Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (105%)
  • Deutsch
  • Frida Quehl

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Frida Quehl
    Ehename: Frida Schumann-Quehl
    Varianten: Frida Schumann, Frieda Quehl, Frieda Schumann-Quehl, Frieda Schumann
    Lebensdaten:
    geb. in Frankfurt a. M., Deutschland
    gest. unbekannt

    Sterbedatum, -jahr und -ort von Frida Quehl sind derzeit nicht bekannt. Das Geburtsjahr 1888 (Müller 1929) ist zweifelhaft; Frida Quehl hatte bereits vor ihrem Studienbeginn in Berlin 1899 am Kölner Konservatorium studiert.
    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Musikpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „[...] sie spielt, wenn auch mit kleinem, so doch klarem und geschmeidigem Ton, technisch behende und mit innerlichem Ausdruck.“


    („Vossische Zeitung“ vom 2. November 1901 über das Spiel von Frida Quehl, zit. n. Prante 1999, S. 57)


    Profil

    Ein künstlerisches Profil von Frida Quehl kann erst nach weiteren Forschungen erstellt werden.

    Orte und Länder

    Frida Quehl wurde 1888 in Frankfurt a. M. geboren. Sie begann am Kölner Konservatorium Violine zu studieren und setzte ihr Studium von 1899 bis 1901 an der Hochschule für Musik in Berlin fort. Im Jahr 1929 lebte sie in der Friedrichstraße 36 in Kassel.

    Biografie

    Frida Quehl wurde am 12. Februar 1888 in Frankfurt a. M. geboren. Über ihre Herkunft und ihre erste musikalische Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Sie studierte zunächst Violine am Kölner Konservatorium bei Willy Heß, der zu dieser Zeit Primarius des Gürzenich-Quartetts und Konzertmeister der Gürzenich Konzertgesellschaft war. Von 1899 bis 1901 setzte Frida Quehl ihr Studium an der Hochschule für Musik in Berlin bei Joseph Joachim und Andreas Moser fort (vgl. Prante 1999, S. 6; S. 56).


    Nach Beendigung ihres Studiums im Sommer 1901 debütierte Frida Quehl in einem eigenen Konzert mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Joseph Rebiček. Das Konzert fand am 31. Oktober 1901 im Berliner Beethovensaal mit Max Bruchs „Schottischer Fantasie“ für Violine und Orchester (op. 46) und dem Violinkonzert d-Moll (op. 31) von Henri Vieuxtemps statt. Ein Kritiker der „Vossischen Zeitung“ urteilte über das Spiel von Frida Quehl: „[...] sie spielt, wenn auch mit kleinem, so doch klarem und geschmeidigem Ton, technisch behende und mit innerlichem Ausdruck.“ („Vossische Zeitung“ vom 2. November 1901, zit. n. Prante 1999, S. 57; vgl. auch Muck 1982, S. 84)


    Für die folgenden Jahre lässt sich der Lebensweg von Frida Quehl nur noch bruchstückhaft dank eines Eintrags im „Deutschen Musiker-Lexikon“ von 1929, dem Vorläufer von Kürschners Musiker-Kalender, rekonstruieren (Müller 1929). Demnach unternahm Frida Quehl ab 1903 mehrere Konzertreisen (ohne weitere Angaben). Sie heiratete einen Dr. med. Schumann, nahm den Namen Frida Schumann-Quehl an und ließ sich mit ihrem Mann in Kassel nieder. Sie selbst bezeichnete sich 1929 als Konzertviolinistin und Violinlehrerin und war Mitglied im Reichsverband der Tonkünstler und Musiklehrer. Im Jahr 1929 lebte sie in der Friedrichstraße 36 in Kassel.


    Der weitere Lebensweg von Frida Quehl ist nicht bekannt.

    Würdigung

    Die Tätigkeiten von Frida Quehl können erst nach weiteren Forschungen angemessen gewürdigt werden.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten von Frida Quehl werden derzeit nicht rezipiert. Auch zeitgenössische Reaktionen sind derzeit bis auf wenige Ausnahmen nicht bekannt.

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Frida Quehl kann erst nach weiteren Forschungen erstellt werden. Bekannt ist derzeit lediglich die Aufführung von Max Bruchs „Schottischer Fantasie“ (op. 46) und des Violinkonzerts d-Moll (op. 31) von Henri Vieuxtemps mit dem Berliner Philharmonischen Orchester.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Schumann-Quehl, Frida“. In: Deutsches Musiker-Lexikon. Erich H. Müller (Hg.). Dresden: Limpert 1929, S. 1315.


    Muck, Peter. Einhundert Jahre Berliner Philharmonisches Orchester: Darstellung in Dokumenten. Band 3: Die Mitglieder des Orchesters, die Programme, die Konzertreisen, Ur- und Erstaufführungen. Tutzing: Schneider, 1982.


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentlichtes Typoskript, 1999.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Allgemeine musikalische Zeitung vom 8. November 1901, S. 724.


    Vossische Zeitung vom 2. November 1901.

    Forschung

    Inka Prante hat in ihrer Staatsexamensarbeit über die Schülerinnen Joseph Joachims erstmals auf Frida Quehl aufmerksam gemacht (vgl. Prante 1999). Weitere Forschungsinformationen zu Frida Quehl liegen derzeit (Mai 2009) nicht vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Frida Quehl umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 4. November 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 05.11.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Frida Quehl“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 5.11.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Frida_Quehl