Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (95%)
  • Deutsch
  • Galina Ustvolskaya

    von Amrei Flechsig
    Galina Ustvolskaya
    Namen:
    Galina Ustvolskaya
    Varianten: Galina Ustwolskaja, Galina Ustvol‘skaja, Galina Ivanovna Ustvolskaya, Galina Ivanovna Ustwolskaja, Galina Ivanovna Ustvol‘skaja
    Lebensdaten:
    geb. in Petrograd (heute Sankt Petersburg),
    gest. in St. Petersburg,
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin und Kompositionslehrerin
    Charakterisierender Satz:

    „Kunstwissenschaftler, Kritiker, Musikwissenschaftler urteilen von jeher über die Kunst im allgemeinen und im besonderen. Sie dringen nicht in den Kern eines Werks selbst vor. Das ist sehr schlecht. Ich habe es oft wiederholt und bitte sehr darum: Es ist besser, nichts über meine Musik zu schreiben als immer wieder das gleiche – sie sei kammermusikalisch, kammermusikalisch, religiös und noch einmal religiös.[…] Das nicht Kammermusikalische meiner Musik ist das Neue, ist die Frucht meines qualvollen Lebens in der schöpferischen Arbeit! Und es geht nicht um die Anzahl der Ausführenden, sondern um den Kern der Musik selbst. […] Ich lebe im zwanzigsten Jahrhundert, in dem es um einen herum Tausende von Strömungen gibt ... Ich gebe alle Kräfte, zu Gott flehend, für mein Schaffen; ich habe mein Schaffen, meine Musik, nur meine!“


    (Galina Ustwolskaja. „Meine Gedanken über das Schöpferische“. Übersetzt von Dorothea Redepenning. In: MusikTexte 83, Köln 2000, S. 23)


    Profil

    Galina Ustvolskayas Leben war gekennzeichnet durch äußerste Zurückgezogenheit und alleinige Vertiefung in das musikalische Schaffen. Ihre Heimatstadt St. Petersburg hat sie fast nie verlassen. Sie war eine eigenwillige Komponistin mit einem äußerst markanten und individuellen Kompositionsstil. Durch ihr geistiges Verhältnis zur Musik erhält diese häufig einen gebetsartigen, obsessiv-versunkenen Charakter, verstärkt durch religiöse Thematiken in einzelnen Werken. Ein konzentrierter Ausdruck wird durch die Ausreizung aller Extreme erreicht, sowohl in der Dynamik und den Tonlagen als auch in der kontrastreichen Instrumentierung. Clusterbildung und Repetitionen tragen zu einem archaisch-meditativen Grundcharakter bei.

    Orte und Länder

    Galina Ustvolskaya lebte zurückgezogen in Leningrad bzw. St. Petersburg und hat die Stadt nur in Ausnahmefällen verlassen.

    Biografie

    Galina Ivanovna Ustvolskaya wurde am 17. Juni 1919 in Petrograd (heute St. Petersburg) geboren. Ihr Vater, der Rechtsanwalt Iwan Michailowitsch Ustwolski, entstammte einer Priesterfamilie, ihre Mutter, die Lehrerin Xenia Kornilewna Potapowa, kam aus einer verarmten Adelsfamilie. Galina Ustvolskayas Kindheit war geprägt von materiellen Schwierigkeiten. Eine ausgeprägte Eigenwilligkeit machte sich schon früh bemerkbar, z.B. blieb sie trotz Tadels oft dem Schulunterricht fern. Als Kind fühlte sie sich unverstanden und war daher die meiste Zeit allein.

    Erste Begegnungen mit der Musik waren sehr emotional, so erzählt sie selbst: „Als ich in der Kindheit ‚Eugen Onegin‘ in der Oper hörte, heulte ich so, daß man mich aus dem Zuschauerraum entfernt hat. Onegin tat mir einfach leid. Mutter sagte, daß man Galina nirgends hin mitnehmen darf, weil sie uns nur Schande bringt. Ich erinnere mich, daß das Orchester auf mich einen solchen Eindruck gemacht hat, daß ich gesagt habe: ‚Ich will ein Orchester sein!‘„ (Gladkowa, Olga. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gespräch“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 27)

    Galina Ustvolskaya lernte Violoncello spielen, und von 1926 an erhielt sie Musikunterricht an der Leningrader Chorfachschule. Ihr Studium absolvierte sie zunächst, von 1937 bis 1939, an der Musikfachschule in Leningrad, anschließend bis 1947 am Rimski-Korsakow-Konservatorium und 1951 absolvierte sie schließlich ihre Aspirantur. Komposition studierte sie bei Dmitri Schostakowitsch. Nach ihrem Studium wurde sie Mitglied des Komponistenverbandes. Sie übernahm eine Kompositionsklasse an der Musikfachschule in Leningrad (heute St. Petersburg) und unterrichtete dort von 1947 bis Ende der 1970er Jahre.

    Das Verhältnis zu ihrem Kompositionslehrer Dmitri Schostakowitsch war zwiespältig und kompliziert – einerseits bestand eine enge, vertrauliche Nähe sowie berufliche Achtung (auch von Seiten Schostakowitschs), andererseits lagen die jeweiligen musikalischen und persönlichen Ideale und Ziele zum Teil weit auseinander, so dass Differenzen vorprogrammiert waren. Ustvolskaya stritt im nachhinein ab, in irgendeiner Weise durch ihn musikalisch beeinflusst worden zu sein. Allerdings scheinen zwischenmenschliche Gefühlskonflikte bei der vehementen Ablehnung seiner Person eine tragende Rolle gespielt zu haben (siehe die Rubrik „Mehr zu Biografie“).

    Ustvolskayas Lehrtätigkeit an der Musikfachschule nimmt rein zeitlich gesehen einen bedeutenden Teil ihres Lebens ein. „Aber ich habe nur unterrichtet, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und glaube nicht, daß ich Dutzende bekannter Komponisten ausgebildet habe – dafür war das Konservatorium da.“ (Gladkowa, Olga. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gespräch“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 29) Auch wenn aus ihrer Sicht ihre pädagogische Tätigkeit in erster Linie der Sicherung des Lebensunterhalts diente, nahm sie sie dennoch ernst und engagierte sich sehr. Ihre Wirkung als Kompositionslehrerin war beachtlich, nicht zuletzt aufgrund ihrer Ausstrahlung und ihrer antiautoritären Unterrichtsmethoden: Sie wollte den jeweils individuellen Charakter ihrer Schüler wecken und forderte selbständige Studien ohne Kontrollen, um die Eigenständigkeit zu unterstützen. Sie verwendete weder ihre eigene Musik im Unterricht noch wollte sie, dass ihre Schüler ihrem Stil nacheiferten. Einer ihrer bekanntesten Schüler war Boris Tischtschenko (siehe Rubrik „Würdigung“).

    Mit dem Komponisten Juri Balkaschin verband sie eine enge Freundschaft; sein plötzlicher Tod im Jahr 1960 hat Ustvolskaya schwer getroffen. Dieser Verlust mag einer der Gründe sein, dass sie in den 1960er Jahren so gut wie keine Werke (außer dem Duett für Violine und Klavier) komponierte und anscheinend erst wieder ab 1970 neue schöpferische Kraft erlangte.

    Wenig ist darüber bekannt, dass Ustvolskaya verheiratet war, denn hinsichtlich ihres Privatlebens wahrte sie Diskretion. Im Jahr 1966 hatte sie Konstantin Alexandrowitsch Makuchin (Jahrgang 1941) geheiratet, der seinen Familiennamen 1999 in ‚Bagrenin’ ändern ließ. In den Erinnerungen ihres ehemaligen Schülers Simon Bokman (Simon Bokman. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007) wird ihr Ehemann erwähnt, allerdings nur am Rande und lediglich als „Kostja S., ein ehemaliger Schüler“. „‘Comrades, let me introduce my husband.‘ Ustvolskaya said, laughing. She was pleased to see our looks of surprise, which we attempted to hide, but could not.“ („‘Kameraden, lasst mich meinen Ehemann vorstellen‘, sagte Ustvolskaya lachend. Sie war erfreut, unsere überraschten Blicke zu sehen, die wir ohne Erfolg zu verstecken suchten.“ Simon Bokman. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007, S. 94) Bokman betont die Verschiedenheit ihrer Charaktere und Ziele: „Kostia, a former student of hers, wrote songs, and it was strange to me, that someone so close to Galia could write that kind of music. But they were together – husband and wife – two such different people.” („Kostja, ein ehemaliger Student von ihr, schrieb Lieder, und es war seltsam für mich, dass jemand, der Galja so nahestand, eine solche Art von Musik schreiben konnte. Aber sie waren zusammen – Mann und Frau – zwei so verschiedene Menschen.“ Simon Bokman. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007, S. 69-70)

    Galina Ustvolskaya lebte ihr ganzes Leben lang sehr zurückgezogen und unzugänglich. Auch wenn ihre Werke spätestens seit den 1990er Jahren immer populärer wurden und besonders im Westen große Verbreitung fanden, besuchte sie Aufführungen ihrer eigenen Musik nur selten, ins Ausland reiste sie zunächst gar nicht. Erst nach einer Reise nach Amsterdam 1995 unternahm sie auch vereinzelt Reisen in den Westen und ließ sich (selten) auf Festivals und Konzerten sehen. Sie gab kaum Interviews, auch nicht telefonisch. Ihr Leben widmete sie ganz der Musik.

    Eine enge Bindung an St. Petersburg blieb bis zu ihrem Lebensende bestehen. „Ihr spezifischer, von geradezu fanatischer Konsequenz geprägter Idealismus ist nicht nur typisch russisch, sondern – im Sinne Dostojewskis – als ‚St. Petersburgisch‘ zu verstehen.“ (Viktor Suslin. „Vorwort“, in: Werkverzeichnis Galina Ustvolskaya des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2007, S. 6) Von Geburt an war sie der Stadt verbunden und hat sie nie verlassen. St. Petersburg gilt als eine Stadt mit einer ganz besonderen Aura, die von Nikolaj Gogol schon heraufbeschworen wurde – einerseits klimatisch durch die neblig-feuchte Witterung und das Dämmerlicht der Weißen Nächte, andererseits durch die Mischung unterschiedlichster architektonischer und künstlerischer Stile, in der sich russische und europäische Elemente berühren. Diese Atmosphäre war schon für viele Künstler, Musiker und Schriftsteller Nährboden der Inspiration, auch Ustvolskaya liebte diese Stadt über alles. „Der architektonische Rhythmus der durch Kanäle und Flüsse in eine Vielzahl von Inseln geteilten und asymmetrischen Stadt, der keine gleichmäßigen ‚Takte‘ hat, erinnert in seiner gebieterischen, strengen Logik an die Musik von Ustwolskaja. Die Kulisse ist majestätisch und die Geschichte tragisch.“ (Olga Gladkowa. Galina Ustwolskaja – Musik als magische Kraft. Berlin: Kuhn, 2001, S. 50)

    1992 erhielt Ustvolskaya den Heidelberger Künstlerinnen-Preis.

    Auch wenn sie ihn angenommen und Aufführungen ihrer Werke im Kontext von Komponistinnen-Festivals zugelassen hat, wollte sie dennoch nie als „komponierende Frau“ bezeichnet werden. Sie lehnte derartige Festivals ab, da diese einer Gleichberechtigung widersprächen. „Was das Festival der Frauenmusik betrifft, so möchte ich folgendes sagen: Ob wirklich zwischen einer Männer- und einer Frauenmusik unterschieden werden kann? Wenn heute Festivals der Frauenmusik durchgeführt werden, so sollte es mit der gleichen Berechtigung auch Festivals der Männermusik geben. Ich bin aber der Meinung, daß solch eine Trennung nicht existieren darf. Es soll nur die echte und starke Musik erklingen! Eigentlich bedeutet die Aufführung im Rahmen von Frauenmusikveranstaltungen für die dargebotene Musik eine Demütigung.“ (Nach: Suslin, Viktor. „Vorwort“ in: Werkverzeichnis Galina Ustvolskaya des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2007, S. 7)

    Im Alter von 87 Jahren starb Galina Ustvolskaya am 22. Dezember 2006 an den Folgen eines Herzinfarkts in St. Petersburg.

    mehr zu Biografie weniger zu Biografie

    Im Leben der Komponistin Galina Ustvolskaya nimmt ihre persönliche Beziehung zu ihrem Kompositionslehrer Dmitri Schostakowitsch eine besondere Rolle ein: Durch ihre eigene Diskretion und nur vereinzelte Äußerungen haftete dieser Beziehung immer etwas Mysteriöses und Zwiespältiges an. Da im Zusammenhang mit Ustvolskaya der Name Schostakowitschs so gut wie immer fällt, soll auch hier diese Beziehung kurz beleuchtet werden.

    Nachdem anfangs Ustvolskaya immer als „Schülerin Schostakowitschs“, in einem Atemzug mit dem Namen ihres Lehrers genannt worden war, und beide gern als „seelenverwandt“ und künstlerisch gegenseitig beeinflusst bezeichnet worden waren, muss ihre Verbindung auf Grund von Ustvolskayas distanzierenden Bemerkungen in differenzierterem Licht besehen werden.

    Den öffentlichen Äußerungen Schostakowitschs ist zu entnehmen, dass er Ustvolskaya Zeit seines Lebens sehr hoch geschätzt hat, schon früh prophezeite er ihr internationale Anerkennung: „Ich bin überzeugt, daß die Musik G. I. Ustwols­kajas weltweite Anerkennung finden wird bei allen, die der Wahrhaftigkeit in der Musik entscheidende Bedeutung beimessen.“ (nach Viktor Suslin. „Vorwort“ in: Werkverzeichnis Galina Ustvolskaya des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2007, S. 6) Für seine Schülerin trat er auch gegenüber den Kollegen im Komponistenverband ein. Außerdem standen beide in regem privaten Austausch und er fragte sie anscheinend regelmäßig nach ihrer Meinung zu neu komponierten Werken. Er verwendete sogar Motive von ihr in seinen eigenen Kompositionen: So taucht ein Thema aus Ustvolskayas Klarinettentrio in Schostakowitschs fünftem Streichquartett sowie, wesentlich später, in der „Suite nach Versen von Michangelo“ auf (siehe Louis Blois. „Eine rätselhafte Beziehung. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch”. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 43-48.) „Nicht Du stehst unter meinem Einfluß, sondern ich unter Deinem“, schrieb er in einem Brief an seine Schülerin (Louis Blois. „Eine rätselhafte Beziehung. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch”. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 45). Im Gegensatz dazu spricht Ustvolskaya sehr negativ von ihrem ehemaligen Kompositionslehrer, sowohl menschlich als auch kompositorisch: „Wie es mir scheint, war er ein neidischer Mensch. […] Die Persönlichkeit von Dmitri Dmitrijewitsch hat meine besten Gefühle belastet und getötet.“ Seine Musik scheint sie geradezu abgestoßen zu haben: „Mit großer Mühe hielt ich die Konzerte durch, denn die Musik zerschnitt mir die Ohren, die Seele tat weh. […] Schostakowitschs Musik hat mich immer deprimiert. Wie konnte, und, so scheint es, kann man immer noch eine solche Musik genial nennen? Mit der Zeit wird sie verblassen.“ (Olga Gladkowa. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gespräch“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 28-29) Darüber hinaus berichtete sie, dass sich ihr Lehrer nicht für sie eingesetzt, sondern geschwiegen habe, als sie aus dem Konservatorium ausgewiesen werden sollte: „Als ich als berufsuntauglich aus dem Konservatorium entfernt werden sollte und dies im Dekanat der Fakultät diskutiert wurde, sagte Dmitri Dmitrijewitsch kein Wort zu meiner Verteidigung, stand auf und verließ den Raum.“ (Olga Gladkowa. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gespräch“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 28)

    Diese Aussagen bezeugen eine große Enttäuschung Ustvolskayas von ihrem einstigen Lehrer, mit dem sie in so engem Kontakt gestanden hatte. Als Grund dieses zwiespältigen Verhältnisses kann sicher auch eine private Beziehung gesehen werden, die anscheinend darin gipfelte, dass Schostakowitsch um ihre Hand anhielt. Diesen Antrag hatte Ustvolskaya ausgeschlagen, nicht zuletzt, um ihren individuellen persönlichen und kompositorischen Lebensweg aufrecht zu erhalten.

    Olga Gladkowa kommentierte die Beziehung dieser beiden Persönlichkeiten: „Nicht als eine Nachfolgerin von Schostakowitsch, sondern eher als seine Widersacherin erscheint Ustwolskaja nicht nur in bezug auf die musikalischen Inhalte, sondern auch hinsichtlich der Ausdrucksformen. […] Schostakowitsch hatte viele Gesichter, Ustwolskaja aber war einheitlich; er wandte sich an die Massen, sie – an ihr inneres Ich. […] Es wäre schon richtiger, die Geschichte der Beziehungen zwischen dem Lehrer und der Schülerin die Geschichte einer Konfrontation zu nennen.“ (Olga Gladkowa. Galina Ustwolskaja – Musik als magische Kraft. Berlin: Kuhn, 2001, S. 35)



    Würdigung

    Für Galina Ustvolskaya war das Komponieren ihr Lebensinhalt. Sie hatte ein ganz besonderes Verhältnis zum Schaffensprozess, der für sie von einer Art göttlicher Eingebung abhängig war. Der Akt des Komponierens war für sie daher ein geistiges Ritual, weshalb ihre Werke oft als religiös bezeichnet werden, wogegen sie sich jedoch strikt wehrte – sie bevorzugte die Bezeichnung „geistig“ (siehe „Mehr zu Würdigung“). So drückt sich keine religiöse Haltung durch die Musik aus, sondern die Musik selbst wird bei ihr zur Religion. Sie kann in diesem Sinne als Läuterung verstanden werden, wie ein Gebet. Daher auch der Wunsch der Komponistin, ihre Werke im Kirchenraum aufführen zu lassen: „Meine Werke sind zwar nicht religiös im liturgischen Sinne, aber von religiösem Geist erfüllt, und – wie ich es empfinde – sie würden am besten in einem Kirchen­raum erklingen, ohne wissenschaftliche Einführungen und Analysen. Im Kon­zertsaal, also in weltlicher Umgebung, klingen sie anders...“ (zit. nach Viktor Suslin. „Vorwort“, in: Werkverzeichnis Galina Ustvolskaya des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2007, S. 7)

    Diese Gebetshaltung zeigt sich auch in einer großen Intensität und Konzentration der Musik. Daran wird deutlich, dass sich die „religiöse“ Ausrichtung der Musik vielmehr als eine Art Absolutheit, eine Gesetzmäßigkeit, die nicht in Frage gestellt werden kann, verstehen lässt. „Eine Musik, die wie eine dünne Stahlnadel in die äußerste Tiefe des Bewußtseins eindringt und die Seele bis auf die letzte Hülle entblößt, kann nicht schön sein. Sie bereitet keine Freude, weiß aber alles über uns. Diese Musik bedarf keiner Beweise, wie eine Religion. Im Unterschied zum Glauben bringt sie jedoch weder Ruhe noch Trost ...“ (Olga Gladkowa. Galina Ustwolskaja – Musik als magische Kraft. Berlin: Kuhn, 2001, S. 58) Ihr Schüler, der Komponist Boris Tischtschenko, verwendete für die ausdrucksstarke Dichte der Musik Ustvolskayas einmal den Vergleich mit einem „Laserstrahl“.

    Die ungemeine Konzentriertheit ihrer Musik manifestiert sich in einer extremen Dynamik und äußersten Kontrasten, schroffer Expressivität und asketischer Sparsamkeit. Auch die Vortragsanweisungen sind aufs Äußerste gesteigert; außerdem werden extreme Lagen und ungewöhnliche Zusammenstellungen von Instrumenten bevorzugt. Hinzu kommen perkussive Clusterbildungen und Repetitionen, die zu einer gebetsartigen Ritualisierung und Obsession führen. Der enormen und manchmal fast unerträglichen Spannung kann man sich als Hörer kaum entziehen. Allem zugrunde liegt der absolute Wunsch nach Ausdruck, zur Wiedergabe der Tragik des Lebens. „Diese Musik ist ihrem Wesen nach tragisch; man kann sie nicht nur sich anhören, man muß sie erleben, und sie brennt sich durch ihre Expression und ihren Schmerz ein.“ (Olga Gladkowa. Galina Ustwolskaja – Musik als magische Kraft. Berlin: Kuhn, 2001, S. 5)

    Traditionelle Gattungen werden quasi gesprengt, indem ihnen ihre Fundamente entzogen werden, zumindest dem äußerlichen Anschein nach: Sinfonien erhalten eine kammermusikalische Besetzung und kurze Spieldauer. „Ihre Sonaten bzw. Symphonien gehen weit über das rein Musikalische hinaus; die hier angestrebte äußerste psychologische Glaubwürdigkeit zerstört die bloße Kunstempfindung.“ (Olga Gladkowa. Galina Ustwolskaja – Musik als magische Kraft. Berlin: Kuhn, 2001, S. 4) Dennoch hält Ustvolskaya selbst ihre Musik keinesfalls als kammermusikalisch – sie ist immer für einen großen Raum gedacht und schafft musikalisch einen eigenen Raum extremer Weite.

    Versuche der Einordnung wie der Vergleich mit minimal music entbehren jeglicher Grundlagen, betrachtet man Ustvolskayas eigene Ästhetik. Ihre Musik ist keiner Schule oder Stilrichtung zuzuordnen. So lassen sich auch die oft beschriebenen Parallelen mit Komponisten wie Bach, Mahler oder Schostakowitsch trotz vereinzelter musikalischer Verwandtschaften kaum am Grundcharakter der Musik Ustvolskayas nachweisen.

    Auch Konzessionen an den Sozialistischen Realismus sind bei Ustvolskaya zu finden, jedoch wurden diese Werke von ihr selbst aus ihrem Werkverzeichnis ausgeschlossen. „Das sind Arbeiten, die ich aus äußerster materieller Not heraus komponieren mußte, um meiner Familie zu helfen, die es damals nicht leicht hatte. Diese Stücke kann man auf den ersten Blick von meinen eigentlichen Werken unterscheiden; darum gehören sie nicht in mein Werkverzeichnis.“ (Gladkowa, Olga. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gespräch“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 28)


    Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit war Ustvolskaya eine engagierte Pädagogin. Auch wenn sie selbst den Kompositionsunterricht lediglich als Broterwerb ansah, verrichtete sie ihn dennoch mit Ernst und Engagement. Ihre unkonventionelle Unterrichtsmethode in Verbindung mit ihrer hohen Ausstrahlungskraft bezeichnete ihr Schüler Simon Bokman sogar als eine quasi eigene Schule: „Ustvolskaya often said that she was not a teacher, but she was a brilliant teacher indeed. Without inventing a teaching method, she was a school unto herself. Possessing such unusually attractive creative energy and charm that made her influence almost hypnotic, she did not let this influence extend too far. She found ways to excite, to ignite, and to provoke interest.“ („Ustvolskaya sagte oft, dass sie keine Lehrerin sei, aber tatsächlich war sie eine brillante Lehrerin. Ohne eine Lehrmethode zu erfinden, stellte sie selbst eine eigene Schule dar. Auch wenn sie eine so ungewöhnlich anziehende kreative Energie und Charme besaß, dass ihr Einfluss schon fast hypnotisch war, ließ sie diesen Einfluss nicht zu weit gehen. Sie fand Wege, Interesse anzuregen, zu entfachen und zu wecken.” Simon Bokman. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007, S. 21)

    So wie sie selbst sich immer ihre Individualität und ihren eigenen kompositorischen Weg erhalten hatte und nicht von Schulen oder Vorbildern hatte beeinflussen lassen, unterrichtete sie auch ihre Schüler zu individuellen Herangehensweisen und Arbeit an der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. So vermittelte sie nur gewisse Hinweise und Richtungen, aber keine konkreten Vorgaben oder Anweisungen. „That, as I understand, was one of her pedagogical principles: not to instruct, but to give direction, following which a student would discover the answer; especially in personal creative work, where a student’s personality must emerge fully, his own actions and initiative are important.“ („Das war, so wie ich es verstehe, eines ihrer pädagogischen Prinzipien: nicht vorzuschreiben, sondern eine Richtung zu weisen, in der ein Student, wenn er sie befolgt, die Antwort finden würde; besonders bei persönlicher kreativer Arbeit, in der die Persönlichkeit des Studenten sich voll entwickeln muss, sind seine eigenen Handlungen und Initiativen wichtig.“ Simon Bokman. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007, S. 27)

    Wichtig war Ustvolskaya vor allem die Ausbildung einer soliden handwerklichen Grundlage, wie zum Beispiel der variativen Verarbeitung einfacher Themen. Großen Wert legte sie auch bei ihren Schülern auf eine konzentrierte Schreibweise, die keiner unnötigen Auswüchse bedurfte. „‚Schreiben sie kürzer, aber begabter‘, beschied sie einmal einen ihrer Schüler. Daraus spricht ihre Abneigung gegen alles Überflüssige und Dekorhafte und ihre Wertschätzung des Präzisen.“ (Tatjana Rexroth. „Eigensinnig und nachdenklich. Galina Ustwolskaja – ein persönliches Porträt“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 25-26)

    Ihre Beliebtheit als Lehrerin bezeugt auch die Unterstützung und das Engagement von Seiten ihrer Studenten, als sie aufgrund der Aufführung ihres verbotenen Klavierkonzerts von der Musikfachschule ausgeschlossen worden war. Nach den Protesten ihrer Studenten durfte sie wieder an die Schule zurückkehren.

    mehr zu Würdigung weniger zu Würdigung

    Die Tatsache, dass Galina Ustvolskayas den Begriff „geistig“ gegenüber „religiös“ in Bezug auf ihre Musik favorisierte, hängt nicht zuletzt zusammen mit der kulturellen Prägung dieses Begriffs. Der Begriff der „Geistigkeit“ gewann in der russischen Kultur gerade im letzten Jahrhundert eine neue Bedeutung. In der Zeit der Sowjetunion wurde „Geistigkeit“ von offizieller Seite zu einem Schlagwort für „Intellektualität“ umgedeutet, andererseits wurde sie in oppositionellen Kreisen zum Begriff für eine allgemeine Hinwendung zum (tabuisierten) Religiösen aller Art:

    „In der zumindest latent oppositionellen Intelligencija dagegen wurde der Begriff der G. [Geistigkeit] seit den 1960er Jahre immer stärker zu einem Synonym für das Interesse an Religionen, vor allem dem Christentum, und ganz konkret an der russ.-orthodoxen Kirche. In diesem Kontext war die Rede von der G. oft ein Zeichen für die Sprachlosigkeit in religiösen und theologischen Angelegenheiten, ein Hinweis darauf, dass religiöse Bedürfnisse erkannt und artikuliert, aber noch nicht definiert waren. G. schließt Esoterik mit privaten Synkretismen und tradierten Religionen zu einem vorbegrifflichen Konzept zusammen.“ (Norbert P. Franz, Sergej A. Gončarov. Artikel „Geistigkeit“. In: Norbert Franz (Hg.). Lexikon der russischen Kultur. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2002, S. 164)

    Auch bei Ustvolskaya findet sich diese Tendenz zum allgemein Spirituellen oder etwas Meta-Religiösen, das mit „Geistigkeit“ treffender umschrieben wird. „Die Kunst wird denn in Rußland nicht im hedonistischen Sinne verstanden, sondern bedeutet Manifestation eines existentiellen Selbstbehauptungswillen der Menschen gegenüber der Realität. Sie verbindet sich mit Protest und Einspruch. In diesen kulturellen Kontext einer ‚geistigen Kunst‘ ordnet sich das musikalische Schaffen von Galina Ustwolskaja ein.“ (Tatjana Rexroth. „Eigensinnig und nachdenklich. Galina Ustwolskaja – ein persönliches Porträt“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 27)

    Als „religiös“ im eigentlichen Sinne möchte Ustvolskaya nicht bezeichnet werden, da sie nicht als regelmäßige Kirchgängerin o.ä. ihren Glauben praktizierte. Für sie war Musik Religion und religiöse Texte und Themen ein Mittel zu einer tieferen musikalischen Versenkung, als Ausdruck höherer Gewalten sowie gebetsartiger Verinnerlichung. Sie fand eine wesentliche Inspirationsquelle in den geistlich geprägten Texten von Hermannus Contractus, einem großen Chronisten, Musiktheoretiker und Wissenschaftler des 11. Jahrhunderts. Diese Texte liegen den Sinfonien Nr. 2 bis 4 zu Grunde.

    Rezeption

    Erst sehr spät gelangte die Musik Galina Ustvolskayas in das Interesse der Öffentlichkeit. In Moskau wurden ihre Werke anfangs zum Teil erst mit 20jähriger Verspätung aufgeführt und publiziert. Diese erste Rezeption war geprägt von Versuchen, sie mit anderen Stilen und Komponisten zu vergleichen und Parallelen zu finden bzw. sie als „Schülerin Schostakowitschs“ einzuordnen. In den 1980er und 1990er Jahren wurde man schließlich im Westen auf ihre Musik aufmerksam. Sie wurde zunehmend auf Festivals und in Konzerten aufgeführt, wobei sie nun vor allem aufgrund ihrer einzigartigen Individualität gefeiert und gewürdigt wurde. Durch den Sikorski-Verlag in Hamburg fanden ihre Werke weite Verbreitung in der westlichen Öffentlichkeit.

    Werkverzeichnis

    Kompositionen


    Galina Ustvolskaya legte ein Werkverzeichnis an, aus dem sie einige ihrer Werke, die ihren eigenen Ansprüchen nicht mehr entsprachen, ausschloss. Dieses von ihr autorisierte Verzeichnis beinhaltet folgende Werke in chronologischer Folge:


    Konzert für Klavier, Streichorchester und Pauken, Alexei Ljubimow zugeeignet, 1946, UA: Moskau 1967, Sikorski (Nr. 8522)


    Sonate für Klavier Nr. 1, 1947, UA: Leningrad, 20. Februar 1974, Sikorski (Nr. 1943)


    Der Traum des Stepan Rasin, Byline für Bariton und großes Orchester nach einem Text der russischen Volkspoesie, 1949, UA: 1950


    Trio für Klarinette, Violine und Klavier, 1949, UA: Leningrad, 11. Januar 1968, Sikorski (Nr. 8533)


    Sonate für Klavier Nr. 2, Anatolij Vedernikov zugeeignet, 1949, UA: Moskau, 26. Januar 1967, Sikorski (Nr. 1943)


    Oktett für 2 Oboen, 4 Violinen, Pauken und Klavier, 1949-1950, UA: Leningrad, 17. November 1970, Sikorski (Nr. 1975)


    Sonate für Klavier Nr. 3, 1952, UA: Leningrad, 16. Februar 1972, Sikorski (Nr. 1943)


    Sonate für Violine und Klavier, 1952, UA: Leningrad, 5. März 1961, Sikorski (Nr. 1991)


    Zwölf Präludien für Klavier, 1953, UA: Leningrad, 20. März 1968, Sikorski (Nr. 1945)


    Sinfonie Nr. 1 für großes Orchester und zwei Knabenstimmen in drei Sätzen, T: Gianni Rodari, 1955, UA: Leningrad, Frühjahr 1966


    Suite für Orchester, 1955, UA: Leningrad, 1957


    Sonate für Klavier Nr. 4, 1957, UA: Leningrad, 4. April 1973, Sikorski (Nr. 1944)


    Sinfonisches Poem Nr. 1, 1958, UA: Leningrad, 1958


    Sinfonisches Poem Nr. 2, 1959


    Großes Duett für Violoncello und Klavier, Mstislaw Rostropowitsch zugeeignet, 1959, UA: Leningrad, 14. Dezember 1977, Sikorski (Nr. 1805)


    Duett für Violine und Klavier, 1964, UA: Leningrad, 23. Mai 1968, Sikorski (Nr. 1992)


    Komposition Nr. 1 für Piccoloflöte, Tuba und Klavier, „Dona nobis pacem“, 1970-1971, UA: Leningrad, 19. Februar 1975, Sikorski (Nr. 1911)


    Komposition Nr. 2 für acht Kontrabässe, Schlagzeug und Klavier, „Dies irae“, Reinbert de Leeuw zugeeignet, 1972/73, UA: Leningrad, 14. Dezember 1977, Sikorski (Nr. 1912)


    Komposition Nr. 3 für vier Flöten, vier Fagotte und Klavier, „Benedictus, qui venit“, 1974-1975, UA: Leningrad, 14. Dezember 1977, Sikorski (Nr. 1913)


    Sinfonie Nr. 2 für Orchester und Solostimme, „Wahre, ewige Seligkeit“, T: Hermannus Contractus (aus: Monumente der mittelalterlichen lateinischen Literatur aus der Zeit vom 10. bis zum 12. Jahrhundert, Moskau 1972), 1979, UA: Leningrad, 8. Oktober 1980, Sikorski (Nr. 1983)


    Sinfonie Nr. 3 für Orchester und Sprecher, „Jesus Messias, errette uns!“ T: Hermannus Contractus (aus: Monumente der mittelalterlichen lateinischen Literatur aus der Zeit vom 10. bis zum 12. Jahrhundert, Moskau 1972), 1983, UA: Leningrad, 1. Oktober 1987, Sikorski (Nr. 1863)


    Sinfonie Nr. 4 für Trompete, Tam-tam, Klavier und Altstimme, „Gebet“, T: Hermannus Contractus (aus: Monumente der mittelalterlichen lateinischen Literatur aus der Zeit vom 10. bis zum 12. Jahrhundert, Moskau 1972), 1985-1987, UA: Heidelberg, 24. Juni 1988, Sikorski (Nr. 1972)


    Sonate für Klavier Nr. 5, 1986, Sikorski (Nr. 1944)


    Sonate für Klavier Nr. 6, 1988, UA: Herbst 1988, Sikorski (Nr. 1944)


    Sinfonie Nr. 5 für Violine, Oboe, Trompete, Tuba, Schlagzeug und Sprecher, „Amen“, 1989/90, UA: New York, 19. Januar 1991, Sikorski (Nr.1899)



    Schriften


    Ustvolskaja, Galina I.. „‚On ne peut simplement pas comprendre ma musique‘: réflexions au sujet de la création.“ In: Dissonanz, Bd. 97, 2007, S. 33.


    Ustwolskaja, Galina. „Meine Gedanken über das Schöpferische“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 23.

    mehr zu Werkverzeichnis weniger zu Werkverzeichnis

    In dem von Galina Ustvolskaya autorisierten Werkverzeichnis sind einige Kompositionen nicht aufgenommen, darunter z.B.:


    Sinfonietta, 1950


    Sinfonische Suiten:

    „Pionier-Suite“, 1950

    „Kindersuite“, 1952

    „Sportliche Suite“, 1958


    „Feuer in der Steppe“, Poem, 1958

    „Die Heldentat“, Poem, 1959


    „Lobgesang“ für Knabenchor, 4 Trompeten, Schlagzeug und Klavier, 1961

    Quellen

    Literatur


    Andreev, Anatolij. „Zametki o Stile Galiny Ustvol’skoj” [Anmerkungen zum Stil Galina Ustwolskajas]. In: Muzyka Rossii, Bd. 4, Moskau 1982, S. 240-260.


    Barenbojm, Leonid. „Koncert dlja fortepiano G. Ustvol’skoj ” [Das Klavierkonzert von Galina Ustwolskaja]. In: Muzykal’nye kadry, Heft 5/1964, Leningrad: Konservatoriumsverlag, 1964.


    Basner, Veniamin, Tischtschenko, Boris. „Svoe slovo v muzyke” [Ein eigenes Wort in der Musik]. In: Vecerny Leningrad, Nr. 304, Leningrad, 27. 12. 1976.


    Bernstein, Tamara. „Shedding light on a neglected composer”. In: The Globe and the Mail, Toronto, 25. Oktober 1994.


    Blois, Louis. „Eine rätselhafte Beziehung. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch”. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 43-48.


    Bokman, Simon. Variations on the Theme Galina Ustvolskaya. Berlin: Kuhn, 2007


    Brjusova, Nadežda. „Čerty narodnosti” [Merkmale des Volkstümlichen]. In: Sovetskaja muzyka. Moskau 1950, Heft 4, S. 12-17.


    Derks, Thea. „Galina Ustvolskaya: ‚Sind Sie mir nicht böse!’ (very nearly an interview)”. In: Tempo, 193, Juli 1995, S. 31-33


    Esch, Christian. „Galina Ustwolskaja: Grand Duet”. In: Programmheft Mozarteum Salzburg, 15. August 1995, S. 5-7.


    Feneyrou, Laurent. „Galina Ustvolskaya”. In: Programmheft „Le Festival d’Automne à Paris”, 18.0ktober l998, S. 3-5.


    Foley, Daniel Charles. „Galina Ustvolskaya: Trio for Violin, Clarinet and Piano“. In: Programmheft zu „Continuum“ an der Indiana State University, New York, 9. Oktober 1997.


    Foley, Daniel Charles. „Galina Ustwolskaja: Sinfonie Nr. 5 ‚Amen‘, Sinfonie Nr. 4 ‚Gebet‘.“ In: Programmbuch „Wien Modern ‚98“, S. 244 ff.


    Foley, Daniel Charles. „Ustvolskaya: Trio for Clarinet, Violin and Piano, Composition No. 1 ‚Dona nobis pacem‘ and Symphony No. 5 ‚Amen‘„. In: Programmheft „ new music concerts“, Toronto, 23. Oktober 1994.


    Gladkova, Ol’ga. „Nepoznannaja muza Galiny Ustvol’skoj“ [Die unerkannte Muse Galina Ustwolskajas]. In: Smena, Nr. 109, 15. 6. 1994, St. Petersburg 1994, S. 7.


    Gladkova, Ol’ga. „Muzyka obrečennogo ducha“ [Musik eines verlorenen Geistes]. In: Skripičnyj ključ, Nr. 1, St. Petersburg 1996, S. 27-29.


    Gladkova, Ol’ga. Galina Ustvol’skaja – Muzyka kak navaždenie [Galina Ustwolskaja Musik – als magische Kraft]. 160 S., St. Petersburg: Muzyka, 1999.


    Gladkowa, Olga. „‘Ich würde gern unter einer Birke sitzen …‘ Galina Ustwolskaja im Gesprach“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 27-29.


    Gnatenko, Anna. „Iskusstvo kak ritual. Razmyšlenija o fenomene Galiny Ustvol’skoj“ [Die Kunst als Ritual. Überlegungen zum Phänomen Galina Ustwolskaja]. In: Muzykal’naja akademija, Heft 4-5, Moskau 1995, S. 24-32.


    Gojowy, Detlef. „Komponistinnen in der Sowjetunion“. In: Programmbuch „Internationales Komponistinnenfestival Kassel“, 20.-22. Februar 1987, S. 56-57.


    Gojowy, Detlef. „Galina Ustwolskaja, eine Petrograder Avantgardistin“. In: Programmbuch „Europäische Kulturtage Karlsruhe“, 16. 4.-15. 6. 1990, S. 59 ff.


    Gojowy, Detlef. „Laudatio für Galina Ustwolskaja“. In: Sperber, Roswitha (Hg.). Russische Avantgarde. Musikavantgarde im Osten Europas. Dokumentation-Kongreßbericht, Heidelberg: Kulturinstitut Komponistinnen heute, 1992, S. 121-124.


    Gojowy, Detlef. „Galina Ustwolskaja, eine Petrograder Komponistin“. In: Sperber, Roswitha (Hg.). Russische Avantgarde. Musikavantgarde im Osten Europas. Dokumentation-Kongreßbericht, Heidelberg: Kulturinstitut Komponistinnen heute, 1992, S. 125-128.


    Hagmann, Peter. „Die Komponistin, die aus der Kälte kam. Galina Ustwolskaja bei ‚Wien modern‘„. In: Neue Zürcher Zeitung, 28. November 1998.


    Harb, Karl. „Musik von größter Erhabenheit, sakraler Würde und monomanischer Kraft und Intensität. Das Klangforum Wien spielte für ‚Zeitfluß‘ Werke von Ustwolskaja“. In: Salzburger Nachrichten, Salzburg, 4. 8. 1997.


    Helmig, Martina. „Oktett für zwei Oboen, vier Violinen, Pauken und Klavier (1949/50)“. In: Programmheft der 14. Musik-Biennale Berlin, 15. März 1993.


    Iwaschkin, Alexander. „Galina Ustwolskaja: Großes Duett“. In: Programmheft der 36. Berliner Festwochen, 19. September 1986.


    Iwaschkin, Alexander. „Galina Ustwolskaja: Großes Duett für Violoncello und Klavier“. In: Programmheft „Neue Musik aus der UdSSR“, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Hamburg, 26. Oktober 1988, S. 4-5.


    Južak, Kiralina. „Iz nabljudenij nad stilem Galiny Ustvol’skoj“ [Aus Beobachtungen des Stils von Galina Ustwolskaja]. In: Stilevye tendencii v sovetskoj muzyke 1960-70 gg. [Stilistische Tendenzen in der sowjetischen Musik der 60er bis 70er Jahre]. Leningrad 1979, S. 8-10.


    Kac, Boris. „Sem‘ vzgljadov na odno sočinenie“ [Sieben Betrachtungen eines Musikwerkes]. In: Sovetskaja muzyka, Heft 2, Moskau 1980, S. 9-17.


    Kager, Reinhard. „Breitseiten gegen verträumte Neoromantiker. Werke Galina Ustwolskajas beim Festival ‚Wien modern‘„. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Frankfurt), 17. Dezember 1998.


    Kager, Reinhard. „Eine Musik der Extreme. Die russische Komponistin Galina Ustwolskaja beim Festival ‚Wien modern‘„. In: Neue Zeit, Graz, 20. November 1998.


    Karlen, René. „Ohrenbetäubend leise. Die extreme Musik von Galina Ustvolskaya“. In: Neue Zürcher Zeitung, 13. Oktober 1994, S. 33.

    Katonova, Svetlana. „Galina Ustvol’skaja“. In: Sovetskaja muzyka, Moskau 1956.


    Köchel, Jürgen. „Galina Ustwolskaja“. In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Laaber: Laaber, 1990, S. 435-436.


    Korte, Oliver. „Galina Ustwolskaja: Musik als geistliches Ritual“ In: Schwab-Felisch, Oliver (Hrsg.). Individualität in der Musik. Stuttgart: Metzler, 2002, S. 309-319.


    Kovnatskaja, Ludmila. „Ustvol’skaya, Galina Ivanovna“. In: Sadie, Julie Anne (Hg.). The New Grove Dictionary of Women Composers. London: Macmillan 1994, S. 468-470.


    Lemaire, Frans C. „Oustvolskaïa, Galina Ivanovna“. In: La musique du XXe siècle en Russie. Paris: Artheme Fayard, 1994, S. 448-453.

    Littler, William. „Composer Ustvolskaya brought in from the cold“. In: The Toronto Star Monday, 24. Oktober 1994.


    Lobanova, Marina. „opus magnum – das schaffen galina ustwolskajas“. In: Neue Zeitschrift für Musik, Heft September/Oktober 1999, Mainz: Schott 1999, S. 52-55.


    Meyer, Thomas. „‘Es soll nur echte, starke Musik erklingen‘. Galina Ustwolskaja – Ein Porträt einer Komponistin aus einem ‚Schwarzen Loch‘„. In: Tages-Anzeiger Zürich, 4. November 1992, S. 11.


    Meyer, Thomas. „Galina Ustwolskaya: Ein Monument am Rande. ‚Die Kompositionen I bis III‘„. In: Programmheft „Zeitfluss 5“, Salzburg 1997, S. 18.


    Meyer, Thomas. „Galina Ustwolskaja: Komposition I ‚Dona nobis pacem‘, Komposition II ‚Dies irae‘, Komposition III ‚Benedictus, qui venit‘„. In: Programmbuch „Wien Modern ‘98“, S. 214 f.


    Meyer, Thomas. „Variationen einer Obsession. Zum Werk von Galina Ustwolskaja“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 38-42.


    Nauck, Gisela. „In einer großen Lautstärke eine große Stille hören...: ein Gespräch mit Markus Hinterhäuser über Galina Ustwolskaja und ihre Klaviersonaten.“ In: Positionen, 70, 2007, S.36-39.


    „Osoboe slovo v iskusstve“ [Ein besonderes Wort in der Kunst]. In: V mire muzyki. Ežegodnik 1989, (Aus der Welt der Musik. Jahrbuch 1989). Moskau: Sovetskij kompozitor, 1988.


    Patow, Ulrike. „Rätselhaft und unerklärlich: zum Tod von Galina Ustwolskaja.“ In: Musik-Texte, Bd. 112, 2007, S.89-90.


    Peters, Helmut. „Sinfonie Nr. 5 ‚Amen‘„. In: Programmbuch „Frau Musica (nova). Festival für neue Musik“, Köln, 30. Oktober bis 1. November 1998, S. 47 f .


    Porwoll, Tatjana. „Tilgung weißer Flecken“. Zur Wiederentdeckung sowjetischer Komponisten“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Juni 1989.


    Porwoll, Tatjana. „Aus Briefen von Galina Ustwolskaja. Äußerungen von Galina Ustwolskaja an den Sikorski-Verlag und Kommentare dazu“. In: Programmheft „NovAntiqua“. Porträtkonzert Galina Ustwolskaja. Deutschlandfunk, Köln, April 1991.


    Porwoll, Tatjana. „Unbekannt und hoch geschätzt“. In: Programmheft „NovAntiqua“. Porträtkonzert Galina Ustwolskaja, Deutschlandfunk, Köln, April 1991.


    Raaben, Lev. „Galina Ustvol’skaja“. In: O duchovnom renessanse v russkoj muzyke 1960-80ch godov [Von der geistigen Renaissance in der russischen Musik der 60er bis 80er Jahre]. Sankt Petersburg 1998.

    Raiskin, Iossif. „Vnutrennij svet [Inneres Licht]. In: Večernyj Leningrad, 20. Dezember 1988, S. 3.


    Rajskin, Iossif. „V každoj note – protest“ [In jeder Note Protest]. In: Nevskoe vremja, Nr. 97, St. Petersburg 1999.


    Redepenning, Dorothea. „Galina Ustvol’skaja“. In: Komponisten der Gegenwart, München: edition text+kritik, 1992.


    Redepenning, Dorothea. „Kunst im Dienst des Glaubens. Zum Schaffen von Galina Ustwolskaja“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 32-38.


    Redepenning, Dorothea. „Schön oder wahr? Überlegungen zu Galina Ustwolskaja und ihrer Musik.“ In: Neue Zeitschrift für Musik, Bd. 168, 2007, 3, S.38-41.


    Rexroth, Tatjana. „Galina Ustwolskaja“. In: Programmbuch „Wien Modern ’98“, S. 77-83.


    Rexroth, Tatjana. „Eigensinnig und nachdenklich. Galina Ustwolskaja – ein persönliches Porträt“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 24-27.


    Rexroth, Tatjana. „Von Eigensinn und Außenseitertum: Zum Schaffen von Galina Ustwolskaja.“ In: Homma, Martina (Hg.). Frau Musica (nova). Komponieren heute. Symposium Köln, 28. - 30. Oktober 1998. Sinzig: Studio-Verlag, 2000, S.73-82.


    Rinas, Jutta / Vogt, Harry. „‚...kein Entrinnen vor der Musik‘, Anmerkungen zu Galina Ustwolskajas Komposition Nr. 1-3“. In: Programmbuch der „Wittener Tage für neue Kammermusik l993“, S. 35-39.


    Rögl, Heinz. „Unerbittliche Spiritualität. Galina Ustwolskaja auch persönlich bei ‚Wien modern‘.“ In: Salzburger Nachrichten, 19. November 1998.


    Ross, Alex. „A Grand Russian Original Steps Out of the Mist“. In: The New York Times, 28. Mai 1995.


    Ross, Alex. „A Solitary Spirituality And Absurdist Humor“. In: The New York Times, 15. April 1996.


    Sachs, Joel. „Galina Ustvolskaya Retrospective“. In: Programmheft „Continuum“, New York, 13. April 1996.


    „Sammlung Galina Ustvol’skaja“. In: Mitteilungen der Paul Sacher-Stiftung, Nr. 8, Basel, März 1995, S. 3ff.


    Sanin, Alexander. „De muziek van Galina Oestvolskaja“. In: Programmbuch „Holland Festival 1989“, Amsterdam, Juni 1989, S. 16-17.


    Sanin, Alexander. „Galina Oestvolskaja – Symfonie Nr. 2 – ‚Ware, eeuwige Genade‘„. In: Programmheft „HollandFestival 1989“, Amsterdam, 14. April 1989.


    Sanin, Aleksandr. „Galina Ustvol’skaja: Slovo skazano“ [Galina Ustwolskaja: Das Wort ist gefallen]. In: Sovetskaja muzyka, Heft 10, Moskau 1990, S. 10-15.


    Sanin, Alexander. „Galina Ustwolskaja: Sonate für Violine und Klavier“. In: Programmbuch „Wien Modern ’98“, S. 154.


    Schaufler, Wolfgang. „Große Tragödin der russischen Musik. Galina Ustwolskaja im Konzerthaus“. In: Der Standard, Wien, 19. November 1998.


    Schönberger, Elmer. „Drakonisch und radikal. Galina Ustwolskaja: die Frau mit dem Hammer“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 30-31.


    Schroeder, Marianne. „Galina Ustwolskaja. Die Klaviersonaten“. In: Programmheft „Marianne Schroeder spielt die 6 Klaviersonaten von Galina Ustwolskaja“, Radio Bremen, 22. Juni 1994.


    Schulz, Reinhard. „Das Wahre, das Nackte, das bestürzend Unmittelbare. Ein Porträt der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja“. In: neue musikzeitung, Regensburg, April 1997, S. 3.

    Siber, Markus. „Ein schmiedeeisernes Klanggewand“. In: Die Presse (Wien), 19. November 1998.


    Sochor, Arnold. „Dorogami iskanij – O tvorčestve G. Ustvol’skoj“ [Unterwegs auf der Suche – über das Schaffen von Galina Ustwolskaja]. In: Sovetskaja muzyka, Heft 1/1959, Moskau 1959, S. 50-55.


    Spahn, Claus. „Schreie aus dem schwarzen Loch. Eine Annäherung an die russische Komponistin Galina Ustwolskaja und ihre rätselhafte Musik“. In: Die Zeit, 3. Dezember 1998, S. 50.


    Sperber, Roswitha, Gojowy, Detlef (Hg.). „Galina Ustwolskaja in Briefen“. In: Sperber, Roswitha (Hg.). Russische Avantgarde. Musikavantgarde im Osten Europas. Dokumentation-Kongreßbericht, Heidelberg: Kulturinstitut Komponistinnen heute, 1992, S. 129-131.


    Stepanek, Katrin. „Galina Ustwolskaja“. In: Programmheft „Internationales Brucknerfest Linz“, 16. September 1997, S. 3 ff.


    Suslin, Viktor. „Galina Ustwolskaja“. In: Komponistinnen. Internationales Festival. Fünf Jahre Heidelberg. Dokumentation, Heidelberg 1989, S. 63-65.


    Suslin, Viktor: „Galina Ustvolskaja: Komposition I ‚Dona nobis pacem‘„. In: Programmheft des NDR, Hamburg, 8. Dezember 1993.


    Suslin, Viktor: „Muzyka duchovnoj nezavisimosti: Galina Ustvol’skaja“ [Musik von geistiger Unabhängigkeit: Galina Ustwolskaja]. In: Valerija Cenova (Hg.). Muzyka iz byvšego SSSR [Die Musik aus der ehemaligen Sowjetunion]. Bd. 2. Moskau 1996, S. 141-156.


    Suslin, Viktor. „Galina Ustwolskaja, Sinfonie Nr. 3 ‚Jesus Messias, errette uns!‘„. In: Programmbuch „Wien Modern ’98“, S. 156 f.


    Suslin, Viktor. „The music of spiritual independence: Galina Ustvolskaya.“ In: Valeria Tsenova (Hg.). „Ex oriente“ – Ten Composers from the former USSR. Berlin: Kuhn, 2002, S. 99-114.


    Suslin, Viktor. „Vorwort“ in: Werkverzeichnis Galina Ustvolskaya des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2007, S. 6-7.


    Tarakanov, Michail. „Sub’ektivnye zametki (Slušaja muzyku)“ [Subjektive Bemerkungen zur gehörten Musik]. In: Sovetskaja muzyka, Heft 10, Moskau 1966, S. 27-29.


    Tarakanov, Michail, Bunin, Revol‘. „Moskovskie prem’ery leningradcev“ [Moskauer Uraufführungen Leningrader Komponisten]. In: Sovetskaja muzyka, Moskau 1971, Heft 6, S. 18-20.


    Tischtschenko, Boris. „S ljubov’ju i nežnost’ju...“ [Mit Liebe und Zärtlichkeit]. In: Sovetskaja muzyka, Heft 2, Moskau 1988, S. 105-113


    Tischtschenko, Boris. „V večnom poiske istiny“ [Auf der ewigen Suche nach der Wahrheit]. In: Muzyka v SSSR, Heft 4, Moskau 1990, S. 22-23.


    Ustvolskaja, Galina I.. „‚On ne peut simplement pas comprendre ma musique‘: réflexions au sujet de la création.“ In: Dissonanz, Bd. 97, 2007, S. 33.


    Ustwolskaja, Galina. „Meine Gedanken über das Schöpferische“. In: MusikTexte, Köln 2000, Heft 83, S. 23.


    Vermeulen, Ernst. „Galina Ustvolskaya: ‚Dona nobis Pacem‘„. In: Programmbuch „Rusland nu“ von Het Brabants Orkest, Den Bosch, 20. bis 27. Januar 1991.


    Vermeulen, Ernst. „Oestwolskaja: Eerste symfonie“. In: VARA Programmheft Concertgebouw Amsterdam, 19. Dezember 1992, S. 3-4.



    Links


    http://www.sikorski.de/en/frameloader.html?frame=http%3A//www.sikorski.de/composers/composer25.html

    verantwortlich: Sikorski (Musikverlag)

    Sprache: Deutsch und Englisch

    Grundinformation: Biografie, Werkverzeichnis

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.sikorski.de/content/downloads/ustwolskaja-pdf.pdf

    verantwortlich: Sikorski (Musikverlag)

    Sprache: Deutsch und Englisch

    Beschreibung: Chronologisches Werkverzeichnis und Diskografie als pdf-Dokument mit einem Vorwort von Viktor Suslin.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.paul-sacher-stiftung.ch/pss/sammlungen/ustvolskaja.htm

    verantwortlich: Paul Sacher Stiftung Basel

    Sprache: Deutsch

    Beschreibung: Katalogauskunft über Musik- und Textmanuskripte sowie Programm und Rezensionen der Komponistin.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.siue.edu/~aho/musov/ust/ust.html

    verantwortlich: Southern Illinois University Edwardsville

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Aufsatz „The Lady with the Hammer. The Musik of Galina Ustvolskaya” von Ian McDonald.

    Grundinformation: Biografie, Foto, Werkverzeichnis, Diskografie

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.russisches-musikarchiv.de/werkverzeichnisse/ustwolskaja-werkverzeichnis.htm

    verantwortlich: Russisches Musikarchiv (Marc Mühlbach)

    Sprache: Deutsch

    Grundinformation: Foto, Werkverzeichnis

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.musicweb-international.com/sandh/Nov99/ustvolskaya.htm

    verantwortlich: MusicWeb international (Online-Musikmagazin)

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: „Galina Ustvolskaya and the Piano“, Aufsatz von Peter Grahame Woolf (1999)

    Grundinformation: Foto, Diskografie (Auswahl)

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.youtube.com/watch?v=2XcYslQ6kzw

    verantwortlich: You tube

    Audiomaterial: Kurzfilm/Video von Jan Svankmajer zu Galina Ustvolskaya’s „2nd Composition (Dies Irae) for piano, wooden box and eight double basses. It is the middle of three ambiguously titled ’Compositions’ which were written between 1971-75”(1:34).

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.denhoff.de/reduktioninmusik.htm

    verantwortlich: Michael Denhoff (Musiker)

    Sprache: Deutsch

    Beschreibung: „Der kleine Unterschied. Komponieren mit wenig Material“, Vortrag am 14. 2. 2004 in Würzburg von Michael Denhoff.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://en.wikipedia.org/wiki/Galina_Ustvolskaya

    verantwortlich: Wikipedia, freie Internet-Enzyklopädie

    Sprache: Deutsch

    Grundinformation: Biografie, Foto, Werkverzeichnis, Diskografie, Bibliografie, Links.

    anderes Material: Zitate der Komponistin.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://es.wikipedia.org/wiki/Galina_Ustvolskaya

    verantwortlich: Wikipedia, freie Internet-Enzyklopädie

    Sprache: Spanisch

    Grundinformation: Biografie, Foto, Werkverzeichnis

    recherchiert am 29.08.2008

    http://de.wikipedia.org/wiki/Galina_Iwanowna_Ustwolskaja

    verantwortlich: Wikipedia, freie Internet-Enzyklopädie

    Sprache: Deutsch

    Grundinformation: Kurzbiografie, Werkverzeichnis (Auswahl)

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.guardian.co.uk/russia/article/0,,1989387,00.html

    verantwortlich: Guardian online

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Nachruf von Tim McDonald vom 13.1.07.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.therestisnoise.com/2006/12/galina_ustvolsk.html

    verantwortlich: The Rest is Noice (classical-music blog von Alex Ross)

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Nachruf vom 22.12.2006 von Alex Ross für „The New Yorker“.

    Grundinformation: Foto

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.independent.co.uk/news/obituaries/galina-ustvolskaya-429905.html

    verantwortlich: The Independent online

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: „Galina Ustvolskaya. Shostakovich’s ’musical conscience’„, Nachruf von Martin Anderson vom 27.12.06.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/obituaries/article1292924.ece

    verantwortlich: Times online

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: „Galina Ustvolskaya. Russian composer and muse of Shostakovich whose austere formalism assumed a fierce spiritual intensity“, Nachruf vom 15.1.07.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.musicaltimes.co.uk/archive/obits/200701ustvolskaya.html

    verantwortlich: The Musical Times online

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Nachruf von Arnold Whittall, Frühjahr 2007.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.nytimes.com/2006/12/29/arts/music/29ustvolskaya.html

    verantwortlich: New York Times

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: „Galina Ustvolskaya, 87, forceful russian composer dies“, Nachruf von Allan Kozinn vom 29.12.06.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.musicweb-international.com/SandH/2008/Jan-Jun08/ustvolskaya1602.htm

    verantwortlich: MusicWeb international (Online Musikmagazin)

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: „Galina Ustvolskaya–Hidden Genius: Continuum”, Rezension eines Konzerts in der Merkin Concert Hall, New York, am 16.2.08 von Bruce Hodges.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://www.eclectica.org/v2n4/making_time.html

    verantwortlich: Electica Onlinemagazin

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Rezension der CD-Aufnahme der Klaviersonaten 1-6 von Galina Ustvolskaya, gespielt von Oleg Malov (Belgien 1994) von Don Mager.

    recherchiert am 29.08.2008

    http://home.wanadoo.nl/eli.ichie/ustvolskaya.html

    verantwortlich: Peter van den Dongen, Niederlande

    Sprache: Englisch

    Grundinformation: Biografie, Fotos, Werkverzeichnis, Links

    Kommentar: veraltete und nicht mehr gepflegte Website.

    recherchiert am 29.08.2008

    Forschung

    Die Werke Galina Ustvolskayas sind im wesentlichen bei dem Hamburger Musikverlag Hans Sikorski verlegt. Dort sind zum Teil auch Materialien zu ihrer Person gesammelt. Ihr Nachlass liegt bei der Paul Sacher-Stiftung in Basel.

    Forschungsbedarf

    Es gibt zwar schon zahlreiche Aufsätze, Werkbesprechungen und Kritiken der Werke Galina Ustvolskayas, doch eine umfangreiche Darstellung zu ihrem Schaffen steht weiterhin aus. Die Publikationen von Gladkowa und Bokman sind beide durch ihre persönliche Beziehung zu Ustvolskaya geprägt (vor allem diejenigen Bokmans), daher wäre eine objektivere Stellungnahme sehr zu wünschen. Um die wenigen biografischen Daten zu vervollständigen, wäre es sinnvoll, Zeitzeugen zu befragen und den Nachlass aufzuarbeiten. Der persönliche und kompositorische Bezug zu ihrem Lehrer Schostakowitsch wurde zwar schon vielfach erwähnt, aber eine grundlegende Untersuchung steht ebenfalls noch aus.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 115448029
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 12290592X
    Library of Congress (LCCN): n81071144
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Amrei Flechsig, erstellt am 15. Juli 2008


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 27.08.2008
    Zuletzt bearbeitet am 26.03.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Amrei Flechsig, Artikel „Galina Ustvolskaya“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 26.3.2009
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Galina_Ustvolskaya