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    von Peter Sommeregger
    Lilli Lehmann als Isolde
    Namen:
    Lilli Lehmann
    Ehename: Lilli Maria Lehmann-Kalisch
    Lebensdaten:
    geb. in Würzburg, Deutschland
    gest. in Berlin,
    Tätigkeitsfelder:
    Opern- und Konzertsängerin, Musikschriftstellerin, Gesangspädagogin, Opernregisseurin
    Charakterisierender Satz:

    „Nicht meine Person wollte ich aufs Piedestal heben; mit meinen schwachen Kräften aber versuchte ich jeder mir anvertrauten Rolle eine ideale Seite abzugewinnen, und niemals war mir eine zu schlecht, dass ich nicht versucht hätte, die Figur zu einer menschlichen und gleichzeitig künstlerischen zu gestalten.“


    (Lilli Lehmann: Mein Weg, S.342)


    Profil

    Lilli Lehmann hat sich von eher bescheidenen Anfängen als lyrischer Sopran durch ungeheuren Fleiß und beständig weiterführende Arbeit an ihrer Stimme über das jugendlich-dramatische Fach – behutsam aufbauend – das dramatische Fach erobert. Sie hat diesen Weg nicht nur ihren Schülerinnen und Schülern vermittelt, sondern ihre Methode darüber hinaus durch ihr Buch „Meine Gesangskunst“ auch an künftige Generationen von Studierenden weitergegeben. Ihre Schallplatten, obwohl erst in fortgeschrittenem Alter aufgenommen, sind ein eindrucksvolles Dokument der Stilsicherheit Lilli Lehmanns, die gleichermaßen Konstanzes Martern-Arie wie Isoldes Liebestod gerecht wird. In ihren Aufnahmen ist eine Sängerin dokumentiert, die noch unter der Stabführung und Anleitung etwa von Verdi, Wagner, Mahler und von Bülows gesungen hat. Ihr akustisches Erbe baut eine Brücke aus dem mittleren 19. Jahrhundert und seinen Traditionen hinüber in das frühe 20. Jahrhundert.

    Orte und Länder

    Geboren in Würzburg, Kindheit und Ausbildung, sowie Debüt in Prag; danach Engagements in Danzig und Leipzig, ab 1870 Königliches Opernhaus Berlin; Teilnahme an den ersten Bayreuther Festspielen 1876; Gastspiele in London und Wien; ab 1885 Metropolitan Opera New York; mehrere Tourneen durch die USA; von 1901 bis 1910 Initiatorin und Leiterin der Salzburger Mozartfestspiele; Lebensabend und Tod in Berlin Grunewald.

    Biografie

    Lilli Lehmann wurde am 24. November 1848 als Tochter des Heldentenors Carl August Lehmann und seiner Frau Marie, geb. Loew , Opernsängerin und Harfenistin, in Würzburg geboren. Der Geburtsort ist eher zufällig, das Ehepaar ist bedingt durch wechselnde Engagements viel auf Reisen.

    1853 trennten sich Lehmanns Eltern, die Mutter nahm eine Stellung als Harfenistin am Prager Landestheater an und sorgte von da an allein für Lilli und ihre 1851 geborene Schwester Marie. Neben ihrer Stellung im Orchester gab die Mutter auch noch Gesangsunterricht. Die Töchter wurden so schon frühzeitig an die Musik und die Stimmbildung herangeführt. Nach mehrjährigem Unterricht durch die Mutter debütierte Lilli 1865 als erster Knabe in der „Zauberflöte“ am Deutschen Landestheater in Prag. Kurz darauf rettete sie eine weitere Zauberflöten-Aufführung, indem sie im zweiten Akt die Partie der Pamina übernahm, ohne diese Rolle jemals studiert zu haben. In der Folge sang sie an diesem Haus eine Reihe kleiner und kleinster Rollen, erwarb sich aber dadurch Bühnenpraxis und Routine.

    1868 wurde sie nach Danzig engagiert, auf der Reise dorthin machte sie Station in Berlin und sang erfolgreich an der Hofoper vor. Trotzdem trat sie ihr Engagement in Danzig an, wo sie mit großem Erfolg nur noch Hauptrollen sang. Bereits nach einer Saison wechselte sie nach Leipzig, von dort 1870 an die Berliner Hofoper, wo sie ihr Repertoire erneut vergrößerte und von Erfolg zu Erfolg eilte.

    1875 bot Richard Wagner, der ein Jugendfreund ihrer Mutter war, Lilli und ihrer Schwester die Mitwirkung an den ersten Bayreuther Festspielen an. 1876 sang sie tatsächlich eine der Rheintöchter in „Rheingold“, die Helmwiege in der „Walküre“ und übernahm die Rolle des Waldvogels in „Siegfried“ sowie der 1. Rheintochter in der „Götterdämmerung“. Wagner war außerordentlich zufrieden mit ihren Leistungen, eine rege Korrespondenz belegt das freundschaftliche Verhältnis der beiden. Während der Proben zu den Festspielen 1876 lernte sie Fritz Brandt, den Sohn des Bühnentechnikers Carl Brandt kennen. Beide verliebten sich ineinander, es kam zu einer Verlobung. In der Folge traten aber immer deutlicher erhebliche psychische Probleme Brandts zu Tage. Schweren Herzens löste Lehmann die Verlobung, litt aber noch Jahre danach an den dadurch ausgelösten emotionalen Erschütterungen. Für die Uraufführung des „Parsifal“ 1882 sah Wagner Lilli Lehmann als 1. Blume vor und beauftragte sie darüber hinaus, für die Auswahl der weiteren Blumenmädchen zu sorgen. Begeistert kam sie dem Wunsch des Meisters nach und studierte sogar mit den ausgewählten Sängerinnen ihre Rollen ein. Als sie jedoch erfuhr, dass ihr ehemaliger Verlobter Fritz Brandt an der Regiearbeit beteiligt sein würde, trat sie von der Rolle zurück, zu groß war ihre Angst vor einer erneuten Begegnung mit Brandt.

    Im Jahr 1876 sang sie in Berlin zum ersten Mal Verdis „Requiem“, ein Jahr darauf beim Musikfest 1877 in Köln erneut, diesmal unter Verdis Stabführung, und berichtete stolz, Verdi hätte bei ihr als einzige „nicht das geringste ausgebessert“ (Lehmann 1913, S. 257).

    1878 unternahm sie während ihres Urlaubs ein Gastspiel in Schweden, sang erfolgreich in Stockholm in Anwesenheit des Königs, auf dessen persönlichen Wunsch sie im Jahr 1879 erneut in Stockholm auftrat. Bei dieser Gelegenheit zeichnete der Monarch sie mit dem Orden „Llitteris et artibus“ aus.

    1880 sang sie erstmals in London, auch hier wurde sie für die folgende Saison wieder eingeladen.

    Während der Spielzeit 1881/82 trat sie häufig als Gast an der Dresdner Oper auf, gastierte in Prag und trat auch erstmalig erfolgreich an der Wiener Hofoper auf – einem Haus, dem sie bis zum Ende ihrer Laufbahn eng verbunden blieb.

    1884 kehrte sie nach London zurück, diesmal an das Covent Garden Opera House, und sang unter Hans Richter die Venus im „Tannhäuser“ und erstmals die Isolde.

    Auf dieser Reise begleitete sie ihre Nichte Hedwig Helbig. Das Mädchen, die nichteheliche Tochter von Lehmanns Schwester Marie, wurde Schülerin, später Assistentin und Vertraute der Künstlerin.

    In München nahm sie 1884 an einem kompletten Ring-Zyklus teil, außer der ersten Rheintochter sang sie auch die Sieglinde.

    Ab 1883 begann Lilli Lehmann, ihr Repertoire um dramatische Rollen zu erweitern. Sie studierte Isolde, Fidelio, Donna Anna und Norma. Leopold Damrosch hatte ihr bereits Anfang der 80er Jahre Angebote für Wagner-Konzerte und Opernaufführungen in Amerika gemacht. In Dresden und Wien probierte sie die Rollen sehr erfolgreich aus, in Wien sang sie in „Norma“ gemeinsam mit ihrer Schwester Marie, die als Adalgisa auftrat.

    Am 4. November 1885 schließlich trat Lilli Lehmann ihre erste Amerika-Reise an. Sie debütierte an der Metropolitan Opera in New York am 25. November des Jahres als Carmen, in der Folge sang sie auch Brünnhilde in „Walküre“, Sulamith in „Königin von Saba“ und eine Aufführung des Händelschen „Messias“ in englischer Sprache. Anschließend gastierte sie mit dem Ensemble in Philadelphia. Als ein Gesuch um Urlaubsverlängerung aus Berlin abschlägig beschieden wurde, brach sie ihren Vertrag und blieb in den USA.

    Im Rahmen einer ausgedehnten Konzerttournee der Firma Steinway bereiste sie den Westen der Vereinigten Staaten.

    Als sie 1886 nach Berlin zurückkehrte, beglich sie umgehend die aus ihrem Kontraktbruch resultierende Konventionalstrafe von 13500 Mark, den Verdienst eines ganzen Jahres. Sie bestand aber im Gegenzug auf weitgehende Freiheiten. Diese Zusicherung wurde nicht schriftlich fixiert, Lehmann blieb von der Möglichkeit, im deutschen Sprachraum zu singen, vorerst ausgeschlossen. Enttäuscht reiste sie abermals nach New York und setzte ihre erfolgreiche Tätigkeit an der Metropolitan Opera fort. Noch 1886 übernahm sie die Partie der Isolde an der Seite von Albert Niemann als Tristan. Auch die Brünnhilde im „Siegfried“ und in der „Götterdämmerung“ sang sie in den amerikanischen Erstaufführungen 1887 und 1888.

    1886 gastierte sie in Kopenhagen sowie abermals in London, diesmal als Leonore und Beethovens „Fidelio“. Als ihr dortiger Partner sich als unzulänglich erwies, brachte sie ihren Berliner Kollegen Paul Kalisch ins Spiel, am Ende der Aufführungsserie verlobte sie sich mit ihm. Nach einem weiteren Gastspiel in Budapest brach sie erneut nach New York auf. Dort gelang es ihr, für Paul Kalisch einige Kontrakte abzuschließen. Sehr medienwirksam ließ sich das Paar am Tag von Kalischs Ankunft in New York, dem 24.Februar 1888, trauen. Hedwig Helbig war die Trauzeugin ihrer Tante.

    In der Folge verstand es Lilli Lehmann geschickt, ihren Ehemann für verschiedene Rollen zu empfehlen, schließlich trat das Paar gemeinsam im „Ring des Nibelungen“ und in Bellinis „Norma“ erfolgreich auf.

    Am 31.März 1890 trat sie in der Brooklyn Academy of Music in einer konzertanten Aufführung von „Parsifal“-Szenen auf, das Konzert war ein Kompromiss, eine vollständige Bühnen-Aufführung hätte das Bayreuther Monopol für den „Parsifal“ verletzt.

    Von New York aus unternahm das Ehepaar mit dem Ensemble der Metropolitan Opera ausgedehnte Gastspiele nach Boston und Chicago. Trotz aller Bitten des Managements verlängerte Lilli Lehmann ihren Vertrag mit dem Opernhaus im Jahr 1889 vorerst nicht. Sie wollte sich über den Winter in Berlin von den Anstrengungen der letzten Saison erholen.

    Schon vor der Amerikareise hatte Lilli Lehmann zwei Parzellen in der neu geschaffenen Kolonie Grunewald in Berlin erworben, bei ihrer Rückkehr war ihre Villa in der Herbertstraße bereits im Rohbau fertig.

    Lehmann versuchte noch einmal, in der Angelegenheit ihres seinerzeitigen Kontraktbruches mit der Berliner Hofoper sogar beim Kaiser selbst zu intervenieren, offensichtlich ohne Erfolg.

    Ihr erster Auftritt in Berlin fand im Rahmen eines Konzerts mit den Berliner Philharmonikern im Oktober 1890 unter Hans von Bülow statt. Gustav Mahler, zu diesem Zeitpunkt Direktor der Budapester Oper, lud sie zu einem längeren Gastspiel an sein Haus ein, in dieser Zeit entwickelte sich eine herzliche Freundschaft zwischen Mahler und Lehmann, die bis zum Tode Mahlers andauern sollte.

    Charles Lamoureux lud Lehmann und ihren Mann 1891 zu Konzerten nach Paris ein, neben einem Arienprogramm interpretierte das Ehepaar das ungestrichene Liebesduett aus „Tristan und Isolde“.

    Mit großer Verspätung wurde das Auftrittsverbot durch den Kaiser aufgehoben, unmittelbar danach erhielt sie eine Einladung nach Wien. Auch die Krolloper meldete sich, Lehmann trat dort gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer Schwester und Francisco d’Andrade auf.

    Nach dem Bezug der Villa in Berlin Grunewald entwickelt sich ein reger gesellschaftlicher Verkehr und intellektueller Austausch mit anderen Bewohnern der neu geschaffenen Villen-Kolonie. Friedrich Dernburg, Fritz Mauthner, Maximilian Harden gehörten zu diesem Kreis.

    Für die Saison 1891/1892 nahm das Ehepaar Lehmann-Kalisch erneut eine Einladung der Metropolitan Opera New York an, die unter ihrem neuen Direktor, Maurice Grau, die Zahl der Wagner-Aufführungen zugunsten anderer Opern reduziert hatte. Lehmann und Kalisch traten in „Norma“, “Mignon“, “Don Juan“, „Troubadour“ und „Aida“ auf.

    Am 15.Februar 1892 feierte Lehmann ihr Debüt als Selica in der „Afrikanerin“ von Giacomo Meyerbeer mit Jean de Reszke als Partner, unmittelbar danach brach sie, physisch erschöpft, zusammen. Wochenlang besserte sich ihr Zustand nicht, auf den Rat der Ärzte hin reiste sie zurück nach Berlin, wo sie sich langsam erholte.

    Hier beschäftigte sie sich intensiv mit den Liedern August Bungerts, viele auf Texte von Carmen Sylva (Königin Elisabeth von Rumänien). 1893 war sie Gast der Königin auf Schloss Segenhaus bei Neuwied am Rhein, in der Folge entwickelte sich eine Freundschaft mit der dichtenden Monarchin.

    1895 sang sie in Wien erneut große Partien, 1896 beim Wiesbadener Maifest erstmalig die Ortrud in Wagners „Lohengrin“. Bei diesem Maifest debütierte Geraldine Farrar, die amerikanische Meisterschülerin Lehmanns, als Elisabeth in „Tannhäuser“ in Anwesenheit des Kaiserpaares. Lehmann hatte diese Rolle zuvor mit Farrar intensiv erarbeitet, und sah sich nun zu Recht durch den Erfolg der Schülerin bestätigt.

    Bei den Bayreuther Festspielen von 1896, die eine Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ brachten, übernahm Lilli Lehmann die Rolle der Brünnhilde. Ihre allseits bejubelte Leistung festigte ihre Stellung als führende Wagner-Interpretin ihrer Zeit. Während der Proben kam es zu erheblichen Differenzen mit Cosima Wagner, die in den Augen Lehmanns Wagners ursprüngliches Regie-Konzept verfälschte. Lehmann sah sich nicht zu Unrecht als Bewahrerin der Intentionen Wagners, hatte sie doch 1876 bei der Uraufführung des „Rings“ mitgewirkt und selbst mit Wagner intensiv geprobt.

    1898 ließ Lilli Lehmann für sich und ihren Mann eine Villa in Scharfling am Mondsee im österreichischen Salzkammergut bauen.

    So viel Zeit wie möglich verbrachte das Ehepaar, die Schwester Marie und die Nichte Hedwig dort.

    1896 sang das Ehepaar und die Schwester Lehmanns wieder in Amerika, eine Wagner-Tournee mit dreißig Vorstellungen erstreckte sich bis zum Frühjahr 1897, Ende Mai trat das Ehepaar bereits wieder „Tristan und Isolde“ bei den Wiesbadener Maifestspielen auf, im Herbst des Jahres kehrte Lehmann schließlich als Brünnhilde an die Berliner Hofoper zurück. Es schlossen sich 1898 Opern- und Konzertgastspiele in Wien an, bereits im Dezember brach das Ehepaar erneut nach Amerika auf. Die folgende Saison wurde für Lehmann die größte ihrer amerikanischen Jahre. Am 27. Januar 1899 rettete sie eine „Rheingold“-Aufführung in New York, indem sie innerhalb weniger Stunden die Partie der Fricka lernte, da kein Ersatz für die erkrankte Erstbesetzung zu finden war.

    Von der Jahrhundertwende an reduzierte Lilli Lehmann ihre Auftritte und beschränkte sich auf ihre großen Rollen, die sie noch in Berlin, Wien, Dresden und Wiesbaden sang. Dazu kamen Liederabende in Deutschland und Frankreich. Im Winter 1900/1901 reiste sie noch einmal für eine viermonatige Konzerttournee nach Amerika.

    Schon seit den 90er Jahren arbeitete Lehmann verstärkt als Gesangspädagogin, um die Jahrhundertwende legte sie ihre Gesangsmethode in dem Buch „Meine Gesangskunst“ schriftlich nieder, es erschien später auch in englischer und französischer Sprache und findet nach wie vor Verwendung im Gesangsunterricht.

    Zu den erfolgreichsten Schülerinnen und Schülern Lehmanns zählen Franz Egenieff, Geraldine Farrar, Res Fischer, Edytha Fleischer, Olive Fremstad, Paul Hansen, Walter Kirchhoff, Emmy Krüger, Rudolf Laubenthal, Lula Mysz-Gmeiner, Viorica Ursuleac, Marion Weed.

    In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts begann sich Lehmann für die Mozartpflege in Salzburg zu interessieren, 1903 gab sie dort einen Liederabend zugunsten des Mozartfonds, 1904 trat sie ebenda gemeinsam mit ihrer Nichte in einem Konzert der Wiener Philharmoniker auf.

    Für das Fest zu Mozarts 150. Geburtstag im Jahr 1906 übertrug man ihr die Vorbereitung einer „Don Juan“-Produktion, für die sie Sänger vom Rang eines Francisco d’Andrade, einer Johanna Gadski und Geraldine Farrar gewinnen konnte. Sie selbst übernahm die Partie der Donna Anna, Reynaldo Hahn dirigierte die Aufführung. Auch 1908 nahm sie als Solistin an einem der traditionellen Salzburger Künstlerkonzerte teil.1910 schließlich betraute man sie mit der kompletten künstlerischen Gestaltung des Mozartfestes. Sie organisierte drei „Don Giovanni“- und drei „Zauberflöten“- Aufführungen sowie fünf Konzerte. Für ihre Inszenierung der „Zauberflöte“ gelang es ihr, die international angesehensten Mozartsänger zu verpflichten: Richard Mayr, Frieda Hempel, Johanna Gadski, Melanie Kurt, Hermine Kittel, Leo Slezak, Gertrude Förstel. Sie selbst übernahm die Rolle der Ersten Dame. Während der Dauer des Festes wurde feierlich der Grundstein für das Gebäude des Mozarteums gelegt. Lehmann beteiligte sich an den Kosten des Neubaus. Die Stadt Salzburg verlieh ihr aufgrund ihrer zahlreichen Verdienste um die Stadt die Ehrenbürgerschaft. Bis heute gibt es in Salzburg eine Lilli-Lehmann-Gasse.

    Für 1914 war ein weiteres großes Fest zur Fertigstellung und Einweihung des Baus vorgesehen, der Ausbruch des Ersten Weltkrieges durchkreuzte jedoch diesen Plan.

    Ab 1916 verwirklichte Lehmann einen lange gehegten Wunsch und veranstaltete in Salzburg sogenannte „Mozartkurse“, die sich verschiedenen Aspekten der Interpretation Mozartscher Werke widmeten.

    1905 hatte Lehmann Fürstin Pauline Metternich kennengelernt, rasch entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die ihren Niederschlag in einem ausgedehnten Briefwechsel fand und bis zum Tod der Fürstin im Jahre 1921 währte.

    Lilli Lehmann, seit ihrer Kindheit sehr tierlieb, engagierte sich speziell in ihren späteren Jahren intensiv für den Tierschutz, auch in diesem Bereich setzte sie private Geldmittel ein.

    Über die Jahre hatte sich zwischen Paul Kalisch und Lehmanns Nichte Hedwig eine Liebesbeziehung entwickelt – anfangs von Lehmann unbemerkt. Schließlich zog sie aber sehr noble die Konsequenz und überließ den beiden das Haus in Scharfling am Mondsee, wo sie bis zu Kalischs Tod im Jahr 1946 zusammen lebten.

    1916 feierte Lehmann ihr 60 jähriges Bühnenjubiläum mit einer Festaufführung des „Fidelio“ an der Berliner Hofoper.

    Noch in den 20er Jahren veranstaltete sie Gesangskurse in Salzburg, bis 1919 gab sie selbst noch Liederabende.

    Ihre Karriere galt als eine der längsten und fruchtbarsten in der Geschichte der Gesangskunst.

    1906 und 1907 nahm Lilli Lehmann in zwei Sitzungen Schallplatten für die Firma Odeon auf. Davon sind 40 einzelne Plattenseiten erhalten, darunter Duette mit ihrer Nichte Hedwig Helbig. Odeon veröffentlichte die Aufnahmen mit einem speziellen blauen Etikett, um sie aus der übrigen Produktion hervorzuheben.

    Bis unmittelbar vor ihrem Tod nahm Lehmann intensiv am Berliner kulturellen Leben teil und pflegte umfangreiche Korrespondenzen.

    Nach kurzer, schwerer Krankheit starb sie am 17. Mai 1929 in ihrer Villa in Berlin Grunewald. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch wurde sie eingeäschert, die Urne im Friedhof an der Dahlemer Dorfkirche unweit ihres Hauses beigesetzt.

    Würdigung

    Lilli Lehmann war in der privilegierten Situation, einen Teil ihres Repertoires unter dem Dirigat oder der direkten Anweisung von Komponisten wie Verdi, Wagner oder Mahler erarbeiten zu können. Eine umfangreiche Korrespondenz mit Richard Wagner belegt die große Wertschätzung des Komponisten für die Sängerin. Durch ihre internationale Laufbahn, zahllose Reisen und Begegnungen mit anderen Künstlern und bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit wuchs ihr über die Zeit auch eine bedeutsame gesellschaftliche Stellung zu. Ein Blick auf die Liste ihrer Korrespondenzen belegt Kontakte zu der zeitgenössischen kulturellen und gesellschaftlichen Elite. In der gesamten einschlägigen Literatur fehlt es nicht an lobenden Erwähnungen ihrer Bedeutung als stilbildender Interpretin.

    Rezeption

    Durch ihre schriftlich niedergelegte Gesangslehre „Meine Gesangskunst“, die in deutscher und englischer Sprache weite Verbreitung fand und bis heute findet, ihre umfangreiche Autobiografie „Mein Weg“ in der englischen Übersetzung „My Path through Life“ sowie die inzwischen auch in verschiedenen Versionen auf CD vorliegenden kompletten Schallplatten-Aufnahmen ist Lilli Lehmann auch über 80 Jahre nach ihrem Tod medial nach wie vor präsent.

    Werkverzeichnis

    Mein Weg. Leipzig: S. Hirzel 1913, 1920.


    Meine Gesangskunst. Berlin, Wiesbaden : Bote & Bock o. J.


    Studie zu Fidelio (enthält auch Studie zu Tristan und Isolde), Leipzig: Breitkopf & Härtel 1904.


    Maurel, Victor. Zehn Jahre aus meinem Künstlerleben 1887–1897. Vorrede und Übersetzung von Lilli Lehmann-Kalisch. Berlin: Raabe & Plothow 1899.

    Repertoire

    Opernrepertoire nach Lilli Lehmann, Mein Weg, Leipzig 1920 (2. Aufl.); geordnet nach Oper, Komponist, Rolle)


    Ekkehard (Abert) Praxedis


    Postillon von Lonjumeau (Adam) Rosa; Madeleine


    Stumme von Portici (Auber) Hofdame; Elvira


    Frau Diavolo (Auber) Zerline


    Der Maskenball (Auber) Page


    Der schwarze Domino (Auber) Gertrude; Angela


    Maurer und Schlosser (Auber) Zobeide, Henriette; Irma


    Des Teufels Anteil (Auber) Carlo Broschi


    Die Krondiamanten (Auber) Theophila


    Perdita (Barbieri) Dienerin


    Fidelio (Beethoven) Marzelina; Fidelio


    Norma (Bellini) Clotilde, Adalgisa, Norma


    Carmen (Bizet) Carmen


    Die weisse Dame (Boieldieu) Jenny, Anna


    Johann von Paris (Boieldieu) Clara


    Das goldene Kreuz (Brüll) Christine


    Der Landfriede (Brüll) Brigitte


    Der Wasserträger (Cherubini) Konstanze


    Medea (Cherubini) Creusa


    Der König hat’s gesagt (Delibes) Flarambel


    Doktor und Apotheker (Dittersdorf) Rosalie


    Lucrezia Borgia (Donizetti) Lucrezia Borgia


    Lucia (Donizetti) Alice; Lucia


    Die Favoritin (Donizetti) Ines


    Die Regimentstochter (Donizetti) Marie


    Belisar (Donizetti) Eudora


    Der Diamant des Geisterkönigs (Drechsler) Fee Apricosa


    Alpenkönig und Menschenfeind (Drechsler) Salchen


    Die Heimkehr (Eckert) Friede


    Martha (Flotow) Lady Harriet


    Stradella (Flotow) Leonore


    Der schwarze Prinz (Genee) Pascal


    Armida (Gluck) Najade Lucinde


    Orpheus (Gluck) Euridice


    Iphigenie auf Tauris (Gluck) Diana


    Königin von Saba (Goldmark) Sulamith; Königin


    Der Widerspenstigen Zähmung (Götz) Katharina


    Margarete (Gounod) Margarete


    Die Jüdin (Halevy) Eudora; Rachel


    Armin (Hofmann) Albrun


    Der Heideschacht (v. Holstein) Björn


    Der Waffenschmied (Lortzing) Irmentraut


    Zar und Zimmermann (Lortzing) Marie


    Undine (Lortzing) Undine


    Die beiden Schützen (Lortzing) Karoline


    Der Wildschütz (Lortzing) Baronin Freimann


    Das Glöckchen des Eremiten (Maillart) Rose Friquet


    Hans Heiling (Marschner) Anna


    Vampir (Marschner) Malvina


    Josef in Ägypten (Mehul) Benjamin


    Sommernachtstraum (Mendelssohn) Elfe


    Die Hugenotten (Meyerbeer) Hofdame I u. II; Margarete von Valois


    Der Prophet (Meyerbeer) Bertha


    Robert der Teufel (Meyerbeer) Isabella


    Die Afrikanerin (Meyerbeer) Ines; Selica


    Dinorah (Meyerbeer) Hirt; Dinorah


    Ein Feldlager in Schlesien (Meyerbeer) Vielka


    Don Juan (Mozart) Elvira; Zerline; Donna Anna


    Die Entführung aus dem Serail (Mozart) Blondchen; Konstanze


    Hochzeit des Figaro (Mozart) Barbarina; Susanna; Page; Gräfin


    Die Zauberflöte (Mozart) 1. Knabe; 1. Dame; Pamina; Königin der Nacht


    Idomeneo (Mozart) Ilia


    Titus (Mozart) Servilia


    Der Schauspieldirektor (Mozart) Mademoiselle Uhlig; Frau Lange


    Lumpazivagabundus (Müller) Sepherl


    Einen Jux will er sich machen (Müller) Lisette


    Die lustigen Weiber von Windsor (Nicolai) Frau Fluth; Anna


    Großherzogin von Gerolstein (Offenbach) Charlotte, Großherzogin


    Orpheus in der Unterwelt (Offenbach) Cupido; Venus; Euridice


    Pariser Leben (Offenbach ) Melanie; Metella


    Blaubart (Offenbach) Heloise

    Schwätzer von Saragossa (Offenbach) Pedro

    Schöne Weiber von Georgien (Offenbach) Melanie


    Bauer als Millionär (Raimund) Jugend


    Barbier von Sevilla (Rossini) Rosine


    Wilhelm Tell (Rossini) Gemmy; Mathilde


    Die Makkabäer (Rubinstein) Noemi


    Nero (Rubinstein) Poppäa


    Zieten-Husaren (Scholz) Josepha


    Genofeva (Schumann) Genofeva


    Manfred (Schumann) Erdgeist


    Jessonda (Spohr) Amazili


    Die schöne Galathea (Suppe) Galathea


    Flotte Bursche (Suppe) Brand


    10 Mädchen und kein Mann (Suppe) Limonia


    Macbeth (Taubert) 1. Hexe


    Cesario (Taubert) Maria


    Mignon (Thomas) Philine


    König Ottos Brautfahrt (Überlee) Hetmaris


    Maskenball (Verdi) Oscar; Amalia


    Rigoletto (Verdi) Gräfin Ceprano, Gilda


    Troubadour (Verdi) Ines ; Leonore


    Traviata (Verdi) Violetta


    Ernani (Verdi) Johanna; Elvira


    Aida (Verdi) Aida


    Nebukadnezar (Verdi) Anna


    Rienzi (Wagner) Friedensbote; Irene


    Lohengrin (Wagner) Elsa; Ortrud


    Tannhäuser (Wagner) Hirtenknabe; Elisabeth; Venus


    Rheingold (Wagner) 1. Rheintochter; Fricka


    Walküre (Wagner) Fricka; Sieglinde; Brünnhilde; Helmwiege


    Siegfried (Wagner) Brünnhilde; Waldvogel


    Götterdämmerung (Wagner) Brünnhilde; 1. Rheintochter


    Tristan und Isolde (Wagner) Isolde


    Freischütz (Weber) Brautjungfer; Ännchen; Agathe


    Oberon (Weber) Meermädchen; Fatime


    Preciosa (Weber) Lied


    Euryanthe (Weber) Euryanthe


    A-ing-fo-hi (Würst) Laura


    Die Offiziere der Kaiserin (Würst) Fürstin


    Mannschaft an Bord (Zantz) Jean


    Konzertrepertoire:

    Neunte Symphonie (Beethoven) Sopransolo

    Missa da Requiem (Verdi) Sopransolo


    Werktitel und Rollenbezeichnungen wurden in der Schreibweise Lilli Lehmanns übernommen. Auffällig ist, dass sie nicht alle Rollen, die sie laut Biografie gesungen hat, in das Rollenverzeichnis übernahm.

    Quellen

    Sekundärliteratur

    Brand-Seltei , Erna. Belcanto. Wilhelmshaven: Heinrichshofen 1972.


    Damrosch, Walter. My Musical Life. New York: Charles Scribner’s Sons 1925.


    Droescher, Georg. Die vormals Königlichen, jetzt Preußischen Staatstheater zu Berlin. Berlin: Otto Elsner Verlagsgesellschaft 1936.


    Ehrlich, A. Berühmte Sängerinnen der Vergangenheit und Gegenwart. Leipzig: Verlag von A. H. Payne 1895.


    Farrar, Geraldine. The Story of an American Singer by Herself. Boston and New York: Houghton Mifflin Company 1916.


    Fischer, Jens Malte. Große Stimmen. Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1993.


    Haas, Walter. Nachtigall in Samt und Seide. Hamburg und Düsseldorf: Marion von Schröder Verlag 1969.


    Honolka, Kurt. Die großen Primadonnen. Stuttgart: J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf.1960.


    Kesting, Jürgen. Die großen Sänger des 20. Jahrhunderts. Düsseldorf: Econ Verlag 1993.


    Kohut, Adolph. Die Gesangsköniginnen in den letzten drei Jahrhunderten. Berlin: Verlag Hermann Kuhz o.J.


    Krehbiel, Henry Edward. Chapters of Opera. New York: Henry Holt and Company 1911.


    Kutsch, K.J./ Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K. G. Saur 2003.


    Steane, J. B. The Grand Tradition. New York: Charles Scribner’s Sons 1974.


    Richard Wagner an seine Künstler. Leipzig: Breitkopf & Härtel 1912.


    Weissmann, Adolf. Berlin als Musikstadt. Berlin und Leipzig: Schuster & Loeffler 1911.


    Tonaufnahmen:

    Lilli Lehmann 1848-1929

    Soprano Assoluta

    Symposium 1207&1208 2 CDs

    Forschung

    Der schriftliche Nachlass Lilli Lehmanns befindet sich in der Musikabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin Unter den Linden.

    Signatur: Mus.Nachl.L.Lehmann

    Eine erste Sichtung im Jahre 2010 ergab folgenden Inhalt:

    12 Kästen, 1 Blechtruhe


    Kasten 1-3: alphabetisch sortierte Briefe an Lilli Lehmann

    Kasten 1: Briefe von

    Abert , Johann Joseph

    Abt, Franz

    Adams, John

    d’Albert, Eugene (7)

    Aldrich, Richard

    Alexander Friedrich, Landgraf v. Hessen

    Artot de Padillia

    Bahlke, Hans

    Barnay, Ludwig

    Botka, Richard

    Battistini, Mattia

    Bethge, Lisbeth (Tochter von Robert Franz)

    Breisky, Walter

    Bruch, Max

    Brüll, Ignaz

    Bülow, Marie von

    Bungert, August

    Busch, Adolf,

    Busch, Fritz

    Culp, Julia

    Dippel, Annie

    Eilers, Franz

    Gadski, Johanna

    Goldmark, Karl

    Gutheil, Marie


    Kasten 2a:

    Hahn, Reynaldo

    Hammerstein, Oscar

    Hanslick, Eduard

    Hempel, Frieda

    Henderson, William J.

    Hülsen, Botho von

    Joachim, Joseph

    Kalbeck, Max

    Kalisch, Paul (1)

    Kienzl, Wilhelm


    Kasten 2b:

    Kirchhoff, Walter (46)

    Klindworth, Karl

    Knote, Heinrich

    Laubenthal, Rudolf

    Levi, Hermann (21)

    Lehmann, Marie (2)

    Leisinger, Elisabeth

    Lubin, Germaine (4)

    Mahler, Gustav (13)

    Massary, Fritzi

    Mikorey, Franz

    Mottl, Felix (3)

    Muck, Karl

    Neumann, Angelo

    Niemann, Gottfried

    Nikisch Arthur


    Kasten 3:

    Ochs, Traugott

    Ochs (Bürgermeister von Salzburg,3)

    Pierne, Gabriel

    Platen Graf von

    Pratt, William

    Resnicek, Emil Nikolaus von

    Richter, Gustav

    Richter, Hans

    Richter, Marie

    Rosenstein, Arthur

    Rosenthal, Moriz

    Ruckward, Fritz

    Salzburg, Mozarteum (19)

    Sachs, Willy von

    Schalk, Franz

    Scheidemantel, Karl

    Schillings, Max von

    Schuch, Ernst von (15)

    Siegert, Grete

    Seidl, Anton

    Spohr, Ludwig (2, an Marie Loew)

    Strauss, Edmund von

    Strauss, Richard (4)

    Stibral, Franz (Österr. Handelsminister, 71)

    Taubert, Wilhelm

    Thode, Daniela (Tochter Hans v. Bülows)

    Vignan, Hippolyt von

    Wagner, Cosima (30, davon 2 an Marie Lehmann)

    Wagner, Eva (2)

    Wagner, Siegfried(2)

    Weed, Marian

    Weingartner, Felix von(31)

    Weingartner, Feodora von

    Wedorin, Alma

    Wetzler, Hans Hermann


    Kasten 4: unsortierte Briefe an Lilli Lehmann von:

    Sembrich, Marcella

    Scotti, Antonio

    Damrosch, Walter

    Hertz, Alfred

    Gieseking, Walter

    Bodanzky, Artur

    Coates, Albert

    Matzenauer, Margaret

    Johnson, Edward


    1 Album mit eingeklebten Briefen „Birthday Tribute“ April 1929


    Briefe von Lilli Lehmann an:

    Lewicki, Rudolf von (ca. 200)

    Sachs, William von, Willy de Sachs (Name wechselt) (43)

    Lehmann, Marie (1)

    Voss, Richard (27)


    Kasten 5: sortierte Briefe an Lilli Lehmann

    1 Konvolut ca. 20 Briefe und Karten: nicht zuzuordnen

    Adams, Clara (1)

    Agathe, Prinzessin Fr. Wilh. v. Preussen (2)

    Appenyi, Graf Albert (1)

    Banke,Dr. (3)

    Beyer, Fritz (1)

    Bock-Neumann, Henny (2)

    Bitthorn (1)

    Böss (1)

    Borchard, Adolphe (1)

    Boninot, M. (1)

    Braun, Karl und Frau (6)

    Breisky, Ernst von (1)

    Bunsen, Emilie von (1)

    Cäcilie, Kronprinzessin (1 Telegramm)

    Chassang, Maurice (1)

    Cook, Beatrice (5)

    Coudenhove, Marietta (2)

    Doenhoff-Seydewitz, Josephine (1)

    Dubsky, Victor Graf (1)

    Dyes,Oberst (1)

    Egidy, M. von (1)

    Elisabeth, Königin von Rumänien (Carmen Sylva) (1 Brief, 9 Telegramme)

    Engel, Emil M. (1)

    Ernst, Herzog von Altenburg (1 Telegramm)

    Eugen, Herzog von Österreich (1)

    Ewers, Hans Heinz (2)

    Fischer-Schieber, Rosalie (9 + Gedichte)

    Fleischhauer, Fritz (1 Gedicht)

    Foelkersam, Natalie von (1)

    Friedrich Wilhelm, Prinz von Preussen (2)

    Friedrich, Johann (5)

    Genlis, P. (1)

    Götzl, Arthur (4)

    Grüning, Max (1)

    Hainisch, Marianne (3)

    Hammerl, Joh. (1)

    Harden, Maximilian (36 Briefe, 24 Karten)

    Harden, Schnee (4)

    Hartenau, Johann (1)

    Helbig, Paul (2)

    Hellmuth, Marta (1)

    Hendrych, Franz (3)

    Hengster, Heinrich (14)

    Hermine, Fürstin Carl v. Hanau (2)

    Hiecke, Phili (6)

    Höbner,P. (1)

    Hoensbroech, Wilhelm Graf zu (1)

    Holbeck (7)

    Hooker, Elon und Adelaide (3)

    Jentsch, Karl (10)

    Kaiser, Richard (2)

    Karl, König von Rumänien (1 Telegramm)

    Karwat, Ludwig (4, und Fotografien)

    Kestranek, W. (3)

    Kedall, Alexander von (1)

    Kinski, Marianne Gräfin (1)

    Köveß, Eugenie von (1 und Foto)

    Kohler, Karl Felix (1)

    Koller, R. (1)

    Kyber, Manfred (16)

    Lanchorowski, Graf (1)

    Landauer, Gustav (1)

    Landeker, Maria (1)

    Lattorf, Olga von (2)

    Lenaire, Madeleine (9)

    Levin, Hermann (3)

    Lichnowsky, Mechtilde Fürstin (3)

    Lichtenstein, Hana Prinzessin (3)

    Liebenfels, Jörg Lanz von (9)

    Lieske, W. (1)

    Linden, Einar (2)

    Lubin, Germaine (1)

    Major, Gustav (2)

    Marie, Fürstin Erbach (4+Photographien)

    Mauthner, Fritz und Hedwig (29)

    Metternich, Clementine Prinzessin (20)

    Meyer, Elisabeth (1)

    Moltke, Cuno (1)

    Morphy, Gräfin C. (Brief an Walter Kirchhoff)

    Nesper, Joseph (12)

    New York, Capitol Theatre (1)

    Nichols, Edith (1)

    Nigg, Hermann (3)

    Nikolaus, Prinz von Nassau (3)

    Noel, Alexandra (1)

    Nonveiller, Heinz (8)


    Kasten 6:

    Pauwels, C. (3)

    Petersen, Agnes (2)

    Rabe, Oskar (2)

    Radziwill, Marie Fürstin (4)

    Reuss, Fürst (2)

    Rie, Therese (6)

    Rudloff (1)

    Sagan, Herzog von (1)

    Salm-Sahn, Agnes (1)

    Scheffel, Margarethe (5)

    Schleich, Carl Ludwig (12)

    Schmude, Hauptmann (25+ Photographien)

    Schuler, F.W. (1)

    Schulze,Paul (1)

    Schurz, Carl (2)

    Schwarzenbach, Alfred (2)

    Schreininger, Ernst (2)

    Schreininger, Lena (1)

    Seckendorff, G. (1)

    Seligmann, Adalbert Franz (1 Visitenkarte)

    Shergil, Antoinette (16+ Photographien)

    Specht, Frederick (1)

    Stolberg, Prinz u. Prinzessin (9)

    Taxis-Hohenberg, Marie Fürstin (1)

    Techel, Wilhelm (7)

    Troschke, Alice von (2)

    Verein für Feuerbestattung (1 Bescheinigung) (fehlt im Bestand)

    Vilmer-Hansen, Emma (2)

    Voigt, Wilhelm von (2)

    Volkmer, Hans (24)

    Voss, Melanie (24)

    Wardt, Stephen (4)

    Wartensleben, Klara (1)

    Wedekind, Margarete (1)

    Wenzel, Alfred (2)

    Westphal, Ferdinanda (1 Bescheinigung)

    Wied, Fürst zu (1 Telegramm)

    Wied, Elisabeth Fürstin (1)

    Wied, Luise Fürstin (2)

    Wied, Marie Fürstin Mutter (18)

    Wied, Sophie Fürstin (4)

    Wien, Erdbebenwarte (1)

    Wilbrandt, Adolf (1 Gedicht)

    Wolff, Theodor (1)

    Wrede, Friedrich (1)

    Young, Frank L. (1)

    Young ,Rosamund (1)

    Young, Sumner B. (1)

    Zlastnik, Franz Jos. (3, sowie Gedichte)


    Kasten 7:

    mehrere Konvolute ungeordneter Briefe,

    Rezensionen von „Mein Weg“ und div. Kritiken, unsortiert

    1 Album mit eingeklebten Kritiken New York


    Kasten 8: unsortierte Briefe von:

    Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva)

    Sophie, Fürstin von Albanien

    Carl Jentsch

    Friedrich Wilhelm, Prinz v. Preussen

    Einar Linden

    Geraldine Farrar

    Erzherzog Eugen

    Paul Hansen

    Fritz Mauthner

    Hermann Bahr

    Marie Seebach

    Albert und Hedwig Niemann

    Albert Niemann jr.

    Marie Gutheil

    Maria Ivogün

    Anna Bahr-Mildenburg

    Walther Kirchhoff

    Sigrid Onegin

    Pauline, Fürstin Metternich-Sandor


    Kasten 9: unsortierte Briefe von:

    Paul Lindau

    Richard Voss

    Dr. Johann Friedrich

    Marie Ebner-Eschenbach

    August Bungert

    Adolf Menzel

    Kaulbach

    Defregger

    Max Liebermann


    Kasten 10:

    1 Album mit eingeklebten Rezensionen

    div. Theaterzettel

    Zeitungsausschnitte Beginn 1. Weltkrieg

    div. Journale USA


    Kasten 11:

    unsortierte Zeitungsausschnitte

    Kunstblätter

    wenige unsortierte Briefe


    Blechtruhe:

    Klavierauszüge mit Anmerkungen

    Don Juan

    Zauberflöte

    Manuskripte zu Mein Weg; Studie zu Fidelio, Mon art du chant


    großes, unsortiertes Konvolut Briefe von

    Pauline, Fürstin Metternich-Sandor


    großes, unsortiertes Konvolut

    Briefe von/an Mutter und Schwester


    1 Umschlag mit Fotos und Briefen Victor Maurels

    Forschungsbedarf

    Schon die Liste der Briefpartner Lilli Lehmanns macht deutlich, wie interessant und lohnend eine komplette Erschließung und Transkription des Briefbestandes wäre. Lehmann stand tatsächlich mit der gesamten künstlerischen und gesellschaftlichen Elite ihrer Zeit in Verbindung. Ihr kompletter schriftlicher Nachlass ist in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz archiviert, jedoch nur grob sortiert. Eine endgültige Katalogisierung, eventuell auch eine Edition ausgewählter Briefe wäre von höchstem wissenschaftlichen Interesse. Sie könnte nicht unwesentliche Beiträge zur biografischen Forschung in Lehmanns Umfeld beitragen. Die Staatsbibliothek selbst sieht derzeit keine Möglichkeit einer Bearbeitung des Nachlasses durch Kräfte der Bibliothek.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 5089547
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 118883933
    Library of Congress (LCCN): n82101441
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Peter Sommeregger, Artikel verfaßt im Juli 2011


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 01.12.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Peter Sommeregger, Artikel „Lilli Lehmann“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 1.12.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Lilli_Lehmann