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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Florence Marshall
    Geburtsname: Florence Ashton Thomas
    Lebensdaten:
    geb. in Rom,
    gest. in London,

    In den meisten öffentlichen Presseberichten und Lexikonartikeln wird Florence A. Marshall als „Mrs. Julian Marshall“ bezeichnet, so dass dies in beruflicher Hinsicht als ein gleichrangiger Hauptname anzusehen ist. Zwar veröffentlichte sie ihre Kompositionen überwiegend unter dem Namen „Florence A. Marshall“, ihre beiden Bücher jedoch tragen wiederum den Autorinnennamen „Mrs. Julian Marshall“.
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin, Dirigentin, Musikwissenschaftlerin, Musikpädagogin, Gesangspädagogin, Schulmusikerin
    Charakterisierender Satz:

    „South Hampstead Orchestra. – The excellent band conducted by Mrs. Julian Marshall gave its annual concert in St. James’s-hall on Tuesday, when the chief work played was Brahms’s magnificent symphony in F, No. 3, the formidable difficulties of which were overcome with complete success by players the bulk of whom are amateurs. What careful, constant, and well-directed practice can do in the way of attaining the best results was seen in the accuracy, spirit, and even breadth with which the work was played throughout and more especially in the manner in which the wonderfully poetical termination of the slow movement was given out by the first violins. [...] There is no need to dilate upon Mrs. Marshall’s remarkable skill as a conductor, which is sufficiently well known to cultivated musicians; not only does she establish the magic rapport with her orchestra without which the most intelligent musician must fail, but she has the fine taste and musicianship which is lacking in so many of the virtuosi of the conducting stick.“


    „South Hampstead Orchestra. – Das herausragende, von Frau Julian Marshall dirigierte Orchester gab sein jährliches Konzert am Donnerstag in der St. James’s Hall, wobei als Hauptwerk Brahms’ herrliche Symphonie Nr. 3 in F-Dur gespielt wurde, deren beachtliche Schwierigkeiten erfolgreich von den Spielern bewältigt wurden, deren Großteil Amateure sind. Was sorgfältige, konstante und gezielte Übung tun kann, um die besten Resultate zu erzielen, war an der Genauigkeit, dem Geist und sogar der Breite zu sehen, mit denen das Stück durchweg gespielt wurde, und speziell an der Art und Weise, in der das wundervoll poetische Ende des langsamen Satzes von den ersten Geigen hervorgebracht wurde. […] Es ist nicht nötig, die bemerkenswerte Fähigkeit von Frau Marshall als Dirigentin weiter auszuführen, die kultivierten Musikern zur Genüge bekannt ist; nicht nur stellt sie die magische Wechselbeziehung zum Orchester her, ohne die der intelligenteste Musiker scheitern muss, sondern sie hat auch den guten Geschmack und die Musikalität, die vielen Virtuosen des Taktstocks fehlen.“


    („The Times“ vom 15. Juni 1899, S. 13)


    Profil

    Florence A. Marshall begann erst im Alter von fast 30 Jahren als verheiratete Frau ein Studium in den Fächern Klavier und Komposition an der Royal Academy of Music und vervollständigte es mit einem universitären Studium im Fach Musik am Londoner Trinity College, das sie 1883 als „Associate of Music“ abschloss. In den folgenden Jahrzehnten blieb sie im Londoner Musikleben in vielen verschiedenen Bereichen präsent: Sie konzertierte regelmäßig als Kammermusikerin, wirkte als Head-Mistress of the singing class an der Dulwich High School im Süden Londons und publizierte sowohl mehrere Schulwerke für den Klassengesang als auch eine Biografie über Georg Friedrich Händel. Bereits seit ihrer Studienzeit war Florence A. Marshall zudem als Komponistin erfolgreich. Sie schrieb drei „Operettas“, darunter die Fairy Operetta „Prince Sprite“, mehrere Orchesterwerke, Kammermusik sowie Lieder und Chorstücke, die größtenteils in renommierten Londoner Musikverlagen erschienen, u. a. bei Novello, Ewer & Co.


    Überregional bekannt wurde sie vor allem als Dirigentin eines Amateurorchesters. Das South Hampstead Orchestra, dessen Spielfähigkeit sie mit ihrer Orchesterarbeit über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren kontinuierlich erweiterte, zählte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zu den renommiertesten Londoner Symphonieorchestern.

    Orte und Länder

    Florence A. Marshall wurde in Rom geboren, wuchs in London auf und behielt dort ihren Wirkungskreis bei. Sie studierte ab Anfang der 1870er Jahre an der Royal Academy of Music und Anfang der 1880er Jahre am Trinity College und wirkte anschließend als „Head-Mistress of the singing class“ an der Dulwich High School im Süden Londons. Vom Ende der 1880er Jahre bis ca. 1920 leitete sie das South Hampstead Orchestra im Nordwesten Londons.

    Biografie

    Florence A. Marshall wurde als Florence Ashton Thomas am 30. März 1843 in Rom als Tochter eines Reverend J. Thomas, Kanoniker in Canterbury, und seiner Frau geboren und wuchs in London auf. Über ihre erste musikalische Ausbildung ist derzeit nichts bekannt, zu vermuten ist jedoch, dass sie zunächst eine fundierte private Ausbildung in Klavier und Komposition erhielt.


    Der Beginn ihres beruflichen Lebensweges ist – im Vergleich mit zahlreichen anderen Musikerinnen – ungewöhnlich. Noch vor dem Erscheinen ihrer ersten Kompositionen, d. h. vor 1867, heiratete Florence A. Marshall den Autor, Kunstsammler und Amateurmusiker Julian Marshall (1836-1903), der u. a. für seine große Musikbibliothek bekannt war. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor (vgl. Artikel „Florence Ashton Marshall“ in Wikipedia England). Im Jahr 1867 erschienen zwei ihrer Lieder unter ihrem Ehenamen Florence Ashton Marshall im Druck, „Il Poeta moriente“ und „Solitude“. 1869 folgte die einaktige Operette „Damon and Phyllis“ nach einem Libretto von Edwin Simpson, und 1870 wurden ihre beiden Lieder „A Little While“ und „The Withered Primrose“ veröffentlicht.


    Erst im Alter von fast 30 Jahren, Anfang der 1870er Jahre, begann Florence A. Marshall – teils unter dem Namen „Mrs. Julian Marshall“ – ein Studium an der Londoner Royal Academy of Music. Dabei studierte sie die Fächer Klavier und Komposition bei William Sterndale Bennett und Sir George Alexander Macfarren und wurde u. a. bei den Abschlusskonzerten im Sommer 1873 mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet (vgl. „The Musical Times“ vom 1. August 1873, S. 177). Bereits während ihres Studiums wurden mehrere ihrer Kompositionen öffentlich aufgeführt und überaus positiv rezensiert, darunter auch zwei größere Orchesterwerke. So spielte z. B. das Orchester der Royal Academy bei einem der Studierendenkonzerte unter der Leitung von Walter Macfarren im Juli 1874 in den Londoner Hanover Square Rooms das Andante aus Florence Marshalls Symphonie h-Moll, und die „Musical Times“ schrieb über das Werk: „Amongst the most remarkable compositions of the students, special commendation must be given to the selection from a Motett by Oliveria Prescott [...] and an Andante from a Symphony in B minor, by Florence Marshall, both of which evidence the possession not only of musical feeling and knowledge of effect, but of an originality of thought which may, if carefully directed, place their composers at the head of the small list of ladies who have created a name in this important branch of the art.“ („Unter den bemerkenswertesten Kompositionen der Studierenden muss der Auswahl aus einer Motette von Oliveria Prescott […] und einem Andante aus einer Symphonie in h-Moll von Florence Marshall eine besondere Auszeichnung zuteil werden, die beide nicht nur die Eigenschaften von musikalischem Gefühl und einer Kenntnis von Wirkung, sondern auch eine Originalität der Ideen bezeugen, die, wenn sorgfältig geleitet, ihre Komponistinnen oben auf die kleine Liste von Damen, die sich einen Namen in diesem wichtigen Kunstzweig gemacht haben, setzen können.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1874, S. 577). Ein weiteres Orchesterwerk, ein „Notturno“, wurde im Mai 1875 außerhalb der Royal Academy im Rahmen der Konzerte der British Orchestral Society aufgeführt: „At the same concert a Notturno, for orchestra, by Mrs. Julian Marshall, a student of the Royal Academy of Music, was given with sufficient success to nerve the composer to future exertion, the melodious character of the themes and the constructive power shown throughout the work giving unmistakable proof of a talent which will undoubtedly be cultivated to a good result.“ („Beim gleichen Konzert wurde ein Notturno für Orchester von Frau Julian Marshall, einer Studentin der Royal Academy of Music, mit hinreichendem Erfolg gegeben, um die Komponistin in ihren weiteren Bemühungen zu bestärken, da der melodiöse Charakter der Themen und die konstruktive Kraft, die das ganze Werk durchzieht, einen unmissverständlichen Beweis von Talent lieferten, das zweifellos zu einem guten Ergebnis kultiviert werden kann.“; „The Musical Times“ vom 1. Juni 1875, S. 110)


    In den folgenden Jahren konnte sich Florence A. Marshall zunächst als Komponistin und Pianistin im Londoner Musikleben etablieren. Sie veröffentlichte mehrere Lieder und Chorwerke und schrieb eine weitere Operette „The Masked Shepherd“ nach einem Text von Edwin Simpson-Baikie, aus der die „Musical Times“ im Juni 1879 den Part-Song „Behold the Sun in gold descending“ veröffentlichte (vgl. „The Musical Times vom 1. Juni 1879, S. 315-318; zu „The Masked Sheppard“ sind bislang keine weiteren Dokumente bekannt). Dabei wurden ihre Kompositionen öffenlich wahrgenommen und regelmäßig rezensiert. So schrieb z. B. ein Rezensent der „Musical Times“ über ihre drei Lieder „Sweet and Low“, „I arise from dreams of thee“ und „A New Year’s Burden“, die 1877 bei Novello, Ewer and Co. erschienen: „Now and then he [the reviewer] finds songs which do contain something fresh in their ideas, and which are written with true musical feeling. Such are the three songs now under notice, which we may say at once strike us as being very far above the average. We do not know, whether the composer is an amateur; but if she be, she displays an amount of skill which very few amateurs possess. Excepting one passage of accompaniment [...] we find only highly finished workmanship, while the melodies throughout are graceful, pleasing, and for the most part free from reminiscences. [...] If these three songs are to be taken as fair specimens of what Mrs. Marshall can do, we shall be happy to meet with some more music from the same pen.“ („Gelegentlich findet er [der Rezensent] Lieder, die etwas Frisches in ihren Ideen enthalten, und die mit wahrem musikalischen Gefühl geschrieben sind. Solcher Art sind die drei Lieder, die jetzt angekündigt sind, die, wie wir sofort sagen können, uns auffallen, weil sie weit über dem Durchschnitt liegen. Wir wissen nicht, ob die Komponistin eine Amateurin ist; wenn das so sein sollte, zeigt sie eine Menge an Fähigkeit, wie sie nur sehr wenige Amateure besitzen. Eine Passage der Begleitung ausgenommen […] finden wir nur höchst vollendete Kunstfertigkeit, wobei die Melodien durchweg anmutig, ansprechend und zum größten Teil frei von Reminiszenzen sind. […] Wenn diese drei Lieder als angemessene Musterstücke dafür anzusehen sind, was Frau Marshall kann, sollten wir glücklich sein, mehr Musik aus derselben Feder kennenzulernen.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1877, S. 396f.) Ebenso positiv wurden ihre Konzerte besprochen. So veranstaltete Florence A. Marshall z. B. am 25. Februar 1879 ein Kammermusikkonzert in der Vestry Hall im Londoner Stadtteil Hampstead, gemeinsam mit der Sängerin Jessie Jones, dem Geiger Henry Holmes, dem Violoncellisten Alessandro Pezze und ihrer Schwester, der Klarinettistin Frances Thomas. Das Programm zeigte eine große Breite des Repertoires von Barockmusik bis hin zu aktueller Musik. Aufgeführt wurden Ludwig van Beethovens Klarinettentrio Es-Dur op. 38 (eine Bearbeitung seines Septetts op. 20), dessen Violinsonate A-Dur op. 47 sowie mehrere Stücke von Francesco Geminiani, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Jean-Baptiste Lully, Carl Maria von Weber und Robert Schumann. Ferner umfasste das Programm die Uraufführung eines Klaviertrios von Florence A. Marshall und zwei ihrer Lieder. Die „Musical Times“ schrieb über das Konzert: „On Tuesday evening, February 25, Mrs. Julian Marshall gave a Concert of chamber music at the Vestry Hall, Hampstead, the programme of which included Beethoven’s arrangement of his Septett for piano, clarionet, and violoncello, solos for the violin by Schumann and Bach, and for the violoncello by Lulli and Geminiani, a Concertino by Weber for the clarionet, and the finale of the Kreutzer Sonata. The executants were Mrs. Marshall, who presided at the piano, Mr. Henry Holmes (violin), Signor Pezze (violoncello), and Miss Frances Thomas (clarionet). Three movements of a Trio for piano, violin, and violoncello by Mrs. Marshall, played for the first time at this concert, produced a highly favourable impression, the last movement especially displaying some excellent writing. Miss Jessie Jones sang two of Mrs. Marshall’s songs, and joined Mr. Julian Marshall in a Duetto di Camera by Handel. [...] The concert was highly successful.“ („Am Dienstagabend, 25. Februar, gab Frau Julian Marshall ein Konzert mit Kammermusik in der Vestry Hall, Hampstead, wobei das Programm Beethovens Arrangement seines Septetts für Klavier, Klarinette und Violoncello, Soli der Violine von Schumann und Bach und des Violoncellos von Lully und Geminiani, ein Concertino für Klarinette von Weber und das Finale der Kreutzer-Sonate beinhaltete. Die Ausführenden waren Frau Marshall am Klavier, Herr Henry Holmes (Violine), Signor Pezze (Violoncello) und Fräulein Frances Thomas (Klarinette). Drei Sätze eines Trios für Klavier, Violine und Violoncello von Frau Marshall, die bei diesem Konzert zum ersten Mal gespielt wurden, hinterließen einen höchst gefälligen Eindruck, wobei insbesondere der letzte Satz von herausragender Kompositionstechnik zeugte. Fräulein Jessie Jones sang zwei Lieder von Frau Marshall und stand Herrn Julian Marshall in einem Duetto die Camera von Händel zur Seite. […] Das Konzert war äußerst erfolgreich.“; „The Musical Times“ vom 1. April 1879, S. 215)


    Parallel zu ihren künstlerischen Tätigkeiten widmete sich Florence A. Marshall auch musikwissenschaftlichen Arbeiten. 1878 erschien ihre Übersetzung von Louis Spohrs „Violinschule“ von 1832 in der englischen Edition des Geigers Henry Holmes bei Boosey & Co. unter dem Titel „Spohr’s Violin School, revised and edited, with additional text, by H.[enry] Holmes, the translation from the German by F. A. Marshall“. Anfang der 1880er Jahre studierte Florence A. Marshall am Londoner Trinity College das Fach Musik, dessen Inhalte wissenschaftlich ausgerichtet waren, und absolvierte dort im Januar 1883 erfolgreich die Prüfungen für das universitäres Diplom im Fach Musik. Damit erhielt sie den Titel einer „Associate in Music“ (vgl. „list of successful candidates at the examination for the Diploma of Associate in Music of Trinity College, London“, in: „The Musical Times“ vom 1. März 1883, S. 152). Im selben Jahr veröffentlichte sie eine Biografie von Georg Friedrich Händel in der Reihe „The great musicians“ des Londoner Verlages Sampson Low and Marston, die bis 1910 in mehreren Auflagen erschien, und bei der es sich möglicherweise um ihre Abschlussarbeit am Trinity College handelt. Die „Musical Times“ rezensierte: „The authoress is well known as an accomplished and cultivated amateur musician, and her admirable little book labours under only one disadvantage, which she has herself pointed out – the materials are so vast and the space allotted to her is so small. From this cause the book is compelled to be too much a mere compilation of bare facts. [...] Mrs. Marshall’s book, notwithstanding its brevity, contains much valuable information in a condensed form, and is one of a series of biographies published by Sampson Low [...], edited by F. Hueffer.“ („Die Autorin ist als versierte und kultivierte Amateurmusikerin bekannt und ihr bewundernswertes kleines Buch plagt sich mit nur einem Nachteil, den sie selbst aufgezeigt hat – das Material ist so gewaltig und der Platz, der ihr zugestanden wurde, so klein. Aus diesem Grund ist das Buch gezwungen, zu sehr eine reine Sammlung bloßer Fakten zu sein. […] Frau Marshalls Buch beinhaltet trotz seiner Kürze viele wertvolle Informationen in komprimierter Form und gehört zu einer Reihe von Biografien, die von Sampson Low verlegt […] und von F. Hueffer ediert werden.“; „The Musical Times“ vom 1. September 1883, S. 505) Im Jahr 1889 folgten zwei Bände über die Schriftstellerin Mary Wollstoncraft Shelley unter dem Titel „The life and letters of Mary Wollstonecraft Shelley“ (London: Richard Bentley & Sons, 1889). Als Musikwissenschaftlerin verfasste Florence A. Marshall zudem mehrere Artikel für die erste Auflage des „Grove’s Dictionary of Music and Musicians“ (vgl. Grove Dictionary of Women Composers 1994).


    Vermutlich bereits ab Mitte der 1880er Jahre wirkte Florence A. Marshall als „Head-Mistress of the singing class“ an der Dulwich High School im Süden Londons. In diesem Zusammenhang entstanden zwischen 1885 und 1893 drei Schulwerke für Gesang, die alle im Londoner Musikverlag Novello, Ewer & Co. verlegt wurden. Die „Seventy Solfeggi“ erschienen 1885, 1889 folgten die „Five Minutes’ Exercises, in two parts, for the use of singing classes“ und 1893 die „Interval Exercises for Singing Classes“. Im Vorwort zu den „Seventy Solfeggi“, das die ausführliche Rezension der „Musical Times“ zitiert, schrieb Florence A. Marshall: „Although illustrating various technical facts in music, they [the solfeggi] do not profess to instil any of these, except indirectly. Although affording practice to the vocal powers similar in kind [...], to that of ordinary Solfeggi for solo singers, they are not essentially exercises in vocalisation. [...] They are little music-pictures, adapted for the voice or for two voices; recreation-exercises for all the musical powers, uttered in song.“ („Obwohl sie [die Solfeggi] diverse technische Fakten über Musik bildlich darstellen, werden sie diese nicht lehren, außer indirekt. Obwohl sie Übungen für stimmliche Kräfte ähnlicher Art bieten […] wie die üblichen Solfeggi für Solosänger, sind sie nicht wirklich Übungen in Stimmgebung. […] Es sind kleine Musikbilder, an eine oder zwei Stimmen angepasst; Entspannungsübungen für alle musikalischen Kräfte, die sich in Liedern äußern.“; zit. n. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1886, S. 40) Im Weiteren hob der Rezensent nicht nur die pädagogischen, sondern auch die kompositorischen Fähigkeiten der Autorin hervor: „Bearing in mind the avowed design of the composer in writing the Solfeggi contained in this volume, we have nothing but unqualified praise for them, not only as Exercises for class-singers, but as refined and graceful little Sketches thoroughly worthy of being sung to words instead of syllables: indeed in such charmingly melodious pieces as ‚A Song of yesterday,’ ‚Evening Song,’ ‚Forest Echoes,’ and the ‚Siciliana,’ little vocalists will find it difficult to avoid supplying some [...] lines to the highly suggestive notes they are singing. [...] Some are unaccompanied, and others have a simple pianoforte part, always appropriate, and always easy to play. That the work must become extensively known is beyond a doubt; and when we affirm as we do with the utmost confidence, that Mrs. Marshall has done for young vocalists what Schumann has so successfully effected for young pianists, there is equal certainty that it will become as extensively appreciated.“ („Bedenkt man die erklärte Konzeption der Komponistin beim Schreiben der Solfeggi, die in diesem Band enthalten sind, haben wir nichts als Lob für diese. Sie sind nicht nur Übungen für Schulchöre, sondern auch raffinierte und graziöse kleine Skizzen, die es durchweg wert sind, zu Wörtern statt zu Silben gesungen zu werden: tatsächlich wird es in solchen reizend melodiösen Stücken wie ‚A Song of yesterday’, ‚Evening Song’, ‚Forest Echoes’ und der ‚Siciliana’ kaum einem Singenden schwerfallen, es zu vermeiden, einige […] Zeilen zu den höchst suggestiv zu singenden Noten beizutragen. […] Einige sind unbegleitet und andere haben eine einfache Klavierstimme, immer angemessen und immer leicht zu spielen. Dass das Werk weitreichend bekannt werden muss, steht außer Zweifel, und da wir mit der höchsten Zuversicht bekräftigen, dass Frau Marshall das für junge Sänger geleistet hat, was Schumann so erfolgreich für junge Pianisten erbracht hat, gibt es gleichsam die Gewissheit, dass es weitreichend geschätzt werden wird.“; „The Musical Times“ vom 1. Januar 1886, S. 40) Ebenfalls für ihre Schülerinnen komponierte Florence A. Marshall die „Fairy Operetta“ „Prince Sprite“, deren Libretto von Bertha Thomas nach einer Erzählung der Countess D’Aulnoy angefertigt worden war. Die „Musical Times“ rezensierte: „The story has, we believe, been dramatised before under the title of ‚The Invisible Prince’; but the present version derives no little of its attractiveness from the simple yet graceful music with which it is associated. There is a bright overture for four hands, with violin ad lib., and fifteen other numbers – choruses, duets, songs and instrumental pieces, including some graceful soft music, and some excellent dance measures. The vocal parts are well written, and show considerable knowledge of vocal effect and no little skill in writing for treble voices, so that it should command a welcome from those choral societies where female voices only are available for its utility in that respect. Its musical qualifications will be certain to secure favour for it wherever it is known.“ („Die Geschichte, so glauben wir, war vorher bereits unter dem Namen ‚The Invisible Prince’ dramatisiert worden. Doch die gegenwärtige Version verdankt ihre Attraktivität nicht zuletzt der einfachen, doch anmutigen dazugehörigen Musik. Es gibt eine strahlende Ouvertüre für vier Hände mit Violine ad lib. und fünfzehn weitere Nummern – Chöre, Duette, Lieder und Instrumentalstücke, darunter sowohl anmutig sanfte Musik als auch hervorragende Tanztakte. Die Gesangspartien sind gut geschrieben und zeigen beträchtliche Kenntnis von stimmlichen Möglichkeiten und eine nicht geringe Fähigkeit, für Sopranstimmen zu schreiben, so dass sie jenen Chören willkommen sein wird, in denen von den verfügbaren weiblichen Stimmen nur in dieser Hinsicht Gebrauch gemacht wird. Ihre musikalischen Qualitäten werden mit Sicherheit für Gefallen sorgen, wo immer sie bekannt wird.“; „The Musical Times“ vom 1. April 1891, S. 234) Am 28. Juli 1891 wurde die Operette von Schülerinnen der Dulwich High School aufgeführt, drei Gastaufführungen an der James Allen Girls’ School folgten, wie die „Musical Times“ berichtete: „A series of dramatic and other performances was given at Dulwich High School by the pupils [...]. On Tuesday, the 28th, the performance consisted of the Fairy Operetta ‚Prince Sprite,’ [...] the music composed by Florence A. Marshall (Mrs. Julian Marshall), class-singing mistress at the school. [...] The music is fairly easy and tuneful, and the plot forms an excellent and amusing acting piece; for the lines are well written and full of point. Three performances of the same Operetta were given at the James Allen Girls’ School, under Mrs. Marshall’s direction, by permission of Miss Bettany, the head mistress. These were semi-dramatic, as they were given by daylight and without a regular stage, but were, from a musical point of view, very successfull. [...] The work is written for treble voices, with accompaniment for the pianoforte (which in the overture and dance-music numbers is written for four hands), and an occasional ad lib. violin obbligato. [...] the whole Operetta is admirably adapted for school performances, and deserves to be known in all places where such a work is available.“ („Eine Reihe von dramatischen und anderen Aufführungen gaben die Schüler in der Dulwich High School […]. Am Dienstag, dem 28., bestand die Aufführung aus der Fairy Operetta ‚Prince Sprite’, […] mit der Musik von Florence A. Marshall (Frau Julian Marshall), Lehrerin der Gesangsklasse an der Schule. […] Die Musik ist ziemlich leicht und melodisch, und die Handlung bietet ein herausragendes und amüsantes Schauspiel, da die Handlungsstränge gut und auf den Punkt geschrieben sind. Drei Vorstellungen derselben Operetta wurden in der James Allen Mädchenschule unter der Leitung Frau Marshalls und mit der Genehmigung der Schulleiterin Fräulein Bettany gegeben. Diese waren halb-dramatisch, da sie bei Tageslicht und ohne eine richtige Bühne gegeben wurden, doch aus musikalischer Sicht waren sie sehr erfolgreich. […] Das Werk ist für Sopranstimmen mit Klavierbegleitung (die in der Ouvertüre und in den Tanzmusik-Nummern vierhändig geschrieben ist) und gelegentlich ein ad lib. Obligato der Violine geschrieben. […] die gesamte Operetta ist hervorragend für Schulaufführungen geeignet und verdient es, überall bekannt zu sein, wo ein solches Werk verfügbar ist.“; „The Musical Times" vom 1. September 1891, S. 550f.) Ein Jahr später folgte die öffentliche Uraufführung im Theater der Londoner Albert Hall, wiederum unter der Leitung von Florence A. Marshall. Dabei wirkte vermutlich auch eine ihrer Töchter als Geigerin mit: „Mrs. Julian Marshall’s Fairy operetta ‚Prince Sprite’ was given for the first time at the West Theatre in the Albert Hall, on the 9th ult., by a company of young ladies, under the direction of the composer. The operetta, the libretto of which is written by Bertha Thomas, is designed for school use, and in this capacity will no doubt be found extremely valuable, the music being tuneful, and, it need hardly be said, musician-like, while the composer’s large experience in school work has enabled her to effectively gauge the capabilities of youthful vocalists. [...] The operetta, which was prettily mounted and dressed, was accompanied on the pianoforte by Mrs. Marshall, assisted in the duet parts by Miss Mary Carmichael and by Miss Marshall (violin). The theatre was crowded by a friendly audience, and the composer and authoress were warmly called at the end of the performance. The operetta is one which should find special favour at school entertainments.“ („Frau Julian Marshalls Fairy Operetta ‚Prince Sprite’ wurde am 9. des Vormonats erstmalig im West Theatre in der Albert Hall von einer Gruppe junger Damen unter der Leitung der Komponistin gegeben. Die Operetta, deren Libretto von Bertha Thomas stammt, ist für den Gebrauch in Schulen konzipiert und wird sich in dieser Hinsicht als äußerst wertvoll erweisen, da die Musik melodisch und, was kaum gesagt werden muss, musikalisch ist. Die profunde Erfahrung der Komponistin mit Arbeit in Schulen hat es ihr ermöglicht, die Fähigkeiten jugendlicher Sängerinnen wirksam einzuschätzen. […] Die Operetta, die hübsch eingerichtet und aufbereitet wurde, wurde am Klavier von Frau Marshall begleitet, der in den Duettpartien Fräulein Mary Carmichael und Fräulein Marshall (Violine) zur Seite standen. Das Theater war mit einem freundlichen Publikum gefüllt, und Komponistin und Autorin wurden am Ende der Vorstellung warmherzig hervorgerufen. Die Operetta sollte bei Schulaufführungen besonderen Gefallen finden.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1892, S. 491)


    Auch als Kammermusikerin konzertierte Florence A. Marshall regelmäßig. So veranstaltete sie z. B. 1901 ein Konzert, bei dem nicht nur mehrere Musikerinnen und Musiker Londons wie z. B. die Violoncellistin May Mukle, die Oboistin Leila Bull, der Fagottist Cornwell und der Hornist Brain, sondern auch zwei ihrer Töchter, Frances und Amabel Marshall sowie ihre Schwester, die Klarinettistin Frances Thomas mitwirkten. Florence A. Marshall begleitete das Konzert am Klavier: „The Blind School, Eton-Avenue. – The third of the delightful chamber concerts given in the convenient little room near the Swiss-cottage, by Misses Frances Thomas, Frances Marshall, and Amabel Marshall took place last night, when an admirable performance took place of Mozart’s beautiful serenade for eight wind instruments and of Beethoven’s septet. In the former, Miss Leila Bull played the first oboe, and Miss Thomas the first clarinet, with fine artistic feeling. Messrs. Corwell and Brain played first bassoon and first horn. The string parts of the septet were undertaken by the Misses Marshall, Miss May Mukle, and Miss R. Watson, the two former of whom played a charming sonata by Leclair for violin and viola, to Mrs. Julian Marshall’s accompaniment.“ „Die Blindenschule, Eton-Avenue. – Das dritte der entzückenden Kammerkonzerte in dem gemütlichen kleinen Raum nahe der Schweizer Hütte, gegeben von den Fräulein Frances Thomas, Frances Marshall und Amabel Marshall, fand gestern Abend statt, wobei eine bewundernswerte Vorstellung von Mozarts schöner Serenade für acht Holzblasinstrumente sowie von Beethovens Septett vonstatten ging. In ersterer spielte Fräulein Leila Bull die erste Oboe und Fräulein Thomas die erste Klarinette mit schönem künstlerischen Gefühl. Die Herren Corwell und Brain spielten erstes Fagott und erstes Horn. Die Streicherpartien des Septetts übernahmen die Fräulein Marshall, May Mukle und R. Watson, die beiden letzteren spielten eine charmante Sonate von Leclair für Violine und Viola zu Frau Julian Marshalls Begleitung.“„The Times“ vom 5. Februar 1901, S. 9)


    Bekannt wurde Florence A. Marshall jedoch insbesondere als Dirigentin des South Hampstead Orchestra, das 1885 gegründet worden war und überwiegend aus Amateuren bestand. Spätestens ab Ende der 1880er Jahre bis ca. 1920 leitete Florence A. Marshall das Orchester. Die großen Jahreskonzerte fanden anfänglich im Hampstead Conservatoire, ab Mitte der 1890er Jahre in der Londoner St. James’ Hall und schließlich in der Queen’s Hall statt und zählten rasch zu den großen Londoner Symphoniekonzerten, nicht zuletzt deshalb, weil Florence A. Marshall dem Orchester von Beginn an ein professionelles Repertoire mit großen symphonischen Werken und Solokonzerten abforderte. Die Konzerte wurden regelmäßig in der „Times“ und der „Musical Times“ rezensiert und dabei nahezu ausnahmslos Florence A. Marshalls Fähigkeiten als Orchesterleiterin und Dirigentin in den Vordergrund gestellt. So hieß es z. B. in der „Times“ über das 5. Jahreskonzert Mitte Mai 1890, bei dem u. a. Franz Schuberts Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 („Große C-Dur“) und das Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 6 HWV 324 von Georg Friedrich Händel auf dem Programm standen: „The fifth annual concert of the South Hampstead Orchestra took place at the Hampstead Conservatoire on Friday evening, when a most meritorious performance was given of no less difficult a work than Schubert’s great symphony in C major. The way in which the band had been drilled (the players of the chief wind instruments alone were professional) reflects the greatest possible credit on the conductor, Mrs. Julian Marshall, who wielded her baton to some purpose, really leading her orchestra, not merely beating time.“ („Das fünfte Jahreskonzert des South Hampstead Orchestras fand am Freitagabend im Hampstead Conservatoire statt, wobei eine höchst lobenswerte Vorstellung von keinem leichteren Werk als Schuberts großer C-Dur-Symphonie gegeben wurde. Die Art und Weise, wie das Orchester ausgebildet worden war (nur die Spieler der ersten Bläser waren professionelle Musiker) spiegelt das größtmögliche Ansehen der Dirigentin, Frau Julian Marshall, die ihren Dirigierstab zweckdienlich handhabte, indem sie tatsächlich das Orchester führte und nicht nur den Takt schlug.“; „The Times“ vom 20. Mai 1890, S. 13; vgl. auch „The Musical Times“ vom 1. Juni 1890, S. 350) Das 6. Jahreskonzert 1891 umfasste Johann Sebastian Bachs Concerto d-Moll für zwei Soloviolinen und Streichorchester BWV 1043, Robert Schumanns Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38, Antonín Dvořáks „Romance and Polka“ aus seiner Ceská Suita D-Dur op. 39 sowie Ouvertüren von Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber, und auch diesmal wurde die Arbeit Florence A. Marshalls hoch gelobt: „The Society is doing admirable work, the tone and attack being decidedly good, and Mrs. Julian Marshall is to be congratulated upon the very satisfactory result attained.“ („Die Gesellschaft verrichtet bewundernswerte Arbeit, Klang und Anschlag sind entschieden gut und Frau Julian Marshall ist zu dem sehr zufriedenstellenden Ergebnis, das sie erreicht hat, zu gratulieren.“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1891, S. 423) Besondere Anerkennung erhielt Florence A. Marshall zudem für ihre Interpretationen der Symphonien Johannes Brahms’, die sie als eine der ersten Dirigentinnen und Dirigenten im Londoner Konzertrepertoire etablierte. So hieß es z. B. über das Jahreskonzert 1893, bei dem neben Ludwig van Beethovens Leonoren-Ouvertüre op. 138, dessen Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 50 und Hamish MacCunn’s Overture „Land of the Mountain and of the Flood“ op. 3, auch Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 aufgeführt wurden: „It is most rarely that an amateur orchestra attains to such a degree of efficiency as was exhibited at the concert directed by Mrs. Julian Marshall at the Hampstead Conservatoire on Tuesday evening. Even for professional players Brahms’s fine symphony in D is a somewhat severe test of ability, and it is no exaggeration to say that the performance under Mrs. Marshall’s extremely skilful direction, judged by any standard, was a most creditable one. The delicacy and animation displayed in the scherzo, and the breadth of phrasing in the slow movement, were really remarkable.“ („Es ist höchst selten, dass ein Amateurorchester solch einen Leistungsgrad erreicht, wie er bei dem von Frau Julian Marshall geleiteten Konzert im Hampstead Conservatoire am Dienstagabend an den Tag gelegt wurde. Selbst für professionelle Musiker ist Brahms’ schöne Symphonie in D-Dur gewissermaßen eine harte Prüfung, und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Aufführung unter Frau Marshalls äußerst fachkundiger Leitung – nach jedem Maßstab beurteilt – achtbar war. Die im Scherzo ausgestellte Köstlichkeit und Beseeltheit sowie die Breite der Phrasierungen im langsamen Satz waren wirklich bemerkenswert.“; „The Times“ vom 9. Juni 1893, S. 3) Zwei Jahre später trat das Orchester unter ihrer Leitung u. a. mit Johannes Brahms’ Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a und Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 („Eroica“) auf, und die „Times“ rezensierte: „The South Hampstead Orchestra. – The excellent band conducted by Mrs. Julian Marshall gave a most interesting concert at the Hampstead Conservatoire on Wednesday evening, when the two principal works given were Brahms’s fine variations on a theme by Haydn, and the Eroica symphony of Beethoven. With the exception of one or two very trifling slips [...], both works were extremely well played, and Mrs. Marshall once more proved herself a most capable conductor.“ („Das South Hampstead Orchestra. – Das herausragende, von Frau Julian Marshall dirigierte Orchester gab am Mittwochabend ein äußerst interessantes Konzert im Hampstead Conservatoire, wobei die Hauptwerke Brahms’ schöne Variationen über ein Thema von Haydn und die Eroica von Beethoven waren. Abgesehen von ein oder zwei sehr unbedeutenden Ausrutschern […] wurden beide Werke äußerst gut gespielt, und Frau Marshall erwies sich einmal mehr als eine höchst kompetente Dirigentin.“; „The Times“ vom 1. Juni 1895, S. 5; vgl. auch „The Musical Times“ vom 1. Juli 1895, S. 479) Die Rezension des Jahreskonzerts von 1899 – u. a. mit Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 – wirkt fast wie eine erste Zusammenfassung der bislang geleisteten Orchesterarbeit von Florence A. Marhall: „The excellent band conducted by Mrs. Julian Marshall gave its annual concert in St. James’s-hall on Tuesday, when the chief work played was Brahms’s magnificent symphony in F, No. 3, the formidable difficulties of which were overcome with complete success by players the bulk of whom are amateurs. What careful, constant, and well-directed practice can do in the way of attaining the best results was seen in the accuracy, spirit, and even breadth with which the work was played throughout and more especially in the manner in which the wonderfully poetical termination of the slow movement was given out by the first violins. [...] There is no need to dilate upon Mrs. Marshall’s remarkable skill as a conductor, which is sufficiently well known to cultivated musicians; not only does she establish the magic rapport with her orchestra without which the most intelligent musician must fail, but she has the fine taste and musicianship which is lacking in so many of the virtuosi of the conducting stick.“ („Das herausragende, von Frau Julian Marshall dirigierte Orchester gab sein jährliches Konzert am Donnerstag in der St. James’s Hall, wobei als Hauptwerk Brahms’ herrliche Symphonie Nr. 3 in F-Dur gespielt wurde, deren beachtliche Schwierigkeiten erfolgreich von den Spielern bewältigt wurden, deren Großteil Amateure sind. Was sorgfältige, konstante und gezielte Übung tun kann, um die besten Resultate zu erzielen, war an der Genauigkeit, dem Geist und sogar der Breite zu sehen, mit denen das Stück durchweg gespielt wurde, und speziell an der Art und Weise, in der das wundervoll poetische Ende des langsamen Satzes von den ersten Geigen hervorgebracht wurde. […] Es ist nicht nötig, die bemerkenswerte Fähigkeit von Frau Marshall als Dirigentin weiter auszuführen, die kultivierten Musikern zur Genüge bekannt ist; nicht nur stellt sie die magische Wechselbeziehung zum Orchester her, ohne die der intelligenteste Musiker scheitern muss, sondern sie hat auch den guten Geschmack und die Musikalität, die vielen Virtuosen des Taktstocks fehlen.“; „The Times“ vom 15. Juni 1899, S. 13)


    In den folgenden beiden Jahrzehnten galt das South Hampstead Orchestra unter der Leitung von Florence A. Marshall als eines der besten Orchester Großbritanniens, mit dem u. a. die Geiger Fritz Kreisler und Mischa Elman, die Geigerin Isolde Menges sowie der Violoncellist Pablo Casals konzertierten. So trat beim 22. Jahreskonzert 1908 in der Londoner Queen’s Hall Mischa Elman mit Camille Saint-Saëns’ Violinkonzert h-Moll op. 61 auf, und die „Times“ schrieb über das Orchester, seine Dirigentin und das Konzert: „The South Hampstead Orchestra, which gave its 22nd annual concert in the Queen’s-hall last night, is certainly the most artistic in aim, and one of the most efficient in accomplishment, of the organizations of the kind. Mrs. Julian Marshall is not only a capital conductor, but an ardent lover of the best music, and her interpretations of the symphonies of Brahms are none the less welcome now that they are more frequently given by the professional conductors than was the case when the symphonies were scarcely to be heard elsewhere. The lovely second symphony in D [op. 73] was the principal work given last night, and very well it was done; Mischa Elman’s fine playing of Saint-Saëns’s concerto in B minor was another admirable feature of the concert.“ („Das South Hampstead Orchestra, das sein 22. Jahreskonzert letzten Abend in der Queen’s-hall gab, ist unter vergleichbaren Institutionen sicherlich das mit dem höchsten künstlerischen Anspruch und eines der tüchtigsten in der Ausführung. Frau Julian Marshall ist nicht nur eine großartige Dirigentin, sondern auch eine leidenschaftliche Liebhaberin guter Musik, und ihre Interpretationen der Symphonien von Brahms sind nichtsdestoweniger erwünscht, obgleich sie mittlerweile häufiger von professionellen Dirigenten gegeben werden, als es der Fall war, als die Symphonien kaum woanders zu hören waren. Die herrliche zweite Symphonie in D-Dur [op. 73] war letzten Abend das Hauptwerk und wurde sehr gut wiedergegeben; Mischa Elmans schönes Spiel von Saint-Saëns’ Konzert in h-Moll war eine weitere bewundernswerte Besonderheit des Konzerts.“; „The Times“ vom 5. Juni 1908, S. 13) Das Jahreskonzert 1910 fand wiederum in der Londoner Queen’s Hall statt, diesmal mit Robert Schumanns Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61, Bedrich Smetanas „Vltava“ („Die Moldau“) und dem Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms und mit Fritz Kreisler als Solisten. Im Jahreskonzert 1912 standen Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 sowie das Violoncellokonzert C-Dur op. 20 von Eugène d’Albert mit Pablo Casals auf dem Programm („The Musical Times“ vom 1. Juli 1912, S. 468), 1913 waren es Antonín Dvořáks Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 („Aus der neuen Welt“), Johannes Brahms’ „Tragische Ouvertüre“ op. 81 sowie Peter I. Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur op. 35, wiederum mit Fritz Kreisler als Solisten: „Renewed admiration for the playing of the South Hampstead Orchestra and for the high ability of Mrs. Julian Marshall as an instructor and director of orchestral forces was felt at Queen’s Hall on June 3, when this organization gave an interesting concert. The performance of Dvorák’s ‚New World’ Symphony gave full effect to its beauty and freshness, and an excellent account was given of Brahms’s ‚Tragic’ Overture and Tschaikovsky’s Violin concerto, in which Herr Kreisler was solist.“ („Erneuerte Bewunderung für das Spiel des South Hampstead Orchestra und für die großen Fähigkeiten von Frau Julian Marshall als Lehrerin und Leiterin der Orchesterkräfte wurde am 3. Juni in der Queen’s Hall empfunden, als diese Institution ein interessantes Konzert gab. Die Vorstellung von Dvořáks Symphonie ‚Aus der neuen Welt’ gab deren Schönheit und Frische vollständig wieder, ebenso wurde von Brahms’ Tragische Ouvertüre und Tschaikowskys Violinkonzert, indem Herr Kreisler Solist war, hervorragend dargeboten.“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1913, S. 469) Beim 28. Jahreskonzert des South Hampstead Orchestra unter der Leitung von Florence A. Marshall wurden schließlich Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 und eines von Max Bruchs Violinkonzerten mit Isolde Menges als Solistin aufgeführt (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juli 1914, S. 472).


    Als Komponistin veröffentlichte Florence A. Marshall bis ca. 1900 regelmäßig eigene Werke. Neben den drei genannten Operetten „Damon and Phyllis“, „The Masked Shepherd“ und „Prince Sprite“ umfasst das Verzeichnis ihrer Kompositionen auch zahlreichreiche Lieder, Chorstücke sowie Kammermusik. Die meisten ihrer Lieder und Chorsätze erschienen in renommierten Londoner Musikverlagen, darunter Novello, Ewer & Co. und Stanley Lucas, Weber & Co., sowie in Zeitschriften, u. a. der „Musical Times“; ihre Instrumentalwerke blieben vermutlich ungedruckt und gelten derzeit als verschollen (vgl. Grove Women Composers 1994, S. 316).


    Florence A. Marshall starb 5. März 1922 in London (vgl. „The Times“ vom 7. März 1922, S. 14).

    Würdigung

    Florence A. Marshall war mehr als fünfzig Jahre lang im öffentlichen englischen Musikleben präsent und gehörte dabei zweifellos zu den vielseitigsten Musikerinnen ihrer Generation. Sie wirkte als Kammermusikerin, Komponistin, Dirigentin und Schulmusikerin und veröffentlichte zudem zwei größere wissenschaftliche Arbeiten sowie Übersetzungen, u. a. von Louis Spohrs „Violinschule“. Dabei wurden alle ihre Tätigkeiten von der Presse wahrgenommen und rezensiert. Besondere Anerkennung erhielt sie jedoch für ihre langjährige und kontinuierliche Orchesterarbeit als Dirigentin des South Hampstead Orchestra, das unter ihrer Leitung zu einem hoch angesehenen Symphonieorchester Englands avancierte. In einem Nachruf würdigte die „Times“ ihre künstlerische und wissenschaftliche Arbeit wie folgt: „Up to the time of the war Mrs. Julian Marshall, who died in London on Sunday at the age of 79, had been a very well-known figure in the musical life of London. For close on 30 years she had conducted the South Hampstead Orchestra, an excellent amateur institution, which gave occasional concerts in the centre of London, latterly at Queen’s Hall. When she began this work the fact of a woman conducting a full orchestra at all was sufficiently unusual to excite remark, but Mrs. Marshall was the last person to wish to found a reputation on the sex qualification. She was a genuine musician who knew what was good and was determined to give it in the best possible way. Musicians were attracted to her concerts because they found there, played with intelligence and care, works which were often passed over by the more commercial institutions. In particular Mrs. Marshall gave some notable performances of the symphonies of Brahms at a time when they were not considered to be the popular attractions they are to-day. She secured the cooperation of the most eminent solo artists, such as Kreisler and Casals, and their performances of concertos with her, who so well understood the art of orchestral accompaniment, will long be remembered.“ („Bis zur Zeit des Krieges war Frau Julian Marshall, die am Sonntag im Alter von 79 Jahren in London starb, eine sehr bekannte Persönlichkeit des musikalischen Lebens in London. Fast 30 Jahre lang dirigierte sie das South Hampstead Orchestra, eine herausragende Amateur-Institution, die gelegentlich Konzerte im Zentrum von London, in letzter Zeit in der Queen’s Hall, gab. Als sie mit dieser Arbeit begann, war schon die Tatsache, dass eine Frau ein großes Orchester dirigierte, ungewöhnlich genug, um hervorgehoben zu werden, doch Frau Marshall war die Letzte, die ihren Ruf auf ihrem Geschlecht begründen wollte. Sie war eine wahre Musikerin, die wusste, was gut ist, und war entschlossen, dies in bestmöglicher Weise darzubieten. Ihre Konzerte zogen Musiker an, weil diese dort intelligent und sorgfältig gespielte Werke hören konnten, die von kommerzielleren Institutionen übergangen worden waren. Insbesondere gab Frau Marshall einige bemerkenswerte Vorstellungen der Symphonien von Brahms zu einer Zeit, in der diese noch nicht so populär waren, wie sie es heute sind. Sie sicherte die Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Solokünstlern wie Kreisler oder Casals, und an deren Vorstellungen in Konzerten mit ihr, die die Kunst orchestraler Begleitung so gut beherrschte, wird man sich lange erinnern.“; „The Times“ vom 7. März 1922, S. 14)

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Florence A. Marshall wurde auf der Grundlage zeitgenössischer Presserezensionen sowie digitaler Bibliothekskataloge, insbesondere des britischen Verbundkatalogs Copac, erstellt.



    Operetten


    Damon and Phyllis. An operetta, in one act. Libretto von Edwin Simpson, the music by Florence A. Marshall. London: W.J. & S. Golbourn, 1869.


    The Masked Shepherd. Operetta. Text: Edwin Simpson-Baikie. ca. 1879,

    daraus: Behold the Sun in gold descending. Part-Song from Operetta „The Masked Shepherd“ (SATB, Klavier), in: The Musical Times vom 1. Juni 1879, S. 315-318.


    Prince Sprite. A fairy operetta for treble voices. Libretto von Bertha Thomas nach einem Märchen der Countess D’Aulnoy’s. London: Novello, 1891; 1897,

    daraus: The choral dances for two-part chorus of girl’s voices from „Prince Sprite“ (Minuet – Waltzes – Galop; Text: B. Thomas). A fairy operetta. London: Novello, Ewer and Co., 1897; 1900.



    Werke für Sologesang


    Il Poeta moriente („Odi d’un uom che muore“). Song. London, 1867.


    Solitude („Hail! old patrician trees“). Song. Text: A. Cowley. London, 1867.


    A Little While. Song. Text: D. G. Rosetti. London 1870.


    The Withered Primrose („Down in a glade“). Song. Text: Frank Marshall. London 1870.


    Mutability („The flower that blooms today“). Song. Text: P. B. Shelley. London 1874.


    I arise from dreams of thee. Song. Text: Percy B. Shelley. London: Novello, Ewer & Co., 1877


    A New Year’s Burden („Along the grass“). Song. Text: Dante Gabriel Rossetti. Novello, Ewer & Co., 1877.


    Sweet and low. Song. Text: Alfred Tennyson. London: Novello, Ewer & Co, 1877.


    Ask me no more. Song. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1880.


    A Lullaby. Song. Text: L. A. Tadema. London: Gale (J. R. C.) and Speer (C. T.), 1898.


    Chorwerke und Partsongs

    Behold the Sun in Gold descending. Part-Song. Text: E. Simpson-Baikie. London: The Musical Times, etc. No. 436 (1879)


    Rest hath come. A Dirge for four voices. Text: L. Leigh. London: Novello, Ewer & Co., 1884.


    To Sea! the Calm is o’er. A Choral Song for five voices. Text: T. L. Beddoes. London: Novello, Ewer & Co., 1884.


    Hohenlinden. Chorus. Text: T. Campbell. London: Novello, Ewer & Co., 1892.

    Choral Dances für gleichstimmigen Chor mit Begleitung von Klavier und Streichern, Novello, Ewer & Co, 1902.


    School March. For Unison or Two-Part Chorus. London 1903.



    Instrumentalwerke


    Symphonie h-Moll (UA des „Andante“ 1874)


    Notturno für Orchester (UA 1875)


    Klaviertrio (UA 1879)


    Nocturne für Klarinette und Orchester



    Schulwerke


    Seventy Solfeggi for Class-Singing (Novello, Ewer and Co’s Music Primers, ed. by Dr. Stainer). London: Novello, Ewer & Co., 1885.


    Five Minutes’ Exercises, in two parts, for the use of singing classes, compiled and arranged by Florence A. Marshall. London & New York: Novello, Ewer & Co., 1889.


    Interval Exercises for Singing Classes, to which are added a few Two-Part Time Exercises. London & New York: Novello, Ewer & Co., 1893.



    Schriften und Übersetzungen

    Louis Spohr: Spohr’s Violin School, revised and edited, with additional text, by H.[enry] Holmes, the translation from the German by F. A. Marshall. London, New York: Boosey & Co., 1878.


    George Frederick Handel, 1685-1759. Mit einem Vorwort von Francesco Berger. London: Sampson Low, Marston, 1883; 1890; 1910 (= The great musicians)


    The life and letters of Mary Wollstonecraft Shelley. With portraits and facsimile. 2 Bde. London: Richard Bentley & Sons, 1889.


    Mehrere Artikel für die erste Edition von Grove’s Dictionary of Music and Musicians


    Bearbeitungen und Liedübersetzungen


    Cimarosa, Domenico. Overture. Il matrimonio segreto. Arranged for string orchestra with or without pianoforte, or for 1st and 2nd violins with piano by Florence A. Marshall. London: Goodwin & Tabb, 1911; New York: J. Curwen & Sons; G. Schirmer Inc 1911.


    Hermann, Hans: Zigeuners Vater („Meine Mutter die braune Zigeunerin“) = The gipsy’s father („My mother she led me by the hand“). Gesang op. 33 Nr. 1 (H. v. Reder; English translation by Miss Florence Marshall). Berlin: George Plothow, 1895.

    Hermann, Hans: Thu nicht so sprode schones Kind = Nay, pretty child, be not so coy. Gesang op. 33 Nr. 2 (Text: Friedrich Bodenstedt; English translation by Miss Florence Marshall). Berlin: George Plothow, 1895.


    Hermann, Hans: Im Schatten der Platanen = Where palm-trees shade the waters. Gesang op. 33, Nr. 3 (Th. Souchay; English translation by Miss Florence Marshall). Berlin: George Plothow, 1895.

    Mozart, Wolfgang Amadeus: Suite for string orchestra from the ballet music in Mozart’s Opera Idomeneo, selected and arranged by Florence A. Marshall. London: Goodwin & Tabb, 1908.

    Repertoire

    Eine Repertoire-Liste von Florence A. Marshall kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind – neben ihren eigenen Werken – Aufführungen der folgenden Kompositionen:



    Pianistin


    Beethoven, Ludwig van. Klarinettentrio Es-Dur op. 38 (eine Bearbeitung seines Septetts op. 20)

    Beethoven, Ludwig van. Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 („Kreutzer-Sonate“)


    Des Weiteren Stücke von Francesco Geminiani, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Jean-Baptiste Lully, Carl Maria von Weber und Robert Schumann.



    Dirigentin


    d’Albert, Eugène. Violoncellokonzert C-Dur op. 20


    Bach, Johann Sebastian. Violinkonzert d-Moll für zwei Soloviolinen und Streichorchester BWV 1043


    Beethoven, Ludwig van. Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 op. 138

    Beethoven, Ludwig van. Violinromanze Nr. 2 F-Dur op. 50

    Beethoven, Ludwig van. Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 („Eroica“)


    Brahms, Johannes. Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

    Brahms, Johannes. Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

    Brahms, Johannes. Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

    Brahms, Johannes. Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

    Brahms, Johannes. Violinkonzert D-Dur op. 77

    Brahms, Johannes. Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a

    Brahms, Johannes. Tragische Ouvertüre op. 81


    Bruch, Max. Violinkonzert (keine Präzisierung möglich)


    Dvořák, Antonín. „Romance and Polka“ aus seiner Ceská Suita D-Dur op. 39

    Dvořák, Antonín. Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 („Aus der neuen Welt“)


    Händel, Georg Friedrich. Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 6 HWV 324


    MacCunn, Hamish. Ouvertüre „The Land of the Mountain and of the Flood“ op. 3

    Saint-Saëns, Camille. Violinkonzert Nr. 3 h-Moll op. 61


    Schubert, Franz. Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 („Große C-Dur“)


    Schumann, Robert. Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 („Frühlingssymphonie“)

    Schumann, Robert. Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61


    Smetana, Bedrich. „Vltava“ („Die Moldau“), 2. Satz aus „Má Vlast“ („Mein Vaterland“)


    Tschaikowsky, Peter I. Violinkonzert D-Dur op. 35

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Marshall (Mrs. Julian)“. In: A Handbook of Musical Biography, hg. v. David Baptie, 2. Aufl. 1887 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Marshall, Julian“. In: British Musical Biography, hg. v. J. D. Brown/S. S. Stratton, 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Marshall (Mrs. Julian)“. In: Otto Ebel: Women composers, 3. Aufl., 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Burton, Nigel. Artikel „Marshall, Florence Ashton“. In: The New Grove Dictionary of Women Composers, hg. v. Julie Anne Sadie and Rhian Samuel. London: Macmillan, 1994, S. 315f.



    Zeitungsartikel und –rezensionen


    The Musical Times vom 1. August 1873, S. 177.

    The Musical Times vom 1. August 1874, S. 577.

    The Musical Times vom 1. Juni 1875, S. 110.

    The Musical Times vom 1. August 1877, S. 396f.

    The Musical Times vom 1. April 1879, S. 215.

    The Musical Times vom 1. Juni 1879, S. 315–318.

    The Musical Times vom 1. März 1883, S. 152.

    The Musical Times vom 1. September 1883, S. 505.

    The Musical Times vom 1. Januar 1886, S. 40.

    The Musical Times vom 1. Juni 1890, S. 350.

    The Musical Times vom 1. April 1891, S. 234.

    The Musical Times vom 1. Juli 1891, S. 423.

    The Musical Times vom 1. September 1891, S. 550f.

    The Musical Times vom 1. August 1892, S. 491.

    The Musical Times vom 1. Juli 1895, S. 479.

    The Musical Times vom 1. Juli 1912, S. 468.

    The Musical Times vom 1. Juli 1913, S. 469.

    The Musical Times vom 1. Juli 1914, S. 472.


    The Times vom 20. Mai 1890, S. 13.

    The Times vom 9. Juni 1893, S. 3.

    The Times vom 1. Juni 1895, S. 5.

    The Times vom 15. Juni 1899, S. 13.

    The Times vom 5. Februar 1901, S. 9.

    The Times vom 5. Juni 1908, S. 13.

    The Times vom 7. März 1922, S. 14.



    Links


    http://en.wikipedia.org/wiki/Florence_Ashton_Marshall (Stand: 4. Dezember 2012)

    Wikipedia England enthält einen kurzen Eintrag zu Florence A. Marshall.


    http://www.concertprogrammes.org.uk/search (Stand: 4. Dezember 2012)

    Die britische „Concert Programmes Database“ verweist auf mehrere Konzertprogramme von Florence A. Marshall.

    Forschung

    Der New Yorker Antiquar James Cummins Bookseller bot im Dezember 2012 das folgende Manuskript zum Verkauf, das Mitglieder des South Hampstead Orchestra als Geschenk und Ehrung für Florence A. Marshall erstellt hatten: „Illuminated and calligraphic Manuscript ‚To Mrs. Julian Marshall from the past and present members of the South Hampstead Orchestra“ [...] 4th July 1911“. Die Beschreibung des Antiquars lautet im Weiteren: „Illuminated title page with calligraphic lettering in red and black, large initial "T" in gold and several colors, within elaborate floral frame of red, green and black, followed a list of the orchestra members, calligraphed in red and black on rectos of 8 leaves. 10-3/4 x 8-1/4 in.; 27.5 x 21 cm, [England: 1911]. Bound in full brown crushed levant morocco with elaborate gilt-ruled borders framing a central, gilt-lettered monogram "FAM" (Frances [recte: Florence, SW] Ashton Marshall) within a circular gilt locket design; stamped-signed on the front turn-in, ‚Illuminated and Bound by Sangorski and Sutcliffe’.“ (s. http://www.jamescumminsbookseller.com/pages/books/238145/calligrapher-alberto-sangorski-illuminator/illuminated-and-calligraphic-manuscript-to-mrs-julian-marshall-from-the-past-and-present-members [Stand: 4. Dezember 2012])

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Florence A. Marshall umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten und Kompositionen sowie ihre Kontakte innerhalb des Londoner Musiklebens.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 79258302
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 102283060
    Library of Congress (LCCN): nr92015324
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Florence Marshall“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Florence_Marshall