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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Josephine Eder
    Ehename: Joséphine Eder-Vieuxtemps
    Lebensdaten:
    geb. in Wien, Österreich
    gest. in La Celle-Saint-Cloud, Frankreich
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Konzertorganisatorin
    Charakterisierender Satz:

    „Sie behandelt die leichtern und schwierigen Stellen mit gleicher Sicherheit, verbindet mit Geschmack und Delikatesse, so es die Composition erfordert, eine seltene Kraft, und beherrscht ihr Spiel selbst in solchen Stellen, wo sie sich ganz dem Gefühle zu überlassen scheint, mit der lobenswerthesten Besonnenheit, weßhalb sich denn auch ihr Vortrag besonders durch guten Fluß und Stätigkeit des Charakters auszeichnet, ohne daß es ihm deßhalb an effektreichen Gegensätzen gebricht.“


    (Die Zeitschrift „Bohemia“ über Josephine Eder am 19. April 1833, o. S.)


    Profil

    Josephine Eder erhielt ihre musikalische Ausbildung in Wien bei Carl Czerny im Fach Klavier und bei Simon Sechter in Harmonielehre. Anschließend bereiste sie in Begleitung ihrer Mutter Ungarn, Österreich und Deutschland, wo sie 1833 u. a. Konzerte in Prag, Leipzig, Dresden, Berlin, Frankfurt a. M. und Stuttgart gab. In den folgenden Jahren galt Josephine Eder als herausragende Pianistin und Kammermusikerin. Im Herbst 1844 heiratete Josephine Eder in zweiter Ehe den Geiger Henri Vieuxtemps, mit dem sie bereits 1833 gemeinsam in Stuttgart aufgetreten war; das Ehepaar hatte vier Kinder, von denen jedoch zwei noch im Kindesalter verstarben. Josephine Eder übernahm die Organisation der Konzerte ihres Mannes, begleitete ihn auf seinen Tourneen und studierte mit ihm neue Werke ein, darunter noch in den 1860er Jahren die fünf Violinsonaten Joseph Joachim Raffs.

    Orte und Länder

    Josephine Eder wurde in Wien geboren und erhielt dort ihre musikalische Ausbildung. Im Jahr 1833 unternahm sie eine größere Konzerttournee, bei der sie in zahlreichen ungarischen, österreichischen und deutschen Städten auftrat. Anschließend heiratete sie in Wien den Bankier und Archäologen Isidor Löwenstein; die Ehe wurde jedoch nach kurzer Zeit geschieden. Nach ihrer Heirat mit dem Geiger Henri Vieuxtemps lebte Josephine Eder von 1846 bis 1852 in Sankt Petersburg und ließ sich anschließend mit ihrem Mann in Dreieichenhain bei Frankfurt a. M. nieder. Sie begleitete ihren Mann auf nahezu allen seinen Tourneen, u. a. 1857/58 durch die USA. 1866 zog das Ehepaar aufgrund der deutsch-französischen Spannungen nach Paris.

    Biografie

    Josephine Eder wurde am 15. Dezember 1815 in Wien als Tochter des Komponisten Philipp Eder und seiner Frau (Name nicht bekannt) geboren. Bereits als Kind erhielt sie Klavierunterricht bei Carl Czerny sowie Unterricht in Harmonielehre von Simon Sechter. Zu ihren Mitschülern bei Sechter gehörte vermutlich auch der drei Jahre ältere Pianist und Komponist Sigismund Thalberg, dessen frühe Werke sie bei ihrer ersten Konzerttournee mehrfach spielte.


    Ab 1829 konzertierte Josephine Eder regelmäßig in Wien und unternahm 1833 in Begleitung ihrer Mutter eine größere Konzerttournee durch Österreich, Ungarn und Deutschland, bei der sie u. a. in Prag, Dresden, Berlin, Leipzig, Frankfurt a. M. und Stuttgart auftrat. Dabei führte sie ihr eigenes Instrument, einen Flügel des Wiener Klavierbauers Conrad Graf, mit sich. Am 15. April 1833 veranstaltete Josephine Eder ein Konzert im Prager Plateis-Saal, bei dem sie u. a. das Klavierkonzert f-Moll op. 5 von Sigismund Thalberg und Franz Stadlers Variationen über ein Thema aus der Oper „Die Braut“ von Daniel-François-Esprit Auber spielte. Die „Allgemeine musikalische Zeitung“ berichtete: „In Dem Josephine Eder, Klavierspielerin aus Wien, welche ein sehr zahlreich und von gewählter Gesellschaft besuchtes Concert im Plateis-Saale gab, lernten wir ein sehr erfreuliches jugendliches Kunsttalent kennen, welchem der schöne Ruf voranging, dass es schon jetzt vielseitig ausgebildet die glänzendsten Hoffnungen für die Zukunft errege. Dem. Eder spielte nebst einem Fortepiano-Concerte von Thalberg noch zum Schlusse der Akademie Variationen von Franz Stadler über ein Thema aus der Oper: ‚die Braut’, und zeigte darin nicht allein eine grosse Sicherheit in der Beherrschung der schwierigen Stellen [...], sondern noch mehr eine künstlerische Leichtigkeit und Zartheit, Klarheit und Milde, Präsicion und Ausdruck, mit einem schönen reinen Gefühle und dem geläutertsten Geschmacke verbunden, die ihr schon jetzt einen bedeutenden Rang unter unseren Klavierspielerinnen anweisen und den lebhaftesten Beyfall rege machten.“ („Allgemeine musikalische Zeitung“ vom Juni 1833, Sp. 416f.) Auch ein Musikkritiker der Prager Zeitungsbeilage „Bohemia, Unterhaltungsblätter für gebildete Stände“ zeigte sich von Josephine Eders Auftritt in Prag begeistert: „Am 15. d. M. gab die Klavierspielerin Dem. Josephine Eder auf der ersten Kunstreise, die sie von Wien aus unternimmt, ein elegantes, und mit einstimmigem Beifalle aufgenommenes Concert im Saale zum Plateis. Da der jungen Künstlerin kein unbedeutender Ruf vorangegangen war, und Prag selbst einige ausgezeichnete Klavierspielerinnen zählt: so war das sehr gewählte, großentheils kunstrichterliche Publikum natürlich auf nichts Geringes gefaßt. Dem. Josephine Eder befriedigte aber die Erwartungen der zahlreichen Versammlung so vollständig, daß sie sich gleich in der ersten Nummer den ehrenvollsten, in der Folge immer zunehmenden Beifall erwarb. Sie behandelt die leichtern und schwierigen Stellen mit gleicher Sicherheit, verbindet mit Geschmack und Delikatesse, so es die Composition erfordert, eine seltene Kraft, und beherrscht ihr Spiel selbst in solchen Stellen, wo sie sich ganz dem Gefühle zu überlassen scheint, mit der lobenswerthesten Besonnenheit, weßhalb sich denn auch ihr Vortrag besonders durch guten Fluß und Stätigkeit des Charakters auszeichnet, ohne daß es ihm deßhalb an effektreichen Gegensätzen gebricht.“ („Bohemia“ vom 19. April 1833, o. S.) Am 13. Mai 1833 trat Josephine Eder im Dresdner Königlichen Schauspielhaus mit einem Adagio und Rondo von Sigismund Thalberg sowie einem Duo von Henri Herz und Charles de Bériot über die Tyrolienne aus Daniel-François-Esprit Aubers Oper „Die Braut“ auf (vgl. „Allgemeine musikalische Zeitung vom Juni 1833, Sp. 383). In Leipzig gab Josephine Eder am 25. Mai 1833 ein eigenes Konzert, bei dem sie u. a. gemeinsam mit Clara Wieck Variationen für zwei Klaviere von Johann Wenzel Worzischek spielte. Die „Allgemeine musikalische Zeitung“ berichtete: „[...] am 25sten May [...] hörten wir Dem. Josephine Eder aus Wien in einer für die Jahreszeit ziemlich besuchten musikalischen Akademie, wie man seit langem schon Concerte zu benennen beliebt. Das Fräulein ist noch sehr jung und macht der Wiener Pianoforte-Schule alle Ehre. In Compositionen von S. Thalberg, Louis Schunke und Worzischek für das Pianoforte entwickelte sie eine vortreffliche Fertigkeit, Kraft und Zartheit, wodurch sie sich allgemeinen Beyfall errang, was kurz nach dem Hören eines Kalkbrenner nichts Geringes ist. Die Variationen für zwey Pianoforte von Worzischek (das zweyte spielte unsere Dem. Clara Wieck ehrenvoll) gefielen uns am wenigsten, der Composition nach, die uns zu gesucht und zu sehr in einander rauschend vorkam, was wenigstens nicht dem Vortrage beygemessen werden konnte. Fräulein Eder führt auf ihrer Kunstreise durch einen Theil unseres Vaterlandes, wozu wir der äusserst angenehmen Virtuosin alles Glück wünschen, ihr eigenes Instrument, ein Pianoforte von Conrad Graff [...] mit, was uns ganz vorzüglich gefiel.“ („Allgemeine musikalische Zeitung“ vom Juni 1833, Sp. 434) Auch in Berlin, wo sie im Juli 1833 ein Konzert in der Sing-Akademie gab, wurde Josephine Eder herzlich empfangen. Sie spielte nochmals die Variationen für zwei Klaviere von Johann Wenzel Worzischek, diesmal gemeinsam mit dem Pianisten und Dirigenten Gottfried Wilhelm Taubert, Auszüge aus Ignaz Moscheles Klavierkonzert g-Moll op. 60 und Ludwig van Beethovens Klaviersonate f-Moll op. 57, „Appassionata“: „Dem. Eder gab [...] ein Concert im Saale der Singakademie, und zeigte sich in einem Theile des G moll-Concerts von Moscheles, der Beethoven’schen (sehr schwer auszuführenden) F moll-Sonate, wie in Variationen für zwey Pianoforte von Worzischek, mit Herrn Taubert gespielt, als gründlich gebildete, nicht blos mechanisch fertige, sondern auch geistvolle feurige Pianoforte-Virtuosin ersten Ranges, welches im Alter von etwa 17 Jahren viel sagen will.“ („Allgemeine musikalische Zeitung“ vom August 1833, Sp. 522f.) Anschließend reiste Josephine Eder nach Kassel und Göttingen, wo sie weitere Konzerte gab (vgl. ebd.), und konzertierte im September 1833 in Stuttgart. Auf dem Programm ihres Stuttgarter Konzerts standen ein „Adagio und Rondo“ für Klavier von Sigismund Thalberg, eine Fantasie über schwäbische Volkslieder von Louis Schunke sowie konzertante Variationen für Klavier und Violine von Henri Herz und Charles de Bériot, die Josepine Eder gemeinsam mit dem 13jährigen Henri Vieuxtemps ausführte (vgl. „Allgemeine musikalische Zeitung“ vom Januar 1834, Sp. 61). Spätestens im Frühjahr 1834 kehrte Josephine Eder nach Wien zurück und trat dort u. a. am 27. April 1834 im Saal der Gesellschaft der Musikfreunde mit Franz Schuberts Wanderer-Fantasie C-Dur D 760 auf. Der Wiener „Kurier der Theater und Spectakel“ kommentierte: „Dlle. Eder trug [...] eine Phantasie für das Pianoforte allein, componiert von Franz Schubert, auswendig vor. Die Composition ist gemäß mit abwechselnden Liedermotiven aus dem ‚Wanderer’ von Schubert u. s. w. durchgeführt, und gibt im letzten fugirten Satze der Künstlerinn Gelegenheit, die Kraft, vorzüglich der linken Hand, zu entwickeln. Dlle. Eder trug die Phantasie eben so poesie- und geistreich vor, wie es der Composition angemessen war [...].“ („Kurier der Theater und Spectakel“ vom 30. April 1834, zit. n. Brusatti 1978, S. 62)


    Im Alter von 19 Jahren, 1835, heiratete Josephine Eder den Bankier und Archäologen Isidor Löwenstern und zog sich zunächst aus dem öffentlichen Konzertleben zurück. Die Ehe wurde jedoch nach kurzer Zeit geschieden. Über den Verbleib von Josephine Eder in den folgenden Jahren ist nichts bekannt. Im Herbst 1844 heiratete Josephine Eder den Geiger Henri Vieuxtemps (1820-1881), mit dem sie bereits im September 1833 in Stuttgart aufgetreten war, und zog sich ein weiteres Mal aus dem öffentlichen Konzertleben zurück. In den folgenden Jahrzehnten organisierte sie die Konzerte ihres Mannes und begleitete ihn auf nahezu allen seinen Tourneen (vgl. Haine 1995, S. 244). Der österreichische Schriftsteller und Lexikograf Constant von Wurzbach notierte: „Sie führte die Casse, beaufsichtigte den Haushalt und verwaltete vortrefflich das Vermögen. Sie begleitete ihren Gatten auf seinen Kunstreisen und accompagnirte ihn auf dem Clavier. So war sie im doppelten Sinne seine Begleiterin.“ (Wurzbach 1884) Der weitere Lebensweg von Josephine Eder, verh. Eder-Vieuxtemps, lässt sich entsprechend überwiegend anhand der Biografie ihres Mannes rekonstruieren: Nach der Heirat ließ sich das Ehepaar in Sankt Petersburg nieder, wo Henri Vieuxtemps bis 1852 als Sologeiger des Zaren und als Professor am Konservatorium wirkte. Josephine Eder gebar vier Kinder, von denen jedoch nur zwei, Julie (geb. 1846) und Maximilien (geb. 1848), das Erwachsenenalter erreichten (vgl. Hoffmann/Schmidt 2010). Gemeinsam mit dem Violoncellisten Johann Gross bildeten Josephine Eder und Henri Vieuxtemps dort ein Klaviertrio, das regelmäßig in Sankt Petersburger Häusern musizierte (vgl. Ginzburg 1984, S. 186). Im Jahr 1855 kehrte das Ehepaar nach Deutschland zurück und bezog in Dreieichenhain bei Frankfurt a. M. ein eigenes Haus. Es folgte 1857/58 eine gemeinsame Tournee durch die USA, an der auch der Pianist Sigismund Thalberg beteiligt war. Scheinbar trat jedoch Josephine Eder bei dieser Tournee nicht öffentlich auf, zumindest wird sie in den Konzertrezensionen nicht erwähnt (vgl. z. B. „Vieuxtemps and Thalberg“, in: „The New York Times“ vom 16. September 1857). Dennoch wurde Henry Vieuxtemps meist von seiner Familie begleitet. So hieß es z. B. über die Rückkehr aus den USA in der „New York Times“: „M. Vieuxtemps, the violinist, and his family have arrived at Havre from New-York via Southampton.“ („Der Geiger M. Vieuxtemps und seine Familie sind in Havre aus New York über Southampton angekommen.“; „The New York Times“ vom 1. September 1858) Auch in den 1860er Jahren erarbeitete das Ehepaar nach wie vor gemeinsam neue Literatur, darunter die fünf Violinsonaten des Frankfurter Komponisten Joseph Joachim Raff (e-Moll, op. 73; A-Dur, op. 78; D-Dur, op. 128; g-Moll, op. 129; c-Moll, op. 145), die überwiegend in den 1860er Jahren komponiert wurden. Julius Schuberth berichtete in seinem „Kleinen musikalischen Conversationslexikon“ zudem, dass das Ehepaar die Sonaten auswendig spielte (vgl. Schuberth 1878, S. 496). Nach dem Deutschen Krieg und der Annexion Frankfurts durch Preußen ließ sich die Familie 1866 in Paris nieder, wo Henri Vieuxtemps u. a. mit seiner Tochter, der Sängerin Julie Vieuxtemps, konzertierte.


    Josephine Eder starb am 20. Juni 1868 im Pariser Vorort La Celle-Saint-Cloud an der Cholera.

    Würdigung

    Josephine Eder galt bereits als Jugendliche als herausragende Konzertpianistin, die während ihrer Tournee 1833 in Österreich, Ungarn und Deutschland Begeisterung hervorrief. Constant von Wurzbach schrieb 1884 im „Biographischen Lexikon des Kaiserthums Oesterreich über sie: „Man rühmte an ihrem Spiele den leichten elastischen Anschlag, die große technische Fertigkeit und den äußerst eleganten Vortrag.“ (Wurzbach 1884) Nach ihrer frühen Heirat 1835 zog sich Josephine Eder aus der Öffentlichkeit zurück. Auch in ihrer zweiten Ehe mit dem Geiger Henri Vieuxtemps (ab 1844) trat sie nur noch selten öffentlich auf, wurde jedoch von vielen Zeitgenossen als unabdingbare organisatorische und künstlerische Begleiterin ihres Mannes gewürdigt; bis heute wird Josephine Eder in nahezu allen lexikalischen Artikel über Henri Vieuxtemps mit einem eigenen Absatz bedacht (vgl. z. B. Jahrmärker 2006) und dabei auch ihre frühe pianistische Laufbahn thematisiert.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten Josephine Eders werden heute vorwiegend in Bezug auf ihren Mann, den Geiger Henri Vieuxtemps gewürdigt (zur zeitgenössischen Rezeption vgl. den Abschnitt „Biografie“).

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Josephine Eder lässt sich derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellen. Nachgewiesen sind Aufführungen folgender Werke:


    Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate f-Moll op. 57, „Appassionata“.


    Bériot, Charles de/Herz, Henri. Konzertante Variationen für Violine und Klavier über die Tyrolienne aus Daniel-François-Esprit Aubers Oper „Die Braut“.


    Moscheles, Ignaz. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 60.


    Raff, Joseph Joachim. Violinsonaten e-Moll op. 73; A-Dur op. 78; D-Dur op. 128; g-Moll op. 129; c-Moll op. 145.


    Schubert, Franz. Fantasie C-Dur D 760, „Wanderer-Fantasie“.


    Schunke, Louis. Fantasie über schwäbische Volkslieder.


    Stadler, Franz. Variationen über ein Thema aus der Oper „Die Braut“ von François-Esprit Auber.


    Thalberg, Sigismund. Konzert für Klavier und Orchester f-Moll op. 5.

    Thalberg, Sigismund. Adagio und Rondo für Klavier.


    Worzischek, Johann Wenzel. Variationen für zwei Klaviere.

    Quellen

    Literatur:


    Artikel „Vieuxtemps, Henri“. In: Jean-François Fétis. Biographie Universelle des Musiciens, 2. überarb. Auflage, Bd. 8, Paris: Didot Frères et Cie, 1867.


    Artikel „Vieuxtemps, Henri/Josephine Eder“. In: Schuberth, Julius. Musikalisches Conversations-Lexicon. Zehnte, vermehrte und verbesserte Auflage, bearb. v. Robert Músiol. Leipzig: J. Schuberth und Co, 1877.


    Artikel „Vieuxtemps, Josephine“. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Teil 50, Wien: Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski, 1884.


    Artikel „Vieuxtemps, Henri/Eder, Josephine“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Band 11. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1887.


    Brusatti, Otto. Schubert im Wiener Vormärz. Dokumente 1829-1848. Graz: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1878.


    Ginzburg, Lev Solomonovich. Vieuxtemps. Neptune City: Paganiniana Publications, 1984.


    Haine, Malou: 400 Lettres de Musiciens au Musée Royal de Mariemont. Iconographie Rassemblée par Anne Meurant. Liège: Pierre Mardaga, 1995 (S. 243-245, Brief von Joséphine Vieuxtemps à Mme Leopold Alexander Zellner vom 29. Juni 1854 aus Ostende).


    Hoffmann, Freia/Schmidt, Gernot. Artikel „Eder, Josephine“. In: Europäische Instrumentalistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts, online-Lexikon, hg. v. Freia Hoffmann, www.sophie-drinker-institut.de (Stand: 7. Januar 2011).


    Jahrmärker, Manuela. Artikel „Vieuxtemps, Henry“. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, zweite, neubearb. Ausgabe, hg. von Ludwig Finscher, Personenteil Bd. 16, Stuttgart u. a.: Bärenreiter und Metzler, 2006, Sp. 1576-1579.


    Kufferath, Maurice. Henri Vieuxtemps, sa vie et son oeuvre. Brüssel: Rozez, 1882.


    Radoux, Jean Théodore. Vieuxtemps: sa vie, ses œuvres. Liège: Bénard, 1891.


    Schilling, Gustav. Das musikalische Europa, oder Sammlung von durchgehends authentischen Lebens-Nachrichten über jetzt in Europa lebende ausgezeichnete Tonkünstler, Musikgelehrte, Componisten, Virtuosen, Sänger etc. Speyer: Neidhard’s Buchhandlung, 1842.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel:


    Allgemeine musikalische Zeitung vom Juni 1833, Sp. 383; 416f.; 434.

    Allgemeine musikalische Zeitung vom August 1833, Sp. 522f.

    Allgemeine musikalische Zeitung vom Januar 1834, Sp. 61.


    Bohemia. Unterhaltungsblätter für gebildete Stände vom 19. April 1833, o. S.


    Kurier der Theater und Spectakel vom 30. April 1834.


    The New York Times vom 16. September 1857.

    The New York Times vom 1. September 1858.

    Forschung

    Die Biografie über Henri Vieuxtemps von Maurice Kufferath enthält neben autobiografischen Aufzeichnungen des Geigers auch eine kurze Notiz von Josephine Eder; sie ist derzeit leider nur in niederländischen, belgischen und französischen Bibliotheken zugänglich (Kufferath 1882).


    Mehrere Lexikografen, darunter Constant von Wurzbach und Jean François Fétis, verwiesen darauf, dass Josephine Eder zwischen 1836 und 1844 an mehreren Theatern in Wien, Kassel und Mannheim als Bühnensängerin aufgetreten sei (vgl. Wurzbach 1884, Fétis 1867). Nachgewiesen werden konnte das bisher nicht. Von Henri Vieuxtemps wurden diese Aussagen jedoch dementiert (vgl. Radoux 1891, S. 69).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Josephine Eder umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 20456953
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 117416533

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 20.04.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Josephine Eder“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.4.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Josephine_Eder