Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (105%)
  • Deutsch
  • Jacqueline Fontyn

    von Bettina Brand
    Namen:
    Jacqueline Fontyn
    Lebensdaten:
    geb. in Antwerpen, Belgien
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Professorin für Kontrapunkt und Komposition, Chor- und Orchesterleiterin, Gründerin eines eigenen Verlags („POM“)
    Charakterisierender Satz:

    „Das Orchester ist mein Lieblingsinstrument. Ich denke, es ist viel schwerer für Klavier zu schreiben, das nur eine Farbe hat. Außerdem hat man nur zehn Finger – und eine Nase." (Jacqueline Fontyn in einem Interview mit der Autorin 1986)


    Profil

    Jacqueline Fontyn ist eine der bedeutendsten Musikschaffenden in Belgien. Als Komponistin ist sie weltweit erfolgreich, wurde mit international wichtigen Preisen ausgezeichnet und arbeitet kontinuierlich an Kompositionsaufträgen. Ihr umfangreiches und vielfältiges Oeuvre umfasst mehr als 105 Werke. Jacqueline Fontyn war als Professorin für Kontrapunkt und später für Komposition sehr beliebt und ist eine der wenigen Frauen, die bereits in den 1960er Jahren einen Lehrstuhl inne hatte. Bis heute gibt sie weltweit Meisterklassen für Komposition. Jaqueline Fontyn gründete ihren eigenen Verlag POM (Perform Our Music) und lebt und arbeitet in Limelette in Belgien.

    Orte und Länder

    Jacqueline Fontyn wurde 1930 in Antwerpen (Belgien) geboren und zog für ihr Kompositionsstudium bei Marcel Quinet nach Brüssel. Weiterführende Studien absolvierte sie bei Max Deutsch in Paris, anschließend folgten Stipendienaufenthalte in Wien und Waterloo. Uraufführungen, Vorträge und Meisterklassen führten sie in die USA, nach Ägypten, Korea, Taiwan, Israel, China, Neuseeland und durch ganz Europa.

    Heute lebt und arbeitet Jacqueline Fontyn in Limelette in Belgien.

    Biografie

    Jacqueline Fontyn wurde am 27. Dezember 1930 in Antwerpen (Belgien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht bei Ignace Bolotine und später bei Marcel Maas studierte sie 1947-1954 Instrumentation, Theorie und Komposition bei Marcel Quinet in Brüssel und bei dem Schönbergschüler Max Deutsch in Paris. Als freischaffende Komponistin wurde sie mit internationalen Preisen ausgezeichnet. 1961 heiratete sie den Komponisten, Organisten und späteren Direktor des Conservatoire Royal de Bruxelles Camille Schmit (*1908 – †1976). 1963 übernahm sie eine Professur für Kontrapunkt am Konservatorium in Antwerpen und später in Brüssel. 1971 bis 1990 lehrte sie Komposition am Conservatoire Royal de Bruxelles. Sie gründete ihren eigenen Verlag POM (Perform Our Music) und lebt als freischaffende Komponistin in Limelette in der Nähe von Brüssel.

    mehr zu Biografie weniger zu Biografie

    Bereits als Fünfjährige erhielt Jacqueline Fontyn Klavierunterricht zunächst bei Ignace Bolotine, der neben dem üblichen Unterrichtspensum sehr viel mit ihr improvisierte. Ihre erste Komposition schrieb sie mit neun Jahren im Stil von Bach. Dann 1942 wechselte sie zu Marcel Maas. 1947 nahm sie den langersehnten Kompositions-, Theorie- und Instrumentationsunterricht bei Marcel Quinet auf. Von nun an komponierte Jacqueline Fontyn vorwiegend am Schreibtisch und improvisierte kaum noch. Um eine andere „musikalische Luft zu atmen" wurde sie von Marcel Quinet 1954 nach Paris zu Nadia Boulanger geschickt. Allerdings lernte Jacqueline Fontyn gleichzeitig den ehemaligen Schönbergschüler Max Deutsch kennen und realisierte, dass Unterricht bei ihm die tatsächliche „Luftveränderung" bedeuten würde. Neugierig auf die seriellen Kompositionstechniken nahm sie schließlich bei ihm den Unterricht auf und fuhr bis 1955 einmal im Monat zu ihm nach Paris. 1956 führte sie ein Stipendium für ein halbes Jahr nach Wien, wo sie Orchesterleitung bei Hans Swarowski studierte. Es folgte ein dreijähriges Stipendium an der Chapelle Musicale „Reine Elisabeth" in Waterloo. 1959 wurde sie mit dem „Prix de Rome“ ausgezeichnet. Neben ihren Lehrern sind für Jacqueline Fontyn verschiedene Persönlichkeiten von Bedeutung, so der Musikwissenschaftler Denijs Dille, der polnische Komponist Witold Lutoslawski, den sie beim „Warschauer Herbst" 1959 kennen lernte, Gespräche mit Gofredo Petrassi und ihr Mann, der Komponist Camille Schmit.

    Von 1963 bis 1970 unterrichtete sie am Königlich Flämischen Musik-Konservatorium in Antwerpen Kontrapunkt, ehe sie von 1970 bis zur ihrer Emeritierung 1990 als Professorin für Kontrapunkt und Komposition (ab 1971 auf dem dort neu gegründeten Lehrstuhl für Komposition) am Konservatorium von Brüssel tätig war. Später lehrte sie auch an der Georgetown University, der American University, der Maryland University in Washington (D.C.) und unterrichtete in Baltimore, Los Angeles, Kairo, Seoul und Tel Aviv.


    Vorträge und Meisterklassen führten die Komponistin in die USA, nach Ägypten, Korea, Taiwan, Israel, China, Singapur, Neuseeland und durch ganz Europa.


    Jacqueline Fontyn wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1957 Silbermedaille des Internationalen Kompositionswettbewerb in Moskau, 1959 Prix de Rome, 1961 Prix Irène Fuerisson der Königlichen Akademie von Belgien, Prix Koopal, 1961 und 1966 Preis der GEDOK Mannheim, 1962 Prix Oscar Espla (Alicante), 1964 Kompositionspreis „Reine Elisabeth", 1965 1. Preis der Delta Omicron (USA), 1967 Prix Jeunesses Musicales de Belgique, 1973 1. Preis in Halifax (Kanada), 1974 Prix Camille Huymans, 1987 (als erste Frau überhaupt) Prix Musical International „Arthur Honegger".

    1993 ernannte sie König Baudouin von Belgien zur Baronin.

    Würdigung

    Von den vielen Werken, die vor 1956 entstanden, führt Jacqueline Fontyn nur noch einige wenige in ihrem Werkverzeichnis. Sie erinnern an das Komponieren mit klassisch traditionellen Formen, wie sie es bei Marcel Quinet gelernt hatte. Wie eine Hommage an ihren langjährigen Kompositionslehrer erscheint es, wenn sie 1956 in ihrem „Klaviertrio" noch einmal auf klassische Formen wie Sonatensatzform und Rondo zurückgreift. Denn bereits 1954 komponierte sie unter dem Einfluss von Max Deutsch ihr „Capriccio" für Klavier, in dem sie zum ersten Mal eine Zwölftonreihe als Ausgangsmaterial benutzt. Ohne Zweifel bedeutete das Komponieren mit den „zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" für Jacqueline Fontyn eine Loslösung von althergebrachten klassischen Mustern, wobei sie den Regeln serieller Kompositionstechniken niemals dogmatisch folgte. 1969 komponierte sie mit „Filigrane" für Flöte und Harfe ihr erstes Werk, in dem sie fast ganz auf Taktstriche verzichtete, um dem Interpreten etwas mehr Spielraum zu lassen. Von einer „freigelassenen Musik" im Sinne John Cages hält sie allerdings nichts: „Ich denke, ein Komponist muss der Meister seiner Werke bleiben. Ich bin gegen ganz offene Formen, in denen z. B. der Interpret für eine Viertelstunde machen kann, was er will. Ich könnte so etwas nicht mehr mit meinem Namen unterschreiben. Als Komponist möchte ich die Verantwortung für meine Werke tragen." (Jacqueline Fontyn 1991 in einem Interview mit der Autorin). Wieder zehn Jahre später trennte sie sich von der Zwölftonreihe und begann mit Modi zu arbeiten, die ihr von nun an als Ausgangsmaterial dienten. 1979 komponierte sie mit ihrem Werk „Ephémères" für Mezzosopran und Orchester (es liegt auch eine Fassung für 11 Instrumente vor) nicht nur die erste Komposition mit freien Modi, sondern seit 20 Jahren das erste Vokalwerk (lediglich „Madrigale e Canzone" entstand zuvor). Mit „Ephémères" hat Jacqueline Fontyn zu ihrem Stil gefunden, der vor allem von der Suche nach filigranen Klangfarben geprägt ist. Bis heute ist Jacqueline Fontyn offen für Neues und neugierig, die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente immer weiter auszuloten und durch ungewöhnliche Besetzungen zu erweitern. So wendet sie sich nicht nur in Workshops, sondern auch mit ihren Kompositionen immer wieder an junge Musiker und Musikerinnen, um diese an die Neue Musik und ihre Techniken hinzuführen wie z. B. in den verschiedenen Versionen von „Mime" für zwei Instrumente. Ihr Lieblingsinstrument ist allerdings das Orchester. Hier findet sie die Klangvielfalt, die sie benötigt, um sich musikalisch ausdrücken und ihre Ideen adäquat umsetzen zu können. „Im Grunde genommen geht es in meiner Musik immer um Atmosphären" (Jacqueline Fontyn 1991) und die lassen sich mit dem Orchester am besten zum Klingen bringen. Um Atmosphären geht es z. B. in ihrer Komposition „Quatre Sites" (Vier Landschaften) für die sie 1987 den „Prix Musical Arthur Honegger" erhielt.

    Über 30 großbesetzte Werke hat Jacqueline Fontyn bereits komponiert, zuletzt 2003 im Auftrag des luxemburgischen Ensembles „Les Musiciens" ihr Werk „Capricorne" für Schlagzeug und Kammerorchester. Ihre erste und bislang einzige Oper „Virus Alert" entstand 2002, eine Oper für Jugendliche für das „Théâtre National du Luxembourg", die 2004 uraufgeführt wurde. Über 50 kammermusikalische Instrumentalwerke zählt Jacqueline Fontyns Werkverzeichnis, dagegen aber nur ca. 20 Vokalwerke. Oft tat sich die Komponistin schwer, geeignete Texte für ihre Kompositionen zu finden, so dass sie bisweilen sogar Texte selbst schrieb, wie für „Cheminement", „Rose de Sables" oder „Pro & Antiverbes", in dem die Komponistin Sprichwörter (proverbes) auf den Kopf stellt (antiverbes). Komponiert für Sopran und Cello 1984 bringt gerade dieses Werk den außerordentlichen Humor und die positive Lebenshaltung der Komponistin zum Ausdruck. „Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag" (Jacqueline Fontyn 1991 in einem Interview mit der Autorin).

    Rezeption

    In erster Linie wurden Jacqueline Fontyns Werke in Belgien regelmäßig aufgeführt. Die zahlreichen Kompositionsaufträge ermöglichten ihr nach 1990 als freischaffende Komponistin zu arbeiten. Darüber hinaus führten sie zahlreichen Uraufführungen Vorträge und Meisterklassen in die USA, nach Ägypten, Korea, Taiwan, Israel, China, Singapur, Neuseeland und durch ganz Europa. Jacqueline Fontyn wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1957 Silbermedaille des Internationalen Kompositionswettbewerb in Moskau, 1959 Prix de Rome, 1961 Prix Irène Fuerisson der Königlichen Akademie von Belgien, Prix Koopal, 1961 und 1966 Preis der GEDOK Mannheim, 1962 Prix Oscar Espla (Alicante), 1964 Kompositionspreis „Reine Elisabeth", 1965 1. Preis der Delta Omicron (USA), 1967 Prix Jeunesses Musicales de Belgique, 1973 1. Preis in Halifax (Canada), 1974 Prix Camille Huymans, 1988 (als erste Frau überhaupt) Prix Musical International „Arthur Honegger".

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik

    1. Oper

    „Virus Alert" Kammeroper in 7 Akten, deutsches Libretto Alain Jadot und Jacqueline Fontyn, 2002.


    2. Singstimmen

    „Ich kannte meine Seele nicht" für 6 Frauenstimmen (S.S.S.M.A.A.), 1997.


    „Ich kannte meine Seele nicht", Fassung für sechs gemischte Stimmen (S.S.A.T. Bar. B.), 1998.


    3. Singstimme mit Instrumenten

    „Ephémères" für Mezzo-Sopran und 11 Instrumente,

    Fl., Oboe, Kl., Bon., Perkussion ad lib., Klavier, Streichquintett,

    1979.


    „Ephémères" für Mezzo-Sopran und Orchester,

    2222, 2220, 2 Perk., Cel., Clav., ad. Lib., H., Streicher, 1979.

    Auftrag des R.T.B.F.


    „Alba" für Sopran, Klarinette, Violoncello, Harfe oder Schlagzeug, Klavier,1981.

    Auftrag des l'Etat français (Paris)


    „Pro & Antiverb(e)s" für Sopran und Violoncello, 1984.

    Auftrag von Dorothy Dorow


    „Cheminement" für 9 Musiker: Sopran, Flöte, Klarinette, Horn (oder Klar. oder Altsaxophon), Viola, Violoncello, Kontrabass, Perkussion und Klavier, 1986.

    Auftrag des N.O.S. à Hilversum


    „Rosa, Rosae" für Sopran, Altstimme, Klarinette, Violine, Harfe und Klavier, 1986.

    Auftrag von Christel Nies für das Musikfestival Kassel


    „Sieben Galgenlieder" für Sopran (oder Mezzo-Soprano), Oboe (oder Klarinette), Violoncello und Klavier, 1994.

    Auftrag des l'ensemble Æquatuor (Zürich)


    „Möwen" für Altstimme, Bratsche und Klavier, 2005


    4. Lieder mit Klavierbegleitung

    „Deux rondels de Charles d'Orleans" für Sopran oder Mezzo-Sopran und Klavier, 1956.


    „Ku Soko" für Sopran oder Mezzo-Sopran oder Tenor oder Bariton und Klavier (Fassung mit Cembalobegleitung, 1989.

    Auftrag der Dexia Banque für den Wettbewerb Axion Classics


    Naïra für Mezzo-Sopran und Klavier (oder Harfe), 2001.


    5. Chorwerke

    „Het was een maghet uitvercoren" („Or Je vous dis Bonne Nouvelle“), altes Weihnachtslied für Chor a cappella, 1955.


    „Psalmus Tertius" für Bariton, Chor und Orchester, 1961.

    Prix international Oscar Espla Alicante


    B. Instrumentalmusik

    1. Orchesterwerke


    „Danceries" 2222, 2220, Timp. + 2 Perk., H., Streicher, 1956.


    „Deux estampies" 2222, 2220, Timp. +2(3) Perk., Cel., H., Klavier, Streicher, 1961.


    „Six ebauches" 2222, 4331, 4 Perk., Cel., H., Streicher, 1964.

    Auftrag de la Nederlandse Radio Unie, Hilversum

    1. Preis der „Gedok" Mannheim, 1966

    2ème Prix de la Radio Tchécoslovaque, 1966


    „Evoluon" 3333, 4331, 3 Perk., Klavier, H., Streicher, 1972.


    „Frises" II 3333, 4331, 3 Perk., Klavier ad lib., Cel., H., Streicher, 1976.


    „Quatre sites" 3333, 4331, 3 Perk., Klavier, Cel., H., Streicher, 1977.

    Auftrag du Comte Yves du Monceau de Bergendal

    Prix Musical International Arthur Honegger, 1988


    „Créneaux" für Jugendorchester: 2222, 4231, 2 Sax ad lib., 3 Perk., Cel. ad lib., H., Streicher, 1982.


    „In The Green Shade" 3232, 4331, 3 Schlagzeuger, H., Streicher,1988.

    Auftrag des „Philharmonisch orkest van Vlaanderen"


    „Rose des sables" für Mezzo-Soprano, Sprecher, Frauenchor und Orchester, 3232, 4331, 3 Perk., Klavier, H., Synthé, Streicher, 1990.

    Auftrag des R.T.B.F.


    „On A Landscape By Turner" für 3332, 4331, Timp. + 3 Perk., Cel/J. de T., H., Streicher, 1992.

    Auftrag des „Philharmonisch orkest van Vlaanderen"


    „L'anneau de jade" 2222, 422, 2 Perk., H., Pfte, Streicher,1996.

    Auftrag der l'Association des Musiciens Suisses


    „Goeie hoop" 3333, 4331, Saxophonquartett ad. Lib., 5 Perk., Klavier, Synthesizer, H., Streicher, 1998.

    Auftrag von Robert Groslot pour le "Filharmonisch Jeugdorkest van Vlaanderen"


    „Au fil des siècles" 4444, 4431, 3 Perk., Klavier, Cel., H., Streicher, 2000.

    Auftrag des Orchesters des Staatstheaters Kassel (D)


    „Ein (kleiner) Winternachtstraum" 2222, 4231, 4 Perk., H., Streicher, 2002

    Auftrag von Wolfgang Hentrich pour la Dresdner Philharmonie



    2. Werke für Kammer- und Streichorchester


    „Digressions" für 2121, 2110, Timp. + 2 Perk., Cel., H., Streicher,1964.

    Prix Camille Huysmans, 1974


    „Galaxie" für Kammerorchester oder 17 Instrumentalisten,

    1111, 1110, 2 Perk., Cel., Klavier, H., Streicher, 1965.


    „Colloque" für Bläserquintett und Streicher, 1970.


    „Pour 11 Archets" für 33221, 1971.


    „Per archi" für Streichorchester, 1973.


    „Battements d’ailes" für Streicherensemble, Minimum (5)44321, 2001.



    3. Soloinstrumente mit Orchester


    „Mouvements concertants" für 2 Klaviere und Streicher, 1957.

    Auftrag der "Société Bach" d'Anvers


    „Digressions" für Violoncello solo und Kammerorchester,

    2121, 2110, Timp. + 2 Perk., Cel., H., Streicher, 1962.


    „Concerto für Klavier und Orchester", 2222, 2220, 3 Schlagzeuger, Cel., H., Streicher, 1967.


    „Rêverie et turbulence", Konzert für Violine und Orchester 3333, 4331, 3 Perk., Cel., H., Streicher, 1974.

    Auftrag des Concours International Reine Elisabeth de Belgique


    „Halo" für Harfe und 16 Instrumente oder Kammerorchester 2 Perk., Klavier, Streichquintett, 1978.

    Auftrag des "Festival des Flandres"


    „Rivages solitaires", Konzert für Klavier und Orchester 2222, 4231,

    3 Perk., Cel., H., Streicher, 1989.

    Auftrag der "Koussevitzky Foundation"


    „A l'orée du songe", Konzert für Viola und Orchester

    3232, 4331, 3 Perk., Celesta/J. de T., H., Streicher, 1990.

    Auftrag des Ministère de la Communauté Française pour le festival "Ars Musica", 1991


    „Colinda", Konzert für Violoncello und Orchester

    2222, 222, 3 Perk., Klavier/Cel., H., Streicher, 1991.

    Auftrag von Radio France


    „Blakes Mirror" für Mezzo-Soprano (oder Kontralto) und Blasorchester, 1993.

    Auftrag von Radio hollandaise KRO


    „Vent d'est", Konzert für Akkordeon und Streicher (43221), 1995.

    Auftrag des Ministère de la Communauté Française


    „Es ist ein Ozean", Doppelkonzert für Flöte, Cembalo und Streicher (54321), 1999.

    Auftrag des "Bachfest Leipzig 2000"


    „Capricorne", Konzert für Schlagzeug und Kammerorchester 2222, 221, Streicher, 2003.

    Auftrag des Ensemble "Les Musiciens" Luxembourg



    4. Blasorchester


    „Frises", 1975.


    „Créneaux", 1983.


    „Aratoro", 1992.

    Auftrag des Radio hollandaise NCRV


    „Blake's Mirror", für Altstimmt oder Mezzo-Sopran und Blasorchester 1993.

    Auftrag des Radio hollandaise KRO


    Leopoldo Primo, 2007


    5. Kammermusik


    5.1. Werke für Klavier solo und Duo

    „Cappricio",1954.


    „Ballade", 1963.

    Prix "Reine Elisabeth" pour l'oeuvre imposée aux 2èmes éliminatoires du Concours International, 1964


    „Mosaici", 1964.

    Auftrag der l'Union Européenne de Radiodiffusion


    „Spirales" für zwei Klaviere, 1971.


    „Le Gong", 1980.

    Auftrag der Crédit Communal de Belgique


    „Bulles", 6 kurze und leichte Stücke für Klavier, 1980.


    „Aura", Hommage à Brahms, 1982.


    „Diurnes", 2003.


    „Hamadryades" für Klavier zu vier Händen, 2004.


    „Breve Incontro" für 2 Klaviere, 2006.



    5.2. Weitere Tasteninstrumente


    „Shadows" für Cembalo, 1973.


    „Enluminures" für Orgel, 2000.


    „Kobold" für Pianola, 2005.



    5.3 Violine solo und Duo


    „La Quinta stagione" für Violine solo, 1991.

    Auftrag von Kolja Lessing


    „Analecta" für zwei Violinen, 1981.


    5.3.1. Quinton (Diskantvioline od. -viola mit fünf Saiten)

    „Festina Lente" 2006



    5.4. Violine und Klavier


    „Danceries", 1953.


    „Strophes", 1970.


    „La devinière", 11 leichte Stücke, 1987-88.


    „Mimus", 2000.


    „Koba", 2001.


    „Balance", 2002.



    5.5. Violine und Gitarre


    „Mime 7" für Violine und Gitarre, 1999.


    5.6. Violoncello und Klavier


    „Digressions", 1964.

    1er Prix Delta Omicron, International Music Fraternity, USA, 1965


    „Six climats", 1972.

    1er Prix de la Halifax Teacher’s Association, 1973



    5.7. Harfe solo und Duo

    „Intermezzo", 1974.


    „Intermezzetto", 2000.

    Auftrag der Dexia Banque


    „Filigrane" für Flöte und Harfe, 1969.


    „Mime 4" für Flöte und Harfe, 1980.


    „Mime 5", für Klarinette und Harfe, 1980.


    „Fougères" für Viola und Harfe, 1981.


    „Compagnon de la nuit" für Oboe und Harfe, 1990.


    „Mime 8 für Violine und Harfe", 1999.


    5.7. Weitere Instrumentalwerke


    „Trio" für Violine, Violoncello und Klavier, 1956.

    Médaille d'Argent au Concours International de Moscou, 1957.

    1. Preis der „Gedok" Mannheim, 1961.


    „Mosaïques" für Klarinette und Klavier, 1965.


    „Mosaico" für Klarinettenquartett, 1965.


    „Musica a quattro" für Violine, Klarinette oder Viola, Violoncello und Klavier, 1966.

    Auftrag des BRT (TV)

    Prix des Jeunesse Musicales de Belgique, 1967.


    „Nonetto" für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass, 1969.

    „Dialogues" für Altsaxophon und Klavier, 1969.


    „Agami" für Trompete und Klavier, 1974.


    "Horizons", 5 Bilder für Streichquartett, 1977.

    Auftrag des l'Etat français.


    „Zones" für Flöte, Klarinette, Perkussion und Klavier, 1979.

    Auftrag de la Kindler Foundation à Washington.


    „Mime 1" für Flöte und Klavier, 1980.


    „Mime 2" für Klarinette und Klavier, 1980.


    „Mime 3" für Altsaxophon und Klavier, 1980.


    „Mime 6" für Flöte und Gitarre, 1995.


    „Fougères" für Altsaxophon und Klavier, 1981.


    „Fougères" für Viola und Klavier, 2000.


    „Controverse" für Bassklarinette (oder B-Klarinette oder Tenorsaxophon) und Perkussion (Fassung für Fagott und Perkussion), 1983.


    „Zephyr" für Fagott und Klavier, 1984.


    „Either ... Or"

    „Entweder ... oder" für Streichquintett (2 Bratschen) oder Streichquartett und Klarinette, 1984.


    „Compagnon de la nuit" für Oboe und Klavier, 1989.


    „Polissonnerie" für Perkussion und Klavier, 1991.

    Auftrag des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris pour le concours de Perkussion, 1992.


    „Polissonnerie 2" für 2 Perkussionisten und Klavier, 2003.


    „Sul cuor della terra" für Flöte, Violine, Viola oder Klarinette, Violoncello und Harfe – oder Klavier, 1993.

    Auftrag der Yoko Nagae Ceschina.


    „Meglio tardi …" für Flöte, Bassklarinette und Klavier, 1994.


    „La fenêtre ouverte" für Traversflöte – oder Flöte, Viola da gamba – oder Violoncello, Cembalo oder Klavier, 1996.

    Auftrag des Conservatoire du XIVe arrondissement (Paris).


    „Battements d'ailes" für Saxophonquartett, 1997.


    „Aube" für Flöte(n), Gitarre und Klavier, 1998.


    „Iris" für Flöte(n), Violine und Viola, 2003.


    „Tree of life" für vier Perkussionisten, 2004.

    Auftrag der "Koussevitzky Foundation".


    „Eole" für drei Flöten (Piccolo, Alt und Bass), 2005.

    „L'Etanèe" für Violine, Gitarre, Kontrabass und Akkordeon oder Klavier, 2006.

    Quellen

    Lexikonartikel

    Riemann Musik Lexikon, Mainz 1972

    Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Kassel 1979

    Le dictionnaire des Belges, Bruxelles 1981

    Hans Vogt: Neue Musik seit 1945, Stuttgart 1982

    Encyclopédie de la Musique, Paris 1983

    Baker's Biographical Dictionary of Musicians, Indianapolis 1988

    Recueil Biographique de la Francophonie, Paris 1991-92

    Contemporary Composers, St. James Press, Detroit 1997

    The New Grove Dictionary of Music and Musicians, London 2000

    International Biographical Centre „Living Legends", Cambridge 2003



    Werkanalysen

    Beimel, Thomas. Halo – Erkundungen zu einem Werk von Jacqueline Fontyn. Köln: Toccata 1991.

    Henrion, Philip. Mime 3, Gent: Stedelijke Academie Woord en Muziek. 1997/98 (Manuskript).

    Strauss, Susanne. Ballade für Klavier. Nürnberg: Meistersinger

    Konservatorium 1998 (Manuskript).



    Portraits

    Coppens d'Eeckenbrugge, Isabelle. „Pour une approche de l'oeuvre de Jacqueline Fontyn", Louvain-la-Neuve: Université catholique de Louvain. 1987/88 (Manuskript)

    Beimel, Thomas. „Life is a luminous halo – ein Portrait der Komponistin Jacqueline Fontyn". In: Neue Zeitschrift für Musik. Heft 6. 2000.

    Brand, Bettina. „Jacqueline Fontyn, ein Portrait". In: Neue Berlinische Musikzeitung. Heft 1. 1988.

    Brand, Bettina. Jacqueline Fontyn – Klangportrait. Berlin:

    Musikfrauen e.V. 1991.

    Lacze, Sophie. „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. Interview mit Jacquelin Fontyn". In: clingKlong. Winter 2004. (Deutsch und Französisch). S. 10-15.

    Lessing, Kolja. „Im Gespräch über Jacqueline Fontyn".

    In: Viva Voce. 2000.

    Lessing, Kolja. Ein Brief an Jacqueline Fontyn. In: clingKlong. 2004. S. 8.

    Stern, Adrian. „Gedanken zur Musik Jacqueline Fontyns". clingKlong. 2004. S. 9.

    Trauffer, Sara. „Jacqueline Fontyn. Streiflichter einer Biografie". clingKlong. 2004. S. 2-7.



    Diskografie


    Spirales, Ballade, Aura, Capriccio, Le Gong, Mosaici, Bulles

    Robert Groslot et Daniel Blumenthal

    CD Duchesne DD 71482


    Pro & Antiverbes

    Dorothy Dorow et Aage Kvalbein

    CD Simax PSC 1052


    Zephyr

    Masahito Tanaka, bassoon, Seiko Sumi, piano

    CD Thorophon CTH 2099


    Shadows

    Liesbeth Hoppen, Pleyel harpsichord, Arsis classics 96006


    Ephemères, Per Archi, Halo, Psalmus Tertius

    Différents solistes, chefs et orchestres

    aulos MusiKADO AUL 66092


    Crèneaux, Blake's Mirror, Aratoro, Frieses

    Grand Orchestre d'Harmonie „Musique Royale des Guides"

    dir. Norbert Nozy

    WWM 500.035


    Goeie Hoop

    Filharmonisch Jeugdorkest van Vlaanderen

    dir. Robert Groslot

    (FJOV)


    Pro & antiverbes, Mime 2, Six climats, Sieben Galgenlieder,

    Le gong, Mosaiques, Musica a quattro

    Els Crommen, Sopran, Emile Cantor, Viola, Jean-Michel Charlier,

    Klarinette, Charles-André Linale, Violine, Laurentiu Sbarcea, Cello,

    Philippe Terseleer, Klavier

    Cypres records CYP 4620


    Werke für Harfe

    Alba, Intermezzo, Mime 5, Halo 1, Fougères, Mime 4, Filigrane

    Yoko Nagae-Ceschina und Erika Waardenburg Harfe und anderen

    Why not? 33558801


    Sul Cuor Della Terra

    Alba, Fougères, Compagnon de la Nuit, Intermezzo, Filigrane,

    Mime 5, Sul Cuor della Terra

    Ottavo Recordings OTR C10385


    Orchesterwerke

    Vent dèst, In The Green Shade, Rivages solitaires, Goeie Hoop

    Verschiedene Orchester

    Aulos MusiKADO AUL 66157


    Klavierwerke

    Aura, Diurnes, Capriccio, Le Gong, Hamadryades, Mosaici, Ballade, Bulles, Spirales

    Verschiedene Pianisten

    Aulos MusiKADO AUL 66150

    Forschung

    Thomas Beimel und Bettina Brand (siehe Literaturliste) sind bisher die einzigen, die sich mit dem Werk von Jacqueline Fontyn musikwissenschaftlich befasst haben. Bettina Brand ist Autorin zahlreicher Rundfunksendungen in Schweizer Radio DRS2, MDR, RBB und Bayerischer Rundfunk.


    Informationen bei

    Jacqueline Fontyn - Perform Our Music (POM)

    Rue Léon Dekaise, 6

    B-1342 Limelette

    Téléphone et fax : +32 (0) 10 41.46.95

    Ou via l'adresse internet : performourmusic@yahoo.fr

    Forschungsbedarf

    Forschungsdesiderate sind vor allem die detaillierte musikalische Analyse der Werke Jacqueline Fontyns und die ausführliche Aufarbeitung ihrer Biografie. Eine Edition ihrer Werke durch einen Verlag steht bislang ebenso aus.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 66654428
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 12048837X
    Library of Congress (LCCN): n81100691
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Bettina Brand, Die Grundseite wurde im Juli 2007 erstellt.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion:
    Zuerst eingegeben am 13.08.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Bettina Brand, Artikel „Jacqueline Fontyn“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.8.2007.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Jacqueline_Fontyn