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  • Ida Dorrenboom

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Ida Dorrenboom
    Lebensdaten:
    geb. in Breda, Niederlande
    gest. nach

    Tätigkeitsfelder:
    Violoncellistin, Musiktheoretikerin, Musikpädagogin

    Profil

    Ida Dorrenboom studierte am Ende des 19. Jahrhunderts Violoncello bei Friedrich Grützmacher in Köln und bei Robert Hausmann in Berlin und konnte sich anschließend als Kammermusikerin und Musikpädagogin im deutschen Musikleben etablieren. Im Jahr 1911 war sie als staatlich konzessionierte Lehrerin für Violoncello am Westpreußischen Konservatorium in Danzig angestellt.

    Orte und Länder

    Ida Dorrenboom wurde in Breda in den Niederlanden geboren. Sie wurde zunächst in Rotterdam unterrichtet und studierte anschließend Violoncello in Köln und Berlin. Im Jahr 1911 unterrichtete sie Violoncello am Westpreußischen Konservatorium in Danzig.

    Biografie

    Ida Dorrenboom wurde am 18. August 1881 in Breda, Niederlande, geboren. Ihr Vater, Govert Dorrenboom, war Komponist, Organist und Violoncellist und leitete mehrere Jahrzehnte lang die Musikschule in Breda. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt Ida Dorrenboom von ihrem Vater und wurde anschließend in Rotterdam im Fach Violoncello unterrichtet. Ende der 1890er Jahre studierte sie vier Jahre lang am Kölner Konservatorium die Fächer Violoncello bei Friedrich Grützmacher und Musiktheorie bei Friedrich Wilhelm Franke und schloss ihr Violoncellostudium mit einem weiteren Semester bei Robert Hausmann an der Musikhochschule Berlin ab. Nach ihrem Studium war sie staatlich konzessionierte Lehrerin für Violoncello und Musiktheorie.


    An öffentlichen Konzerten Ida Dorrenbooms ist bislang lediglich ihre Mitwirkung an einem Konzert zum Gedenken an den Kölner Dirigenten und Komponisten Ferdinand Hiller im Oktober 1911 zu belegen. Dabei trat sie als Kammermusikerin gemeinsam mit dem Pianisten und Clara Schumann -Schüler Lazzaro Uzielli und dem Geiger Heinric Anders mit Ferdinand Hillers Klaviertrio E-Dur (op. 74) auf. Die Zeitschrift „Die Musik“ berichtete aus Köln: „Die aus Anlaß von Ferdinand Hillers 100. Geburtstag veranstalteten, die Kölner ‚Hillerwoche‘ bildenden wesentlichen Aufführungen schlossen am 30. Oktober mit einem Abend des Tonkünstler-Vereins ab, bei dem die Pietät für den Verstorbenen besonders warmen und künstlerisch schönen Ausdruck fand. Im Schoße dieses von Hiller begründeten [...] Vereins findet die Kammermusik älterer Provenienz ebenso liebevolle Pflege wie die Werke der Modernen. Das diesmalige Hiller-Programm umfaßte das Trio op. 74 für Pianoforte, Violine und Violoncell (Edur), fünf Gesänge für dreistimmigen Frauenchor mit Klavierbegleitung, Solostücke für Klavier aus ‚Moderne Suite‘ op. 144, Lieder für Bariton, zwei Solostücke für Violine mit Klavier aus der kanonischen Suite op. 86 und fünf zweistimmige volkstümliche Lieder aus op. 39, in ganz vortrefflicher Ausführung durch Lazzaro Uzielli (am Flügel), Heinric Anders (Geige), Ida Dorrenboom (Cello), Carl Rost (Bariton) und den unter Leitung von Hermann Möskes stehenden jugendlichen Frauenchor.“ (Die Musik 11 [1911/12], Bd. 1, S. 315)


    Im Jahr 1911 war Ida Dorrenboom am Westpreußischen Konservatorium in Danzig als Lehrerin für Violoncello angestellt und lebte dort in der Gerbergasse 4. Das Westpreußische Konservatorium war 1909 gegründet worden und gehörte neben dem Danziger Konservatorium und dem Riemann-Konservatorium zu den wichtigsten Musikinstitutionen der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.


    Über den weiteren Lebensweg von Ida Dorrenboom ist bislang nichts bekannt.

    Würdigung

    Die Tätigkeiten Ida Dorrenbooms können erst nach weiteren Forschungen angemessen gewürdigt werden.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten Ida Dorrenbooms werden derzeit nicht rezipiert.

    Repertoire

    Über das Repertoire von Ida Dorrenboom ist nahezu nichts bekannt. Lediglich eine Aufführung von Ferdinand Hillers Klaviertrio E-Dur (op. 74) ist bislang zu belegen.

    Quellen

    Artikel „Dorrenboom, Ida“. In: Deutsche Tonkünstler in Wort und Bild. Friedrich Jansa (Hg.). 2. Ausgabe. 1911 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Die Musik 11 [1911/12], Bd. 1, S. 315.

    Forschung

    Ida Dorrenboom war die Tochter des Komponisten, Organisten, Violoncellisten und Musikschulleiters Govert Dorrenboom.

    Weitere Forschungsinformationen zu Ida Dorrenboom liegen nicht vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Ida Dorrenboom umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 2. November 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 24.11.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Ida Dorrenboom“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 24.11.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ida_Dorrenboom