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  • Emma Dahl

    von Lilli Mittner
    Die Sängerin Emma Dahl. Fotografie von J. Lund.
    Namen:
    Emma Dahl
    Geburtsname: Emma Amalie (Amalia) Charlotte Freyse
    Varianten: Emma Freyse, Emma Freyse-Sessi, Emma Emma Amalie (Amalia) Charlotte Dahl, Emma Emma Amalie (Amalia) Charlotte Freyse, Emma Emma Amalie (Amalia) Charlotte Freyse-Sessi
    Lebensdaten:
    geb. in Plön, Holstein
    gest. in Kopenhagen, Dänemark
    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin, Komponistin, Gesangslehrerin, Organisatorin von Geselligkeiten, Übersetzerin
    Charakterisierender Satz:

    „... thi hun sang meget nydelig. Hun høstede stærkt Bifald fra først til sidst; som Tancred, som Schweizerpige, som Webers Agathe og som Amire i Slutningsscenen fra La Sonnambula. Især titaltes man af den sidste. Hendes Spil var her saa smugt og bevæget, hendes Sang saa ren og udtryksfuld. Hun fremkaldtes efter Forestillingen og traadte da frem paa Proscenium, og takkede med venlige Ord for den gode Modtagelse hun havde fundet her, hun bad os ikke glemme hende og lovede at hun atter vilde besøge os. Og vi paa vor Side lovede at vi vilde bevare den elskværdige Kunstnerinde i vor Erindring...“


    („... denn sie sang sehr reizend. Sie erntete großen Beifall von Anfang bis Ende; als Tancredi, als Schweizermädel, als Webers Agathe und als Amire in der Schlussszene von ,La Sonnambula‘. Besonders viel sprach man über das Letzte. Ihr Spiel war hier so schön und bewegt, ihr Gesang so rein und ausdrucksvoll. Sie wurde nach der Vorstellung hervorgerufen, trat auf die Vorbühne und dankte mit freundlichen Worten für die gute Aufnahme, die sie hier gefunden hatte. Sie bat uns, sie nicht zu vergessen, und versprach, dass sie uns wieder besuchen würde. Und wir von unserer Seite aus versprachen, dass wir diese liebenswerte Künstlerin in unserer Erinnerung behalten würden…“; diese und folgende Übersetzung der Autorin)


    „Den Constitutionelle“, 22. August 1841, zit. nach Cecilie Dahm, Kvinner komponerer. Ni portretter av norske kvinnelige komponister i tiden 1840-1930. Oslo: 1987, S. 35.


    Profil

    Als Pflegetochter der Baronin Natorp erhielt die aus einfachen Verhältnissen stammende Emma Dahl, geb. Freyse, eine umfassende musikalische Bildung. Unter dem Künstlernamen Emma Freyse-Sessi kam sie nach Norwegen, wo sie auf Grund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen bald zu einer bedeutenden Persönlichkeit im Musikleben der Hauptstadt wurde. Sie trat regelmäßig als Sängerin auf, gab mehr als 40 Kompositionen heraus, unterrichtete und übersetzte. Die Bemühungen um eine internationale Sängerinnenkarriere blieben erfolglos, indes galt ihr Salon als bedeutender Treffpunkt für einheimische und reisende Künstler.

    Orte und Länder

    Emma Dahl wuchs in Plön und Hamburg auf. Ihr Debüt als Sängerin gab sie im Alter von 17 Jahren in Berlin. Nach einer Konzertreise durch Skandinavien 1841 ließ sie sich 1842 in der norwegischen Hauptstadt Christiania (Oslo) nieder. Von dort aus unternahm sie mehrere Konzertreisen, u.a. nach Paris und Berlin. Ab 1877 lebte sie in Kopenhagen.

    Biografie

    Emma Amalie Charlotte Freyse, geboren am 6. April 1819 in der kleinen Stadt Plön (Holstein), stammte aus einfachen Verhältnissen. Als Pflegetochter der Baronin Maria Anna von Natorp (geb. Maria Anna Sessi) erhielt sie eine systematische musikalische Ausbildung und kam in Kontakt mit bedeutenden Persönlichkeiten des deutschen Kulturlebens.

    Nach ersten Auftritten als Sängerin auf Opernbühnen in Berlin, Breslau, Leipzig und Schwerin kam sie 1841 unter dem Künstlernamen Emma Freyse-Sessi nach Christiania (heute Oslo), wo sie ein Jahr darauf den norwegischen Impresario, Verleger und Buchhändler Johan (Fjeldsted) Dahl (1807–1877) heiratete. Er begleitete sie auf ihren Konzertreisen nach Paris und Berlin und unterstützte sie in ihrem Streben nach einer internationalen Sängerkarriere.

    Als engagierte Sängerin, gefragte Gesangspädagogin und Gastgeberin in ihrem Salon konnte Emma Dahl dem norwegischen Musikleben wichtige Impulse geben. Darüber hinaus komponierte sie zahlreiche Lieder und Klavierstücke, die sie überwiegend im Verlag von Johan Dahl herausgab und die öffentlich aufgeführt wurden.

    Zu Beginn der 1860er Jahre zog sich Emma Dahl aus dem öffentlichen Konzertleben zurück und widmete sich vorwiegend kompositorischen und pädagogischen Tätigkeiten. Nach dem Tod ihres Mannes (1877) lebte sie in Kopenhagen, wo sie 1896 starb.

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    Emma Amalie Charlotte Freyse wurde am 6. April 1819 als Tochter von Martin Gerhard David Freyse und Magdalena Catharina Röden im holsteinischen Plön geboren. Über die Familie ist nur so viel überliefert, dass sie kinderreich war, der Vater als Konditor arbeitete und die finanziellen Verhältnisse entsprechend bescheiden waren.

    Mit zehn Jahren kam Emma Dahl zum Bruder des Vaters, einem Kunstmaler, nach Hamburg. Dort lernte sie Maria Anna Freifrau von Natorp (1773–1847) kennen, die als Sängerin auch unter dem Namen Maria Anna (Marianne) Sessi bekannt war (vgl. Allgemeine Deutsche Biographie). Als Pflegetochter der Baronin erhielt Emma Dahl eine systematische Gesangsausbildung und nahm den Künstlernamen Sessi an. 1838 trat sie im Hamburger Stadttheater zum ersten Mal auf.


    Als die Baronin mit ihrer Pflegetochter nach Berlin zog, kam Emma Dahl mit bedeutenden Persönlichkeiten des deutschen Kulturlebens in Kontakt. Im Alter von 17 Jahren debütierte sie als Agathe in Webers „Freischütz” an der Berliner Oper. Mit Empfehlungen von Bettina von Arnim und von Gaspare Spontini konnte sie an weiteren Bühnen auftreten, u.a. in Breslau, Leipzig und Schwerin (Mendel 1873, 157).


    Nachdem sie als lyrisch-dramatischer Sopran an der Oper in Breslau sowie in Leipzig (1840) und Schwerin aufgetreten war, plante Martin Freyse mit seiner Tochter eine Nordeuropatournee mit mehreren Konzerten in Christiania. Ein Engagement als erste dramatische Sängerin des Hoftheaters in Kopenhagen schlug sie aus, ebenso später dieselbe Stellung in Stockholm als Nachfolgerin der Sängerin Jenny Lind (vgl. Mendel 1873, S. 157).


    1841 wurde Emma Dahl am Christiania Theater fest engagiert. Im selben Jahr verlobte sie sich mit ihrem Impresario Johan (Fjeldsted) Dahl (1807–1877), der zu jener Zeit einer der bedeutendsten Verleger und Buchhändler Norwegens war. Nachdem sie vom Katholizismus zum Protestantismus übergetreten war, heiratete sie 1842 den zwölf Jahre älteren Johan Dahl. Im selben Jahr endete ihr festes Engagement am Christiania Theater. Offenbar war auch in Norwegen der Druck angewachsen, sich als verheiratete Frau den gesellschaftlichen Regeln zu beugen und eine professionelle Musikerinnenkarriere aufzugeben. Gastrollen galten hingegen nicht als reguläres Arbeitsverhältnis, und so trat Emma Dahl in den folgenden Jahren dennoch regelmäßig am Christiania Theater auf.


    Als Ehefrau fiel Emma Dahl die Aufgabe der Gastgeberin zu. In ihrem Salon in der Toldbodgate 9 trafen sich regelmäßig bedeutende Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler, darunter Johan Sebastian Welhaven, Peter Andreas Munch, Anton Martin Schweigaard, Ole Bull, Bjørnstjerne Bjørnson, Aasmund Vinje und Paolo Sperati (vgl. Winter-Hjelm 1896). Während sich Emma Dahl in diesem Teil ihres neuen Lebens durchaus gut zurechtfand, vermisste sie als Sängerin jenes kulturelle Umfeld, das sie in Deutschland kennen gelernt hatte (vgl. Tschudi 1918, S. 39).

    In Begleitung ihres Mannes ging sie für einen einjährigen Studienaufenthalt nach Paris, um die italienische Gesangsmethode von Manuel Garcia kennen zu lernen. Mit den Komponisten Gioacchino Rossini und Giacomo Meyerbeer studierte sie Rollen aus deren Opern ein (vgl. Tschudi 1918, S. 40). Ihr Ziel, an der Pariser Oper aufzutreten, ließ sich indes nicht realisieren. Stattdessen reiste sie zurück nach Christiania und erwartete dort das erste von insgesamt sechs Kindern.

    Im Herbst 1846 unternahm sie einen zweiten Anlauf, die europäischen Bühnen zu erobern, diesmal die Hofoper in Berlin und das Königliche Theater in Kopenhagen. Aber auch hier blieben die Anstrengungen ohne Erfolg.


    Letztendlich fand Emma Dahl in der norwegischen Hauptstadt Christiania ihren Platz als Sängerin. Auf Grund ihrer soliden technischen Ausbildung war sie zudem eine gefragte Gesangslehrerin. Ab Ende der 1840er Jahre kündigten die Zeitungen regelmäßig Konzerte an, in denen sie Opernarien und Lieder (u.a. von Frederikke Egeberg) vortrug.

    1851 organisierte sie gemeinsam mit Jacobine Gjertz einen Konzertabend, in dem ausschließlich eigene Kompositionen aufgeführt wurden. Dabei handelte es sich um den damals noch neuen Konzerttyp „komposisjonsaften“ („Kompositionsabend“), der sich erst viele Jahre später in der norwegischen Hauptstadt etablieren sollte.


    Am 5. August 1860 wurde Emma Dahl im Zusammenhang mit der Krönungszeremonie von König Karl IV. in Trondheim als Sängerin engagiert. Im Alter von gut 40 Jahren zog sie sich danach zunehmend aus dem öffentlichen Konzertleben zurück. Nachdem sie 1861 ihr letztes Konzert gegeben hatte, widmete sie sich vorwiegend pädagogischen und kompositorischen Tätigkeiten.


    Offenkundig war Emma Dahl auch als Übersetzerin tätig. Als Edvard Grieg sich 1875 gegen ihre Übersetzung aus Bjørnsons Gedichtzyklus „Arnljot Gelline“ für seine Komposition „Vor der Klosterpforte“ entschied, schrieb er am 17. März 1875 an Bjørnson: „Die Übersetzung von Emma Dahl mußte verworfen werden, da sie von kompetenten Leuten als grausam empfunden wurde; der bekannte Operndichter-Komponist Franz von Holstein hat nun das Gedicht zur Zufriedenheit aller – auch zu meiner, und ich hoffe auch zu Deiner – übersetzt. Emma Dahl – was mache ich mit ihr? Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und ihr einen Brief schreiben, in welchem ich die Fakten so darlegen werde, wie sie sind; auf diese Weise wird die Verletzung wohl in Grenzen gehalten – obwohl ich befürchte, daß Kristiania mir dann noch mehr zürnen wird als bisher.” (zit. nach Benestad 1993, S. 118).


    Nach dem Tod ihres Mannes zog Emma Dahl 1877 nach Kopenhagen, wo sie sich der Komposition und der Malerei widmete. Zunehmende Taubheit, der Tod eines Sohnes sowie finanzielle Schwierigkeiten bereiteten ihr Sorgen. Sie starb 1896 in Kopenhagen.

    Würdigung

    Emma Dahl war eine der ersten bedeutenden Sängerinnen Norwegens, die eine professionelle Ausbildung erhalten hatte und an führenden europäischen Bühnen aufgetreten war.

    Sie wirkte bei einer Vielzahl von Musikaufführungen mit, sowohl als Sängerin der großen Koloraturarien in Opern von Mozart, Rossini oder Bellini als auch als Interpretin schlichter Lieder mit Klavierbegleitung.


    Große Bedeutung für das kulturelle Leben der norwegischen Hauptstadt hatte auch ihr Salon, der zu einem zentralen Treffpunkt für viele namenhafte Künstler wurde.

    Sie war eine der ersten bedeutenden Gesangslehrerinnen in Norwegen (vgl. Herresthal 1993, S. 213) und komponierte über 40 Lieder, Gesangsübungen für den Unterricht und einige Klavierstücke.


    Für ihre Liedvertonungen wählte sie überwiegend Texte von bekannten europäischen Schriftstellern wie Heinrich Heine, Georg Byron oder Bjørnstjerne Bjørnson. Sie vertonte aber auch eigene Texte (z. B. in op. 7, op. 18). Fast alle ihre Lieder haben ein Vor- und ein Nachspiel. Sie sind im Allgemeinen gekennzeichnet durch leicht fließende Melodien und eine ausgearbeitete Begleitung, wobei das Klavier häufig den Text kommentiert.



    Das bekannteste ihrer Lieder ist „Magretes Vuggesang“ (Text: Henrik Ibsens „Kongsemnerne”). Ein Vergleich mit dem Lied, das Edvard Grieg drei Jahre später zum selben Text herausgab, zeigt, dass Emma Dahls Komposition deutlicher den Charakter eines Wiegenliedes trägt. Während Griegs Vertonung eine größere Anlage besitzt und eher einer Romanze gleicht, ist Dahls Musik gerade durch die einfache strophische Form und die wiegende Begleitung ohne harmonische Überraschungen äußerst wirkungsvoll (vgl. Dahm 1987, S. 44).


    Ein Manuskript von Musik für Chor und Orchester zu Szenen aus Henrik Ibsens Drama „Kongsemnerne“ (Die Kronprätendenten) (Musiksammlung der Nationalbibliothek Oslo) lässt ihr Anliegen erkennen, auch in größeren musikalischen Formen zu komponieren.

    Rezeption

    Zeitgenössische Rezeption


    Zu Lebzeiten galt Emma Dahl als wichtige künstlerische Kapazität im Musikleben der Hauptstadt. Der einflussreiche Kritiker Otto Winter-Hjelm erinnerte sich im Nekrolog von 1896 an ihren „vollen und mächtigen Mezzosopran“, mit dem sie am Christiania-Theater aufgetreten war. Ihre schauspielerische Leistung entsprach offenbar nicht seinen Vorstellungen, denn er schrieb auch: „Hendes Skuespilkunst og ydre Personlighed anviste hende ikke netop Scenen som hendes naturlige Tumleplads [...].” („Ihre Schauspielkunst und äußere Erscheinung wiesen ihr nicht gerade die Bühne als ihren natürlichen Platz zu [...]”; Winter-Hjelm 1896)


    Neben ihrem Engagement als Sängerin hob Winter-Hjelm besonders die kulturelle Bedeutung ihres Salons hervor. Er beschrieb sie als eine besonders „gladlynt, spirituel, velvillig og elskværdig Dame som samlede om sig i sin ,Salon’ alt hvad der havde elles syntes at kunne faa Betydning i Samfundet”. („glückliche, geistreiche, wohlwollende und liebenswürdige Dame, die in ihrem Salon alles versammelte, was Rang und Namen in der Gesellschaft hatte, beziehungsweise zu beanspruchen glaubte“; ebd.).


    Auffällig ist, dass Winter-Hjelm ihre Kompositionen in seinem Nekrolog nicht erwähnte, und das, obwohl ihre Werke zu diesem Zeitpunkt gedruckt vorlagen und in Musikerkreisen und der musikinteressierten Öffentlichkeit in Christiania bekannt waren.


    Posthume Rezeption


    Noch zu Lebzeiten wurde Emma Dahl unter ihrem Künstlernamen Emma Freyse-Sessi sowohl bei Mendel (1873) als auch in der ersten Überblicksdarstellung zur norwegischen Musikgeschichte von Conradi (1878) mit einem eigenen Eintrag als Sängerin und Komponistin gewürdigt.


    Während sie in den folgenden großen norwegischen Musikgeschichtsdarstellungen von Sandvik & Schjelderup (1921) und Grinde (1971) unsichtbar blieb, wurde ihr Name dennoch kontinuierlich in norwegischen und schwedischen Musiklexika tradiert (Morin 1948, Gurvin & Anker 1959, Åstrand 1975, Michelsen 1978).


    Auch im „Norsk biografisk Leksikon“ von 1938 (Bull) ist ihr ein kurzer Abschnitt gewidmet – allerdings in dem Artikel über ihren Mann. Dabei wird – offenbar unter Bezugnahme auf einen Brief von Halfdan Kjerulf (Kjerulf 1917-1918, S. 261) – betont, dass Johan Dahl ihretwegen seine Geschäfte vernachlässigt habe, was wiederum ein Beleg für geschlechtsspezifische Diskriminierung ist.


    Cecilie Dahm (1987) widmete Emma Dahl in ihrer Darstellung über komponierende Frauen das bisher umfassendste Kapitel. In Norwegens jüngstem musikgeschichtlichen Standardwerk „Norges Musikk Historie“ Bd. 2 (2000) wird ein kurzer Text von Harald Herresthal nicht nur durch das oben gezeigte Foto ergänzt, sondern darüber hinaus auch durch eine Neueinspielung des Liedes „Margretes Vuggesang“.

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    1. Lieder


    Deutsche Lieder, op. 2. T.: Heinrich Heine, Julius Mosen und Ludwig Rellstab. Christiania: Johan Dahls Forlag. o. J.


    Punschlied. Im Norden zu singen, op. 3. T.: Friedrich Schiller. Christiania: ?, 1843.


    Serenader. T.: H. H. Nygaard. Christiania, Johan Dahls Forlag. 1851.


    8 Digte, op. 7. T.: George Gordon Byron, Anton Niemeyer, Felicia Hemans, Peter Andreas Jensen, Emma Dahl, Theodor Kjerulf, Barry Cornwall. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1861.


    4 Digte, op. 8. T.: Theodor Kjerulf, Johan Sebastian Welhaven, G. Rode. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1861.


    5 Digte, op. 10. T.: Bjørnstjerne Bjørnson, Peter Andreas Jensen, Bernhard Severin Ingemann, Olafsen. ?


    Margretes Vuggesang (Nu løftes Laft og Lofte). T.: Henrik Ibsen. Musikbeilage in: Henrik Ibsen: Kongsemnerne.

    Christiania: Johan Dahls Forlag. 1864.


    Han tvær over Bænkene hang. T.: Bjørnstjerne Bjørnson. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1864.


    Edderkoppen T.: Frederik Schaldemose. Christiania: Johan Dahls Forlag, 1867.


    Die Sennin von Nicolai Lenau [Sæter-Jenten]. T.: Andreas Munch, Componeret for Sang med Accompagnement af Pianoforte og Violoncelle (Cornet i B eller Corno i F). Christiania: Johan Dahls Forlag,1867. Christiania: Carl Warmuth, 1870.


    Fire Sange, op. 11. T.: Hans Vilhelm Kaalund. Christiania: Carl Warmuth, 1870.


    Solfeggi per una e due voci, con accompagnamento de Pianoforte, Sangøvelser for en og to Sangstemmer, med Accompagnement af Pianoforte, op. 17. Lorenzo Skougaard Severini dedicato. Christiania: Johan Dahls Forlag, 1871.


    Tre Digte, op. 18. T.: M. Chr. Hansen, Emma Dahl, Johann Ludwig Deinhardstein. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1871.


    Zigeunerskan, op. 19. T.: Carl XV. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1872.


    2 Sange. op. 20. T.: Björnstjerne Björnson. Christiania: Johan Dahls Forlag, 1872.


    Eremitens Bøn (Lær mig, o Skov! at visne glad), op. 21. T.: Adam Oehlenschläger. Christiania: Johan Dahls Forlag, 1872.


    La Separation. Romance dramatique. T.: Desbordes Valmore. Christiania: Carl Warmuth, 1875.


    Taylor’s Sang in „Maria Stuart i Skottland”. T.: Bjørnstjerne Bjørnsons. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1867.


    The dream of home. T.: Thomas Moor. Christiania: Carl Warmuth. Kopenhagen: Lose Fr. Borchorst. o. J.


    Sang i Barnekammeret ved Carl Johans død. T.: Henrik Wergeland. Christiania: Carl Warmuth. o. J.



    B. Instrumentalmusik


    1. Klaviermusik


    Mazurka, op. 14. Christiania: Johan Dahls Forlag. o. J.


    „Der Wellenschalg“, Walzer. Christiania: Johan Dahls Forlag. 1867.


    C. Schauspielmusik


    Entwürfe zu Bjørnstjerne Bjørnsons „Maria Stuart“ und Henrik Ibsens „Kongsemnerne“ für Chor und Orchester. Autograph (N-Oum).

    Repertoire

    Das Repertoire von Emma Dahl ist nicht vollständig erschlossen.

    Opernpartien (Auswahl)


    Lucia die Lammermoor (Donizetti)

    Lucia


    L’elisir d’amore (Donizettis)

    Adina


    La Sonnambula (Bellini)

    Amina


    Norma (Bellini)

    Norma


    Der Freischütz (Weber)

    Agathe


    Ernani (Verdi)

    Donna Elvira


    Tancredi (Rossini)

    Tancredi


    La juive (Halévys)

    Rachel


    Rosine, ou L’éposue abandonnée (François Joseph Gossec)

    Rosine


    Ginevra di Scozia (Johann Simon Mayr)

    Ginerva



    Konzertrepertoire

    Emma Dahl sang eigene Lieder und Kompositionen von zeitgenössischen Komponistinnen, u.a. Frederikke Egeberg.

    Quellen

    Korrespondenz


    Bergen offentlige Bibliotek, Grieg-Arkiv

    3 Briefe an Edvard Grieg aus den Jahren 1874/75



    Det Kongelige Bibliotek København

    1 Brief an Alvilda Dahl

    1 Stammbuch

    Briefe von Bjørnson, Grieg, Munch, Reissiger und Lange-Müller.

    28 Briefe an Fr. Hegel aus den Jahren 1873-1784


    Nationalbibliothek Oslo

    Briefe vonBjørnstjerne Bjørnson (3)

    Alfred C. Clark (3)

    Bolethe Deichmann (3)

    Fredrikke Egeberg (1)

    Halfdan Kjerulf (1)

    Augusta Nilsen (1)

    M. B. Nygaard (1)

    Friedrich August Reissiger (1)

    Oskar Patrick Sturzen-Bieker (1)


    Briefe anJacob Dahl (1)

    Ida Dahl (1)

    Johan A. A. F. Dahl (5)

    Chr. H. Schweigaard (1)



    Zeitschriften/Rezensionen


    Winter-Hjelm, Otto. Fru Emma Dahl. [Nekrolog] In: Aftenposten vom 18. Dezember 1896.


    Christiania Posten. S. 7 5.7.1851. S. 7 [Kompositionsabend mit Jacobine Gjertz]


    Morgenbladet. 24.9.1841. [Konzertankündigung Bergen]


    Zeitung für die Elegante Welt. 1849. Jahrgang 49. Nr. 1. S. 7 [Konzertankündigung Kopenhagen]


    Rheinische Musik-Zeitung. 12.5.1855. Jahrgang 6. Nr. 19. S. 151 [Auftritt als Sängerin]


    Eine interne Datenbank der Norwegischen Musiksammlung (Norsk musikksamling, N-Oum) enthält insgesamt 16 Verweise auf Emma Dahl in norwegischen Musikzeitschriften ab 1880 (u.a. „Den Constitutionelle“, 22. August 1841).


    Sekundärliteratur


    Åstrand, Hans (Hg.). Sohlmans musiklexikon. Bd. 2. Stockholm, 1975. S. 175


    Benestadt, Finn. Schjelderup-Ebbe, Dag. Edvard Grieg: Mensch und Künstler. Leipzig: 1993.


    Birkner, Gerhard Kay: Emma Freyse-Sessi-Dahl: ein „Gesangconcerte“ 1840 für Christian VIII. In: Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Plön. Jahrgang 45 (2015). S. 168-182.


    Bull, Francis. Dahl, Johan. In: Norsk biografisk Leksikon. Bd. 3, Christiania: 1936, S. 197ff.


    Conradi, J. G.. Kortfattet historisk Oversigt over Musikens Udvikling og nuværende Standpunkt i Norge tilligemed nogle biografiske Notiser om norske eller i Norge bosatte Komponister og Eksekutører. Christiania: 1878. S. 57f.


    Dahl, Johan Fjeldsted. Minner om samtidige. Oslo: 1943.


    Dahm, Cecilie. Emma Dahl. In: Kvinner komponerer. Ni portretter av norske kvinnelige komponister i tiden 1840-1930. Oslo: 1987. S. 34–47


    Gurvin, Olav und Anker, Øyvind. Musikkleksikon. Oslo, 1959. Sp. 150


    Herresthal, Harald. Med Spark i Gulvet og Quinter i Bassen. Oslo: 1993. S. 212f.


    Herresthal, Harald. Musikksalong i Kristiania og Stockholm. In: Norges Musikk Historie. Bd. 2 Arvid Vollsnes (Hg.), Oslo: 2000, S. 197f.


    Kjerulf, Halfdan. Av hans efterlatte papierer. Bd. 1-2. Wladimir Moe (Hg.). Kistiania: 1917–1918. Bd.1, S. 261; Bd. 2, S. 267


    Mendel, Hermann (Hg.). Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Enzyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. 3. Bd. Berlin, 1873. Sp. 157-158


    Michelsen, Kari (Hg.). Cappelens musikkleksikon. Bd. 2. Oslo, 1978. S. 156


    Morin, Gösta (Hg.). Sohlmans musiklexikon. Bd. 1. Stockholm, 1948. Sp. 101


    Paulsen, Astrid. Kvinnelige norske komponister. Oslo, 1980. S. 5-8


    Urup, Henning. Dans i Danmark. Kopenhagen, 2007. S. 196.


    Tschudi, Clara. Emma Dahl. In: Silhuetter. Kristiania: 1918, S. 37ff.



    Diskografie


    „Margretes Vuggesang“. Åshild Skiri Refsdal, Sopran. Per Arne Frantzen, Klavier. CD-Beilage in: Norges Musikk Historie, Bd. 2, Arvid Vollsnes (Hg.), Oslo: 2000.



    Links


    http://no.wikipedia.org/wiki/Emma_Dahl

    Artikel auf Wikipedia zu Emma Dahl


    http://www.bergen.folkebibl.no/grieg-samlingen/grieg_samlingen_intro.html

    3 Briefe an Edvard Grieg im Grieg-Archiv Bergen

    Forschung

    Die bisher umfassendste Überblicksdarstellung zu Emma Dahl stammt von der norwegischen Journalistin Cecilie Dahm aus dem Jahr 1987. Sie basiert überwiegend auf dem Nekrolog von Otto Winter-Hjelm („Aftenposten“ 18. Dezember 1896), Clara Tschudis „Silhuetter“ (1918) sowie Francis Bulls Eintrag im „Norsk biografisk leksikon“ (1936).



    Emma Dahl ist Teil des Forschungsprojektes der Autorin zum Thema „Komponierende Frauen in Norwegen. Bedingungen kulturellen Handelns.“

    Forschungsbedarf

    Es wäre Aufgabe zukünftiger Forschung, bisher ungesichtetes Material in Bibliotheken und Archiven (u.a. in Oslo, Bergen und Kopenhagen) auszuwerten sowie weitere Quellenbestände zu eruieren, die Emma Dahls kulturelles Handeln näher beleuchten können. Vor allem über die Zeit in Berlin, ihre Parisreise sowie ihren letzten Lebensabschnitt in Kopenhagen ist bisher nur sehr wenig bekannt (zu suchen wäre hier u. a. nach einem Nachlass, dem genauen Sterbedatum, Kompositionen aus dieser Zeit, etc.).


    Interessant wäre darüber hinaus, das Umfeld des Dahlschen Salons zu bestimmen und Emma Dahls Einfluss auf das norwegische Musikleben näher zu untersuchen.


    Auch über ihre Rezeption besteht Klärungsbedarf. Historisch müsste z. B. untersucht werden, welche Verbreitung Emma Dahls Werke besaßen oder welche Vorbildfunktion sie für andere norwegische Sängerinnen hatte. Wirkte sie repertoirebildend? Hat sie überwiegend norwegische oder auch deutsche Lieder gesungen?


    Eine Übersicht über ihr Repertoire steht ebenso aus wie ein detailliertes Werkverzeichnis. Ein Vergleich ihrer Schauspielmusik zu „Maria Stuart“ mit derjenigen von Halfdan Kjerulf und Friedrich August Reissiger zum selben Bühnenstück könnte Aufschluss über ihr kompositorisches Selbstverständnis geben.

    Autor/innen

    Lilli Mittner, 21.5.2010


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back und Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 22.06.2010
    Zuletzt bearbeitet am 01.02.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Lilli Mittner, Artikel „Emma Dahl“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 1.2.2012
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Emma_Dahl