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  • Louise de Vilmorin

    von Elodie Nel
    Namen:
    Louise de Vilmorin
    Geburtsname: Louise Levêque de Vilmorin
    Lebensdaten:
    geb. in Verrières-le-Buisson, Frankreich
    gest. in Verrières-le-Buisson, Frankreich
    Tätigkeitsfelder:
    Romanschriftstellerin, Dichterin, Liedkomponistin (Melodies und Chansons), Korrespondentin, Initiatorinnen von musikalischen und künstlerischen Salons, Rezitatorin, Librettistin
    Charakterisierender Satz:

    „Votre idéal de bonheur terrestre? Savoir jouer du piano […] Le don de la nature que je voudrais avoir? Musical“.


    ("Ihr Ideal irdischen Glücks? Klavier spielen können. [...] Die Gabe der Natur, die ich gerne hätte? Musikalisch zu sein.")


    Jean Bothorel. Louise ou la vie de Louise de Vilmorin. Paris: Grasset, 1993, S. 310.


    Profil

    Louise de Vilmorin war eine Briefschreiberin, Dichterin und Schriftstellerin, eine Frau, deren literarische Werke berühmt wurden. Louise de Vilmorin setzte sich für die Emanzipation der Frau ein. Sie stellte die Liebe in den Mittelpunkt ihres Lebens und ihrer Arbeit. Sie war mit Orson Welles, Antoine de Saint-Exupéry, Gaston Gallimard und André Malraux befreundet. Aufgrund ihrer Herkunft aus einem großbürgerlichen Milieu überraschten ihre Schriften im surrealen Stil. Ihre Beziehung zur Musik war vielfältig. Die Musik war für sie zunächst Bestandteil ihrer gutbürgerlichen Erziehung. Louise lernte Cello und Gitarre. Musik wurde auch immer wieder in ihren Gedichten und Romanen thematisiert. Ab Mitte der 1930er Jahre arbeitete sie mit Musikern zusammen. Ihre Kooperationen führten zu szenischen, jedoch zumeist unvollendeten Projekten (Ballett, Oper). Ihre Gedichte inspirierten insbesondere die Musiker der „Groupe des Six“. Louise de Vilmorin beteiligte sich mit ihren Gedichten an kollektiven musikalischen Werken („Mouvements du cœur“). Sie war die Muse von Francis Poulenc, der dreizehn „Melodies“ nach ihren Gedichten komponierte. In ihrem „Salon bleu“ in Verrières führten Komponisten ihre Werke oft zum ersten Mal auf.

    Orte und Länder

    Louise de Vilmorin wurde am 4. April 1902 in Verrières-le-Buisson geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Im Jahr 1925 heiratete sie den Amerikaner Henry Leigh-Hunt und zog nach Las Vegas und Santa Fe (New Mexico). Zwischen 1925 und 1933 pendelte sie zwischen Frankreich, Brasilien, Mexiko und Nordamerika. Im Juni 1933 kehrte sie nach Paris zurück. Im Jahr 1935 trennte sie sich von ihrem Mann und zog nach Verrières. Im Dezember 1937 heiratete sie den Grafen Paul Pálffy und zog in die Slowakei, in das Schloss von Pudmerice, wohin sie sich bis zum Beginn des Kriegs zurückzog. 1939 ging sie für kurze Zeit nach Paris. Zwischen 1941 und Anfang 1944 fand ihr Leben zwischen Frankreich, Budapest, Wien und Pudmerice statt. Im Februar 1944 kehrte sie nach Frankreich zurück und ließ sich von ihrem Mann scheiden. Sie lebte zunächst in der 46 Rue de Bellechasse in Paris. Im Sommer 1944 zog sie wieder nach Verrières, wo sie regelmäßig ihren „Salon bleu" („blauen Salon“) veranstalte. Von Dezember 1944 bis Juni 1947 besuchte sie regelmäßig den „Salon vert" („grünen Salon“) der britischen Botschaft im Hotel Borghese. Von 1945 bis 1951 lebte sie in Verrières, manchmal auch in Österreich und in Sélestat. Außerdem verbrachte sie ihre Zeit auch in Fourques bei Jean Hugo, Venedig, Saint-Jean-de-Luz und Antibes. 1949 blieb sie in den österreichischen Alpen, in Inneralpbach. 1952 zog sie definitiv nach Verrières, wo sie am 26. Dezember 1969 verstarb.

    Biografie

    Louise de Vilmorin wurde am 4. April 1902 im Schloss einer berühmten Familie von Botanikern und Saatgut-Unternehmern in Verrières-le-Buisson geboren. Sie spielte gut Cello und Gitarre. Zuerst war sie mit Antoine de Saint-Exupéry verlobt, heiratete jedoch schließlich den Amerikaner Henry Leigh-Hunt und zog mit ihm nach Las Vegas und Santa Fe (New Mexico). Im Jahr 1930, während eines Aufenthaltes in Paris, traf sie André Malraux, der ihr dringend ans Herz legte, ihre Schreibarbeit fortzusetzen. Im Juni 1933 kehrte sie nach Frankreich zurück. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans „Sainte-Unefois“ wurde sie in der Welt der Kunst und Literatur bekannt.

    1935 trennte sie sich von ihrem Mann und zog nach Verrières. Durch ihre Freundin Marie-Blanche de Polignac lernte sie viele Künstler und Musiker ihrer Zeit kennen. Die Komponisten Francis Poulenc, Henri Sauguet, Darius Milhaud und Georges Auric baten Louise de Vilmorin bereits nach kurzer Zeit, ihre Texte vertonen zu dürfen.

    Sie freundete sich mit Francis Poulenc an, der mit ihr eine Brieffreundschaft einging und nicht weniger als dreizehn Lieder auf ihre Gedichte komponierte. Elisabeth Zehrfuss schlug ihr vor, ein Ballett zu ihrem Roman „Sainte-Unefois“ zu realisieren. Das Projekt scheiterte jedoch. Im Dezember 1937 heiratete sie Graf Paul Pálffy und zog in die Slowakei in das Schloss von Pudmerice. Bis Anfang 1944 fand ihr Leben zwischen Frankreich, Budapest, Wien und Pudmerice statt. 1941 schrieb sie den Roman „Le Lit à colonnes“, in welchem die Musik eine wichtige Rolle spielt. Im Februar 1944 trennte sie sich von ihrem Mann und kehrte nach Frankreich zurück. Sie führte ein mondänes Leben mit ihrer Freundin Marie-Blanche de Polignac. Sie besuchte den „Salon vert“ des Hotels Borghese und den „Salon bleu“ in Verrières. An diesen Abenden sang sie und trug ihre Gedichte vor. Hier traf sie viele Künstler wie Jacques Février, Francis Poulenc, Georges und Nora Auric, Christian Bérard, Jean Cocteau, Charles und Marie-Laure de Noailles. Die Zeit von 1945 bis 1951 verbrachte Louise de Vilmorin größtenteils in Verrières. 1949 schrieb sie die Texte zu einer Suite für Klavier und Gesang zu Ehren von Chopin. Dabei arbeitete sie mit Henri Sauguet, Francis Poulenc, Georges Auric, Jean Françaix, Leo Preger und Darius Milhaud zusammen. 1950 schrieb sie ihren Roman „Madame de“, der zu einem großen Erfolg wurde. Im Jahr 1952 zog sie dauerhaft nach Verrières. Abends hielt sie ihren „Salon bleu“ wo sie oft ihre Gedichte las und sich dabei mit der Gitarre begleitete. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Gäste, die ihren Salon regelrecht überfüllten. Im Jahr 1959 schrieb sie ihren Roman „Migraine“ und hoffte, daraus eine komische Oper zu machen. Sie schrieb selbst das Libretto, doch der Plan scheiterte. Seit Anfang der 1960er Jahre arbeitete sie auch mit Künstlern aus der Welt des Chansons zusammen, die sich von ihren Gedichten inspirieren ließen. Jean-Louis Walmond, Maurice Chevalier, Léo Ferré, Georges Van Parys und Guy Béart waren einige davon. 1960 schloss sie ihre Novelle „Le Violon“ ab, in welcher die Musik eine fundamentale Rolle spielt. Im November 1966 debütierte Louise de Vilmorin im Fernsehen. André Malraux verliebte sich erneut in sie und zog in Juli 1969 in ihr Haus.

    Sie starb am 26. Dezember 1969 in Verrières.

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    Herkunft aus gutbürgerlicher Familie


    Louise de Vilmorin wurde am 4. April 1902 in Verrières-le-Buisson in eine berühmten Familie von Botanikern und Saatgut-Unternehmern hineingeboren. Sie hatte eine Schwester, Mapie, und vier Brüder, Henry, Olivier, Roger und Andrew. Diese sechs Kinder erlebten eine glückliche Kindheit unter der Führung des „guten Vaters" Tisnes. Louise entwickelte bald eine Vertrautheit mit der Welt der Kunst und der Literatur, denn ihre Mutter führte einen Salon. Die Musik war für sie zunächst eine Kunstform, die selbstverständlicher Teil der Bildung in einer „gutbürgerlichen Familie“ der 1910er Jahre war. Sie spielte Cello und Gitarre. Von 1919 bis 1921 litt Louise de Vilmorin unter Knochentuberkulose und wurde nach Saint-Jean-de-Luz und Paris gebracht. Im Jahr 1922 verlobte sie sich mit Antoine de Saint-Exupéry. Die Verlobung wurde jedoch bald wieder gelöst.



    Reisen zwischen Frankreich und Amerika


    Im März 1925 heiratete Louise de Vilmorin den reichen Amerikaner Henry Leigh-Hunt und ging nach Las Vegas. Im August zog sie um nach Santa Fe (New Mexico). André de Vilmorin beschrieb diese Periode ihres Lebens wie folgt: „Elle ne fit rien d’autre que de jouer de la guitare et peindre à l’aquarelle“ („Sie machte nichts anderes als Gitarre spielen und Aquarell malen") (, André de Vilmorin. Essai sur Louise de Vilmorin. Paris: Seghers, 1962, S. 41). Zwischen 1925 und 1933 machte sie ausgiebige Reisen nach Frankreich, Brasilien, Mexiko und Nordamerika. Zwischen 1929 und 1932 gebar sie drei Töchter. 1930, während eines Aufenthaltes in Paris, traf sie André Malraux, der ihr dringend ans Herz legte, ihre Schreibarbeit wieder aufzunehmen. Im März 1933 kehrte sie nach Las Vegas zurück. Während dieser Zeit der Einsamkeit begann sie die Arbeit an ihrem ersten Roman „Sainte-Unefois“.



    Literarisches Debüt in Paris


    Im Juni 1933 kehrte Louise de Vilmorin nach Frankreich zurück, wo sie ihren ersten Roman „Sainte-Unefois“ beendete. Sie zweifelte dennoch sehr an ihrem Talent, so dass André Malraux ihr Manuskript zum Gallimard Verlag brachte. 1934 erschien dort der Roman. Nach einer kurzen Affäre mit André Malraux ließ sie sich von anderen Männern trösten: Jean Hugo, Pierre Brisson und Gaston Gallimard. Jean Cocteau führte sie mit ihrem Roman in die Welt der Kunst und Literatur ein. Obwohl sie sich auch von der Malerei und der Musik angezogen fühlte, fand sie in der Literatur ihre maßgebliche Inspiration. Sie traf auf eine neue Generation von Schriftstellern: André Malraux, Pierre Drieu La Rochelle, Antoine de Saint-Exupéry und André Gide. Sie lernte auch zahlreiche Künstler kennen, u.a. Christian Bérard, André Derain, Max Ernst, Jean Hugo, Pierre Brisson, Serge Lifar, Edouard und Denise Bourdet. In dieser Zeit fing sie auch an, sich mit Musikern zu treffen: Georges Auric, Francis Poulenc, Henri Sauguet, Jacques Fevrier und Igor Markevitch. Durch ihre Verbindung zu Sacha Manziarly lernte sie die Komponistin Marcelle Manziarly kennen, die mehrere Werke zu ihren Gedichten komponierte.



    Erste Projekte mit Musikern


    Im Jahr 1935 trennte sich Louise de Vilmorin von ihrem Mann und zog nach Verrières. Sie begann ihren zweiten Roman „La Fin des Villavide“. Sie besuchte das Haus von Marie-Blanche und Jean de Polignac in der Rue Barbet-de-Jouy, das ein Treffpunkt für Musiker, Bildhauer, Schriftsteller und Maler war. Francis Poulenc, Georges Auric, Jean Françaix, Jacques Février und Henri Sauguet spielten dort ihre neuen Kompositionen. Musik war das Gebiet von Marie-Blanche de Polignac, und in ihrem Haus lernte Louise einige bekannte Komponisten kennen und begann für sie zu arbeiten. Im Jahr 1935 schlug Elisabeth Zehrfuss vor, ein Ballett zu ihrem Roman „Sainte-Unefois“ zu kreieren. Henri Sauguet verpflichtete sich, die Musik dafür zu komponieren. Der Choreograf Serge Lifar wollte das Ballett im Opernhaus aufführen. Aber aufgrund ihrer desolaten Verfassung infolge der Scheidung von Henry Leigh-Hunt gab Louise ihr Projekt auf. Francis Poulenc, Henri Sauguet, Darius Milhaud, Georges Auric fragten Louise de Vilmorin verstärkt nach Texten, um neue „Mélodies“ zu komponieren.



    Die Muse von Francis Poulenc


    Poulenc war der Komponist der „Groupe des Six“, der am stärksten von den Gedichten Louise de Vilmorins inspiriert war. Er lernte sie 1934 über Jean Cocteau kennen. Ihre Freundschaft war von gegenseitiger Bewunderung geprägt. Poulenc war ein eifriger Leser der Gedichte von Louise de Vilmorin. Er wurde Ende 1936 bei Marie-Blanche de Polignac auf ihr Gedicht „Aux Officiers de la garde blanche“ aufmerksam und erfragte weitere Gedichte von ihr. Vor der Rückkehr nach Verrières unternahm sie 1936 mehrere Reisen nach Italien. Um ihre finanzielle Situation zu verbessern, schrieb Louise de Vilmorin Artikel für Zeitschrift „Vogue“. Im Frühjahr 1937 beendete sie ihren Roman „La Fin des Villavide“, der Poulenc gewidmet war. Im Sommer 1937 trafen sich Louise de Vilmorin und Poulenc in Kerbastic bei Marie-Blanche de Polignac. Sie schrieb für Poulenc die beiden Gedichte „Le Garçon de Liège“ und „Eau de vie au-delà“. Im Dezember 1937 komponierte Poulenc „Trois Poèmes“ nach Texten von Louise de Vilmorin. Poulenc komponierte insgesamt 13 „Mélodies“ zu folgenden Gedichten: „Trois Poèmes“ (1937), „Fiançailles pour rire“ (1939), „Métamorphoses“ (1943). Georges Auric komponierte „Trois poèmes de Louise de Vilmorin“ auf die Gedichte „Fiançailles pour rire“ (1940), Darius Milhaud „Deux poèmes de Louise de Vilmorin“ für Vokalquartett oder gemischter Chor (1955).



    Die Slowakei und die Entstehung von „Lit à colonnes“


    Im Dezember 1937 heiratete Louise de Vilmorin den Grafen Paul Pálffy, der ein großer Musikliebhaber und Kenner der Zigeunermusik war. Sie zog in die Slowakei in das Schloss von Pudmerice, wo sie mit kurzen Unterbrechungen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs blieb. Louise begeisterte sich für die Zigeunermusik. Abends sang sie alte französische Chansons und begleitete sich mit der Gitarre.

    Im Januar 1939 plante Poulenc, einen Liederzyklus auf Gedichte von Louise de Vilmorin zu komponieren. Sie trafen sich in Paris, wo sie ihre Gedichte las und ihm ihre Sammlung „Fiançailles pour rire“ schenkte. Einige Monate später, im Oktober 1939, komponierte Poulenc seinen Liederzyklus nach ihren Gedichten. Während des Zweiten Weltkrieges spielte sich Louise de Vilmorins Leben zwischen Frankreich, Budapest, Wien und Pudmerice ab. 1941 schrieb sie ihren Roman „Le Lit à colonnes“, in welchem die Musik eine sehr wichtige Rolle spielt. Der Roman erzählt von Rémi Bonvent, einem Häftling, der komponiert und im Dunkel seiner Zelle singt. Der Gefängnisaufseher entdeckt sein Talent. Bonvent beginnt, Romanzen zu schreiben und dann eine ganze Oper. Louise de Vilmorin führt in einigen Passagen ihres Romans auch Chansons ein. 1942 wurde „Lit à colonnes“ von Roland Tual verfilmt.



    Zurück in Frankreich


    Trotz des Krieges entschied sich Louise de Vilmorin im Februar 1944, nach Frankreich zurückzukehren und sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Da sie noch nicht nach Verrières ziehen konnte, blieb sie in der 46 rue de Bellechasse in Paris wohnen. Louise de Vilmorin traf viele ihrer Freunde wieder, Marie-Blanche de Polignac, Jean Cocteau, Christian Bérard und den Pianisten Jacques Février. Zu dieser Künstlergruppe „la bande“ gehörten auch Jean Hugo, Georges und Nora Auric. Françoise Wagener beschreibt die künstlerischen Abende bei Marie-Blanche de Polignac wie folgt: „Après dîner, on se mettait au piano, on chantait, on jouait à toutes sortes de jeux: bouts-rimés, portraits chinois, palindromes, alphabets parlants“. („Nach dem Abendessen ging es ans Klavier, wir sangen, spielten alle Arten von Spielen: Reime, chinesische Portraits, Palindrome, Alphabetspiele"; Wagener, Françoise. Je suis née inconsolable. Louise de Vilmorin. Paris: Editions Albin Michel, 2008, S. 231). Louise sang gern ein abwechslungsreiches Repertoire von Liedern: mittelalterliche, revolutionäre oder patriotische Lieder, Opernarien von Gluck oder Grétry, Romanzen von Offenbach, Ausschnitte aus dem Cabaret „Le Chat noir“, Chansons von Aristide Bruant und Yvette Guilbert. Im Sommer 1944 ging sie zurück nach Verrières.



    Der „Salon vert" im Hotel Borghese


    Im November 1944 traf Louise de Vilmorin mit Duff und Diana Cooper zusammen, die als englische Botschafter in der französischen Hauptstadt lebten. Sie lud sie regelmäßig zum Abendessen nach Verrières ein. Von Dezember 1944 bis Juni 1947 ergänzte der „Salon vert" im Hotel Borghese den „Salon bleu" in Verrières und wurde zum kulturellen Mittelpunkt von Paris. Die Abende standen im Licht ihrer Schönheit und ihres Charmes, ihrer Gedichte und ihrer Chansons. Während dieser Zeit führte Louise de Vilmorin ein sehr gesellschaftlich ausgerichtetes Leben mit Diners und Partys im Hotel Borghese und in Verrières. Die Stammgäste waren Jacques Février, Francis Poulenc, Georges und Nora Auric, Christian Bérard, Jean Cocteau, Charles und Marie-Laure de Noailles sowie Marie-Blanche de Polignac.



    Poetische Virtuosität und Zusammenarbeit mit sechs Musikern


    Von 1945 bis 1951 lebte Louise de Vilmorin in Verrières, mit kurzen Unterbrechungen, die sie nach Österreich oder Sélestat führten. 1945 wurde ihre Gedichtsammlung „Le Sable du Sablier“ veröffentlicht. Das Jahr 1949 verbrachte sie in Inneralpbach in den österreichischen Alpen, um an ihrem Buch „L’Alphabet des Aveux“ zu arbeiten, das aus einer Sammlung von Sprachspielen besteht. Ihre Gedichte beinhalten die Ergebnisse ihres Nachdenkens über den potenziellen Klang der Wörter. Die Sammlung wurde im Dezember 1954 veröffentlicht. Sie umfasst 7 Holoreime, 7 Kalligramme, 3 Rätsel, 12 Palindrome, und 20 Fantasien. Das Gedicht „L’Alphabet des Aveux“, das auch den Titel der Sammlung bildet, ist aus Silben zusammengestellt, deren Klang sich auf alle Buchstaben des Alphabets bezieht. Das Gedicht „Fado“ besteht nur aus den französischen Notennamen der Tonleiter.

    Im Jahr 1949, dem hundertjährigen Todestag Chopins, brachte der Verlag Heugel eine Suite für Stimme und Klavier heraus, die aus der Zusammenarbeit von sechs Musikern entstanden war. Louise de Vilmorin schrieb sieben Gedichte dafür und schlug den Titel vor. Die Suite „Mouvements du Coeur“ umfasst ein „Prélude" von Henri Sauguet, eine „Mazurka" von Francis Poulenc, einen „Waltz " von Georges Auric, ein „Scherzo impromptu" von Jean Françaix, eine „Etude" von Leo Preger, eine „Ballade Nocturne" von Darius Milhaud und schließlich eine „Polonaise" von Henri Sauguet.

    1950 beendete Louise de Vilmorin ihren Roman „Julietta“, der zu einem großen Erfolg wurde.



    Die Königin des „Salon bleu" von Verrières


    „C’est à Verrières qu’elle va continuer son oeuvre, qu’elle va s’épanouir et rayonner de tous ses feux, de tout son esprit, de tout son talent pour devenir, plus encore, que Louise de Vilmorin, Louise de Verrières, réalité et légende confondues.“ („In Verrières wird sie ihr Werk fortsetzen. Da wird sie blühen und leuchten in ihrer ganzen Pracht, mit all ihrem Geist, ihrem ganzen Talent, um mehr noch zu werden als Louise de Vilmorin, Louise von Verrières, Konglomerat aus Wirklichkeit und Legende“; Wagener, Françoise. Je suis née inconsolable. Louise de Vilmorin. Paris: Editions Albin Michel, 2008, S. 275). Im Jahr 1952 entschied sich Louise de Vilmorin, dauerhaft in Verrières zu bleiben. Jeden Abend fand der „Club" statt: ein Abendessen mit ihrer Familie oder ihren nächsten Freunden. Sonntags organisierte sie Treffen zum Mittag- und Abendessen, zu denen immer mehr Gäste hinzukamen. Ihre ehemaligen Freunde von „la bande" waren ihr treu geblieben: Marie-Blanche de Polignac, Edouard Bourdet, Jean Cocteau, Jean Hugo, Georges und Nora Auric, Georges Van Parys, Sacha Manziarly, Roland Petit, Marie Bell. Der „Salon bleu“ war nicht nur ein Ort der Geselligkeit, sondern auch ein Ort der Kultur und des Informationsaustauschs. Die Künstler präsentierten ihre neuesten Schöpfungen. Die Komponisten spielten ihre Werke. An den Abenden las Louise mit ihrer schönen tiefen Stimme ihre Gedichte und begleitete sich selbst mit der Gitarre. Sie rezitierte ihre Gedichte auch für das Radio. In seiner „Mélodie“ „Aux Officiers de la garde blanche“ komponierte Francis Poulenc ihre musikalische Vortragsweise nach. Die Begleitung des Klaviers war dem Klang ihrer Gitarre nachempfunden. 1952/53 drehte Marc Allégret den Film „Julietta“ nach ihrem Roman. 1953 drehte Max Ophüls „Madame de“ nach ihrem Roman. Das Jahr 1953 war für Louise de Vilmorin eine intensiv literarisch und journalistisch geprägte Zeit. Sie schrieb regelmäßig Kolumnen für Tageszeitungen und Wochenzeitschriften wie „Marie Claire“. Sie schrieb mehrere Romane: „Les Belles Amours“ und „Histoire d’Aimer“ (1954) sowie „La Lettre dans un taxi“ (1958). 1957 arbeitete Louise de Vilmorin mit Louis Malle für den Film „Les Amants“ zusammen.



    „Migraine“: Projekt für eine komische Oper


    Im Jahr 1959 schrieb Louise de Vilmorin „Migraine“. Der Roman basiert auf einem Theaterstück, dessen Hauptfigur, Migraine, eine Cabaret-Sängerin ist. Louise de Vilmorin hoffte, eine komische Oper aus diesem Roman machen zu können. Deshalb verfasste sie gleichzeitig das Libretto, das aus gesprochenen Dialogen in Versen, Arien und Chansons bestand. Sie bat Pierre Petit, die Musik zu komponieren. In Verrières komponierte Pierre Petit mehrere „Mélodies“. André Baurepaire sollte die Bühnenbilder zeichnen. Aber wegen Schwierigkeiten bei der Auswahl der Hauptdarstellerin wurde „Migraine“ in der Mitte des dritten Aktes aufgegeben. Von 1959 bis 1961 arbeitete sie an der Adaption von „Kiss me Kate“, einem erfolgreichen Comedy Musical. Sie übersetzte das amerikanische Theaterstück „Two for the Seasaw“ von Luchino Visconti.



    Eintauchen in die Welt der Chansons


    Seit den frühen 1960er Jahren traf Louise de Vilmorin regelmäßig Künstler aus der Welt der Chansons in ihrem „Salon bleu“. Sänger und Chansonkomponisten wie Jean-Louis Walmond, Maurice Chevalier und Léo Ferré sangen ihre Chansons auf ihren Gesellschaften. Georges Van Parys war einer ihrer Stammgäste. Guy Béart wurde einer ihrer Schützlinge. Diese Bekanntschaften brachten sie dazu, selbst Chansontexte zu schreiben. Guy Béart wurde von ihren Gedichten sehr inspiriert. Louise de Vilmorin schrieb Texte speziell für ihn. Ihre Gedichte inspirierten auch Georges Van Parys, Jean-Louis Walmond und Jean-Louis Winkopp.



    Die Novelle „Le Violon“


    1960 schloss sie ihre Novelle „Le Violon“ ab, die der Musik eine zentrale Rolle einräumt. In einer ungarischen Kleinstadt verzaubert ein Geiger die Welt mit seiner magischen Musik. Die Geige war für Louise ein faszinierendes Objekt, das sie oft in ihren Gedichten beschrieb. Ihre Gedichte „Violon" und „Paganini" wurden von Poulenc vertont.



    In den letzten Jahren: „Marilyn Malraux"


    Im November 1966 machte Louise de Vilmorin ihr Fernsehdebüt in der Serie von Guy Béart: „Bienvenue à ...“. Die Show war ein großer Erfolg. Ab Sommer 1967 korrespondierte Louise regelmäßig mit André Malraux. Im November 1968 wurden sie ein Liebespaar, und im Juli 1969 zog André Malraux zu Louise de Vilmorin nach Verrières. Louise de Vilmorin musste ihm sehr viel Platz einräumen. Sie sagte: „Je ne suis plus Louise de Vilmorin, je suis Marilyn Malraux“. („Ich bin nicht mehr Louise de Vilmorin, ich bin Marilyn Malraux.“) Louise starb plötzlich am 26. Dezember 1969. Sie wurde am 29. Dezember 1969 in Verrières begraben.

    Würdigung

    1955 erhielt Louise de Vilmorin den Literaturpreis des Prinzen Pierre von Monaco.

    Rezeption

    Mit der Veröffentlichung ihres Romans „Sainte-Unefois“ wurde Jean Cocteau auf Louise de Vilmorin aufmerksam. Er schrieb: „Mais je ne savais pas que vous aviez du génie. Je vous adore.“ („Aber ich wusste gar nicht, dass Sie ein Genie sind. Ich bewundere Sie.“; Vilmorin, André de. Essai sur Louise de Vilmorin. Paris: Seghers, 1962, S. 45)

    In seinem Tagebuch schrieb Poulenc : „Peu d’êtres m’émeuvent autant que Louise de Vilmorin: parce qu’elle est belle, parce qu’elle boîte, parce qu’elle écrit dans un français d’une pureté innée, parce que son nom évoque des fleurs et des légumes, parce qu’elle aime d’amour ses frères et fraternellement ses amants. Son beau visage fait penser au dix-septième siècle.“ („Nur wenige Menschen bewegen mich so sehr wie Louise de Vilmorin: sie ist schön, sie hinkt, sie schreibt Französisch in einer angeborenen Reinheit, ihr Name erinnert an Blumen und Gemüse, sie ist ihren Brüdern in Liebe zugetan und vermag eine brüderliche Zuneigung zu ihren Liebhaber zu empfinden. Ihr schönes Gesicht erinnert an das 17. Jahrhundert.“; Poulenc, Francis. Journal de mes mélodies. Paris: Grasset, 1964, S. 22-23) Poulenc war ein eifriger Leser und großer Bewunderer ihrer Gedichte: „Aujourd’hui fête du travail, je me suis interdit la moindre note et, plongé dans mon fauteuil, je t’ai lue et regardée avec un plaisir sans mélange“.  („Heute ist der Tag der Arbeit. Ich habe mir verboten, etwas zu schreiben, und las und betrachtete deine Gedichte in meinem Sessel mit ungetrübter Freude.“; Brief von Poulenc an Louise de Vilmorin, 1. Mai 1951, in: Vilmorin, Louise de. Correspondance avec ses amis. Paris : Gallimard, 2004, S. 127)


    Im „Salon vert“ des Hotel Borghese und im „Salon bleu“ in Verrières strahlten die Schönheit und der Charme von Louise: „Du jour où elle fit son entrée, l’endroit résonna de rires et de chansons, d’esprit et de poésie. [...] On se demandait ce qui séduisait le plus en elle, de sa beauté; de ses robes hongroises ou de ses projets extravagants et de ses chansons.“ („Vom Tag ihrer ersten Anwesenheit an war der Ort mit Gelächter, Gesang, Geist und Poesie erfüllt. [...] Man fragte sich, womit sie die Leute mehr verführte: mit ihrer Schönheit, ihren ungarischen Kleidern oder ihren extravaganten Projekten und Liedern.“; Wagener, Françoise. Je suis née inconsolable. Louise de Vilmorin. Paris: Editions Albin Michel, 2008, S. 239)


    Bei Gesellschaften las Louise de Vilmorin oft ihre Gedichte vor, wobei sie sich selbst mit der Gitarre begleitete. Aufgrund der musikalischen Vortragsweise ihrer Poesie verglich André Malraux sie mit Louise Labé: „Louise est notre dernier poète de la voix.  […] A la télévision, à la radio, elle récitait admirablement ses vers“ („Louise ist unsere letztere Poetin der Stimme. [...] Im Fernsehen, im Radio, rezitierte sie ihre Verse auf bewundernswerte Weise“; Vilmorin, Louise de. Poèmes. Paris: Gallimard, 1970, Vorwort von André Malraux, S. 10-11). Die Exempel dieser Praxis sind zahlreich: „Louise de Vilmorin avait une voix impossible à confondre avec d’autres. Ses intonations rappelaient […] celles de certaines actrices de la comédie française. Parfaite, sa diction.“ („Louise de Vilmorins Stimme war unverwechselbar. Ihre Intonation erinnerte in ihrer Melodik [...] an einige Schauspielerinnen der ,Comédie française‘. Sie hatte eine perfekte Diktion.“ Chalon, Jean. Florence et Louise les Magnifiques. Paris: Editions du Rocher, 1999, S. 79)

    Die Musikalität ihrer Gedichte wurde von Joel Schmidt hervorgehoben: Louise de Vilmorin sei „une musicienne accomplie du verbe“ („eine vollendete Musikerin des Worts“; Laffont, Robert. Dictionnaire des auteurs. Paris: Robert Laffont, 1994, S. 190).


    Albert Willemetz beschrieb in einem Brief die Wirkung ihres Romans „Le Violon“: „Vous êtes parvenue, par la mélodie des mots, à dégager ce pouvoir mystérieux de la divine musique sur nos nerfs humains“ („Sie werden von der Melodie der Worte erreicht und erkennen die geheimnisvolle Macht der göttlichen Musik über die Gemüter der Menschen“; Vilmorin, Louise de. Correspondance avec ses amis. Paris: Gallimard, 2004, S. 252)


    Jean Bothorel zufolge eigneten sich die Gedichte Louise de Vilmorins hervorragend, um sie in Liedern zu vertonen: „L’émotion, le rythme et le vocabulaire n’étaient pas très loin, dans leur fraîcheur et leur simplicité, des romances populaires. [...] Elle utilisait les mots de la rue et de tout le monde, ce qui l’amènera, dans les années soixante, à écrire des chansons“ („Emotion, Rhythmus und Wortschatz waren in ihrer Frische und Einfachheit nicht weit von volkstümlichen Romanzen entfernt. [...] Sie benutzte den Jargon der Straße und Worte aus aller Welt, was sie in den 1960er Jahren schließlich dazu brachte, Chansons zu schreiben.“ Bothorel, Jean. Louise, ou la Vie de Louise de Vilmorin. Paris: Grasset, 1989, S.123)

    Das literarische Werk von Louise de Vilmorin wurde als unabhängig von ihrer Zeit dargestellt: „Elle a recours aux prodiges de l’ancienne poésie, ne craignant pas de se livrer avec malice à ses travaux d’ateliers et à ses jeux: holorimes, calligrammes, palindromes, rébus.“ („Sie nahm Bezug auf die Wunder der antiken Poesie und sie hatte keine Hemmungen, diese aus Übermut in ihrer Arbeit und in ihren Spielen zu verwenden: Holoreime, Kalligramme, Palindrome, Rätsel.“ Sabatier, Robert. La poésie du XXe siècle. Paris  : Albin Michel, Vol. 1, S. 186)

    Für Paul Kichilov verkörperte Louise de Vilmorin die Vergangenheit: „c’est une voix lointaine, [...] trop polie pour être moderne“ („es ist eine Stimme aus der Ferne, [...] zu höflich, um modern zu sein“; Kichilov, Paul. Une Littérature de la conscience. Rennes: La Part commune, 2001, S. 88).

    Die scheinbare Leichtigkeit ihrer Werke verursachte jedoch gelegentlich auch Missverständnisse in der Rezeption: „C’est ainsi que la critique accueillait ses livres. Une femme du monde qui se divertissait et nous divertissait en écrivant. Elle souffrait d’être enfermée dans cette image.“ („Die Kritiker schrieben über ihre Bücher Folgendes: Eine Frau von Welt, die mit ihrer Schriftstellerei sich selbst und uns unterhält. Sie litt darunter, in dieses Bild eingeschlossen zu sein.“ Bothorel, Jean. Louise, ou la Vie de Louise de Vilmorin. Paris: Grasset, 1989, S. 178)

    Werkverzeichnis

    Schriften von Louise de Vilmorin


    Romane:


    Sainte-Unefois. Paris: Gallimard, 1934.


    La Fin des Villavide. Paris: Gallimard, 1937.


    Le Lit à colonnes. Paris: Gallimard, 1941.


    Le retour d’Erica. Paris-Lausanne: Éditions Marguerat, 1946.


    Julietta. Paris: Gallimard, 1951.


    Madame de. Paris: Gallimard, 1951.


    Les Belles Amours. Paris: Gallimard, 1954.


    Histoire d’aimer. Paris: Gallimard, 1955.


    La Lettre dans un taxi. Paris: Gallimard, 1958.


    Migraine. Paris: Gallimard, 1959.


    Le Violon de Crémone. Paris: Gallimard, 1960.


    L’Heure Maliciôse. Paris: Gallimard, 1967.


    Le Lutin sauvage. Paris: Gallimard, 1971.



    Gedichte:


    Fiançailles pour rire. Paris: Gallimard, 1939.


    Le Sable du sablier. Paris: Gallimard, 1945.


    L’Alphabet des Aveux. Paris: Gallimard, 1954.


    Carnets. Paris: Gallimard, 1970.


    Poèmes. Paris: Gallimard, 1970.


    Solitude, ô mon éléphant. Paris: Gallimard, 1972.



    Essays:


    Vision sur Kischka. Béziers: Édition Vision sur les arts, 1966.


    Lolette. Paris: Le Promeneur, 1999.


    Mémoires de Coco. Paris: Le Promeneur, 1999.



    Briefwechsel:


    Vilmorin, Louise de. Démone et autres textes. Paris: Gallimard, 2001.


    Vilmorin, Louise de. Intimités. Paris: Gallimard, 2001.


    Vilmorin, Louise de, und Cocteau, Jean. Correspondance croisée. Paris: Gallimard, 2003.


    Vilmorin, Louise de. Correspondance avec ses amis. Paris: Gallimard, 2004.


    Vilmorin, Louise de und Cooper, Diana und Duff. Correspondance à trois (1944-1953). Paris: Gallimard, 2008.



    Übersetzungen:


    Duff-Cooper, Alfred. Le Roi David, Paris: Laffont, 1946.


    Duff-Cooper, Alfred. Opération Coeur-brisé, Paris: La Palatine, 1951.



    Reportagen:


    Promenades et autres rencontres, Paris: Le Promeneur, 2000.



    Filme von und mit Louise de Vilmorin


    Drehbuchautorin:


    Une fée pas comme les autres (Regie: Jean Tourane, Drehbuch: Louise de Vilmorin), Frankreich 1957.


    Les Amants (Regie: Louis Malle, Dialogen: Louise de Vilmorin), Frankreich 1957.


    La Française et l’Amour (Drehbuch und Dialogen: Louise de Vilmorin), Frankreich 1960.


    Le Petit Garçon de l’ascenseur (Regie: Pierre Granier-Deferre, Dialogen: Louise de Vilmorin), Frankreich 1962.


    Le schiave esistono ancore (Regie: Maleno und Roberto Malenotti, Dialogen: Louise de Vilmorin), Italien 1964.


    The Immortal Story (Regie: Orson Welles, Drehbuch: Orson Welles und Louise de Vilmorin), Frankreich 1967.



    Schauspielerin:


    Amélie ou le Temps d’aimer (Regie: Michel Drach), Frankreich 1961.


    Teuf-teuf (Regie: Georges Folgoas), Frankreich 1963.



    Verfilmungen ihrer Romane:


    Le Lit à colonnes. (Regie: Roland Tual), Frankreich 1942.


    Madame de... (Regie: Max Ophüls), Frankreich 1953.


    Julietta. (Regie: Marc Allégret), Frankreich 1953.


    La Lettre dans un taxi. (Regie: Louise de Vilmorin und François Chatel), Frankreich 1962.



    Diskografie


    Du côté de Verrières. Entretiens avec André Parinaud, 1957.


    Contes et prières de Noël. Paris: Decca, DL 1955.


    Parinaud, André. Entretiens avec Louise de Vilmorin. n° 1-9

    (1957), INA, 1999.


    Vertonungen von Gedichten Louise de Vilmorins

    (Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)


    Gemeinschaftswerk:


    Mouvements du cœur. Édition Heugel/ Leduc, 1949:


    Sauguet, Henri. Prélude

    Poulenc, Francis. Mazurka

    Auric, Georges. Valse

    Françaix, Jean. Scherzo impromptu

    Preger, Léo. Etude

    Milhaud, Darius. Ballade nocturne

    Sauguet, Henri. Polonaise



    Melodien:


    Arrieu, Claude. Poèmes de Louise de Vilmorin. Éditions Amphion, 1946.


    Arrieu, Claude. Les Chevaux marins. Éd. Ricordi, 1955.


    Arrieu, Claude. Le Sable du sablier. Éd. Amphion, 1969.


    Arrieu, Claude. Éd. Amphion, 1969.


    Auric, Georges. Trois poèmes de Louise de Vilmorin, 1940.


    Gabus, Monique. Portrait. Éd. Henry Lemoine, 1987.


    Manziarly, Marcelle de. Poèmes en trio. 1940.


    Manziarly, Marcelle de. L’Ile à privilèges. 1937.


    Manziarly, Marcelle de. Prière. 1940.


    Milhaud, Darius. Deux poèmes de Louise de Vilmorin, 1955.


    Poulenc, Francis. Trois poèmes de Louise de Vilmorin. Éd. Durand, 1938.


    Poulenc, Francis. Fiançailles pour rire. Éd. Rouart-Lerolle, 1940.


    Poulenc, Francis. Métamorphoses. Éd. Rouart-Lerolle, 1944.



    Chansons:


    Van Parys, Georges. Attendez le prochain bateau. Éditions Philippe Fougères, 1946.


    Béart, Guy. Plus jamais.


    Béart, Guy. Dans les journaux.


    Walmond, Jean-Louis. Le violon.


    Winkopp, Jean-Louis. Le corset.


    Winkopp, Jean-Louis. La Fête publique.

    Quellen

    A. Dokumente


    Ein Großteil der Korrespondenz von Louise de Vilmorin wird in der Bibliothek Jacques Doucet (Paris), der Bibliothèque nationale de France (BnF, Paris) und im IMEC (Institut mémoires de l’édition contemporaine) archiviert. Die Bibliothek Jacques Doucet enthält viele unveröffentlichte Manuskripte von Louise de Vilmorin: Gedichte, Romane, Lieder, Kritiken, Vorworte, Erinnerungen, Reden, Interviews, Anzeigen, Übersetzungen, Drehbücher, persönliche Papiere und Fotos.



    Ballettprojekte:


    La dame dans la lune


    La lettre


    Sainte-Unefois



    Operprojekte:


    Migraine


    Via della vita



    B. Literatur


    Bothorel, Jean. Louise, ou la Vie de Louise de Vilmorin. Paris: Grasset, 1989.


    Chalon, Jean. Florence et Louise les Magnifiques. Florence Jay-Gould et Louise de Vilmorin. Paris: Editions du Rocher, 1999.


    Gentou, Albertine. Louise de Vilmorin, Si vous me connaissiez. Paris: Perrin, 1998.


    Gentou, Albertine. La Muse amusée. Paris: Le Manuscrit, 2006.

    Mauriès, Patrick. Louise de Vilmorin, un album. Paris: Gallimard, 2002.

    Kichilov, Paul. Une Littérature de la conscience. Rennes: La Part commune, 2001.

    Poulenc, Francis. Journal de mes mélodies. Paris: Grasset, 1964.


    Sabatier, Robert. La poésie du XXe siècle. Paris: Albin Michel, Vol. 1.


    Vilmorin, André de. Essai sur Louise de Vilmorin. Paris: Seghers, 1962.


    Wagener, Françoise. Je suis née inconsolable. Louise de Vilmorin (1902-1969). Paris: Editions Albin Michel, 2008.



    C. Artikel


    Nel, Elodie. „Louis de Vilmorin et Poulenc, une amitié créatrice“. In: Les Cahiers de Francis Poulenc. 2011. H. 3. Paris: Éditions Michel de Maule. S. 91-101.


    Nel, Elodie. „L’inspiratrice oubliée, contribution à une recherche sur Louise de Vilmorin et la musique“. In: Musicologies. 2006. H. 3, Paris: OMF, Paris. S.19-30.



    D. Links


    http://www.dailymotion.com/video/xlojy8_louise-de-vilmorin-a-verrieres-dans-son-bureau-en-1955_webcam


    http://www.rts.ch/archives/tv/information/madame-tv/3466853-louise-de-vilmorin.html

    Forschung

    Die Biografie und die Korrespondenz von Louise de Vilmorin sind Gegenstand mehrerer in letzter Zeit veröffentlichter Forschungsarbeiten.

    Forschungsbedarf

    Die Rolle von Louise de Vilmorin in Musikerkreisen und die Verbindungen zwischen ihrem literarischen Werk und der Musik wurden bislang kaum untersucht. Auch zu ihrem literarischen Werk stehen noch Untersuchungen aus.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 54155456
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 118804650
    Library of Congress (LCCN): n50014471
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Elodie Nel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 12.11.2015


    Empfohlene Zitierweise

    Elodie Nel, Artikel „Louise de Vilmorin“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 12.11.2015.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Louise_de_Vilmorin