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  • Ethel Boyce

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Ethel Boyce
    Lebensdaten:
    geb. in Chertsey (Surrey), England
    gest. in Chertsey (Surrey),
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin, Musikpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „This is really a charming song. The words tell a simple tale in simple words, and the music throughout is most sympathetic with the text. The several changes in the character of the accompaniment show that the composer has well thought out her task, and introduced nothing for mere effect [...]. We shall be glad again to meet with Miss Boyce.“


    („Dies ist ein wirkliches hübsches Lied. Der Text erzählt eine einfache Geschichte in einfachen Worten, und die Musik ist hervorragend auf den Text abgestimmt. Der Wechsel der Charaktere in der Begleitung zeigt, dass die Komponistin ihre Aufgabe gut durchdacht hat, und nichts nur um des bloßen Effektes willen hinzusetzt [...]. Wir freuen uns auf eine Wiederbegegnung mit Miss Boyce.“



    („The Musical Times“ am 1. Oktober 1886, S. 611 über Ethel Boyce’ erstes veröffentlichtes Lied „So she went drifting“)


    Profil

    Nach einem Studium an der Londoner Royal Academy of Music in der Fächern Klavier und Komposition, konnte sich Ethel Boyce mehr als vier Jahrzehnte lang im britischen Musikleben als Komponistin und Musikpädagogin etablieren. Besonders ihre Werke für Kinder waren überaus beliebt und wurden häufig aufgeführt. Ihr Werkverzeichnis umfasst u. a. Kantaten für Soli, Chor und Orchester, Werke für Kinder- und Frauenchor, einstimmige Kinderlieder und Klaviermusik. Ihre Kompositionen wurden bei renommierten Londoner Musikverlagen publiziert, u. a. bei Novello & Co, Augner & Co sowie bei Stanley Lucas, Weber & Co.

    Orte und Länder

    Ethel Boyce wurde im englischen Chertsey, in der Grafschaft Surrey geboren. Ab Anfang der 1880er Jahre studierte sie Klavier und Komposition an der Royal Academy of Music in London, der sie auch in späteren Jahren verbunden blieb. Sie verbrachte ihr Leben in Chertsey und London.

    Biografie

    Ethel Boyce wurde am 5. Oktober 1863 im englischen Chertsey (Surrey) als Tochter von George Boyce und seiner Frau Anne Ogden Brown geboren. Ab Anfang der 1880er Jahre studierte sie an der Londoner Royal Academy of Music die Fächer Klavier bei Walter Macfarren und Komposition bei Francis William Davenport. Zu ihren dortigen Kommilitoninnen gehörten die Komponistinnen Dora Bright und Amy Horrocks. Breits während ihres Studiums wurde Ethel Boyce mehrfach von der Royal Academy of Music ausgezeichnet. So erhielt sie 1885 das „Lady Goldsmid Scholarship“, gewann im Juni 1886 den „Sterndale Bennett Prize“ für Klavier, und im Dezember 1886 wurde ihr von einer Jury mit Walter Macfarren und Ebenizer Prout das Cipriani Potter-Stipendium („Cipriani Potter Exhibition“) zugesprochen. Im Jahr 1889 erhielt sie die „Charles Lucas Medal“ für Komposition (vgl. „The Times“ vom 29. Juni 1886, S. 11; vom 22. Dezember 1886, S. 7; „The Musical Times“ vom 1. Januar 1887, S. 42; „The Musical Times“ vom 1. April 1936, S. 368). Auch nach ihrem Studium blieb Ethel Boyce der Royal Academy of Music verbunden. Im Jahr 1890 wurde sie zur „Associate of the Royal Academy of Music“ (A.R.A.M.) ernannt, 1891 erhielt sie eine Stelle als Assistentin im Fach Komposition und 1901 wurde sie schließlich als Lehrende („teacher of music“) berufen. Über ihre akademische Lehre ist nichts Genaueres bekannt.


    Bereits während ihres Studiums trat Ethel Boyce sowohl als Pianistin als auch als Komponistin an die Öffentlichkeit. So spielte sie z. B. bei einem Konzert der Royal Academy of Music im März 1886 ihre eigene Komposition „Album Leaves“ für Klavier, und präsentierte sich im Dezember 1886 bei einem Orchesterkonzert der Akademie als Pianistin in Ludwig van Beethovens Klavierkonzert G-Dur op. 58 mit einer eigenen Kadenz (vgl. (vgl. „The Musical Times“ vom 1. April 1886, S. 206f.; vom 1. Januar 1887, S. 26). Im Februar 1888 spielte sie bei einem Studierendenkonzert in der Londoner St. James’s Hall gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Dora Bright die Uraufführung von deren „Variations on a theme by the late Sir G. A. Macfarren“ für zwei Klaviere. Die „Musical Times“ rezensierte anerkennend: „In this effort a high degree of musicianship and considerable knowledge of effect are to be found in combination, and as the rendering by the Composer and Miss Ethel Boyce was in every respect satisfactory it was exceedingly well received.“ („In diesem Versuch konnte man die perfekte Verbindung von Musikalität und Wissen um Wirkungen finden, und da die Wiedergabe durch die Komponistin und Miss Ethel Boyce in jeder Hinsicht zufriedenstellend war, wurde er überaus gut angenommen.“; „The Musical Times“ vom 1. März 1888, S. 151). Ab 1885 erschienen erste Kompositionen von Ethel Boyce auch im Druck, darunter das Lied „So she went drifting“ (erschienen bei Stanley Lucas, Weber and Co.), das in der „Musical Times“ auf Anhieb herausragend rezensiert wurde: „This is really a charming song. The words tell a simple tale in simple words, and the music throughout is most sympathetic with the text. The several changes in the character of the accompaniment show that the composer has well thought out her task, and introduced nothing for mere effect [...]. We shall be glad again to meet with Miss Boyce.“ („Dies ist ein wirkliches hübsches Lied. Der Text erzählt eine einfache Geschichte in einfachen Worten und die Musik ist hervorragend auf den Text abgestimmt. Die Wechsel der Charaktere in der Begleitung zeigen, dass die Komponistin ihre Aufgabe gut durchdacht hat, und nichts nur um des bloßen Effektes Willen hinzusetzt [...]. Wir freuen uns auf eine Wiederbegegnung mit Miss Boyce.“; „The Musical Times“ vom 1. Oktober 1886, S. 611) Auch außerhalb der Royal Academy begann man, Ethel Boyce zu schätzen. So wurde z. B. ihre Kantate „The Lay of the Brown Rosary“ im Rahmen der Clapham Philharmonic Concerts am 20. Mai 1890 unter der Leitung von Walter Mackway aufgeführt (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juni 1890, S. 362).


    Nach ihrem Studium konzertierte Ethel Boyce nicht mehr öffentlich, sondern widmete sich ausschließlich der Komposition. Begründet war dies vermutlich in persönlichen Verpflichtungen, wie der Nachruf der „Times“ nahelegt: „[...] domestic trouble, and her characteristic and completely self-sacrificing devotion to personal duty, prevented her from fulfilling her remarkable promise.“ („[...] private Probleme und ihre Art, sich selbst vollständig für persönliche Verpflichtungen aufzuopfern, hielten sie davon ab, ihr vielversprechendes Talent vollständig einzulösen.“; „The Times“ vom 11. Februar 1936, S. 16)


    Als Musikpädagogin und Komponistin blieb Ethel Boyce jedoch zeitlebens im britischen Musikleben präsent. Bis 1933 wurden zahlreiche ihrer Kompositionen in renommierten Londoner Musikverlagen veröffentlicht, u. a. bei Novello & Co, Augner & Co sowie bei Stanley Lucas, Weber & Co. Darunter befinden sich Kantaten für Soli, Chor und Orchester, Solo- und Chorlieder sowie Klavierwerke. Zunehmend machte sich Ethel Boyce zudem als Komponistin für Kindermusik einen Namen, sowohl im Bereich der Chor- als auch im Bereich der Klavierliteratur. 1891 erschienen ihre „Eight Pieces“ für Violine und Klavier bei Novello, und die „Musical Times“ schrieb über die Stücke: „The freshness and originality of the melodies of these pieces make them peculiarly attractive as well for players as for hearers. The titels indicate their character, and the character of each is well borne out in the construction. [...] they are each and all cleverly designed so as to enable the players to gain the greatest amount of effect with the smallest expenditure [...].“ („Die Frische und Originalität der Melodien dieser Stücke machen sie für Spieler wie Zuhörer besonders attraktiv. Die Titel verweisen auf ihren Charakter, und der Charakter jedes einzelnen ist in der Konstruktion gut erdacht. [...] sie sind alle miteinander reizend gestaltet, so als solle der Spieler befähigt werden, die beste Wirkung mit dem geringsten Aufwand zu erzielen [...].“; „The Musical Times“ vom 1. September 1891, S. 554) Ihre Werke für Kinder- bzw. Frauenchöre waren überaus beliebt und waren im Repertoire zahlreicher Schulchöre verankert. Im November 1900 war eines ihrer Chorstücke, „In Mary’s Garden“, als Pflichtstück in einem Wettbewerb für Schulchöre in Suffolk angesetzt, im Mai 1907 gewann der Kinderchor der „Farnham West Street Girls’ school“ in Surrey einen Preis für seine Aufführung von Ethel Boyce’ „Garden Fancies“, und auch im November 1911 war das Chorstück „The Posy“ Pflichtstück im Rahmen eines Wettbewerbs, den die „St. Cecilia Working Girls’ Clubs“ ausrichteten (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1900, S. 819; vom 1. Juni 1907, S. 398; vom 1. Januar 1912, S. 3). Große Beliebtheit erlangten auch die „Orchard Rhymes“, die sie gemeinsam mit Dora Bright komponiert bzw. herausgegeben hatte. Es sind so genannte „Action Songs“ für Kindergartenkinder, über die die „Musical Times“ 1917 schrieb: „Thirteen well-known nursery rhymes are strung together to make an entertainment item. All except three of the songs are original as regards the music. It is gratifying to find that such trained and highly competent composers think it worth while to devote their talents to elementary school music.“ („Dreizehn sehr bekannte Kindergarten-Reime wurden zu einem unterhaltenden Stück zusammengespannt. Alle außer drei der Lieder sind mit neuen Melodien ausgestattet worden. Es ist erfreulich, dass derart geübte und überaus kompetente Komponistinnen es für wert erachten, ihr Können in den Dienst von Musik für Kindergärten zu stellen.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1917, S. 362)


    Im Jahr 1917 nahm Ethel Boyce in ihren Kompositionen mehrfach Bezug auf den Ersten Weltkrieg. So veröffentlichte die „Musical Times“ im Februar 1917 als Beilage das Chorstück „An English Hymn“, zu dem sie auch selbst den Text verfasst hatte. Im Juli 1917 erschienen unter dem Titel „Five Songs for the Times“ fünf einstimmige Kinderlieder nach eigenen Texten. Die „Musical Times“ schrieb über die Lieder: „Miss Boyce has a deservedly high reputation as a melodist, and her musical treatment shows the refined artist. The five songs under notice are all in unison, and are distinguished by their tuneful flow. The words, as the general title indicates, are to do with thoughts engendered by the war. They are simple and naive.“ („Miss Boyce hat einen guten Ruf als Liederkomponistin erworben, und ihre Musik zeigt eine raffinierte Künstlerin. Die fünf genannten Lieder sind alle einstimmig, und unterscheiden sich im melodischen Ablauf. Die Worte wurden, wie der Haupttitel besagt, vom Krieg beeinflusst. Sie sind einfach und schlicht.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1917, S. 362; vgl. auch „The Times“ vom 3. November 1917, S. 8)


    Auch in den folgenden Jahren wurden die Kompositionen Ethel Boyce’ stets positiv besprochen. So hieß es in der „Musical Times“ im Oktober 1918 über zwei ihrer Chorwerke für Frauenchor, „Here a solemn fast“ und „Corinna“: „ In these new pieces we detect the practised hand – they exhibit musicianship touched by delicate feeling. ‚Here a solemn fast’ is a short number, which is charmingly allied to the mood of the beautiful words. [...] ‚Corinna’ is a much longer number. Its chief feature is the liveliness and impelling character of the rhythm. There are plenty of contrasts of force, and ample scope for a good choir to exhibit training.“ („In diesen neuen Stücken spürt man die geübte Hand – sie zeigen Musikalität, verbunden mit sensiblem Gefühl. ‚Here a solemn fast’ ist ein kurzes Stück, das reizend mit der Stimmung der hübschen Texts verbunden ist. [...] ‚Corinna ist ein sehr viel längeres Stück. Seine Besonderheit liegt im lebendigen und drängenden Charakter des Rhythmus’. Es gibt darin zahlreiche dynamische Kontraste und viel Spielraum für einen guten Chor, sein Können zu zeigen.“; „The Musical Times“ vom 1. Oktober 1918, S. 454)


    Ethel Boyce starb am 3. Februar 1936 in ihrem Haus in Chertsey (vgl. „The Times“ vom 11. Februar 1936, S. 16).

    Würdigung

    In einem Nachruf würdigte die „Times“ die Verdienste von Ethel Boyce wie folgt: „The sudden death of Ethel Boyce [...] has removed a most remarkable personality well known and much loved by a wide circle of friends, especially in the musical world. Her exceptional talents and the brilliant success of her academic years seemed to indicate a career of high distinction, such as was achieved by several of her friends and contemporaries [...]. Some charming and very individual compositions remain to show what she might have done; and no one who had the privilege of her acquaintance will forget the range and force of her conversation, her extra-ordinarily wide knowledge, and the justice of her opinions, not only in music but in literature and the graphic arts also, and her strong, candid, irascible, and entirely kindly personality.“ („Der überraschende Tod von Ethel Boyce [...] hat eine überaus bemerkenswerte Persönlichkeit hinweg genommen, die von einem großen Freundeskreis, besonders in der musikalischen Welt, gut gekannt und sehr geliebt wurde. Ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und der glänzende Erfolg ihrer akademischen Jahre schienen eine großartiger Karriere anzukündigen, so wie sie von mehreren ihrer Freunde und Wegbegleiter erreicht wurde. [...] Einige reizende und sehr originelle Kompositionen bleiben, um zu zeigen, was sie hätte leisten können; und niemand, der das Vergnügen ihrer Gesellschaft hatte, wird das Niveau und die Intensität ihrer Konversation vergessen, ihr überaus breitgefächertes Wissen, ihre Urteilsfähigkeit, nicht nur in der Musik, sondern auch in Literatur und Bildender Kunst, und ihre aufrichtige, offene, erregbare und rundum freundliche Persönlichkeit.“; „The Times“ vom 11. Februar 1936, S. 16; vgl. auch den Nachruf in „The Musical Times“ vom 1. April 1936, S. 368).

    Rezeption

    Zu ihren Lebzeiten wurde Ethel Boyce mit ihren Werken regelmäßig in der englischen Presse besprochen, sowohl in allgemeinen Tageszeitungen wie der „Times“ als auch in fachspezifischen Zeitschriften wie der „Musical Times“. Heutzutage sind ihre Kompositionen in Vergessenheit geraten.

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Ethel Boyce wurde unter Mithilfe von Maj-Britt Peters auf der Grundlage von Lexikonartikeln, Pazdírek 1904ff., Zeitungsrezensionen sowie auf der Grundlage des digitalen britischen Verbundkatalogs Copac erstellt.



    I Vokalwerke



    Oratorium/Kantate/Chormusik


    Young Lochinvar. Ballade für Baritonsolo, Chor und Orchester. Text von Sir Walter Scott. London & New York: Novello, Ewer & Co, 1890. Weitere Fassungen mit Klavierbegleitung.


    The Lay of the brown Rosary. Kantate für Sopran- und Altsoli, Chor und Orchester. Text: Adaption des gleichnamigen Gedichtes von Elizabeth Barrett Browning. London & New York: Novello, Ewer & Co, 1890.


    The Sands of Corriemie. Kantate für Frauenstimmen (SSA), Solo (S) und Klavier. Übertragen in die Tonic Sol-Fa-Notation von W. G. McNaught. London: Novello & Co, 1895.

    The Vision of the Simple. Kantate für Frauenstimmen (SSA) mit Klavier. London: Novello, 1921.



    Solo- und Chorlieder


    So she went drifting. Song. Für Gesang und Klavier. Text von W. C. Smith. London: Stanley Lucas, Weber & Co, 1885.


    Garden Fancies. Zwei Lieder für zweistimmigen Frauenchor. London: Novello & Co, 1893.

    Daraus u.a.: Nr. 1 In Mary’s Garden.


    Magdalen at Michael’s Gate. Carol. Für zwei Frauenstimmen bzw. vier Stimmen. Text von H. Kingsley. London: Novello & Co, 1893.


    Four Spring Songs. Zweistimmige Lieder für Frauenstimmen. London: Novello & Co, 1896.

    No. 1. The Posy – 2. Sunshine – 3. Spring is come. – 4. The Coming of May.

    A Song of Summer. Zweistimmiges Lied, London: Boosey & Co, 1897.


    The Dream Child’s Lullaby. Zweistimmiges Lied, London: Boosey & Co, 1897.


    The Coming of May. Zweistimmiges Lied. London: Novello & Co, 1901.

    Spring is come. Zweistimmiges Lied. London: Novello, 1903.

    Times and Seasons. A College Song. Text von A. Fry. London: Novello, 1910.


    Five Songs for the Times, London: Boosey & Co, 1917.

    1. Over there – 2. Reflections – 3. On the sea. – 4. Dancing rhyme – 5. An English hymn (“God of our Fathers, and Lord of the Deep”).


    The Orchard Rhymes. 13 Nursery Rhymes with actions. Gemeinsam mit Dora Bright, London: Novello, 1917 und weitere Auflagen.

    Darin u.a. Nr. 2 Sing a Song of Sixpence – Nr. 12 Ring-a-ring o’Roses. Song.


    An English Hymn. Für vierstimmigen gemischten Chor. Beilage zur „Musical Times“ vom 1. Februar 1917.

    Corinna. Dreistimmiges Liedfür Frauenstimmen. Text von Robert Herrick. London: Novello & Co, 1918.


    Here a solemn Fast we keep. Dreistimmiges Lied für Frauenstimmen. Text von Robert Herrick. London: Novello & Co, 1918.


    The Happiest Day. Sechs Kinderlieder. London: J. Williams, 1920.

    1. The birds – 2. The little friend – 3. The aeroplane’s song – 4. Brother & sister – 5. The shocking story – 6. The dream.


    The Bowl. Vierstimmiges Lied. Text von T. L. Peacock. London: Novello & Co, 1922.


    The Bramble. Friar Tuck’s Song. Vierstimmiges Lied. Text von T. L. Peacock. London: Novello & Co, 1922.


    Choric Measure. Vierstimmiges Lied. Text von T. L. Beddoes. London: Novello & Co, 1922.


    Dirge. Vierstimmiges Lied. Text von T. L. Beddoes. London: Novello & Co, 1922.


    Girl Guides. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1922.

    The Little Brown Horse. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1922.

    The Magic Door. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1922.

    On May Morning. Vierstimmiges Lied. Text von J. Milton. London: Novello & Co, 1922.


    Our Trees. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1922.


    A Rhyme of Over-Seas. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1922.


    Sweet Echo. Vierstimmiges Lied. Text von J. Milton. London: Novello & Co, 1922.


    An Alphabet of Flowers. Einstimmiges Lied. London: Novello & Co, 1923.


    Coronach. Dreistimmiges Lied (SSA). Text von Sir Walter Scott. London: Augener, 1923.


    Daffies and Tulips. Einstimmiges Lied. Text von J. Meagher. London: Novello & Co, 1923.


    How many Times? Dreistimmiges Lied (SSA) Text von T. L. Beddoes. London: Augener, 1923.

    Magic Lutes. Dreistimmiges Lied (SSA). Text von T. L. Beddoes. London: Augener, 1923.


    The Lonely Knight. London: Novello & Co, 1923.


    The Tortoise. Einstimmiges Lied. Text von J. Meagher. London: Novello & Co, 1923.


    Four Pictures. Zweistimmiges Lied. Für Frauenstimmen. London: Novello & Co, 1919 und weitere Auflagen.

    Darin: 1. The Dainty lady – 2. The Waltz – 4. Ursula dancing.


    Charming Chloe. Vierstimmiges Lied. Text von R. Burns. London: Novello & Co, 1926.


    Ye dainty Nymphs. London: Novello & Co, 1926.

    Midsummer Song. Zweistimmiges Lied. London: Novello & Co, 1928 und weitere Auflagen.


    The Wooded Hill. 4 zweistimmige Lieder. London: Novello, ca. 1928.

    Darin: Nr. 2 Summer heat.


    Song’s Eternity. Zweistimmiges Lied. London: Novello & Co, 1929.


    The Spring of the Year. Vierstimmiges Lied. Text von A. Cunningham. London: Novello & Co, 1929.


    Four Birds. London: Novello & Co, 1933.

    Daraus: 4. The Swallow



    II Instrumentalwerke


    Album Leaves. Für Klavier (Druck unbekannt, UA 1886).


    A Book of Fancies. Für Klavier. London: E. Ashdown, 1890.

    1. Farewell – 2. A dream – 3. Springtime – 4. Gavotte - 5. Lullaby – 6. On the mountains – 7. Forsaken – 8. Tarantella.


    By the Brook. Sketch. Für Klavier. London: E. Ashdown, 1890.


    Eight Pieces. Für Violine und Klavier. London: Novello, Ewer & Co, 1891.

    1. Berceuse – 2. Valse Caprice – 3. Adieu – 4. Aubade – 5. Mazurka – 6. Musette – 7. Reverie – 8. Alla Burla.


    Walzer in F-Dur für Klavier. London: E. Ashdown, 1891.


    Berceuse pour piano. London: E. Ashdown, 1893.


    Menuett in c-Moll für Klavier. London: E. Ashdown, 1893.


    Petite Valse pour piano. London: E. Ashdown, 1893.


    To Phyllis. Vier kurze Stücke für Klavier. London: E. Ashdown, 1895.

    1. Canzonet – 2. Scherzetto – 3. The shepherd’s song – 4. Caprice.

    Songs and Dances. Sechs kurze Stücke für Klavier. London: J. Curwen & Sons, 1898.

    1. Cradle Song – 2. Aubade – 3. Valse – 4. Hunting Song – 5. Minuet – 6. Scherzetto.

    A sequence of melodies suggested by ancient metres. Für Klavier. London: Augener, 1917.

    Daraus: Lament – Hymn to Diana – With a light foot – Envious time – Brave lads.

    Choriambics. Für Klavier. London: Augener, 1919.


    Pro patria: Marsch für Klavier. London: Augener, 1919.


    Under the Greenwood Tree. Sechs Stücke für Klavier. London: Joseph Williams, 1921.

    1. The Pleasant shade ("See the tree-tops bending swaying") – 2. The Birds ("Ye little birds, so blithely carolling") – 3. The Procession of the flowers ("Now all the flowers, in colours gay, Show us their smiling faces") – 4. The Tangled path ("Through bush, through briar") – 5. The Dance in the glade ("Dancing in the sunshine, Dancing in the shade") – 6. The Squirrels ("Squirrels come leaping").


    The Silver Thames. Für Klavier. London: Augener, 1922.

    1. Dragon flies – 2. The singer in the boat – 3. Feathered spray.


    English Lyrics. Musical illustrations of poetical passages. Für Klavier. London: Augener, 1923.


    Scherzi Italiani. Für Klavier. London: Augener, 1924.

    1. Springtime at Nemi – 2. Night piece at Venice.


    Cinderella. A Short Suite. Für Klavier. London: Oxford University Press, 1925.

    The Garland. A short suite for piano. London: Augener, 1925.

    Daraus: The rhyme (Prelude) – London pride (Passepied) – Love in a mist (Aria) – Canterbury bells (Gavotte) –Golden lilies (Saraband) – The garland (Finale).

    Repertoire

    Über das pianistische Repertoire von Ethel Boyce ist kaum etwas bekannt. Während ihres Studiums trat sie u. a. mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert G-Dur op. 58 sowie mit Dora Brights „Variations on a theme by the late Sir G. A. Macfarren“ für zwei Klaviere auf. Die zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Fach Klavier erhielt, lassen vermuten, dass sie eine herausragende Pianistin war.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Boyce, Ethel Mary“. In: British Musical Biography. J. D. Brown, S. S. Stratton (Hg.). 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Boyce, Ethel Mary“. In: Who’s who in music. H. S. Wyndham. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Ebel, Otto. Women composers. Dritte Aufl. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Elson, Arthur. Women’s Work in Music. Boston: L. C. Page & Company, 1903.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904–1910.



    Zeitungsartikel und Rezensionen


    The Musical Times vom 1. Januar 1887, S. 42.

    The Musical Times vom 1. April 1886, S. 206f.

    The Musical Times vom 1. Oktober 1886, S. 611.

    The Musical Times vom 1. Januar 1887, S. 26.

    The Musical Times vom 1. März 1888, S. 151.

    The Musical Times vom 1. Juni 1890, S. 362.

    The Musical Times vom 1. September 1891, S. 554.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1900, S. 819.

    The Musical Times vom 1. Juni 1907, S. 398.

    The Musical Times vom 1. Januar 1912, S. 3.

    The Musical Times vom 1. Februar 1917. Beilage (Ethel Boyce: An English Hymn)

    The Musical Times vom 1. August 1917, S. 362.

    The Musical Times vom 1. Oktober 1918, S. 454.

    The Musical Times vom 1. August 1922, S. 556.

    The Musical Times vom 1. April 1936, S. 368.


    The Times vom 29. Juni 1886, S. 11.

    The Times vom 22. Dezember 1886, S. 7.

    The Times vom 3. November 1917, S. 8.

    The Times vom 11. Februar 1936, S. 16.

    Forschung

    Zu Ethel Boyce liegen keine weiteren Forschungsinformationen vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Ethel Boyce umfasst ihre Biografie und ihre Tätigkeiten. Besonders interessant wäre dabei auch eine Untersuchung ihrer kompositorisch-pädagogischen Arbeit, die sie gemeinsam mit Dora Bright und Amy Horrocks leistete, so z. B. in der Komposition von „Action Songs“.

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 23.07.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Ethel Boyce“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 23.7.2012.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ethel_Boyce