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    von Uta Nevermann-Körting
    Grazyna Bacewicz
    Namen:
    Grazyna Bacewicz
    Ehename: Grazyna Bacewicz-Biernacka
    Varianten: Grazyna Bacewiczówna, Grazyna Grazyna Bacewicz, Grazyna Grazyna Bacewicz-Biernacka, Grazyna Grazyna Bacewiczówna
    Lebensdaten:
    geb. in Lodz, Poland
    gest. in Warszawa (Warsaw), Poland
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Violinistin, Pianistin, Schriftstellerin, Dozentin für Violine, Harmonielehre und Kontrapunkt, Professorin für Komposition, Jurorin verschiedener Instrumental- und Kompositionswettbewerbe, Vizepräsidentin des Polnischen Komponistenverbandes (Związek Kompozytorów Polskich - ZKP)
    Charakterisierender Satz:

    „Natura – darząc mnie łaskawie zdolnościami kompozytorskimi – wyposażyła dodatkowo w coś, co pozwala na kultywowanie tych zdolności. Posiadam mianowicie maleńki, niewidoczny motorek, dzięki któremu w dziesięć minut robię to, co inni w godzinę: dzięki niemu też zamiast chodzić biegam, potrafię piętnaście listów napisać w pół godziny, nawet puls mi znacznie szybciej niż innym, a urodziłam się w siódmym miesiącu.”


    „Die Natur, die mir in ihrer Huld die Gabe der Komposition geschenkt hat, gab mir dazu etwas, das die Kultivierung dieser Gabe gestattet. Ich habe nämlich einen kleinen, unsichtbaren Motor, dank dessen ich in zehn Minuten mache, wofür andere eine Stunde brauchen: dank seiner laufe ich, anstatt zu gehen, ich kann fünfzehn Briefe in einer halben Stunde schreiben, sogar mein Puls geht bedeutend schneller als bei Anderen, und ich wurde schon im siebenten Monat geboren.“


    Grażyna Bacewicz, „Znak szczególny” [Sammlung autobiografischer Erzählungen], Warschau: Czytelnik, 1974, S. 25-26.

    zitiert nach Małgorzata Gąsiorowska, „Bacewicz”, Krakau: PWM, 1999, S. 239.

    (Übersetzung: d. Verf.)


    Profil

    Grażyna Bacewicz ist die bedeutendste polnische Komponistin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die erste, die internationalen Ruf gewonnen hat. Ihr kommt das Verdienst zu, in einer sehr konservativen, patriarchalisch geprägten polnischen Musikwelt der Anerkennung von Komponistinnen vorgearbeitet zu haben. Bacewicz war eine mehrfach begabte Arbeiterin, die lange Zeit ihre Karriere als Geigerin und als Komponistin gleichzeitig verfolgte und ein Œuvre von über zweihundert Kompositionen der unterschiedlichsten Genres und Besetzungen hinterließ. Im Vordergrund stand naturgemäß ihre Beschäftigung mit Streichinstrumenten im Allgemeinen und mit der Geige im Besonderen. Viele ihrer Werke für Violine aber auch für Klavier brachte sie selbst zur Uraufführung. Auch als Lehrerin machte sie sich einen Namen, ihre pädagogische Violinliteratur findet in Polen noch immer Anwendung. Als Vizevorsitzende des Polnischen Komponistenverbandes ZKP machte sie sich um die Verbreitung der polnischen Musik in Europa und darüber hinaus verdient.

    Orte und Länder

    Ihre Kindheit verbrachte Grażyna Bacewicz in Łódź. Hier erhielt sie auch den ersten Musikunterricht. Mit Aufnahme des Studiums wurde Warschau zu ihrem Lebensmittelpunkt.

    Durch die litauische Nationalität ihres Vaters hatte Bacewicz eine tiefe innere Bindung zu Litauen und beherrschte auch die Landessprache. Sie konzertierte mehrfach in Kaunas, Litauen.

    Zahlreiche Aufenthalte in Paris zeugen von der Affinität Bacewiczs zu diesem Ort als musikalischem Zentrum: 1932 gehörte sie der Kompositionsklasse Nadia Boulangers und der Violinklasse André Tourets an der École Normale de Musique an. Konzerte und Wettbewerbe waren weitere Anlässe, nach Paris zurückzukehren.

    Konzertreisen führten sie außerdem in die damalige Sowjetunion, in die Ukraine und die Tschechoslowakei, nach Lettland, Rumänien und Ungarn, später auch neben Frankreich nach England und Belgien. Auch in ihrer Eigenschaft als Jurorin verschiedener Wettbewerbe und als Repräsentantin des Polnischen Komponistenverbandes besuchte Bacewicz viele Länder Europas und 1956 auch Indien.

    Als Hochschullehrerin war sie an den Konservatorien in Łódź und Warschau tätig.

    Biografie

    Grażyna Bacewicz wurde am 5. Februar 1909 als drittes von vier Kindern ihrer Eltern Maria und Vincas Bacewicz in Łódź/Lodz geboren. Der Vater war ein exilierter litauischer Lehrer, die Mutter entstammte einer wohlhabenden polnischen Familie mit adeligem Hintergrund. Alle vier Kinder erhielten früh Violin- und Klavierunterricht, dazu Grundkenntnisse der Musiktheorie. Die weitere Ausbildung übernahm der Komponist Kazimierz Sikorski (1895-1986) an einer Lodzer Musikschule. Aus dieser Zeit stammen erste Kompositionen. Von 1928 bis 1932 studierte Bacewicz an der Musikhochschule in Warschau Komposition (Kazimierz Sikorski), Violine (Józef Jarzębski) und einige Semester Klavier (Józef Turczyński), kurze Zeit auch Philosophie an der Universität. Nach dem Diplom besuchte sie 1932 und 33 die Kompositionsklasse von Nadia Boulanger an der École Normale de Musique in Paris. Auch später besuchte sie häufig die französische Hauptstadt.

    Noch bevor sie als Komponistin wahrgenommen wurde, erlangte Bacewicz Bekanntheit als Geigerin.

    1936 heiratete sie den Arzt und Medizinprofessor Andrzej Biernacki († 1963); das Paar hatte eine gemeinsame Tochter: Alina Biernacka, geboren 1942, ist heute eine bekannte Malerin und verwaltet gemeinsam mit Grażyna Bacewiczs Schwester Wanda Teile des Nachlasses.

    Zweieinhalb Jahre war Bacewicz Konzertmeisterin des damals jungen Orchesters des Polnischen Rundfunks.

    Die Kriegszeit verbrachte Bacewicz weitgehend in Warschau, wo ihre Werke in konspirativen Konzerten in Cafés und Privatwohnungen gespielt wurden. Erst nach dem Warschauer Aufstand 1944 musste sie die brennende Stadt verlassen.

    In der Nachkriegszeit wuchs trotz der allgemeinen geltenden sozrealistischen Zensur das Ansehen Bacewiczs. Sie wurde in Jurys verschiedener internationaler Instrumental- und Kompositionswettbewerbe berufen.

    1954 erlitt Bacewicz einen schweren Autounfall, der sie zur Aufgabe ihrer Konzerttätigkeit und Konzentration auf das Komponieren bewegte.

    Die Lockerung der Zensur 1956 nutzte auch Bacewicz zur Aneignung der bis dahin unzugänglichen Entwicklungen der westeuropäischen Musik. Als Repräsentantin des Polnischen Komponistenverbandes unternahm sie zahlreiche Reisen, und ihre Werke wurden europaweit bei Wettbewerben ausgezeichnet.

    Von 1960 bis zu ihrem Tod war sie Vizepräsidentin des Polnischen Komponistenverbandes (ZKP).

    1966 übernahm sie (nachdem sie schon 1945 als Dozentin für Violine und Musiktheorie am Konservatorium in Lodz tätig gewesen war) eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Warschau, wo sie 1967 zur ordentlichen Professorin ernannt wurde.

    Grażyna Bacewicz starb am 17. Januar 1969.

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    Elternhaus und erster Unterricht

    Grażyna Bacewicz wurde am 5. Februar 1909 in Łódź/Lodz geboren. Nach zwei Söhnen war sie die erste Tochter des Ehepaares Maria Bacewicz (geb. Modlińska) und Vincas Bacewicz (polonisierte Form von Bacevičius). Die Mutter hatte durch ihr weltoffenes, wohlhabendes polnischen Elternhaus mit Adelshintergrund eine sehr gute schulische und musikalische Ausbildung erhalten, zu der, so beschreibt es unter anderem die Mutter in Briefen an den Sohn Witold, auch die Erziehung zu Disziplin und Selbstständigkeit gehörte (s. Gąsiorowska, Małgorzata, „Bacewicz”, Krakau 1999, S. 11-13 und Bacewicz, Kiejstut „Mój brat Witold“, in: Ruch muzyczny. Jg. 30. H. 16. 1986, S. 17).

    Der Vater war ein wegen seines Engagements für die litauische Nationalbewegung durch den Zar nach Polen strafversetzter litauischer Lehrer. 1923 kehrte er illegal nach Litauen zurück, um weiter für die Freiheit seiner Heimat zu kämpfen. Seine Familie blieb in Polen zurück, später folgten die erwachsenen Söhne dem Vater. Sowohl die drei älteren Kinder als auch die jüngste Tochter Wanda erhielten ersten Violin- und Klavierunterricht durch den Vater vom fünften Geburtstag an. Der Vater wünschte sich ein Streichquartett, daher erlernte der älteste Sohn Kiejstut außerdem das Cellospiel. Dazu kam die Vermittlung von Grundlagen der Musiktheorie. Später besuchten die Kinder die Musikschule der Helena Kijeńska, wo die Kinder unter anderem von dem Komponisten Kazimierz Sikorski unterrichtet wurden. Die Kinder erhielten bald Möglichkeiten, ihre besondere Begabung in Konzerten zu präsentieren. Der jüngere Sohn Witold Bacewicz, der schon früh als Interpret eigener Werke in Erscheinung trat, sollte ein erfolgreicher Pianist und einer der bekanntesten litauischen Komponisten werden. Er starb 1970 im amerikanischen Exil. Kiejstut Bacewicz wurde Pianist und konzertierte häufig gemeinsam mit seiner Schwester Grażyna. Wanda Bacewicz machte sich als Lyrikerin einen Namen.

    Trotz ihres Talentes als Pianistin und Geigerin entschied sich Grażyna Bacewicz bereits 13-jährig für eine Komponistenlaufbahn (s. den Abdruck einer Äußerung von Grażyna Bacewicz im Polnischen Rundfunk in: „Ruch muzyczny“, Jg. 33. H. 3. 1989, S. 7). So stammen die ersten erhaltenen Kompositionen, vor allem für Violine und Klavier, aus ihren letzten Schuljahren, darunter auch eine Doppelfuge für Streichquartett – eine Besetzung, die in Bacewiczs Werk eine große Rolle spielen sollte.


    Studium

    Nach der Schule nahm sie 1928 das Studium am Konservatorium in Warschau in den Fächern Komposition (Kazimierz Sikorski), Violine (Józef Jarzębski) und Klavier (Józef Turczyński) auf. Nebenbei besuchte sie die Universität der Hauptstadt, um Philosophie zu studieren. Die beiden letzteren Studiengänge gab Bacewicz nach einigen Semestern auf. Das Konservatorium, das seit 1927 von Karol Szymanowski geleitet wurde, erhielt als Resultat von Szymanowskis Reformbemühungen 1930 den Rang einer Musikakademie. In und um die Hochschule gab es jedoch einflussreiche Gegner des Direktors, so dass auch Bacewiczs Studium bis hin zu ihrer Diplomprüfung 1932 als Komponistin von diesen Auseinandersetzungen überschattet war. Sie verließ die Akademie mit Diplomen als Konzertviolinistin und als Komponistin. Von diesem Zeitpunkt an bis zu einem schweren Autounfall 1954 konzertierte Grażyna Bacewicz als Geigerin.


    Paris

    Mit einem durch Ignacy Paderewski vermittelten Stipendium reiste Bacewicz 1932 nach Paris, wo sie in den Jahren 1932 und 33 an der École Normale de Musique Violine bei André Touret und Komposition bei Nadia Boulanger studierte. Die jungen polnischen Komponisten, die sich seinerzeit auf Aufforderung Szymanowskis in Paris aufhielten, bildeten eine eigene, gar nicht so kleine Gemeinde. Da die Aufnahme am Pariser Konservatorium für Ausländer schwierig war, studierten sie an Vincent d’Indys Schola Cantorum und – vor allem – bei Nadia Boulanger an der École Normale de Musique. Auch Paul Dukas und Albert Roussel werden als Lehrer genannt (s. Zitat von Zygmunt Mycielski in: Gąsiorowska, Małgorzata, „Bacewicz“, Krakau, 1999, S. 65); vermutlich sind Privatstunden bei diesen Komponisten gemeint, da Dukas am Conservatoire unterrichtete und Roussels Tätigkeit an der Schola Cantorum 1914 endete.


    Nach ihrer Rückkehr aus Frankreich 1933 übernahm Grażyna Bacewicz die Erstellung eines Klavierauszuges der Oper „Harnasie“ von Karol Szymanowski. Außerdem unterrichtete sie am Konservatorium in Łódź Violine, Kontrapunkt und Harmonielehre.

    Es folgte 1934 ein zweiter Aufenthalt in Paris, um bei Carl Flesch Geigenunterricht zu nehmen. Er bereitete Grażyna Bacewicz auf den Ersten Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerb (Warschau, 1935) vor, bei dem sie zwar keinen Preis, aber doch eine lobende Erwähnung erhielt.

    1936 heiratete Bacewicz den Arzt und Medizinprofessor Andrzej Biernacki, einen großen Musikliebhaber und Amateurmusiker. Zweieinhalb Jahre spielte sie im neugegründeten Orchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Grzegorz Fitelberg, einem entschiedenen Förderer zeitgenössischer polnischer Musik, einerseits zum Broterwerb, andererseits zum Studium der Instrumentation. Das Orchester brachte im März 1938 unter anderem Bacewiczs erstes Violinkonzert mit der Komponistin als Solistin in einem öffentlichen Konzert in Warschau zur Uraufführung (s. Gąsiorowska, Małgorzata. Bacewicz. Krakau: PWM, 1999. S. 110 f.). Von einer dritten Parisreise, während derer auch das erste Streichquartett uraufgeführt wurde, kehrte Bacewicz wenige Monate vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zurück.


    Zeit der Besatzung

    Der Kriegsausbruch setzte dem nach der Restituierung des Staates Polen gerade erst wieder neu erwachte Musikleben ein jähes Ende. Kontakt zur Musikwelt des übrigen Europa war nicht mehr möglich. Der Wille der Polen zum Widerstand war jedoch in allen Bereichen des sozialen und kulturellen Lebens sehr stark. So fanden konspirative Konzerte in Cafés und Privatwohnungen statt. Auch Werke Bacewiczs wurden unter anderem in dem legendären Café von Bolesław Woytowicz und in privaten Räumen gespielt, darunter einige Uraufführungen. Bacewicz beteiligt sich nicht wie einige ihrer Kollegen an weitergehender politische Konspiration. 1942 wurde ihre einzige Tochter Alina geboren. Dem Überleben ihrer Familie, zu der auch ihre Mutter und die Schwester Wanda gehörten, galt in dieser Zeit Bacewiczs Sorge. Kollegen und Freunde beschreiben jedoch auch, dass Bacewicz in Not Geratenen jederzeit mit Rat und Hilfe beistand und ihnen auch in ihrer Wohnung Schutz bot. 1944 musste die Familie aus dem brennenden Warschau fliehen, das von den deutschen Besatzern dem Erdboden gleich gemacht wurde. Im überstürzten Aufbruch wären beinahe die Manuskripte von Bacewiczs Werken im Haus der Familie Biernacki/Bacewicz verblieben, hätte nicht ein Freund sie entgegen der Absicht der Komponistin noch gerettet: ausgerechnet jenes Haus überstand allerdings den Feuersturm (s. dazu Stefan Kisielewski. Wspomnienia. In: O Grażynie Bacewicz, hrsg. von Małgorzata Gąsiorowska. Poznań: Brevis, 1998. S. 17). Die letzten Kriegsjahre verbrachte die Familie in Grodzisk Mazowiecki, einem Ort wenige Kilometer südwestlich von Warschau, und in Lublin.


    Nachkriegszeit

    Schon bald nach dem Ende des Krieges, der Polen eines großen Teils seiner Bevölkerung und unersetzlicher Kulturschätze beraubt hatte, setzten die Polen alles daran, dem kulturellen Leben – das bis in den Aufstand hinein nicht zum Stillstand gekommen war – wieder zu Blüte zu verhelfen. Auch Bacewicz begann nach den Jahren der Unterdrückung mit großer Energie zu arbeiten. Sie hatte am Staatlichen Konservatorium in Łódź eine Violinklasse und unterrichtete außerdem Musiktheorie. Sie konzertierte als Violinistin, transkribierte und komponierte für den Lebensunterhalt und schrieb im Jahr 1945 nicht weniger als zehn Werke, darunter die erste Sinfonie und das zweite Violinkonzert. Ende 1945 zieht die Familie wieder nach Warschau. Obwohl Bacewicz auch neben ihrer Konzerttätigkeit auch kompositorisch sehr produktiv war, empfand sie ihre Doppelkarriere als Belastung. Sie dachte daran, sich aus dem Konzertbetrieb zurückzuziehen, um sich ganz dem Komponieren zu widmen. In den folgenden Jahren reiste sie zweimal als Violinistin nach Paris, wo sie vor allem eigene Stücke, aber auch Werke Szymanowskis spielte. Auch als Pianistin machte sie sich mit dem Vortrag eigener Klavierstücke einen Namen.

    Der Kulturbetrieb Polens unter sowjetischer Kontrolle wurde durch ein System von Zensur und gezielter Förderung bestimmt. Wiederum war der kulturelle Austausch mit dem übrigen Europa stark erschwert. Die Alternativen zur Unterwerfung unter die sozrealistische Kulturdiktatur waren der Rückzug in unverdächtige Bereiche (Kunst für Kinder, Bearbeitungen, Pädagogik), der Verzicht auf Öffentlichkeit oder die Emigration. Grażyna Bacewicz nutzte die Fördermöglichkeiten, beteiligte sich aber keineswegs an den Huldigungen der Repräsentanten des kommunistischen Apparates. Sie fand einen Mittelweg, der ihr ungehindertes Arbeiten ermöglichte. Hilfreich dabei war Bacewiczs Konzentration auf rein instrumentale Kompositionen und der Einsatz folkloristischer Momente in ihrer Musik, die den Forderungen nach einer volksnahen Musiksprache entgegenkam. Etliche Werke dieser Jahre – Obereks, Krakowiaks, Polnische Tänze, Polnische Rhapsodie etc. – beziehen sich außerdem in Titel und Inhalt auf die nationale Tradition: Ihre Werke wurden aufgeführt und genossen große Anerkennung, während die Vorgaben der Kulturbehörde allerdings den Kunstbetrieb in weiten Teilen lähmte. Bezeichnend ist die Laufbahn Andrzej Panufniks, eines der bedeutendsten polnischen Komponisten der Nachkriegszeit, der sich zunächst von der herrschenden Kulturpolitik instrumentalisieren ließ, um dann den einzigen Ausweg in der Emigration zu finden.

    Die frühen 1950er Jahre brachten der Komponistin harte Schicksalsschläge – den Verlust des Vaters und einen Autounfall, den sie nur knapp überlebte und der sie zum Innehalten zwang. Sie gab daraufhin ihre Konzertaktivität auf und konzentrierte sich völlig aufs Schreiben. Seit 1952 wurde sie aber auch in die Jurys verschiedener internationaler Instrumentalwettbewerbe berufen.

    Das „Tauwetter“ in der Sowjetunion 1956 brachte auch Polen neue Freiheiten, die von den Komponisten so weit es ging genutzt wurden. Das Festival für neue Musik „Warschauer Herbst“ hat hier seinen Ursprung. Mit dem Festival kamen erstmals westeuropäische Musiker und Musik nach Polen. Eine Flut neuer Möglichkeiten und Methoden musste durch die Komponisten erkundet und in das eigene Schaffen integriert werden. Im Gegensatz zur unkritischen Übernahme neuer Verfahren einiger ihrer Kollegen ging Bacewicz zurückhaltend und auf eine sehr eigene Weise mit seriellen Methoden um.

    Die öffentliche Anerkennung Bacewiczs als Komponistin wuchs. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und reiste als Botschafterin polnischer Musik unter anderem nach Italien, Frankreich, Belgien, Ägypten und Indien. Von 1960 an war sie Vizepräsidentin des Polnischen Komponistenverbandes ZKP und reiste in dieser Funktion nach Jugoslawien und Rumänien. Trotz der allgemeinen Bestätigung ihrer Person und ihres Schaffens plagten die Komponistin depressive Phasen, die sie allerdings vor ihrer Umgebung zu verbergen versucht. 1963 starb ihr Ehemann Andrzej Biernacki.

    Entgegen ihrem früheren Entschluss übernahm Bacewicz 1966 doch noch einmal einen Lehrauftrag. Sie unterrichtete eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Warschau – ihrer eigenen Ausbildungsstätte. Dort erhielt sie 1967 den Titel einer ordentlichen Professorin.

    Von einer Reise nach Armenien 1968 kehrte sie schon sehr geschwächt zurück und hinterlies ihr letztes Werk, ein Ballett nach einem Theaterstück Picassos, unvollendet, als sie am 17. Januar 1969 an einem Herzinfarkt verstarb.

    Würdigung

    Grażyna Bacewicz arbeitete als Mehrfachbegabung sowohl als Komponistin als auch als Geigerin auf gleichermaßen hohem Niveau, außerdem war sie eine hervorragende Pianistin. Sie konzertierte bereits vor ihrem am Warschauer Konservatorium mit Auszeichnung bestandenen Konzertexamen als Geigerin in Kaunas (Litauen). Bis in die fünfziger Jahre hinein stand sie als Solistin auf Konzertbühnen in vielen Ländern Europas und trug dadurch wesentlich zur Verbreitung polnischer Musik bei. Übertraf zunächst ihre Bekanntheit als Solistin die der als Komponistin, konnte sie gerade durch diese Popularität auch ihre eigenen Werke dem Publikum zugänglich machen. So ebnete sie sich den Weg für den Beruf, der ihr schon früh der wichtigere war: das Komponieren.


    Das Werkverzeichnis Grażyna Bacewiczs umfasst über 200 Arbeiten. Der Schwerpunkt ihres kompositorischen Schaffens liegt auf der Musik für Streicher, was angesichts ihrer mehrere Jahrzehnte umfassenden Konzerttätigkeit als Geigerin nicht verwundert. Ihr Œuvre enthält jedoch Arbeiten für die unterschiedlichsten Besetzungen nach meist klassischen Formmodellen; Werke für großes Orchester und für Kammerorchester, Solokonzerte, Solosonaten, Streichquartette, Lieder mit Klavier und Orchester, Kinderlieder, weltliche und geistliche Chormusik gehören dazu.

    Aus dem durch die Pariser Schule bei Nadia Boulanger in Bacewiczs Musik begründeten Neoklassizismus entwickelte die Komponistin über Jahre hinweg eine eigenständige musikalische Sprache. Die ihr zugänglichen Anregungen und technischen Errungenschaften integrierte sie nach und nach in ihr Schaffen, so dass es nirgends einen drastischen Schnitt gibt. In dem komplexer werdenden Klangrepertoire ist auch in späten Werken die persönliche Kennung nicht zu überhören.

    Zentrale Gegenstände der Auseinandersetzung waren für Bacewicz die klassische Form und der Umgang mit Tonalität. Beide Aufgaben bewältigte sie mittels schrittweiser, zielgerichteter Verwandlungen.

    Aus einer häufig als neoklassizistisch apostrophierten Klangsprache kommt Bacewicz in ihren späteren Kompositionen zu klangfarblichen, sonoristischen Verfahren.

    Berücksichtigt man die dramatische historische Situation, vor der Bacewicz in Polen lebte und arbeitete und ihren eigenen Anspruch an ihre beiden Berufe sowie an ihre Aufgabe als Ehefrau und Mutter, so ist die Fülle, der Rang und der Gehalt ihres kompositorischen Werkes um so beeindruckender. Grażyna Bacewicz hat in einer patriarchalisch geprägten polnischen Musikwelt den Weg geebnet für ihre jüngeren Kolleginnen.

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    Grażyna Bacewicz verband „ – ähnlich den großen Meistern des Barock – die Talente der Schöpferin und der Interpretin zu einem harmonischen Ganzen“ (Lutosławski, Witold. in: Ruch muzyczny. Jg. 13. H. 7. 1969. S. 5).

    Das Werkverzeichnis Grażyna Bacewiczs umfasst über 200 Kompositionen, darunter fünf Symphonien, sieben Violinkonzerte, zwei Cellokonzerte, ein Bratschenkonzert, ein Klavierkonzert und eines für zwei Klaviere und sieben Streichquartette. Auch etliche Bearbeitungen und Klavierauszüge stammen aus ihrer Feder. Ihr literarisches Werk ist bis auf eine Sammlung autobiografischer Erzählungen weitgehend unveröffentlicht und dementsprechend unbekannt.

    Als Geigerin stand Grażyna Bacewicz seit ihrer Kindheit und bis in ihr sechstes Lebensjahrzehnt hinein auf der Konzertbühne.


    Grażyna Bacewicz arbeitete als Mehrfachbegabung sowohl als Komponistin als auch als Geigerin auf gleichermaßen hohem Niveau, außerdem war sie eine hervorragende Pianistin. Sie konzertierte bereits vor ihrem am Warschauer Konservatorium mit Auszeichnung bestandenen Konzertexamen als Geigerin in Kaunas (Litauen). Bis in die fünfziger Jahre hinein stand sie als Solistin auf Konzertbühnen in vielen Ländern Europas und trug dadurch wesentlich zur Verbreitung polnischer Musik bei. Übertraf zunächst ihre Bekanntheit als Solistin die der als Komponistin, konnte sie gerade durch diese Popularität auch ihre eigenen Werke dem Publikum zugänglich machen. So ebnete sie sich den Weg für den Beruf, der ihr schon früh der wichtigere war: das Komponieren.


    Der Schwerpunkt ihres kompositorischen Schaffens liegt auf der Musik für Streicher, was Angesichts ihrer mehrere Jahrzehnte umfassende Konzerttätigkeit als Geigerin nicht verwundert. Die Behandlung der Streicher in ihrer Musik entspricht folglich eng ihrer spielerischen Erfahrung.

    Es gibt jedoch kaum eine klassische Gattung, kaum eine gängige Besetzung, mit der sich Bacewicz nicht auseinander gesetzt hätte: Werke für großes Orchester und für Kammerorchester, Solokonzerte, Solosonaten, Streichquartette, Lieder mit Klavier und Orchester, Kinderlieder, weltliche und geistliche Chormusik gehören dazu. Außerdem eine Funkoper, Schauspiel-, Film- und Ballettmusik. Mit Werken wie der „Musik für Streicher, Trompeten und Schlagzeug“, „Inkrustation“ für Horn und Kammerensemble oder den Stücken für Klarinette und Streichquartett erweitert sie auch die Grenzen der ihr vertrauten Besetzungen.

    Aus dem durch die Pariser Schule bei Nadia Boulanger in Bacewiczs Musik begründeten Neoklassizismus entwickelte die Komponistin über Jahre hinweg eine eigenständige musikalische Sprache, in die sie die ihr zugänglichen Anregungen und technischen Errungenschaften nach und nach integrierte, ohne dass es irgendwo einen drastischen Schnitt gäbe. Bacewicz hat es als ihre Pflicht angesehen, zu neu auftauchenden Strömungen und Techniken Stellung zu beziehen. Unkritisch übernommen hat sie diese jedoch nie:

    „Die Natur des Schaffens Grażyna Bacewiczs ist von einer Art, die nicht in die Trends passt, die sie begleiteten, und ich glaube, das ist es, was ihr Werk vor einem ephemeren Dasein bewahrt hat.“

    (Witold Lutosławski in: Gąsiorowska, Małgorzata u. A. (Hg.). O Grażynie Bacewicz. Poznań: Brevis, 1998, S. 15.)

    Die Beschäftigung mit jeweils neuen musikalischen Mitteln ist daher in Werken des Übergangs ablesbar. Unsicherheiten im Umgang werden deutlich gerade in dem Bemühen, sie durch Streichermanierismen zu kaschieren, bis das neue Werkzeug seinen Platz in der Werkstatt gefunden hat. Die Entwicklung von Bacewiczs Stil entspricht daher mehr der Überlagerung mehrerer transparenter Schichten als dem Wandel von einem Stil in einen anderen. In dem komplexer werdenden Klangrepertoire ist auch in späten Werken die persönliche Kennung nicht zu überhören.

    Zentrale Gegenstände der Auseinandersetzung waren für Bacewicz die klassische Form und der Umgang mit Tonalität. Die Grundlage ihres tonalen Verständnisses ist sicher in ihrem Violinrepertoire zu suchen. Bacewicz wählte die Verwendung von Bi- und Polytonalität, um sich von der überkommenen Tonalität zu befreien. Aus der Beschäftigung mit folkloristischem Material kamen modale und pentatonische Elemente hinzu. Auf diesem Weg und über ausgedehnte Sequenzierungen nähert sie sich der Chromatik. Mit dodekaphonen Methoden beschäftigt sie sich in den 1960er Jahre. Bacewicz verwendet sie auf sehr unorthodoxe Weise, und die Zwölftontechnik findet keinen festen Platz in ihrem Instrumentarium:

    „Ich behaupte immer, dass das serielle System mich interessiert, aber es entspricht mir nicht ganz.“ (Aus einem Brief an den Bruder Witold vom 23. Oktober 1958, in: Ruch muzyczny, Jg. 26 H. 4. 1982. S. 4)

    In der Folge jedoch löst sie sich von der Verwendung zumindest vager tonaler Zentren in ihrer Musik und bewegt sich in atonale Bereiche.

    Auch die Beschäftigung mit dem Problem der Form verfolgt einen Weg der mählichen Wandlung. Ausgehend von dem klassischen Formenkanon kombiniert sie einzelne Elemente nach ihren Bedürfnissen, ohne die Einzelteile zu entwerten. Dabei strebt sie nach Symmetrie. Das frühe Werk ist geprägt von neoklassizistischem Motorismus und streichertypischen Formeln. Diese Beredsamkeit schwächt sich nach und nach ab; die Verwendung von Formeln wird einer der Ausgangspunkte für Klangfarbexperimente, die in Bacewiczs Werk einen zunehmend größeren Raum einnehmen und parallel zu der Strömung des Sonorismus in der polnischen Musik verlaufen.

    Bei all diesen Entwicklungen spielte die Verwendung folkloristischen Materials eine bedeutende Rolle. Über die Folklore transportiert Bacewicz auch die melancholischeren, düsteren Aspekte ihres Charakters, denen sie sonst wenig Raum gibt. Eine andere Seite ihrer Persönlichkeit begegnet immer wieder in scherzhaften musikalischen Momenten und humoristischer Klanggestaltung.

    Grażyna Bacewicz war eine unermüdliche, ja besessene Arbeiterin mit einer ungeheuren Disziplin. Nur so war es ihr möglich, ihrem großen Anspruch an ihre Leistungen sowohl als Geigerin als auch als Komponistin und nicht zuletzt als Familienmutter gerecht zu werden. Dazu waren Zeit und Ort ihres Lebens und Schaffens denkbar widrig: ein nach über 120 Jahren ohne eigenes Staatsgebiet gerade wiedererstandenes Polen wird von Deutschen besetzt und verwüstet, nach dem Krieg unter der gewaltsamen Kontrolle der Sowjetunion gehalten. Kunst und Kultur waren in dieser Zeit gefürchtete Mittel des Widerstandes: In Untergrundschulen wurde während des zweiten Weltkrieges polnische Literatur gelehrt; eine Schule, die offiziell Orchestermusiker ausbildete, beherbergte ein Archiv polnischer Musik (außerdem ein Waffenlager und eine Druckerei) und schützte Schüler und Lehrende vor der Willkür der Besatzer; konspirative Konzerte fanden in Privatwohnungen und Cafés statt. Sowohl unter der Kontrolle durch das nationalsozialistische Deutschland als auch unter der sowjetischen Kulturdiktatur verbreiteten dissidentische Printmedien Werke verbotener Autoren und Gedanken des Widerstandes. Die Begründer des Warschauer Herbstes (Kazimierz Serocki, Tadeusz Baird, Józef Patkowski u. a.) 1956 und alle späteren Organisatoren suchten und fanden Möglichkeiten, die Zensur zu täuschen und zu umgehen. So wurde Durchhaltevermögen und Zusammenhalt gestärkt, eine freie schöpferische Entfaltung war jedoch auch nach der Zeit des „Tauwetters“ nicht denkbar.

    In diesem Zusammenhang ist die Person Grażyna Bacewicz und ihr Werk zu betrachten. Und umso beeindruckender ist die Fülle, der Rang und der Gehalt ihres kompositorischen Schaffens. Sie zwang ihre männlichen Kollegen, eine Frau als Komponistin ernst zu nehmen (was durchaus nicht selbstverständlich war) und ebnete damit vielen polnischen Musikerinnen den Weg.

    Rezeption

    Als Geigerin hat Grażyna Bacewicz seit Abschluss ihres Studiums regelmäßig in Polen und im europäischen Ausland konzertiert. Diese Konzerte bildeten unter anderem auch eine Möglichkeit der Präsentation eigener Kompositionen. Doch auch Werke für andere Besetzungen wurden oft bald nach ihrer Fertigstellung uraufgeführt. Unter ihren Werken sind nicht wenige Auftragskompositionen u.a. des Polnischen Rundfunkorchesters. Bacewicz wurde die erste polnische Komponistin, deren Schaffen auch außerhalb Polens hohe Anerkennung fand.

    Bacewiczs Werke wurden in polnischen Zeitschriften wie der „Ruch muzyczny“ (Musikbewegung) besprochen. Die Zahl der ihr im In- und Ausland zuerkannten Preise und Auszeichnungen ist groß.

    Die Kompositionen sind zu einem großen Teil im Druck erschienen (s. Werkverzeichnis) und viele von ihnen auf Aufnahmen festgehalten (s. Diskografie).

    Als Geigerin erhielt sie eine lobende Erwähnung im Ersten Internationalen Henryk-Wieniawski-Wettbewerb. Viele ihrer Kompositionen wurden mit Preisen internationaler Wettbewerbe bedacht. Auch für ihr Lebenswerk wurde die Komponistin, Violinistin und Pädagogin geehrt.

    In Polen stand ihre Bedeutung für das polnische Musikleben schon zu Lebzeiten außer Frage. Bis heute gehören ihre Werke zum Repertoire von Solisten und Ensembles. Im Ausland allerdings galt die Aufmerksamkeit überwiegend ihren männlichen Kollegen Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, Tadeusz Baird und Henryk Mikołaj Górecki. Lediglich in Rundfunkkonzerten mit polnischem Schwerpunkt sind Bacewizcs Kompositionen auch in Deutschland wieder zu hören. Es ist zu hoffen, dass ihr vielseitiges, umfangreiches Werk von Orchestern und Solisten neu entdeckt wird.

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    Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtete sich zunächst hauptsächlich auf die Geigerin Grażany Bacewicz, obwohl schon in Konzerten der Studentin auch eigene Musik erklang. Das Spiel vor Publikum waren für die junge Solistin schon früh Normalität: Bacewiczs Bruder Kiejstut schreibt in „Mój brat Witold“ (in: Ruch muzyczny. Jg. 30. H. 16. 1986. S. 17): „[unser Vater] übte mit uns von Kindheit an das öffentliche Auftreten. Das Programm und Pressematerial des Debüts von Grażyna, Witold und mir im Jahre 1916 ist erhalten.“ (Die angesprochenen Dokumente in: Gąsiorowska, Małgorzata. Bacewicz. Krakau: PWM, 1999. S. 19 f). Grażyna Bacewicz war in jenem Konzert sowohl mit der Geige als auch am Klavier vertreten. Noch als Studentin konzertierte sie in Litauen und kurz nach ihrem mit Auszeichnung bestandenen Konzertexamen wiederum in Litauen und in Lettland. Rezensionen von 1930 und 1932 (in: Gąsiorowska, Małgorzata. Bacewicz. Krakau: PWM, 1999, S. 47 und 61 ff.) beschreiben ihre Technik, ihren Ton und ihren Ausdruck als meisterhaft. Als Komponistin wird sie hier erst in zweiter Linie wahrgenommen. Die diesbezüglichen Anmerkungen sind kurz aber positiv, „ungewöhnlich interessant“ und „modernistisch“ sind die auf sie angewendeten Adjektive.

    Nach ihrem ersten Recital als Komponistin 1934 wird sie mehr und mehr in dieser Eigenschaft wahrgenommen. Parallel und verknüpft miteinander entwickeln sich ihr Erfolg als Geigerin und als Komponistin bei Konzerten in Polen und im europäischen Ausland. So entsprach ihrer Verbundenheit mit Paris auch einer positiven Aufnahme durch das dortige Publikum; in England und Belgien trat sie mit Erfolg auf. Diese Konzerte bildeten unter anderem auch ein Forum für ihre eigenen Kompositionen. Doch auch Werke für andere Besetzungen als für Geige und Klavier wurden oft bald nach ihrer Fertigstellung uraufgeführt.


    Die Kriegszeit stellte eine Unterbrechung in der Rezeptionsgeschichte dar, Bacewicz war aber schon damals eine geachtete Größe unter den Warschauer Komponisten und wurde in konspirativen Konzerten aufgeführt, konzertierte dort auch selbst.


    Ihr Mitwirken im Polnischen Rundfunkorchester in der Zeit des Wiederaufbaus und die Freundschaft zu dem Dirigenten dieses Ensembles Grzegorz Fitelberg, der sich sehr um die neue Musik bemühte, ermöglichte die zeitnahe Aufführung ihrer Orchesterwerke in den 1930er Jahren. Nach dem Krieg war Bacewiczs Position im polnischen Musikleben so exponiert, dass u.a. das Polnische Rundfunkorchester, das Orchester Nationalphilharmonie und Philharmoniker Warschaus und Krakaus regelmäßig ihre Werke aufführten und – nicht zuletzt gestützt durch das Förderprogramm der sozialistischen Kulturbehörde – Kompositionen bei ihr bestellten. So liegt das Datum der Uraufführung ihrer Kompositionen in der Nachkriegszeit selten länger als ein Jahr nach dem ihrer Fertigstellung.

    Auch im Ausland, in ganz Europa und in den USA waren Bacewiczs Werke zu ihren Lebzeiten im Konzertgeschehen präsent. Aufträge kamen unter anderem aus Frankreich („Esquisse“ für Orgel für Jean Guillou) und aus den USA („Contradizione“ für Kammerorchester für das Hopkins Center, Hanover, New Hampshire).


    Die Preise und Auszeichnungen für Bacewicz waren zahlreich. Als Instrumentalistin erhielt sie 1935 eine lobende Erwähnung beim Ersten Internationalen Henryk-Wieniawski-Wettbewerb. Es scheint ihre einzige Teilnahme bei einem größeren Violinwettbewerb gewesen zu sein.

    Die erste mit einem Preis, dem „Aide aux femmes de professions libre“, gewürdigte Komposition war 1933 ihr Bläserquintett (1932). Unter den vielen folgenden Auszeichnungen war 1951 der erste Preis für ihr viertes Streichquartett (1951) beim Concours International de Composition pour Quatuor à Cordes in Liège und 1960 der dritte Preis der Tribune Internationale des Compositeures UNESCO für die Musik für Streicher, Trompeten und Schlagzeug (1958).

    Auch für ihr Gesamtwerk wurde Grażyna Bacewicz mehrfach mit Preisen und staatlichen Orden bedacht, so unter anderem 1949 mit dem Musikpreis der Stadt Warschau für ihr kompositorisches, solistisches, organisatorisches und pädagogisches Wirken.


    Uraufführungen von Bacewiczs Werken wurden von der polnischen Musikwelt aufmerksam wahrgenommen und insbesondere in der Musikzeitschrift „Ruch muzyczny“ besprochen.


    Die Mehrzahl von Bacewiczs Kompositionen sind verlegt und in gedruckter Form zu erhalten oder einzusehen (s. Werkverzeichnis). Viele ihrer zentralen Werke, darunter die Streichquartette, das Konzert für Streichorchester und das siebte Violinkonzert liegen auf Tonträgern vor (s. Diskografie).


    Nach ihrem Tod war Grażyna Bacewicz Gegenstand einer musikwissenschaftlichen Konferenz des Polnischen Komponistenverbandes (1989). Zu den Jahrestagen ihres Geburts- und Todestages veröffentlichte die Musikzeitschrift „Ruch muzyczny“ mehrere Ausgaben, die sich dem Andenken an die Komponistin widmeten: es erschienen darin Erinnerungen von Kollegen, Essays zu Einzelaspekten ihres Werkes, Briefe, bis dato unveröffentlichte Äußerungen von Bacewicz. 1999 erschien eine umfangreiche Biografie der Komponistin in Polen (Małgorzata Gąsiorowska) und 2001 ein thematisches Werkverzeichnis in Deutschland (Grażyna Briel). An der University of Southern California in Los Angeles betreibt eine Arbeitsgruppe der “Freunde der Polnischen Musik“ unter anderem auch Forschungen zu Bacewiczs Leben und Werk.

    In ihrem Heimatland ist der Faden des Interesses für Bacewiczs Werke nie abgerissen. Der Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gegenüber polnischer Musik fiel zwar eher auf Bacewiczs männliche Kollegen ihrer und der folgenden Generation: Witold Lutosławski, Andrzej Panufnik, Krzysztof Penderecki, Tadeusz Baird und Henryk Mikołaj Górecki. Unter den weiblichen polnischen Komponisten war sie jedoch die erste – abgesehen vielleicht von Maria Szymanowska (1789-1831), die allerdings mehr als Pianistin im Bewusstsein blieb – die international Ruhm und Anerkennung errang. Heute findet sich ihr Name außerhalb Polens selten auf den Konzertprogrammen.

    Vermutlich werden ihre Stücke nicht als repräsentativ für bestimmte Entwicklungsphasen der polnischen Musik empfunden und voreilig als neoklassizistisch charakterisiert. Veranstalter halten sie daher möglicherweise für nicht radikal bzw. „modern“ genug für ein Programm, das neue polnische Musik vorstellen möchte. Zu dem Zeitpunkt, als ein offener Austausch mit dem Westen wieder möglich wurde (Ende der 50er Jahre) gab es schon jüngere Generationen (z.B. Kazimierz Serocki, Tadeusz Baird, Bogusław Schaeffer, Wojciech Kilar, Henryk Mikołaj Górecki, Krzysztof Penderecki), die sich enthusiastischer, intensiver, vorbehaltloser mit den unbekannten Techniken und Ausdruckmöglichkeiten befassten und sich eindeutiger nach dem Westen (Darmstadt, Donaueschingen) orientierten, was eine günstigere Position für die Wahrnehmung im Musikbetrieb darstellte. Zudem starb Bacewicz gewissermaßen mitten auf ihrem Weg. Möglicherweise stellte sich ihre Stellung im Konzertbetrieb anders dar, wenn sie ihre stetige Entwicklung auch in den 1970er Jahren hätte fortsetzen können.


    In Rundfunkkonzerten mit polnischem Schwerpunkt sind Bacewizcs Kompositionen jedoch auch in Deutschland wieder zu hören. Es besteht die Hoffnung, dass auch die Orchester, Kammerensembles und Solisten Europas ihr umfangreiches Werk wieder in ihr Repertoire aufnehmen.

    Werkverzeichnis

    Grażyna Bacewicz selbst hat ihre eigenen Arbeiten nicht vollständig verzeichnet. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das thematische Werkverzeichnis von Grażyna Briel (s. Literaturangaben). Unveröffentlichte Werke finden sich als Autografen oder Abschriften in der Nationalbibliothek in Warschau, in der Universitätsbibliothek Warschau, in der Zentralen Notenbibliothek des Polnischen Musikverlages in Warschau, in der Bibliothek des Polnischen Rundfunks, im Archiv der Warschauer Musikgesellschaft und in der Bibliothek der Jagiellonen-Universität in Krakau.

    Die Werke sind innerhalb der Kategorien nach ihrer Entstehungszeit geordnet. Etliche der Werke sind von der Komponistin oder von Dritten für verschiedene Besetzungen bearbeitet worden, diese Versionen sind hier im Allgemeinen nicht verzeichnet.

    Zu den Verlagen: PWM ist der Polskie Wydawnictwo Muzyczne in Krakau, der Verlag „Czytelnik“ sitzt in Warschau.


    1. Instrumentalmusik


    1.1 Kammermusik


    1.1.1 Violine (mit und ohne Klavier), Werke für mehrere Violinen


    Lied Nr. 1 für Violine und Klavier, beendet 26.11.1927, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier, Januar, 1929, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Andante für Violine und Klavier, um 1930, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Poème für Violine und Klavier, 1931, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Witraż” (Glasmalerei) für Violine und Klavier, 1932, UA: Warschau, 10.5.1934, PWM, 1999


    Caprice (Nr. 1) für Violine und Klavier, 1932, UA: Warschau, 10.5.1934, unveröffentlicht


    Caprice Nr. 2 für Violine und Klavier, 1932, UA: Warschau, 10.5.1934, unveröffentlicht

    Thema und Variationen für Violine und Klavier, 1934, UA: Warschau, 10.5.1934, Towarzystwo Wydawnicze Muzyki Polskiej, 1936


    Litauisches Lied, 1934, UA: Warschau, 10.5.1934, unveröffentlicht


    Andante und Allegro für Violine und Klavier, 1934, UA: Warschau 10.5.1934, unveröffentlicht


    Partita für Violine und Klavier, 1934, UA: Warschau, 27.5.1935, unveröffentlicht


    Partita für Violine solo, April 1935, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Andante und Allegro für Violine und Klavier, Mai 1936, UA: Warschau, 1936, unveröffentlicht


    Sonate Nr. 1 für Violine solo, 1941, UA: Warschau, 1941, PWM, 1978


    Suite für zwei Violinen, 1943, UA: Warschau, 1943, PWM, 1950


    Scherzo für Violine solo, 1945, UA: Lublin, 10.3.1945, unveröffentlicht


    Legende für Violine und Klavier, September 1945, UA: Krakau, 10.10.1945, unveröffentlicht


    Sonata da camera, für Violine und Klavier, 1945, UA: Lodz, 1945, PWM, 1951


    Concertino für Violine und Klavier, 1945, UA: Lodz, 1945, PWM, 1946


    Leicht Duette über volkstümliche Themen für zwei Violinen in der ersten bis dritten Lage, 1945, UA: unbekannt, PWM, 1946


    Leichte Stücke für Violine und Klavier, Heft 1: in der ersten Lage, 1946, UA: unbekannt, PWM, 1946


    Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier, August, 1946, UA: Lodz, 6.10.1946, PWM, 2000


    Caprice (Nr. 3) für Violine und Klavier, 1946, UA: Warschau, 6.10.1946, PWM 1950


    Sonate Nr. 3 für Violine und Klavier, Tadeusz Ochlewski gewidmet, Januar 1948, UA: Lodz, 15.2.1948, PWM 1950


    Polnischer Tanz, 1948, UA: Warschau, 1948, Wydawnictwo Muzyczne Arcta, 1949


    Leichte Stücke für Violine und Klavier, Heft 2: in der ersten bis dritten Lage, 1949, UA: unbekannt, PWM, 1950


    Polnische Caprice, 1949, UA: Warschau 1949, PWM 1950


    Oberek für Violine und Klavier, Juni 1949, UA: Warschau 1949, PWM, 1950


    Quartett für vier Violinen, Den Studenten des Musikkonservatoriums gewidmet, 1949, UA: Krakau, 13.2.1950, PWM, 1950


    Melodie für Violine und Klavier, 1949, UA: Warschau, 15.4.1952, PWM, 1950


    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, Kiejstut Bacewicz gewidmet, August 1950, UA: Krakau, 26.9.1950, PWM 1952


    Alter Tanz für Violine und Klavier, 1950, UA: Warschau, 1950, unveröffentlicht


    Masowischer Tanz für Violine und Klavier, beendet 29.3.1951, UA: Warschau 1951, PWM, 1952


    Sonate Nr. 5 für Violine und Klavier, Tadeusz Ochlewski gewidmet, 1951, UA: Krakau, 1951, PWM, 1954


    Caprice (Nr. 2), für Violine solo, Januar-Februar 1952, UA: unbekannt, PWM, 1952


    Slawischer Tanz für Violine und Klavier, Februar 1952, UA: Warschau, 15.4.1952, PWM 1953


    Oberek Nr. 2 für Violine und Klavier, Februar 1952, UA: Warschau, 15.4.1952, PWM, 1952


    Wiegenlied für Violine und Klavier, Tadeusz Ochlowski gewidmet, 1952 UA: 15.4.1952, PWM, 1952


    Humoreske für Violine und Klavier, 1954, UA: Warschau, 1954, PWM, 1959


    Partita für Violine und Klavier, September-Oktober 1955, UA: Warschau, 1955, PWM, 1957


    Sonate (Nr. 2) für Violine solo, 1958, UA: Krakau, 9.3.1959, PWM, 1960


    Vier Capricen für Violine solo, 1968, UA: Warschau 26.9.1970, PWM, 1969


    1.1.2 Klavierwerke


    Im Marschtempo, undatiert, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonatine Nr. 1, undatiert, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonate, undatiert, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Zwei Miniaturen, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Marsch, 1920er Jahre, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Thema und Variationen, 1924 UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Vier Präludien, 1924, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Zwei Präludien mit Fugen, 1927, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Drei Fugen, 1927, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Präludium, beendet 6.12.1928, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Allegro, Wanda Bacewicz gewidmet, 1929, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonate Nr. 1a, 1930, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Suite, 1930er Jahre, UA.: unbekannt, nicht erhalten


    Trois Pièces charactéristiques, 1932, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Toccata, April 1932, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonatine (Nr. 2), 1933, UA: Warschau, 10.5.1934, unveröffentlicht


    Kindersuite, 1933-34, UA: Warschau, 10.5.1934, PWM, 1966


    Scherzo, 1934, UA: Warschau, 10.5.1934, PWM, 1999


    Drei Grotesken, August 1935, UA: unbekannt, PWM, 1999


    Drei Präludien für Klavier, 1941, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sonate Nr. 2a, Februar 1942, UA: Warschau, 1942, unveröffentlicht


    Sonate Nr. 1, 1949, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Etüde, 1949, UA: Warschau, 4.11.1949, unveröffentlicht


    Konzertanter Krakowiak, Stanisław Spinalski gewidmet, 1949, UA: Warschau, 4.11.1949, unveröffentlicht


    Zwei Etüden, April 1952, UA: unbekannt, erste Etüde in „Klavieretüden für Doppelgriffe zeitgenössischer polnischer Komponisten“, PWM, 1959


    Sonate Nr. 2, 1953, UA: Warschau, 17.12.1953, PWM, 1955


    Rondino, Dezember 1953, UA: 24.2.1954, PWM, 1993


    Sonatine (Nr. 3), 1955, UA: Lodz, 9.5.1955, PWM, 1977


    Zehn Etüden, 1956, UA: Krakau, 21.5.1957, PWM, 1958


    Kleines Triptychon, Regina Smendzianka gewidmet, 1965, UA: Helskini, 20.1.1966, PWM, 1965


    „Rybki“ („Fischchen“), 1967, UA: unbekannt, in „Sammlung von Klavierminiaturen für Kinder“, Wydawnictwo Muzyczne Agencji Autorskiej, 1975


    1.1.3 Andere Soloinstrumente


    Sonate für Oboe und Klavier, Herrn Professor Seweryn Śnieckowski gewidmet, 1936, UA: Warschau, Oktober 1936, unveröffentlicht


    Leichte Stücke für Klarinette und Klavier, 1948, UA: Warschau, 1948, PWM, 1950


    „Z baby królowa” („Die Alte als Königin“), musikalischer Scherz, „Der besten Posaunistin der Operette in Dankbarkeit, G. Bacewicz“, vermutlich 1953, UA: unbekannt, Veröffentlichung nicht bekannt


    Sonatine für Oboe und Klavier, Herrn Koen van Slogteren gewidmet, März 1955, UA: Warschau 1955, PWM, 1988


    Esquisse für Orgel, Jean Guillou gewidmet, 1966, UA: Bordeaux, 8.6.1969, PWM, 1973


    1.1.4 Streichquartett


    Doppelfuge für Streichquartett, 1928, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Doppelfuge für Streichquartett, beendet am 24.11.1928, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Streichquartett, 1929-30, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Streichquartett, 1931, UA.: unbekannt, Diplomarbeit am Konservatorium Warschau, nicht erhalten


    I. Streichquartett, 1938, UA: Paris, 26.4.1939, PWM, 1997 (Stimmen), 1999 (Partitur)


    II. Streichquartett, 1943, UA: Warschau, 21.3.1943, PWM, 1998 (Stimmen), 2000 (Partitur und Stimmen)


    III. Streichquartett, April 1947, UA: Krakau, 8.12.1947, PWM 1948


    IV. Quartett, Mai 1951, UA: Liège, 21.9.1951, Edition Edgar Tyssens, Liège, 1952, PWM, 1987


    V. Streichquartett, 1955, UA: Liège, Juni 1956, PWM, 1958 (Studienpartitur), 1999 (Partitur und Stimmen)


    VI. Streichquartett, April, 1960, UA: Warschau, 19.9.1960, PWM, 1961 (Studienpartitur), 1983 (Stimmen)


    VII. Streichquartett, 1965, UA: Łańcut, 15.5.1966, Moeck, 1967 (Partitur und Stimmen), PWM, 1957 (Studienpartitur)

    Zu diesem Quartett existiert eine unveröffentlichte viersätzige Frühfassung von 1965 mit eigenständigen Außensätzen und leicht veränderten Mittelsätzen.


    1.1.5 Andere Besetzungen


    Fünf Stücke für Blockflötenquartett, um 1930, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Quintett für Bläser, beendet am 30.11.1932, UA: Paris, Mai 1933, PWM, 1978


    Trio für Oboe, Violine und Violoncello, November 1935, UA: Warschau, März, 1936, PWM, 1999


    Trio für Oboe, Klarinette und Fagott, 1947, UA: Krakau, 4.3.1948, nicht erhalten


    I. Klavierquintett, August-September 1952, UA: Krakau, 16.11.1952, PWM, 1953


    Zwei Stücke für Klarinette und Streichquartett, 1954, UA: Warschau, 22.12.1954, unveröffentlicht


    Quartett für vier Violoncelli, 1963, UA: Warschau, 24.9.1964, PWM, 1965


    „Inkrustation“ für Horn und Kammerensemble, Besetzungsvariante: Oboe, Harfe und Schlagzeug, 1965, UA: Posen, 27.4.1972, PWM, 1970


    Trio für Oboe, Harfe und Schlagzeug (Bearbeitung von „Inkrustation“ für Horn und Kammerensemble), 1965, UA: Bennington (USA), 2.6.1974, PWM, 1973


    II. Klavierquintett, Dem Warschauer Quintett gewidmet, 1965, UA: Salzburg, 23.5.1972, PWM, 1974


    1.2 Werke für Soloinstrument und Orchester


    I. Violinkonzert, Januar 1937, UA: Warschau, März 1938, unveröffentlicht


    II. Violinkonzert, 1945, UA: Lodz, 18.10.1946, unveröffentlicht


    III: Violinkonzert, 1948, UA: Danzig, 4.3.1949, PWM, 1950


    Rapsodia polska (Polnische Rhapsodie) für Violine und Orchester, 1949, UA: Krakau, 3.2.1950, unveröffentlicht


    Klavierkonzert, 1949, UA: Warschau, 4.11.1949, PWM 1949


    I. Konzert für Violoncello und Orchester, Miloš Sadlo gewidmet, März 1951, UA: Warschau, 21.9.1951, PWM, 1953 (Klavierauszug), PWM, 1972 (Partitur)


    IV. Violinkonzert, Professor Józef Jarzębski gewidmet, beendet 31.12.1951, UA: Krakau, 21.2.1952, PWM, 1953


    V. Violinkonzert, April-August 1954, UA: Warschau, 17.1.1955, PWM, 1956


    VI. Violinkonzert, 1957, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    II. Konzert für Violoncello und Orchester, Gaspar Cassadó gewidmet, 1963, UA: Warschau, 29. 9.1963, PWM, 1964


    VII. Violinkonzert, Augustin Léon Arà gewidmet, 1965, UA: Brüssel, 14.1.1966, PWM, 1967


    Konzert für zwei Klaviere und Orchester, 1966, UA: Warschau, 15.3.1968, PWM, 1968


    Konzert für Bratsche und Orchester, Stefan Kamasa gewidmet, 1967-68, UA: Warschau, 20.6.1969, Edizioni Curci, 1969 (Klavierauszug), PWM, 1971 (Partitur)


    1.3 Orchesterwerke


    1.3.1 Symphonien


    Symphonie, Dezember 1938, UA: unbekannt, unveröffentlicht, von der Komponistin verworfen


    1. Symphonie, 1945, UA: Krakau, 28.5.1948, unveröffentlicht


    2. Symphonie, Witold Rowicki gewidmet, beendet Januar 1951, UA: Warschau, 13.4.1951, unveröffentlicht


    3. Symphonie, März/April 1952, UA: Krakau, 11.9.1952, PWM, 1954


    4. Symphonie, Grzegorz Fitelberg gewidmet, 1953, UA: Krakau, 15.1.1954, PWM, 1955


    1.3.2 Weitere Werke für Orchester


    Trzy karykartury (Drei Karikaturen), „Dem lieben Professor Kazimierz Sikorski gewidmet“, beendet am 19.8.1932, UA: Warschau, 1933, unveröffentlicht


    Convoi de joie, 1933, UA: Warschau, 1934, unveröffentlicht


    Suite, 1931, UA: Riga, 15.3.1936, unveröffentlicht


    Uwertura, 1943, UA: Krakau, 1.9.1945, PWM, 1947


    Introduktion und Caprice, 1947, UA: Warschau, 25.2.1949, unveröffentlicht


    Szkice ludowe (Skizze nach Volksweisen), 1948, UA: Warschau, 15.3.1950, nicht erhalten


    Walzer, 1948, UA: Warschau, 15.12.1960, unveröffentlicht


    Groteske, 1949, UA: Warschau, 1950, nicht erhalten


    Suita tańców polskich (Suite polnischer Tänze), 1950, UA: Danzig, 1950, unveröffentlicht


    Serenade, 1950, UA: Warschau, 4.9.1950, unveröffentlicht


    Mazur, 1951, UA: Warschau, 15.1.1954, unveröffentlicht


    Uwertura polska (Polnische Ouvertüre), „Professor Kazimierz Sikorski gewidmet“, April 1954, UA: Krakau, 10.12.1954, unveröffentlicht


    Partita, September-November 1955, UA: Warschau, 17.5.1957, PWM, 1959


    Oberek żartobliwy (Scherzhafter Oberek), 1956, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Wariacje (Variationen), 1957, UA: Warschau, 30.9.1958, PWM, 1960


    Oberek noworoczny/konzertowy (Neujahrs-/Konzertoberek), Dezember 1959, UA: Warschau, 22. 2.1960, unveröffentlicht


    Konzert für großes Sinfonieorchester, Witold Rowicki gewidmet, 1962, UA: Warschau, 17.9.1962, PWM, 1963


    Musica sinfonia in tre movimenti, 1964-65, UA: Stockholm, 6.9.1965, PWM, 1966


    In una parte, 1967, UA: Havanna, 2.10.1968, PWM, 1969


    1.3.3 Kammerorchester


    Uwertura, Entstehungszeit unbekannt, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Suita tańcowa (Tanzsuite), Entstehungszeit unbekannt, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Symphoniette für Streichorchester, Mai 1929, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Sinfonietta für Streichorchester, Dezember 1935, UA: Warschau 1936, unveröffentlicht


    „Pod strzechą“ („Unter dem Strohdach“), 1945, UA: unbekannt, Czytelnik, 1946


    Symphonie für Streichorchester, 1946, UA: unbekannt, unveröffentlicht

    Suite, 1947, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    Konzert für Streichorchester, 1948, UA: Warschau, 18.6.1950, PWM, 1951


    Drugi taniec polski (Zweiter polnischer Tanz), 1950, UA: Warschau, 14.10.1950, unveröffentlicht


    Musik für Streicher, Trompeten und Orchester, Jan Krenz gewidmet, 1958, UA: Warschau, 14.9.1959, PWM, 1960


    „Pensieri notturni“, 1961, UA: Venedig, 25.4.1961, PWM, 1961


    Divertimento für Streichorchester, 1965, UA: München, 21.11.1966, PWM, 1967


    „Contradizione“, 1966, Hanover (New Hampshire, USA), 2.8.1967, Moeck (gemeinsam mit PWM), 1967


    1.4 Bühnenwerke, Ballette


    „Z chłopa król“ („Der Bauer als König“), T.: Artur Marya Swinarski nach der Komödie „Z chłopa król“ von Piotr Baryka, September 1952-März 1952, UA: Posen, 25.7.1954, unveröffentlicht


    „Esik w Ostendzie“ („Esik in Ostende“), Balletthumoreske in einem Akt, T.: Lech Terpiłowski nach dem Sketch „Słówka” (Wörtchen) von Tadeusz Boy Żeleński, 1964, UA: Posen, 18.10.1964, unveröffentlicht


    „Pożądanie” („Begierde“), T.: M. Bibrowski nach dem Theaterstück „Le désir attrappé par la queue“ von Pablo Picasso, 1968 (unvollendet, ergänzt durch B. Madey), UA: Warschau, 18.3.1973, PWM, 1985


    2. Vokalmusik


    2.1 Lieder


    „Chciałabym” („Ich möchte“), Lied Nr. 1 für eine Singstimme und Klavier, beendet am 26. 11. 1927, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Różowe w polu powje” („Rosige Ackerwinden“) für Sopran und Klavier, T.: unbekannt, August 1929, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Oj, matulu“ („Ach, Mütterlein“) für Sopran und Klavier, T.: Celina Danglówna, 1930, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Róże” („Rosen“) für Sopran und Klavier, T.: aus der arabischen Lyrik des 10. Jhdts., Ü. aus dem Französischen: Leopold Staff, 1934, UA: Warschau, 1934, PWM, 1988


    „Mów do mnie, o miły“ („Sprich zu mir, oh Lieber“) für Sopran und Klavier, T.: Rabindranath Tagore, Ü.: Jan Kasprowicz, 1936, UA: Warschau, 21.10.1936, PWM, 1988


    „Mamidło” („Trugbild“) für Tenor und Orchester aus „Drei Lieder“, T.: arabische Lyrik des 10. Jhdts., Ü. aus dem Französischen: Leopold Staff, 1938, UA: Warschau, 3.11.1938, unveröffentlicht

    Alternativbesetzung: Sopran und Klavier, UA: Warschau, 1938, PWM 1988


    „Inna“ („Andere“) für Tenor und Orchester aus „Drei Lieder“, T.: arabische Lyrik des 10. Jhdts., Ü. aus dem Französischen: Leopold Staff, 1938, UA: Warschau, 3.11.1938, unveröffentlicht

    Alternativbesetzung: Sopran und Klavier, UA: Warschau, 1938, PWM 1988


    „Samotność” („Einsamkeit“) für Tenor und Orchester aus „Drei Lieder“, T.: arabische Lyrik des 10. Jhdts., Ü. aus dem Französischen: Leopold Staff, 1938, UA: Warschau, 3.11.1938, unveröffentlicht

    Alternativbesetzung: Sopran und Klavier, UA: Warschau, 1938, PWM 1988


    „Oto jest noc“ („Sieh, da ist die Nacht“), für Sopran und Klavier, T.: Konstanty Ildefons Gałczyński, 1947, UA: Warschau, 1948, PWM 1988


    „Rozstanie“ („Trennung“) für Sopran und Klavier, T.: Rabindranath Tagore, Ü.: Jan Kasprowicz, 1947, UA: Krakau, 26.1.1948, PWM, 1988


    „Smuga ciena“ („Schattenstreifen“) für Sopran und Klavier, T.: Władysław Broniewski, 1948, UA: Warschau, 1949, PWM, 1988


    „Nad wodą wielką i czystą” („Am großen, klaren Wasser“) für Mezzosopran und Klavier, T.: Adam Mickiewicz, 1955, UA: unbekannt, PWM, 1988


    „Dzwon i dzwonki” („Glocken und Glöckchen“) für Sopran und Klavier, T.: Adam Mickiewicz, 1955, UA:, Warschau, 7.11.1955, Lidia Skowron (sopr.), Kiejstut Bacewicz (pfte), Krakau, PWM


    „Boli mnie głowa“ („Mir schmerzt der Kopf“) für Sopran und Klavier, T.: Grażyna Bacewicz, 1955, UA: Warschau, 1955, PWM, 1956


    „Sroczka“ („Die kleine Elster“) für Sopran und Klavier, T.: volkstümlich, 1956, UA: Warschau, 1956, Maria Drewniakówna (sopr.), Kiejstut Bacewicz (pfte), Krakau, PWM


    „Z tych pagórków“ („Von diesen Hügeln“), Kinderlied für Mädchenchor und Klavier, T.: Maria Czerkawska, 1959, UA: Breslau, Polnischer Rundfunk, 1979, eingespielt auf „Kinderlieder zeitgenössischer polnischer Komponisten“, Veriton SXV-793


    “Stary szklarz” („Der alte Glaser“), Kinderlied für Singstimme und Klavier, T.: Roman Pisarski, 1960, UA: Warschau Polnischer Rundfunk, 22.10.1960, in „Wanderlieder“, PWM, 1978


    „Gile“ („Dompfaffen“), Kinderlied für Chor und Instrumentalensemble, T.: Jadwiga Osińska, 1960, UA: Warschau, Polnischer Rundfunk, 24.2.1978, im „Begleitbuch zur Musikfibel für die erste Klasse“, Wydawnictwa Szkolne in Pedagogiczne, 1978


    2.2 Chorwerke


    „Kyrie eleison“, Doppelfuge für Chor a capella, T.: „Kyrie eleison“, beendet am 12.11.1928, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „De profundis clamavi ad te, Domine“ für Solostimmen, Chor und Orchester. T.: 130. Psalm, Ü.: Jan Kochanowski, 1932, UA: unbekannt, unveröffentlicht (Diplomarbeit am Konservatorium Warschau)


    „Kantata olimpijska“ („Olympische Kantate“) für Chor und Orchester, T.: Pindar, aus der „Olympischen Ode“, Ü.: J. Wernikowski, 1948, UA: Krakau, 30.9.1949, Philharmonisches Orchester Krakau, D.: Witold Krzemieński


    „Tryptyk“ (Triptychon) für Chor und Orchester, T.: volkstümlich, beendet am 9.2.1954, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Akropolis“, Kantate für Chor und Orchester, T.: Stanysław Wyspiański, 1964, UA: Krakau, 10.5.1964, unveröffentlicht


    „Zaloty“ (Liebeswerben) für Chor a capella, T.: Adam Mickiewicz, 1968, UA: Arezzo, 22.8.1974, PWM 1975


    2.3 Oper


    „Przygoda króla Artura“ (König Arthurs Abenteuer), Funkoper in einem Akt, T.: Edward Fischer nach „König Arthur und seine Ritter vom runden Tisch“ von Sigrid Undset, 1959, UA: Warschau, 10.11.1959, unveröffentlicht


    3. Musik für Theater, Film und Hörspiel


    „Farfarello“, Hörspielmusik, T.: nach dem Fragment „Róży” (Rosen) von Stefan Żeromski, Bearb.: Marian Piechal, 1945, UA: Łódź, Polnischer Rundfunk, 16.9.1945, nicht erhalten


    „O Janku co psom szył buty” (Von Jan, der den Hunden Schuhe nähte), Musik zu einem Schauspiel für Kinder, T.: nach dem Fragment „Kordian” von Juliusz Słowacki, 1945, UA: Łódź, 1945, nicht erhalten


    „Konrad Wallenrod“, Hörspielmusik, T.: nach Adam Mickiewicz „Poem“, Bearb.: Aleksander Maliszewski, 1949, UA: Warschau, Polnischer Rundfunk, 7.4.1950, nicht erhalten


    „Dżungla” (Dschungel), Musik zu einem Trickfilm, Fragment, vermutlich aus den 1950er Jahren, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Polonez na Czorsztynie“ (Polonaise auf Schloss Czorsztyn), Schauspielmusik, Fragment, T.: nicht bekannt, 1950-51, UA.: unbekannt, unveröffentlicht


    „Nieboska Komedia“ („Die ungöttliche Komödie“), Schauspielmusik, T.: Zygmunt Krasiński, 1959, UA: Łódź, 19.6.1959, nicht erhalten


    „Macbeth“, Schauspielmusik, T.: William Shakespeare, 1960, UA: Warschau, 10.11.1960, unveröffentlicht


    “Troilus and Cressida”, Schauspielmusik, T.: William Shakespeare, 1960, UA: Krakau, 16.9.1960, unveröffentlicht


    „Marysia i krasnoludki” („Maria und die Zwerge“), Filmmusik, T.: nach Maria Konopnicka, Bearb.: Zdzisław Skowroński, 1960, UA.: 25.2.1961, nicht erhalten


    „Sprawa” („Der Prozeß“), Schauspielmusik, T.: nach Aleksander Suchowo-Kobylin, Adaption u. R.: Bohdan Korzeniewski, 1961, UA: Łódź, 22.10.1961, nicht erhalten


    „Balladyna”, Schauspielmusik, T.: Juliusz Słowacki, 1965, UA: Warschau, 4.12.1965,


    „Mazepa“, Schauspielmusik, T.: Juliusz Słowacki, 1965, UA: Zielona Góra, 30.1.1965, unveröffentlicht


    4. Klavierauszüge und Transkriptionen

    „Pieśń o Wszechbycie”, („Lied von der Allgegenwart“) Klavierauszug des dritten Satzes von „Odwiecznych piesni” op. 10 von Mieczysław Karłowicz, ca. 1930, UA: unbekannt, unveröffentlicht


    „Harnasie“ („Die Bergräuber“) op. 55, Karol Szymanowski, Klavierauszug, 1933, UA: unbekannt, Édition Max Eschig, Paris, 1935


    „Ze starej muzyki“ („Aus alter Musik“), Suite, Bearbeitung für kleines Orchester, 1946, Bearbeitungen von Werken Giuseppe Tartinis, Jean-Baptiste Lullys, Jean Philippe Rameaus u.a., UA: unbekannt, Czytelnik, 1946


    Capriccio Nr. 24 a-Moll für Violine solo, Niccolò Paganini, Bearbeitung für Violine und Klavier, 1946, UA: Warschau, 6.10.1946, unveröffentlicht


    Präludium op. 1 Nr. 1 D-Dur für Klavier, Karol Szymanowski, Bearbeitung für Violine und Klavier, 1947, UA: Warschau, 1948, Czytelnik, 1948


    Nocturne C-Dur für Klavier, Edvard Grieg, Bearbeitung für Violine und Klavier, 1950, UA: unbekannt, Czytelnik, 1950


    Auswahl von Werken Johann Sebastian Bachs, Wolfgang Amadeus Mozarts, Louis Spohrs u.a., Bearbeitung für Violine und Klavier, UA: unbekannt, Czytelnik, 1953


    Tema con variazioni für Viola und Klavier nach dem „Capriccio Nr. 17” für Viola von Bartolomeo Campagnolego, Klavierstimme von Grażyna Bacewicz, Violastimme von Mieczysław Szaleski, PWM, 1954


    5. Literarische Werke


    Bis auf die Erzählungssammlung „Znak szczególny“ ist keines der literarischen Werke Bacewiczs veröffentlicht. Die Autographen sind in der Nationalbibliothek Warschau und im Ossoliński-Nationalinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Breslau zu finden.


    5.1 Erzählungen


    „Czy koleżanka nie zabłądziła?” [„Hat sich die Kollegin nicht geirrt?“)


    „Czy smyczek to wędka?“ („Ist der Bogen eine Angelrute?“)


    „Czy to pan doktór Piotrowski?” („Sind Sie Doktor Piotrowski?”)


    „Czy zna panienka to?” („Kennt das Fräulein dies?“)


    „Czym żywią się muchy?” („Wovon leben die Fliegen?“)


    „Gaffa” („Fehltritt“)


    „Gołębie serce” („Taubenherz“)


    „Lissa“


    „Przed laty” („Vor Jahren“)

    „Opowieść fantastyczna” („Phantastische Erzählung“)


    „Sport to zdrowie“ („Sport ist Gesundheit“)


    „Tego nam trzeba było?” („War es das, was wir brauchten?“)


    „Terapia“ („Therapie“)


    „Wspaniała zabawa” („Ein wunderbares Spiel“)


    „Zapłata” („Vergeltung“)


    „Zdrada” („Verrat“)


    „Znak szczególny“ („Das besondere Merkmal“), autobiografische Erzählungen, Warschau, Czytelnik, 1970 und 1974


    5.2 Romane


    „Dwie drogi“ („Zwei Wege“), 1943


    „Powieść wojenna“ („Kriegsroman“), unvollendet, aus den 1960er Jahren


    „Sidła“ (Die Falle), Kriminalroman, aus den 1960er Jahren


    „Oporny hydraulik“ (Widerstrebende Hydraulik), Roman über Komponisten, aus den 1960er Jahren


    5.3 Bühnenwerke

    „Jerzyki albo nie jestem ptakiem“ (Mauersegler oder Ich bin kein Vogel), 1963, handschriftlich, UA: als Fernsehspiel 1968

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    Quellen für das Werkverzeichnis

    Briel, Grażyna. Thematisches Verzeichnis der Werke von Grażyna Bacewicz mit einem biografischen Essay. Aachen: Shaker Verlag, 2001


    Gąsiorowska, Małgorzata. Bacewicz. Krakau: Polskie Wydawnictwo muzyczny, 1999


    Lück, Hartmut. Grażyna Bacewicz. in: Neuland. Ansätze zur Musik der Gegenwart. Bd. 4. 1983/84. S. 111-127

    Repertoire

    Als Geigerin spielte Grażyna Bacewicz vor allem das virtuose romantische Repertoire des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wie z.B. Tschaikowski, Wieniawski, Szymanowski. Doch auch Werke des Barock fanden sich in ihren Programmen und natürlich häufig eigene Kompositionen.

    Als Pianistin trat sie seltener auf, brachte jedoch einige ihrer Klavierwerke zur Uraufführung, so unter anderem ihre zweite Klaviersonate.

    Quellen

    Archive und Bibliotheken

    Archiwum Warszawskiego Towarzystwa Muzycznego, Archiv der Polnischen Musikgesellschaft


    Biblioteka Narodowa, Nationalbibliothek, Warschau


    Biblioteka Polskiego Radia, Bibliothek des Polnischen Rundfunks, Warschau


    Biblioteka Uniwersitecka, Universitätsbibliothek, Warschau

    (Archiv polnischer Komponisten des 20. Jahrhunderts)


    Biblioteka Uniwersitetu Jagiellońskiego, Bibliothek der Jagiellonen-Universität, Krakau


    Centralna Biblioteka Nutowa Polskiego Wydawnictwa Muzycznego, Zentralbibliothek des Polnischen Notenverlags, Warschau


    Polish Music Reference Center, University of Southern California, Los Angeles


    Zakład Narodowy im. Ossolińskich – Polska Akademia Nauk, Ossoliński-Nationalinstitut – Polnische Akademie der Wissenschaften, Breslau


    Primärquellen

    Bacewicz, Grażyna. „Brief an den Bruder Witold vom 21. 3. 1947”. In: Ruch Muzyczny. Jg. 38. H 1, 1994. S. 1.


    Bacewicz, Grażyna. „Brief an Tadeusz Ochlewski vom 7.4.1950”. In: Ruch Muzyczny, Jg. 13. H. 7. 1969. S. 7


    Bacewicz, Grażyna. „Antwort auf einen Brief von Bohdan Wodiczki (1954)“. Ruch muzyczny“. Jg. 33. H. 3. 1989. S. 11


    Bacewicz, Grażyna. „Äußerung im Polnischen Radio aufgenommen am 29. September 1964“. In: Ruch Muzyczny. Jg. 33. H. 3. 1989. S. 7-10.


    Bacewicz, Grażyna. „Antwort auf einen Brief von Leon Markiewicz (1966)“. In: Ruch muzyczny. Jg. 33. H. 3. 1989, S. 13


    Bacewicz, Grażyna. „Antwort auf einen unbekannten Fragebogen“. In: Ruch muzyczny. Jg. 13. H. 7. 1969, S. 4


    Bacewicz, Grażyna. Skizze zu einer Vorlesung für Studenten der Musikhochschule Warschau. In: Ruch muzyczny. Jg. 13. H. 7. 1969. S. 6


    Bacewicz, Grażyna. „Z notatek osobistych, listów i wypowiedzi”. In: Ruch Muzyczny. Jg. 26. H. 4. 1982. S. 4 f.


    Bacewicz, Grażyna. Znak szczególny. Warschau: Czytelnik, 1970 und 1974


    Bacewicz, Grażyna. „Z notatek osobistych, listów i wypowiedzi”. In: Ruch muzyczny. Jg. 26. H. 4. 1982. S. 4 f. In Englischer Sprache In:

    Bacewicz, Wanda (Hg.). Wilk, Wanda (Übers.). “From Notes And Letters By Grażyna Bacwicz”. In: Polish Music Journal. Online Ausgabe Nr. 1. H. 2. 1998.

    http://www.usc.edu/dept/polish_music/PMJ/issue/1.2.98/bacewicz_let.html


    Sekundärquellen

    Lexikoneinträge

    Schaeffer, Bogusław. Bacewicz, Grażyna. In: New Grove Dictionary of Music and Musicians. Bd. 1. Stanley Sadie (Hg.). London: Macmillan, 1995. S. 772-774


    Monografien

    Briel, Grażyna. Thematisches Verzeichnis der Werke von Grażyna Bacewicz mit einem biografischen Essay. Dissertation der Universität Bonn 2000. Aachen: Shaker Verlag, 2001.


    Gąsiorowska, Małgorzata. Bacewicz. Krakau: PWM, 1999.


    Gąsiorowska, Małgorzata u. A. (Hg.). O Grażynie Bacewicz. Materiały z konferencji muzykologicznej pod redakcją Małgorzaty Gąsiorowskiej. (Material der Konferenz „Grażyna Bacewicz – Mensch und Werk” des ZKP, 9.-10.1.1989 in Warschau). Poznań: Brevis, 1998


    Kisielewski, Stefan. Grażyna Bacewicz i jej czasy. Krakau: PWM, 1963


    Rosen, Judith. Grażyna Bacewicz. Her Life And Works. Los Angeles: University of Southern California, 1984.


    Shafer, Sharon Guertin. The contribution of Grażyna Bacewicz (1909-1969) to polish music”. Lewiston, NY: Mellen, 1992.


    Shofner, Terree Lee. The two piano quintets of Grazyna Bacewicz. An analysis of style ans content. Dissertation. Madison: University of Wisconsin, 1996


    Szoka, Marta (Hg.). Rodzeństwo Bacewiczów. Materiały z międzynarodowy sesji naukowej, Łódź ’95.Łódź: Akademia Muzyczna w Łodzi, 1996.


    Thomas, Adrian. Grażyna Bacewicz. Chamber And Orchestral Music. Los Angeles: University of Southern California, 1985.


    Essays und Artikel

    Bacewicz, Kiejstut. „Mój brat Witold”. In: Ruch muzyczny. Jg. 30. H. 16. 1986. S. 17-20 und H. 17. 1986. S. 23-26.


    Baird, Tadeusz. Ohne Titel (Nachruf). In: Ruch muzyczny, Jg. 13. H. 7. 1969. S. 5 f.


    Biegański, Krzysztof. „Jeszcze raz o ‘VI Kwartecie’ Grażynie Bacewicz”. In: Ruch muzyczny. Jg. 4. H. 21. 1960. S. 7


    Cisowska, Barbara. „’Pożądanie’. Ostatnie dzieło Grażyny Bacewicz”. In: Ruch muzyczny. Jg. 17. H. 13. 1973. S. 3-5


    Dankowska, J. „Grażyna Bacewicz – twórca i dzieło”. In: Ruch muzyczny. Jg. 33. H. 6. 1989. S. 7-8


    Gąsiorowska, Małgorzata. „Grażyna Bacewicz – Neoklasyk?”. In: Ruch muzyczny. Jg. 33. H. 3. 1989. S. 3-6


    dies. „Folkloryzm w twórczości Grażyny Bacewicz: Inspiracja czy konwencja?”. In: Inspiracje w muzyce XX wieku: Filozoficzno-literackie, religijne, folklorem. Material der Polnischen Musikologischen Konferenz. Warschau: ZKP, 1993. S. 202-218


    Harley, Maria Anna. “Bacewicz, Picasso and the making of Desire”. In: The journal of musicological research. Jg. 16. H. 4. 1997. S. 243-281


    Lück, Hartmut. Grażyna Bacewicz. In: Neuland. Ansätze zur Musik der Gegenwart. Bd. 4. 1983/84. s. 111-127


    Lutosławski, Witold. Ohne Titel (Nachruf). In: Ruch muzyczny. Jg. 13. H. 7. 1969. S. 5


    Ochlewski, Tadeusz. Ohne Titel (Nachruf). In: Ruch muzyczny, Jg. 13. H. 7. 1969. S. 7


    Rudziński, Witold. Ohne Titel (Nachruf). In: Ruch muzyczny, Jg. 13. H. 7. 1969. S. 12


    Umińska, Eugenia. Ohne Titel (Nachruf). In: Ruch muzyczny, Jg. 13. H. 7. 1969. S. 8-11

    Wenzlaff, Jutta. „...Technik ist wertvoll, denn sie gibt dem Komponisten die notwendige formal-technische Strenge; keine Inspiration bringt ohne diese Strenge ein musikalisches Werk hervor“. In: Annäherung an sieben Komponistinnen: Mit Berichten, Interviews und Selbstdarstellungen, Bd. V. 1988. S. 6-14

    Wittig, Steffen. „Die Kompositionstechnik der letzten Schaffensperiode Grażyna Bacewicz (1960-69)”. In: Jeder nach seiner Fasson: Musikalische Neuansätze heute. Saarbrücken: Pfau, 1997. S. 56-104

    ders. „Höhen und Tiefen. Die Kompositionstechnik der letzten Schaffensperiode Grażyna Bacewiczs von 1960 bis 1969“. In: MusikTexte: Zeitschrift für Neue Musik. H. 71. 1997. S. 15-26

    Zieliński, Tadeusz A.. „VI Kwartet Grażyny Bacewicz”. In: Ruch muzyczny. Jg. 4. H. 18. 1960. S. 6


    Zieliński, Tadeusz A.. „Pożądanie”. In: Ruch muzyczny. Jg. 33. H. 3. 1989. S. 11-14


    Rundfunkbeiträge

    Homma, Martina. „Musik Spezial. Polen“. SWR 2. Sendung vom 8. 4. 2002.


    Diskografie (alphabetisch)

    LP

    Auswahl kleiner Violinstücke, G. Bacewicz (vn), K. Bacewicz (pf), MUZA (keine Nr.)


    Bratschenkonzert, Stefan Kamasa (va), Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: Stanisław Wisłocki, MUZA SXL 0875


    Cellokonzert Nr. 2, Gaspard Cassadó (vc), Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Krzemieński, MUZA W-877/8


    Contradizione, Orchester der Nationalphilharmonie, Warschau, D.: W. Rowiecki, MUZA M-3XW 890


    Divertimento, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: Karol Teutsch, MUZA SXL 0586

    und Musica Polonica Nova I: Panorama 1944-1974, D.: Karol Teutsch, MUZA SXL 1134


    Esquisse, J. Guillou (org), PHILIPS 6504 039


    In una parte, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: S Wisłocki, MUZA SXL 0875


    Kinderlieder polnischer Komponisten, MUZA SXV 793


    Klavierquintett Nr. 1 & 2, Das Warschau Klavierquintett, MUZA SXL 0608


    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, Grażyna Bacewicz (vn), Kiejstut Bacewicz (pf), Muza XW-71 (Polskie Nagrania)


    Klaviersonate Nr. 2, Regina Smendzianka (pf), MUZA SXL 0977

    und N. Fierro (pf), AVANT AV 1012

    und K. Zimerman (pf), MUZA SX 1510


    Kleines Triptychon, Regina Smendzianka (pf), MUZA SXL 0977

    und Rosario Marciano (pf), Turnabout TV 34685

    und Virginia Eskin (pf), Musical Heritage Society HMS 4236

    und Rosario Marciano (pf), FONO FSM 53 0 36


    Konzert für Orchester, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowiski, MUZA XL 0274 oder SX 0274


    Konzert für Streichorchester, Polnisches Kammerorchester, D.: J. Maksymiuk, MUZA SX 1256


    Konzert für zwei Klaviere und Orchester, J. Maksymiuk und J. Witkowski (pf), Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: S. Wiłocki, MUZA SXL 0875


    Musik für Streicher, Trompeten und Schlagzeug, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowicki, MUZA SXL 0171

    und Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowicki, PHILIPS PHS 900-141 oder PHM 500-141

    und Orchester des Polnischen Rundfunks, D.: J. Krenz, MUZA W 567

    und Streichorchester der UDSSR, D.: Anosov, MELODIA D 013193-6


    Musica sinfonica in tre movimenti, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowicki, MUZA XL 0274 oder SX 0274


    Ouvertüre, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowicki, MUZA XL 0274 oder SX 0274


    Pensieri Notturni, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: W. Rowicki, MUZA XL 0274 oder SX 0274


    Quartett für vier Celli, A. Ciechański, J. Węsławski, R. Suchecki, M. Raczak (vc), MUZA W 969


    Streichquartett Nr. 3, Wilanów Quartett, MUZA SX 1597


    Streichquartett Nr. 4, Grażyna Bacewicz Quartett Warschau, MUZA SX 1598

    und Parrenin Quartett, MUZA W 180


    Streichquartett Nr. 5, Wilanów Quartett, MUZA SX 1597


    Streichquartett Nr. 6, Parrenin Quartett, MUZAW 679


    Streichquartett Nr. 7, Bulgarisches Quartett (Dimov Quartett), Harmonia Mundi HMO 34708

    und Bulgarisches Quartett, Musical Heritage Society MHS 1889

    und Dimov Quartett, MUZA M-3XW 716

    und Grażyna Bacewicz Quartett Warschau, MUZA SX 1598


    Violinkonzert Nr. 3, Grażyna Bacewicz (vn), Polnisches Rundfunkorchester, D.: Grzegorz Fitelberg, MUZA (ohne Nr.)


    Violinkonzert Nr. 7, Piotr Janowski (vn), Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: Andrzej Markowski, MUZA M-3XW 1183


    Zehn Etüden, Regina Smendzianka (pf), MUZA SXL 0977

    und Virginia Eskin (pf), NR. 2 & Nr. 8, Musical Heritage Society HMS 4236


    CD

    Concertino für Violine und Klavier, auf „Violinkonzerte für Kinder“, DUX 2000, DUX0168A06054


    Divertimento für Streicher, Kammerorchester der Nationalphilharmonie, D.: Karol Teutsch Olympia OCD 311, 1992

    Divertimento für Streichorchester, D.: Łukasz Borowicz, DUX, 2003, DUX0433A07552


    Esquisse für Orgel, auf „20 Jahre Orgelkonservatorium Liegnitz“, DUX, 2005, DUX0522A12296


    Humoreske für Violine und Klavier, Krzysztof Jakowicz (vn), Joanna Bocheńska (pf), Polskie Nagrania PNCD 272


    Klavierquintett Nr. 1, Warsaw Piano Quintet, Olympia OCD 310

    Klaviersonate Nr. 2, Nancy Fierro (pf), Ars Musica Poloniae AMP 2001

    Klaviersonate Nr. 2, Nancy Fierro (pf), Dorchester Classics DRC 1004


    Klaviersonate Nr. 2, Krystian Zimerman (pf), Olympia OCD 392


    Konzert für Bratsche und Orchester, Stefan Kamasa (va), Orchester der Nationalphilharmonie, D.: Stanisław Wisłocki, Olympia OCD 311


    Konzert für Streichorchester, St. Michael Strings, D.: Tadeusz Wicherek, Alba


    Konzert für Streichorchester, Polish Chamber Orchestra, D.: Jerzy Maksymiuk, Accord ACD 023


    Konzert für Streichorchester, Amadeus Chamber Orchestra, D.: Agnieszka Duczmal, AMP st 104


    Konzert für Streichorchester, Amadeus Chamber Orchestra, D.: Agnieszka Duczmal, Conifer Classics CDCF 246, 1995


    Konzert für Streichorchester, Polish Chamber Orchestra, D.: J. Stanienda, Aperto CD 86421


    Konzert für Streichorchester, Polnisches Kammerorchester, D.: Jerzy Maksymiuk, Olympia OCD 392


    Konzert für Streichorchester, Symphonie Nr. 3, Krakauer Philharmoniker, D.: Roland Bader, Koch Schwann CD 3-1143-2


    Konzert für Streichorchester, Sinfonia Varsovia, D.: Krzysztof Penderecki, Polonia APO 86 410/1


    Konzert für zwei Klaviere und Orchester, Jerzy Maksymiuk & Jerzy Witkowski (pf), Orchester der Nationalphilharmonie, D.: Stanisław Wisłocki, Olympia OCD 311


    Oberek Nr. 1 für Violine und Klavier, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011


    Oberek Nr. 2 für Violine und Klavier, Krzysztof Jakowicz (vn), Joanna Bocheńska (pf), Polskie Nagrania PNCD 272


    Oberek Nr. 2 für Violine und Klavier, auf „Encore!“, Midori (vn), Robert McDonald (pf), Sony Music SK 52568, 1992


    Pensieri Notturni, Konzert für großes Symphonieorchester, Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: Witold Rowicki, Olympia OCD 311


    Polnisches Capriccio, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011


    Quartett für vier Celli, Bennington Cello Quartet, Opus One CD 148, 1995


    Quintett für Bläser, Blasquintett Warschau, DUX, 1995, DUX0241


    Sämtliche Klavierwerke, auf „Complete Published Piano Music“, Ewa Kupiec (pf), Hannsler, 2001


    Sämtliche Streichquartette, Amar Corde Quartett, Acte Préalable, 1999/2004, AP0019-21


    Sämtliche Werke für Oboe, Acte Préalable, 2001, AP0043


    Sonate (No. 2) für Violine solo, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011

    Sonate (Nr. 2) für Violine solo, Robert Szreder (vn), Pavane ADW 7266

    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011

    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, Wanda Wiłkomirska (vn), Paul Dan (pf), Ambitus amb 97 830

    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, Terri Pontremoli (vn), Anita Pontremoli (pf), 1992, Centaur CRC 2119


    Sonate Nr. 4 für Violine und Klavier, Edward Statkiewicz (vn), Aleksandra Utrecht (pf) , Olympia OCD 392


    Sonaten für Violine und Klavier Nr. 3, 4 & 5, Partita für Violine und Klavier, Arnold Belnick (vn), Sergei Silvansky, (pf), 1996, Cambria CA 90717


    Sonate für Violine und Klavier Nr. 5, auf „Boldly Expressive: Music by Women“, Albany, 2000


    Streichquartett Nr. 3, auf „Polish String Quartets”, Penderecki String Quartet, Cala Records, 1996, Cala-United CAL 88014 und Cala-United CAL 88021


    Streichquartett Nr. 3 & 5, Wilanów Quartett, Klavierquintett Nr. 2, Warsaw Piano Quintet, Olympia OCD 387 , 1993


    Streichquartett Nr. 4, Maggini String Quartet, ASV CD 908

    Streichquartett Nr. 4, The Wilster Quartet, Direct to tape DTR 9501, 1995


    Streichquartett Nr. 4, Quartetto Dafo, DUX, 1999, DUX0142A02628


    Streichquartette Nr. 4, Nr. 6 & Nr. 7, Fanny Mendelssohn Quartett, Trouba Disc, 1992, TRO-CD 04


    Streichquartett Nr. 4 & 7, Grażyna Bacewicz Warsaw String Quartet, Olympia OCD 310


    Vier Capriccios für Violine solo, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011


    Violinkonzert Nr. 7, Roman Lasocki (vn), Polnisches Rundfunkorchester (Katowice), D.: Karol Stryja,

    Olympia OCD 323 , 1993


    Violinkonzert Nr. 7, Piotr Janowski (vn), Orchester der Nationalphilharmonie Warschau, D.: Andrzej Markowski, Olympia OCD 392


    Volkstänze für Violine, Black Box Classics, 2001


    Werke für Klavier, Anita Kochmalska (pf), Acte Préalable, APR0073A07939


    Werke für Violine und Klavier (Concertino, Sonata da camera u.a.), Bartlomiej Niziol (vn), Pawel Mazurkiewicz (pf), DUX, 2004, DUX0486A10440


    Werke für Violine und Klavier (Oberek Nr. 1, Polnische Caprice u.a.), auf “Polish Capriccio”, Chandos, 2004


    Wiegenlied für Violine und Klavier, W. Szymczyńska (vn), B. Haid (pf), Chamber Sound CSCD 95011


    Witraż, auf „The Polish Tradition“, Albany Records, 2005


    Zehn Konzertetüden für Klavier, auf “XXth Century Polish Piano Music“, Acte Préalable, 1999, AP0016A05850


    Zehn Konzertetüden für Klavier, Nr. 1, 3, 4, Harnisch (pf), AUR 31 4 73


    Quellen zur Diskographie

    Rosen, Judith. Grażyna Bacewicz. Her Life And Works. Polish Music History Series. Los Angeles. University of Southern California. 1984


    Online Encyclopedia of Polish Music

    http://www.usc.edu/dept/polish_music/VEPM/bacewicz/b-disc-f.html


    Links

    http://pmc.usc.edu/composer/bacewicz.html (Stand: 21.08.2017)


    http://www.culture.pl/pl/culture/artykuly/os_bacewicz_grazyna (Stand: 27.4.2004)

    Forschung

    Orte, an denen Material zur Forschung über Grażyna Bacewicz eingesehen werden kann, sind unter der Rubrik Archive und Bibliotheken aufgeführt. Wanda Bacewicz, die Schwester der Komponistin, bewahrt den Nachlass von Grażyna Bacewicz.

    Biographie und Werkverzeichnis Bacewiczs sind durch Małgorzata Gąsiorowska bzw. Grażyna Briel ausführlich bearbeitet. Ihre Werke sind in großem Umfang ediert. Übersichten über einzelne Werkgruppen finden sich unter anderem in den Unterlagen zur Konferenz zum 80. Geburts- und 20. Todestag der Komponistin „O Grażynie Bacewicz” (s. Literaturverzeichnis). Der Frage der Klangfarbgenese und -evolution in Bacewiczs Musik hat sich Steffen Wittig gewidmet. Auch zur Frage des (Auto-)zitats in ihren Werken, die Adrian Thomas aufgeworfen hat, bezieht Wittig Stellung.

    An der University of Southern California sammelt das “Polish Music Center – PMC” Manuskripte, Partituren und Aufnahmen polnischer Musik (Polish Music Center, Thornton School of Music; University of Southern California, 840 West 34th Street; Los Angeles, CA 90089-0851; Tel: (213) 821-1356 or (213) 740-9369; Fax: (213) 821-4040, URL: http://pmc.usc.edu/PMJ/index.html; E-mail: polmusic@thornton.usc.edu). Das PCM gibt ein Journal, Essays und eine Monografienserie zu polnischer Musik heraus. Die “Freunde der Polnischen Musik“ an der USC widmen sich der Verbreitung des Wissens über polnische Musik mittels Vorträgen, Konzerten und Festivals (http://pmc.usc.edu/ourfriends/friends.html).

    Forschungsbedarf

    Die oben genannte Untersuchung der Funktion von Selbstzitaten in Bacewiczs Werken wäre sicher einer eingehenden und vorurteilsfreien Untersuchung wert. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle edierten Werke von der Komponistin zur Veröffentlichung gedacht waren.

    Tiefergehende Einzelanalysen ihrer Werke wären nicht nur in diesem Zusammenhang interessant. Auch das Problem, welcher Art eigentlich der Neoklassizismus ist, dem zumindest Bacewiczs frühes und mittleres Schaffen häufig zugeordnet wird, ist einer genaueren Betrachtung wert.

    Die Frage der politischen Verortung der Komponistin (und deren mögliche Auswirkung auf ihr Werk) ist hochinteressant und gleichzeitig sehr schwer zu beantworten. Hier können Aussagen von noch lebenden Zeitgenossen vielleicht weiterhelfen.

    Ferner wären interessant, welchen Einfluss ihre Reisen auf ihr Werk hatten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 12572538
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 120052059
    Library of Congress (LCCN): n79089437
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Uta Nevermann-Körting

    Übersetzung: Nancy Schumann


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann (deutsche Fassung) und Meredith Nicollai (English version)
    Zuerst eingegeben am 29.03.2006
    Zuletzt bearbeitet am 24.08.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Uta Nevermann-Körting, Artikel „Grazyna Bacewicz“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 24.8.2017
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Grazyna_Bacewicz