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  • Lou Koster

    von Danielle Roster
    Die junge Lou Koster
    Namen:
    Lou Koster
    Lebensdaten:
    geb. in Luxemburg-Stadt, Luxemburg
    gest. in Luxemburg-Stadt, Luxemburg
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Stummfilmmusikerin, Klavierlehrerin, Violinlehrerin, Musikpädagogin, Orchesterleiterin, Konzertveranstalterin, Sängerin
    Charakterisierender Satz:

    „So war auch die Frau, welche diese Musik schrieb. Schlicht und bescheiden, doch kämpferisch, wenn es um die Rechte der Unterdrückten und der Minderheiten ging. Lou Koster trauerte einer fast utopischen Romantik nach, doch wunderte es ihre Freunde nicht, sie in Anti-Kriegs-Meetings oder bei Versammlungen der Frauenbewegungen zu sehen. Lou Koster verabscheute physische Gewalt, viel mehr noch die Unfreiheit des Geistes.“


    (Al Schmitz. „Lou Koster 1889-1973. Der großen Luxemburger Komponistin zum Gedenken.“ In: „Tageblatt“, 26. November 1973)


    Profil

    Lou Koster war eine vielseitig begabte Musikerin. Als Komponistin hinterließ sie ein umfangreiches Werk von 322 Kompositionen. Als eine der ersten Komponistinnen Luxemburgs (zusammen mit der fast gleichaltrigen Helen Buchholtz) war sie in jungen und mittleren Jahren vielleicht stärker als ihre Kolleginnen im Ausland mit den üblichen Vorurteilen gegenüber weiblichem Komponieren konfrontiert und litt sehr darunter. In den ersten fünfzehn Jahren komponierte sie vor allem „heimlich“, für die Schublade und hatte kaum den Mut, mit ihren Werken vor das Publikum zu treten. Erst ab den 1920er Jahren feierte sie erste öffentliche Erfolge als Komponistin. In ihrem Leben wechselten sich Phasen von Popularität (1930er, 1960er, 1970er Jahre) mit Phasen ab, in denen ihre Kompositionen kaum aufgeführt wurden (1905-1920, 1940er, 1950er Jahre). Im Alter setzte sie sich mit viel Engagement selbst dafür ein, ein Publikum für ihre Werke zu finden. Während in ihrem früheren Schaffen das Komponieren von Unterhaltungsmusik einen bedeutenden Stellenwert einnahm, konzentrierte sie sich in späteren Jahren vor allem auf ihr Liedschaffen in den drei Sprachen Luxemburgs. Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit trat sie als Pianistin, Violinistin, Stummfilmbegleiterin und Orchesterleiterin auf und wirkte über einen Zeitraum von 46 Jahren am Konservatorium Luxemburg als Musikpädagogin.

    Orte und Länder

    Lou Koster lebte und wirkte vor allem in Luxemburg. Während sie ihre Lieder und Chormusik in luxemburgischer Sprache für ein luxemburgisches Publikum komponierte, versuchte sie mit ihren deutschen und französischen Vertonungen die engen Landesgrenzen zu überschreiten. Ihre Werke publizierte sie in luxemburgischen, belgischen wie deutschen Verlagen. In ihrer Jugend lebte sie rund zwei Jahre in Paris, und zwar im Haus ihrer musikbegabten Tante Anna Hoebich. Dank der Mäzenenfamilie Mayrisch hielt sie sich später immer wieder auch im südfranzösischen Cabris auf.

    Biografie

    Lou Koster, geboren 1889, lernte bei ihrem Großvater Franz Ferdinand Bernhard Hoebich, dem allerersten Kapellmeister der Luxemburger Militärmusik, elementare Musiktheorie, Violine und Klavier, bevor sie sich im Jahr 1906 in das neu gegründete Luxemburger Konservatorium einschrieb, um ihre Studien in den Fächern Violine, Klavier, Solfeggio und Harmonielehre weiterzuführen. Von 1908 bis 1954 unterrichtete sie an dieser Schule selbst zuerst Klavier und Violine, später dann nur noch Klavier. Nach eigener Aussage fühlte sie sich bereits als Kind zur Komponistin berufen. Ihre ersten Werke (ca. um 1905) waren Liedvertonungen. Mit der Aufführung der einaktigen Operette „An der Schwemm“ nach einem Libretto von Batty Weber feierte die zweiunddreißigjährige Musikerin 1922 ihr öffentliches Debüt als Komponistin. Jüngere Forschungen haben zu Tage geführt, dass Lou Koster in den 1930er Jahren beim neugegründeten Radio Luxemburg mit hauseigenem Orchester große Erfolge verzeichnete: Ihre unterhaltenden Orchesterwerke, allen voran Walzersuiten, standen immer wieder auf dem Programm. In der NS-Besatzungszeit wurde es um die Komponistin, wie um die meisten ihrer luxemburgischen Kollegen, vollends still. In der Nachkriegszeit schaffte sie es zuerst nicht, an ihre vorigen Erfolge vor dem Krieg wieder anzuknüpfen. Mit dem Zeitgeist hatte sich auch der Musikgeschmack verändert. In den 1940er und 1950er Jahren litt Lou Koster daher stark unter ihrer Isolation. Zu Beginn der 1960er Jahre gründete sie das Ensemble „Onst Lidd“, gab mit ihm unzählige Konzerte in Luxemburg und machte so einen gewichtigen Teil ihres Œuvres – die Lieder - bekannt. Ihren größten Erfolg erlebte sie dreiundachtzigjährig. Am 9. Juli 1972 wurde in der Echternacher Basilika ihr umfangreichstes Werk, die Ballade für Solisten, Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“ nach einem Text von Nikolaus Welter, vom RTL-Orchester und der „Chorale Municipale Uelzecht“ unter der Leitung von Pierre Cao uraufgeführt. Die Reaktion von Publikum wie Presse war geradezu euphorisch. Nationaler Stolz steht in den Kritiken im Mittelpunkt. Am 17. November 1973 starb Lou Koster im Alter von vierundachtzig Jahren in Luxemburg-Stadt. Ihr Œuvre umfasst nach aktuellem Kenntnisstand 322 Werke, rund 20 % der Kompositionen sind allerdings heute verschollen bzw. nur in fragmentarischer Form erhalten (mehr dazu, siehe Werk).

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    Lou Koster kam am 7. Mai 1889 im Haus Nr. 23 der „Bahnhof Avenue“ in Luxemburg-Stadt zur Welt. Ihre Eltern waren Jean Koster (1852-1919) und Emma Hoebich (1865-1950). Lou Koster hatte vier Geschwister, Francis (1887-um 1978), Lina (1891-1938), Fernand (1896-1981) und Laure (1902-1999). Jean Koster, ein Eisenbahnbeamter, stammte aus einer zuletzt in Welfringen wohnhaften Tagelöhnerfamilie.


    Die Musik spielte in der Familie mütterlicherseits seit mindestens zwei Generationen eine große Rolle. Der Großvater, Franz Ferdinand Bernhard Hoebich (1813-1900), war der erste Kapellmeister der Luxemburger Militärmusik. Nach neun Dienstjahren als „Hautboist“ (damalige Bezeichnung für Militärmusiker) in der Kapelle des 37. Regimentes in Breslau war der gebürtige Schlesier am 29. Dezember 1842 in Echternach als „Stabs-Hornist“ (damalige Bezeichnung für Kapellmeister) der neu gegründeten Militärkapelle engagiert worden und hatte dieses Amt erfolgreich während insgesamt sechsunddreißig Jahren - bis zu seiner Pensionierung am 31. Dezember 1878 - versehen. Seit 1882 Witwer, verbrachte er seinen Lebensabend im Haus seiner Tochter Emma und widmete sich dort vor allem der musikalischen Erziehung seiner Enkelkinder. Laure Bodson-Koster zu Folge, die zwei Jahre nach dem Tod des Großvaters zur Welt kam, sich aber an die lebhaften Schilderungen ihrer älteren Geschwister erinnert, war Hoebich ein äußerst strenger Musikpädagoge, der höchste Ansprüche an seine Schülerinnen und Schüler - einerlei welchen Alters - stellte. Im Hause Koster wurde von morgens bis abends musiziert. Dazu Laure Bodson-Koster: „Doheem ass souvill Musek gemaach ginn, à tel point dat d’Nopere béis gi sinn, mir hunn alleguerten op d’mannst zwee Instrumenter gespillt.“ („Zu Hause wurde so viel musiziert, dass es für die Nachbarn zum Ärgernis wurde. Alle spielten wir mindestens zwei Instrumente.“) (Gespräch mit Laure Bodson-Koster am Montag, dem 11. März 1996 in ihrer Wohnung in Brüssel.)


    Musikalische und sportliche Förderung

    Seitens der Eltern stand der musikalischen Förderung der Töchter nichts im Wege. Der Vater, ein Freidenker, befürwortete eine liberale Erziehung. Auch ihrer Sportbegeisterung - Schwimmen, Radfahren, Wandern, Bergsteigen - konnten sich die Töchter so gut wie die Söhne uneingeschränkt hingeben. Auf die späteren außergewöhnlichen musikalischen und sportlichen Erfolge der Töchter - die Schwimmerin Laure Koster vertrat Luxemburg 1924 auf der Olympiade in Paris - reagierte die Mutter (der Vater war 1919 gestorben) scheinbar mit der größten Selbstverständlichkeit.

    Lou Koster lernte bei ihrem Großvater elementare Musiktheorie, Violine und Klavier und erwies sich als sehr begabte Schülerin. Sie gehörte damals zu den wenigen Luxemburger Mädchen, die bereits in ihrer frühen Kindheit Musikunterricht erhielten. Damals existierte das hauptstädtische Musikkonservatorium noch nicht. Die 1823 von Henri-Joseph Cornély (1786-1866) in Luxemburg gegründete „Ecole de Musique Municipale“ (Städtische Musikschule), die auch Mädchen aufgenommen hatte, war 1882 geschlossen und nie wieder eröffnet worden. Privatstunden blieben also über ein Vierteljahrhundert - paradoxerweise zu einer Zeit, in der im übrigen Europa die musikalischen Ausbildungsmöglichkeiten für Mädchen und Frauen sich im Allgemeinen verbesserten - für musikalisch talentierte Kinder in Luxemburg die einzige Möglichkeit, wollten die Eltern deren Begabung nicht verkümmern lassen. Da solche Privatstunden jedoch kostspielig und bei Mädchen nur in den seltensten Fällen auf einen späteren Beruf ausgerichtet waren, wurde in der Regel nur Töchtern wohlhabender Eltern Musikunterricht erteilt.

    Kurz vor seinem Tod (4.3.1900) schenkte der Großvater seiner Enkelin Lou Koster seine eigene, wertvolle Violine, ein Instrument des bedeutenden österreichischen Geigenbauers Jakob Stainer (um 1618-1683). Es scheint, als habe die Mutter während der nächsten sechs Jahre die musikalische Funktion des Großvaters in der Familie übernommen und ihre Kinder weiter unterrichtet. Im Alter von 15 Jahren ging Lou Koster dann für rund zwei Jahre zu Familienmitgliedern nach Paris, um dort ihr Französisch zu perfektionieren. Durch die musikbegabte Tante Anna Hoebich erhielt die Nichte in dieser Metropole sicherlich auch in musikalischer Hinsicht reiche Impulse. Briefe aus diesen Jahren, die uns Aufschluss darüber geben könnten, sind leider nicht erhalten.


    Studium am Konservatorium Luxemburg

    Am 1. Mai 1906 fand schließlich die offizielle Eröffnung des hauptstädtischen Musikkonservatoriums statt. Die siebzehnjährige Lou Koster schrieb sich sofort in den Fächern Violine und Klavier ein. Weibliches Mäzenatentum hatte die Gründung dieser Schule, die nach ihrer Mäzenin „Conservatoire municipal de musique Fondation Eugénie Dutreux“ genannt wurde, ermöglicht. Eugénie Dutreux (1810-1902) hatte in ihrem Testament vom 9. Oktober 1902 der Stadt Luxemburg u.a. die imposante Summe von 200.000 Franken eigens für musikalische Belange überschrieben. Die Stadt Luxemburg hatte so endlich die finanziellen Mittel zu der lange geplanten Neugründung einer hauptstädtischen Musikschule. Vor allem zwischen 1906 und 1921 übertraf die Zahl der dort angemeldeten Schülerinnen permanent die der Schüler.


    Frauen waren damals bei der Bewerbung um Professorenstellen allerdings noch keinesfalls gleichberechtigt. 1906 waren lediglich zwei der acht besser bezahlten Professorenstellen von Frauen besetzt und unter den fünf Repetitoren befand sich nur eine einzige Frau. Lediglich im untersten Bereich der Hierarchie - dem der Lehrbeauftragten und „élèves-moniteurs“ (Studenten-Lehrer) - arbeiteten zur Hälfte Frauen.


    Lou Koster studierte in den Jahren 1906 bis 1927 im Konservatorium Violine und Klavier bei Joseph Keyseler (1879-1953) und Marie Kühn-Fontenelle (1875-1952). Obwohl das Fach Komposition am Konservatorium im Prinzip vom Direktor selbst unterrichtet werden sollte, gibt es in den Archiven des Konservatoriums bis 1943 keinerlei Nachweise von Absolventen der Kompositionsklasse. Lou Koster schrieb sich in den Jahren 1908 bis 1911 und erneut 1922 bis 1927 in der Klasse für Tonsatz ein, die der luxemburgische Komponist Fernand Mertens (1872-1957) sowie der Direktor und Komponist Lucien Lambotte (1888-1969) leiteten. Sie schloss dieses Studium mit einem „Ersten Preis mit Auszeichnung“ ab.

    Viele Jahre später, Ende der 1930er Jahre nahm sie Privatunterricht in Kontrapunkt bei Ernst Eichel, dem Konzertmeister und zweiten Kapellmeister des Orchesters von Radio Luxemburg. In beiden Fächern konzentrierte sie sich auf das Erlernen historischer Stile, und nicht - wie in einem hochrangigen Kompositionsunterricht üblich - auf die Schulung eines freieren Umgangs mit dem musikalischen Material.


    Die Stummfilmbegleiterinnen

    Die jungen Frauen der Familie Koster lernten früh, mit Musik Geld zu verdienen. Neben ihrer pädagogischen Tätigkeit im Konservatorium spielte Lou Koster (Violine oder Klavier) zusammen mit ihrer Schwester Lina (Violoncello) und gelegentlich auch mit ihrer Schwester Laure (Violoncello) Musik zu den Stummfilmen in den Kinos der Hauptstadt. Die etwas jüngere Schwester Laure Bodson-Koster, die erst später mitspielte, erinnert sich, dass ihre Schwestern jahrelang – vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg – täglich in den Abendvorstellungen und an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 23.00 Uhr auftraten, und erläutert: „O, e feste Kontrakt, doriwwer ass net geschwat ginn. […] Freides owes si si bezuelt ginn an dann hun si d’Pay op de Nuetsdësch vu menger Mamm geluet.“ („Über einen festen Kontrakt wurde nicht geredet. […] Jeden Freitagabend wurde ausbezahlt. Das Geld legten die Schwestern auf den Nachttisch der Mutter.“) (Gespräch mit Laure Bodson-Koster am Montag, den 11. März 1996)


    Die Mutter tolerierte grundsätzlich keinen Müßiggang der Töchter. Lina beispielsweise, die außer ihren täglichen Engagements im Kino keinen eigentlichen Beruf ausübte, wurde die gesamte Hausarbeit übertragen. Lou Koster trat als Pianistin in Konzerten auf. So begleitete sie beispielsweise am 15. Juli 1919 ein Pariser Künstlerensemble - bestehend aus zwei Sängerinnen, einem Sänger, einer Diseuse sowie der jungen Tänzerin Jeanne Ronsay, die im Begriff war, sich als Choreografin, Tänzerin, Tanzforscherin und Tanzpädagogin zu etablieren, auf dem Klavier, das dem Bühnenbild angepasst mit Draperien behängt war. Der Kritiker Batty Weber (1860-1940) schrieb zwei Tage später im „Abreißkalender“ in der Luxemburger Zeitung: „Und Frl. Koster verdient einen besonderen Lobspruch für ihre Klavierbegleitung, der man unter ihren Händen nicht anhörte, wie schwierig sie war.“


    Musikpädagogin am Konservatorium

    Lou Koster wurde im Schuljahr 1908/09 - nur kurze Zeit, nachdem sie sich im Konservatorium als Schülerin eingeschrieben hatte – lehrbeauftragte Schülerin („élève-monitrice“ oder „monitrice“) in den Fächern Klavier und Violine. Es war üblich, dass begabte Schüler und Schülerinnen am Konservatorium Unterricht erteilten. Dass diese Arbeit schlecht bezahlt war, ist nicht zuletzt an den immer wieder von den Betroffenen an die Aufsichtskommission gerichteten Beschwerden und Forderungen nach besserer Bezahlung ersichtlich. Die Gehälter der Lehrer und Lehrerinnen des Konservatoriums waren ohnehin stark gestaffelt. Lehrer für Klavier oder Violine erhielten von vorneherein ein höheres Gehalt als solche für Gesang oder Blasinstrumente. Es gab nicht weniger als drei Kategorien von Lehrern und drei weitere Kategorien von Repetitoren. Ein Repetitor der dritten Kategorie erhielt nicht einmal ein Drittel des Gehaltes eines Lehrers der ersten Kategorie. Auf der untersten Stufe in der Gehaltsliste, nicht einmal als Kategorie erwähnt, befanden sich die „moniteurs“ und „monitrices“.


    In sechzehn Jahren wurden im Konservatorium keine neuen festen Stellen geschaffen, obwohl die Zahl der Lehrer von Anfang an zu niedrig war. Dank der „moniteurs“ und „monitrices“, die sich der überzähligen Schüler und Schülerinnen annahmen, sparte die Gemeinde viel Geld. Offiziell hatte die Aufsichtskommission – um Missbräuche in Grenzen zu halten – in der Sitzung vom 4. Juli 1910 zwar festgelegt, dass ein Schüler oder eine Schülerin höchstens vier Jahre lang als „moniteur“ oder „monitrice“ arbeiten und anschließend fest angestellt werden sollte. Doch diese Richtlinie, vom Gemeinderat in der Sitzung vom 30. Juli 1910 gutgeheißen, wurde in der Praxis außer Acht gelassen. Lou Koster war nicht weniger als dreizehn Jahre lang „monitrice“. Erst 1922 wurde von verschiedenen Seiten der Druck so groß, dass die Gemeinde endlich sieben Stellen gleichzeitig schuf.


    Am 1. Mai 1922 - nur wenige Tage nach der Uraufführung ihrer Operette - erhielt Lou Koster endlich auch eine feste Anstellung am Konservatorium. Aber auch dieser Erfolg war nur ein Teilerfolg. Um die leidige Frage der seit Jahren unterbezahlten „moniteurs“ und „monitrices“ ohne Nominierungen endlich zu regeln, oblag es der Aufsichtskommission, Ernennungsvorschläge für insgesamt sieben Posten - vier Professuren und zwei Hilfsprofessuren für Klavier sowie eine Professur für Violine - bei der Gemeinde einzureichen. Lou Koster wurde - obwohl sie in Violine sogar ein besseres Abschlussdiplom hatte als in Klavier – lediglich in letzterem Fach vorgeschlagen, was die Musikerin nach den Aussagen ihrer Verwandten Maisy Koster bedauerte (Gespräch mit Maisy Koster am 13. Februar 1996). Obschon sie – zusammen mit Marguerite Van Acker (1883-1966), Emilie Dauphin (1884-1947) und Marie Govers (1886-1949), die schließlich die drei ersten Lehrstellen erhielten - seit mehr als zehn Jahren im Konservatorium für wenig Geld unterrichtet hatte, wurde die vierte der Professuren nicht an sie, sondern an Richy Müller (1893-1977), den einzigen männlichen Kandidaten, der bis zu diesem Datum noch nicht am Konservatorium gelehrt hatte, vergeben. Lou Koster und Marcel Radoux (1895-1950), der seit 1918/19 als „moniteur“ am Konservatorium tätig war, erhielten die zwei Hilfsprofessuren. Batty Weber widmete dieser „hanebüchenen Ungerechtigkeit“ einen bitteren Artikel in der „Luxemburger Zeitung“ (11. März 1922).


    Hilfsprofessoren und -professorinnen, die seit mindestens zwanzig Jahren am Konservatorium unterrichtet hatten, konnten sich einem Beförderungsexamen stellen, das ihnen nach Bestehen einen Professorenlohn garantierte. Lou Koster legte dieses Examen im Schuljahr 1933-34 erfolgreich ab. Im Examensbericht heißt es jedoch einschränkend: „Toutefois le jury tient à rendre la commission du conservatoire attentive au fait qu’il est préférable que Mademoiselle Koster s’en tienne au point de vue pédagogique au degré moyen.“ („Gleichwohl möchte die Jury die Aufsichtskommission des Konservatoriums darauf aufmerksam machen, dass es besser ist, wenn Fräulein Koster sich in ihrer pädagogischen Arbeit auf Schüler des mittleren Grades beschränkt.“) (Archiv des Luxemburger Konservatoriums: Procès verbaux des concours: 1924-1945: Année scolaire 1933-34.). Es bleibt dahingestellt, ob man mit dieser Einschränkung die Komponistin vom Unterrichten vor allem in der Unter- oder aber der Oberstufe oder in beiden auszuschließen beabsichtigte. Ob es sich bei dieser teilweise negativen Bewertung ihrer pädagogischen Fähigkeiten tatsächlich um eine berechtigte Kritik handelte, bleibt ungeklärt. Am 7. Mai 1954 trat die Musikerin in den Ruhestand und widmete sich fortan mit noch verstärkter Energie ihrer Tätigkeit als Komponistin.


    Lou Koster als Komponistin – die ersten Erfolge

    In welchem Alter Lou Koster mit Komponieren anfing, ist nicht mit Exaktheit zu ermitteln. Sie gehörte nicht zu jenen, die im Hinblick auf eine sich interessierende Nachwelt ihre Manuskripte minutiös datieren oder ein chronologisches oder systematisches Werkverzeichnis anlegen. Schriftliche autobiografische Zeugnisse sind leider sehr spärlich überliefert. In einem im Jahr 1961 verfassten Lebenslauf liest man zwischen den Zeilen, dass erste Kompositionen - Vertonungen von Gedichten von Alphonse de Lamartine und Alfred de Musset - zwischen 1908 und 1914 entstanden. Der Journalist Paul Aschman, der Lou Koster 1950 interviewte, schreibt, dass erste Werke als „Sechzehnjährige“, also ca. um 1905, entstanden (Aschman, Paul: „Lëtzeburger Leit: Lou Koster.“ in: Revue, 16.9.1950, S. 10.). Lange Zeit aber ging sie, die sich selbst als schüchtern bezeichnete, mit ihren Kompositionen nicht an die Öffentlichkeit.


    Erst Anfang der zwanziger Jahre wagte sie diesen Schritt, wurde Mitglied der S.A.C.E.M. (Société des Auteurs, Compositeurs et Editeurs de Musique; Sitz: Paris) und bat den Schriftsteller Batty Weber, ihr ein Libretto für eine einaktige Operette zu schreiben. Am 21. April 1922 fand die Uraufführung von „An der Schwemm“ im Saal des „Pôle Nord“ in Luxemburg statt. Die Operette existiert in zwei Fassungen (luxemburgisch und deutsch). In deutscher Sprache und unter dem Titel „Amor im Bade“ wurde sie von der Voels’schen Truppe „Amor im Bade“ wurde sie 1927 unter Mitwirkung deutscher KünstlerInnen erneut aufgeführt. Mit der Operette „An der Schwemm“ feierte die zweiunddreißigjährige Musikerin ihr öffentliches Debüt als Komponistin. Kritiken erschienen gleich am nächsten Tag in der „Luxemburger Zeitung“ sowie im „Luxemburger Tageblatt“ und bestätigen den großen Publikumszustrom wie den Erfolg des Werkes.


    Ein Jahr später, in einem Konzert mit Luxemburger Musik am 1. August 1923 auf dem Paradeplatz, erinnerte die Militärmusik nochmals an den Erfolg des Werkes und spielte unter der Leitung ihres Kapellmeisters Fernand Mertens, dem ehemaligen Lehrer Lou Kosters, das Potpourri „An der Schwemm“. Etwas später blickte die Komponistin allerdings mit gemischten Gefühlen auf die Rezeption der Operette zurück. Es scheint so, als habe sie sich bewusst an dem durchschlagenden und dauerhaften Erfolg der Operette „D’Wonner vu Spéisbech“ von Fernand Mertens (Text: Batty Weber; UA: 1915) orientiert, als sie ihr Werk plante und komponierte. Im Gegensatz zur Operette Mertens’, die heute zu den populärsten Werken der nationalen Musikgeschichte gehört, geriet Lou Kosters Vertonung jedoch allmählich in Vergessenheit.


    Ihre Orchesterkompositionen

    In den 1920er Jahren boten die musikalisch untermalten Schwimmfeste des „Swimming Club Luxembourg“ (S.C.L.) der jungen Lou Koster, die selbst eine begeisterte Schwimmerin war, die Möglichkeit, ihr musikalisches und kompositorisches Talent unter Beweis zu stellen. In den Pausen zwischen den Wettschwimmen sorgte ein Orchester, das über den Duschkabinen installiert war und von Lou Koster - vermutlich vom Klavier aus - geleitet wurde, für die musikalische Unterhaltung. Anlässlich des Schwimmfestes am 25. Juni 1922 führte das Orchester des S.C.L. beispielsweise den „Swimming March“ für symphonisches Orchester von Lou Koster - dem S.C.L. gewidmet - erstmals auf. Es scheint, als habe die Komponistin einen Teil ihrer heute noch erhaltenen Orchesterwerke - in der Regel leichtere Unterhaltungsmusik mit assoziationsreichen Titeln, Tanzsuiten, Walzer, Märsche usw. - eigens für diese Gelegenheiten komponiert. Einige dieser Kompositionen tragen tatsächlich Stempel der S.A.C.E.M. aus den 1920er Jahren.


    Es scheint, als habe die Komponistin sich vor allem in einer bestimmten Epoche ihres Lebens, mit Sicherheit in den 1920er und 1930er Jahren zum Komponieren von Orchesterwerken hingezogen gefühlt. Beflügelt wurde sie durch die Gründung des Orchesters von Radio Luxemburg im Jahr 1933. Jüngere Recherchen haben erwiesen, dass Lou Koster mit ihren Orchesterwerken, die in den 1930er Jahren immer wieder bei Radio Luxemburg zu hören waren, sehr populär wurde.


    Anlässlich der Jahrhundertfeier der luxemburgischen Unabhängigkeit im Jahr 1939 wurden ihre Märsche „La Joyeuse“ und „Keep smiling“ aufgeführt. Die „Luxemburger Stadtmusik“ spielte in ihrem „großen patriotischen Konzert“ am 19. April auch die „Fantasie aus der Operette „An der Schwemm“, während auf dem Programm des musikalischen Hauptereignisses, dem am 23. April gemeinsam von der Militärmusik, dem Orchester und Chor von Radio Luxemburg gegebenen „Concert patriotique pour le centenaire“, der Name der Komponistin allerdings fehlte.


    In der NS-Besatzungszeit wurde es still um fast alle luxemburgischen Komponisten, denen man kollektiv französische Einflüsse vorwarf. Geleitet vom Motto „Heim ins Reich“ wurde das Konzertleben nahezu ausschliesslich von deutscher Musik bestimmt. In der Presse wurde der Name Koster kaum noch erwähnt.


    Nach dem Krieg hatte sich der Musikgeschmack geändert. Vieles, was vor dem Krieg von Bedeutung war, wurde kaum noch beachtet. In den 1950er Jahren litt Lou Koster stark unter ihrer Isolation als Komponistin.


    Dass sie neben ihren vokalen Kompositionen tatsächlich auch zahlreiche Instrumentalwerke - v.a. Orchester-, aber auch Klaviermusik – komponiert hatte, geriet allmählich gänzlich in Vergessenheit. In einer Broschüre (Arend Steinberg 1990), die anlässlich ihres 100. Geburtstags erschien, werden die Orchesterkompositionen z.B. mit keiner Zeile erwähnt. Aus einer Interview-Reihe, die die Autorin 1996 durchführte, geht hervor, dass damals keiner der Verwandten und Musikerfreunde sich an Orchesterwerke von Koster erinnern konnte. Die Werke wurden jedoch von der Autorin in einem „Notenhaufen“ auf einem privaten Speicher 1996 wiedergefunden.


    Selbstverständnis als Komponistin

    Lou Koster benutzte ein besonderes Vokabular, um ihre musikalischen Tätigkeiten zu beschreiben. Komponieren hieß bei ihr: „Ech hunn e puer Noute verbrach“ („Ich habe ein paar Noten verbrochen“) oder „Ich schreibe Pünktchen“ oder „Ich bin in Nöten“, ein Konzert geben umschrieb sie mit „eraus goen“ („hinausgehen“). (Gespräche mit Freunden und Bekannten Lou Kosters)

    Eine persönliche oder eine von Frauen geforderte Bescheidenheit? Lou Kosters Selbstverständnis als Komponistin war zwiespältig. „Mee hat huet sech verstoppt […] hat war ze schei […] D’Louise huet sech ni gutt verdeedegt am Liewen.“ („Aber sie versteckte sich. […] Sie war zu schüchtern. [...] Louise hat sich nie gut verteidigen können“, meinte die Schwester Laure Bodson-Koster. (Gespräche mit Laure Bodson-Koster am 11. März 1996 und am 22. Januar 1997)

    Wie unsicher ihr Selbstbewusstsein in früheren Jahren war, bezeugt z.B. ein Brief, den sie am 2. Juli 1922, kurze Zeit nach der erfolgreichen Uraufführung der Operette „An der Schwemm“, an den Schriftsteller Batty Weber schrieb:

    „Cher Monsieur Weber,

    J’aimerais beaucoup vous dédier cette suite [une suite de lieders], mais je ne sais pas si cela vous fait plaisir, si vous avez toujours l’affectueuse sympathie pour mes p’tites mélodies et si cette suite vous plaira comme la Schwemm [l’opérette].J’ai tant l’impression, cher Monsieur, que si [vous] l’acceptez elle aura plus de valeur [...]

    Mais c’est drôle, quand j’ai ces moments de désespoir, quand je ne crois plus à la valeur et au sérieux de mes efforts, quand je trouve ma volonté et mon travail d’une prétention, oh! quand j’ai de la peine! je vois alors une tête blanche en qui j’ai confiance, -- et je redeviens courageuse et forte.Je suis au dessus, tellement vous êtes fort et tellement je crois en vous. [...]

    Lou Koster

    Pensez, Monsieur, que les petits ont besoin de la critique des grands [...]“


    („Lieber Herr Weber,

    Ich würde Ihnen diese Suite [eine Suite von Liedern] sehr gerne widmen, aber ich weiß nicht, ob ich Ihnen damit eine Freude machen kann, ob Sie noch immer die liebevolle Sympathie für meine kleinen Melodien empfinden und ob diese Suite Ihnen wie die ‚Schwemm’ [Operette] gefällt. Dabei habe ich den Eindruck, lieber Herr, dass, wenn Sie die Suite akzeptieren, sie größeren Wert hat [...]

    Aber es ist eigenartig, wenn ich diese Momente von Hoffnungslosigkeit habe, wenn ich nicht mehr an den Wert und die Ernsthaftigkeit meiner Bemühungen glaube, wenn ich mein Wollen und Arbeiten als Anmaßung empfinde, oh! Wenn ich unglücklich bin! Dann sehe ich einen weißen Kopf, dem ich vertraue - und ich werde wieder mutig und stark. Ich bin wieder oben. So stark sind Sie und so fest glaube ich an Sie [...]

    Lou Koster

    Denken Sie daran, Herr, dass die Kleinen die Kritik der Großen brauchen. [...]“)


    Einsatzkraft und Kampfeslust

    Anfang der 1960er Jahre wurde Lou Koster kämpferisch. Am 22. November 1959 fand im Stadttheater unter der Schirmherrschaft der Stadt Luxemburg und unter dem Titel „Récital de poésies et de mélodies d’auteurs luxembourgeois“ ein musikalisch-literarischer Abend statt, in dessen Mittelpunkt das Liedschaffen der mittlerweile siebzigjährigen Lou Koster stand. Rund zwanzig ihrer Lieder wurden von Béby Kohl-Thommes (Sopran) und Camille Felgen (Tenor) interpretiert. Die Sänger wurden von der Komponistin selbst am Klavier begleitet. Zwischen den Liedern wurden Gedichte Luxemburger Autoren vorgetragen. Das Konzert war gut besucht und fand in der regionalen Presse ein lebhaftes und positives Echo. Kritiken erschienen in den Zeitungen „Letzeburger Journal“, „Zeitung“, „Tageblatt“, „La Meuse“ sowie „Luxemburger Wort“.

    Ermutigt durch den Erfolg dieses Konzertes, entschloss sich die Komponistin dazu, der jahrelang schmerzlich vermissten Resonanz auf ihre Kompositionen aktiver entgegenzuwirken. Das Gesangsensemble „Onst Lidd“ wurde auf ihre Initiative gegründet. Die Idee, ein solches Ensemble ins Leben zu rufen, hatte die Komponistin schon seit Jahren gehegt.

    Die Sängerin Béby Kohl-Thommes äußert sich über das Selbstverständnis Lou Kosters im Alter folgendermaßen: „Ech mengen, si huet net un hire Saache gezweiwelt. [...] si hat ouni Zweiwel Stolz.“ („Ich glaube, dass sie nicht an ihren Werken zweifelte. [...] Sie besaß ohne Zweifel Stolz.“) (Gespräch mit Béby Kohl-Thommes am 17. Januar 1996.) Auf Enttäuschungen reagierte sie nicht mehr mit selbstzerstörerischer Verzweiflung, sondern dachte über deren möglichen Zusammenhang mit ihrer Außenseiterstellung als weibliche Komponistin in Luxemburg nach. Sie spürte, dass sie als Frau für männliche Komponisten eine unangenehme Konkurrenz darstellen konnte und meinte: „Wann ech e Mann wier, dann hätt ech et vill méi einfach.“ „Ech eleng ginn se net meeschter“ („Wäre ich ein Mann, dann hätte ich es viel einfacher“ „Ich allein kann nichts gegen sie.“) (Gespräche mit ihren Verwandten Jean-Paul und Maisy Koster (†) am 16. Januar sowie 13. Februar 1996). Sich für die Gleichberechtigung der Frau auszusprechen, war, wie ihre Verwandten und Freunde einstimmig berichten, für sie stets eine Selbstverständlichkeit.


    Das Luxemburger Liedschaffen in Konzerten zu würdigen, sollte das offizielle Ziel des Ensembles sein. In Wirklichkeit aber war „Onst Lidd“ ein persönliches Sprachrohr der Komponistin. Blättert man die zahlreichen Konzertprogramme und -kritiken durch, fällt auf, dass die meisten der aufgeführten Kompositionen aus der Feder Lou Kosters stammten. Lieder anderer Luxemburger Komponisten und Komponistinnen fanden nur gelegentlich und vereinzelt Aufnahme. Das Ensemble wurde in den ersten Jahren von Lou Koster selbst am Klavier begleitet. Mit zunehmendem Alter überließ sie der Pianistin Jeannette Giampellegrini (*1938) diese Funktion, da sie bei ihren Auftritten als Begleiterin unter starkem Lampenfieber litt.


    Die über lange Jahre festen Mitglieder des Ensembles waren Béby Kohl-Thommes (Sopran), Venant Arend (Tenor), Laurent Koster (Bariton), Lou Koster sowie etwas später Jeannette Giampellegrini (Klavier). Andere Musiker und Musikerinnen - wie beispielsweise die Sopranistinnen Josette Doemer (*1932) und Yvy Flesch-Weydert (*1934) - wirkten zeitweilig mit. Die Konzerte fanden häufig im Staatsmuseum in der Hauptstadt, aber auch in Schulen, Altersheimen oder Gemeindesälen im ländlichen Umfeld Luxemburgs statt und blieben in der nationalen Presse keineswegs ohne Resonanz. Im Dezember 1966 veröffentlichte das Ensemble „Onst Lidd“ eine Single mit sechs Liedern Lou Kosters auf Texte von Nikolaus Welter.


    Die jungen Interpreten und Interpretinnen und die Komponistin unterstützten und förderten sich mit dieser Initiative gegenseitig. Die erfahrene Pädagogin unterrichtete die Mitglieder des Ensembles unentgeltlich und half auch gelegentlich mit bei der Finanzierung von Musikstudien im Ausland. Die jungen Sängerinnen und Sänger setzten sich ihrerseits mit vollem Engagement für das Schaffen der Komponistin ein, und das nicht nur zu deren Lebzeiten. Nach ihrem Tod veranstalteten sie immer wieder Gedenkkonzerte, setzten sich für erneute Aufführungen ihres Oratoriums „Der Geiger von Echternach“ ein und gründeten zusammen mit weiteren Freunden und Freundinnen der Musikerin das „Comité Lou Koster“, dessen Ziel es war, das Werk der Komponistin nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.


    Später Erfolg

    Ihren größten öffentlichen Erfolg erlebte die Komponistin als 83-jährige. Am 9. Juli 1972 wurde in der Echternacher Basilika ihr umfangreichstes Werk, die Ballade für Solisten, Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“ nach einem Text von Nikolaus Welter vom RTL-Orchester und der „Chorale Municipale Uelzecht“ unter der Leitung von Pierre Cao (*1937) uraufgeführt. Die Solisten waren Béby Kohl-Thommes, Venant Arend und Laurent Koster. Die Komponistin, die ihre Sommerferien gerne in Südfrankreich in der „Messuguière“, dem als „foyer pour travailleurs intellectuels“ eingerichteten Haus der Familie Mayrisch in Cabris verbrachte, hatte die Komposition dort im Sommer 1966 entworfen und 1967 die Klavierpartitur vollendet. Das Werk selbst zu instrumentieren, empfand sie jedoch in ihrem Alter als zu anstrengend. Sie beauftragte daher den jungen Dirigenten Pierre Cao mit der Orchestrierung.


    Die Reaktion der Luxemburger Presse war in einigen Zeitungen geradezu euphorisch. Nationaler Stolz steht in einigen Kritiken im Mittelpunkt. Die Forderung, das Werk jeden Sommer bzw. jeden zweiten Sommer in der Echternacher Basilika aufzuführen, um auch die Touristen mit einem Stück Luxemburger Musikgeschichte bekannt zu machen, wurde laut. Am 27. Juni 1974 wurde „Der Geiger von Echternach“ tatsächlich erneut dort aufgeführt. Lou Koster erlebte diese Darbietung jedoch nicht mehr. Am 17. November 1973 war sie im Alter von 84 Jahren in Luxemburg gestorben. „Der Geiger von Echternach“ wurde in der Folge nur noch zweimal – am 5. Mai 1990 im Konservatorium der Stadt Luxemburg sowie am 18. und 19. September 2009 – aufgeführt.

    Würdigung

    Lou Koster komponierte über einen Zeitraum von rund 60 Jahren 322 Einzelkompositionen. Von diesem Gesamtoeuvre sind heute 255 Kompositionen in vollständiger Fassung erhalten, 67 Werke sind verschollen bzw. nur in fragmentarischer Form erhalten.

    Wenn auch die meisten ihrer Werke bis heute nur in Manuskriptform erhalten sind (nur 46 wurden zu Lebzeiten veröffentlicht), bemühte sich die Komponistin doch offensichtlich intensiv um Kontakte zu Verlagen in Luxemburg und in den angrenzenden Ländern (Belgien, Deutschland).

    Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit wirkte Lou Koster während nahezu einem halben Jahrhundert als Klavierpädagogin am Konservatorium Luxemburg und bildete in dieser Zeit eine Reihe guter Pianistinnen und Pianisten aus.

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    „Utopische Romantik“ im 20. Jahrhundert – der Fall Luxemburg

    Lou Koster fühlte sich zeitlebens am stärksten zur Vokalmusik hingezogen. Dazu die Komponistin selbst: „Comme un peintre joue avec les couleurs pour en faire une composition qui traduit des sentiments, des émotions, je compose des mélodies susceptibles d’exprimer en musique, ce que je ressens à la lecture d’un poème évocateur…“ („So wie ein Maler mit Farben spielt, um Gefühle und Emotionen zur Darstellung zu bringen, komponiere ich Lieder, um das, was ich bei der Lektüre eines Assoziationen hervorrufenden Gedichtes empfinde, zum Ausdruck zu bringen.“) (L. T.-P.: „Lou Koster: Une vie consacrée à la musique.“ In: „Letzeburger Journal“. 29. August 1961).


    Auch beim Komponieren von instrumentalen Werken verzichtete sie nicht auf Außermusikalisches als Inspirationsquelle. In ihrem Gesamtwerk fehlt die absolute Musik. Sie schrieb keine Symphonien oder Instrumentalkonzerte, sondern Tänze, Walzersuiten, Märsche oder von Natureindrücken beeinflusste Fantasiestücke für Orchester. Sie komponierte auch keine Klaviersonaten, sondern Charakterstücke oft tanzartigen Charakters oder mit poetischen Titeln wie beispielsweise „Soir d’été“, „Amour qui flotte“, „Comme les Vagues“. Vor Unterhaltungsmusik hatte Lou Koster keinerlei Berührungsängste. In den 1910er, 1920er und 1930er Jahren arbeitete sie als Komponistin wie Musikerin viel in diesem Bereich.


    Ihre Werke entstanden selten ausschließlich am Schreibtisch. Die Natur gehörte - neben der Dichtkunst - zu ihren Hauptinspirationsquellen. Wenn sie spazieren oder wandern ging, nahm sie stets den einen oder anderen Gedichtband mit, wählte einzelne Gedichte aus und ließ ihrer Inspiration freien Lauf. Ihre musikalischen Einfälle - Themen, Harmoniefolgen, Affekte - skizzierte sie, mal flüchtig, mal ausführlich, am Rande des gewählten Gedichts. Nach Hause zurückgekehrt, am Schreibtisch oder am Klavier sitzend, verarbeitete sie anschließend einen Teil dieser Skizzen zu Liedern. Ein weiterer Teil ihrer musikalischen Einfälle wurde nie verwertet. Blättert man in den sichtbar rege benutzten Gedichtbänden der Komponistin, die heute zum Teil von der Nationalbibliothek erworben wurden, zum Teil aber immer noch in Privatbesitz sind, hört man mit dem inneren Ohr Fragmente dieser zahlreichen unkomponierten und ungesungenen Lieder. Die eigentliche Tätigkeit des Komponierens beschreibt ihre Verwandte Maisy Koster (1924-2010) folgendermaßen: „Komponéiere war e laangwierege Prozess. Si huet dofir kee Piano gebraucht, mea vill Gummien. Si huet vill radéiert.“ („Das Komponieren war ein langwieriger Prozess. Sie benötigte dafür kein Klavier, aber viele Radiergummis.“) (Gespräch mit Maisy Koster am Dienstag, den 13. Februar 1996.)


    Weitaus der größte Teil ihrer Vertonungen basiert auf Texten Luxemburger Dichter und Dichterinnen. Nur wenige Komponisten und Komponistinnen haben sich so intensiv mit der Luxemburger Literatur auseinandergesetzt wie Lou Koster. Sie vertonte v.a. Texte von Willy Goergen (1867-1942) und Nikolaus Welter (1871-1951), aber auch von Pierre Grégoire (1907-1991), Lucien Koenig (1881-1961), Marcel Noppeney (1877-1966), Wöllem Weis (1894-1964), Isabelle Oberweis (* 1925), Henriette Theisen (* 1914), Anise Koltz (* 1928) u.a. sowie einige wenige eigene Gedichte. Was die deutsche und französische Dichtung betrifft, vertonte sie nahezu ausschließlich Texte des 19. Jahrhunderts. „Lou Koster trauerte einer fast utopischen Romantik nach“, schreibt Aloyse Schmitz in einem Artikel am 26. November 1973 im „Tageblatt“.


    Analysiert man den musikalischen Stil der Komponistin, stellt man Ähnliches fest. Zur Neuen Musik hatte Lou Koster nie eine Beziehung. Die Musik der Zweiten Wiener Schule und die Avantgarde-Musik des 20. Jahrhunderts ließen sie völlig unberührt. Sie hörte keine zeitgenössische Musik, suchte keinen Kontakt zu zeitgenössischen Komponisten und Komponistinnen. Eine solche Verschlossenheit avantgardistischen musikalischen Tendenzen gegenüber war in ihrer Zeit in Luxemburg jedoch nichts Außergewöhnliches, sondern vielmehr bei Komponisten, Musikern, Dirigenten, Konzertveranstaltern, Musikliebhabern sehr verbreitet. Auch der Dirigent Henri Pensis, eine das Luxemburger Musikleben der 1930er bis 1950er Jahre nachhaltig prägende Persönlichkeit, stellt keine Ausnahme dar.


    Lieblingskomponist von Lou Koster war und blieb zeitlebens Franz Schubert (1797-1828). Ihre Musik - die durchaus originelle Qualitäten besitzt - hat Charme und Eleganz und erinnert - wollte man sie mit einer anderen Komponistin stilistisch vergleichen - am ehesten an Cécile Chaminade (1857-1944), der populärsten, wenn auch nicht fortschrittlichsten Komponistin der Jahrhundertwende und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da Lou Koster sich in ihrem musikalischen Stil während ihres langen Lebens kaum veränderte, konnte die Distanz zur internationalen Moderne, die bereits in ihren frühen Werken auffällt, im Laufe der Zeit nur größer werden.


    Die Anforderungen, die Lou Koster an sich selbst als Komponistin stellte, waren nicht ohne Widersprüche. Einerseits orientierte sie sich v.a. in ihrem Liedschaffen an der französischen und an der deutschen Romantik sowie am französischen Impressionismus, andererseits identifizierte sie sich mit dem Luxemburger Nationalstil des 19. Jahrhunderts und komponierte auch in den damals beliebten Gattungen, d.h. Märsche, Operetten und Luxemburger Lieder, deren im Allgemeinen populärer, eingängiger und unterhaltender Ton allerdings wenig mit der komplexen, verinnerlichten Musiksprache der Romantik gemein hat. Lou Koster wollte eine populäre Komponistin sein, deren Melodien man auf der Straße pfiff. Diesen beiden gegensätzlichen Ansprüchen in ihrem Schaffen gerecht zu werden, war ein Balanceakt. Immer wieder beklagte sie sich, dass ihre Lieder ignoriert wurden und fühlte sich in ihren Erwartungen betrogen und tief enttäuscht.


    Die pädagogische Arbeit

    Lou Koster war eine fordernde und strenge Musikpädagogin. Der Großvater war ihr Vorbild in diesem Bereich. Während ihre besten Schülerinnen, beispielsweise Andrée Pepin-Weitzel (1929-2010), von ihren Fähigkeiten und ihrem Talent schwärmten (Interview der Autorin vom 16. August 2007 in der Wohnung von Andrée Pepin-Weitzel in Luxemburg-Stadt), hatte sie, die in ihrer Jugend mit Leichtigkeit das Klavierspiel erlernt hatte, mit weniger begabten Schülern und Schülerinnen wenig Geduld. Talentierte junge Musiker und Musikerinnen aber inspirierten und beflügelten sie zu höheren musikpädagogischen Leistungen. Diese Schüler und Schülerinnen noch neben den regulären Stunden am Konservatorium zu unterrichten und nach Kräften zu fördern, scheute sie keine Mühe.

    Rezeption

    Rezeption zu Lebzeiten

    Man kann, was die Rezeption des kompositorischen Schaffens Lou Kosters zu ihren Lebzeiten betrifft, von vier Phasen sprechen.


    Von 1905 bis 1919 komponierte sie nur „heimlich“, wenn sie eigene Werke vorstellte, dann nur anonym (in den Programmen, die sie als Stummfilmmusikerin in den Kinos spielte).


    Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte ein Schub in ihrem Selbstbewusstsein. Sie wurde Mitglied der S.A.C.E.M, trat mit umfangreicheren Werken vor die Öffentlichkeit und suchte und fand Verleger im In- wie Ausland. Einen ersten großen Erfolg feierte sie mit ihrer Operette „An der Schwemm“, die von der Presse ausgesprochen positiv aufgenommen wurde. Die üblichen Phrasen, mit denen Kritiker häufig herablassend auf das Werk einer jungen Komponistin reagierten, kommen nicht vor. Gelobt wird die Frische, die Kantabilität, die Vielfältigkeit ihrer „schön ausgeformten Musiksprache“, die „weit über dem Niveau der Operette“ steht und „ein starkes Gefühl für den Stil des ernst bewegten Liedes“ verrät („Luxemburger Zeitung“ Nr. 112, 22. April 1922). In den 1930er Jahre wurde sie mit ihren schwungvollen, unterhaltenden Orchesterwerken bei Radio Luxemburg populär. In der Presse tauchte ihr Name immer wieder auf.


    Mit der NS-Besatzungszeit (1940-44) brach das Interesse an Lou Koster jäh ab. Nach dem Krieg hatte sich der Musikgeschmack verändert. In den 1950er Jahre, eine ohnehin für Künstlerinnen wenig förderliche Zeit, komponierte Lou Koster vielfach wiederum nur für die Schublade. Sie litt stark unter dem Desinteresse von Musikern und Publikum.


    Anfang der 1960er Jahre machte Lou Koster in den zahlreichen Konzerten des von ihr gegründeten Vokalensembles „Onst Lidd“ ihr Vokalschaffen bei einer breiteren Öffentlichkeit in Luxemburg bekannt. Parallel zu den Aktivitäten des Ensembles stieg auch das Presseecho, das nahezu ausnahmslos sehr positiv war, an. Als 1972 eines ihrer Hauptwerke – „Der Geiger von Echternach“ - aufgeführt wurde, hatte es den Anschein, als hätte Lou Koster sich längst Eingang in die Luxemburger Musikgeschichte verschafft.


    Posthume Rezeption

    Nach dem Tod der Komponistin setzte sich das von ihr gegründete Vokalensemble ‚Onst Lidd‘ weiterhin dafür ein, dass ihre Werke nicht in Vergessenheit gerieten. Da der weitaus größte Teil ihrer Kompositionen in den Händen der ehemaligen Mitglieder des Ensembles war, interessierten sich allerdings kaum andere Interpreten und Musikwissenschaftler für das Schaffen Kosters, das somit in Vergessenheit zu geraten drohte, insbesondere da – altersbedingt – die Auftritte des Ensembles immer seltener wurden.


    Das Jahr 2003 – in dem es zur Gründung des „Archivs Lou Koster im Cid-femmes“ kam – läutete eine Wende in der Rezeptionsgeschichte ein, da nun erstmals das Gesamtschaffen der Komponistin öffentlich zugänglich wurde. Seitdem interessieren sich Interpretinnen und Interpreten vermehrt für das Werk, das wieder regelmäßiger in Konzerten zu hören ist. Mittlerweile wurden auch eine CD mit einer Auswahl ihrer Lieder sowie eine weitere mit ihrer Ballade für Solisten, Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“, eingespielt, eine Masterarbeit über ihr Liedschaffen sowie eine weitere über ihr Werk „Der Geiger von Echternach“ verfasst sowie ausgewählte Werke in Unterrichtsmaterialien für Kinder erschlossen.

    Werkverzeichnis

    Das Gesamtwerk Lou Kosters und die Gründung des „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“

    Bis 2003 war der weitaus größte Teil ihrer Kompositionen in Privatbesitz und kaum zugänglich. Einen Teil ihrer Manuskripte hatte die Komponistin bereits zu Lebzeiten den Mitgliedern des Ensembles „Onst Lidd“, Laurent Koster (*1935), Venant Arend (*1935) und Béby Kohl-Thommes (*1923) versprochen. Die Partituren, die Laure Bodson-Koster (1902-1999) erbte, gab sie Laurent Koster, der, wie der Name es vermuten lassen könnte, dennoch kein Familienangehöriger ist, in Verwahrung.


    2003 gründete „Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes“ das „Archiv Lou Koster“. Bei diesem Projekt arbeitete „Euterpe“ eng mit der Nationalbibliothek Luxemburgs zusammen. Gemeinsam ist es den beiden Bibliotheken gelungen, im Jahr 2003 ein Großteil des kompletten Oeuvres von Lou Koster zu archivieren und im „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ erstmals öffentlich zugänglich zu machen. Durch Schenkung von Originalen aus dem Besitz von Venant Arend sowie durch Ankauf der umfangreichen Manuskriptsammlung von Laurent Koster konnte auch die Nationalbibliothek ihre Sammlung luxemburgischer Partituren um weitere wertvolle Werke bereichern (die Manuskripte des „Fonds Koster“ in der Nationalbibliothek wurden allerdings aus Personalmangel bis heute (2012) noch nicht archivarisch erfasst).


    Das „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ umfasst 430 Partituren, d.h. insgesamt 255 vollständig überlieferte Kompositionen, die oft gleich in verschiedenen Autografen erhalten sind. Zusätzlich werden 26 fragmentarisch überlieferte Werke archiviert. Insgesamt gelten 41 Werke, deren Existenz entweder durch Aufführungen oder Aufnahmen bezeugt sind, heute als verschollen. Überliefert sind 64 deutsche, 35 luxemburgische und 34 französische Lieder,19 Kinderlieder, 8 Werke für mehrere Singstimmen und Klavier, 27 Klavierstücke, 3 kammermusikalische Werke, 15 Werke für gemischten Chor, 12 Werke für Männerchor, 12 Werke für Kinderchor (Kinderlieder und szenische Märchen),12 Werke für Sinfonieorchester, 2 Werke für Blasorchester, 6 Orchesterlieder, 3 Werke für Chor und Orchester, die Ballade für Solisten Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“ (T.: N. Welter), die Operette „An der Schwemm“ (deutsche Fassung: „Amor im Bade“, T,: B. Weber), das Mysterienspiel für Solisten, Chor und Orchester „Das Krönlein der Muttergottes“ (T.: W. Weis).

    Bemühungen werden laufend unternommen, um verschollene bzw. fragmentarische Kompositionen in vollständigen Fassungen für das Archiv Lou Koster wiederzufinden. In den letzten Jahren wurden zehn Werke wiedergefunden.

    Die erhaltenen Werke sind nur selten datiert, so dass die Erstellung eines chronologischen Werkverzeichnisses mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist.

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    Klavierwerke


    Ainsi qu’un mimosa, Valse lente, En souvenir à A. R. Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Amour qui flotte, Intermède, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    An der Schwemm, Fantasie.

    Charme, Walzer.

    Comme les vagues, Valse lente, à ma chère amie Madame Marguerite Henciey, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Fleurs baisées, Valse lente, aux chères amies Alice et Lily Thimothée, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Impressions, Impressions du soir, Le soir qui chante, März 1927.

    Jang, Marche, [1920].

    Joyeuse, Valse, Weinböhla bei Dresden: Aurora, o.J.

    L’Olgatche, Mazourka, souvenir affectueux à Melle Olga Hoëbich, Bruxelles, Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    La Joyeuse, Marche, 1952.

    Les Belges, Pas redoublé, dédiée aux soldats belges et à leur glorieux roi, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Lore-Lore, Valse lente, An Lory Koster, Weinböhla bei Dresden: Aurora Verlag o. J.

    Maiennacht, Walzersuite, 7. Mai 1924.

    Ouverture légère.

    Papillons, Peiperleingen.

    Petite Source, Valse lente, à ma mère, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Polichinelle, Danse Intermède, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Pour un sourire, Valse lente, affectueusement à Miss Maria Weny, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Scouts in the Camping, Marche, [= Keep smiling], Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Si folle, Valse lente, inspirée d’une poésie de Margot Pellering, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Si loin, valse lente, valse caprice, 1924.

    Silhouetten, Walzersuite.

    Soir d’été, valse sérénade, à mon père, Bruxelles: Maison Musicale Moderne, [ca. 1950].

    Sur les bords du lac.

    Toute Vie, Lebenswalzer.



    Lieder


    Abrëll, T.: Willy Goergen.

    Abschied, T.: Wöllem Weis.

    Akaziebléi, T.: Willy Goergen, in: Trois Mélodies pour chant et piano sur des textes de poètes luxembourgeois, Luxemburg: B. Schellenberg, o.J.

    Allerséilen, T.: Willy Goergen.

    Als ich des Abends, T.: Nikolaus Welter.

    Am Oweswand, T.: Willy Goergen, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    An ein schönes Mädchen, T.: Nikolaus Lenau.

    April, T.: Nikolaus Welter.

    Avant que tu ne t’en ailles, T.: Paul Verlaine.

    Ave Maria, T.: Willy Goergen.

    Beim Hexepull, T.: Lucien Koenig [= Siggy vu Lëtzebuerg].

    Beim Nélchesstack, T.: Willy Goergen, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Bildnis, T.: Wöllem Weis.

    Braucht es wirklich vieler Worte, T.: Nikolaus Welter, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Ce Hêtre, T.: Marcel Gérard.

    C’est la simple histoire du petit prince, T.: Isabelle Oberweis.

    Chanson d’automne, Les sanglots longs, T.: Paul Verlaine.

    Chanson de Barberine, Chanson du beau chevalier T.: Alfred de Musset.

    Chanson de Fortunio, T.: Alfred de Musset, A ma chère Lory (=Laure Bodson-Koster).

    Chanson lunaire, T.: Paul Palgen, A Monsieur Gustave Simon, in : Mélodies sur des textes d’écrivains luxembourgeois. Bruxelles : Fernand Lauweryns, o.J.

    Chantant tout bas, [= A l’Aube], T.: Marcel Noppeney, in : Quatre Mélodies pour chant et piano, Bruxelles : Schott Frères, o. J.

    Charme, Baigneuse, T.: Marcel Gérard.

    Das Wunderbare, T.: Nikolaus Welter.

    De Bo’fank baut sein Näschtchen schon, T.: Willy Goergen.

    Déi eischt Vergissmeinnicht, D’Vergissmeinnicht, Ne m’oublie pas, T.: Willy Goergen.

    Deine lieben Augen, T.: Nikolaus Welter.

    Dem Härgott Luef an Dank, T.: Willy Goergen (verschollen).

    Den Dichter huet gesongen, T.: Willy Goergen.

    Der heilige Quirinus, T.: Nikolaus Welter.

    Der Herr Pastor ; T.: Wöllem Weis.

    Der Stern, T.: Albert Hoefler.

    Des cendres encor’ chaudes, T. : Renée J. Ray, Bruxelles : Schott Frères, o.J.

    Dezembergang, T.: Nikolaus Welter.

    D’Fré’jor ass do, T.: Willy Goergen.

    D’Fré’jor kann net weit ewech méi sin, T.: Willy Goergen.

    Die junge Frühe, T.: Nikolaus Welter.

    Die Nachtigall, T.: Theodor Storm, 1934.

    Die Sekunden singen, T.: Nikolaus Welter.

    Dieses ist das Wunderbare, T.: Nikolaus Welter.

    Domino, T.: Marcel Gérard.

    Don Juan, T.: Lucien Koenig [= Siggy vu Lëtzebuerg].

    Dory, T.: Lucien Koenig [= Siggy vu Lëtzebuerg].

    D’Ro’tbröschtchen, Le rouge-gorge, T.: Willy Goergen.

    Du friddlech Stärennuecht, T.: Willy Goergen, 1960.

    Du und Ich, T.: Nikolaus Welter.

    Du wuchsest in mein Leben hinein, So möge es denn für immer sein, T.: Nikolaus Welter (verschollen).

    E be’se Reif, T.: Willy Goergen, in : Mélodies sur des textes d’écrivains luxembourgeois. Bruxelles : Fernand Lauweryns, o.J.

    E Peiperlek am Summerwand, T.: Albert Elsen.

    E Wonnerstär, T.: Willy Goergen.

    Ech hätt gär vun der Léift gesongen, T.: Willy Goergen.

    Eia! Popeia, T.: Willy Goergen.

    Ein Stündlein wohl vor Tag, T.: Eduard Mörike (frz. Übersetzung: « H.P.»), aus: Deux Mélodies, Bruxelles, Paris: Schott Frères, o.J.

    Eine Harfe ist meine Seele, T.: Nikolaus Welter, in : Mélodies sur des textes d’écrivains luxembourgeois. Bruxelles : Fernand Lauweryns, o.J.

    Eine junge Birke, T.: Nikolaus Welter.

    Eine Sense klirrt und klingt, T.: W. Lennemann, September 1934.

    Eine zu wissen die dich liebt, T.: Nikolaus Welter.

    Einsamkeit, Solitude, A Monsieur Venant Pauké, T.: Hermann Allmers (frz. Übersetzung : « H.P.»), aus: Deux Mélodies, Bruxelles, Paris: Schott Frères, o.J.

    Ein Turm im Norden, T.: Nikolaus Welter. in: Mélodies sur des textes d’écrivains luxembourgeois. Bruxelles : Fernand Lauweryns, o.J.

    Emmer bass de sche’n mei Bösch, T. Willy Goergen.

    En sourdine, T.: Paul Verlaine.

    Eng Baureléift, T.: Willy Goergen.

    Eng hémlech Angscht, T.: Willy Goergen.

    Eng Sérénad fir d’Mamm, T.: Willy Goergen, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    En Iwergank, T.: Willy Goergen.

    Erstes Mailied, Zwischen Weizen und Korn, aus: Zwei Mailieder, T.: Johann Wolfgang von Goethe.

    Es geht ein Weinen leis im Wind, T.: Wöllem Weis.

    Es weht ein Ton herüber, T.: Nikolaus Welter.

    Fir der Mamm hiren Dâg, T.: Willi Goergen.

    Flussüberwärts singt eine Nachtigall, T.: Detlef von Liliencron.

    Fréijorsfréd, T.: Willy Goergen.

    Fréijorsrenchen, T.: Willy Goergen.

    Fréijorssënnchen, T.: Willy Goergen.

    Für Dich hab ich den Tod geküsst, T.: Nikolaus Welter (verschollen).

    Garde ton coeur encor, [= Berceuse], T. : Marcel Noppeney, in : Quatre Mélodies pour chant et piano, Bruxelles: Schott Frères, o.J.

    Géi, mâch ewei d’Bâch, T.: Willy Goergen.

    Geôle, T. : Marcel Gérard, 1968.

    Gleicht meine Seele nicht den Fluten, T.: Gregor Stein, 1964.

    Goldech Drêm, T.: Michel Hever (verschollen).

    Häerzklappen, T.: Willy Goergen.

    Hellweiss, Kommuniounslid, T. : Willy Goergen.

    Herbstlied, T.: Lore Braun, Regine: zum Dank für Rosen und Blaubeeren.

    Hier der Finger, T.: Nikolaus Welter.

    Höre mich Mutter, T.: Wöllem Weis (aus dem Bühnenwerk: Das Krönlein der Muttergottes).

    Hymne Pascal, T.: Félix Steinberg, Mai 1971.

    Ich lausche dem Fest, T.: Nikolaus Welter.

    Ich wandle durch den Abendfrieden, T.: Nikolaus Welter, 1936.

    Ich warte, Fällt nicht ein Ahnen, T.: Gregor Stein.

    Ich werde gehasst und ich werde geliebt, Und lästert ihr euch die Finger krumm, T.: Nikolaus Welter, Herbst 1967.

    Illusions, T.: Marcel Noppeney, in : Quatre Mélodies pour chant et piano, Bruxelles : Schott Frères, o.J.

    In der Abendsonne, Ich hab es endlich übers Herz gebracht, T.: Nikolaus Welter, Herbst 1967.

    In medio virtus est, Hâl an der Mött, de Verstand ass an der Mött, T.: unbekannt (verschollen, 1996 im Besitz von Laurent Koster).

    Träume, In weite Fernen, T.: Camille Frieden.

    Inquiétude, Je ne sais trop vers où m’enfuir, T.: Marcel Gérard.

    Kannergleck, T.: Willy Goergen.

    Kannerlidd, T.: Lucien Koenig [= Siggy vu Lëtzebuerg].

    Kirschenballade, T.: Nikolaus Welter.

    Kleines Weihnachtslied, T.: Gregor Stein, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J. [1936]

    Klesche komm, T.: Michel Hever, in: 16 Kannerlidder a Stömmungsbiller verto’nt vun: Victor Goldschmit, Michel Hülsemann, Lou Koster, Fernand Mertens, Henri Pensis, Th. [Thérèse] Spedener, Nicolas Stirn. Wierder vum Michel Hever, erausginn zu Gonschte vun der Crèche, Anderlecht, Bruxelles: F. Mertens, 1938.

    Komm, Meedche bréng mer Wäin, Hopp Spillmann, spill, T.: Willy Goergen.

    Kreschtnuecht, T.: Willi Goergen.

    La chapelle du village, T.: Agathe Conrath, Luxemburg : M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    La lune blanche [= O bien aimée], T.: Paul Verlaine.

    Lachendes Liebchen, Tango, T.: Lou Koster.

    Le pays que j’aime, T.: Félix Steinberg., 1971.

    Le piano que baise une main frêle, T.: Paul Verlaine, 1935.

    Le Rossignol, T.: Isabelle Oberweis.

    Le’erche, le’f Le’erchen, T.: Willy Goergen.

    Lëtzeburger Stodentelidd, T.: Siggy vu Lëtzebuerg [= Lucien Koenig].

    Lichtüberstürzt schweigt der Tag, T.: Anise Koltz, aus: Hochsommer – 2 Lieder von A. Koltz.

    Litaipes Gesang am Fluss, T.: Gregor Stein.

    Lôsst mer drénken, Erop aus dem Fâss, T.: Willy Goergen.

    Ma douleur, T.: Suzon Hédo (verschollen).

    Märchen, T.: Gustav Falke.

    Mei klengt le’ft Letzebuerg, T.: Willy Goergen (Fragment bzw. fragmentarisch überliefert).

    Mei Lëtzeburg, T.: François Meyer (verschollen).

    Mein Hémechtslid, T.: François Meyer.

    Méng le’f Mamm, T.: ? (Fragment bzw. fragmentarisch überliefert).

    Mir ist wie einem Kind, T.: Nikolaus Welter.

    Mondnacht, T.: Gustav Falke.

    Musik, T.: Auguste Oster.

    Net emmer ass den Himmel blo, T.: Willy Goergen.

    Nixegesang, T.: Siggy vu Lëtzebuerg [= Lucien Koenig], Luxemburg, M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Nostalgie, T. : Marcel Gérard, 1968.

    Novembertag ; T.: Wöllem Weis.

    O des märchenhaften Bildes, T.: Nikolaus Welter.

    O die Hände - deine Hände, T.: Nikolaus Welter, in: Trois Mélodies pour chant et piano sur des textes de poètes luxembourgeois, Luxemburg : B. Schellenberg, o.J.

    O Hochzeitsdâg, T.: Willy Goergen.

    Oh Mamm le’f Mamm, T.: François Meyer.

    Oktoberlied, T.: Theodor Storm.

    Pantomime, T.: Paul Verlaine, 1935.

    Pluie sur l’eau, T.: Paul Palgen, in: Trois Mélodies pour chant et piano sur des textes de poètes luxembourgeois, Luxemburg: B. Schellenberg, o.J.

    Pour maman, T.: Henriette Theisen.

    Présence aimée, T.: Marcel Gérard.

    Printemps, T.: Suzon Hédo, À Madame Raymond Flesch.

    Réngeldi-Ro’sen, T.: Willy Goergen, Luxemburg: M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Ri-Ra-Rutsch, T.: Willy Goergen.

    Riedchen tommel dech, T.: Willy Goergen.

    Rosa - Rosa - Reischen, e Kannerliddchen, T.: J.P. Helminger.

    Rosée - 1re Sérénade, Serenade, Wandl’ ich in dem Morgentau, T.: Gottfried Keller.

    Rosenmär, T.: Nikolaus Welter.

    Schilflied, T.: Nikolaus Lenau.

    Schloflidchen, T.: Willy Goergen.

    Schwanenzug, T.: Gregor Stein.

    Sérénad, T.: Michel Hever.

    Sérénade à Nina, T.: Alfred de Musset.

    Silence vers vous tendu, T.: Marcel Gérard.

    Sonniges Liebchen, Tango, T.: Lou Koster.

    Ständchen, T.: Michel Hever (verschollen).

    Ständchen, T.: Theodor Storm.

    Stierchen an der Nuecht, T.: W. Goergen.

    Tournois, T.: Marcel Noppeney, in : Quatre Mélodies pour chant et piano, Bruxelles: Schott Frères, o.J.

    Trauben, Liebster, Südlandstrauben, T.: Nikolaus Welter.

    Träumerei, T.: Nikolas Schaack, Luxemburg, M. Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Tu as mis ta robe aux fleurs, T.: Marcel Gérard.

    Veilleuse, T.: Marcel Gérard.

    Wann d’Stäre falen, T.: Willy Goergen (verschollen).

    Wär ech den Oweswand, T.: Willy Goergen.

    Weihnachtsglocken, T.: Nikolaus Welter.

    Welch hoher Sommertag, T.: Nikolaus Welter

    Wenn der Mohn die Hügel verbrennt, T. : Anise Koltz, aus: Hochsommer – 2 Lieder von A. Koltz.

    Wenn ich fern an dich denke, T.: Nikolaus Welter.

    Wie ruht’s sich wohl T.: Nikolaus Welter

    Wind, lieber wilder Wind, T.: Nikolaus Welter.

    Wir wuchsen beide zusammen, Ich leb’ in Deinem Schein, T.: Nikolaus Welter (verschollen).

    Wirrer Traum, T.: Gregor Stein (Pierre Grégoire).

    Zigeunerlied, T.: Wöllem Weiss.

    Zum neuen Jahr, Kirchengesang, T.: Eduard Mörike.

    Zweifelnder Wunsch, T.: Nikolaus Lenau.

    Zweites Mailied, Wie herrlich leuchtet nur die Natur, T.: Johann Wolfgang von Goethe.



    Werke für Singstimme und Instrumente

    Beim Nélchesstack für Singstimme und Streichquartett, T.: Willy Goergen.



    Werke für zwei Singstimmen und Klavier


    Chanson, Tu voudrais bien savoir, Duo, T.: Marcel Tresch.

    D’Fréjor ass do, T.: Willy Goergen.

    Du wuchsest in mein Leben hinein, T.: Nikolaus Welter.

    Ich habe für dich den Tod geküsst, T.: Nikolaus Welter.

    Ich lebe in deinem Schein, T.: Nikolaus Welter.

    Nostalgie, T.: Marcel Gérard, 1968.

    Pour maman, T.: Henriette Theisen.

    Trauben! Liebster, Südlandtrauben, T.: Nikolaus Welter.

    Träume, T.: Camille Frieden.



    Werke für gemischten Chor mit und ohne Klavier


    Als ich des Abends bei dir stand [1. Strophe], Schließe mir die Augen beide [2. Strophe], Maach mir t’Aen allebéid [3. Strophe], T.: Nikolaus Welter [= Textautor der 1. Strophe], Theodor Storm [= Textautor der 2. Strophe], Willy Goergen [Ûbersetzung des 2. Textes ins Luxemburgische = 3. Strophe].

    Ave Maria, T.: Willy Goergen.

    Beau Chevalier Chanson du beau chevalier, T.: Alfred de Musset.

    Beim Äppelter, E Vollekslid, T.: Willy Goergen.

    Der Herbst kutschiert durch’s Land, Herbst, der geschäftige Mann T.: Ruth Hof.

    Eng Baureléift, T.: Willy Goergen, Luxembourg: Kieffer-Binsfeld, o.J.

    Ënnerm Lannebâm, T.: Willy Goergen.

    Freijorssönnchen, Freijorsnaupen, T.: Willy Goergen.

    Ist auch der Tag, T.: Nikolaus Welter.

    Kirschenballade, T.: Nikolaus Welter, 1962.

    König Landstreicher, T.: Nikolaus Welter.

    Lôsst mer drénken, Erop aus dem Fâss, T.: Willi Goergen.

    Rosenmär, T.: Nikolaus Welter.

    Wie ein böser Traum, Als ich Dich kaum gesehen [= 1. Strophe], Ein Stündlein wohl vor Tag [= 2. u. 3. Strophe], T.: Theodor Storm [1. Strophe], Eduard Mörike [2. u. 3. Strophe].



    Werke für Kinderchor mit und ohne Klavier


    Anna Wilhelmy, e klengt Lidd fir Gesang a Piano, T.: D’jong Médercher aus der E.P.S. = Ecole Privée Ste Sophie, 1967.

    D’Routbröschtgen, E Kannerlid, T.: Willy Goergen.

    E Kannerliddchen, Tirelireli, Le’erche, le’f Le’erchen T.: Willy Goergen, Luxemburg: Letzeburger Vollekskidderverlag, 1959.

    Eng Sérénad fir d’Mamm, T.: Willy Goergen.

    Géi, mâch ewei d’Bach, T.: Willy Goergen.

    Mamm, T.: Michel Hever.

    Mei klengt le’ft Letzebuerg, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Oh Mamm le’f Mamm, Méng le’f Mamm T.: François Meyer (fragmentarisch überliefert).

    Pour Maman, T.: Henriette theisen.

    Rosenmär, T. : Nikolaus Welter.



    Werke für Männerchor


    Als ich Dich kaum gesehen, T.: Nikolaus Welter / Theodor Storm (verschollen).

    Du fridlech Stärennuecht, T.: Willy Goergen.

    Freijorsönnchen, Freijorsnaupen, T.: Willy Goergen.

    Hierschtlidd, T.: Willy Goergen.

    Komm, Médche, bréng mer Wein!, Hopp, Spillmann, spill! Luxemburg: Letzeburger Vollekslidder Verlag, 1964.

    La barque de l’amitié, T.: unbekannt (verschollen, 1996 im Besitz von Laurent Koster).

    Lôsst mer drénken, Erop aus dem Fâss, T.: Willy Goergen, Luxemburg: Letzeburger Vollekslidderverlag, 1962.

    Nixegesang, T.: Lucien Koenig [= Siggy vu Lëtzebuerg].

    Owesgebiet, Maach mir d’Aen allebéd, T.: Theodor Storm / Willy Goergen (Übersetzung ins Luxemburgische).

    Ro’ mein Dierfchen, T.: Willy Goergen.

    Rosenmär, T.: Nikolaus Welter.

    Stieren an der Nuecht, T.: Willy Goergen.

    Tandaradei, T.: Nikolaus Welter.

    Vision, T.: Nikolas Schaack.



    Kammermusik


    Bei der Quellchen, Valse caprice (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    Ble’en Intermezzo. (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    E Fuesendsbôk, Valse (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    E Summerowend Soir d’été Valse sérénade [Klavierquintett].

    Eng Erennerung, Mazurka (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    Fir a Lachen, Waltz (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    Keep smiling, marche (verschollen) [vermutlich Klavierquintett]. .

    Lore-Lore, Walzer (verschollen) [vermutlich Klavierquintett]. .

    Mat de Muselwellen, Waltz (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    Peiperlengen, Valse (verschollen) [vermutlich Klavierquintett]. .

    Polichinell (verschollen) vermutlich Klavierquintett].

    Sche’nt Letzeburg, Marsch (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].

    Sorento, Sérénade für Soloinstrument [Violine] und Klavier.

    Trois mélodies pour Lory et Zilly et son violoncelle für 2 Violoncelli.

    Wann d’Lanne ble’en, Walz (verschollen) [vermutlich Klavierquintett].



    Werke für Harmonieorchester


    Fantaisie sur „An der Schwemm“ (verschollen, überliefert: nur Klavierauszug).

    Keep smiling (verschollen).

    La Joyeuse, Marche.

    Lore-Lore, Walzer.

    Schéin Letzebuerg: Beau Luxembourg.



    Werke für Sinfonieorchester


    Au clair de lune (verschollen).

    Ainsi qu’un Mimosa (fragmentarisch überliefert).

    Buschgeistertanz.

    Dans la rosée (verschollen).

    Fantaisie sur „An der Schwemm“

    Heideland, Walzersuite.

    Keep smiling (verschollen).

    La Joyeuse (verschollen).

    Lent et simple [ohne Titel] (fragmentarisch überliefert).

    Lore-Lore, Walzersuite, op. 13, Für Lory Koster.

    Moselträume, Walzersuite.

    [Ohne Titel, sechs fragmentarische Orchesterwerke]

    Ouverture légère.

    Papillons, Peiperlengen, valse caprice (verschollen).

    Petite source, valse, à ma mère (fragmentarisch).

    Pour un sourire (fragmentarisch überliefert: nur Klavierauszug).

    Rêve bleu, Valse.

    Sche’n Letzeburg - Schön Luxemburg - Beau Luxembourg, Marche [ca. 1935].

    Silhuettenwalzer, Suite (verschollen).

    Soir d’été, valse sérénade, (fragmentarisch überliefert).

    Suite dramatique 1. Le soir qui chante... 2. La nuit étoilée 3. Danse au clair de lune [wurde mit dem Prix Arlequin ausgezeichnet].

    Sur les bords du lac, Ouverture (verschollen).

    Swimming, Marche, Hommage au Swimming Club Luxembourg.

    Toute Vie, hommage à Monsieur Antoine Steffen, 5. August 192?.

    Unter blühenden Linden - Sous les tilleuls - Enner Lannen, Walzersuite [ca. 1924].



    Orchesterlieder


    Akazieble’, T. : Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Am Oweswand, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Avant que tu ne t’en ailles, T.: Paul Verlaine.

    Beim Nelchesstack, T. : Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Chanson d’automne, T.: Paul Verlaine.

    Chanson lunaire, T.: Paul Palgen (fragmentarisch überliefert).

    Chantant tout bas [= A l’Aube], T.: Marcel Noppeney (fragmentarisch überliefert).

    D’Fre’jor kann net weit ewech me’ sin, T. : Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Du friddlech Stärenuecht, T.: Willi Goergen (fragmentarisch überliefert).

    E be’se Reif, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Ein Stündlein wohl vor Tag, T.: Eduard Mörike (fragmentarisch überliefert).

    En sourdine, T.: Paul Verlaine.

    Feldeinsamkeit, T.: Henry Allmers (fragmentarisch überliefert).

    Garde ton coeur encor, [= Berceuse], T. : Marcel Noppeney (verschollen).

    Géi, maach wéi d’ Baach, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Häerzklappen, T. : Willy Goergen (verschollen).

    Illusions, T.: Marcel Noppeney (fragmentarisch überliefert).

    Kannergléck, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    La chapelle du village, T.: Agathe Conrath (verschollen).

    Le piano que baise une main frêle, T.: Paul Verlaine.

    O die Hände, deine Hände, T. : Nikolaus Welter (fragmentarisch überliefert).

    Pantomime, T.: Paul Verlaine.

    Réngeldi-Ro’sen, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Sérénade à Nina, T.: Alfred de Musset (verschollen).

    Sou e klinzegt Kannerliddchen (verschollen).

    Ständchen, T.: Theodor Storm (fragmentarisch überliefert).

    Tournois, T.: Marcel Noppenay (verschollen).

    Träumerei, T.: Nikolas Schaack (verschollen).

    Wandl’ ich in dem Morgentau, T.: Gottfried Keller (fragmentarisch überliefert).



    Werke für Chor und Orchester


    E Kannerliddchen für 4stimmig gemischten Chor und Orchester, T.: Willy Goergen (fragmentarisch überliefert).

    Eng Baureléift [fragmentarisch überliefert].

    Losst mer drénken, Erop aus dem Fâss für 4 st. gem. Männerchor und Orchester.

    Musik für Chor und Orchester, T.: Auguste Oster, 1961.



    Werk für Solisten, Chor und Orchester


    Der Geiger von Echternach für Solisten, Chor und Orchester, T. : Nikolaus Welter. UA: 9. Juli 1972.



    Bühnenwerke


    An der Schwemm, T.: Batty Weber., Operette in einem Akt, UA : 21. April 1922.

    Amor im Bade, T.: Batty Weber., Operette in einem Akt, UA : 12. Februar 1927.

    Das Krönlein der Muttergottes, T.: Bruder Klaus (Wöllem Weis), [1930er Jahre].



    Märchen für Kinder


    Dem Hännes säi Gléck, Märchen, T.: Norbert Weber.

    Dornréischen, Märchen, T.: Ed Kayser.

    Gréideli a Jokeli, Märchen, T.: Willy Goergen, UA: Februar 1937.

    Rumpelstilzchen, Märchen, T.: Norbert Weber.



    Radiohörspiel für Kinder


    E Kasperlesteck no der So‘ vun der Melusina. (verschollen, gesendet am 6. Mai 1939 bei Radio Luxemburg, Kinderchor des Konservatoriums Luxemburg, Leitung: Alice Gallé-Menager und Margot Becker).

    Repertoire

    Lou Koster trat als Pianistin vor allem in kammermusikalischen Besetzungen oder als Liedbegleiterin auf. Da ihre Musikbibliothek nur zu geringen Teilen erhalten ist und auch viele Auftritte unrezensiert blieben, kann man über ihr Repertoire nur wenig aussagen.

    Man weiss aber z.B., dass sie 1919 die junge, avancierte Tänzerin Jeanne Ronsay bei einer ihrer Debussy Choreografien in Luxemburg begleitete.

    Zur Stummfilmzeit musizierte sie zusammen mit ihren Schwestern regelmäßig in den Kinos. Den Aussagen ihrer Schwester Laure nach war Lou Koster eine begabte Improvisatorin.

    Ab den 1960er Jahren übernahm sie in den Konzerten des von ihr gegründeten Ensembles „Onst Lidd“ die Klavierbegleitung. Auf dem Programm standen überwiegend eigene Kompositionen sowie Lieder anderer luxemburgischer Komponisten. Einige wenige Mitschnitte von Radioaufnahmen von Liedern, die Lou Koster am Klavier begleitete, sind allerdings überliefert: 16 eigene Lieder (14 nach Texten von Nik. Welter, zwei Goethevertonungen), zwei Brahms- und drei Schubert-Lieder.

    Quellen

    a) Archive, Bibliotheken, Privatpersonen


    Archiv Lou Koster im Centre d’information et de documentation des femmes Thers Bodé (Cid-femmes) Luxemburg (Partituren, Photographien, Zeitungsausschnitte, Programmhefte, Aufnahmen, Briefe, autobiografische Schriften, biografische Dokumente, Tonaufnahmen, Sekundärliteratur etc.).


    Nationalbibliothek Luxemburg / CEDOM (Originalmanuskripte, Gedichtbände mit handschriftlichen Liedentwurfsskizzen von Koster, Aufnahmen, Sekundärliteratur).


    Centre National de Littérature Mersch (Briefe, Librettomanuskripte, Sekundärliteratur, Noten).


    Centre National Audiovisuel Dudelange / CNA (Mitschnitte von Radio Luxemburg Aufnahmen, sonstige Tondokumente)


    Archiv des Musikkonservatoriums Luxemburg (Inskriptionsregister, Berichte aus Wettbewerben, Berichte der Aufsichtskommission, Broschüren von Wettbewerben und Preisverleihungen).


    Standesamt Luxemburg, Diekirch, Dalheim (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden der Familie Koster).


    Privatbesitz Familie Jean-Paul Koster (Photographien, Briefe, Zeitungsausschnitte, Erinnerungsstücke)


    Privatbesitz Venant Arend (gedruckte Gedichtbände mit Notenskizzen in der Handschrift der Komponistin, umfangreiches Programm- und Pressearchiv des Ensembles „Onst Lidd“ sowie des „Comité Lou Koster“).


    Privatbesitz Béby Kohl-Thommes (handschriftliche Partituren, Kopien davon befinden sich im Archiv Lou Koster im Cid-femmes sowie in der Nationalbibliothek).


    b) Notenausgaben


    Lou Kosters Kompositionen wurden von folgenden Musikverlagen publiziert (siehe auch das Werkverzeichnis):


    B. Schellenberg, Luxemburg


    Kieffer-Binsfeld, Luxemburg


    Lëtzeburger Vollekslidder-Verlag, Luxemburg


    Aurora, Weinböhla bei Dresden


    Schott Frères, Brüssel


    F. Lauweryns, Brüssel


    Maison Musicale Moderne, Brüssel


    Junne, Brüssel


    Paans Wilhelms, Brüssel


    c) Ikonografische Quellen


    Photoarchiv Lou Koster im Cid-femmes (392 Photos aus dem Privatbesitz der Musikfamilie Koster-Hoebich)


    d) Sekundärliteratur


    Pressearchiv


    In der Luxemburger Presse erschienen zahlreiche Artikel über Lou Koster. Das Pressearchiv Lou Koster im Cid-femmes umfasst zur Zeit 569 Presseausschnitte. Dabei handelt es sich vor allem um Konzertankündigungen, Ankündigungen von Radiosendungen und Neuerscheinungen von Partituren, aber auch Konzertkritiken und Portraits. Prozentual gesehen beschäftigen sich nur sehr wenige Artikel mit den Kompositionen selbst, Rezensionen von publizierten Werken sind äusserst selten. Das Pressearchiv Lou Koster kann vor Ort in der Bibliothek des Cid-femmes konsultiert werden.


    Zeitungs- und Zeitschriftenartikel (chronologisch)

    Arend, Venant, und Félix Steinberg. Lou Koster: 1889-1973. Luxemburg: Comité Lou Koster, 1990. 44 Seiten.


    Roster, Danielle. „Die Komponistin Lou Koster (1889-1973)“. In: ‚Wenn nun wir Frauen auch das Wort ergreifen...’. Frauen in Luxemburg - Femmes au Luxembourg. 1880-1950. Goetzinger, Germaine, Lorang, Antoinette und Renée Wagner (Hg.). Luxemburg: Publication Nationale, 1997. S. 289-307.


    Roster, Danielle. „La compositrice Lou Koster (1889-1973)“. In : Sextant. Revue du groupe interdisciplinaire d’Etudes sur les Femmes (ULB) Numéro 12, 1999. S. 87-116.


    Roster, Danielle und Daniela Höhn. „Lou Koster und Laure Koster“. In: Komponistinnen entdecken. Unterrichtsmappe für Lehrerinnen und Lehrer der Vor-und Primärschulen. Numéro spécial du Courrier de l’Education nationale. Reihe: Kinder entdecken Künstlerinnen Band 1. Luxemburg: Cid-femmes, Ministère de l’Education nationale et de la Formation professionnelle, 2006.


    Roster, Danielle: „Natur und Emotionen in der Musik. Lou Kosters Hochsommer - Zwei Lieder von Anise Koltz,“ in: Aufbrüche und Vermittlungen. Beiträge zur Luxemburger und europäischen Literatur- und Kulturgeschichte. Hg. v. Claude D. Conter und Nicole Sahl. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2010, S. 513-532.


    Roster, Danielle: „Lou Koster“. in: Annette Kreutziger-Herr / Melanie Unseld (Hrsg.) Lexikon Musik und Gender. Kassel, Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, Bärenreiter-Verlag 2010.


    Anders-Malvetti, Ursula: „Die luxemburgischen Komponistinnen Helen Buchholtz und Lou Koster.“ In: Nos cahiers Nr. 1, Jg. 32, 2011, S. 83-109.


    Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain: „Von der ‚luxemburgischen‘ zur globalen Besetzung des Blasorchesters in Luxemburg. Die Blasmusikwerke von Helen Buchholtz, Lou Koster und Fernand Mertens.“ in: Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain, Hg.: Kongressbericht Echternach, Luxemburg 2008. Reihe Alta Musica – Eine Publikation der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik Band 28. Tutzing 2010, S. 359-391


    Roster, Danielle: „Lou Koster (1889-1973) “ in: Béatrice Didier, Mireille Calle-Gruber, Antoinette Fouque: Le Dictionnaire des créatrices. Paris : Ed. Des Femmes, erscheint voraussichtlich im Jahr 2012.


    Magisterarbeiten

    Guden, Sarah. Lou Koster. Une compositrice luxembourgeoise. Analyse de sa place dans la musique du XXème siècle à partir de sa production de lieder. Mémoire présenté sous la direction de Monsieur Mathieu Schneider. Université Marc Bloch de Strasbourg UFR ARTS Département de Musique, 2004-2005.


    Schaeffer, Kerstin: ‚Der Geiger von Echternach‘ für Soli, Chor und Orchester von Lou Koster. Analyse, Kultur- und Rezeptionsgeschichte. Masterarbeit Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 2011.


    Monografien

    Roster, Danielle. Lou Koster. Reihe Europäische Komponistinnen. Köln Wien: Böhlau Verlag (in Vorbereitung).



    e) Diskografie


    CD

    Lou Koster. Lieder. InterpretInnen: B. Kohl-Thommes (S), P. Oth (S), M.-J. Klein (A), V. Arend (T), L. Koster (Bar.), P. Schmit (T), Chorales réunies (Ltg. N. Schuh), Klavierbegleitung: J. Braun-Giampellegrini, E. Hennicot-Schoepges, F. Jung, J.-P. Kemmer, Lou Koster, R. Mertzig, P. Nimax. Luxemburg: Musek Edy Noël, 1995. CD-9509-2.


    Lou Koster. Der Geiger von Echternach. InterpretInnen: B. Kohl-Thommes (S), V. Arend (T), L. Koster (Bar.), Chorale Municipale ’Uelzecht’, Orchestre de Radio-Télé-Luxembourg, Ltg.: Pierre Cao. Luxemburg: Musek Edy Noël, 1995. CD-9509-1.


    Helen Buchholtz und Lou Koster – Lieder luxemburgischer Komponistinnen. Mady Bonert, Sopran, Claude Weber, Klavier. Luxemburg: Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes, 2003. EUTERPE 2.


    Der Geiger von Echternach. Ballade für Solisten, Chor und Orchester nach einem Text von Nik Welter. Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Chœur national du Luxembourg, Anja Van Engeland (S), Jeff Martin (T), Ekkehard Abele (Bar) Pierre Cao, Ltg. Dudelange: CNA 2010.


    Lou Kosters Nik Welter Lieder. V. Arend, J. Braun-Giampellegrini. Lxemburg: V. Arend, 2012.


    Mélodies françaises de Lou Koster / Französische Lieder von Lou Koster. Vincent Lièvre-Picard, Emmanuel Olivier, Hg. von Cid-femmes und CNA (in Vorbereitung)


    Moselträume. Walzer und Märsche für Orchester von Lou Koster. Orchester Estro Armonico (in Vorbereitung)


    Singles

    Rosenmär; Mir ist wie einem Kind; Die Sekunden singen; O die Hände, deine Hände; Als ich des Abends bei dir stand; Braucht es wirklich vieler Worte. Texte: Nikolaus Welter. Onst Lidd. o.O.: Frechen Delta Music, [1968]. 40.030 B.


    LPs

    Onst Lidd. u.a. drei Lieder von Lou Koster nach Texten von Willy Goergen und Michel Hever. Onst Lidd, Jean-Pierre Kemmer, Klavier (1978).


    Musikkassetten

    Erennerongen. U.a. drei Lieder von Lou Koster nach Texten von Willy Goergen und François Meyer. Venant Arend, Jeannette Braun-Giampellegrini, Klavier (1978).


    Links


    www.cid-femmes.lu

    Forschung

    Seit 2003 ist das „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ der Öffentlichkeit in der Bibliothek des Cid-femmes in Luxemburg zugänglich (Bestand: siehe Werke). Eine Monografie ist in Arbeit (siehe Literatur und Quellen).

    Forschungsbedarf

    Da das Werk Lou Kosters bis vor kurzem nicht zugänglich war, stehen musikalische Analysen und übergreifende Betrachtungen zu bestimmten Werkgruppen ihres kompositorischen Schaffens immer noch aus. Zu diesen gehören z.B.: die Operette „An der Schwemm“ (deutsche Version: Amor im Bade), die Unterhaltungsmusik für Orchester, die Kompositionen für Kinder u.a.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 67494297
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 127614478
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Danielle Roster, Die Grundseite wurde im Dezember 2007 erstellt.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back und Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 28.03.2008
    Zuletzt bearbeitet am 06.02.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Danielle Roster, Artikel „Lou Koster“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 6.2.2012
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Lou_Koster