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    von Marina Lobanova
    Namen:
    Irina Archipowa (orig.: Ирина Константи́новна Архипова)
    Geburtsname: Irina Wetoschkina
    Lebensdaten:
    geb. in Moskau,
    gest. in Moskau,
    Tätigkeitsfelder:
    Russische/sowjetische Opern- und Konzertsängerin (Mezzosopran), Professorin für Gesang, Politikerin
    Charakterisierender Satz:

    "Ирина Константиновна Архипова -- одна из самых блистательных певиц нашего времени. Это крупнейший мастер, чье вокальное мастерство и сценический талант признан и любим не только в нашей стране. [...] Ее исполнительская манера изобилует тончайшими красками, что доступно лишь тогда, когда голос является послушным инструментом, передавая самые разные переживания в очень строгой внешней форме одним лишь характером звука, его тембром, умением точно прочесть замысел композитора. [...] Ирина Константиновна обладает ценнейшим качеством -- умением держать себя на эстраде, всегда быть в том образе, который она воплощает".


    Irina Konstantinowna Archipowa gehört zu den brillantesten Sängerinnen unserer Zeit. Sie ist eine große Meisterin, deren vokale Meisterschaft und szenisches Talent nicht nur in unserem Land anerkannt und beliebt sind. [...] Ihr Interpretationsstil ist reich an feinsten Farbunterschieden, was nur dann möglich ist, wenn die Stimme souverän vom Interpreten beherrscht wird und alle möglichen Ereignisse allein durch Klangfarbe und Timbre vermittelt werden. Auch die Fähigkeit, die Vorstellungen des Komponisten genau zu übertragen, ist wichtig. [...] Irina Konstantinowna verfügt über die wertvolle Eigenschaft, sich auf der Bühne vollkommen zu beherrschen und immer der Gestalt treu zu bleiben, die sie verkörpert.


    (Sergei Lemeschew, zit. N.: Galina Alexandrowna Orechanowa. Boginja iskusstv Irina Archipova [Die Göttin der Künste Irina Archipowa]. Moskau 2003, S. 39)


    Profil

    Irina Archipowa war eine sehr bekannte russische/sowjetische Sängerin und hat eine internationale Karriere vorzuweisen. Im Ausland galt sie als eine der prominentesten Vertreterinnen des "russischen Belcanto". Ihr internationaler Ruf beruhte auf ihrer Interpretation der Carmen aus Bizets gleichnamiger Oper sowie der Hauptrollen im klassischen russischen Opernrepertoire.

    Biografie

    Irina Archipowa wurde am 2. Januar 1925 in Moskau geboren. Ihr Vater, Konstantin Iwanowitsch Wetoschkin, ein bekannter Bauingenieur, war sehr musikalisch und spielte verschiedene Musikinstrumente, u. a. Klavier. Archipowas Mutter, Jewdokija Jefimowna Galda, hatte eine gute Stimme und war Mitglied im Chor des Bolschoi Theaters in Moskau. Sie hatte jedoch auf eine Sängerinnenkarriere verzichtet, da ihr Ehemann es nicht gern gesehen hätte, dass sie am Theater arbeitete. Als Kind lernte Irina Archipowa zunächst an der Zentralen Musikschule Moskaus das Klavierspiel, später an der Gnessins-Musikschule bei Olga Alexandrowna Golubewa und Olga Fabianowna Gnessina. Darüber hinaus sang sie im Chor der Gnessins-Musikschule. Allerdings wollte Irina Archipowa zunächst Architektin werden; sie zeichnete sehr gut und war vom Werk der berühmten Bildhauerinnen Anna Golubkina und Wera Muchina begeistert.

    Im Herbst 1941 wurde Irina Archipowas Familie nach Taschkent evakuiert, wo sie 1942 Abitur machte. Im gleichen Jahr begann sie, Architektur am Moskauer Institut für Architektur zu studieren, zunächst in Taschkent, wohin das Institut ausgelagert worden war, später in Moskau. Von 1945 bis 1948 studierte sie Gesang und darstellende Kunst bei der Pianistin und Sängerin Nadeshda Matwejewna Malyschewa (1897-1990), die das Vokalstudio am Institut für Architektur leitete. Nadeshda Malyschewa, eine der Klavierschülerinnen von Konstantin Igumnow, gehörte zum Freundeskreis Fjodor Schaljapins und hatte früher am Theaterstudio Konstantin Stanislawskis gearbeitet. Durch Nadeshda Malyschewa lernte Archipowa die großen Traditionen der russischen Musik und des Theaters kennen. In dieser Zeit heiratete die zukünftige Sängerin ihren Kommilitonen Jewgenij Archipow; aus dieser Ehe entstammt ein Sohn, Andrej Archipow (1947-2006). 1948 bestand Archipowa das Architekturdiplom mit Auszeichnung und begann, in einer Moskauer Architektur-Projektwerkstatt zu arbeiten; sie betreute u.a. die Bauprojekte etlicher Moskauer Wohnhäuser und des Moskauer Finanzinstituts. Während dieser Zeit, von 1948 bis 1953, studierte Irina Archipowa am Moskauer Konservatorium Gesang bei dem Opernsänger Leonid Filippowitsch Sawranski (1876-1966). 1952 traf sie dann die Entscheidung, sich ausschließlich der Musik zu widmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Studien am Konservatorium wurde Irina Archipowa in die Aspirantur am Moskauer Konservatorium aufgenommen, wo sie u. a. Konzertgesang beim dem bekannten Sänger Anatoli Leonidowitsch Doliwo (1893-1965) studierte.

    Von 1954 bis 1956 war Archipowa als Solistin am Theater für Oper und Ballett in Swerdlowsk (heute: Jekaterinburg) tätig. 1955 gewann sie den internationalen Sänger-Wettbewerb der 5. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Warschau. 1956 begann ihre ungewöhnlich lange und erfolgreiche Karriere am Bolschoi Theater in Moskau, auf dessen Bühne sie bis 1988 auftrat. Archipowas Debüt fand am 1. April 1956 mit der Rolle der Carmen in Bizets gleichnamiger Oper statt; diese Rolle machte sie bald auch international berühmt. Zugleich trat sie als Konzertsängerin auf. Besonders produktiv war ihre Zusammenarbeit mit dem führenden sowjetischen Dirigenten Alexander Schamiljewitsch Melik-Paschajew (1905-1964), der sowohl ihr Repertoire als auch ihre künstlerische Ansichten prägte. Als nicht weniger bedeutsam für ihre künstlerische Entwicklung erwiesen sich die gemeinsamen Opernauftritte und die Zusammenarbeit mit dem berühmten Tenor Sergei Jakowlewitsch Lemeschew (1902-1977).

    Von 1955 an trat Irina Archipowa auch im Ausland auf, darunter in Österreich, Polen, der DDR, Groß-Britannien, Frankreich, Finnland, Ungarn, Rumänien, der Tschechoslowakei, Bulgarien, den USA, Kanada und Japan. Diese Auftritte trafen mit der Tauwetter-Periode zusammen: eine stärkere internationale Öffnung der Sowjetunion nach Stalins Tod begünstigte die Entwicklung der Karriere Irina Archipowas. Von entscheidender Bedeutung für sie waren jedoch die Gastspiele des berühmten Tenors Mario Del Monaco in der Sowjetunion, die im Juni 1959 stattfanden. Die Oper "Carmen", in der Archipowa und Del Monaco gemeinsam auf der Bühne des Bolschoi Theaters auftraten, wurde zum Triumph der jungen Sängerin, der sie schlagartig über die Grenzen der Sowjetunion hinaus bekannt machte und ihr zahlreiche Einladungen aus dem Ausland bescherte.

    "Ирина Архипова, - говорил ее итальянский коллега, - именно такая Кармен, какой я вижу этот образ, яркая, сильная, цельная, далекая от какого-либо налета вульгарности и пошлости, человечная. У Ирины Архиповой есть и темперамент, и тонкая сценическая интуиция, и обаятельная внешность, и, конечно, отличный голос - меццо-сопрано широкого диапазона, которым она в совершенстве владеет. Она - замечательная партнерша. Ее содержательная, эмоциональная актерская игра, ее правдивая, выразительная передача всей глубины образа Кармен давали мне как исполнителю роли Хозе все, что было нужно для жизни моего героя на сцене. Она - по-настоящему большая актриса. Психологическая правда поведения и чувств ее героини, органически соединенная с музыкой и пением, проходя через ее индивидуальность, заполняет все ее существо".

    („Irina Archipowa“,- sagte ihr italienischer Kollege [Mario Del Monaco] – „ist genau die Carmen, die ich mir vorstelle: eine markante, starke, selbstsichere menschliche Gestalt, der alles Vulgäre und Banale fremd ist. Irina Archipowa verfügt sowohl über großes Temperament als auch über eine feine darstellerische Intuition, eine angenehme Erscheinung und selbstverständlich über eine ausgezeichnete Stimme, einen Mezzosopran, den sie perfekt beherrscht. Sie ist eine wunderbare Partnerin. Ihr inhaltsreiches emotionales Spiel sowie ihr wahrhaftiger, ausdrucksvoller Stil, mit denen sie die ganze Tiefe der Carmen-Gestalt vermittelte, sicherten mir als José-Interpreten alles, was für das Leben meines Helden auf der Bühne notwendig war. Die psychologische Wahrhaftigkeit des Verhaltens und der Gefühle ihrer Heldin, vermittelt durch ihre Individualität, erfüllten ihr ganzes Wesen.“ Dmitrij Samin. 100 velikich vokalistov [100 große Vokalisten]. Moskau 2010, S. 27)

    Im Dezember 1960 und im Januar 1961 sang Irina Archipowa zusammen mit Del Monaco in Aufführungen der Oper "Carmen" auf den Bühnen Neapels und Roms. Während dieser Gastspiele wurde sie offiziell von ihrem Italienisch-Übersetzer, Jurij Wolkow, begleitet, den sie bald heiratete. Sehr erfolgreich waren die Auftritte der Sängerin in der Mailänder „Scala“, wo sie 1967 und 1971 als Marfa in Mussorgskis "Chowanschtschina" und als Marina Mnischek in dessen "Boris Godunow" zu hören war.

    In den 1970er und -80er Jahren feierte die Sängerin ihre größten Triumphe in der ganzen Welt, sie galt als mustergültige Vertreterin des russischen Belcanto. In ihrer Heimat wurde Irina Archipowa zu einer Kultfigur. Ihren Ruf verdankte sie dabei ihrer ausgezeichneten, kräftigen und klaren Stimme und ihrer perfekten Technik ebenso wie ihrer großen dramatischen Begabung. Irina Archipowa entwickelte für jede Opernpartie ein originelles Konzept, das sie sowohl stimmlich als auch darstellerisch konsequent umsetzte.

    Als äußerst produktiv erwies sich ihre Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Pianisten John Wustman, mit dem sie u.a. eine Schallplatte mit Sergei Rachmaninows Vokalwerken und mit Modest Mussorgskis Zyklus "Lieder und Tänze des Todes" produzierte (Moskau, Melodija, 1970). Eine enge Zusammenarbeit verband sie auch mit SängerkollegInnen wie Maria de Montserrat Caballé, Galina Wischnewskaja, Zurab Anjaparidze, Nikolaj Gjaurow (Nicolai Ghiaurov), Pawel Lisizian und ihrem letzten Ehemann, Wladislaw Pjawko, sowie mit den Dirigenten Boris Chajkin, Riccardo Muti, Ewgeni Swetlanow u.a.

    Sehr produktiv war auch Irina Archipowas Tätigkeit als Konzert- und Liedsängerin. Archipowa gehörte zu den wenigen sowjetischen Sängerinnen, die westliche geistliche Musik in Kirchenkonzerten aufführten. In den 1980er Jahren trat sie mit dem Konzertzyklus "Anthologie der russischen Romanze" auf, der zu einem vielzitierten Ereignis des Konzertlebens avancierte.

    Obgleich Irina Archipowa fast alle Mezzosopran-Partien am Moskauer Bolschoi Theater gesungen hatte, war sie mit dem Repertoire des Theaters unzufrieden. Dies war aus ihrer Sicht der Hauptgrund dafür, dass sie sich darüber hinaus so intensiv mit dem Konzert- und Liedrepertoire befasste. Sehr unbefriedigend war für sie auch, dass geistliche Musik in der Sowjetunion praktisch verboten war. Diese Lücke versuchte sie durch die Aufführung von Werken "mit schönen Melodien" auszufüllen. Die Sängerin behauptete:

    "Я всегда шла не от идеологии, а от мелодии. Певец должен уметь ценить прекрасное. Вообще музыка тесно связана с православием. Все вышло из хорового пения. А великолепная духовная музыка была нам недоступна всю советскую эпоху".

    („Ich ging stets nicht von der Ideologie, sondern von der Melodie aus. Ein Sänger muss das Schöne schätzen. Die Musik als solche ist eng mit der russischen Orthodoxie verbunden und geht auf den Chorgesang zurück. Die herrliche geistliche Musik blieb uns allerdings in der Sowjetzeit verschlossen.“ Irina Archipova: poslednee interv’ju [Irina Archipova: das letzte Interview], http://www.trend.az/life/interview/1637264.html)

    1966 wurde Irina Archipowa Jurymitglied beim Moskauer Tschaikowski-Wettbewerb. Von 1967 an leitete sie die Jury des Glinka-Wettbewerbes, und von 1974 an war sie (mit Ausnahme des Jahrgangs 1994) Juryvorsitzende für Sologesang beim Tschaikowski-Wettbewerb. Zudem nahm sie an den Jurys verschiedener renommierter Wettbewerbe auf der ganzen Welt teil. Damit verhalf Archipowa zahlreichen jungen SängerInnen zum erfolgreichen Start ihrer Karriere.

    Von 1975 an lehrte Irina Archipowa am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium Gesang (seit 1984 als Professorin).

    Von 1986 an leitete sie die All-Union-Musikgesellschaft, die Ende 1990 in den Internationalen Verband Musikschaffender umgewandelt wurde. In ihrer organisatorisch-politischen Tätigkeit zeigte sie sich sehr effektiv, großzügig und kollegial.

    1993 wurde in Moskau die Irina Archipowa-Stiftung gegründet, deren Ziel die Unterstützung und Förderung junger MusikerInnen, auch SängerInnen, ist.

    Der frühe Tod ihres einzigen Sohnes Andrej im Jahr 2006 war ein Schicksalsschlag, den Irina Archipowa nur schwer verkraften konnte. Am 11. Februar 2010 verstarb sie nach schwerer Herzkrankheit in Moskau. Am 13. Februar 2010 wurde sie auf dem Moskauer Nowodewitschje-Friedhof beerdigt.

    Würdigung

    "В голосе Архиповой удивительным образом сочетаются широта русского распева, сердечность интонации, и европейский лоск, отточенная, рафинированная вокализация самой высокой пробы. [...] в отношении искусства Архиповой термин бельканто уместен как никогда – в ее голосе всегда была, с одной стороны, роскошная, пряная итальянскость, а с другой – необыкновенный контроль над собой, никогда не изменявшее ей чувство меры. Не зря Архипова – архитектор по первой специальности: она сумела выстроить свой голос как гармоничный, прекрасный храм".

    („Irina Archipowas Stimme vereint in sich auf erstaunliche Weise die ganze Breite des russischen Gesangs, die gefühlvolle Wärme des Timbres, den europäischen Glanz, die genaue Intonation der höchsten Qualität. [...] der Begriff des Belcanto wird ihrer Kunst vollkommen gerecht: die Pracht und geradezu italienisch wirkende Farbigkeit ihrer Stimme waren stets mit einer außergewöhnlichen Selbstkontrolle und einem ausgeprägten Sinn für Proportionen verbunden. Es ist kein Zufall, dass Archipowa zuerst als Architektin ausgebildet worden war: es gelang ihr, ihre Stimme wie einen wohlproportionierten, schönen Tempel zu erschaffen.“ Alexander Matussewitsch. Archipova navsegda [Archipowa for ever], http://operanews.ru/10021401.html)


    Irina Archipowa wurden während der Sowjetzeit alle nur denkbaren Titel und Auszeichnungen verliehen und ebenso im post-sowjetischen Russland erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Sie wurde 1961 zur Volkskünstlerin der RSFSR ernannt und 1966 zur Volkskünstlerin der Sowjetunion. Sie war Heldin der sozialistischen Arbeit (1984), Lenin-Preisträgerin (1978) und Staatspreisträgerin der Russischen Föderation (1996). Sie wurde mit drei Lenin-Orden ausgezeichnet (1971, 1976, 1984), mit dem Orden des Roten Banners der Arbeit (1980), dem Orden des Heiligen Erstberufenen Apostels Andreas (2005), dem Orden 2. Grades "Für Verdienste vor der Heimat" (1999), dem Orden 2. Grades der Heiligen Apostelgleichen Fürstin (2000), dem russischen Opernpreis "Casta diva" (1999), dem Preis des Moskauer Stadtrates (2000) sowie mit zahlreichen Titeln, Preisen und Orden anderer Länder.


    Seit 1995 trägt der Planet Nr. 4424 den Namen Archipowa.


    2012 erschien in Russland eine Briefmarke zu Ehren von Irina Archipowa.

    Rezeption

    Als Sängerin genoss Irina Archipowa höchstes Ansehen sowohl in Russland und der Sowjetunion als auch im Ausland. Bis heute wird sie von professionellen MusikerInnen und MusikliebhaberInnen verehrt und hochgeschätzt. Nach der Perestroika engagierte sich Irina sehr verdienstvoll als Präsidentin der All-Union-Musikgesellschaft und in ihrer eigenen Stiftung, mit der sie junge Musiker unterstützte und förderte.


    1974 wurde der Konzertfilm "Irina Archipova. Izbrannoe" [Irina Archipowa. Das Ausgewählte] gedreht (Regie: Natalia Pawlowa-Arbenina).


    2010 wurde der Dokumentarfilm "Irina Archipova. Architektura garmonii" [Irina Archipowa. Die Architektur der Harmonie] gedreht (Regie: Nikita Tichonow).

    Repertoire

    Am Moskauer Bolschoi Theater sang Irina Archipowa folgende Partien:

    Georges Bizet:

    "Carmen": Carmen


    Alexander Cholminow:

    "Die optimistische Tragödie": die Kommissarin


    Tichon Chrennikow:

    "Die Mutter": Nilowna


    Christoph Willibald Gluck:

    "Iphigénie en Aulide": Klytämnestra


    Leoš Janáček:

    "Jenůfa": Kostelnička Buryjovka

    Jules Massenet:

    "Werther": Charlotte


    Wano Muradeli:

    "Der Oktober": Die Gräfin


    Modest Mussorgski:

    "Boris Godunow": Marina Mnischek

    "Chowanschtschina": Marfa


    Sergei Prokofjew:

    "Krieg und Frieden": Helene Besuchowa

    "Die Geschichte vom wahren Menschen": Klaudia


    Nikolai Rimski-Korsakow:

    "Sadko": Ljubawa

    "Die Zarenbraut": Ljubascha

    "Das Schneeflöckchen": Der Frühling


    Nasib Shiganow:

    "Dzhalil": Chajat


    Rodion Schtschedrin:

    "Not Love Only": Warwara Wassiljewna


    Pjotr Tschaikowski:

    "Masepa": Ljubow

    "Pique Dame": Polina; die Gräfin

    "Die Zauberin": Fürstin Eupraxia


    Giuseppe Verdi:

    "Aida": Amneris

    "Don Carlos": Prinzessin Eboli

    "Falstaff": Mrs. Meg Page

    "Il Trovatore": Azucena

    Richard Wagner:

    "Das Rheingold": Fricka


    Irina Archipowas Konzertrepertoire umfasste Lieder und Romanzen von Michail Glinka, Alexander Dargomyschski, Franz Liszt, Nikolai Medtner, Modest Mussorgski, Sergei Prokofjew, Sergei Rachmaninow, Nikolai Rimski-Korsakow, Juri Schaporin, Franz Schubert, Georgi Swiridow, Sergei Tanejew, Pjotr Tschaikowski u.a.

    Quellen

    I. Schriften von Irina Archipowa (Auswahl):


    Muzy moi [Meine Musen]. Moskau 1992


    Muzyka żizni [Die Musik des Lebens]. Moskau 1997


    Brend po imeni "Ja" [Ein Brand namens "Ich"]. St. Petersburg 2005


    Irina Archipova: poslednee interv’ju [Irina Archipowa: das letzte Interview]). http://www.trend.az/life/interview/1637264.html



    II. Literatur über Irina Archipowa (Auswahl):


    Orechanowa, Galina Alexandrowna. Boginja iskusstv Irina Archipova [Die Göttin der Künste Irina Archipowa]. Moskau 2003


    Samin, Dmitrij. 100 velikich vokalistov [100 große Vokalisten]. Moskau 2010, S. 26-27


    Matussewitsch, Alexander. Archipova navsegda [Archipowa for ever]. (11.02.2010). http://operanews.ru/10021401.html



    III. Links


    Irina Archipowa auf der Site des Bolschoi Theaters: http://www.bolshoi.ru/persons/people/1332/

    Foundation Irina Arkhipova Offizielle Website der Stiftung (englisch)


    Irina Archipova: poslednee interv’ju [Irina Archipova: das letzte Interview]. http://www.trend.az/life/interview/1637264.html


    Tributes.com: "Soviet-era diva who sang at the Bolshoi theater for decades dies at 85." (english)

    Forschung

    Bis heute gibt es keine originären Forschungsarbeiten zu Irina Archipowa. In populärwissenschaftlichen Büchern sind Rezensionen, Kritiken und allgemeinere Lebensbeschreibungen Irina Archipowas zu finden.


    Die Materialien, die die kulturpolitische Tätigkeit von Irina Archipowa dokumentieren, befinden sich in der Foundation Irina Arkhipova;

    Tel: 007 (495) 290-64-03; 007 (495) 290-38-32;

    Fax: 007 (495) 203-87-95;

    Email: info@arhipova.org

    Anschrift: Russland, 103009, Moskau, Brjussow per. 2/14, Bau 8

    Forschungsbedarf

    Detaillierte, vielseitige und umfassende Recherchen zu Leben und Wirken Irina Archipowas stehen noch aus. Sie sollten Quellen einbeziehen, Daten und Fakten belegen sowie die historische Bedeutung der Sängerin deutlich machen. Auch ihre Beziehung zur Tradition der russischen Musik und speziell zur Gesangs- und Theaterkunst wären eingehendere Untersuchungen wert.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 74036643
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 12001419X
    Library of Congress (LCCN): n81120363
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Marina Lobanova


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Irina Archipowa“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Irina_Archipowa