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  • Julia Woolf

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Julia Woolf
    Ehename: Julia Sophia Isaacson
    Lebensdaten:
    geb. in London,
    gest. in West Hampstead,

    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin

    Profil

    Die Pianistin und Komponistin Julia Woolf war nach ihrem Studium an der Royal Academy of Music im Londoner Musikleben als Pianistin und Komponistin präsent. Sie trat zunächst regelmäßig als Solistin auf, u. a. in den Alfred Mellon Concerts, und publizierte ab den 1860er Jahren zahlreiche Kompositionen in renommierten Londoner Musikverlagen wie Enoch & Sons, Wessel & Co. und J. B. Cramer & Co. Ihr Werk umfasst Klavierkompositionen und Werke für Sologesang sowie eine Oper „Carina“, die 1888 im Londoner Opera Comique Theatre uraufgeführt wurde.

    Orte und Länder

    Julia Woolf wurde in London geboren. Sie studierte an der Royal Academy of Music und etablierte sich anschließend als Pianistin und Komponistin im britischen Musikleben. Das Zentrum ihres Wirkens blieb London.

    Biografie

    Julia Woolf wurde 1831 in London geboren; über ihre Herkunft und ihre erste musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. Von 1846 bis ca. 1849 studierte sie Klavier und Komposition an der Royal Academy of Music bei Cipriano Potter, der dort beide Fächer vertrat. Dabei wurde sie zweifach, in den Jahren 1846 und 1848, als „Kings’s Scholar“ ausgezeichnet und erhielt nach ihrem Studienabschluss 1849 den Titel „Associate of the Royal Academy of Music“ (A.R.A.M.); einige Jahre später wurde sie zur „Fellow of the Royal Academy of Music“ (F.A.R.M.) gewählt (vgl. Brown/Stratton 1897).


    Nach ihrem Studium trat Julia Woolf als Pianistin regelmäßig in London auf. So spielte sie z. B. im April 1853 als Solistin unter der Leitung von Maurice Davies im Rahmen eines Grand Evening Concerts in der Londoner Sussex-Hall und wirkte im März 1855 mit einer Fantasie eigener Komposition bei einem Konzert mit, das die Sängerin Miss E. Jacobs in der Sussex Hall veranstaltete (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 23. April 1853, S. 1; „The Musical World“ vom 14. April 1855, S. 233). Von August bis November 1861 war sie von dem Konzertveranstalter und Dirigenten Alfred Mellon engagiert und konzertierte mehrfach in dessen „Promenade Concerts“, die im Theatre Royal Covent Garden stattfanden. Dort spielte sie z. B. im August 1861 eine Fantasia für Klavier von Michael William Balfe (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 29. August 1861, S. 8), und führte wenige Tage später, am 5. September 1861, eines von Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerten C-Dur unter der Leitung von Alfred Mellon auf. Die „Times“ rezensierte: „It [the pianoforte concerto] was played with remarkable spirit and correctness by Miss Julia Woolf [...], who had the good taste to prefer Mozart’s own text – the ‚cadenzas’ in the ‚allegro’ and ‚finale’ allowed for – to the embellished versions of Cramer, Hummel, &c, which are for the most part resorted to by modern pianists. The applause that followed each movement was a tribute honourably earned.“ („Es [das Klavierkonzert] wurde mit bemerkenswerter Energie und Genauigkeit von Fräulein Julia Woolf gespielt […], die einen guten Geschmack bewies, indem sie Mozarts eigenen Text – die ‚Cadenzas’ im ‚Allegro’ und im ‚Finale’ berücksichtigend – den verschönerten Versionen von Cramer, Hummel etc., auf die moderne Pianisten meistens zurückgreifen, vorzog. Der Applaus, der auf jeden Satz folgte, war eine ehrenvoll verdiente Anerkennung.“; „The Times“ vom 6. September 1861, S. 7) Im Oktober 1861 trat Julia Woolf in demselben Rahmen mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 auf. Bei diesem Konzert wurde auch ihre Canzonette „Yes! Thou Art Changed“, die sie für die Sängerin Laura Baxter geschrieben hatte, aufgeführt (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 9. Oktober 1861, S. 6).


    Ab 1862 veranstaltete Julia Woolf eigene Konzerte, in denen sie verstärkt mit ihren Kompositionen an die Öffentlichkeit ging. So lautet z. B. eine Anzeige in der „Times“ vom Oktober 1862 „Miss Julia Woolf will play her Grand Fantasia on ‚Auld lang syne’ and her brilliant Galop de Concert ‚The Derby’ at the Assembly Rooms, Gravesend, on Tuesday, October 14.“ („Fräulein Julia Woolf wird ihre Grand Fantasia über ‚Auld lang syne’ und ihr glänzendes Galop de Concert ‚The Derby’ in den Assembly Rooms, Gravesend, am Dienstag, 14. Oktober, spielen.“; „The Times“ vom 13. Oktober 1862, S. 1) Im Dezember 1864 hieß es: „Miss Julia Woolf will play her new pianoforte piece ‚The Flowing Tide’ at her concert on Wednesday evening, Dec. 28, at the Hanover-square Rooms.“ („Fräulein Julia Woolf wird ihr neues Klavierstück ‚The Flowing Tide’ bei ihrem Konzert am Mittwochabend, 28. Dezember, in den Hanover Square Rooms spielen.“; „The Times“ vom 22. Dezember 1864, S. 1) Neben ihren eigenen Werken stand dabei auch eine Violinsonate Ludwig van Beethovens auf dem Programm, die Julia Woolf gemeinsam mit dem Geiger Adolphe Pollitzer aufführte (vgl. „The Times“ vom 28. Dezember 1864, S. 1).


    Zudem veröffentlichte Julia Woolf ihre Kompositionen in renommierten Londoner Musikverlagen, u. a. bei Enoch & Sons, Wessel & Co. und J. B. Cramer & Co. Bereits 1851 erschien vereinzelt eine Klavierfantasie – ein „Andante and Variations“ nach einem Motiv aus Gaetano Donizettis Oper „Lucrezia Borgia“ – bei Wessel & Co. Es folgten ab Anfang der 1860er Jahre bis 1889 zahlreiche Lieder nach Gedichten von Frederick E. Weatherly, Edward L. Blanchard und Charles J. Rowe sowie weitere Klavierkompositionen, darunter mehrere „Morceaux de salon“. Allerdings nahm die Presse kaum Notiz von Julia Woolfs Kompositionen und wenn, dann reagierte die Musikkritik eher verhalten und kritisierte – neben handwerklichen Schwächen – die kommerzielle Ausrichtung der Lieder. So schrieb z. B. die „Musical Times“ im September 1876 über ihre beiden Lieder „Childhood“ und „Only a Glance“ nach Texten von Charles J. Rowe: „As these songs have been so extensively advertised (even at Railway Stations) accompanied by laudatory reviews, extracted from various journals, we presume they must be by this time tolerably independent of criticism. Although thoroughly popular in character, however, musically speaking, there are some points which in a second edition might be altered with advantage. [...] we cannot say that we like the bare fourth in the accompaniment doubling the chromatic note with the voice [...]. In every respect we consider ‚Childhood’ a much better composition. The following melody in 12.8 rhythm is well supported by the accompaniment, and the harmonies are appropriate and well considered throughout. It is an ‚English ballad’ in every sense of the word, but sufficiently well treated to rise above the dead level of common-place.“ („Da diese Lieder so ausgiebig beworben (sogar an Bahnhöfen) und von lobenden Rezensionen, aus verschiedenen Zeitungen entnommen, begleitet wurden, nehmen wir an, dass sie mittlerweile einigermaßen unabhängig von Kritik sind. Obgleich durchweg populär im Wesen, gibt es dennoch, musikalisch gesehen, einige Punkte, die in einer zweiten Ausgabe mit Gewinn verändert werden könnten. […] wir können nicht sagen, dass wir die blanken Viertel in der Begleitung, durch die die chromatische Note der Stimme gedoppelt wird, mögen […]. In jeder Hinsicht betrachten wir ‚Childhood’ als eine viel bessere Komposition. Die folgende Melodie im 12/8-Rhythmus wird von der Begleitung schön unterstützt und die Harmonien sind angemessen und durchweg gut durchdacht. Es ist eine ‚English ballad’ im wahrsten Sinne des Wortes, doch gut genug aufbereitet, um sich über das entseelte Niveau des Gewöhnlichen zu erheben.“; „The Musical Times“ vom 1. September 1876, S. 599) Über „A Vision of Home“, ebenfalls nach einem Text von Charles J. Rowe, hieß es 1877: „We can imagine that so simple and melodious a ballad as ‚A Vision of Home’ would command an extensive sale, but it would puzzle any reviewer to know what to say of it, beyond advertising the simple facts we have stated. The plain tonic, subdominant and dominant harmonies are distributed into crotchets, minims, and semiquavers, with appropriately sympathetic feeling; and, as a domestic ballad, it fulfils every requirement [...].“ („Wir können uns vorstellen, dass eine so simple und melodiöse Ballade wie ‚A Vision of Home’ einen beträchtlichen Verkauf bewirkt, doch es würde jeden Rezensenten verwirren, mehr dazu zu sagen, als die einfachen, von uns angeführten Fakten aufzuzeigen. Die schlichten Tonika-, Subdominant- und Dominant-Harmonien sind mit angemessen verständnisvollem Gefühl auf Viertel, Halbe und Sechzehntel verteilt und, als häusliche Ballade, erfüllt es alle Anforderungen […].“; „The Musical Times“ vom 1. September 1877, S. 438)


    Am 27. September 1888 wurde Julia Woolfs Comic Opera in drei Akten „Carina“ im Londoner Opera Comique Theatre uraufgeführt und blieb bis mindestens November 1888 auf dem Spielplan (vgl. „The Times“ vom 2. November 1888, S. 8). Auch hier blieb der Komponistin zwar der leichte Spott britischer Musikkritik nicht erspart, dennoch war der Rezensent der „Times“ – abgesehen davon, dass er die angestaubte Kompositionsweise kritisierte – von der Oper angetan: „It is nearly 40 years, we believe, since Miss Julia Woolf left the Royal Academy of Music with high honours, having twice won the King’s Scholarship for varied ability in musical composition and been elected an Associate Member and Fellow. In the year 1850 the Academy had no more promising pupil, and her first opera, ‚Carina’, was produced last night. Whatever may be said of this work, it may be taken to represent at all events the maturity of the composer’s talent. When or how ‚Carina’ came to be written the play-bill does not show, but it bears internal evidence of having been conceived in the pre-Offenbachian period under the influences of Auber, or it may have been even the Balfe or Wallace, school. [...] If somewhat oldfashioned in style, the score is full of melody and imagination which might well be youthful, and it exhibits cleverness of orchestration that disciples of the more modern school would do well to emulate. [...] the composer was well received, and may congratulate herself upon having achieved a tardy success in her long musical career.“ („Es ist, glauben wir, beinahe 40 Jahre her, seit Fräulein Julia Woolf die Royal Academy of Music mit großen Ehren verlassen hat, als zweimalige Gewinnerin des King’s Scholarship für unterschiedliche Fähigkeiten in musikalischer Komposition und gewählt zum Associate Member und Fellow. Im Jahr 1850 hatte die Academy keine vielversprechendere Schülerin und ihre erste Oper, ‚Carina’, wurde letzten Abend dargestellt. Was immer von dem Werk gesagt werden kann, es dient auf alle Fälle dazu, die Reife des Talents der Komponistin zu repräsentieren. Der Theaterzettel sagte nichts darüber, wann oder wie ‚Carina’ zur Entstehung kam, doch das Werk trägt innere Anzeichen dafür in sich, in der Pre-Offenbach-Ära, unter dem Einfluss der Auber-Schule, oder möglicherweise sogar der von Balfe oder Wallace konzipiert worden zu sein. […] Wenngleich stilistisch etwas altmodisch ist die Partitur doch voller Melodien und Einfallsreichtum, die ebenso gut jugendlich sein könnten, und das Werk legt eine Geschicklichkeit der Orchestrierung an den Tag, die Schüler der moderneren Schule gut nachahmen könnten. […] die Komponistin wurde wohlwollend empfangen und kann sich selbst dazu gratulieren, einen verspäteten Erfolg in ihrer langen musikalischen Karriere erreicht zu haben.“; „The Times“ vom 28. September 1888, S. 7) Tatsächlich verweisen zahlreiche Ausgaben, Auszüge und Bearbeitungen der Oper, die in den Jahren 1888/89 veröffentlicht wurden, auf die Popularität des Werkes.


    Julia Woolf war mit John Isaacson (gest. 1889) verheiratet und hatte mindestens eine Tochter, Maud Isaacson, verh. Ellis. Sie starb am 20. November 1893 im Alter von 62 Jahren in Ravenscourt, Woodchurch road in West Hampstead (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1893, S. 739).

    Rezeption

    Julia Woolf war mehr als vierzig Jahre lang im englischen Musikleben als Pianistin und Komponistin präsent. Allerdings konnte sie die bürgerliche Musikkritik nur vereinzelt für sich gewinnen. Die Tatsache, dass zahlreiche ihrer Kompositionen bis heute in britischen Bibliotheken verfügbar sind, zeigt jedoch, dass ihre Werke durchaus verbreitet waren und rezipiert wurden. Auch in zwei englische zeitgenössische Lexika wurde Julia Woolf aufgenommen (vgl. Quellen), und noch 1913 verzweichnete Otto Ebel sie in seinem Buch „Women Composers“.

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Sophia Julia Woolf wurde unter Mithilfe von Maj-Britt Peters auf der Grundlage von Pazdírek 1904ff. und digitaler Bibliothekskataloge, insbesondere des britischen Verbundkatalogs Copac, sowie auf der Grundlage zeitgenössischer Presserezensionen erstellt. Fehlende Angaben zu Verlagen und Erscheinungsdaten konnten nicht ermittelt werden.



    Oper


    Carina. Comic Opera. Libretto: Edward L. Blanchard und Cunningham Bridgman. Uraufführung: 27. September 1888, Opera Comic Theatre London.


    Zahlreiche Ausgaben, Bearbeitungen und Auszüge:


    Carina: Comic opera in two acts. Partitur. London: Enoch & Sons, o. J.


    Carina: Comic opera in two acts. Vocal score. London: Enoch & Sons, 1889.


    Carina. Comic opera in two acts. Arranged for Piano without words. London: Enoch & Sons, 1889.


    The lyrics of Carina. A comic operatic romance in two acts. Geschrieben von Edward L. Blanchard und Cunningham Bridgman. London: Henry Good, 1888 [Libretto und Programmheft].


    You have to. Song („How frequently you say you’ll not put up with certain things“). Text: F. Bowyer. Sung ... in the opera of „Carina“ by Charles Collette. London: Enoch & Sons, 1889.


    Carina. Quadrilles (Waltz) on J. Woolf’s Opera. Für Klavier, arr. v. Otto Roeder. London: Enoch & Sons, 1889.

    Carina Quadrilles. From J. Woolf’s operetta. Für Military Band, arr. v. Otto Roeder. London: J. R. Lafleur & Son, 1892 (= Alliance musicale. J. R. Lafleur & Son’s Military Band Journal).


    Carina. Valse on airs from Julia Woolf’s comic opera. Für Military Band. Arr. von A. Morelli. London: J. R. Lafleur & Son, 1892.


    Werke für Sologesang


    Yes! thou art changed. Canzonetta. London 1864.


    Childhood. Song („I love the happy ringing laugh“). Text von Charles J. Rowe. London 1876.

    Only a Glance. Song. Text von Charles J. Rowe. London 1876.


    A Song of the dear Long Ago. Romance. Text von Charles J. Rowe. London: J. B. Cramer & Co., 1876.

    A Vision of Home. Song („Tis just behind“). Text von Charles J. Rowe. London 1876.


    A great secret („If a secret you would learn“). Text von Frederick E. Weatherly. London 1877.

    A charm! Song („Thy vision is ever before me“). Text von Charles J. Rowe. London: J. B. Cramer & Co., 1877.

    A great secret. Song („If a secret you would learn.“). Text von Frederick E. Weatherly. London: B. Williams, 1877.


    Enchantment. Song („With fancy spells entrancing“). Text von Edward L. Blanchard. London: J. B. Cramer & Co., 1877.


    Joy! Song („Joy in the brightened eye“). Text von Edward L. Blanchard. London: B. Williams, 1877.


    Little Nannie! Song („She’s the sweetest of all little lasses“). Text von Frederick E. Weatherly. London: Enoch & Sons, 1877.

    My star. Song („If thou art near, I do not fear“). Text von Edward Oxenford. London: Enoch & Sons, 1877.

    Remembrance. Song („Some early mem’ry ever clings“). Text von Edward L. Blanchard. London: B. Williams, 1877.


    The bee and the rose. Song („A bee went out at the dawn of day“). Text von Agnes Trevor. London: B. Williams, 1877.


    The trooper’s dream/ Il sogno del guerriero. Song in englischer und italienischer Sprache („Kind sleep has blest the trooper’s eyes“/„ Al suol di ste so il pio guerrier“). Englischer Text von Edward Oxenford, italienischer Text von Signor Caravoglia. London: Enoch & Sons, 1877.


    Rosette. Song („You mind the old dim garden still.“). Text von Frederick E. Weatherly. London: J. B. Cramer & Co., 1878.


    Cinderella. Song („Once there lived a little maiden“). Text von Edward L. Blanchard. London: J. B. Cramer & Co., 1879.


    The Gipsy Song. Song. London: Enoch & Sons, 1889.

    The Halls of Memory. Song. London: Enoch & Sons, 1889.

    The Love-Gift. Song. London: Enoch & Sons, 1889.

    You have to. Song („How frequently you say you’ll not put up with certain things“). Text von F. Bowyer. Sung ... in the opera of „Carina“ by Charles Collette. London: Enoch & Sons, 1889.


    Werke für Klavier


    Andante and Variations op. 1. Nach einem Motiv aus Gaetano Donizettis Oper „Lucrezia Borgia“. London: Wessel & Co., 1851.


    Auld lang syne. Fantasia on the favourite scotch melody. London: Edwin Ashdown, o. J.


    Galitzin. Polka brillante. London 1862.

    Grand galop de concert, „The Derby“. London 1862.


    Polka Chromatique. London 1863.


    La Campanule. Morceau de salon. London, 1864.


    The Flowing Tide. Charakterstück. London 1864.


    Sunset. Nocturne. London 1864.

    Tarantella. London 1864.


    Fascination. Morceau de salon. London 1877.


    La Harpe Magique. London 1877.


    Shades of Evening. Morceau. London 1877.

    Valse extatique. London 1877, auch London: Ransford & Son, 1883. Orchestrierte Fassung: London 1879 (= Alliance Musicale).


    The Wedding Bells. Gavotte. London: Enoch & Sons, 1889.

    Repertoire

    Über das Repertoire von Julia Woolf ist nahezu nichts bekannt. Neben Aufführungen eigener Werke sind lediglich Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart (eines der C-Dur Konzerte) und Ludwig van Beethoven (Nr. 5 Es-Dur op. 73) zu belegen sowie die Aufführung einer Violinsonate Ludwig van Beethovens und einer Fantasia für Klavier von Michael William Balfe.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Woolf, Sophia Julia“. In: Modern English Biography, hg. v. Frederic Boase, 6 Bde., 1892–1921 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Woolf, Sophia Julia“. In: British Musical Biography, hg. v. James D. Brown, Stephen S. Stratton, 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Ebel, Otto. Women Composers. 3. Aufl. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).



    Zeitschriftenartikel und Presserezensionen


    The Times vom 23. April 1853, S. 1.

    The Times vom 29. August 1861, S. 8.

    The Times vom 6. September 1861, S. 7.

    The Times vom 9. Oktober 1861, S. 6.

    The Times vom 13. Oktober 1862, S. 1.

    The Times vom 22. Dezember 1864, S. 1.

    The Times vom 28. Dezember 1864, S. 1.

    The Times vom 28. September 1888, S. 7.

    The Times vom 2. November 1888, S. 8.

    The Times vom 4. Dezember 1893, S. 7 (Nachruf).


    The Musical Times vom 1. September 1876, S. 599.

    The Musical Times vom 1. September 1877, S. 438.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1893, S. 739.


    The Musical World vom 14. April 1855, S. 233.

    Forschung

    Zu Julia Woolf sind keine weiteren Forschungsinformationen vorhanden.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Julia Woolf umfasst ihre Biographie sowie ihre Tätigkeiten.

    Normdaten

    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Julia Woolf“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Julia_Woolf