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  • Jenny Viard-Louis

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Jenny Viard-Louis
    Geburtsname: Jenny Martin
    Ehename: Jenny Leroy
    Varianten: Jenny Louis, Jenny Viard
    Lebensdaten:
    geb. in Carcassonne,
    gest. in Auteuil,
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Musikpädagogin, Konzertveranstalterin
    Charakterisierender Satz:

    „La jeune et brillante artiste chante avec le piano; elle domine l’instrument d’une main magistrale; elle anime le clavier; elle en tire des notes suaves et pleines d’un sentiment exquis. Correction, élégance, vigueur, grâce, distinction suprême, toutes les qualités des maîtres, Mme Louis les possède réunis au degré le plus éminent. Nous avons une grande artiste de plus [...].“


    „Die junge und brillante Künstlerin singt auf dem Klavier; sie beherrscht das Instrument mit meisterhafter Hand; sie erweckt das Klavier zum Leben; sie zieht aus ihm liebliche Töne, voll feinsinnigem Gefühl. Genauigkeit, Eleganz, Kraft, Anmut und eine vornehme Größe – all die Qualitäten der Meister – Mme Louis besitzt sie, vereint auf höchstem Niveau. Wir haben eine neue große Künstlerin [...].“


    („Revue et Gazette musicale“ vom 5. November 1854, S. 363)


    Profil

    Die Pianistin Jenny Viard-Louis wurde von Louise Farrenc, Marie Pleyel und Antoine François Marmontel in Paris ausgebildet. Nach ihrem Studium konnte sie sich als Pianistin im französischen Musikleben etablieren. Ab den 1860er Jahren lag dabei ein Schwerpunkt ihres Repertoires auf den Werken Ludwig van Beethovens. 1874 ließ sich Jenny Viard-Louis mit ihrem Mann in London nieder und wirkte dort als Pianistin, Musikpädagogin und Konzertveranstalterin. In ihrem 1884 in London erschienenen Buch „Music and the Piano“ veröffentlichte sie ihre grundsätzlichen interpretatorischen und pädagogischen Sichtweisen.

    Orte und Länder

    Jenny Viard-Louis wurde als Jenny Martin im südfranzösischen Carcassonne geboren. Sie studierte am Conservatoire de la Musique in Paris und konzertierte anschließend dort sowie in zahlreichen weiteren Städten Frankreichs; 1864/65 unternahm sie eine Tournee durch Deutschland und Österreich. Im Jahr 1874 ließ sie sich gemeinsam mit ihrem Mann in London nieder. Jenny Viard-Louis starb 1903 in Auteuil in der Nähe von Paris.

    Biografie

    Jenny Viard-Louis wurde am 29. September 1831 unter dem Namen Jenny Martin im südfranzösischen Carcassonne geboren. Über ihre Herkunft und ihre erste musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. Ab Mitte der 1840er Jahre bis mindestens 1849 studierte sie das Fach Klavier bei Louise Farrenc am Conservatoire de la Musique in Paris und nannte sich zu dieser Zeit aus unbekannten Gründen Jenny Leroy (vgl. „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 22. Juli 1849, S. 228; zur Namensgebung vgl. Champollion 2012). Anschließend setzte sie ihr Studium privat bei Marie Pleyel und Antoine François Marmontel fort.


    1853 heiratete Jenny Viard-Louis den Komponisten Nicolas Louis (1808-1857) (vgl. „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 1. Januar 1854, S. 8). In den folgenden Jahren konnte sie sich als Pianistin im französischen Musikleben etablieren und trat dabei vor allem mit Kompositionen ihres Mannes an die Öffentlichkeit, sowohl in Paris als auch in anderen französischen Städten, in größeren Konzertsälen ebenso wie im Rahmen einer Salonöffentlichkeit. Im ersten Halbjahr 1854 unternahm das Ehepaar eine Konzertreise durch Frankreich und gab u. a. in Boulogne-sur-Mer, Saint-Omer, Lille und Metz eigene Konzerte, bei denen Nicolas Louis als Komponist und Veranstalter, Jenny Viard-Louis als Pianistin auftraten. Aus Metz, wo auch das Sängerehepaar Carman im Konzert mitwirkte, berichtete die „Revue et Gazette musicale“ im Juni 1854: „Une charmante soirée a été donnée par M. N. Louis [...]. Trois artistes faisaient les frais de cette soirée: M. et Mme Carman [...] et Mme Louis, qui possède un beau talent de pianiste. Cinq morcaux joués par elle n’ont pas satisfait l’auditoire; il lui a fallu redire encore une ravissante esquisse musicale intitulée ‚Le passage de la Caravane’, et la dernière note de ce morceau composé par M. N. Louis, s’est perdue au milieu d’un tonnerre de bravos.“ („Eine hübsche Soirée wurde von M. N.[icolas] Louis gegeben [...]. Drei Künstler brachten sich in den Abend ein: M. und Mme. Carman [...] und Mme. Louis, die ein schönes Talent als Pianistin besitzt. Die fünf von ihr gespielten Stücke stellten das Publikum noch nicht zufrieden; ihr wurde eine weitere hinreißende musikalische Skizze mit dem Titel ‚Le passage de la Caravan’ abgefordert, und der letzte Ton dieses Stückes, komponiert von M. N. Louis, verlor sich im Beifallssturm.“; „Revue et Gazette musicale“ vom 2. Juli 1854, S. 219) Über einen Auftritt von Jenny Viard-Louis im Oktober 1854 in Paris hieß es in einem Brief an die „Revue et Gazette musicale“: „Nous avons assisté à une charmante soirée musicale donnée par M. N. Louis [...]. L’auditoire était nombreux, et on y remarquait les juges les plus difficiles et les célébrités des arts et de la presse. [...] le triomphe de la soirée, et nous ne serons démenti par personne, a été pour Mme N. Louis, qui a exécuté au piano quatre délicieuses fantaisies, composées par son mari, sous ce titre: ‚la Saltarelle’, ‚le Passage de la caravane’, ‚la Locomotive’ et ‚Un soir à Venise’. Chacun de ces morceaux est, dans son genre, un petit chef-d’œuvre. [...] Mme N. Louis est la digne interprète de ces œuvres, qu’elle a sans doute inspirées. La jeune et brillante artiste chante avec le piano; elle domine l’instrument d’une main magistrale; elle anime le clavier; elle en tire des notes suaves et pleines d’un sentiment exquis. Correction, élégance, vigueur, grâce, distinction suprême, toutes les qualités des maîtres, Mme Louis les possède réunis au degré le plus éminent. Nous avons une grande artiste de plus, voilà ce que disait en sortant chaque auditeur, et on espérait que le même programme serait exécuté devant un cercle plus nombreux encore [...].“ („Wir haben an einer hübschen musikalischen Soirée von M. N. Louis teilgenommen [...]. Das Publikum war zahlreich und man bemerkte darunter die spitzfindigsten Kritiker und Berühmtheiten aus der Kunst und von der Presse. [...] der Triumph des Abends, und hierin wird uns niemand widersprechen, gehörte Mme. N. Louis, die auf dem Klavier vier köstliche Fantasien ihres Mannes mit den Titeln ‚La Saltarelle’, „Le Passage de la caravane’, ‚La Locomotive’ und ‚Un soir à Venise’ spielte. Jedes dieser Stück ist auf seine Art ein kleines Meisterwerk. [...] Mme. N. Louis ist eine würdige Interpretin seiner Werke, die sie zweifellos inspiriert hat. Die junge und brillante Künstlerin singt auf dem Klavier; sie beherrscht das Instrument mit meisterhafter Hand; sie erweckt das Klavier zum Leben; sie zieht aus ihm liebliche Töne, voll feinsinnigem Gefühl. Genauigkeit, Eleganz, Kraft, Anmut und eine vornehme Größe – all die Qualitäten der Meister – Mme Louis besitzt sie, vereint auf höchstem Niveau. Wir haben eine neue große Künstlerin, das sagte jeder Zuhörer am Ausgang, und es bleibt zu hoffen, dass das selbe Programm nochmals vor einem noch größeren Publikum aufgeführt wird.“; „Revue et Gazette musicale“ vom 5. November 1854, S. 363) Diese Hoffnung scheint sich erfüllt zu haben: zwei Monate später, im Januar 1855, trat Jenny Viard-Louis in der Pariser Salle Pleyel auf, und die Zeitschrift „Le Ménestrel“ kommentierte lapidar, aber anerkennend: „On a entendu cette semaine, salle Pleyel, de nouvelles œuvres composées pour le piano par M. N. Louis, et exécutées par Mme N. Louis: Un bon compositeur et un bon interprète de plus dans la spécialité du piano.“ („Wir haben diese Woche in der Salle Pleyel neue Werke für Klavier von M. N. Louis gehört, vorgetragen von Mme N. Louis: Ein guter Komponist und eine gute Interpretin mehr auf dem Gebiet des Klaviers.“; „Le Ménestrel“ vom 4. Februar 1855, S. 4) Im Oktober 1856 berichtete die „Revue et Gazette musicale“ von einer Soirée, vermutlich in privatem Rahmen, die in Rouen anlässlich der Durchreise des Ehepaares veranstaltet wurde. Auf dem Programm standen wiederum Kompositionen von Nicolas Louis, gespielt von Jenny Viard-Louis: „Il nous reste à parler de Mme Louis, de cette jeune et charmante pianiste qui fait si bien valoir la musique de son mari, dont le jeu net, brillant, énergique, empreint d’un sentiment musical très-juste et animé d’une fine et chaleureuse expression [...].“ („Bleibt noch von Mme. Louis zu sprechen, von dieser jungen und reizenden Pianistin, die die Musik ihres Mannes derart schön zur Geltung bringt, deren Spiel sauber, brillant und energisch ist, geprägt von einem sehr genauen musikalischen Gespür und belebt von einer feinsinnigen und warmherzigen Ausdruckskraft [...].“; „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 16. November 1856, S. 370) Im August 1857 trat das Ehepaar gemeinsam mit der Sängerin Ida Bertrand im Casino des Ferienortes Pierrefonds-les-Bains auf und begeisterte auch dort das Publikum, wie die „Revue et Gazette musicale“ berichtete: „Hier, une soirée musicale a été donnée par M. et Mme N. Louis dans les salons du Casino. Mlle Ida Bertrand [...] a partagé avec eux les applaudissements enthousiastes d’un auditoire aussi brillant que nombreux, parmi lequel on remarquait Alexandre Dumas et M. le vice-admiral Vaillant, qui a bien voulu accepter la dédicace d’un ouvrage pour piano et orgue, que M. et Mme Louis faisaient entendre pour la première fois.“ („Gestern Abend gaben M. und Mme N. Louis eine Soirée in den Salons des Casinos. Mlle. Ida Bertrand teilte mit ihnen den enthusiastischen Beifall eines illustren und zahlreichen Publikums, in dem man Alexandre Dumas und den Vizeadmiral Vaillant bemerkte, der so freundlich war, die Widmung eines Werkes für Klavier und Orgel anzunehmen, das M. und Mme. Louis zum ersten Mal zu Gehör brachten.“; „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 30. August 1857, S. 287; vgl. a. „Le Ménestrel“ vom 30. August 1857, S. 4) Wenige Monate später, im Dezember 1857 starb Nicolas Louis an den Folgen einer Krankheit und Jenny Viard-Louis zog sich vorübergehend vollständig aus der Öffentlichkeit zurück.


    Zwei Jahre später, 1859, heiratete Jenny Viard-Louis den französischen Kaufmann und Amateurmusiker Viard (Vorname nicht bekannt) und trat ab 1860 wieder in Frankreich auf. Dabei widmete sie sich nun vorrangig klassischen Kompositionen. Zudem führte sie ab 1860 einen eigenen Salon in Paris, in dessen Rahmen kammermusikalische Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven aufgeführt wurden. Unter den Mitwirkenden waren ihre Mann sowie der Geiger Julien Sauzay und die Violoncellisten Sébastien Lee und Auguste Joseph Franchomme. Trotz ihrer erneuten Heirat blieb Jenny Viard-Louis in der Presse noch mehrere Jahre lang „die Witwe des Komponistin N. Louis“. So hieß es z. B. in der „Revue et Gazette musicale“ im Januar 1861 über ihre Salons: „Mme Viard-Louis, veuve de N. Louis, le violoniste compositeur arraché si prématurément à ses amis et aux arts, a ouvert ses salons et offre aux véritables amateurs des matinées musicales du plus grand intérêt. [...] Mme Viard-Louis a conservé intact son goût pour les maîtres, et à chaque séance elle interprète de la façon la plus complète les grandes et belles pages de Haydn, Mozart, Beethoven et Mendelssohn.“ („Mme. Viard-Louis, die Witwe von N. Louis, dem Geiger und Komponisten, der viel zu früh seinen Freunden und der Kunst entrissen wurde, hat ihre Salons geöffnet und bietet den wahren Amateuren musikalische Matinées von größtem Interesse. [...] Mme. Viard-Louis hat ihr Stilgefühl für die Meister vollständig bewahrt und wird bei jeder Veranstaltung in vollkommener Art und Weise die großen und schönen Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Mendelssohn interpretieren.“; „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 13. Januar 1861, S. 13) Spätestens ab 1862 trat Jenny Viard-Louis auch wieder in der Öffentlichkeit auf und gab dabei u. a. gemeinsam mit dem Geiger Hammer (Vorname nicht ermittelt) mehrere eigene Konzerte mit klassisch-romantischen Werken in der Pariser Salle Pleyel (vgl. „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 12. Januar 1862, S. 14). Im Jahr 1864 veranstaltete Jenny Viard-Louis eine Konzertreihe, in der sie alle Klavier- und Solosonaten für Violine, Violoncello etc. von Ludwig van Beethoven in chronologischer Abfolge zur Aufführung brachte: „Mme Viard-Louis donne des séances fort remarquables où elle exécute les sonates pour piano, avec ou sans accompagnement, de Beethoven, et dans l’ordre chronologique de leur composition, ce qui permet de suivre l’admirable développement des beautés que le grand maître a semées à profusion dans son œuvre immortelle. Le talent aussi complet que correct de Mme Viard, donne un grand intérét à ces intéressantes séances didactiques qui sont un bon complément d’une forte éducation musicale: c’est à ce titre, surtout, que nous croyons devoir y intéresser nos lecteurs.“ („Mme. Viard-Louis veranstaltet sehr bemerkenswerte Konzerte, bei denen sie die Klaviersonaten Beethovens mit und ohne Begleitung zur Aufführung bringt und zwar in der chronologischen Reihenfolge ihrer Entstehung, was erlaubt, der bewundernswerten Entwicklung an Schönem zu folgen, die der große Meister in seinem unsterblichen Werk in Hülle und Fülle gesät hat. Das vollständig entwickelte und präzise Talent von Mme. Viard verleiht diesen interessanten, lehrreichen Veranstaltungen, die eine hervorragende Ergänzung zu einer guten musikalischen Bildung darstellen, ein großes Interesse. Vor allem unter diesem Aspekt möchten wir unsere Leser dafür gewinnen.“; „La Comedie“ vom 3. April 1864, S. 4) Im Juni 1865 trat Jenny Viard-Louis in einem Pariser Benefizkonzert mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert B-Dur op. 19 unter der Leitung von Emanuel Rodrigues auf (vgl. „Revue et Gazette musicale de Paris“ vom 4. Juni 1865, S. 180; Dirigent: Emanuel Rodrigues) und beteiligte sich im Frühjahr 1866 an mehreren Kammermusikkonzerten, die der Geiger Alfred Holmes im Saal des Lycée Louis-le-Grand veranstaltete. Auf den Programmen standen u. a. Ludwig van Beethovens Klavierquartett Es-Dur op. 16, ein Adagio von Louis Spohr für Violine, Ludwig van Beethovens Scherzo und Finale der Klaviersonate A-Dur op. 2 Nr. 2 und ein Streichquartett Joseph Haydns (vgl. „Le Ménestrel“ vom 18. Februar 1866, S. 95; vom 18. März 1866, S. 128).


    In den Jahren 1864/65 unternahm Jenny Viard-Louis zudem eine große Konzertreise durch Deutschland und Österreich, bei der sie u. a. mit Werken Ludwig van Beethovens auftrat. Anders als die Pariser Musikkritik reagierte die deutsche und österreichische Presse mindestens verhalten, teils aggressiv. Am 3. Februar 1865 konzertierte Jenny Viard-Louis im Münchener Museumssaal, und das „Unterhaltungsblatt der Neuesten Nachrichten“ kommentierte: „Die Pianistin Madame Viard-Louis aus Paris gab am letzten Freitag im Museumssaale ein Konzert, in welchem sie nur Beethoven’sche Kompositionen vortrug. Nach unserem Dafürhalten war der Ausspruch, sie sei einer der tüchtigsten Interpreten Beethovens, mehr eine Galanterie gegen die Dame als ein Urtheil, das sich in ihrem Spiel begründete. Die verschiedenen künstlichen Hilfsmittel, die sie anwandte, um Effekte zu erzeugen, welche gar nicht in der Intention des Komponisten lagen, der häufige Gebrauch des Pedals, wodurch so manche Stelle undeutlich und unwahr wurde, ließen – trotz einer sonst wirklich anerkennenswerthen Technik – nicht zu jenem Genusse kommen, der der ruhig-ernste, durch und durch verständige Vortrag eines Mortier, Wolfer oder Karl Bärmann in diesem nämlichen Lokale hervorbrachte.“ („Unterhaltungsblatt der Neuesten Nachrichten“ vom 5. Februar 1865, S. 132) In Wien gab Jenny Viard-Louis am 11. und 26. Februar 1865 zwei Konzerte mit Werken Ludwig van Beethovens im Musikvereinssaal, das zweite mit Orchester. Auf den Programmen standen die Klaviersonaten Es-Dur op. 7, B-Dur op. 106 und c-Moll op. 111, die Violinsonate A-Dur op. 47 sowie die Klavierkonzert G-Dur op. 58 und Es-Dur op. 73. Der Wiener Korrespondent der „Neuen Zeitschrift für Musik“ richtete seine Rezension an allen Klischees der Zeit von „Frau“ bis „Französin“ aus, auch wenn er Jenny Viard-Louis ihr Können letztlich dann doch nicht absprechen konnte: „Ueberhaupt halte ich beinahe alles Beethoven’sche für einen nur männlichen Künstlern anzuvertrauenden Stoff. Aus dem eben angeführten Grunde konnte ich mich auch mit den Leistungen der Pariser Beethovenspielerin Frau Viard-Louis nicht vollkommen befreunden. Die Künstlerin brachte in ihrem ersten Concerte die Sonaten Op. 7, 47 und 106. [...] Das zweite Concert der Frau Viard stellte die beiden Concerte Op. 58 (G dur) und Op. 73 (Es dur) an die äußersten Spitzen und schob in die Mitte die Sonate Op. 111 (C moll). Nur eine einzige Leistung dieser Pariser Beethovenspielerin ist als gewissermaßten fertig, weil technisch abgerundet und logisch gegliedert, hervorzuheben, nämlich die Wiedergabe des Es dur-Concerts. Hier traten die Vorzüge ihres Darstellens in ein ziemlich günstiges Lichte. Diese besseren Seiten liegen vor Allem in einem sehr elastischen, gleich markigen wie zarten Anschlage. Dazu kommt eine flüssige, selten unreine, noch seltener verschwommene Technik. Bis zu einer bestimmten Grenze läßt sich der Künstlerin auch Objectivität, ja sogar ein fast mannhafter Ernst der Auffassung nicht absprechen. [..] Immerhin verdient die Thatsache alle nur mögliche Beachtung, daß eine nichtdeutsche Frau sich Beethoven mit solcher Beharrlichkeit zugewandt hat. [...] Demungeachtet steht außer Frage, daß Frau Viard immerhin ein beachtenswerther Grad ausdrucksvollen und durchdachten Ausgestaltens innewohnt. Dies bewies u. A. die immer sinnestreue Art, mit welcher sie die Hauptthemen eines jeden Tonstücks bei jedesmaliger Wiederkehr hervorhob. Gleiches ist zu bemerken über die Art, wie Frau Viard eben diese Hauptgedanken von allem Neben- und Beiwerke theils klar zu trennen, theils damit zu versöhnen vermochte. So war denn das Erscheinen dieser Künstlerin für uns gleich anregend, wie gewissermaßen sogar fortbildend. Namentlich hätte die Mehrzahl unserer hierartigen Fachvirtuosen Vieles von dieser Ausländerin lernen können, falls es diesen Leute mehr um die Sache und weniger um das Hervorkehren ihres gefallsüchtigen Egoismus zu thun wäre.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 25. August 1865, S. 306; vgl. hierzu auch „Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik“ vom 18. Februar 1865, S. 110; vom 4. März 1965, S. 142)


    Im Jahr 1874 ließen sich Jenny Viard-Louis und ihr Mann in London nieder, wo sich Jenny Viard-Louis innerhalb kürzester Zeit nicht nur als Pianistin, sondern auch als Konzertveranstalterin und Musikpädagogin etablieren konnte; ab 1880 wirkte sie als Dozentin an der neugegründeten Guildhall School of Music (vgl. Champollion 2012). Am 9. Mai 1875 trat sie erstmals im Rahmen eines Salons am Londoner Norfolk-Square in den „Miss Faithfull’s Tuesday Recitals“ auf, gemeinsam mit den Geigern Prosper Sainton, Louis Ries und John Baptist Zerbini sowie dem Violoncellisten Jules-Bernard Lasserre (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 1. Mai 1875, S. 10) Im September 1875 konzertierte sie – vermutlich erstmals öffentlich – im Rahmen der Londoner Alexandra Palace Concerts und spielte dort eines von Carl Maria von Webers Klavierkonzerten und dessen Konzertstück f-Moll op. 79 für Klavier und Orchester (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 28. September 1875, S. 1), zudem übernahm sie dort am 4. März 1876 den Klavierpart in Ludwig van Beethovens Chorfantasie c-Moll op. 80 (vgl. Champollion 2012). Im Juni 1877 veranstaltete Jenny Viard-Louis ein „Grand Vocal and Instrumental Concert“ in den Londoner Willis’s Rooms, bei dem u. a. Ludwig van Beethovens Klaviersonate G-Dur op. 19 Nr. 2, Franz Liszts Bearbeitung von Richard Wagners „Tannhäusermarsch“ sowie eines der Septette von Johann Nepumuk Hummel auf dem Programm standen (vgl. Anzeige in „The Times“ vom 2. Juni 1877, S. 1).


    Ab 1878 trat Jenny Viard-Louis in London zunehmend als Konzertveranstalterin in die Öffentlichkeit und erhielt für ihre Programme hohe Anerkennung. Im Frühjahr 1878 veranstaltete sie eine Reihe mit Orchesterkonzerten in der Londoner St. James’s Hall, in denen sie sowohl das klassisch-romantische Repertoire als auch zahlreiche neue Werke zur Aufführung brachte. Dirigiert wurden die Konzerte von Thomas Henry Weist-Hill, dem späteren Direktor der Guildhall School of Music. Die Reihe bestand aus vier Morgenkonzerten von Februar bis Mai sowie einem Abendkonzert am 26. Juni 1878 (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1878, S. 33). Dabei trat Jenny Viard-Louis auch als Pianistin auf, beeindruckte jedoch vor allem mit der Auswahl der Programme und den von ihr geladenen Gästen. So hieß es z. B. über das erste der Konzerte, bei dem Jenny Viard-Louis William Sterndale Bennetts Klavierkonzert f-Moll op. 19 sowie den Klavierpart in einem der Klavierquintette Joseph Joachim Raffs spielte, in der „Musical Times“: „The first of five concerts given by the above-named artist at St. James’s Hall, on the afternoon of the 5th ult., was so excellent, more especially as respects the rendering of the orchestral works selected, as to warrant us in bestowing the most unqualified praise upon all concerned. Under the able direction of Mr. Weist Hill, a band efficient in every department gave so perfect an interpretation of Mendelssohn’s Scotch Symphony and Rossini’s Overture to ‚Guillaume Tell’ [...]. Madame Viard-Louis, in fixing upon Sterndale Bennett’s Pianoforte Concerto in F minor, did not choose well for the display of her powers. She has vigorous execution and command of passage-playing; but neither of these qualities will secure success for so refined and poetical a work as Bennett’s Concerto. She was much more effective in grappling with the difficulties of the pianoforte part of Raff’s uninteresting Quintett, in which she was assisted by Herr Kummer, Mr. Palmer, M. Holländer, and M. Lassere. [...] The judgement and enterprise displayed by Madame Viard-Louis in the organisation of this series of concerts will, we trust, be rewarded by large attendances at the remaining four performances; for, if we may accept the first as a fair specimen of those which are to follow in monthly succession, no real lover of the greatest orchestral compositions will miss hearing them presented under such exceptionally favourable circumstances.“ („Das erste von fünf Konzerten, das am Nachmittag des 5. des Vormonats von der oben genannten Künstlerin in der St. James’s Hall gegeben wurde, war so hervorragend, und zwar hauptsächlich bezogen auf die Wiedergabe der ausgewählten Orchesterwerke und weniger, zu gewährleisten, dass wir ein höchst unqualifiziertes Lob an alle Betroffenen erteilen können. Unter der kompetenten Leitung von Herrn Weist Hill gab ein in jeder Stimmgruppe einwandfreies Orchester eine perfekte Interpretation von Mendelssohns Schottischer Symphonie und Rossinis Ouvertüre zu ‚Guillaume Tell’ […]. Frau Viard-Louis wählte, indem sie sich auf Sterndale Bennetts Klavierkonzert in f-Moll festlegte, ein ungünstiges Werk, um ihre Fähigkeiten zu zeigen. Sie hat eine energische Ausführung und gute Kontrolle im Passagenwerk, doch keine dieser Qualitäten sichert den Erfolg bei einem so kultivierten und poetischen Werk wie Bennetts Konzert. Sie erzielte mehr Wirkung, als sie mit den Schwierigkeiten der Klavierpartie von Raffs uninteressantem Quintett zu kämpfen hatte, in dem sie von Herrn Kummer, Herrn Palmer, M. Holländer und M. Lassere unterstützt wurde. […] Frau Viard-Louis’ Kenntnisse und die Risikofreude bei der Organisation dieser Konzertreihe werden, so glauben wir, mit großen Besucherzahlen bei den verbleibenden vier Konzerten belohnt werden; denn, wenn wir das erste als angemessenes Musterstück für die monatlich folgenden annehmen können, kein wahrer Liebhaber der großartigsten Orchesterkompositionen wird es verpassen, diese unter solch außergewöhnlich günstigen Umständen präsentiert zu hören.“; „The Musical Times“ vom 1. März 1878, S. 145f.) Beim zweiten der Konzerte spielte Jenny Viard-Louis das Klavierkonzert Es-Dur op. 73 von Ludwig van Beethoven sowie Felix Mendelssohn Bartholdys „Variations sérieuses“ op. 54: „Madame Viard-Louis’s choice of Beethoven’s Concerto in E flat for her principal solo gave ample evidence that she has full reliance upon her executive powers, which, indeed, were thoroughly equal to the occasion: but it must also be said that in the slow movement she displayed a true and legitimate power of expression. She also played with good effect Mendelssohn’s ‚Variations sérieuses’.“ („Mit ihrer Wahl von Beethovens Es-Dur-Konzert als ihr Hauptwerk lieferte Frau Viard-Louis einen eindrücklichen Beweis, dass sie volles Vertrauen in ihre ausführenden Fähigkeiten hat, die tatsächlich dem Anlass völlig angemessen waren: es muss auch gesagt werden, dass sie im langsamen Satz eine wahrhaftige und große Ausdruckskraft zeigte. Auch mit Mendelssohns ‚Variations sérieuses’ hinterließ sie einen guten Eindruck.“; „The Musical Times“ vom 1. April 1878, S. 208) Das dritte Konzert wurde von Jules Massenet als Gastdirigent geleitet, der in diesem Rahmen eine seiner Orchestersuiten, die er für diese Konzertreihe geschrieben hatte, zur Uraufführung brachte (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juni 1878, S. 330). Im Winter 1878/79 wurde die Konzertreihe, wiederum mit fünf Konzerten, fortgesetzt (vgl. u. a. „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1878, S. 666).


    Auch in den folgenden Jahren blieb Jenny Viard-Louis im Londoner Musikleben präsent. So veranstaltete sie z. B. in der ersten Jahreshälfte 1880 in der Londoner Steinway Hall gemeinsam mit dem Geiger Hollander (vermutlich Benno Hollander) und dem Violoncellisten Jules-Bernard Lasserre eine Reihe von Matinées Musicales. Auf dem Programm der ersten Matinée am 11. Januar 1880 standen u. a. Ludwig van Beethovens Klaviersonate C-Dur op. 2 Nr. 3 und Anton Rubinsteins Violinsonate a-Moll op. 19: „Madame Viard-Louis gave an interesting ‚Matinée Musicale’ at Steinway Hall, on the 22nd ult., which was scarcely so well attended as it should have been, considering the attractive nature of the programme. The selection included Rubinstein’s Sonata (Op. 19) for piano and violin, and Beethoven’s Pianoforte Sonata (Op. 2, No 3).“ („Frau Viard-Louis gab am 22. des Vormonats eine interessante ‚Matinée Musicale’ in der Steinway Hall, die nicht so gut besucht war, wie sie es in Anbetracht der attraktiven Beschaffenheit des Programms hätte sein sollen. Die Auswahl beinhaltete Rubinsteins Sonate (op. 19) für Klavier und Violine und Beethovens Klaviersonate (op. 2, Nr. 3).“; „The Musical Times“ vom 1. Februar 1880, S. 82) Die dritte Matinée im Mai 1880 umfasste u. a. Ludwig van Beethovens Klaviersonate d-Moll op. 31 Nr. 2, Frédéric Chopins Violoncellosonate g-Moll op. 65 und die Uraufführung eines Klaviertrios einer/eines nicht zu identifizierenden Komponisten/in: „Madame Jenny Viard-Louis’s third Matinée at the Steinway Hall, on the afternoon of the 26th ult., was scarcely so well attended as her many claims on public attention would warrant. [...] In addition to Beethoven’s Sonata for the Pianoforte (Op. 31, No. 2), Madame Viard-Louis played, in association with MM. Hollander and Lasserre, in a Trio by Angelina, a composition that has merits besides the charm of novelty. Chopin’s Sonata (Op. 65), for pianoforte and violoncello, afforded an opportunity for exhibiting the talents of the accomplished lady, and the fine phrasing of M. Lasserre.“ („Frau Jenny Viard-Louis dritte Matinée in der Steinway Hall, am Nachmittag des 26. des Vormonats, war nicht so gut besucht, wie ihr Anspruch auf öffentliche Wahrnehmung es rechtfertigen würde. […] Zusätzlich zu Beethovens Klaviersonate (op. 31 Nr. 2) spielte Frau Viard-Louis, gemeinsam mit den Herren Hollander und Lasserre, ein Trio von Angelina, eine Komposition, die über den Reiz des Neuen hinaus über Wert verfügt. Chopins Sonate (op. 65) für Klavier und Violoncello bot eine Gelegenheit, das Talent der vollendeten Dame und die schöne Phrasierung Herrn Lasserres zur Schau zu stellen.“; „The Musical Times“ vom 1. Mai 1880, S. 233) Bis 1886 veranstaltete Jenny Viard-Louis zudem nochmals eine große Serie mit mehreren Konzertzyklen, bei denen alle Klavierwerke und kammermusikalischen Kompositionen Ludwig van Beethovens zur Aufführung kamen. Der letzte Zyklus fand im ersten Halbjahr 1886 statt und umfasste zusätzlich Kammermusik von Johannes Brahms, Joseph Joachim Raff, Robert Schumann und Anton Rubinstein. Die „Musical Times“ notierte über das Vorhaben: „So excellent a scheme most forcibly appeals to all lovers of high-class music.“ („Ein so herausragender Plan spricht zwangsläufig alle Liebhaber hochklassiger Musik an.“; „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1885, S. 740)


    Im Jahr 1884 erschien in London bei Griffith and Farran das Buch „Music and the Piano“ von Jenny Viard-Louis, das in drei Teile gegliedert ist: ein erster Teil befasst sich mit allgemeiner Musikgeschichte, ein zweiter mit den Biografien der wichtigsten Klavierkomponisten und ein dritter mit Stil und Interpretation. Das Buch wurde umfassend in der Öffentlichkeit wahrgenommen, u. a. durch eine ausführliche Rezension in der „Musical Times“. Darin heißt es: „We can scarcely go so far as to say that the work contains many thoughts which have not often been expressed before; but the earnestness and intelligence of the writer amply compensate for this, and musical students will find much material for reflection in the observations upon the pianoforte works of the great composers. [...] The first part, although necessarily somewhat sketchy, gives the mere tyro a very clear idea of the manner in which the art gradually emancipated itself from its early surroundings. [...] In the course of the chapters devoted to the history of music, some very good illustrations of the style of the various composers are given in music type. [...] In the part on ‚Style’ there are some excellent remarks upon the method of performing the works of the various composers, and especial stress is laid upon the absolute necessity of having a good teacher at first [...].“ („Wir können nicht so weit gehen zu sagen, dass das Werk viele Gedanken beinhaltet, die nicht schon zuvor oft ausgedrückt wurden; doch die Ernsthaftigkeit und Intelligenz der Autorin kompensieren hierfür reichlich, und Musikstudenten werden in den Bemerkungen zu den Klavierwerken der großen Komponisten viel Stoff zum Nachdenken finden. […] Der erste Teil gibt dem bloßen Anfänger eine, wenn auch notwendigerweise gewissermaßen skizzenhafte Vorstellung von der Art und Weise, wie sich die Kunst allmählich von dem frühen Umfeld emanzipiert hat. […] Im Zuge der Kapitel, die sich der Musikgeschichte widmen, werden einige sehr gute Darstellungen des Stils verschiedener Komponisten im Notendruck geboten. […] Im Teil über ,Stil’ gibt es einige hervorragende Bemerkungen zur Aufführungsmethode der Werke verschiedener Komponisten, und ein besonderer Akzent ist auf die absolute Notwendigkeit, zunächst einen guten Lehrer zu haben, gelegt […].“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1884, S. 414) Das Buch war ursprünglich auf Französisch geschrieben, aber nicht publiziert worden (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1884, S. 162).


    Jenny Viard-Louis starb am 27. Dezember 1903 im Alter von 72 Jahren in Auteuil bei Paris (vgl. Nachruf in „The Musical Times“ vom 1. Februar 1904, S. 114).

    Würdigung

    Jenny Viard-Louis war im französischen und englischen Musikleben mehr als dreißig Jahre lang als Pianistin, Musikpädagogin und Konzertveranstalterin präsent. Nach dem frühen Tod ihres ersten Mannes, auf dessen Kompositionen sie sich in den ersten Jahren ihrer Konzerttätigkeit konzentriert hatte, widmete sie ihre künstlerische Arbeit vorrangig dem pianistischen Werk Ludwig van Beethovens. Als Konzertveranstalterin war Jenny Viard-Louis überaus erfolgreich und fand mit der Konzeption ihrer Programme hohe Anerkennung.

    Werkverzeichnis

    Schriften


    Viard-Louis, Jenny: Music and the Piano, translated from the French by Mrs. Warington Smyth. London: Griffith and Farran, 1884.

    Repertoire

    Eine Repertoire-Liste von Jenny Viard-Louis kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind Aufführungen der folgenden Werke:


    Beethoven, Ludwig van. Sämtliche Werke für Klavier sowie sämtliche kammermusikalische Werke mit Klavier

    Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

    Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

    Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73

    Beethoven, Ludwig van. Chorfantasie c-Moll op. 80


    Bennett, William Sterndale. Klavierkonzert f-Moll op. 19


    Chopin, Frédéric. Violoncellosonate g-Moll op. 65


    Hummel, Johann Nepumuk. Septett (keine Präzisierung möglich)


    Liszt, Franz. Bearbeitung von Richard Wagners „Tannhäusermarsch“


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. „Variations sérieuses“ op. 54


    Raff, Joseph Joachim. Klavierquintett (keine Präzisierung möglich)


    Rubinstein, Anton. Violinsonate a-Moll op. 19


    Weber, Carl Maria von. Konzert für Klavier und Orchester (keine Präzisierung möglich)

    Weber, Carl Maria von. Konzertstück f-Moll op. 79 für Klavier und Orchester

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Viard-Louis, Jenny“. In: A dictionary of music and musicians, hg. v. Sir G. Grove, 4 Bde. London 1879 und weitere Auflagen (vorh. in wbis – world biographical information system).


    Champollion, Elisabeth. Artikel „Viard-Louis, Jenny“. In: Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts, hg. v. Freia Hoffmann, online: http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=viard-louis-jenny (Stand: 29. Januar 2013)



    Zeitungsartikel und Konzertrezensionen


    La Comédie vom 3. April 1864, S. 4.


    Le Ménestrel vom 4. Februar 1855, S. 4.

    Le Ménestrel vom 30. August 1857, S. 4.

    Le Ménestrel vom 18. Februar 1866, S. 95.

    Le Ménestrel vom 18. März 1866, S. 128.


    Neue Zeitschrift für Musik vom 25. August 1865, S. 30.


    Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik vom 18. Februar 1865, S. 110.

    Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik vom 4. März 1965, S. 142.


    Revue et Gazette musicale de Paris vom 2. Juli 1854, S. 219.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 5. November 1854, S. 363.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 22. Juli 1849, S. 228.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 1. Januar 1854, S. 8.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 16. November 1856, S. 370.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 30. August 1857, S. 287.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 13. Januar 1861, S. 13.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 12. Januar 1862, S. 14.

    Revue et Gazette musicale de Paris vom 4. Juni 1865, S. 180.


    The Musical Times vom 1. Januar 1878, S. 33.

    The Musical Times vom 1. März 1878, S. 145f.

    The Musical Times vom 1. April 1878, S. 208.

    The Musical Times vom 1. Juni 1878, S. 330.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1878, S. 666.

    The Musical Times vom 1. Februar 1880, S. 82.

    The Musical Times vom 1. Mai 1880, S. 233.

    The Musical Times vom 1. März 1884, S. 162.

    The Musical Times vom 1. Juli 1884, S. 414.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1885, S. 740.

    The Musical Times vom 1. Februar 1904, S. 114.


    The Times vom 1. Mai 1875, S. 10.

    The Times vom 28. September 1875, S. 1.

    The Times vom 2. Juni 1877, S. 1.


    Unterhaltungsblatt der Neuesten Nachrichten vom 5. Februar 1865, S. 132.



    Links


    http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=viard-louis-jenny (Stand: 29. Januar 2013)

    Das Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts, hg. v. Freia Hoffmann, enthält einen Artikel zu

    Jenny Viard-Louis von Elisabeth Champollion.


    http://www.concertprogrammes.org.uk (Stand: 31. Januar 2013)

    Die englische „Concert Programmes Database“ verweist auf mehrere erhaltene Konzertprogramme von Jenny Viard-Louis.

    Forschung

    Zu Jenny Viard-Louis liegen keine weiteren Forschungsinformationen vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Jenny Viard-Louis umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten sowie ihre Kontakte innerhalb des französischen und englischen Musiklebens.

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Jenny Viard-Louis“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Jenny_Viard-Louis