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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Ethel Harraden
    Ehename: Ethel Rosalie Glover
    Lebensdaten:
    geb. um in Islington, England
    gest. in Leamington Spa, England

    Die Geburtsdaten von Ethel Harraden sind nicht bekannt. Auch nach ihrer Heirat behielt sie ihren Geburtsnamen im beruflichen Kontext bei.
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Sängerin, Musikkritikerin
    Charakterisierender Satz:

    „’The violet and the snowdrop’ by R. Ethel Harraden (Edwin Ashdown), is a very well and effectively written song with an obbligato for violine and violoncello. It is thoroughly unaffected, and should please accordingly.“


    „’The violet and the snowdrop’ von R. Ethel Harraden (Edwin Ashdown), ist ein sehr gut und wirkungsvoll geschriebenes Lied mit obligater Begleitung von Violine und Violoncello. Es ist absolut unaffektiert und wird entsprechend Gefallen finden.“


    („The Musical World“ vom 13. November 1886, S. 727)


    Profil

    Ethel Harraden wurde an der Royal Academy of Music in Klavier, Komposition und vermutlich auch Gesang ausgebildet und absolvierte ihre ersten Auftritte ab Mitte der 1880er Jahre zunächst vor allem als Sängerin, später dann überwiegend als Klavierbegleiterin. Bereits ab Ende der 1870er Jahre veröffentlichte Ethel Harraden zahlreiche Kompositionen, darunter Lieder, Chorstücke, Kammermusik und Musik für Kinder in renommierten Londoner Musikverlagen. Ihre Werke wurden in einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen und regelmäßig rezensiert. Zwischen 1891 und 1895 wurden vier Bühnenwerke von ihr in Londoner Theatern aufgeführt, zu denen teilweise ihr Bruder Herbert Harraden die Libretti verfasst hatte. Ein Rechtsstreit verweist darauf, dass Ethel Harraden darüber hinaus Musikkritiken für die Zeitung ihres Mannes, den „Leamington Spa Courier“, verfasst hat.

    Orte und Länder

    Ethel Harraden wurde in Islington, Middlesex, geboren und wuchs vermutlich dort auf. Sie studierte an der Royal Academy of Music in London und blieb anschließend mehr als zwei Jahrzehnte lang im britischen Musikleben präsent. Nach ihrer Heirat ließ sich sich gemeinsam mit ihrem Mann in Leamington Spa nieder.

    Biografie

    Ethel Harraden wurde 1856/57 in Islington, Middlesex, in England als Ethel Rosalie Harraden geboren. Sie war die Tochter des Organisten, Musikethnologen und Instrumentenhändlers Samuel Harraden (1821-1897) und seiner Frau Rosalie, geb. Lindstedt. Mit ihren beiden Geschwistern Herbert und Beatrice Harraden blieb sie ihr Leben lang verbunden; Herbert Harraden schrieb u. a. die Libretti von zweien ihrer Bühnenwerke. Vermutlich erhielt Ethel Harraden ihre erste musikalische Ausbildung von den Eltern. A.T.C. Pratt zufolge studierte sie an der Royal Academy of Music in London die Fächer Klavier und Komposition, möglicherweise auch Gesang (vgl. Pratt 1897). In späteren Jahren war Ethel Harraden mit dem Journalisten und Verleger Frank Glover verheiratet und lebte mit ihm in Leamington Spa.


    Bereits in ihren ersten Auftritten ab Mitte der 1880er Jahre präsentierte sich Ethel Harraden als Sängerin, Pianistin und Komponistin. So sang sie z. B. im April 1884 in Sevenoaks im Rahmen eines Konzertes der St. John’s Choral Society unter der Leitung von George E. Blunden eine der Solostimmen in Joseph Haydns „Der Frühling“ aus „Die Jahreszeiten“ Hob. XXI:3. Im zweiten Teil des Konzertes trug sie zudem ein eigenes Lied mit dem Titel „Love, we shall meet again“ vor und wurde dabei von dem Pianisten Ernest Kiver begleitet. Die „Musical Times“ notierte: „Mention must be made of the admirable rendering of her own song ‚Love, we shall meet again,’ by Miss Ethel Harraden.“ („Erwähnt werden muss die wunderbare Wiedergabe ihres eigenen Liedes ‚Love, we shall meet again’ von Miss Ethel Harraden.“; „The Musical Times“ vom 1. Mai 1884, S. 292) Im Dezember 1884 trat sie als Sängerin im Rahmen eines Konzertes auf, das der Organist Harry E. Warner in Brentford veranstaltete, und auch im Januar 1885 gehörte sie zu den Solistinnen eines Konzertes der St. John’s Choral Society in Sevenoaks (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1885, S. 40; vom 1. Februar 1885, S. 103). Im Dezember 1887 führte die Sängerin Annie Dwelley bei einem Londoner Konzert des Sängers William Nicholl das Lied „Folded to Rest“ auf und wurde dabei von Ethel Harraden am Klavier begleitet; den Part des obligaten Violoncellos übernahm ihre Schwester Beatrice Harraden (vgl. „The Musical World“ vom 1. Januar 1887, S. 12).


    Ab Ende der 1870er Jahre erschienen zudem zahlreiche Lieder, Duette, Chorstücke und kammermusikalische Werke von Ethel Harraden in renommierten Londoner Musikverlagen, u. a. bei C. Jefferys, Edwin Ashdown, Enoch & Sons, Metzler & Co., Boosey und Chappell & Co. Ihre Kompositionen wurden regelmäßig aufgeführt und in der Presse rezensiert. So schrieb z. B. die „Musical Times“ 1886 über das Stück „Over the sea our galleys went“, ein Chorsatz für Männerstimmen nach einem Text von Robert Browning: „If well sung, this composition could not fail to prove successful; but Miss Harraden has been somewhat unmerciful in her vocal writing, and should not, therefore, complain if her very clever musical ideas are not satisfactorily realised. We are, indeed, very much pleased with many points in this work, and shall be glad again to meet with so promising a composer in choral music somewhat more grateful to the singers.“ („Wenn sie gut gesungen wird, kann sich diese Komposition als sehr erfolgreich erweisen; aber Miss Harraden hat den Vokalsatz etwas undankbar gestaltet und darf sich daher nicht beklagen, wenn ihre sehr intelligenten musikalischen Ideen nicht zufriedenstellend umgesetzt werden. Wir sind dennoch in vielen Punkten sehr begeistert von dem Werk und würden uns freuen, einer derart vielversprechenden Komponistin in weiterer Chormusik, die für die Sänger etwas dankbarer ist, wieder zu begegnen.“: „The Musical Times“ vom 1. Februar 1886, S. 102) Die „Musical World“ notierte über ihr Lied „The Violet and the Snowdrop“: „’The violet and the snowdrop’ by R. Ethel Harraden (Edwin Ashdown), is a very well and effectively written song with an obbligato for violine and violoncello. It is thoroughly unaffected, and should please accordingly.“ („’The violet and the snowdrop’ von R. Ethel Harraden (Edwin Ashdown), ist ein sehr gut und wirkungsvoll geschriebenes Lied mit obligater Begleitung von Violine und Violoncello. Es ist absolut unaffektiert und wird entsprechend Gefallen finden.“; „The Musical World“ vom 13. November 1886, S. 727) Eher kritisch beurteilte die „Musical Times“ im Juli 1887 ihre Bearbeitung „Rêverie“ des ersten Präludiums aus Johann Sebastian Bachs „Wohltemperierten Klavier“ (Bd. 1) für Klavier und Violine oder Violoncello: „We do not wonder that Gounod’s beautiful ‚Ave Maria,’ which seems to grow so spontaneously from Bach’s First Prelude, should tempt others to ‚mediate’ upon some well-known piece, in humble imitation of the French composer; but we do wonder that the same groundwork should be taken for a melody, so that a comparison shall be forced upon all hearers, to the detriment, we need scarcely say, of the later work. Beyond this objection, we have nothing tu urge against the Rêverie before us. The theme, although somewhat commonplace, fits in well with Bach’s Arpeggios, and the piece may find favour with amateur performers on the instruments named in the title-page.“ („Wir wundern uns nicht, dass Gounods wunderschönes ‚Ave Maria’, das so spontan aus Bachs erstem Prelude hervorzugehen scheint, andere dazu anhält, über einige sehr bekannte Stücke zu ‚meditieren’, in demütiger Nachahmung des französischen Komponisten. Aber wir wundern uns darüber, dass demselben Stück eine Melodie zugrunde gelegt wird, so dass sich allen Zuhörern der Vergleich aufdrängt, zum Nachteil, so müssen wir leider sagen, des letzteren. Jenseits diese Einwands haben wir nichts gegen die vor uns liegende Rêverie einzuwenden. Das Thema, wenn auch ein wenig allgemein gehalten, fügt sich gut in Bachs Arpeggien ein, und das Stück wird bei Amateurmusikern des im Titel genannten Instruments Anklang finden.“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1887, S. 426) Ihre „Song Fancies for Children“ nach Texten von Gertrude Harraden fanden hingegen wieder breite Zustimmung: „Messrs. Forsyth Brothers supply musical fare for the little people: ‚Song Fancies for Children,’ words by Gertrude Harraden, music by Ethel Harraden, consists of merry, childlike, and catchy tunes, set to childlike but far from silly words. No. 3, entitled ‚Waves,’ has a very descriptive accompaniment.“ („Die Gebrüder Forsyth bieten musikalische Kost für die Kleinen: ‚Song Fancies for Children’, Texte von Gertrude Harraden, Musik von Ethel Harraden, besteht aus hübschen, kindgerechten und eingängigen Melodien, gesetzt zu kindgerechten, aber mitnichten dümmlichen Worten. Nr. 3, betitelt als ‚Waves’, hat eine sehr illustrative Begleitung.“; „The Musical World“ vom 13. Juli 1889, S. 456)


    Darüber hinaus wurden Werke von Ethel Harraden auch in Londoner Konzerten aufgeführt. So sang z. B. der Sänger Mr. Santley 1887 in den Monday Popular Concerts eines ihrer Lieder, und die „Musical Times“ rezensierte: „The veteran baritone introduced a refined and pleasing sacred song, ‚At morn, at noon,’ by Ethel Harraden, being a setting of lines by Edgar Allan Poe.“ („Der erfahrene Bariton führte eine feinsinniges und gefälliges geistliches Lied, ‚At morn, at noon’ von Ethel Harraden ein, dem Verse von Edgar Allan Poe zugrunde liegen.“; „The Musical Times“ vom 1. Februar 1887, S. 85) Im Mai 1889 gab Ethel Harraden gemeinsam mit ihrem Bruder Herbert Harraden ein eigenes Konzert in der Londoner Steinway Hall, an dem sich u. a. die Sängerinnen und Sänger Marguerite Hall, Marian M’Kenzie und William Nicholl beteiligten, wie die „Times“ berichtete: „A number of compositions by Miss Ethel Harraden have been heard at a concert of extensive length given in Steinway-hall by the composer and her brother, Mr. Herbert Harraden [...]. Miss Harraden’s songs, although displaying no very conspicous degree of merit, are well written for the voice, and, as sung by such artists as Miss Marguerite Hall, Miss Marian M’Kenzie, and Mr. Nicholl, they achieved considerably success.“ („Mehrere Kompositionen von Miss Ethel Harraden konnten in einem sehr ausgedehnten Konzert in der Steinway Hall gehört werden, das von der Komponistin und ihrem Bruder, Mr. Herbert Harraden veranstaltet wurde [...]. Miss Harradens Lieder sind, wenn auch nicht überragend verdienstvoll, gut in die Stimme geschrieben, und erzielten, gesungen von Künstlern wie Miss Marguerite Hall, Miss Marian M’Kenzie und Mr. Nicholl, bemerkenswerten Erfolg.“; „The Times“ vom 21. Mai 1889, S. 4)


    Ab den 1890er Jahren veröffentlichte Ethel Harraden nur noch wenige Kompositionen und wandte sich statt dessen der Komposition von Bühnenwerken zu. 1891 wurden ihre beiden einaktigen Komödien („Comediettas“) „Aunt Agatha’s Doctor“ und „All About a Bonnet“, zu denen ihr Bruder Herbert Harraden die Libretti geschrieben hatte, im Londoner Terry’s Theatre aufgeführt. Ein Jahr später, im Januar 1892, folgte die Operette „The Last Chance“, wiederum nach einen Libretto ihres Bruders, im Londoner Princess’s Theatre (vgl. „The Times“ vom 19. Januar 1892, S. 6). Im Januar 1895 wurde schließlich Ethel Harradens zweiaktige „fantastic opera“ „The Taboo“ nach einem Libretto von Mason Carnes auf den Spielplan des Trafalgar Theatre gesetzt. Über die Aufführungen in Terry’s Theatre 1891 berichtete die „Times“: „At a matinée on Thursday no fewer than four one-act comediettas with music, by Mr. Herbert and Miss Ethel Harraden, were brought forward. The librettos of all are by the brother, and are brightly-written, if they do not treat of very original themes. The music of two of the pieces is also by Mr. Harraden, his sister contributing that of the most meritorious of the series – ‚Aunt Agatha’s Doctor’ – the only one which employs more than two characters. A very clever song with oboe obligato, and a trio, ‚In Arcady’ made a great impression. The brother and sister, who appeared alone in ‚All About a Bonnet,’ were assisted by Misses St. Quinten and Loic Fuller, and Mr. G. T. Minshull [...].“ („In einer Matinée am Donnerstag wurden nicht weniger als vier einaktige Comediettas mit Musik von Mr. Herbert und Miss Ethel Harraden aufgeführt. Die Libretti sind alle vom Bruder verfasst und sind gut geschrieben, auch wenn sie nicht gerade sehr originelle Sujets behandeln. Die Musik zu zweien der Stücke stammt ebenfalls von Mr. Harraden, seine Schwester schrieb jene zum besten der Stücke – ‚Aunt Agatha’s Doctor’ –, das einzige, das mehr als zwei Charaktere auf der Bühne beschäftigt. Ein sehr hübsches Lied mit obligater Oboe und ein Trio, ‚In Arcady’, machten großen Eindruck. Die Geschwister, die gemeinsam in ‚All About a Bonnet’ auftraten, wurden von den Misses St. Quinten und Loic Fuller sowie von Mr. G. T. Minshull unterstützt [...].“; „The Times“ vom 2. Mai 1891, S. 9) Die Uraufführung ihres vierten Bühnenwerks „The Taboo“ im Januar 1895 im Trafalgar Theatre hatte schließlich einen Verriss in der „Times“ zufolge, wie er in britischen Zeitungen der Zeit nur selten zu lesen ist: „It is greatly to be feared that the unmistakable verict pronounced on Saturday night upon Mr. Mason Carnes and Miss Ethel Harraden’s fantastic opera ‚The Taboo,’ is one which no amount of revision of the work can hope to upset. Nor can the justice of this verdict be denied. From start to finish there is hardly one single number in which even the elements of humour are to be found; the libretto is trivial and pointless to a degree, and the music, though occasionally pretty, at its best hardly once rises above moderately efficient mediocrity.“ („Es ist tatsächlich zu befürchten, dass das unmissverständliche Urteil, das am Samstag Abend über Mr. Marson Carnes und Miss Ethel Harradens Fantastischer Oper ‚The Taboo’ gesprochen wurde, eines ist, das keine Hoffnung zulässt, dass es durch irgendeine Revision des Werkes besser werden könnte. Ebenso wenig kann die Rechtmäßigkeit dieses Urteils angezweifelt werden. Von Anfang bis Schluss gibt es kaum eine einzige Nummer, in der Anflüge von Humor zu finden sind; das Libretto ist über die Maßen trivial und witzlos, und die Musik, wenn auch hin und wieder ganz hübsch, übersteigt selbst an den besten Stellen kaum eine mäßig wirkungsvolle Mittelmäßigkeit.“; „The Times“ vom 21. Januar 1895, S. 11) Wie es scheint, ist Ethel Harraden nach 1895, abgesehen von einigen publizierten Kompositionen, nicht mehr öffentlich aufgetreten.


    In den 1890er Jahren schrieb Ethel Harraden zudem Musikkritiken für die Zeitung ihres Mannes, den „Leamington Spa Courier“. Eine ihrer Bemerkungen über die Sängerin Edith McAlpine führte zu einem Rechtsstreit, wie die „Musical Times“ berichtete: „An interesting libel case was decided at Clerkenwell County Court recently. It appears that Miss Edith McAlpine took part in a Concert at Leamington Spa on February 7 [...]. The performance was attended, on behalf of the Leamington Spa Courier, by the wife of the proprietor – Mrs. Glover, better known to London musical society as Miss Ethel Harraden. In the course of her criticism, Mrs. Glover referred to Miss McAlpine and said: ‚We would recommend this lady not to permit herself to be advertised as late prima donna of Mr. D’Oyly Carte’s Opera Company, for reasons which must have been too obvious to her last Tuesday. Such advertisements are often misleading and disappointing.’ There was the usual conflict of evidence. [...] In such cases juries rarely favour the press, and Miss McAlpine obtained £ 50 as damages.“ („Eine interessante Verleumdungsklage wurde kürzlich am Clerkenwell County Court entschieden. Es scheint, dass Miss Edith McAlpine sich am 7. Februar an einem Konzert in Leamington Spa beteiligte [...]. Das Konzert wurde für den Leamington Spa Courier von der Frau des Besitzers – Mrs. Glover, der Londoner Musikwelt besser bekannt als Miss Ethel Harraden – rezensiert. In ihrer Kritik nahm Mrs. Glover auf Miss McAlpine Bezug und sagte: ‚Wir würden diese Dame bitten, nicht zu gestatten, dass man sie als late prima donna von Mr. D’Oyly Carte’s Opera Company bewirbt, aus Gründen, die am letzten Dienstag zu offensichtlich wurden. Solche Werbung führt häufig in die Irre und sorgt für Enttäuschung. Der übliche Konflikt war unvermeidlich. [...] In solchen Fällen urteilen Gerichte selten zugunsten der Presse, und Miss McAlpine erhielt eine Entschädigung von £ 50.“; „The Musical Times“ vom 1. Juni 1893, S. 338)


    Ethel Harraden starb am 5. Januar 1917 im Alter von sechzig Jahren in Leamington Spa, England (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Februar 1917, S. 50).

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Ethel Harraden wurde von Johann Layer nach Pazdírek 1904ff., The New Grove Dictionary of Women Composers (1996), dem englischen Bibliotheksverbundskatalog COPAC sowie den Datenbanken WBIS, World Cat, Hofmeister XIX und REC Music erstellt. Es ist nach Gattungen geordnet. Die teils unvollständigen Angaben lassen sich erst im Zuge weiterer Forschungen ergänzen.



    1 Vokalmusik


    1.1 Bühnenwerke


    Agatha’s Doctor. Bühnenwerk, Druck unbekannt (UA Terry’s Theatre 1891).


    All about a Bonnet. Operette. Libretto: Herbert Harraden. London: Jefferys o. J. (UA April 1891, Terry’s Theatre).


    His Last Chance. Operette in einem Akt für zwei Charaktere. Libretto: Herbert Harraden. London: E. Ascherberg, 1891 (1892 Princess’s Theatre).


    The Taboo. Fantastische Oper in zwei Akten. Libretto: Mason Carnes. o. O. o. J. (UA Januar 1895, Trafalgar Theatre).



    1.2 Chorwerke


    Over the sea our galleys went. Chor für Männerstimmen. Text: Robert Browning, London: C. Jefferys 1885.


    The Birth of Flora. Choral/Kantate für Frauenstimmen. Text: Arthur Hudson. London: Forsyth Brothers, 1898


    The Pearl. Kantate für Sopranstimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.



    1.3 Werke für zwei Stimmen


    A flower lullaby. Für zwei gleiche Stimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Great book. Für zwei gleiche Stimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Hearts and castanets. Spanisches Duett. London: Ashdown, o. J.


    Listen to the wind. Für zwei gleiche Stimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Sky. Für zwei gleiche Stimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.


    There is Gold upon the Hills. Duett in Kanonform. Text: Gertrude Harraden. London: E. Ashdown, 1890.


    Waves. Für zwei gleiche Stimmen. London: Forsyth Brothers, o. J.


    When the Dew is on the Grass. Duett in Kanonform für gleiche Stimmen. Text: Gertrude Harraden. London: Metzler & Co., 1889.



    1.4 Lieder/Balladen


    Ah! for the land I love. Lied. Text: Herbert Harraden. London 1879.


    Alone for you. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Jefferys, 1882.


    A river-story. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Enoch & Sons, 1882.


    As we love to-day. Lied. Text: Robert Smythe Hichens. London: Boosey & Co., 1891.


    At morn, at noon. Lied. Text: Edgar Allan Poe (ca. 1887).


    Bridget’s reply. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Robert Cocks & Co., 1882.


    Cinderella. Ballade. Text: Herbert Harraden. London: E. Ascherberg & Co., 1885.


    Folded to rest. Für Stimme, Klavier und Violoncello. Text: Henry Rose. London: W. Morley / Leonard, o. J.


    Forest Fancies. Lied. Text: Herbert Harraden. London: 1882.


    Gaydon Inn. Lied, o. O., o. J.


    Go, tell the Flowers. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Pitt & Hatzfeld / Leonard, 1888.


    Golden Spurs. Lied. Text: Robert Smythe Hichens. London: Chappell & Co., 1890.


    Happy as a king. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Enoch & Sons, 1878.


    I go to prove my soul. Lied. Text: Robert Browning (Paracelsus). London: C. Jefferys, 1884/1885 / St. Louis: Thiebes-Stierlin Music Co., 1901.


    Little gold curls. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Boosey & Co., 1884.


    Love, we shall meet again. Ballade. Text: Gertrude Harraden. London: Metzler & Co., 1881.


    Marjory's Cuckoo. Lied. Text: Herbert Harraden. London: J. Bath, 1883.


    Not a penny. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Enoch & Sons, 1877.


    Over the Valley, over the Level. Lied. Bombay: S. Rose & Co., 1892.


    Peggy and Robin. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Boosey, 1882.


    Ships that pass in the Night. Lied. Text: Henry Wadsworth Longfellow. London: Forsyth Brothers, 1894.


    Summer showers and other song sketches. London: Forsyth Brothers, o. J.

    Sunshine again. Lied. (Mit Violinen- oder Violoncellobegleitung) Text: Herbert Harraden. London: B. Mocatta & Co., 1889.

    Sweet Amabel. Lied. Text: Gertrude Harraden. London: J. B. Cramer & Co./Forsyth Brothers, 1890.


    The Bird let loose in eastern skies. Lied. Text: Thomas Moore. London: Chappell & Co., 1878.


    The Boar! the Boar! Jagdlied. Bombay: S. Rose & Co., 1891.


    The lover’s leap. Lied, o. O., o. J.


    The Midnight Vision. Lied. Text: C. J. Rowe. London: A Hays, 1884.

    The Minuet. Lied. Text: Herbert Harraden. London: J. B. Cramer & Co., 1887.

    The Mister. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Phillips & Page, 1888.


    The Violet and the Snowdrop. Lied mit Violinen- oder Violoncellobegleitung ad lib. Text: Gertrude Harraden. London: Edwin Ashdown, 1886.


    Thy Heart in mine. Lied mit Violine obligato. Text: H. L. D’A. Jaxone. London: Metzler & Co., 1888.


    Too young to know. Lied. Text: Herbert Harraden. London: Metzler & Co., 1878.


    Waking and dreaming. Lied, o. O., o. J.


    Was it? Lied. Text: Herbert Harraden. London: Enoch & Sons, 1890.


    Wilt thou change too? Lied. Text: Robert Browning (aus „James Lee’s wife“). London: C. Jefferys, 1884.



    1.5 Sammlungen


    Song Fancies for Children. Texte: Gertrude Harraden London: Forsyth Brothers, 1889.

    darin Nr. 3 „Waves“



    2 Instrumentalmusik


    2.1 Kammermusikalische Werke


    An Idyl. Für Pianoforte oder Violine und Pianoforte. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Gavotte für Violine und Pianoforte. London: Augener & Co., 1887.


    Gavotte in F-Dur für Violine und Pianoforte. London: Edwin Ashdown, 1888.


    Legende für Violine und Pianoforte. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Moto perpetuo. Für Violine und Pianoforte. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Rêverie. Für Klavier und Violine oder Violoncello. Über das erste Präludium von Johann Sebastian Bach. London: Enoch & Sons, 1885.


    Six Characteristic Pieces. Für Violine und Klavier, London: Edwin Ashdown, 1888.

    1. Gavotte in G-Dur, 2. At twilight, Andante, 3. On the lake, Barcarolle, 4. Remembrance, Andantino, 5. The village green, Rustic Dance. 6. Largo and allegrezza


    Six Pieces. Für Violine und Klavier, London: Forsyth Brothers, o. J.

    1. Dance, 2. Barcarolle, 3. Eventide, 4. Cradle Song, 5. Scherzino, 6. Prelude and Rondo.


    Sourire d'Enfant. Für Klavier. London: 1878.


    Tristesse. Romanze ohne Worte für Violoncello und Klavier. Mainz: B. Schott’s Söhne, 1886.


    Two Melodies. Für Violine und Klavier. London: E. Ashdown, 1885.

    1. Swing song, 2. Romance B-Dur


    Two Romances. Für Klavier. London: E. Ashdown, 1893.


    Une Bonne Histoire. Für Klavier. London 1877.



    2.2 Arrangements


    Gluck, Christoph Willibald. Andante aus „Orfeo ed Euridice“. Arrangement als Trio für Violine, Violoncello und Pianoforte. London: E. Donajowski, 1893 / London: Laudy 1900.


    Händel, Georg Friedrich. Largo aus „Xerxes“. Arrangement als Trio für Klavier, Violine und Violoncello. London: Edwin Ashdown, o. J.



    3 Weitere Werke bislang unbekannter Gattung bzw. Besetzung


    A laddie is coming to woo me. London: E. Ashdown, o. J.


    Holborn Bars. A Legend of 1660. Text: F. Brooke. London: C. Jefferys, 1886.


    If at your window, Love. London: Forsyth Brothers, 1899.


    Little Fidget, o. O., o. J.


    Old farmer John, o. O., o. J.


    Old Harpist, o. O., o. J.

    The Rainy Day. Text: Henry Wadsworth Longfellow. London: Forsyth Brothers, o. J.


    Warwick. Walzer. London: Ascherberg, o. J.

    Repertoire

    Über das Repertoire von Ethel Harraden ist nur wenig bekannt. Sie trat in den 1880er Jahren als Sängerin auf und übernahm dabei Solopartien, u. a. in Joseph Haydns „Der Frühling“ aus „Die Jahreszeiten“ Hob. XXI:3. Am Klavier begleitete sie ihre eigenen Kompositionen.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Harraden (Ethel)“. In: People of the period, hg. v. A. T. C. Pratt, 2 Bde., 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Harraden (Ethel)“. In: Otto Ebel: Women Composers, 3. Aufl. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Harraden, R. Ethel“. In: British musical biography, hg. v. J. D. Brown/S. S. Stratton, 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Burton, Nigel. Artikel „Harraden [Glover], R. Ethel“. In: The Norton/Grove Dictionary of Women Composers, hg. v. Julie Anne Sadie und Rhian Samuel. New York, London: Macmillan Press, 1995.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.



    Zeitungsartikel und –rezensionen


    The Musical Times vom 1. Mai 1884, S. 292.

    The Musical Times vom 1. Januar 1885, S. 40.

    The Musical Times vom 1. Februar 1885, S. 103.

    The Musical Times vom 1. Februar 1886, S. 102.

    The Musical Times vom 1. Februar 1887, S. 85.

    The Musical Times vom 1. Juli 1887, S. 426.

    The Musical Times vom 1. Juni 1893, S. 338.

    The Musical Times vom 1. Februar 1917, S. 50.


    The Musical World vom 1. Januar 1887, S. 12.

    The Musical World vom 13. November 1886, S. 727.

    The Musical World vom 13. Juli 1889, S. 456.


    The Times vom 21. Mai 1889, S. 4.

    The Times vom 2. Mai 1891, S. 9.

    The Times vom 19. Januar 1892, S. 6.

    The Times vom 21. Januar 1895, S. 11.



    Links


    http://en.wikipedia.org/wiki/Ethel_R._Harraden (Stand: 17. August 2013)

    Die englische Wikipedia enthält einen kurzen Artikel zu Ethel Harraden mit wenigen, aber präzise belegten Informationen.

    Forschung

    Zu Ethel Harraden liegen keine weiteren Forschungsinformationen vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Ethel Harraden umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten, ihre Kompositionen sowie ihre beruflichen und privaten Kontakte.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 46351238
    Library of Congress (LCCN): no96003633
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 6. September 2013


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 30.06.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Ethel Harraden“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 30.6.2014.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ethel_Harraden