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  • Ethel Beningfield

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Ethel Beningfield
    Lebensdaten:
    geb. um in Essex, England,
    gest. nach

    Die genauen Lebensdaten von Ethel Beningfield sind derzeit nicht bekannt. Sie wurde vermutlich in den 1870er Jahren geboren.
    Tätigkeitsfelder:
    Violoncellistin, Komponistin, Mandolinistin, Gitarristin

    Profil

    Die Violoncellistin und Komponistin Ethel Beningfield studierte das Fach Violoncello an der Guildhall School of Music in London sowie bei Alessandro Pezze an der dortigen Royal Academy of Music. Anschließend konnte sie sich zunächst als Violoncellistin und Komponistin im britischen Musikleben etablieren und veröffentlichte ab 1897 bis ca. 1912 mehrere Liedkompositionen. Um das Jahr 1912 zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück. Ihre Biografie und ihre Tätigkeiten sind derzeit nur rudimentär erfasst.

    Orte und Länder

    Ethel Beningfield wurde in der englischen Grafschaft Essex geboren. Sie studierte das Fach Violoncello an der Guildhall School of Music und der Royal Academy of Music in London. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts konzertierte sie u. a. in Schweden und Südafrika; vermutlich lebte sie zeitweise in Durban in Südafrika. Im Jahr 1913 hatte sich Ethel Beningfield im Londoner Stadtteil South Hampstead niedergelassen.

    Biografie

    Ethel Beningfield wurde vermutlich Mitte der 1870er Jahren in der englischen Grafschaft Essex geboren. Sie erhielt ihren ersten musikalischen Unterricht von den Eltern und wurde zunächst auf der Mandoline bzw. Gitarre ausgebildet. So trat z. B. ein „Beningfield Quartet“ in der Saison 1896/97 im Rahmen der Londoner „St. James’s-Hall Ballad Concerts“ auf (Instrumente unbekannt, vgl. „The Times“ vom 20. Februar 1897, S. 1), und zwei Jahre später, im Sommer 1899, konzertierte Ethel Beningfield mit einem eigenen Mandolinen- und Gitarren-Quintett, dem „Miss Ethel Beningfield’s Quintet“, in Schweden; die Konzerte wurden von der „Concorde Concert Control Agency“ veranstaltet (vgl. Myers 1993, S. 152).


    Ab Ende der 1890er Jahre studierte Ethel Beningfield das Fach Violoncello an der Guildhall School of Music in London (vgl. Wyndham 1913). Dort erhielt sie im Juli 1901, möglicherweise zu den Abschlussprüfungen, den „Libotton Memorial prize“, der aus einem Violoncello-Bogen und einer Bronzemedaille bestand (vgl. „The Times“ vom 24. Juli 1901, S. 5). Anschließend setzte sie ihr Studium bei Alessandro Pezze an der Royal Academy of Music in London fort. Im Jahr 1904 lebte Ethel Beningfield für einige Zeit in Durban, Südafrika, und galt dort als eine der herausragenden Instrumentalistinnen (vgl. South African Music Encyclopedia, Bd. I, S. 425).


    In den folgenden Jahren konzertierte Ethel Beningfield regelmäßig als Violoncellistin in London und trat dabei u. a. in der Queen’s Hall, der Bechstein Hall und der Steinway Hall auf (vgl. Wyndham 1913). So wirkte sie z. B. am 4. Mai 1905 bei einem Konzert der Sängerin Lucie Johnstone in der Londoner Steinway Hall mit, an der Seite der Sängerinnen und Sänger Helen Trust, James Davis und Lane Wilson, der Pianistin Mabel Monteith und dem Queen Vocal Quartet (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juni 1905, S. 404). Im Dezember desselben Jahres spielte sie bei einem Konzert des Sängers Charles Copland einige Solostücke für Violoncello „with much effect“ (vgl. „The Times“ vom 9. Dezember 1905, S. 9); unter den weiteren Mitwirkenden des Konzerts waren die angehende Pianistin Myra Hess und der Geiger Dettmar Dressel (s. ebd.).


    Zwischen 1897 und 1912 erschienen mehrere Lieder für Stimme und Klavier in verschiedenen englischen Verlagen, u. a. bei Chappell & Co, Metzler & Co und bei Keith Prowse. „The Times“ rezensierte am 4. Oktober 1907 zwei der Lieder mit den Worten: „New Songs. – Messrs. Metzler and Co. [...] Two songs by Ethel Beningfield are fairly fresh in invention, though they are both cast in a conventional form.“ („Neue Lieder. – Messrs. Metzler and Co. Zwei Lieder von Ethel Beningfield sind in ihrem Erfindungsreichtum ziemlich erfrischend, auch wenn beide in eine konventionelle Form gegossen sind.“; „The Times“ vom 4. Oktober 1907, S. 12)


    Im Jahr 1913 zog sich Ethel Beningfield weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und lebte fortan in 2, Merton Road in South Hampstead (London) (vgl. Wyndham 1913) . Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.

    Würdigung

    Die Tätigkeiten Ethel Beningfield’s können erst nach weiteren Forschungen gewürdigt werden.

    Rezeption

    Eine Rezeption der Tätigkeiten Ethel Beningfield’s findet derzeit nicht statt. Zur zeitgenössischen Rezeption vgl. Abschnitt „Biografie“.

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Ethel Beningfield wurde unter Mithilfe von Eva Diekmann nach der Datenbank Hofmeister XIX, in der die Hofmeisterschen Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts erfasst sind, nach dem britischen Verbundkatalog Copac sowie nach zeitgenössischen Rezensionen erstellt.


    Lieder


    Come, live with me. Song (Text von C. Marlow). London: Chappell & Co, 1897.


    I love thee. Song (Text von T. Hood). London: Chappell & Co, 1897.


    Love’s Meeting. Song (Text von F. E. Weatherley). London: Chappell & Co, 1897.


    Unless. Song (Text von E. B. Browning). London: Chappell & Co, 1897.


    Only waiting. Song (Text von A. Chapman). London: Chappell & Co, 1898.


    For the Empire and our Queen. Songs (Text von A. B. Baker). London: Weekes & Co, 1899.


    A Lament. Song (Text von Acton Bell). London: Chappell & Co, 1899.


    [Zwei Lieder]. London: Metzler and Co, 1907 (vgl. „The Times“ vom 4. Oktober 1907, S. 12)


    England, my own! Song (Text von W. E. Henley). London: Weekes & Co, 1908.


    Surrender. Song (Text von F. Wormald). London: Weekes & Co, 1911.


    Cupid’s Dart. Song (Text von F. Wormald). London: Keith, Prowse & Co, 1912.


    Bearbeitungen


    Selection of Scotch Airs. Eight well-known melodies arranged by Ethel Beningfield, ca. 1903 (vgl. „The Musical Herald 1903, S. 348).

    Repertoire

    Ein Repertoireverzeichnis kann aufgrund fehlender Forschungen derzeit nicht erstellt werden.

    Quellen

    Literatur


    Who’s who in music. H. S. Wyndham (Hg.). 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Myers, Margaret. Blowing Her Own Trumpet. European Ladies’ Orchestras & Other Women Musicians 1870-1950 in Sweden. Göteborg: Margaret Myrs, 1993.


    South African Music Encyclopedia. Hg. v. Jacques P. Malan, 4 Bde, Oxford: University Press, 1979.


    The Musical Times vom 1. Juni 1905, S. 404.


    The Times vom 20. Februar 1897, S. 1.

    The Times vom 24. Juli 1901, S. 5.

    The Times vom 9. Dezember 1905, S. 9.

    The Times vom 4. Oktober 1907, S. 12.

    Forschung

    Mehrere Drucke von Kompositionen Ethel Beningfield’s werden in der British Library, London aufbewahrt.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Ethel Beningfield umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 16.08.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Ethel Beningfield“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 16.8.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ethel_Beningfield