Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Gertrud Schönberg

    von Michèle Wolter
    Gertrud Schönberg mit Hund Witz (zwischen 1926 und 1930).
    Namen:
    Gertrud Schönberg
    Geburtsname: Gertrud Bertha Kolisch
    Lebensdaten:
    geb. in Karlsbad, Österreich-Ungarn, heute Karlovy Vary/ Karlovarský kraj, Tschechische Republik.
    gest. in Los Angeles, California, USA
    Tätigkeitsfelder:
    Librettistin, Schauspielerin, Nachlassverwalterin, Auftraggeberin, Herausgeberin, Verlagsgründerin, Stiftungsgründerin, Dialogpartnerin
    Charakterisierender Satz:

    „Gertrud Schönberg […] bildete mit ihrem Mann nicht nur ein Paar […], sondern auch ein Team, das sich durch Fairneß, Verständnis, Witz und gegenseitige Achtung stets von neuem motivierte“ (Henke 2001, S. 108).


    Profil

    Gertrud Schönberg war die zweite Ehefrau des Komponisten, Schriftstellers und Malers Arnold Schönberg sowie die Schwester des bekannten österreichisch-amerikanischen Violinisten Rudolf Kolisch. Zunächst studierte sie Chemie an der Wiener Universität, dann Schauspiel an der Theaterschule von Max Reinhardt in Berlin. Unter dem Pseudonym „Max Blonda“ schrieb Gertrud Schönberg 1928 das Libretto für Arnold Schönbergs einaktige Komische Oper „Von heute auf morgen“ op. 32.

    Nach dem Tod ihres Mannes am 13. Juli 1951 verwaltete Gertrud Schönberg dessen Nachlass, setzte sich für eine institutionelle Sicherung seines Schaffens ein und unterstützte die künstlerische Realisierung seiner Werke. Dem Wunsch Arnold Schönbergs folgend, betreute sie das umfangreiche Material in Zusammenarbeit mit seinen Freunden und Verwandten (vgl. Muxeneder 2008, S. 5).

    Orte und Länder

    Gertrud Schönberg wurde in Karlsbad (heute Karlovy Vary, Tschechische Republik) geboren und wuchs in Wien auf. In Mödling, Österreich, heiratete sie den Komponisten Arnold Schönberg. Später zogen beide nach Berlin, emigrierten 1933 mit ihrer gemeinsamen Tochter Nuria nach New York und zogen schließlich 1934 nach Los Angeles um.

    Für die Erstaufführung der von Arnold Schönberg geschriebenen Oper „Moses und Aron“ reiste Gertrud Schönberg 1957 nach Zürich (Schweiz) und kehrte 1958 ein weiteres Mal nach Europa zurück, um in Darmstadt die Nachlassverwaltung ihres Mannes zu regeln.

    Biografie

    Gertrud Bertha Schönberg (geb. Kolisch) wurde am 11. Juli 1898 in Karlsbad (heute Karlovy Vary, Tschechische Republik), geboren.

    Ihr Vater Rudolf Rafael Kolisch (1868-1922) stammte ebenfalls aus Böhmen, hatte sich 1896 an der Universität Wien für innere Medizin habilitiert und arbeitete 1898, dem Geburtsjahr der Tochter Gertrud Bertha Kolisch, in Böhmen als Kurarzt. Seine Frau Henriette Anna Theresia Kolisch (geb. Hoffmann, 1876-1971) war eine österreichische Pianistin (vgl. Maurer Zenck, 1998). Die Familie Kolisch hatte einen jüdischen Hintergrund (vgl. Hohenems Genealogie).

    Als jüngstes Kind wuchs Gertrud Schönberg mit ihren zwei älteren Geschwistern Rudolf Kolisch (1896-1987) und Maria Sofia Adolfine (Mitzi) Kolisch, später verheiratete Seligman (1895-1978), in Wien auf. Zunächst studierte sie Chemie an der Wiener Universität, dann Schauspiel an der Theaterschule von Max Reinhardt in Berlin (vgl. Brand et al. (Hg.) 2007, S. 604). Da die Familie sehr musikinteressiert war, wurde ihr während ihrer Jugend auch der Zugang zur Musik ermöglicht. Ihr Bruder Rudolf Kolisch entwickelte ein großes musikalisches Talent und erhielt bereits als kleiner Junge Geigenunterricht. Später studierte er dann Musik, gründete das Wiener Streichquartett und wurde in den Jahren von 1919-1922 als Privatschüler von Arnold Schönberg in Kompositionslehre unterrichtet.

    Über ihren Bruder lernte Gertrud Schönberg, die als die „temperamentvolle jüngere Schwester“ (Ringer 2002, S. 220) galt, den 24 Jahre älteren, verwitweten Komponisten Arnold Schönberg kennen, dessen erste Frau, Mathilde, geb. Zemlinsky, 1923 verstorben war. Wie Henke plastisch darstellt, hatte sie anscheinend bereits von Anfang an eine inspirierende Wirkung auf ihn: „Nun begann der fünfzigjährige Komponist wie ein Jüngling mit seinem Äußeren und seinen Gewohnheiten zu experimentieren: Er ließ sich vorübergehend einen Oberlippenbart wachsen, trug ausgesucht elegante Kleidung, zeigte Gefallen an dem, was man damals in Europa unter Jazz verstand, durchstreifte mit Freunden die Bars der Wiener Innenstadt“ (Henke 2001, S. 19). Am 28. August 1924 heirateten Gertrud und Arnold Schönberg in der Evangelischen Pfarrkirche in Mödling.

    Im September 1924 reiste das Ehepaar nach Venedig, wo es seine Flitterwochen verbrachte (vgl. Henke 2001, S. 110). Während dieser Zeit komponierte Arnold Schönberg die Suite op. 29 für kleine Klarinette, Klarinette, Bassklarinette, Geige, Bratsche, Violoncello und Klavier, die er dann als „verspätetes Hochzeitsgeschenk“ (Ringer 2002, S. 39) seiner Frau widmete. Aus diesem Grund kann die Suite auch als ein „instrumentale[r] Flitterwochen-Kommentar“ Arnold Schönbergs im Hinblick auf seine Hochzeitsreise mit Gertrud Schönberg gelesen werden (Ringer 2002, S. 221). Als Arnold Schönberg im August 1925 zum Nachfolger des im Jahr zuvor verstorbenen Ferruccio Busoni als Leiter der Meisterklasse für Komposition an die Berliner Akademie der Künste berufen wurde, verbesserte sich die finanzielle Situation der Familie. Es erfolgte der Umzug von Wien nach Berlin.

    Wie sehr Gertrud Schönberg an der Arbeit ihres Mannes mitwirkte, zeigte sich nicht zuletzt an ihrer Tätigkeit als Librettistin: In den Jahren 1928 bis 1929 stellte Arnold Schönberg die Komposition seiner einaktigen Oper „Von heute auf morgen“ op. 32 musikalisch fertig. Das wahrscheinlich früheste Manuskript des Librettos ist auf den 21. Oktober 1928 datiert und stammt von Arnold Schönberg selbst, der jedoch lediglich auf anderthalb Seiten das Thema für die Oper skizziert hatte. Auf dem Titelblatt wurde dann später der Name „Max Blonda“ als Textautor vermerkt. Nach dem Krieg gab man jedoch bekannt, dass Gertrud Schönberg die eigentliche Verfasserin des Librettos gewesen und der Text für die Komische Oper lediglich unter dem Pseudonym „Max Blonda“ („große Blonde“?; vgl. Grun 2006, S. 551) veröffentlicht worden war. Leider ist von dem Libretto keine Niederschrift oder Typoskript von Gertrud Schönberg erhalten (vgl. GA, Bd. 7B, Teil 1, S. 12f.)

    Seit seinem Umzug nach Berlin verbrachte das Ehepaar Schönberg jährlich mehrere Monate im Ausland, vor allem im Mittelmeerraum, da Arnold Schönberg gesundheitliche Probleme hatte. In Barcelona kam dann am 7. Mai 1932 ihre Tochter Dorothea Nuria zur Welt. Mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Beginn der NS-Zeit um 1933 wurde der Verbleib in Berlin für das Ehepaar Schönberg, die beide einen jüdischen Hintergrund hatten, immer schwieriger. Die Familie floh zunächst nach Frankreich, wo sie am 17. Mai 1933 mit ihrem Hund Witz in Paris eintraf, und emigrierte 1934 nach New York; noch im selben Jahr zogen Schönbergs nach Los Angeles um.

    Am 27. Januar 1937 kam ihr zweites Kind, Rudolf Ronald Schönberg, in den USA zur Welt und 1941 wurde ihr Sohn Lawrence Adam Schönberg ebenfalls auf amerikanischem Boden geboren. In dieser Zeit erhielt die gesamte Familie die amerikanische Staatsbürgerschaft.


    Nachdem Arnold Schönberg am 12. Juli 1951 in Los Angeles gestorben war, sorgte Gertrud Schönberg allein für sich und die drei Kinder. So wie ihr Mann schon in seinem Schaffen nichts dem Zufall überlassen konnte und wollte, so sollten später auch seine Werke in guten Händen aufgehoben sein (vgl. Muxeneder 2008, S. 1). Nach seinem Tod ging somit der gesamte Nachlass in den Besitz seiner Witwe über. In seinem Testament vom 1. Oktober 1950 vermerkte er: „Liebste Trude. Solltest du über musikalische oder theoretische Probleme, oder über Herausgabe unveröffentlichter oder unbeendigter Manuskripte nicht allein entscheiden wollen, so empfehle ich folgende meiner Freunde als Berater: Dr. Joseph Polnauer, Joseph Rufer, Erwin Stein […], Erwin Ratz, vor allem deinen Bruder Rudolf Kolisch; […]“ (Arnold Schönberg Center).


    Mit ihrem Selbstverständnis als Nachlassverwalterin und mit dem Ziel, die Sammlung ihres Mannes auch für die Wissenschaft zugänglich zu machen, orientierte sich Gertrud Schönberg in den folgenden Jahren an den letzten Wünschen ihres verstorbenen Mannes: So betraute sie zunächst Winfried Zillig, einen ehemaligen Schüler Schönbergs an der Akademie der Künste in Berlin, mit der Aufgabe, eine aufführbare Partitur des Particells zum unvollendeten Oratorium „Die Jakobsleiter“ herzustellen, kümmerte sich um die szenische Umsetzung der ersten beiden Akte des Opernfragments „Moses und Aron“ und setzte sich für Aufführungen von noch unbekannten Kompositionen aus dem großen Manuskriptbestand ihres Mannes ein (vgl. Ristow 2005, S. 309-315). Eine sehr wichtige Initiative Gertrud Schönbergs war zudem die Sichtung und Inventarisierung der ca. 8000 handschriftlichen Manuskripte. In enger Zusammenarbeit mit den beiden ehemaligen Schönberg-Assistenten Leonard Stein und Richard Hoffmann entstand auf diese Weise die Kritische Gesamtausgabe der musikalischen Werke, die nicht nur fertiggestellte Arbeiten, sondern auch Entwürfe und Skizzen von Kompositionen Arnold Schönbergs enthält (vgl. Sichardt 1992, S. 10-13). Im Dezember 1965 wurde schließlich die Gesamtausgabe von Joseph Rufer, einem ehemaligen Schüler Arnold Schönbergs, begründet und im April 1969 unter der Editionsleitung von Rudolf Stephan hierfür eine selbstständige Forschungsstelle in Berlin eingerichtet, die heute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ihren Sitz hat (vgl. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2012, S. 133). Welche große Arbeit Gertrud Schönberg als „Betreuerin des Nachlasses“ (Rufer 1966, S. X) und damit als Initiatorin der Kritischen Gesamtausgabe vor allem in den Jahren 1961 bis 1967 geleistet hat, macht Hoffmann in der Vorbemerkung zur Gesamtausgabe (GA, Bd. 7A) in Form eines Nachrufes deutlich: „Schließlich möchte ich sagen, wie viel Dank ich Frau Gertrud Schönberg schulde für ihre wesentlichen Beiträge zu diesem Band und für ihre unermüdliche Bereitschaft, die Gesamtausgabe als Ganzes zu fördern. Ihr unzähmbarer Geist initiierte und leitete diese Ausgabe von 1961 bis 1967. Ihr Tod am 14. Februar 1967 war ein schwerer Verlust für diejenigen, die als erste mit der Arbeit an dieser Ausgabe betraut waren“ (Hoffmann 1969, S. VII).

    1964 gründete Gertrud Schönberg zusammen mit ihrem Sohn Lawrence Schönberg den Verlag „Belmont Music Publishers“ in Los Angeles, USA. Dieses Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, Wieder- und Neuauflagen anzuregen oder selbstständig umzusetzen und weltweit in Kooperation mit anderen Verlagen für die Verfügbarkeit von Aufführungsmaterialien zu sorgen (vgl. Muxeneder 2005, S. 10).


    Es folgten Versuche, den Nachlass nun auch institutionell zu sichern. Zur Diskussion stand unter anderem die Errichtung eines Schönberg- Archivs in Darmstadt oder in Berlin unter der Leitung von Rudolf Kolisch bzw. Wolfgang Steinecke. Gertrud Schönberg, die eigens für diese Verhandlungen nach Europa gereist war, stand aber letztlich beiden Vorschlägen skeptisch gegenüber, da sie die originalen Manuskripte, d. h. das gesamte Schönberg-Archiv, hätte abgeben müssen. Mitte der 1960er Jahre arbeiteten dann Gertrud Schönberg und ihr Sohn Lawrence Schönberg ein Konzept für ein künftiges Schoenberg Study Center aus, welches den Grundstock für die Ausrichtung des Arnold Schoenberg Institutes in Los Angeles und später des Arnold Schönberg Centers in Wien legte. Es ging Gertrud Schönberg vor allem darum, dass ihrer Familie jederzeit die Kontrolle über den Aufsichtsrat in der Institution eingeräumt werden müsse, die den Nachlass als Leihgabe oder Schenkung erhielte (vgl. Muxeneder 2005, S. 10).


    Am 14. Februar 1967 starb Gertrud Schönberg mit 68 Jahren in Los Angeles. Die Verantwortung für den Schönberg-Nachlass lag nun bei ihren Kindern Nuria, Ronald und Lawrence Schönberg. Diese setzten die Bestrebungen ihrer Mutter fort und führten unter anderem Verhandlungen mit Grant Beglarian, dem Vorsitzenden der University of California, an der Arnold Schönberg zuletzt gelehrt hatte. Am 20. Februar 1977 wurde dort das Arnold Schoenberg Institute errichtet. Im Jahr 1992 kam es jedoch wegen der Urheberrechte zu einem Zerwürfnis zwischen dem Beirat und der Familie Schönberg. Letztere traf schließlich im Dezember 1996 die Entscheidung, in Wien eine Arnold Schönberg Center Privatstiftung zu gründen, die im März 1998 mit dem Zweck eröffnet wurde, den Arnold-Schönberg-Nachlass in Wien zu etablieren, ihn zu erhalten und zu pflegen, die Ausbildung der Allgemeinheit im Hinblick auf Schönbergs interdisziplinären künstlerischen Einfluss zu ermöglichen sowie Lehre und Verbreitung von Schönbergs Beiträgen zur Musik und seines sonstigen Lebenswerks sicherzustellen. Das Schönberg-Haus in Mödling wurde zudem als Schenkung in die Stiftung mit eingebracht (vgl. Meyer 1998, S. 10-12).

    Würdigung

    Gertrud Schönberg verwaltete nach dem Tod ihres Mannes dessen Nachlass, setzte sich für die Vollendung und Veröffentlichung seiner Werke ein, gründete einen Verlag und war Initiatorin der Kritischen Gesamtausgabe von Arnold Schönbergs Werken. Wenn auch die Gründung der Arnold Schönberg Center Privatstiftung erst nach ihrem Ableben erfolgte, entwickelte sie bereits in früheren Jahren in enger Zusammenarbeit mit ihren Kindern das Grundkonzept für eine solche Institution. Entsprechend der Zielsetzung, die Arbeit ihres verstorbenen Mannes der Wissenschaft zugänglich zu machen, wurde schließlich „mit dem Schönberg Center die Chance gegeben, daß sich das inzwischen musikgroßstädtische Kulturinteresse am gesamten 20. Jahrhundert in Wien mit Know-how aus den USA verbindet“ (Dietrichs-Lafite 1998, S. 1).

    Quellen

    Sekundärliteratur


    Berlin- Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Jahrbuch 2012. Berlin: Akademie Verlag, 2013. S. 133.


    Brand, Juliane, Hailey, Christopher, Meyer, Andreas (Hg.). Briefwechsel Arnold Schönberg – Alban Berg. Teilband II: 1918-1935. Mainz: Schott Verlag, 2007.


    Dietrichs-Lafite, Marion. „Geleit: Arnold Schönberg“. In: Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ). Jg. 53. H. 3-4. 1998. S. 1.


    Grun, Constantin. Arnold Schönberg und Richard Wagner: Spuren einer außergewöhnlichen Beziehung. Göttingen: Unipress, 2006.


    Henke, Matthias. Arnold Schönberg. München: dtv, 2001.


    Hoffmann, Richard: Vorbemerkung zur Gesamtausgabe, Arnold Schönberg: Von heute auf morgen. Oper in einem Akt, op. 32. Text und Skizzen. Abteilung III: Bühnenwerke, Bd. 7A. Gösta Neuwith (Hg.). Mainz: Schott Verlag 1972.


    Maurer Zenck, Claudia: „Was sonst kann ein Mensch denn machen, als Quartett zu spielen?“ – Rudolf Kolisch und seine Quartette. Versuch einer Chronik der Jahre 1921–1944. In: Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ). Jg. 53. H. 11. 1998. S. 8-57.


    Meyer, Christian. Das Arnold Schönberg Center in Wien. Genese und Ausrichtung. In: Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ). Jg. 53. H. 3-4, 1998. S. 10-13.


    Muxeneder, Therese. Archivierung und virtuelle Edition. Arnold Schönbergs Nachlass als offenes Archiv. In: Jahrbuch für Computerphilologie 7/2005. Braungart, Jannidis, Gendolla (Hg.). Paderborn: mentis Verlag, 2006. S. 53-66.


    Muxeneder, Therese. Ethik des Bewahrens. Exil und Rückkehr des Schönberg-Nachlasses. In: Kulturelle Räume und ästhetische Universalität. Musik und Musiker im Exil. Krohn, Rotermund, Winckler Köpke (Hg.). München: Edition Text + Kritik, 2008. S. 44-66.

    Neighbour, Oliver et al. Schönberg, Webern, Berg. Die zweite Wiener Schule. Stuttgart, Weimar: Metzler Verlag, 1992.


    Ringer, Alexander. Arnold Schönberg. Das Leben im Werk. Stuttgart, Weimar: Metzler Verlag, 2002.


    Ristow, Nicole. Karl Rankl. Gedanken über die Vollendung und Aufführbarkeit von Arnold Schönbergs Oratorienfragment „Die Jakobsleiter“. In: Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule. Grassl, Kapp (Hg.). Wien: Böhlau Verlag, 2002. S. 309- 315.


    Rufer, Joseph: Vorwort zur Gesamtausgabe, Arnold Schönberg: Lieder mit Klavierbegleitung. Abteilung I: Lieder und Kanons, Bd. 1A. Joseph Rufer (Hg.). Mainz: Schott Verlag, 1966.


    Schmidt, Gabriela. Kolisch, Rudolf. In: Historisches Lexikon Wien in 6 Bänden, Bd. 3. Czeike, Felix (Hg.). Wien: Kremayr & Scheriau Verlag, 1992–2004. S. 554.


    Sichardt, Martina. Zur Gesamtausgabe der musikalischen Werke Arnold Schönbergs. In: Mitteilungen aus der Schönberg-Forschung. H. 5-6, 1992. S. 10-13.


    Wiesmann, Sigrid. Szenische Aufgaben – filmische Lösungen. Zwei Studien zu Schönbergs Einaktern Die glückliche Hand und Von heute auf morgen. In: Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule. Grassl, Kapp (Hg.). Wien: Böhlau Verlag, 2002. S. 45-60.



    Links


    Arnold Schönberg Center (Home). Zugriff unter http://www.schoenberg.at/index.php/en/ (Stand: 27.06.2015).


    Arnold Schönberg, Sämtliche Werke. Zur Geschichte der Schönberg-Gesamtausgabe. Zugriff unter http://www.schoenberg-gesamtausgabe.de/geschichte.html (Stand: 16.07.2015).


    Belmont Music Publishers Arnold Schoenberg. Zugriff unter: http://www.schoenbergmusic.com/ (Stand: 27.06.2015).


    Fetthauer, Sophie. Rudolf Kolisch. In: Universität Hamburg, Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS Zeit (LexM). 2006, aktualisiert am 07. November 2013. Zugriff unter http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00001294 (Stand: 23.08.2015).


    Hohenems Genealogie: Gertrud Bertha Kolisch. Zugriff unter: http://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I7586&tree=Hohenems (Stand: 27.06.2015).


    Maurer Zenck, Claudia. Arnold Schönberg. In: Universität Hamburg, Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS Zeit (LexM). 2009, aktualisiert am 08. Juni 2015. Zugriff unter http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00002371 (Stand: 23.08.2015).

    Forschung

    Bisher liegen keine weiteren Forschungsinformationen über Gertrud Bertha Schönberg vor.

    Forschungsbedarf

    Eine monografische Darstellung von Leben und Wirken von Gertrud Schönberg und damit eine umfassendere Würdigung ihrer Person wäre wünschenswert. Durchweg wird sie lediglich als zweite Ehefrau des Komponisten Arnold Schönberg erwähnt. Dabei wird häufig übersehen, dass sie auf das Schaffen ihres Mannes und damit auf sein musikalisches Leben einen beachtlichen Einfluss ausgeübt hat. Ob sie neben ihrer Tätigkeit als Librettistin noch schauspielerisch oder anderweitig musikalisch tätig war, wäre bei einer näheren Untersuchung zu erkunden. Des Weiteren wäre näher zu erforschen, worin „die wesentlichen Beiträge“ (Hoffmann 1969, S. VII), die Gertrud Schönberg zur Förderung der Kritischen Gesamtausgabe geleistet hat, bestanden haben. Konkretere Angaben dazu gibt es in den jeweiligen Bänden der Gesamtausgabe leider nicht.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 40140654
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116860146
    Library of Congress (LCCN): no00004662
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Michèle Wolter


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 14.12.2015


    Empfohlene Zitierweise

    Michèle Wolter , Artikel „Gertrud Schönberg“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 14.12.2015.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Gertrud_Schönberg