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  • Ida Gotkovsky

    von Damien Sagrillo
    Die Komponistin Ida Gotkovsky.
    Namen:
    Ida Gotkovsky
    Lebensdaten:
    geb. in Calais, Frankreich
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Hochschuldozentin
    Charakterisierender Satz:

    „Grande dame de la musique française, Ida Gotkovsky a abordé avec succès tous les genres musicaux. Le caractère et la forme de ses oeuvres lui ont valu de nombreux prix et une renommée internationale. L’oeuvre entière d’Ida Gotkovsky est marquée par la force créatrice et la rigueur qu’elle consacre à l’évolution du patrimoine musical, aussi bien dans le domaine de la musique pour harmonie, que dans le domaine symphonique.“


    („Als Grande Dame der französischen Musik hat sich Ida Gotkovsky mit Erfolg allen musikalischen Gattungen gewidmet. Charakter und Form ihres Oeuvres haben ihr viele Auszeichnungen und internationale Anerkennung eingebracht. Ida Gotkovskys Gesamtwerk zeichnet sich aus durch die kreative Kraft und die Konsequenz, mit der sie sich der Weiterentwicklung des musikalischen Erbes widmet, und dies sowohl im Bereich der sinfonischen Musik als auch im Bereich der sinfonischen Blasmusik.“)


    (Guy Dangain, „Ida Gotkovsky“, in: „le journal de la cmf“, Nr. 532, Oktober 2007, S. 4)


    Profil

    Ida Gotkovsky hat sich sehr ausgiebig der Komposition von Bläsermusik gewidmet. Sie ist eine der führenden und anerkanntestn Komponistinnen für sinfonische Blasmusik in Frankreich und darüber hinaus. Neben orchestralen Werken hat sich Ida Gotkovsky auch einen Namen in der Komposition von Solo- und Kammermusikwerken gemacht. Hier zeigt sich ebenfalls ihre Vorliebe für Blasinstrumente. Außerdem war sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1998 als Dozentin für Klavier, Tonsatz (Harmonie, Kontrapunkt, Fuge) und Komposition am Conservatoire in Paris tätig.

    Orte und Länder

    Ida Gotkovsky wurde in Calais geboren und musste zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nach Bellefont in das Département Haute-Vienne umsiedeln. Nach diesem Exodus kehrte sie mit ihrer Familie im Jahre 1941 nach Les Essarts-le-Roi im Département Yvelines nahe Paris zurück. Später übersiedelte sie in den Nachbarort Le Perray en Yvelines, wo sie heute noch lebt.


    Auslandsreisen haben Ida Gotkovsky u. a. nach Moskau, nach Kerkrade (Limburg/Niederlande) und in die USA (University of Texas, University of Michigan, Eastman School of Music) geführt.

    Biografie

    da Gotkovsky wurde 1933 in Calais an der nordfranzösischen Kanalküste geboren. Ihre Eltern Jacques Gotkovsky (1900-1978) und Christine Gotkovsky-Eliasen (1909-1988) kamen aus Odessa und hielten sich nach ihrer Einwanderung nach Frankreich nur für kurze Zeit in der Stadt an der Kanalküste auf, um sich ab dem Jahre 1941 in Paris niederzulassen. Der Vater erlernte das Geigenspiel vorwiegend als Autodidakt und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Musiker in so bekannten Orchestern wie dem Orchestre Pasdeloup, dem Orchestre Lamoureux, dem Orchestre Colonne und mit Privatunterricht. Zudem war er Mitglied des Loewenguth-Streichquartetts, das von 1929 bis 1983 existierte. Ihre Mutter Christine Eliasen, die aus Norwegen stammte, war Pianistin und trat des Öfteren gemeinsam mit dem Vater auf.


    Während der Besatzungszeit erlebte Ida Gotkovsky deutsche Soldaten, die der Familie beim Musizieren zuhörten und ihr freundlich gesonnen waren. Die Eltern engagierten sich in der Résistance, Ida Gotkovsky zufolge aus Dankbarkeit für die Aufnahme der aus der Sowjetunion emigrierten Familie in Frankreich. – Die Familie ließ sich kurz nach ihrer Ankunft in Frankreich naturalisieren.


    Im Alter von zehn(!) Jahren wurde Ida Gotkovsky im Kriegsjahr 1943 in das Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris, einer der renommiertesten musikalischen Bildungsanstalten der Welt, aufgenommen und verließ es im Alter von 24 Jahren, nachdem sie 14 Jahre dort studiert hatte und ihr alle wichtigen „Premiers Prix“ (Fachabschlussdiplome des Pariser Konservatoriums) zuerkannt worden waren. Sie gab bereits ein Jahr nach ihrer Immatrikulation – mit elf Jahren – Klavierunterricht.


    Ida Gotkovsky berichtet über ihre Lehrer, dass sie bestrebt waren, die Studierenden an das musikalische Handwerk heranzuführen, und sich sehr generös zeigten, wenn es darum ging, talentierten jungen Menschen in den schwierigen Kriegsjahren eine bestmögliche Ausbildung zu bieten. Ida Gotkovskys Fächer waren, neben Klavier, Harmonielehre und Analyse bei Olivier Messiaen und bei Georges Hogon, Kontrapunkt und Fuge bei Noël Gallon, Komposition bei Nadia Boulanger und bei Tony Aubin sowie Solfège und Gehörbildung bei Alice Pelliot.


    Ida Gotkovsky lehnte den Ruf auf einen Lehrstuhl an das Pariser Conservatoire stets zugunsten ihrer Karriere als Komponistin ab. Sie blieb allerdings dieser bedeutenden Institution als Dozentin bis zu ihrem Ruhestand im Jahre 1998 verbunden, jedoch mit einem reduzierten Deputat von acht Wochenstunden.


    Im Jahre 1957 heiratete Ida Gotkovsky und lebte bis in die 1970er Jahre weiter in Les Essarts-le-Roi. Ihr Mann, ein erfolgreicher Maler, erstand und restaurierte im Nachbarort Le Perray ein Jahrhunderte altes, baufälliges Bauernanwesen. Hier lebt Ida Gotkovsky noch heute mit ihrem Sohn, einem Mineralogen, und dessen Familie.


    In ihrer Heimatregion engagierte sich Ida Gotkovsky außerdem in Kirchenchören, spielte Orgel während des Gottesdienstes und schuf eine Reihe von sakralen Gelegenheitskompositionen, die jedoch alle als verschollen gelten, weil die Komponistin sich nie um die Herausgabe ihrer Werke bemühte.


    Die vielen Kompositionspreise (s. u.) unterstreichen die Popularität von Ida Gotkovskys Gesamtwerk. Aufgrund ihrer bereits in jungen Jahren erlangten Reputation nahm sie verschiedene Gastprofessuren in den USA wahr. Sie unterrichtete und gab Meisterkurse an den Universitäten von Texas (Forth Worth), Michigan (Ann Arbor) und im Bundesstaat New York (Rochester, Eastman School of Music).


    Auf Einladung des russischen Komponistenverbandes und des russischen Komponistenkollegen Georgi Iwanowitsch Salnikow (*1923), welcher sich ebenfalls als Komponist sinfonischer Blasmusik und zweier Instrumentationslehren für Blasorchester einen Namen gemacht hatte, reiste Ida Gotkovsky von 1986 an mehrere Male in die (ehemalige) Sowjetunion, um der Aufführung ihrer Werke durch sowjetische Orchester beizuwohnen.


    Durch die Vermittlung des holländischen Musikers und Verlegers Jan Molenaar (*1936), der einen großen Teil ihrer Werke veröffentlichte, komponierte Ida Gotkovsky im Jahre 1989 mit dem Werk „Brillante Symphonie“ das Pflichtstück in der Höchstklasse bzw. Konzertklasse des im Vierjahresrhythmus stattfindenden Wettbewerbs für sinfonische Blasorchester „Wereld Muziek Concours“ in Kerkrade, einem Mekka der Bläsermusik, bei dem sich die besten Blasorchester der Welt im musikalischen Wettstreit begegnen.


    Von einem relativ frühen Zeitpunkt an gelang es Ida Gotkovsky somit, sich neben ihrer pädagogischen Tätigkeit am Pariser Konservatorium ihren Lebensunterhalt als Komponistin zu sichern, da sie in erster Linie Auftragswerke komponierte.

    mehr zu Biografie weniger zu Biografie

    Ihre Karriere als Musikerin und Komponistin verdankt Ida Gotkovsky vor allem einem günstigen familiären Umfeld. Dank der Ausgeglichenheit ihres Familienlebens, aber auch der Zugänglichkeit ihrer Eltern für Musik, Kunst und kulturelle Angelegenheiten im Allgemeinen konnte ihre berufliche Laufbahn trotz der widrigen historischen Umstände diesen günstigen Verlauf nehmen. Das humanistische Lebensbild der Eltern ermöglichte Ida Gotkovsky und ihren Geschwistern eine künstlerische Ausbildung.

    Ihre Schwester Nell machte sich einen Namen als international anerkannte Violonistin. Der Bruder Ivar studierte Klavier und widmete sich daneben auch noch der Malerei. Der Bruder Alexi studierte zunächst Violoncello und anschließend Agrarwissenschaften. Der Bruder Bruno war Amateurmusiker und im Hauptberuf Chemiker.


    Ida Gotkovsky wuchs zunächst in einer vokalen Tradition auf. „Wir sangen jeden Tag russische und französische Lieder a cappella und unser Vater erfand ad hoc eine zweite Stimme.“ Mit volkstümlicher Folklore sammelte sie ihre ersten Erfahrungen bei öffentlichen Auftritten.


    Mit großer Dankbarkeit blickt Ida Gotkovsky daher auf ihre Kindheit und auf ihre Eltern zurück, die als Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion unter schwierigen Voraussetzungen ihr Leben in der neuen Heimat Frankreich aufbauten und ihren Kindern die notwendige Unterstützung gaben, indem sie ihnen ein lebenslanges Vorbild für stetige Anstrengung und zielstrebige Arbeit waren.

    Würdigung

    Neben Germaine Tailleferre, Nadia Boulanger und deren früh verstorbener Schwester Lili gilt Ida Gotkovsky heute als eine der wichtigsten Komponistinnen in Frankreich, deren Name hauptsächlich mit konzertanter Bläsermusik in Verbindung gebracht wird. Ida Gotkovsky wurde von Lehrern ausgebildet, die in der Tradition der französischen Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts und ihrer vielen Strömungen lebten. Vor allem ihre Bläsermusik und einzelne Kammermusikwerke sind später zum festen Bestandteil im Repertoire der führenden Bläserensembles und Solisten bzw. Studierenden auf der ganzen Welt geworden. Sinfonische Bläsermusik aus Frankreich ist mit dem Namen Ida Gotkovsky fest verbunden. Die vielen Auszeichnungen, die ihr zu Teil wurden, zeugen von ihrer Popularität in diesem Bereich. Viele ihrer Werke sind Auftragswerke für Festivals mit sinfonischer Bläsermusik (u. a. für den „Wereld Muziek Concours“ in Kerkrade) oder für Jubiläumsfestlichkeiten bedeutender Blasorchester.


    Ida Gotkovskys Vorliebe für Bläsermusik schlägt sich auch nieder in verschiedenen Werken für kleinere Bläserensembles, in kammermusikalischen Werken für Bläser und in Solowerken für Blasinstrumente mit Klavier- oder Orchesterbegleitung.

    Auf die Frage, wie es zu einer Orientierung hin zur Bläsermusik kam, entgegnet Ida Gotkovsky, sie habe immer für beide großen Instrumentalgruppen geschrieben. Allerdings habe die Neugier und das Interesse für Blasinstrumente, gepaart mit dem Willen, Neues zu entdecken, dazu geführt, dass eine anfängliche Neigung sich zu einer lieb gewordenen Gewohnheit weiterentwickelt hat.


    Allerdings wäre es falsch, Ida Gotkovsky nur im Zusammenhang mit ihrem Repertoire für Bläsermusik zu würdigen. Sie hat auch Werke für „Nicht“-Bläser, d. h. für Sinfonieorchester und kleinere Streicherbesetzungen geschrieben.

    Außerdem hat Ida Gotkovsky auch drei Filme vertont. Sie hat des weiteren zwei Ballette, eine Oper und weitere Vokalwerke geschrieben. Von ihren Vokalwerken ist, wie sie selbst sagt, ein Großteil verschollen. Zur Zeit (Juni 2009) ist sie mit der Fertigstellung ihrer zweiten Oper mit Begleitung eines Blasorchesters beschäftigt.

    Rezeption

    Die Rezeption der Werke Ida Gotkovskys lässt sich anhand der folgenden vier Punkte belegen:

    Ihre Werke für Bläsermusik werden durch führende Harmonieorchester auf der ganzen Welt regelmäßig aufgeführt. Nahezu alle ihre Werke sind verlegt. Viele liegen auch als Tondokumente vor.


    Die zahlreichen Kompositionspreise zeugen von der Attraktivität ihrer Werke und deren Übereinstimmung mit dem Zeitgeist:

    Premier Prix du référendum Pasdeloup, 1956, für das Werk „Scherzo pour orchestre symphonique“,

    Prix Lili Boulanger, 1957,

    Prix Blumenthal, 1958,

    Prix international de Divonne-les-Bains, 1958, für ihr erstes Streichquartett,

    Medaille de la Ville de Paris, 1962,

    Grand Prix de la Ville de Paris, 1966, für die Oper „Le Rêve de Makar“,

    Golden Rose (USA) der amerikanischen Musikerinnen, 1992, für ihr Gesamtwerk,

    Preis der SACEM (Société des Auteurs, Compositeurs et Éditeurs de Musique), 1993, für ihr Gesamtwerk,

    Zwei Preise des Institut de France, 1993 und 1996,

    Chevalier dans l’ordre des Arts et Lettres du Ministère de la Culture, Januar 2009, für ihr Gesamtwerk.

    Werkverzeichnis

    (der folgenden Auflistung liegen als Referenz die Angaben unter www.gotkovsky.com zugrunde; die französischen Originaltitel werden beibehalten, die Besetzung wird ggf. in Klammern auf Deutsch ergänzt)


    Werke für Sinfonieorchester


    1.Scherzo pour orchestre, 1956,

    2.Jeu, 1957,

    3.Symphonie pour cordes et percussion, 1957,

    4.Escapades, 1958, Billaudot, Auftragskomposition von Radio France,

    5.Jongleries, 1959, Billaudot, Auftragskomposition von Radio France,

    6.Funambules, 1960, Billaudot, Auftragskomposition von Radio France,

    7.Musique en couleurs, 1970, Billaudot,

    8.Concerto pour orchestre symphonique, 1970,

    9.Poème symphonique, 1973,

    10.Choral, 1989,

    11.Couleurs en musique, 1992, Billaudot,

    12.Symphonie à la jeunesse, 1993, Robert Martin.



    Werke für Harmonieorchester


    1.Symphonie pour quatre-vingt instruments à vent, 1960, Molenaar,

    2.Symphonie pour orchestre d’harmonie, 1962,

    3.Concerto pour saxophone & grand orchestre, 1980, Molenaar, UA durch Daniel Defaillet mit dem philharmonischen Orchester Strasburg, EA in den USA durch François Daneels, Fort-Worth,

    4.Poème du feu, 1978, Molenaar,

    5.Symphonie pour orgue & orchestre d’harmonie, 1982,

    6.Symphonie de printemps – Les Saisons –, 1988, Molenaar, UA in Moskau anlässlich eines Musikfestivals,

    7.Songe d’une nuit d’hiver (Chor & Blasinstrumente), 1989,

    8.Le chant de la forêt, 1989, Molenaar,

    9.Danses rituelles, Blasorchester, 1988, Billaudot, UA Strasbourg,

    10.Brillante symphonie, 1988/89, Molenaar,

    11.Oratorio olympique (Chor & Orchester), 1992, Molenaar,

    12.Couleurs en musique, 1992,

    13.Fanfare, 1992, Molenaar,

    14.Or et lumière, 1993, Molenaar,

    15.Symphonie à la jeunesse (Transkription für Blasorchester), 1993,

    16.Concerto lyrique pour clarinette (Transkription für Blasorchester), 1994, Billaudot,

    17.Concerto pour grand orchestre d’harmonie, 1984, Molenaar,

    18.Concerto pour clarinette (Transkription), 1997, Transatlantiques,

    19.Joyeuse symphonie, 1999, Molenaar.



    Opern


    1.Le rêve de Makar, Oper in acht Bildern, 1964, Billaudot,

    2. Arbeit an der 2. Oper mit Begleitung eines Harmonieorchesters (Stand: Juni 2009).



    Ballette


    1.Rien ne va plus, 1968,

    2.Le cirque, 1972.



    Filmmusik


    1.L’ingénieur Bakireff, Radio France, 1972,

    2.L’affaire Miller, TV, 1977,

    3.Trois personnages dans l’infini, TV, 1975.



    Kammermusik


    1.Caractères (Violine & Klavier), 1970, Billaudot,

    2.Danse russe (Violine & Klavier), 1957,

    3.Sonate (Violine & Klavier), 1976,

    4.Brillance ( Saxophon & Klavier), 1974, Billaudot,

    5.Suite pour dix instruments, 1959, Billaudot,

    6.Variation pour piano, 1956, UA durch Ida Gotkovsky in Salzburg,

    7.Dasvidania (Akkordeon), 1962, Billaudot,

    8.Eolienne (Flöte & Harfe oder Klavier) – (Saxophon oder Klarinette), 1970, Billaudot,

    9.Préludes pour piano, 1970, UA durch Ida Gotkovsky bei den Osterfestspielen in Salzburg,

    10.Variations pathétiques (Saxophon und Orchester), 1983, Billaudot,

    11.Capriccio pour violon et piano, Wettbewerb M. Long-Thibault, 1981, Billaudot,

    12.1er Quatuor à cordes, 1955,

    13.2e Quatuor à cordes, 1959,

    14.Images de Norvège (Klarinette & Klavier), 1977, Billaudot,

    15.Trio d’anches, 1954,

    16.Trio pour violon, clarinette & piano, 1984, Billaudot,

    17.Quatuor de saxophones, 1983, Billaudot,

    18.Incantations lyriques (Alt & Klavier), 1983, Billaudot,

    19.Sonate pour clarinette solo, 1984, Molenaar,

    20.Inventions pour saxophone baryton et piano, 1988,

    21.Golden Symphonie (16 Saxophone), 1991, Billaudot,

    22.Quintette de cuivres, 1993,

    23.Quatuor de clarinettes, 1998, Billaudot,

    24.Symphonie pour Clarinettes (30 Klarinetten),



    Vokalmusik


    1.Mélodies, 1956

    2.Choeurs pour voix mixtes, 1954,

    3.Hommage à Baudelaire, 1982, Billaudot,

    4.Songe d’une nuit d’hiver, Chor und Blasinstrumente, 1989,

    5.Le chant de la forêt, Chor und Sinfonie-, resp. Harmonieorchester, 1989, Billaudot,

    6.Oratorio olympique, Chor und Sinfonie-, resp. Harmonieorchester, 1991, Billaudot,

    7.Hommage à Jean de la Fontaine – Chantefables – für Kinderchor, gemischten Chor und großes Sinfonie- und Harmonieorchester, 1995, Combre,

    8.Zwei Psalme für gemischten Chor und Orgel (verschollen).



    Solokonzerte


    1.Concerto pour trombone et orchestre à vent, Corelia,

    2.Concerto pour trompette, 1960, Salabert,

    3.Concerto pour trompette et orchestre, 1962, Salabert,

    4.Concerto pour saxophone, 1966, Transatlantiques,

    5.Concerto pour clarinette, 1968, Transatlantiques,

    6.Concerto pour deux violons, 1971,

    7.Variations concertantes pour basson et orchestre symphonique, 1972/73, Transatlantiques,

    8.Concerto pour trompette et piano (Transkription), 1973, Transatlantiques,

    9.Second concerto pour trompette, 1974, Transatlantiques,

    10.Concerto pour piano, 1975,

    11.Concerto pour violoncelle, 1977-1980, Transatlantiques,

    12.Concerto pour trombone, 1978, Billaudot,

    13.Concerto lyrique pour clarinette, 1982, Billaudot,

    14.Variations pathétiques (Saxophon und Streichorchester), 1983, Billaudot,

    15.Concerto pour cor, 1984, Billaudot,

    16.Concerto lyrique pour clarinette (Transkription), 1994, Billaudot,

    17.Concerto pour clarinette (Transkription), 1997, Transatlantiques.



    Pädagogische Werke


    1.Choral (Blasinstrumente),1970-1985, Robert Martin,

    2.Mélodie (Flöte & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    3.Barcarolle (Oboe & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    4.Chanson (Klarinette & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    5.Allegro giccoso (Fagott & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    6.Ritournelle (Trompete & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    7.Romance (Posaune & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    8.Baladins (Tuba & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    9.Lied (Bassposaune & Klavier), 1970-1985, Robert Martin,

    10.Symphonie pour la jeunesse (Transkription für Blasorchester), 1993.



    (Der Großteil der Werke Ida Gotkovskys ist ediert und ein weiterer Teil liegt in Einspielungen vor. Die Verleger von Gotkovskys Musik sind hauptsächlich Billaudot, Molenaar, Transatlantiques, Robert Martin und Salabert.)

    Quellen

    Literatur


    Katja Brunk, „Eine Quelle der Inspiration: ,concerto pour grand orchestre d’harmonie‘“, in: clarino 2/2009, S. 50f.


    Idit Shner, Music for Saxophone and Harp. An Investigation of the Development of the Genre with an Annotated Bibliography. Digital zugänglich unter: http://digital.library.unt.edu/permalink/meta-dc-5122:1 (Stand: 3/2009).


    Guy Dangain, „Ida Gotkovsky“ in: „le journal de la cmf“, Nr. 532, Oktober 2007, S. 4.


    ders., „Ida Gotkovsky, membre d'honneur de la CMF“. Digital zugänglich unter:

    http://www.cmfjournal.org/dossiers_no_532_ida_gotkovsky.htm (Stand: 5/2009)



    Links


    www.gotkovsky.com


    http://www.iditshner.com/classical.html

    Idit Sner spielt die Eolienne (Stand: 3/2009),


    www.youtube.com

    Verschiedene Ausschnitte von Aufführungen von Werken Ida Gotkovskys finden sich auf www.youtube.com mit ihrem Namen als Suchbegriff. Zur Zeit (6/2009) sind dort Ausschnitte von „Poème du Feu“, „Oratorio Olympique“ und „Brillance & Variations Pathétiques“ für Altsaxophon vorhanden.

    Forschung

    Im Rahmen des Forschungsprojekts „Gender und Musik“ (2007-2010) an der Universität Luxemburg werden u. a. Wirken, Leben und Werk Ida Gotkovskys untersucht. Es liegt eine Forschungsarbeit im Rahmen der Untersuchung von Werken für Saxophon mit Harfenbegleitung von Idit Shner vor (s. Literatur und Quellen).


    Die meisten Autographe der Werke befinden sich im Privatbesitz Ida Gotkovskys; ein großer Teil der Werke ist verlegt. Einige Werke sind verschollen.

    Forschungsbedarf

    Weitere Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Gesamtwerk von Ida Gotkovsky könnten sich mit folgenden Aspekten befassen:

    1.Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern bei Ida Gotkovsky im Vergleich mit anderen Komponistinnen das familiäre Umfeld eine musikalische Karriere günstig beeinflusste,

    2.Analyse und Einordnung der Werke Ida Gotkovskys hinsichtlich stilistischer Charakteristika,

    3.Untersuchung mit Darstellung von kompositorischen Einflüssen durch die französische Musik vom Ende des 19. bis heute auf ihre Werke,

    4.Einordnung der Bläserwerke in die Tradition der französischen Bläsermusik

    Normdaten

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    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Damien Sagrillo, 5. Juni 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 21.08.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Damien Sagrillo, Artikel „Ida Gotkovsky“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.8.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ida_Gotkovsky