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  • Gertrud Hindemith

    von Susanne Schaal-Gotthardt
    Gertrud Hindemith 1926.
    Namen:
    Gertrud Hindemith
    Geburtsname: Johanna Gertrud Rottenberg
    Lebensdaten:
    geb. in Frankfurt am Main, Deutschland
    gest. in Vevey, Schweiz
    Tätigkeitsfelder:
    Schauspielerin, Sängerin, Managerin, Beraterin, Nachlassverwalterin

    Profil

    Gertrud Hindemith war seit 1924 die engste Vertraute und Beraterin ihres Ehemanns Paul Hindemith. Sie übernahm die Verhandlungen mit Konzertveranstaltern und pflegte Korrespondenzen mit Musikerkollegen, Autoren und Verlagen. Nach seinem Tod im Jahr 1963 begann sie mit der Aufarbeitung des umfangreichen Nachlasses und bereitete die Einrichtung der Fondation Hindemith vor, die als Rechtsnachfolgerin des kinderlos gebliebenen Ehepaars dienen sollte.

    Orte und Länder

    Johanna Gertrud (genannt Gertrud) Rottenberg wurde in Frankfurt am Main geboren. 1924 heiratete sie Paul Hindemith. Sie begleitete ihn 1927 nach Berlin, wo er eine Professur für Komposition übernahm. Das Paar emigrierte 1938 in die Schweiz und 1940 weiter in die USA. Gertrud Hindemith nahm 1946 – ebenso wie ihr Mann – die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an, die beide bis an ihr Lebensende behielten. 1953 kehrten sie nach Europa zurück und ließen sich im Ort Blonay nahe Vevey in der Schweiz nieder.

    Biografie

    Gertrud Hindemith wurde als Johanna Gertrud Rottenberg am 2. August 1900 in Frankfurt am Main geboren. Ihr Vater war der aus Czernowitz stammende Dirigent Ludwig Rottenberg (1864-1932), der seit 1893 als Erster Kapellmeister am Frankfurter Opernhaus wirkte. Ihre Mutter Theodore, geb. Adickes, war eine Tochter des damaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes (1846-1915). Gertruds ältere Schwester Gabriele (1898-1987) heiratete 1920 den Frankfurter Rundfunkpionier Hans Flesch (1896-1945), der 1929 Intendant des Berliner Rundfunks wurde.

    Gertrud Hindemith wuchs in einem großbürgerlichen, liberalen Elternhaus auf, in dem die Musik eine zentrale Rolle spielte. Ludwig Rottenberg verkehrte mit zahlreichen Persönlichkeiten aus dem Musikleben, etwa mit den Komponisten Johannes Brahms, Gustav Mahler, Franz Schreker und Erich Wolfgang Korngold oder dem Musikkritiker Paul Bekker. Soweit sich aus den wenigen erhaltenen Dokumenten erschließen lässt, legte die Familie viel Wert sowohl auf allgemeine Bildung wie auch auf musikalische Schulung. Gertrud Hindemith verbrachte ihre Schulzeit in Internaten und erhielt im Juni 1914 das Abschlussdiplom einer Schule in Paris.

    Über ihre künstlerische Ausbildung ist kaum etwas bekannt. Wohl studierte sie eigenem Bekunden zufolge Gesang an einem Berliner Konservatorium und in Frankfurt (Interview mit Gertrud Hindemith in der dänischen Zeitung Politiken, 22. September 1959). Gleichwohl lassen sich vor ihrer Ehe keine öffentlichen Auftritte als Musikerin nachweisen. Ob sie zusätzlich zu ihrem Gesangsstudium eine Ausbildung zur Schauspielerin absolvierte, lässt sich nicht mehr feststellen. Ihr schauspielerisches Talent war jedoch offensichtlich so groß, dass sie von 1917 bis 1919 am Frankfurter Neuen Theater zahlreiche Rollen in Theaterstücken übernahm, zumeist in heiteren Schwänken und Lustspielen, aber auch in Stücken von Strindberg, Tschechow und Wedekind. Von 1919 bis 1922 war sie bei der Berliner Filmproduktionsfirma BB-Film-Fabrikation Bolten-Baeckers außerdem als Schauspielerin in mehreren Stummfilmen, u.a. als Partnerin von Leo Peukert engagiert.


    Zwischen Gertruds Vater Ludwig Rottenberg und Paul Hindemith bestanden seit 1915 berufliche Verbindungen: Hindemith trat 1915 eine Stelle als Erster Geiger im Frankfurter Opernhausorchester an und übernahm dort wenig später die Position eines Konzertmeisters, die er bis 1923 ausfüllte. Unter Rottenbergs Leitung wurde am 26. März 1922 der dritte von Hindemiths Einaktern, „Sancta Susanna“, in Frankfurt uraufgeführt. Gertrud und Paul Hindemith lernten sich 1922 oder 1923 anlässlich einer Weihnachtsfeier bei gemeinsamen Bekannten kennen. Die Eheschließung erfolgte am 15. Mai 1924. Das Paar blieb kinderlos.

    Wie Gertrud Hindemith in dem bereits erwähnten Interview 1959 mitteilte, gab sie bald nach der Eheschließung ihre künstlerischen Ambitionen als Sängerin auf. Eine Ausnahme machte sie bei der Kantate „Die Serenaden“ op. 35 für Sopran, Oboe, Bratsche und Violoncello, die Hindemith wenige Wochen nach der Hochzeit im Juni/Juli 1924 „für meine Frau Gertrud“ komponiert hatte. Das Stück, das sich als – nicht mehr im Detail zu entschlüsselnde – musikalische Nachzeichnung der Liebesgeschichte zwischen Gertrud und Paul deuten lässt, wurde am 30. Oktober 1924 in Frankfurt unter Mitwirkung der beiden Eheleute uraufgeführt. Ein weiteres – und vielleicht auch letztes – Mal sang Gertrud die Sopranpartie im April 1925 bei einem Konzert in Winterthur.

    Auch wenn Gertrud Hindemith ihre Auftritte in der Öffentlichkeit aufgab, blieb sie doch zeitlebens musikalisch aktiv. Beim gemeinsamen häuslichen Musizieren begleitete sie ihren Mann am Klavier, außerdem spielte sie Cello und Kontrabass. Für diese Gelegenheiten schrieb Paul Hindemith eine ganze Reihe von leichteren Instrumentalstücken, die ihren technischen Möglichkeiten entsprachen. Die zahlreichen Klavierlieder, die er ab 1933 komponierte, sind ebenfalls dem familiären Musizieren mit seiner Frau gewidmet. Sie stehen zugleich für den Rückzug ins Private, den das Ehepaar angesichts der zunehmenden Repressalien vonseiten des Nazi-Regimes während der 1930er Jahre vollzog. Hindemith geriet zusätzlich zum Vorwurf des „Musikbolschewismus“, der seiner Musik galt, auch wegen seiner Ehefrau unter Druck, die – obgleich evangelisch getauft – gemäß der Rassenlehre der Nazis wegen ihres jüdischstämmigen Vaters als „Halbjüdin“ galt. Gertruds Konversion zum katholischen Glauben im April 1938 lässt sich als Versuch deuten, ihre tiefgreifende Verunsicherung angesichts der zunehmenden Feindseligkeiten in Deutschland durch die Hinwendung zu einem stabilen Glaubenssystem zu überwinden. In den folgenden Jahren entwickelte sie eine tiefe Frömmigkeit, die sich zum Teil auch auf Hindemiths Schaffen auswirkte: Auf ihre Anregung geht etwa die Zusammenarbeit mit dem katholischen Schriftsteller Paul Claudel zurück, aus der die Kantate „Ite, angeli veloces“ (1953/1955) erwuchs.

    Den zunehmenden Repressalien durch die Nazis versuchte Hindemith auszuweichen, indem er den Auftrag der türkischen Regierung annahm, in Ankara ein Konservatorium und die Musikerausbildung nach westeuropäischem Vorbild aufzubauen. Gertrud Hindemith begleitete ihn bei seinen vier jeweils mehrwöchigen Aufenthalten in Ankara zwischen 1935 und 1937. Nachdem die Reichsmusikkammer im Herbst 1936 ein Aufführungsverbot über Hindemiths Werke verhängt hatte, kündigte er im März 1937 seine Professur für Komposition an der Berliner Musikhochschule. Im August 1938 emigrierte das Ehepaar in die Schweiz. Anfang 1940 nutzte Hindemith eine Konzert- und Vortragsreise durch die USA zur Übersiedlung dorthin. Gertrud Hindemith, die zunächst noch in der Schweiz geblieben war, konnte nur unter Schwierigkeiten nachreisen, da aufgrund des Kriegsverlaufs ab Mitte Mai Häfen in Italien und Frankreich nicht mehr erreichbar waren. Es gelang ihr, über den unbesetzten Teil Frankreichs und Spanien bis nach Lissabon zu kommen, wo sie im September 1940 eine der letzten zivilen Schiffspassagen nach New York ergattern konnte.

    An der Yale University in New Haven, wo Paul Hindemith 1940 eine Professur für Musiktheorie übernahm, begann Gertrud Hindemith ein Romanistikstudium, das sie im Mai 1945 mit einem Master’s Degree abschloss. Bei den Konzerten des Collegium Musicum, die Hindemith zwischen 1943 und 1953 an der Yale Music School veranstaltete, beteiligte sie sich regelmäßig als Choristin. Die zahlreichen Klavierlieder nach englischen, französischen, deutschen und lateinischen Texten, die Hindemith zwischen 1942 und 1955 komponierte, sind ihr gewidmet. Der private Charakter dieser Werke lässt sich auch daran ablesen, dass Hindemith viele von ihnen – ebenso wie die Klavierlieder aus den 1930er Jahren – zu seinen Lebzeiten unveröffentlicht ließ. Zwischen 1940 und 1960 schrieb er für Gertrud außerdem 14 Motetten für Sopran und Klavier nach lateinischen Evangelientexten aus der Weihnachtszeit.


    Gertrud Hindemith hatte bald nach der Eheschließung damit begonnen, sich der geschäftlichen Angelegenheiten ihres Mannes anzunehmen. In den Zeiten, da er sich auf Konzertreisen befand, hielt sie den brieflichen Kontakt zu den Vertretern des Mainzer Schott-Verlags aufrecht. Sie führte die Korrespondenz mit Künstlerpersönlichkeiten, die mit Hindemith zusammenarbeiteten, so etwa mit dem Tänzer und Choreographen Léonide Massine, mit Schriftstellern wie Carl Zuckmayer, Paul Claudel oder Thornton Wilder, mit dem Dirigenten Ernest Ansermet oder dem Musikmäzen Werner Reinhart. In den 1930er Jahren übernahm sie auch die Aufgaben einer Konzertagentin und koordinierte die Konzertauftritte ihres Mannes. Von 1946 an begleitete sie ihn regelmäßig auf seinen Konzertreisen. Dabei machte sie es sich zur Aufgabe, die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde, zu kanalisieren und ihm den Rücken für seine künstlerische Arbeit freizuhalten.


    Nach Paul Hindemiths Tod am 28. Dezember 1963 begann sie mit der Sichtung, Aufarbeitung und Archivierung des Nachlasses, der sich auch dank Hindemiths eigener großer Sorgfalt im Umgang mit seinen Dokumenten als besonders umfangreich und reichhaltig erwies. In ihrem Testament verfügte sie die Gründung einer Stiftung, die als Rechtsnachfolgerin des Komponisten fungieren, sein Erbe bewahren und seinen Nachlass der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. 1964 betreute Gertrud Hindemith eine Ausstellung in der Frankfurter Oper aus Anlass des 100. Geburtstages ihres Vaters Ludwig Rottenberg. 1965 konzipierte sie Ausstellungen zu Paul Hindemiths 70. Geburtstag, die in Frankfurt und Zürich gezeigt wurden, und arbeitete an der Publikation des Bildbandes „Paul Hindemith – Die letzten Jahre“ (Mainz 1965) mit.

    Gertrud Hindemith starb am 13. März 1967 in Vevey im schweizerischen Kanton Vaud und wurde an der Seite ihres Mannes auf dem Friedhof des an Blonay angrenzenden Ortes La Chiésaz beigesetzt.

    Würdigung

    Gertrud Hindemith war eine umfassend – auch musikalisch – gebildete und belesene Frau. Sie sprach fließend vier Sprachen (deutsch, französisch, englisch, italienisch). Ihrem Mann stand sie als kompetente Partnerin in vielfältiger Weise beratend und unterstützend zur Seite. Sie empfahl ihm Bücher zur Lektüre, diskutierte mit ihm Details der Opernlibretti, die er selbst konzipierte („Mathis der Maler“, „Harmonie der Welt“), sie war unmittelbar eingebunden in den künstlerischen Austausch ihres Mannes mit Literaten wie Gottfried Benn (Oratorium „Das Unaufhörliche“), Paul Claudel (Kantate „Ite, angeli veloces“) oder Thornton Wilder (Einakter „The Long Christmas Dinner“), sie bezog kritisch Stellung zu seinen Kompositionen ebenso wie zu seinen musiktheoretischen Schriften. Das hohe intellektuelle Niveau, auf dem sich Gertrud und Paul Hindemith in ihrem Gedankenaustausch bewegten, lässt sich an ihrem Briefwechsel ablesen. (Im Unterschied zum umfangreichen Konvolut der Briefe Hindemiths an seine Frau, die publiziert vorliegen – „Das private Logbuch“. Briefe an seine Frau Gertrud, hrsg. von Friederike Becker und Giselher Schubert, Mainz 1995 –, wurden die wenigen erhaltenen Briefe von Gertrud an Paul bislang nicht veröffentlicht.)

    Rezeption

    Gertrud Hindemiths testamentarischer Verfügung zur Errichtung einer Stiftung wurde 1968 mit der Gründung der Fondation Hindemith mit Sitz in Blonay (CH) entsprochen. Mit der Verfügung der Stiftungsgründung legte Getrud Hindemith den Grundstein für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Paul Hindemith, der als außergewöhnlich vielseitige Künsterpersönlichkeit das Musikleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte. In Erfüllung der im Testament festgelegten Ziele der Stiftung wurde 1974 in Frankfurt am Main das Hindemith Institut eingerichtet. Als zentrale Forschungsstätte zu Leben und Werk des Komponisten archiviert und erforscht es seinen wissenschaftlich relevanten Nachlass und macht ihn der Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus gründete die Stiftung 1978 in Blonay das Centre de Musique Hindemith. Laien- und Berufsmusikern stehen dort Unterkünfte und Räume zu intensiver Probenarbeit zur Verfügung. Zum Eigentum der Stiftung gehört auch das ehemalige Wohnhaus der Hindemiths in Blonay mit der umfangreichen Privatbibliothek, die Aufschluss über den weiten geistigen Horizont des Paares gibt.

    Der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann nahm 1996 die Zusammenarbeit von Gottfried Benn mit Paul und Gertrud Hindemith anlässlich der Entstehung des Oratoriums „Das Unaufhörliche“ als historische Folie für sein Schauspiel „Carleton“ und wies Gertrud Hindemith eine der Hauptfiguren zu.

    Werkverzeichnis

    Die schauspielerische Arbeit der jungen Gertrud Hindemith lässt sich in Anbetracht der Quellenlage nur konstatieren, nicht jedoch einschätzen. Die folgenden Engagements sind bekannt (von Gertrud Hindemith gespielte Rollen in Klammern):



    Auftritte im Frankfurter Neuen Theater


    Hans Sturm, Wie fessele ich meinen Mann (Käthe), Juli 1917

    Eugene Brieux, Die Schiffbrüchigen (Arbeiterin), Juni 1918

    Franz und Paul von Schönthan, Der Raub der Sabinerinnen, Schwank (Paula), Juni 1918

    Sil-Vara (d.i. Geza Silberer), Die Frau von vierzig Jahren, Schauspiel (1. Stubenmädchen), Juni 1918

    Gustav von Moser, Der Hypochonder, Lustspiel (Klara), Juni 1918

    Julius Roderich Benedix, Doktor Wespe, Lustspiel (Thekla), Juni 1918

    Max Reimann, Otto Schwartz, Familie Hannemann, Schwank (Hildegard), Juli 1918

    Franz von Schönthan / Gustav Kadelburg, Der Herr Senator, Lustspiel (Agathe), Juli 1918

    Sigmund Neumann, Das badende Mädchen, Schwank (Evelyne), August 1918

    Franz Arnold / Ernst Bach, Die spanische Fliege, Schwank (Wally), August 1918

    Wilhelm Jacoby / Karl Laufs, Pension Schöller, Posse (Ida), August 1918

    Moritz Färber / Hans Sturm, Das Extemporale, Schwank (Lotte), August 1918

    Carl Rößler, Die fünf Frankfurter, Lustspiel (Eveline), September 1918

    Anton Tschechow, Der Heiratsantrag (Natalia Stepanowna), November 1918

    Frank Wedekind, Frühlings Erwachen, Kindertragödie (Martha), November 1918

    Paul Lindau, Der Andere, Schauspiel (?), Februar 1919

    Leo Walter Stein, Ihr Papa, Lustspiel (Maximiliane), März 1919

    August Strindberg, Gespenstersonate (Milchmädchen), April 1919

    Toni Impekoven, Der Riese Goliath, Schwank (Martha), April 1919

    Bruno Frank, Die Schwestern und der Fremde, Schauspiel (eine Maske), April 1919


    Rollen in Stummfilmen


    Killemann hat 'nen Klaps (1919, Regie: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Der Vorstadt-Caruso (1920, Produzent: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Doktor Klaus (1920, Regie: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Der lustige Witwer (1920, Regie: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Leo und seine Kammerjungfer (1921, Produzent: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Photographie und Liebe (1921, Produzent: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Prof. Rehbein hilft aus (1922, Regie: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Das kommt vom Sekt (1922, Produzent: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Knoppchen und seine Schwiegermutter (1922, Regie: Heinrich Bolten-Baeckers)

    Quellen

    I. Korrespondenzen


    Ann Clark Fehn (Hg.). Gottfried Benn. Briefwechsel mit Paul Hindemith, Wiesbaden/München 1978.


    Peter Sulzer (Hg.). Zehn Komponisten um Werner Reinhart, 3 Bde., Zürich 1983.


    Claude Tappolet (Hg.). Correspondances d’Ernest Ansermet avec des compositeurs européens (1916-1966), Genève 1994.


    Friederike Becker / Giselher Schubert (Hg.). Paul Hindemith. „Das private Logbuch“. Briefe an seine Frau Gertrud, Mainz 1995.


    Gunther Nickel / Giselher Schubert (Hg.). Carl Zuckmayer – Paul Hindemith: Briefwechsel, St. Ingbert 1998.


    Pascal Lécroart (Hg.). Paul Claudel. Correspondance musicale, Genève 2007.


    Heinz-Jürgen Winkler. Briefe von Ludwig Rottenberg an Gertrud Hindemith, in: Hindemith-Jahrbuch 2012/XLI, S. 133-154.


    II. Archive und Forschungsstellen


    Hindemith Institut Frankfurt


    III. Sekundärliteratur


    Paul Hindemith. Zeugnis in Bildern, Mainz 1955.


    Paul Hindemith. Die letzten Jahre. Ein Zeugnis in Bildern, Mainz 1965.


    Andres Briner. Paul Hindemith, Zürich / Freiburg 1971.


    Geoffrey Skelton. Paul Hindemith. The man behind the music, London 1975.


    Maurice Zermatten. Le couple Paul-Gertrude Hindemith, in: Hindemith-Jahrbuch/Annales Hindemith 1974/IV, S. 119-126.


    Thomas Siedhoff. Das Neue Theater in Frankfurt am Main 1911-1935. Versuch der systematischen Würdigung eines Theaterbetriebs (Studien zur Frankfurter Geschichte 19), Frankfurt 1985.


    Luther Noss. Paul Hindemith in the United States, Urbana / Chicago 1989.


    Andres Briner. Paul und Gertrud Hindemiths literarische Interessen. Eine Studie aufgrund der Bibliothek in Blonay und einiger Materialien im Hindemith-Institut, in: Hindemith-Jahrbuch 1993/XXII, S. 158-199.


    Kurt Schäfer. Die Hindemiths und die Lübbeckes, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst 62, 1992, S. 307-339.


    Links


    Eintrag im Filmportal: http://www.filmportal.de/person/gertrud-rottenberg_fb64a2b9e7794104b926c0204a51e1bb (abgerufen am 17.12.2014)

    Forschung

    In der umfangreichen Literatur zu Paul Hindemith wird regelmäßig auf die bedeutende Rolle hingewiesen, die Gertrud Hindemith als kompetente Ratgeberin und Partnerin für ihren Mann innehatte. Im Rahmen der Publikation von Briefwechseln ihres Mannes (u.a. mit Gottfried Benn, Paul Claudel, Carl Zuckmayer) wurden z.T. auch Gertruds Anteile an der Korrespondenz veröffentlicht. Weitere Dokumente zu ihrem Leben und Wirken sind im Nachlass des Ehepaares vorhanden, der im Hindemith Institut Frankfurt aufbewahrt wird.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 73441650
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 119279673
    Library of Congress (LCCN): no95058332

    Autor/innen

    Susanne Schaal-Gotthardt


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 13.12.2015


    Empfohlene Zitierweise

    Susanne Schaal-Gotthardt, Artikel „Gertrud Hindemith“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.12.2015.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Gertrud_Hindemith