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  • Genovieffa Ravissa

    von Claudia Schweitzer und Elke Schröder
    Namen:
    Genovieffa Ravissa
    Geburtsname: Genovieffa Bernardina Vignola
    Varianten: Genovieffa Vignola, Genovieffa Ravizza, Genovieffa Turin, Genovieffa Bernardina Maria Ravissa, Genovieffa Bernardina Maria Vignola, Genovieffa Bernardina Maria Ravizza, Genovieffa Bernardina Maria Turin, Genovieffa Bernardina Madame Ravissa, Genovieffa Bernardina Madame Vignola, Genovieffa Bernardina Madame Ravizza, Genovieffa Bernardina Madame Turin, Genovieffa Bernardina Ravissa Ravissa, Genovieffa Bernardina Ravissa Vignola, Genovieffa Bernardina Ravissa Ravizza, Genovieffa Bernardina Ravissa Turin, Genovieffa Bernardina de Ravissa, Genovieffa Bernardina de Vignola, Genovieffa Bernardina de Ravizza, Genovieffa Bernardina de Turin
    Lebensdaten:
    geb. um in Turin,
    gest. in Lausanne,

    Geboren ca. 1745/1750. Die Sterbeurkunde aus dem Jahr 1807 (Archives de la Ville de Lausanne) nennt zwar ein Alter von 50 Jahren, da jedoch Genovieffa Vignola/Ravissa 1764 heiratete (Heiratsurkunde im Archivio Arcivescovile di Torino), wäre sie zum Zeitpunkt ihrer Heirat erst sieben Jahre alt gewesen. Dies erscheint auch besonders aus dem Grund nicht plausibel, weil ihr erstes Kind bereits 1768 geboren wurde (Taufurkunde ebd.). Wir gehen davon aus, dass in der französisch abgefassten Sterbeurkunde bei der Altersangabe hinter „cinquante“ die zweite Zahl vergessen wurde. Berücksichtigt man die in dieser Zeit oft ungenauen Altersangaben sowie die oben erwähnten Jahreszahlen ihrer Heirat und der Geburt des ersten Kindes, so gehen wir davon aus, dass Genovieffa Ravissa um 1745, allerspätestens 1750, geboren wurde.
    Tätigkeitsfelder:
    Musikpädagogin, Cembalistin, Sängerin, Komponistin
    Charakterisierender Satz:

    „Le caractere & l’honnêteté de Madame Ravissa, ses talens & le succès des leçons qu’elle donne depuis quelques mois dans cette Capitale, font desirer à tous ceux qui la connoissent qu’il soit possible de l’y fixer.“


    „Der Charakter und die Redlichkeit Madame Ravissas, ihre Talente und der Erfolg der Unterrichtsstunden, die sie seit einigen Monaten hier in unserer Stadt erteilt, lassen alle diejenigen, die sie kennen, wünschen, dass es möglich sein werde, sie noch länger hier zu behalten.“

    („Almanach musical, au Bureau du Journal de Musique“. Paris, 1778. S. 77. Übersetzung: Claudia Schweitzer)


    Orte und Länder

    Kindheit und Jugend verbrachte Genovieffa Ravissa in Turin. Zwei Paris-Aufenthalte sind aus den Jahren 1777/1778 („Almanach Musical“, „Gazette de France“, „Journal de Paris“, „Mercure de France“ sowie die Notenedition von 1778) und 1785 („Tablettes de Renommée des Musiciens…“ von 1785) belegt. Die letzten 30 Jahre ihres Lebens und damit die Hauptzeit ihrer künstlerischen Tätigkeit verbrachte sie in der heutigen französischen Schweiz: von 1780 bis 1791/1792 im (damals preußischen) Neuchâtel (Urkunden in den Archives de la Ville de Neuchâtel) und von 1792 bis zu ihrem Tod im Jahre 1807 in Lausanne (Archives de la Ville de Lausanne und Archives Cantonales Vaudoises).

    Biografie

    „Madame Ravissa“ – so der Aufdruck des einzigen erhaltenen Notenexemplars ihrer Cembalosonaten op. 1 - wurde vermutlich 1745/1750 in Turin geboren und auf den Namen Genovieffa Bernardina Maria Vignola getauft. Ihre Eltern waren der am Savoyischen Hof beschäftigte Gioanni Vignola („Pittore in Miniature“) und dessen Frau Gioanna Battista Colombatta. (Angaben laut der Heiratsurkunde der Musikerin, Archivio Arcivescovile di Torino). Am 14. August 1764 heiratete sie den Turiner Goldschmied Cristofaro Ravissa, den Erben des Geschäftes seines 1761 verstorbenen Vaters (Heiratsurkunde im Archivio Arcivescovile di Torino). Die vier Kinder des Paares Maria Francesca Margarita, Francesco Bernardino Maria, Carlo Vittorio Maria und Maria Margarita Clotilda wurden in den Jahren 1768, 1770, 1774 und 1776 geboren (Taufurkunden im Archivio Arcivescovile di Torino). Die Geschäfte Cristofaro Ravissas liefen nicht gut, die Schulden häuften sich und 1777 musste schließlich sein gesamtes privates wie geschäftliches Vermögen versteigert werden (Insinuazione Torino, Archivio di Stato di Torino). Die Familie zog nun nach Paris. Im Jahr 1778 erschien dort der Druck von Genovieffa Ravissas sechs Cembalosonaten op. 1. Für den 25. März 1778 lässt sich ein Auftritt in einem „Concert Spirituel“ nachweisen („Journal de Paris“, „Mercure de France“, „Gazette de France“). Gleichzeitig war sie eine beliebte Lehrerin für „Clavecin“ und „Chant Italien“ („Almanach Musical“, ebenso die Aufschrift auf dem Notendruck).

    Spätestens 1780 verließ die Familie Paris. Zurück in Turin nahm Cristofaro Ravissa seine Geschäftsbeziehungen wieder auf (Insinuazione Torino und Biglietti im Archivio di Stato di Torino). Genovieffa Ravissa gab am 9. Juni 1780 ein Cembalokonzert im Turiner Teatro Carignano. Der überlieferte Konzertvertrag (Archivio Storico di Torino) trägt ihre eigenhändige Unterschrift. Ebenfalls im Jahr 1780 erfolgte die Trennung der Eheleute (Insinuazione Torino). Während Cristofaro Ravissa in Turin verblieb, war Genovieffa Ravissa ab November in Neuchâtel als „Musicienne“ gemeldet (Archives de la Ville de Neuchâtel). Die Kinder scheinen bei ihrem Vater geblieben zu sein, denn sie tauchen in den Neuchâteler Steuerlisten nicht auf. Auch in Neuchâtel gelang es der Musikerin, Fuß zu fassen. Sie unterrichtete in den adligen Häusern der Stadt und war für eine Saison als Cembalistin des Orchesters der sehr aktiven Neuchâteler Societé de la Salle de Musique engagiert (Bibliothèque Publique et Universitaire de Neuchâtel). 1791 verließ Genovieffa Ravissa nach erfolgreicher Tätigkeit mit ihrer letzten, 1784 in Neuchâtel geborenen unehelichen Tochter Frédérique-Elise die Stadt (Archives de l’Etat de Neuchâtel). Sie erhielt ein ausgezeichnetes Abschiedszeugnis (Archives de la Ville de Neuchâtel), das besonders ihre erfolgreiche pädagogische Tätigkeit hervorhob. Ab Dezember lebte die Musikerin zusammen mit ihren Kindern François (der 1768 geborene Francesco) und Frédérique-Elise in Lausanne (Archives de la Ville de Lausanne und Archives Cantonales Vaudoises). Auch aus Lausanne gibt es Berichte über Unterrichtsstunden in Adelshäusern und Konzerte in privaten Salons (Archives Cantonales Vaudoises). Viele Hinweise hierzu gibt das Tagebuch einer jungen Adeligen, Angletine Charrière de Sévery (Archives Cantonales Vaudoises). Genovieffa Ravissa starb am 20. Februar 1807 in Lausanne (Archives de la Ville de Lausanne und Archives Cantonales Vaudoises).

    Würdigung

    Der Stil der Cembalosonaten op. 1 ist frisch und unbekümmert, noch konventionellen Mustern verhaftet, andererseits deutlich auf der Suche nach neuen Formen. Bereits der Pariser „Almanach Musical“ von 1778 rühmt neben der Brillanz der Sonaten ihre „kühnen Übergänge, welche die Italiener lieben und sich unsere furchtsamen [französischen] Komponisten nicht zu erlauben wagen“: „ces transitions hardies que les Italiens aiment, & que nos timides Compositeurs n’osent pas se permettre“ (Übersetzung: Claudia Schweitzer). Während die ersten drei Sonaten aus jeweils zwei Sätzen bestehen, sind Sonate IV und V einsätzig, bei Sonata VI handelt es sich um eine Variationsfolge.

    Die später entstandenen, in einer Abschrift überlieferten drei Sonaten sind wahrscheinlich, wie auch das op. 1 der Komponistin, als Unterrichtsmaterial konzipiert worden. Sie entsprechen dem Modetrend der Zeit, Sonaten für Tasteninstrumente mit einem Accompagnement für Violine zur Belebung der dynamischen Möglichkeiten des Cembaloklangs zu versehen. Die harmonischen Ausweichungen in diesen Sonaten wirken deutlicher geplant.

    Es handelt sich bei den Kompositionen Madame Ravissas um ansprechende Musik, dennoch scheint ihre Bedeutung eher in ihrer Vorreiterinnenrolle als selbstständig tätige Musiklehrerin zu liegen denn in einer Position als zukunftsweisende Komponistin.

    Rezeption

    Die Quellen zu Genovieffa Ravissas musikalischem Wirken sind mager. Sie scheint in ihrem Umfeld überall beliebt und besonders als Lehrerin sehr erfolgreich gewesen zu sein. Doch mit ihrem Tod verlieren sich auch ihre letzten Spuren. Erst in den 1930er Jahren wurde das einzige erhaltene Exemplar ihrer Cembalosonaten op. 1 zugänglich. Es befindet sich in der 1936 in die Österreichische Nationalbibliothek überführten Privatmusikaliensammlung Kaiser Franz II. Obschon „Madame Ravissa de Turin“ in den letzten Jahrzehnten häufiger in der Literatur erwähnt wurde, waren über ihre Person kaum mehr Informationen als die auf dem Titelblatt der Sonaten genannten bekannt. In den Jahren 2002/2003 erfolgte durch Claudia Schweitzer eine umfassende Recherche zu Leben und Werk „Madame Ravissa de Turins“.

    Mittlerweile existieren auch moderne Notenausgaben und eine Einspielung (s.u.)

    Werkverzeichnis

    Alle überlieferten und heute bekannten Werke der Komponistin sind für Tasteninstrument bestimmt und vermutlich als Unterrichtsmaterial gedacht gewesen.


    „Six Sonates pour le Clavecin; par Made Ravissa de Turin, Maîtresse de Clavecin & de Chant Italien, Œuvre Ire; Au Bureau du Journal de Musique, rue Montmartre, & chez l’Auteur, rue Saint-André-des-Arts, vis-à-vis la rue Gît-le-Cœur“. Paris, 1778.

    Standort: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Signatur MS 27.349-4).

    Neuausgabe: Madame Ravissa de Turin. „Six Sonates pour le Clavecin“, op. 1 für Cembalo, Klavier oder Hammerflügel. Hg. von Claudia Schweitzer (Band 1: Sonaten I-III. Furore-Verlag fue 434. Kassel, 2004, Band 2: Sonaten IV-VI. Furore-Verlag fue 460. Kassel, 2004).


    „Trois Sonates pour le Forte Piano avec Accompagnement du Violon ad libitum, composées par Mme Vignola“.

    Standort: Bibliothèque Nationale de France, Signatur MS. D. 11743 (undatierte Abschrift).

    Neuausgabe: Genovieffa Ravissa, geb. Vignola. Drei Sonaten für Pianoforte und Violine ad libitum. Hg. von Claudia Schweitzer. LIM Editrice S.r.l. (in Vorbereitung)

    Repertoire

    Durch die Konzertankündigungen im „Journal de Paris“ sind uns die Titel der beiden Arien bekannt, die Genovieffa Ravissa am 25. März 1778 im Concert Spirituel sang. Es handelte sich um „Voi ben sapete“ von Pasquale Anfossi (mit Violinbegleitung eines Herrn „Chamberani“ – vermutlich ist der Turiner Violinvirtuose Carlo Chiabrano gemeint) und „Chi m’addita“ aus der Oper „Il gran Cid“ von Antonio Saccini.

    In Turin (9. Juni 1780) trat die Musikerin im Teatro Carignano als Cembalistin auf (Konzertvertrag im Archivio Storico di Torino). Leider ist nicht bekannt, welche Werke sie hier aufführte.

    Quellen

    I Primärquellen


    1. Dokumente (geordnet nach Archiven)

    Archivio Arcivescovile di Torino

    (Tauf- und Heiratsurkunden)

    Registri degli Atti di Battesimo della Parrocchia Metropolitana 1767, 1774 und 1776

    Registri degli Atti di Matrimonio della Parrocchia Metropolitana 1764


    Archivio Arcivescovile e Archivio della Parrocchia di San Tommaso

    (Taufurkunden)

    Registri degli Atti di Battesimo della Parrocchia Metropolitana 1768 und 1770, Cura di S. Tommaso


    Archives Cantonales Vaudoises

    (Anträge auf Aufenthaltserlaubnis in Lausanne sowie deren Erteilung, Volkszählung in Lausanne, Konzert in Lausanne 1780, Tagebuch der Angletine Charrière de Sévery)

    Bb 25/28, fo. 663-666

    Bg 13-/30, S. 332

    Ea 14/107-126

    Eb 15/12, 1871-1875

    Eb 52/8, S.5

    Eb 71/48, S. 111

    Eb 71/49, S. 163 und S. 165

    Fonds Charrière, P Charrière Ci 33, 1795-1802

    H 347 C, Nummer 617 et 3000

    K XIX 29/59

    P René Monod 95


    Archives de l’Etat de Neuchâtel

    (Akten betreffend die uneheliche Tochter Frédérique-Elise)

    Registres des Baptêmes de Cressier, 1755-1803, S. 103, Nummer 387

    Série Illégitimes, dos. 26 (Scheel), 1791


    Archivio Storico della Città di Torino

    (Konzertvertrag von 1780)

    Divisione Segretaria generale, Sezione Storica dell’Archivio, Carte Sciolte Nummer 5502


    Archivio di Stato di Torino

    (juristische und finanzielle Belange betreffende Akten der Familien Vignola und Ravissa)

    Biglietti, Registro 9 dal 26 Aprile 1779 al 2 Aprile 1794 (7.9.1781)

    Insinuazione Torino 1764, Libro 11, S. 255-256 (3.11.1764)

    Insinuazione Torino 1770, Libro 3, S. 531-532 (3.3.1770)

    Insinuazione Torino 1764, Libro 12, S. 841-842 (26.11.1764)

    Insinuazione Torino 1769, Libro 8, S. 797-798 (6.7.1769)

    Insinuazione Torino 1771, Libro 2, S. 33-36 (24.1.1771) und Libro 8, S. 707-709 (7.8.1771)

    Insinuazione Torino 1774, Libro 10, S. 1137-1156 (17.9.1774)

    Insinuazione Torino 1775, Libro 8, S. 142-143 (28.7.1775) und Libro 9, S. 1262-1268 (6.9.1775)

    Insinuazione Torino 1777, Libro 5, S. 149-155 (12.4.1777)

    Insinuazione Torino 1781, Libro 4, S. 445-446 (4.4.1781), Libro 6, S. 399-404 (4.7.1781) und Libro 10, S. 625-627 (25.9.1781)

    Insinuazione Torino 1782, Libro 6, S. 1697-1698 (28.6.1782)

    Insinuazione Torino 1784, Libro 2, S. 1173-1178 (13.2.1784) und Libro 8, S. 98-99 (4.7.1784)

    Insinuazione Torino 1786, Libro 8, S. 1437-1438 (20.7.1786) und Libro 9, S. 565-572 (2.8.1786)

    Insinuazione Torino 1789, Libro 1, S. 1-4 (20.12.1788)

    Insinuazione Torino 1791, Libro 10, S. 1051-1052 (8.10.1791)


    Archives de la Ville de Lausanne

    (Aufenthaltserlaubnis in Lausanne und Sterbeurkunde)

    D 104, 9.4.1793, fo.28 (Manaux du Conseil de Lausanne)

    D 104, 16.7.1793, fo.70 (Manaux du Conseil de Lausanne)

    D 106, 4.8.1797, fo.123


    Archives de la Ville de Neuchâtel

    (Aufenthaltserlaubnis, Steuerlisten, Volkszählung und Abschiedszertifikat in Neuchâtel)

    Livre & Rôle de tous les Habitants reçus par le Conceil de Ville, commencé en 1772 (1772-1785)

    Manuel du Conseil général de Ville N 26, 1779-1784

    Recensement Dénombrement [d’habitations 1789], HH31/1.22.30

    Registre des Certificats, Publications et Procuration 2.1.1792 – 28.10.1800


    Bibliothèque Publique et Universitaire de Neuchâtel

    (Unterlagen der Société de la Salle de Musique de Neuchâtel)

    Ms A 703, Registre de la Direction de la Salle de Musique 1776–


    Österreichische Nationalbibliothek Wien

    Catalogo alter Musikalien der Kaiserlichen Musiksammlung

    Hauptinventar der „Kaisersammlung“


    Staatsarchiv des Kantons Bern

    (Aufenthaltserlaubnis in Lausanne)

    Ratsmanuale der Stadt, A II 1012 (RM 426), S. 71


    2. Zeitschriften und Almanache

    Almanach musical, a Paris: chez Dilalaire Librairie, Rue de la Comédie et au Bureau du Journal de Musique, Rue Montmartre vis-à-vis celle des vieux Augustins, 1778, S. 77, 142, 162, 163, 178.


    Almanach musical, a Paris: chez Dilalaire Librairie, Rue de la Comédie et au Bureau du Journal de Musique, Rue Montmartre vis-à-vis celle des vieux Augustins, 1779, S. 150, 171, 172, 187.


    Almanach musical pour l’année 1783, a Paris au Bureau de l’Abonnement littéraire, Rue S.-André-des-Arts, S. 40.


    Gazette de France, Jahrgang 1778, S. 42.


    Journal de Paris, Jahrgang 1778, 26.1.1778 (S. 103), 22.3.1778 (S. 322f), 25.3.1778 (S. 335) und 27.3.1778 (S. 343).


    Mercure de France, Paris, Februar 1778 (S. 182-183) und April 1778 (S. 163).


    Tablettes de Renommée des Musiciens, Auteurs, Compositeurs, Virtuoses, Amateurs et Maitres de Musique vocale et instrumentale, les plus connus en chaque Genre avec une Notice des Ouvrages ou autres motifs qui les ont redus recommandables, Paris 1785, zugeschrieben Nicolas-Etienne Framery.


    3. Werkausgabe

    Madame Ravissa de Turin: Six Sonates pour le Clavecin, op. 1

    Hrsg. von Claudia Schweitzer

    Furore-Verlag fue 434 und 460, Kassel 2004


    Genovieffa Ravissa: Trois Sonates pour le Forte-Piano avec Accompagnement du Violon ad libitum

    Hrsg. von Claudia Schweitzer

    Corona di Delizie Musicali 7, LIM Editrice Libera Musicale Italiana 2005



    II Sekundärquellen


    1. Literatur

    Angermüller, Rudolph. W. A. Mozarts musikalische Umwelt in Paris (1778). Eine Dokumentation. München, 1982.


    Bouquet, Marie-Thérèse. Il Teatro di Corte: dalle Origini al 1788. Turin, 1976.


    Brenet, Michel. Les Concerts en France sous l’Ancien Régime. Paris, 1900, Reprint New York, 1970.


    Burdet, Jacques. La Musique dans le Pays de Vaud sous le Régime bernois (1536–1798). Lausanne, 1963.


    Chastel, Anne. „Étude sur la Vie musicale à Paris à travers la Presse pendant le Règne de Louis XVI“. In: Recherches sur la musique française classique 1976. S. 37-70 und 1977. S. 118-149.


    Cohen, Aaron I. International Encyclopedia of Women Composers. New York, 1987.


    Andrea Fabiani. I Buffoni alla Conqiusta di Parigi, Storia dell’Opera italiana in Francia tra „Ancien Régime“ e Restaurazione (1752–1815). Turin, 1998.


    Fallet, Edouard-M. La Vie musicale au Pays de Neuchâtel du XIIIe à la Fin du XVIIIe Siècle. Leipzig, Straßburg, Zürich, 1936.


    Oster, Martina; Nies, Christel; Aulenkamp, Roswitha (Hg.). Frau und Musik. Internationaler Arbeitskreis e. V. Kassel. Archivbestand Noten 1990. Archiv Kassel. Kassel, 1990.


    Pierre, Constant. Histoire du Concert Spirituel 1725-1790. Paris, 1975.


    Röthlisberger, Edmond. „Le Passé musical de Neuchâtel (Essai de Reconstitution)“. In: Musée Neuchâtelois. Organe de la Société d’Histoire du Canton de Neuchâtel. Neuchâtel, 1920.


    Sadie, Julie Anne. „Musiciennes of the Ancien Régime“. In: Jane Bowers, Judith Tick. Women Making Music. The Western Art Tradition 1150-1950. London, 1986.


    Sadie, Julie Anne; Samuel, Rhian (Hg.). The New Grove Dictionary of Women Composers. London, 1994.


    Schweitzer, Claudia. „Madame Ravissa de Turin – A Forgotten Woman Composer of the 18th Century“. In: Early Music August 2004. S. 428-439.


    Schweitzer, Claudia. „Madame Ravissa de Turin: Spuren einer vergessenen Komponistin des 18. Jahrhunderts, von Claudia Schweitzer“. In: Concerto. Dezember 2004. S. 25-28


    Schweitzer, Claudia. „Sur les traces de Geneviève Ravissa, femme compositeur du XVIIIe siècle“.

    http://www.musimem.com/ravissa.htm.


    Claudia Schweitzer. „Genovieffa Ravissa. Neue Erkenntnisse über Leben und Wirken einer Komponistin des 18. Jahrhunderts“

    In: Vivavoce 70/Frühjahr 2005, S. 7-10.


    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke. „Madame Ravissa de Turin. Eine vergessene Komponistin des 18. Jahrhunderts und ihr musikalisches Umfeld“. In: Frankfurter Zeitschrift für Musikwissenschaft, Jahrgang 2004, S. 46-62. (http://www.fzmw.de).


    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke. „Genovieffa Ravissa. Lebensbedingungen einer Musikerin und Clavierlehrerin der Aufklärung in der Schweiz“. In: ClingKlong. H. 52, Winter 2004. S. 30-33.


    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke. „Genovieffa Ravissa – Eine Schweizer Musikpädagogin des 18. Jahrhunderts“. In: Musikprisma. Mai 2005. S. 17-22.


    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke. "Madame Ravissa de Turin - Möglichkeiten und Grenzen einer Musikerin im 18. Jh." In: Orte des Wissens. Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts. Bd. 18/19, hrsg. von Martin Scheutz, Wolfgang Schmale und Dana Stefanová. Bochum, 2004. S. 443-456.


    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke: Genovieffa Ravissa – Ein Musikerinnenleben im 18. Jahrhundert. In: Frauentöne 5. Wien 2005.


    Weiermüller-Backes, Isolde; Heller, Barbara. Klaviermusik von Komponistinnen vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. Düsseldorf, 2003.


    2. Diskographie


    Genovieffa Ravissa. Sonaten für Cembalo op.1. Ersteinspielung. Claudia Schweitzer, Cembalo. CD Musicaphon M 568565. Kassel, 2004.


    3. Links


    http://www.musimem.com/recherches.html (Stand: November 2004)

    Les femmes et la musique


    http://www.fzmw.de (s. aktueller Jahrgang) (Stand: Oktober 2004)

    Schweitzer, Claudia; Schröder, Elke. „Madame Ravissa de Turin. Eine vergessene Komponistin des 18. Jahrhunderts und ihr musikalisches Umfeld“. In: Frankfurter Zeitschrift für Musikwissenschaft, Jahrgang 2004, S. 46-62.


    http://www3.oup.co.uk/earlyj/current/pdf/320427.pdf (Stand Oktober 2004)


    Schweitzer, Claudia. „Madame Ravissa de Turin – A Forgotten Woman Composer of the 18th Century“. In: Early Music August 2004. S. 428-439.

    Forschung

    Kontakt: Claudia Schweitzer und Elke Schröder, cschweitzer52140@aol.com

    Forschungsbedarf

    Genovieffa Ravissas Bedeutung scheint nach derzeitigem Wissensstand in ihrer Tätigkeit als selbstständige Musiklehrerin zu liegen: Sie verdiente in einer Zeit eigenständig ihren Lebensunterhalt als Musikerin, als dies nicht üblich war. Eine interessante Untersuchung in diesem Zusammenhang könnte die Suche nach weiteren, vielleicht vergessenen Frauen sein, die auf diese unspektakuläre Art wirkten, die aber gleichzeitig den Grundstock zur Öffnung eines heute nicht mehr wegzudenkenden Berufes für das weibliche Geschlecht legten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 13427525
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 130929891
    Library of Congress (LCCN): nr2006001523
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Claudia Schweitzer und Elke Schröder, Die Grundseite wurde im Oktober 2004 erstellt.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Sophie Fetthauer
    Zuerst eingegeben am 10.11.2004


    Empfohlene Zitierweise

    Claudia Schweitzer, Elke Schröder, Artikel „Genovieffa Ravissa“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 10.11.2004.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Genovieffa_Ravissa