. Kamen: Sequentia-Verlag, 1996, Artikel über Le Beau S. 239-241.


    Olivier, Antje/Weingartz-Perschel, Karin. „Le Beau, Luise Adolpha“. In: Komponistinnen von A bis Z. Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik (Hg.). Düsseldorf: Tokkata-Verlag, 1988. S. 186-187.


    Olson, Judith E.. „Luise Adolpha Le Beau. Composer in Late Nineteenth-Century”. In: Women Making Music: The Western Art Tradition 1150-1950. Jane Bowers, Judith Tick (Hg.). Urbana und Chicago: University of Illinois Press, 1987. S. 282-303.


    Olson, Judith E.. „Le Beau, Luise Adolpha”. In: The New Grove Dictionary of Women Composers. Julie Anne Sadie, Rhian Samuel (Hg.). London: The Macmillan Press Limited, 1994. S. 269-271.


    Olson, Judith E.. „‘Sollte eine oder die andere meiner Kompositionen wert sein, späteren Generationen noch zu gefallen, so habe ich nicht umsonst geschrieben.’“. In: Annäherung XIII – an sieben Komponistinnen. Portraits und Werkverzeichnisse. Clara Mayer (Hg.). Kassel: Furore-Verlag, 2003. S. 137-174.


    Rebmann, Martina. „Luise Adolpha Le Beau: Lebenserinnerungen einer Komponistin. Gestaltete Biographie - geformte Erinnerung“. In: Musik in Baden-Württemberg, Jahrbuch. Gabriele Busch-Salmen, Walter Salmen und Markus Zepf (Hg.). München 14 (2007), S. 49-71 [online abrufbar unter: http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/lebeau.php].


    Rebmann, Martina. „Zum 80. Todestag von Luise Adolpha Le Beau 1850–1927. Erinnerungen an die Musikerin und Lehrerin“. In: Viva Voce. Archivnachrichten des internationalen Arbeitskreises Frau und Musik. H. 79. 2007. S. 19-23.


    Rieger, Eva. „Luise Adolpha Le Beau“. In: Frau und Musik – Frühe Texte (= Die Frau in der Gesellschaft. Frühe Texte). Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbücher 1980. Artikel mit Exzerpten aus Le Beaus Lebenserinnerungen, den Aufsätzen „Über die Erziehung der weiblichen Jugend“ und „Über die Reform unserer Musikschulen“ S. 45-59, 127-133, 229-230.


    Roth, Karoline. „„...männlich, nicht wie von einer Dame komponiert“. Luise Adolpha Le Beau, der „Königin der komponierenden Frauen“ zum 80. Todestag 2007“. In: Tableau Musical. H. 4. 2007. S. 4.


    Seimer, Annette. „Biographische Notizen zu Luise Adolpha Le Beau“. In: Komponistinnen in Berlin. Bettina Brand, Martina Helmig, Barbara Kaiser, Birgit Salomon und Adje Westerkamp (Hg.). Berlin: Musikfrauen e. V., 1987. S. 180-182, 199-204.


    Tumat, Antje. „Luise Adolpha Le Beau (1850-1927) - Die Symphonische Dichtung Hohen-Baden“. In: klangwelten : lebenswelten - komponistinnen in südwestdeutschland; [eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek vom 6. Oktober 2004 bis 3. Januar 2005 und der Württembergischen Landesbibliothek vom 2. Februar bis 24. März 2005]. Reiner Nägele und Martina Rebmann (Hg.). Stuttgart: Württembergische Landesbibliothek, 2004. S. 125-149.


    Unseld, Melanie. „Eine weibliche Sinfonietradition jenseits von Beethoven? Luise Adolpha Le Beau und ihre Sinfonie op. 41“. In: Maßstab Beethoven? Komponistinnen im Schatten des Geniekults. Bettina Brand, Martina Helmig (Hg.). München: Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, 2001. S. 24-44.


    Weissweiler, Eva. Komponistinnen aus 500 Jahren. Eine Kultur- und Wirkungsgeschichte in Biographien und Werkbeispielen. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1981. Darin Kapitel: Clara Schumann und Louise [sic!] Adolpha Le Beau. S. 255-296.


    Wickes, Lewis. „Einige Überlegungen zu Programm und Struktur des Streichquartetts op. 34 von Luise Adolpha Le Beau“. In: Komponistinnen in Berlin. Bettina Brand, Martina Helmig, Barbara Kaiser, Birgit Salomon und Adje Westerkamp (Hg.). Berlin: Musikfrauen e. V., 1987. S 182-192.



    Diskographie


    Belle Epoque: Works for Piano & Cello. Zürich: Sonimex, 2000. Cecylia Barczyk (Cello), Madeleine Stucki (Klavier) [Vier Stücke für Violoncello und Klavier op. 24, Barcarole op. 65a Nr. 5, Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier op. 17].


    :debut – Studentinnen der Hochschule für Musik Köln, Abteilung Wuppertal, singen Lieder von Komponistinnen. Bamberg: Cavalli Records, 2002. Jenny Haecker (Sopran), Matthias Wierig (Klavier) [Frühlingsnacht op. 18].


    Emilie Mayer (1812 – 1883). Symphonie Nr. 5 f-Moll; Fanny Hensel (1805 – 1847). Hero und Leander; Luise Adolpha Le Beau (1850 – 1927). Klavierkonzert d-Moll op. 37. Berlin: Dreyer-Gaido, 2003. Maacha Deubner (Sopran), Katia Tchemberdji (Klavier), Kammersymphonie Berlin (Jürgen Bruns).


    Faszination Frauenmusik. Daniela Steinbach spielt Klavierwerke von Luise Adolpha Le Beau, Ilse Fromm-Michaels, Augusta Holmès und Marianna Martinez. Bretten: Koppenhöfer, 1995, Bd. 2. Daniele Steinbach (Klavier) [Sonate für Klavier a-Moll op. 8].


    Luise Adolpha Le Beau, Kammermusik. Laer: Fono, 1994. Thomas Blees (Violoncello), Maria Bergmann (Klavier), Mendelssohn-Trio [Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier op. 17, Drei Klavierstücke op. 57, Vier Stücke für Violoncello und Klavier op. 24, Trio d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier op. 15].


    Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn? Werke von Clara Schumann, Fanny Hensel, Maria Theresia von Paradis, Helene Liebmann née Riese, Luise Adolpha Le Beau. Kassel: Salto, 1996. Camilla de Souza, Heike Dörr, Igor Beketov, Loredana Franceschini [Vier Stücke für Violoncello und Klavier op. 24, Sonate D-Dur für Klavier und Violoncello und Klavier op. 17].


    Klavierwerke = Oeuvres pour piano. Zürich: Sonimex, 1998. Madeleine Stucki (Klavier) [Drei Klavierstücke op.1, Original-Thema mit Variationen op. 3, Sonate für Klavier a-Moll op. 8, Acht Präludien op. 12, Gavotte op. 32, Ballade h-Moll op. 47, Tre danze antiche op. 48, Drei Klavierstücke op. 57, Barcarole op. 59, Abendklänge op. 64].


    Komponistinnen. Romantische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Münster: Musikwelt, Amphion, 2001. Felicitas Stephan (Violoncello), Elena Margolina (Klavier) [Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier op. 17].


    Clara Wieck Trio. Luise Adolpha Le Beau. Trio d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier op. 15. Louise Farrenc. Klaviertrio Nr. 2 op. 34 d-Moll. Bietigheim-Bissingen: Bayer Records, 1992. Clara Wieck Trio.


    Música, Femenino Singular. o. O.: Edicions Albert Moraleda, 1997. Isabel Rossello (Sopran), Marta Pujol (Klavier) [Frühlingsnacht op. 18, Nr. 5].


    Die Pianofortefabrik Kaim im Wandel der Zeit 1841-1926. Gammelshausen: Gallus Sonorus, 1997. Uta Barbara Schwenk (Violoncello), Rainer Maria Rückschloß (Tasteninstrumente) [Präludien für Klavier op. 12, Nr. 5 und 6, Stücke für Violoncello und Klavier op. 24, Nr. 1 und 4].


    Der romantische Salon. Berlin: Marszalek Schallplatten, 1990. Marianne Boettcher (Violine), Ursula Trede-Boettcher (Klavier) [Romanze für Violine und Klavier op. 35].


    D’un matin de printemps: Kammermusik von Komponistinnen für Violine und Klavier. Werke von Yardena Alotin, Luise Adolpha Le Beau, Lili Boulanger, Margarete Danzi, Violeta Dinescu, Fanny Hensel-Mendelssohn, Grete von Zieritz. Bietigheim-Bissingen: Bayer Records, 1996. Marianne Boettcher (Violine), Ursula Trede-Boettcher (Klavier) [Sonate für Violine und Klavier op. 10].


    Werke bedeutender Komponistinnen für Cello und Klavier. Unna: Internationale Komponistinnen Bibliothek, ca. 1999. Felicitas Stephan (Violoncello), Elena Margolina-Hait (Klavier) [Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier op. 17].


    Werke für Violine und Klavier. Kompositionen von Luise Adolpha Le Beau, Jeannot Heinen, Pantcho Vladigerov. Düsseldorf: Frauenmusik-Vertrieb, ca. 1990. Dora Entcheva (Violine), Maria Bergmann (Klavier) [Sonate für Violine und Klavier op. 10, Drei Klavierstücke op. 57].



    Links


    http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/lebeau.php

    Informationen über den Nachlass Luise Adolpha Le Beaus in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe.


    http://www.le-beau.de

    Informationen zu Konzerten, Kurzbiografie der Komponistin von Brigitte Naber.


    http://www4.karlsruhe.de/kultur/stadtgeschichte/biographien/le_beau/

    Kurzbiografie Luise Adolpha Le Beaus.


    http://www.bad-bad.de/gesch/lebeau.htm

    Kurzbiografie Luise Adolpha Le Beaus.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Luise_Adolpha_Le_Beau

    Kurzbiografie, Links.


    http://www.ambache.co.uk/wBeau.htm

    Kurzinformationen zu ausgewählten Werken Luise Adolpha Le Beaus.


    http://www.recmusic.org/lieder/l/lebeau.html

    Texte von ausgewählten Liedern Luise Adolpha Le Beaus.


    http://www.kalliope-portal.de

    Liste von Autographen und Briefen Luise Adolpha Le Beaus in verschiedenen deutschen Bibliotheken und Archiven.

    Forschung

    Luise Adolpha Le Beaus Nachlass befindet sich in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, wo er durch einen Brand teilweise zerstört wurde. Ein weiterer Teil ihres Nachlasses, vor allem Noten, wurde von der Pianistin Maria Bergmann geborgen. Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe verfügt heute noch über Le Beaus „Übersicht der Versendung meiner Kompositionen angefangen 1873“ [-1926], ihre Reisetagebücher sowie den Briefwechsel mit Verlegern. Sign. K2336, K2337, K2338, K2339, K2340, K2341, K2342, K2343, K2344, K2345, K2346, K2347, K4000.

    Die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv) besitzt die ihr von Luise Adolpha Le Beau selbst vermachten 79 Bände eigener Kompositionen im Autograph (Sign. Mus. ms. Autogr. L. A. Le Beau 1-79 M), 14 eigenhändige Briefe (Sign. Mus. ep. L. A. Le Beau 1-14) sowie 4 von Le Beau zusammengestellte Bände mit Kritiken über ihre Werke (Sign. Dl 129 rara).

    Die Bayerische Staatsbibliothek München besitzt die veröffentlichten Werke sowie die Abschriften von Luise Adolpha Le Beaus Werken, eine Aufsatzsammlung (Sign. Mus. th. 299) und einige Briefe (Sign. Mus. mss. 11832, Mus. mss. 5234, Mus. mss. 13136).

    Ein Brief Luise Adolpha Le Beaus an Joseph Joachim liegt im Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin (Sign. SM 12/25).

    Die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main verfügt über einen Brief Le Beaus an Jakob Friedrich Nicolas Manskopf.

    Ein Verzeichnis der zeitgenössischen Kritiken über Konzerte und Kompositionen Luise Adolpha Le Beaus findet sich in: Ulrike B. Keil. Luise Adolpha Le Beau und ihre Zeit. Untersuchungen zu ihrem Kammermusikstil zwischen Traditionalismus und „Neudeutscher Schule“ (= Europäische Hochschulschriften: Reihe 36, Musikwissenschaft, Bd. 150). Frankfurt a. M.: Peter Lang, 1996. S. 291–296.

    Die zeitgeschichtliche Sammlung des Stadtmuseums und -archivs Baden-Baden enthält Zeitungsartikel über die Komponistin.

    Forschungsbedarf

    Luise Adolpha Le Beaus Lied- und Klavierschaffen fand bisher kaum Berücksichtigung in der musikwissenschaftlichen Literatur, ebenso wenig ihr pädagogisches Wirken und ihre Bedeutung für die musikalische Erziehung von Mädchen im 19. Jahrhundert.

    Ihre Lebenserinnerungen müssten vergleichenden Betrachtungen zu anderen zeitgenössischen Zeugnissen oder Berichten unterzogen werden.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 62355165
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 11929138X
    Library of Congress (LCCN): n89622552
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Annika Forkert, 14.04.2010

    Übersetzung: Nancy Schuman


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 19.04.2010
    Zuletzt bearbeitet am 13.05.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Annika Forkert, Artikel „Luise Adolpha Le Beau“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.5.2014
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Luise_Adolpha_Le_Beau