Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Lotte Schöne

    von Anna Langenbruch
    Namen:
    Lotte Schöne
    Geburtsname: Lotte Bodenstein
    Ehename: Lotte Flandrak
    Lebensdaten:
    geb. in Wien, Österreich
    gest. in Bobigny bei Paris, Frankreich

    In der Literatur zu Lotte Schöne wird als Geburtsjahr häufig 1891, vereinzelt auch 1894 genannt. In ihrer französischen Einbürgerungsakte, die auch einen notariell beglaubigten Ersatz für die im Krieg verlorene Geburtsurkunde enthält, ist als Geburtsjahr jedoch 1893 angegeben. Sterbedatum ist möglicherweise der 23.12.1977.
    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin, Gesangspädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „La voix de Lotte Schœne est d'une pureté et d'un charme indicibles; elle semble être émise sans effort; elle ignore le cri; dans les notes suraiguës elle a des inflexions infiniment veloutées."

    („Die Stimme Lotte Schönes ist von unsagbarer Reinheit und Anmut; ihre Tongebung ist unangestrengt; sie kennt kein Geschrei; bei den höchsten Noten wendet sie sich ins unendlich Samtige.")

    (Louis Schneider. „Opéra-Comique. – Mlle Lotte Schœne dans La Vie de Bohème”. In: „Le Gaulois”, 19. Januar 1929)


    Profil

    Lotte Schöne war eine der großen Sängerinnen der Zwischenkriegszeit, die als Opern- und Operettendarstellerin genauso wie als Liedsängerin glänzte. Zu ihrem Repertoire zählten Opern von Mozart, Puccini, Verdi, in denen sie die komischen wie die tragischen Rollen überzeugend darzustellen wusste, aber auch Operetten von Strauß sowie – ungewöhnlich für eine deutschsprachige Sängerin der Zeit – die Titelrolle aus Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“. Darüber hinaus verfügte sie über ein vielseitiges und vielsprachiges Liedrepertoire.

    Neben ihren Erfolgen an der Wiener Staatsoper, der Städtischen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen galt sie in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren als eine der beliebtesten deutschsprachigen Musikerinnen in Frankreich. Als sie 1933 von den Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Herkunft aus allen ihren Berliner Engagements entlassen wurde, floh sie nach Frankreich und ließ sich in Paris nieder. Die Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen zwang sie, in den Untergrund zu gehen. Nach dem Krieg trat sie zwar noch als Konzertsängerin sowie mit vereinzelten Opernauftritten in Erscheinung, konnte jedoch an ihre Vorkriegskarriere nicht mehr anknüpfen.

    Orte und Länder

    Lotte Schöne begann ihre Gesangskarriere in Wien. Nach ersten Erfolgen an der dortigen Volksoper, der Wiener Staatsoper und in Salzburg wechselte sie 1926 auf Bruno Walters Initiative hin nach Berlin an die Städtische Oper. Konzertreisen und Gastspiele führten sie in viele Länder Europas. Auf Grund ihrer jüdischen Herkunft war sie 1933 gezwungen, ins Exil zu gehen. Sie ließ sich in der Folge in Paris nieder. Nach dem Krieg, den sie im südfranzösischen Département Basses-Alpes (heute: Alpes-de-Haute-Provence) versteckt überlebte, wurde sie 1948 französische Staatsbürgerin.

    Biografie

    Lotte Schöne wurde am 15. Dezember 1893 als Charlotte Bodenstein in Wien geboren. Ihre Familie gehörte zum jüdischen Bürgertum. Mit vierzehn Jahren erhielt sie ersten Gesangsunterricht, zunächst bei einem musikalisch begabten Cousin (vgl. Lotte Schöne. „Vicissitudes de la Vie artistique”. In: „Lyon Républicain”, 18. Dezember 1933). Schöne selbst hielt es in der Rückschau eher für förderlich, dass sie nicht zur Riege der musikalischen Wunderkinder gehörte: „Sans doute, si mes dons s’étaient manifestés trop tôt [...], mes parents, en bons bourgeois viennois qu’ils étaient, auraient-ils tenu à décourager ou même à réprimer mes premiers balbutiements vocaux.“ („Wenn sich meine Begabung zu früh gezeigt hätte [...], hätten meine Eltern als die gutbürgerlichen Wiener, die sie waren, ohne Zweifel versucht, mich in meinen ersten stammelnden Singversuchen zu entmutigen oder sie gar ganz zu unterbinden." Schöne. „Vicissitudes“)

    Als ihr Interesse an einer professionellen Gesangsausbildung mit dem Ziel einer Bühnenkarriere erwachte, kam es denn auch zu heftigen innerfamiliären Konflikten, die sie in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1933 erstaunlich freimütig beschrieb: „[...] seule ma mère me défendait, seule ma mère comprenait que ma vie allait être toute entière consacrée à mon art et que rien ne devait freiner son libre développement. Nous l’emportâmes finalement contre les préjugés de mon père bien-aimé et de ma famille. Il fut décidé que j’étudierais sous la direction du plus éminent professeur de chant de l’époque.“ („[...] nur meine Mutter verteidigte mich, nur meine Mutter verstand, dass mein Leben ganz meiner Kunst gewidmet sein sollte und dass nichts deren freie Entfaltung bremsen durfte. Letztendlich gelang es uns, über die Vorurteile meines geliebten Vaters und meiner Familie die Oberhand zu gewinnen. Es wurde entschieden, dass ich bei dem berühmtesten Gesangslehrer der Zeit studieren sollte." Schöne, „Vicissitudes“) Sie wurde eine der letzten Schülerinnen von Johannes Ress (1839-1916) und erhielt außerdem Unterricht bei der in Wien lebenden Französin Marie Brossement (1866-?). Laut Kutsch wurde sie zudem von Ress’ Schwester Luise Ress (1843-1908) unterrichtet (K. J. Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Bd. 4. Bern, München: Saur, 1999, S. 3136).

    Den Beginn ihrer Gesangsausbildung schilderte Schöne als ganz typische Episode im Leben eines Mädchens auf dem Weg zur Berufsmusikerin, nämlich als den „conflit classique entre la ,jeune fille de bonne famille qui veut se consacrer au théâtre’ et ,ses parents qui veulent la marier’“ (als den „klassischen Konflikt zwischen dem ,Mädchen aus guten Hause, das zum Theater gehen will' und ,ihren Eltern, die sie verheiraten wollen'“, Schöne, „Vicissitudes“). Tatsächlich heiratete Lotte Schöne 1911 Paul Schönwälder und bekam im Juli 1913 ihren Sohn Kurt Felix, weswegen sich der Beginn ihrer Karriere verzögerte (vgl. André Tubeuf: Lotte Schoene. In: „The Record Collector“ 20/4, 1971, S. 77). Über die Herkunft ihres Künstlernamens ist nichts bekannt, möglicherweise hat sie ihn vom Namen ihres ersten Mannes abgeleitet.

    mehr zu Biografie weniger zu Biografie

    1915 bekam Lotte Schöne an der Wiener Volkoper ihr erstes Engagement (vgl. Tubeuf 1971, S. 77 – Kutsch indes gibt als Jahr ihres Bühnendebüts 1912 an, vgl. Kutsch/Riemens, S. 3136). Sie debütierte als eine der Brautjungfern im „Freischütz". In ihren zwei Jahren an der Volksoper sang sie in über dreißig Produktionen in kleinen und großen Rollen sehr unterschiedlichen Charakters – von Koloraturpartien wie Olympia in Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen" zu Cherubino aus Mozarts „Hochzeit des Figaro", Gilda in Verdis „Rigoletto" – ihrer „ersten Divenrolle", wie sie schrieb („mon premier rôle de diva“, Schöne, „Vicissitudes“) – der Gänsemagd aus Humperdincks „Königskindern" oder Soubrettenrollen wie Oscar aus Verdis „Maskenball". Sie verfügte über einen beeindruckenden Stimmumfang, der sie Koloraturarien ebenso mühelos meistern ließ wie Mezzopartien. Obwohl eigentlich für eine Nebenrolle vorgesehen, sprang sie spontan für die Hauptrolle der Liesl in der Oper „Der eiserne Heiland" des Bruckner-Schülers Max von Oberleithner ein. Auf Vermittlung des Komponisten wurde sie daraufhin 1917 an der Wiener Hofoper (später Staatsoper) engagiert und debütierte dort am 16. September als Papagena in der „Zauberflöte".

    Nachdem sie 1919 von ihrem ersten Mann geschieden worden war, heiratete sie im Oktober 1921 den Regierungsrat Paul Flandrak und bekam 1923 ihr zweites Kind, die Tochter Inge Maria.

    Als die Salzburger Festspiele 1922 erstmals Opern ins Programm nahmen, debütierte sie dort unter der Leitung von Richard Strauss als Zerlina im „Don Juan" und erschien auch als Cherubino. Außerdem war sie an der Wiener Staatsoper in vielen Mozartrollen zu hören: als Barbarina und als Susanna in der „Hochzeit des Figaro", als Bastienne, als Despina in „Così fan tutte" und als Blondchen in der „Entführung aus dem Serail". Aber ihr Repertoire beschränkte sich keineswegs nur auf Mozart: Unter anderem sang sie die Marzelline in Beethovens „Fidelio", die Rosina in Rossinis „Der Barbier von Sevilla", Musetta und Mimi in Puccinis „Bohème", Rollen in Opern von Weber, d'Albert und Verdi und Operettenrollen wie die Adele in der „Fledermaus" von Johann Strauß. Außerdem gab sie Liederabende, unter anderem als eine der ersten Sängerinnen in Salzburg, als dort 1925 Liederabende ins Festspielprogramm aufgenommen wurden. Obwohl sie während ihrer gesamten Karriere auch als Liedsängerin tätig war, ist ihr Liedrepertoire weitgehend unerforscht. Sie sang unter anderem Kompositionen des klassischen und romantischen deutschen Kunstliedrepertoires von Mozart, Schubert, Schumann, Mendelssohn und Brahms, aber auch Lieder französischer Komponisten – unter anderem Debussy, Duparc und Ravel – sowie Lieder von Gustav Mahler, Hugo Wolf oder Richard Strauss.

    1925 hörte Bruno Walter sie in Salzburg und engagierte sie an die Städtische Oper Berlin, deren Ensemble sie ab 1926 angehörte: „Comment aurais-je pu hésiter à quitter mon publique viennois, pourtant extraordinaire de finesse et de compréhension, à l’appel du plus génial des artistes?“, schrieb sie. „Travailler avec Bruno Walter avait toujours été pour moi le ,nec plus ultra’ de mes rêves“. („Wie hätte ich zögern können, mein Wiener Publikum zu verlassen, obwohl es außerordentlich kultiviert und verständig war, auf den Ruf dieses genialsten aller Künstler hin? Mit Bruno Walter arbeiten zu können, war für mich immer der absolute Gipfel meiner Träume." Schöne, „Vicissitudes“)

    Die Jahre in Berlin waren der Höhepunkt ihrer Karriere. Der Anerkennung in Österreich und Deutschland folgte die internationale Berühmtheit: Ihre Rolle der Liù in der englischen Erstaufführung von Puccinis „Turandot“ in Covent Garden 1927 machte sie in England bekannt und mit ihrem Auftritt 1928 im Rahmen des „Cycle Mozart" begeisterte sie als „zarte, mädchenhafte Pamina" das Pariser Publikum (Bruno Walter. Thema und Variationen. Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag, 1961, S. 369) und festigte ihren Ruf als großartige Mozartsängerin. Gastspiele führten sie außerdem nach Holland, Belgien, Dänemark, Spanien, in die Schweiz, Ungarn und die Tschechoslowakei, später auch nach Italien, Griechenland und Ägypten.

    Nachdem sie schon Ende 1927 in Berlin in dieser Rolle zu hören gewesen war, sang sie Debussys Mélisande 1929 zum erstenmal an der Pariser Opéra Comique. Im Vorfeld war die Besetzung der Mélisande mit einer Ausländerin in Paris heftig umstritten, galt "Pelléas et Mélisande" doch als Aushängeschild der modernen französischen Oper. Schöne gelang es jedoch, das Pariser Publikum zu überzeugen, und Mélisande wurde eine ihrer Pariser Paraderollen, in der sie in den folgenden Jahren noch mehrfach zu hören war.

    Lotte Schöne war auf dem Höhepunkt ihrer Bühnenkarriere, als sie 1933 von den Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Herkunft entlassen wurde. Ihre letzte Vorstellung am 12. Juni 1933 war zwar nirgends offiziell als solche angekündigt, aber das Publikum wusste Bescheid und verabschiedete sie mit frenetischem Beifall, um dann einige Zeit in demonstrativem Schweigen zu verharren (Tubeuf 1971, S. 80). Fast unmittelbar danach floh Schöne ins französische Exil. Am 14. Juni reiste sie in Frankreich ein und ließ sich in Paris nieder.

    Dort war sie nach wie vor sehr beliebt und erschien in zahlreichen Bühnenproduktionen, beispielsweise als Adele in der „Fledermaus", die Max Reinhardt Ende 1933 mit großem Erfolg in französischer Sprache am Théâtre Pigalle inszenierte, als Gast in Mozartopern an der Grand Opéra und am Théâtre de Porte Saint-Martin, unter anderem als Violetta in einer französischen Version von Emmerich Kálmáns „Veilchen von Montmartre". Zudem gab sie Konzerte, sang bis 1937 weiterhin regelmäßig in Salzburg und unternahm Gastspielreisen in die französische Provinz, die Niederlande und Belgien sowie den Mittelmeerraum. Obwohl es ihr also offensichtlich gelang, den Wegfall ihres Hauptwirkungsortes Deutschland einigermaßen zu kompensieren, kam das Exil für die 39-Jährige zu einem kritischen Zeitpunkt: Sie erhielt nie wieder ein festes Engagement in einem Opernensemble. 1938 beendete sie ihre Bühnen-, wenn auch nicht ihre Konzertaktivitäten.

    Die Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen bedeutete dann den endgültigen radikalen Bruch ihrer Karriere. Sie floh in den unbesetzten Süden Frankreichs, ließ sich zunächst in Nizza nieder und versteckte sich – möglicherweise zusammen mit ihrem Sohn (Tubeuf 1971, S. 81) – ab 1943 unter dem Namen Lucienne Sorbier bei einer befreundeten Familie in den Orten Villars-Colmars, Forcalquier und Valensole im Département Basses-Alpes (heute: Alpes-de-Haute-Provence, vgl. Einbürgerungsakte Lotte Schöne, Archives nationales, Fontainebleau, Dossier Nr. 38596 X 45, coté 19770907 art. 88). Ihr ehemaliger Mann (ihre zweite Ehe wurde 1942 geschieden) versteckte sich zusammen mit der Tochter an einem anderen Ort (Tubeuf 1971, S. 81). Nach der Befreiung Frankreichs kehrte Schöne zunächst nach Nizza zurück, wo ihre Eltern inzwischen lebten, die nach der Annexion Österreichs 1938 ebenfalls nach Frankreich emigriert waren und die von der Tochter finanziell unterstützt wurden.

    Ab Mitte 1945 wohnte sie wieder in Paris und wurde 1948 französische Staatsbürgerin. Sie gab Gesangsunterricht und Konzerte, versuchte auch 1948 noch einmal ein Comeback als Susanna an der Städtischen Oper Berlin, aber ihre Karriere erholte sich nicht mehr. 1953 beendete sie ihre Sängerlaufbahn und konzentrierte sich nur noch auf ihre Unterrichtstätigkeit.

    Lotte Schöne starb am 22. Dezember 1977 in Bobigny bei Paris.

    Würdigung

    Lotte Schöne war eine der großen Sängerinnen der Zwischenkriegszeit, als Opern- und Operettendarstellerin genauso wie als Liedsängerin. Neben ihrem enormen Erfolg in Wien, Berlin und Salzburg galt sie in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren als eine der beliebtesten deutschsprachigen Musikerinnen in Frankreich, insbesondere in Paris.

    Die Klarheit und Natürlichkeit ihrer Stimme, die ein französischer Kritiker hervorhob, kann der heutige Hörer noch anhand zahlreicher Aufnahmen nachvollziehen: „La voix de Lotte Schœne est d'une pureté et d'un charme indicibles; elle semble être émise sans effort; elle ignore le cri; dans les notes suraiguës elle a des inflexions infiniment veloutées." („Die Stimme Lotte Schönes ist von unsagbarer Reinheit und Anmut; ihre Tongebung ist unangestrengt; sie kennt kein Geschrei; bei den höchsten Noten wendet sie sich ins unendlich Samtige." Louis Schneider. „Opéra-Comique – Mlle Lotte Schœne dans La Vie de Bohème”. In: „Le Gaulois”, 19. Januar 1929)

    Lotte Schöne zeichnete sich durch eine enorme stimmliche Flexibilität aus: Ihre mühelose Kopfstimme, gepaart mit einer sicheren Tongebung, erlaubte ihr Koloraturpartien, ihre warme, volle mittlere Lage prädestinierte sie aber ebenso für lyrische und dramatische Rollen. Darüber hinaus verfügte sie über großes schauspielerisches Talent. Offenbar gelang es ihr, Soubrettenpartien in Oper und Operette – wie beispielsweise Adele in der „Fledermaus" oder Blondchen in der „Entführung" – in ihrer unbekümmerten Lebhaftigkeit und stimmlichen Virtuosität genauso überzeugend darzubieten wie die innig-lyrische Pamina aus der „Zauberflöte". In Frankreich feierte sie Triumphe in so gegensätzlichen Partien wie der Titelrolle von Debussys „Pelléas et Mélisande“ und der Mimi in „La Bohème". Die Figur der Adele in Johann Strauß’ „Fledermaus“ bezeichnete sie in einem Zeitungsartikel als ihre „Lieblingsrolle": „Ne soyez pas surpris. J'aime tout particulièrement Mélisande. Mais je n'aime pas moins Adèle. [...] Mélisande, pour l'atmosphère où elle m'entraîne, Adèle, pour la joie qu'elle me donne. […] La fantaisiste que j'aurais voulu être et la cantatrice que je suis y trouvent une occasion unique de se rencontrer et de se servir mutuellement.” („Seien Sie nicht überrascht! Ich liebe Mélisande sehr. Aber Adele liebe ich nicht weniger. […] Mélisande wegen der Stimmung, in die sie mich hineinzieht, Adele wegen der Freude, die sie mir gibt. […] Die Komödiantin, die ich hätte sein wollen, und die Sängerin, die ich bin, finden hier eine einzigartige Gelegenheit, zusammenzutreffen und sich gegenseitig zu nützen." Lotte Schöne. „Adèle et la Chauve-Souris”. In: „Paris Soir”, 17. November 1933)

    Im intimen Rahmen eines Liederabends gelangte Lotte Schönes Fähigkeit zur subtilen Nuancierung und vielseitigen stimmlichen Charakterisierung auf kleinstem Raum zu voller Entfaltung – „avec la discrétion que comporte le lied et qu’admet la salle de concert, avec la liberté, généralement interdite à la scène, de demander à la voix des expressions sonores à peine perceptibles, d’une limpidité, d’une fluidité exquises comme un rêve“ („so diskret, wie es das Lied mit sich bringt und der Konzertsaal erlaubt, mit der Freiheit, die die Bühne im allgemeinen nicht gestattet, der Stimme kaum hörbare Klänge abzufordern, so traumhaft durchsichtig und fließend“), wie es eine Kritik von 1930 beschrieb. „Avec Schubert et Schumann, avec Hugo Wolff et Brahms, avec Liszt aussi, elle a passé de la gaité à l’émotion, du charme à la légèreté capricieuse, variant la couleur de son expression, l’éloquence de son style, l’esprit de sa mimique, – car la mobilité de son joli visage est encore un attrait, – et modelant à chaque page la souplesse délicieuse de sa voix.“ („Mit Schubert und Schumann, mit Hugo Wolff und Brahms, auch mit Liszt, wechselte sie von Fröhlichkeit zu Ergriffenheit, von Anmut zu kapriziöser Leichtigkeit, variierte sie die Farbe ihres Ausdrucks, die Beredheit ihres Stils, ihre geistvolle Mimik – denn die Beweglichkeit ihres schönen Gesichts ist ein zusätzlicher Reiz – und zeigte immer wieder andere Facetten ihrer wunderbar geschmeidigen Stimme." Henri de Curzon. „Récital Lotte Schöne”. In: „Le Ménestrel”, 4. April 1930)

    Rezeption

    Lotte Schöne machte zunächst in Wien, dann in Salzburg und schließlich auch in Berlin von sich reden. Zum Erfolg im deutschsprachigen Raum kam die internationale Beachtung. Gastauftritte führten sie durch einen Großteil Europas und ab 1928 besonders nach Frankreich, wo sie vor allem in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren Furore machte. Nach ihrem ersten Erfolg als Mozartsängerin wurde sie in Frankreich unter anderem deshalb geschätzt, weil sie als eine der wenigen ausländischen Sängerinnen französische Werke, allen voran Debussys „Pelléas et Mélisande", aber auch Lieder von Debussy, Duparc, Fauré und anderen im Repertoire hatte und sich auch im Ausland für französische Musik einsetzte: „Lotte Schoene a, semble-t-il adopté Paris, et non seulement Paris mais la musique française” („Lotte Schöne hat, so scheint es, Paris adoptiert und nicht nur Paris, sondern die französische Musik an sich" Chamine. „Chez Lotte Schœne”. In: „L’Intransigeant”, 17. April 1932).

    Wenn sie in Frankreich 1933 auch freundlich aufgenommen worden war, kann das doch über die fatalen Folgen, die der Verlust ihres Hauptwirkungsortes für ihre Karriere und für ihre spätere Rezeption im deutschsprachigen Raum nach sich zog, nicht hinwegtäuschen. Ihr einmaliges Comeback 1948 an der Städtischen Oper Berlin konnte einen fünfzehnjährigen Rezeptionsbruch nicht wettmachen, und eine Sängerin kann mit Mitte fünfzig nicht einfach dort den Faden wieder aufnehmen, wo sie mit Anfang vierzig aufgehört hat. Ihre Karriere ist durch das Exil gerade in der Phase zunächst geschwächt und dann unterbrochen worden, in der sie sich dauerhaft in das musikalische Gedächtnis hätte einschreiben können.

    In der musikwissenschaftlichen Forschung wird Lotte Schöne vor allem im Zusammenhang mit der Berliner Städtischen Oper, der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen und im Zuge der Forschung zu Musikern und Musikerinnen im Exil erwähnt. Dabei handelt es sich zumeist um übergreifende Studien, die sie als eine von vielen Akteuren zitieren, oder um kurze biografische Artikel. Der einzige längere Aufsatz zu ihrer Person stammt von dem französischen Musikjournalisten André Tubeuf und enthält neben detaillierten Angaben zu ihren wichtigsten Rollen auch eine Diskografie ihrer bis 1971 erschienenen Platten (Tubeuf, André. "Lotte Schoene". In: The Record Collector 20, H. 4, 1971, S. 77-89).

    Ihre 79 Schallplattenaufnahmen sind inzwischen teilweise auf CD erschienen (leider nur wenige Liedaufnahmen) und ermöglichten eine zumindest partielle Wiederentdeckung Lotte Schönes, deren Name, wie Nigel Douglas 1992 in einem Begleittext schreibt, nach wie vor „wesentlich unbekannter [ist], als es die ausgezeichnete Qualität ihrer Stimme eigentlich verdient" (Nigel Douglas im Beiheft zur CD „Schöne and Tauber in Operetta", Nimbus Records 1992, S. 9).


    (Anm.: Alle im obigen Text angeführten französischen Zitate wurden von der Autorin ins Deutsche übertragen.)

    Werkverzeichnis

    Schriften von Lotte Schöne:


    „Adèle et la Chauve-Souris". In: „Paris Soir”, 17. November 1933.


    „Vicissitudes de la Vie artistique". In: „Lyon Républicain”, 18. Dezember 1933.



    Diskografie:


    Zu den Aufnahmen bis 1971, insbesondere zur Diskografie der Originalaufnahmen Schönes zwischen etwa 1924 und 1931, vgl. Tubeuf 1971, S. 84–89.



    a) LPs (Auswahl, nach Erscheinungsdatum):


    Lotte Schöne – 80th birthday album. Rubini GV 16, 1980.


    Lotte Schöne [Lieder]. Preiser Records LV 1324, 1984.


    The record of singing. Vol. 3 1926-1939, Emi-Electrola EX 2901693, 1986.



    b) CDs (Auswahl, nach Erscheinungsdatum):


    Maria Ivogün – Lotte Schöne, Club "99" CD 99-20, 1991.


    Prima Voce – Divas Vol. 2 1909-1940, Nimbus 7818, 1992.


    Prima Voce – Great Singers in Mozart, Nimbus 7822, 1992.


    Prima Voce – Schöne and Tauber in Operetta, Nimbus 7833, 1992.


    Unvergessene Stimmen der Wiener Staatsoper, Preiser Records 89401, 1995.


    The Art of Lotte Schoene – Recordings from 1924-1931, Preiser Records 89224, 1996.


    Lieder von Franz Schubert in historischen Aufnahmen, Preiser Records 89231, 1998.


    Four Famous Sopranos of the Past: Irene Eisinger, Fritzi Jokl, Lotte Schöne, Luise Szabó, Preiser Records 89966, 1998.


    Lotte Schoene, Pearl 93, 2000.


    ABC der Gesangskunst. Teil 6. Line Music 5.00223, 2002.


    Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der „Juden" aus der Oper. Tondokumente zu „Verstummte Stimmen", der Ausstellung des Hamburger Abendblatts in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper unterstützt von der Axel Springer Stiftung. Hamburg: Springer; Membran International 224176-354, 2006.

    Repertoire

    Oper und Operette (alphabetisch nach Komponisten):


    Das Repertoire wurde auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Literatur, insbesondere Tubeuf 1971 und Heringdorf 1988 erstellt, ist also möglicherweise nicht vollständig. Wenn in Einzelfällen Schönes Rolle nicht bekannt ist, steht ein Fragezeichen.


    Eugène d'Albert:

    Tiefland: Nuri


    Daniel-François-Esprit Auber (Bearb. Alfred Guttmann):

    Vertauschte Rollen: Henriette


    Ludwig van Beethoven:

    Fidelio: Marzelline


    Julius Bittner:

    Mondnacht: Marie Weniger


    Georges Bizet:

    Carmen: Micaëla


    Leo Blech:

    Versiegelt: Gertrude


    Claude Debussy:

    Pelléas et Mélisande: Mélisande


    Gaetano Donizetti:

    Don Pasquale: Norina

    L’elisir d'amore: Adina


    Leo Fall:

    Jugend im Mai: Hannelore


    Jacques Fromental Halévy:

    L'Eclair: Henriette


    Engelbert Humperdinck:

    Königskinder: Gänsemagd


    Leoš Janáček:

    Jenufa: Jano


    Sidney Jones:

    The Geisha: ?


    Emmerich Kálmán:

    Das Veilchen von Montmartre: Violetta


    Franz Lehár:

    Die lustige Witwe: Valencienne

    Paganini: Anna Elisa


    Ruggiero Leoncavallo:

    Der Bajazzo: Nedda


    Albert Lortzing:

    Zar und Zimmermann: Marie


    Giacomo Meyerbeer:

    Die Hugenotten: Urbain


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Bastien und Bastienne: Bastienne

    Così fan tutte: Despina

    Der Schauspieldirektor: ?

    Die Entführung aus dem Serail: Blondchen

    Die Hochzeit des Figaro: Barbarina, Cherubino, Susanna

    Die Zauberflöte: Pamina, Papagena

    Don Juan (Don Giovanni): Zerlina


    Max von Oberleithner:

    Der eiserne Heiland: Liesl


    Jacques Offenbach:

    Die schöne Helena: Orestes

    Hoffmanns Erzählungen: Olympia


    Hans Pfitzner:

    Der arme Heinrich: Agnes


    Giacomo Puccini:

    La Bohème: Mimi, Musetta

    Madama Butterfly: Butterfly

    Turandot: Liù


    Gioacchino Rossini:

    Der Barbier von Sevilla: Rosina

    La Cenerentola: Angelina


    Johann Strauß:

    Die Fledermaus: Adele

    Eine Nacht in Venedig: Annina


    Richard Strauss:

    Ariadne auf Naxos: Zerbinetta

    Rosenkavalier: Sophie


    Igor Strawinsky:

    Le Rossignol: Rossignol


    Franz von Suppé:

    Die schöne Galathee: ?


    Ambroise Thomas:

    Mignon: Philine


    Giuseppe Verdi:

    Ein Maskenball: Oscar

    Falstaff: Nannetta

    La Traviata: ?

    Rigoletto: Gilda


    Richard Wagner:

    Die Meistersinger von Nürnberg: Eva


    Carl Maria von Weber:

    Der Freischütz: Ännchen, Brautjungfer

    Oberon: Oberon


    Alexander Zemlinski:

    Der Zwerg: Infantin


    Lied:


    Das Liedrepertoire Lotte Schönes ist weitgehend unerforscht. Die Publikationen zu Lotte Schöne befassen sich vor allem mit ihrem Opern- und Operettenrepertoire, in vereinzelten Hinweisen auf das von ihr gewählte Liedrepertoire finden sich Kompositionen von Johannes Brahms, Ernest Chausson, Claude Debussy, Henri Duparc, Gabriel Fauré, Franz Liszt, Gustav Mahler, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Maurice Ravel, Albert Roussel, Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Strauss und Hugo Wolf.

    Quellen

    Archive und Bibliotheken:


    Archives Nationales, Centre des archives contemporaines, Fontainebleau (Einbürgerungsakte)


    Bibliothèque Nationale de France, Paris:

    Département de la musique (Zeitungsartikel, Konzertprogramme),

    Département des arts du spectacle (Zeitungsartikel)



    Zitierte Rezensionen und Interviews:


    Chamine. „Chez Lotte Schœne". In: „L’Intransigeant”, 17. April 1932.


    Curzon, Henri de. „Récital Lotte Schöne". In: „Le Ménestrel”, 4. April 1930.


    Schneider, Louis. „Opéra-Comique. – Mlle Lotte Schœne dans La Vie de Bohème". In: „Le Gaulois”, 19. Januar 1929.



    Sekundärliteratur:


    Blanchard, Roger; Candé, Roland de. Dieux et divas de l'opéra. Paris: Fayard, 2004.


    Chimènes, Myriam. Mécènes et musiciens. Du salon au concert à Paris sous la IIIe république. Paris: Fayard, 2004.


    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (Hg.). Österreicher im Exil. Frankreich. 1938-1945. Wien: Österreichischer Bundesverlag; Wien, München: Jugend und Volk, 1984.


    Fuhrich, Edda; Prossnitz, Gisela. Die Salzburger Festspiele. Ihre Geschichte in Daten, Zeitzeugnissen und Bildern. Bd. 1 1920-1945. Salzburg, Wien: Residenz Verlag 1990.


    Gerigk, Herbert; Stengel, Theo. Lexikon der Juden in der Musik. Mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke. Berlin: Bernhard Hahnefeld Verlag 1940 [NS-Publikation].


    Heer, Hannes; Kesting, Jürgen; Schmidt, Peter. Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der "Juden" aus der Oper. Tondokumente zu "Verstummte Stimmen", der Ausstellung des Hamburger Abendblatts in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper unterstützt von der Axel Springer Stiftung (Beiheft). Hamburg: Springer; Membran International 2006.


    Katznelson, Siegmund (Hg.). Juden im deutschen Kulturbereich. Berlin: Jüdischer Verlag, 1959.


    Kutsch, K. J. und Riemens, Leo (Hg.), "Schöne, Lotte". In: Großes Sängerlexikon. Bd. 4. Bern, München: Saur, 1999, S. 3136f.


    Meyer zu Heringdorf, Detlef. Das Charlottenburger Opernhaus von 1912 bis 1961. Von der privat-gesellschaftlich geführten Bürgeroper bis zur subventionierten Berliner "Städtischen Oper". Bd. 2. Berlin: Verlag Deutsche Oper Berlin, 1988.


    Pâris, Alain. "Schöne, Lotte". In: Klassische Musik im 20. Jahrhundert. Instrumentalisten, Sänger, Dirigenten, Orchester, Chöre. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1997, S. 711.


    Pass, Walter; Scheit, Gerhard; Svoboda, Wilhelm. Orpheus im Exil. Die Vertreibung der österreichischen Musik von 1938 bis 1945. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik, 1995.


    Röder, Werner und Strauss, Herbert A. u.a. (Hg.), "Schöne, Lotte". In: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 (= International biographical dictionary of central European émigrés 1933-1945). Bd. 2 Teil 2. München: Saur, 1999, S. 1047f.


    Schwarzkopf, Elisabeth [Tubeuf, André (Nachwort)]. Les autres soirs. Paris: Tallandier Éditions, 2004.


    Schweikert, Uwe: "Schöne, Lotte". In: Finscher, Ludwig (Hg.): Musik in Geschichte und Gegenwart. Personenteil Bd. 14. Kassel: Bärenreiter, 2005, S. 1648.


    Shawe-Taylor, Desmond: "Schöne, Lotte". In: Sadie, Stanley (Hg.). New Grove Dictionary of Music and Musicians. Bd. 22. London, New York: Macmillan, 2002, S. 611.


    Tubeuf, André. Le Festival de Salzbourg. Histoire, mythologie, divas, renseignements pratiques. Paris: Éditions Sand, 1989.


    Tubeuf, André. "Lotte Schoene". In: The Record Collector 20, H. 4, 1971, S. 77-89.


    Walter, Bruno. Thema und Variationen. Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag, 1961.

    Forschung

    Quellen zu Lotte Schöne finden sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris. Im dortigen Département des arts du spectacle gibt es ein Zeitungsartikelkonvolut und im Fonds Montpensier des Département de la musique eine Mappe mit Zeitungsartikeln und Konzertprogrammen. Zudem wird im Centre des archives contemporaines der Archives nationales, die sich in Fontainebleau befinden, ihre Einbürgerungsakte verwahrt.

    Forschungsbedarf

    Obwohl in den meisten großen Musiklexika Artikel zu Lotte Schöne verzeichnet sind, ist die spezialisierte Forschung zu ihrer Person und ihrem Werdegang äußerst spärlich. Die vielen widersprüchlichen Informationen gerade zum ersten Drittel ihres Lebens (Geburtsdaten, Karrierebeginn usw.) erfordern eine Klärung. Eine systematische Erforschung ihres Opern- und Operettenrepertoires, die über eine kumulative Auflistung hinausgeht, also beispielsweise Vergleiche und Entwicklungen in Wien, Berlin und Paris aufzeigt, gibt es bisher nicht, ebenso wenig eine Darstellung ihres Liedrepertoires. Über ihre Tätigkeit als Gesangslehrerin, über Methode, Schüler und Schülerinnen ist nichts bekannt. Weiterhin gibt es noch keine Monographie zu Lotte Schöne, obwohl ihr Leben und Wirken in den drei großen musikalischen Zentren Wien, Berlin und Paris für die musikhistorische Forschung zur Zwischenkriegszeit (beispielweise unter repertoire- und stilgeschichtlichen Gesichtspunkten) und für die musikwissenschaftliche Exilforschung sehr interessant sind.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 51876522
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 128993731
    Library of Congress (LCCN): nr95001812
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Anna Langenbruch, 25. Februar 2008


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 30.04.2008


    Empfohlene Zitierweise

    Anna Langenbruch, Artikel „Lotte Schöne“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 30.4.2008.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Lotte_Schöne