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    von Martina Bick
    Namen:
    Ewa Weiss
    Lebensdaten:
    geb.
    gest. in Auschwitz-Birkenau (Konzentrationslager), Polen
    Tätigkeitsfelder:
    Musikerin

    Profil

    Ewa Weiss war eine Musikerin, die wenige Monate nach ihrer Einlieferung im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau umgebracht wurde.

    Orte und Länder

    Ewa Weiss starb im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

    Biografie

    Ewa Weiss, Roma oder Sintezza, geb. 1898, wurde wie die meisten Roma- und Sinti-Musikerinnen, die der älteren Generation der vor 1900 Geborenen angehörten, wenige Monate nach ihrer Einlieferung ins KZ Auschwitz-Birkenau umgebracht. Über diese Information aus dem „Hauptbuch (Frauen)“, der Dokumentation des sogenannten „Zigeunerlagers“ des KZs Auschwitz-Birkenau, in dem von Ende Februar 1943 bis Ende Juli 1944 mehr als 20.000 Roma und Sinti inhaftiert waren, hinaus ist über ihr Leben, ihre Tätigkeit als Musikerin und ihr Schicksal bis jetzt nichts bekannt.




    Quellen

    „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz (Frauen)“, in: Gedenkbuch. Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, hrsg. vom Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg, 2 Bde., München 1993, Bd. 1 (in Bd. 2: „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz [Männer]“).


    Maurer Zenck, Claudia, „Spuren unbekannter deutscher und österreichischer Musikerinnen. Auf der Suche nach NS-verfolgten ‚Zigeunerinnen‘ und ihrer Geschichte, in: Multimediale Festschrift für Beatrix Borchard, online seit August 2016, Kapitel Biographik, http://mugi.hfmt-hamburg.de/Beatrix_Borchard/


    Maurer Zenck, Claudia, „Verfolgungsgrund: 'Zigeuner'. Nachruf auf unbekannte Musiker“, in zwei Teilen erschienen in: mr-[musica reanimata-]Mitteilungen H. 88 (Dez. 2015), S. 1–19, und H. 89 (März 2016), S. 1–20.


    Maurer Zenck, Claudia, Verfolgungsgrund: „Zigeuner“. Unbekannte Musiker und ihr Schicksal im „Dritten Reich“, Wien 2016 (= Antifaschistische Literatur und Exilliteratur – Studien und Texte, Bd. 25).


    https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00006918

    Forschungsbedarf

    Weitere Nachforschungen zur Biografie von Ewa Weiss, zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Musikerin und über ihr weiteres Schicksal sind noch vorzunehmen.

    Autor/innen

    Martina Bick


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 31.08.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Bick, Artikel „Ewa Weiss“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 31.8.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ewa_Weiss