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  • Katharine Laubinger

    von Martina Bick
    Namen:
    Katharine Laubinger
    Lebensdaten:
    geb. in Delitzsch, Deutschland
    gest. nach in KZ Auschwitz-Birkenau, Polen
    Tätigkeitsfelder:
    Musikerin

    Profil

    Katharine Laubinger war eine Musikerin, die als verschollen gilt im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau.

    Orte und Länder

    Katharine Laubinger wurde in Delitzsch, Sachsen, geboren und kam vermutlich im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben.

    Biografie

    Katherine Laubinger, Roma oder Sintezza, geb. 1881 in Delitzsch, Sachsen, wurde am 28. Januar 1944 ins Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau eingeliefert. Über diese Information aus dem „Hauptbuch (Frauen)“, der Dokumentation des sogenannten „Zigeunerlagers“ des KZs Auschwitz-Birkenau, in dem von Ende Februar 1943 bis Ende Juli 1944 mehr als 20.000 Roma und Sinti inhaftiert waren, hinaus ist bis jetzt nichts bekannt. Dass sie das KZ überleben konnte, hält Claudia Maurer Zenck (vgl. „Spuren unbekannter deutscher und österreichischer Musikerinnen, online-Publikation 2016, o.S.) für mehr als zweifelhaft. Vermutlich wurde sie wie die meisten Roma- und Sinti-Musikerinnen, die der älteren Generation der vor 1900 Geborenen angehörten, kurze Zeit nach ihrer Einlieferung umgebracht. Über ihr Leben und ihre Tätigkeit als Musikerin ist bis jetzt nichts bekannt.




    Quellen

    „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz (Frauen)“, in: Gedenkbuch. Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, hrsg. vom Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg, 2 Bde., München 1993, Bd. 1 (in Bd. 2: „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz [Männer]“).


    Maurer Zenck, Claudia, „Spuren unbekannter deutscher und österreichischer Musikerinnen. Auf der Suche nach NS-verfolgten ‚Zigeunerinnen‘ und ihrer Geschichte, in: Multimediale Festschrift für Beatrix Borchard, online seit August 2016, Kapitel Biographik, http://mugi.hfmt-hamburg.de/Beatrix_Borchard/


    Maurer Zenck, Claudia, „Verfolgungsgrund: 'Zigeuner'. Nachruf auf unbekannte Musiker“, in zwei Teilen erschienen in: mr-[musica reanimata-]Mitteilungen H. 88 (Dez. 2015), S. 1–19, und H. 89 (März 2016), S. 1–20.


    Maurer Zenck, Claudia, Verfolgungsgrund: „Zigeuner“. Unbekannte Musiker und ihr Schicksal im „Dritten Reich“, Wien 2016 (= Antifaschistische Literatur und Exilliteratur – Studien und Texte, Bd. 25).


    Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hg.), Sterbebücher von Auschwitz. Fragmente. München 1995.


    https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00006905

    Forschungsbedarf

    Weitere Nachforschungen zur Biografie von Katharine Laubinger, zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Musikerin und über ihr weiteres Schicksal sind noch vorzunehmen.

    Autor/innen

    Martina Bick


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 31.08.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Bick, Artikel „Katharine Laubinger“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 31.8.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Katharine_Laubinger