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  • Elsa Ruegger

    von Silke Wenzel
    Die Cellistin Elsa Ruegger. Stich von Th. und A. Wegener, Leipzig, Verlag der Dürr’schen Buchhandlung, 1899.
    Namen:
    Elsa Ruegger
    Ehename: Elsa Ruegger-Lichtenstein
    Varianten: Elsa Rüegger, Elsa Rügger
    Lebensdaten:
    geb. in Luzern, Schweiz
    gest. in Chicago, USA
    Tätigkeitsfelder:
    Violoncellistin, Musikpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Miss Ruegger’s performance of the solo part showed her to be a young artist of admirable skill. Her tone is not large or firm, but it is pure. Her technique is ample, and she plays with a musician’s sincerity of style, and a freedom from affectation and unnecessary display that win esteem for her at once. Elegance, warmth of feeling, intelligence, and a leaning toward what is best and worthiest in her art are among the strongly marked qualities that were clearly apparent in all that she did.”


    („Miss Rueggers Ausführung des Soloparts zeigte sie als eine junge Künstlerin mit wunderbaren Fähigkeiten. Ihr Ton ist nicht groß oder kräftig, aber er ist klar. Ihre Technik ist umfassend, und sie spielt mit der stilistischen Aufrichtigkeit einer Musikerin, frei von Affektiertheit und unnötiger (Selbst-)Darstellung, so dass man ihr sogleich Achtung entgegenbringt. Eleganz, Gefühlswärme, Intelligenz und eine Neigung zu dem, was das Beste und Ehrenwerteste in ihrer Kunst ist, gehören zu den herausragenden Eigenschaften, die sich deutlich in allem zeigten, was sie tat.“)


    („Boston Herald“, zit. n. „The New York Times“ vom 29. Oktober 1899)


    Profil

    Elsa Ruegger konnte sich nach ihrem Studium bei Eduard Jacobs am Königlichen Konservatorium in Brüssel innerhalb kürzester Zeit international als Solistin etablieren. Von 1897 bis ca. 1908 konzertierte sie in Belgien, der Schweiz, Skandinavien, Deutschland, England und Frankreich und trat dabei u. a. mehrfach mit dem Berliner Philharmonischen Orchester als Solistin auf. Sie gab gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern wie dem Geiger Alexander Petschnikoff, der Geigerin Marie Nichols, der Pianistin Clotilde Kleeberg und der Sängerin Ernestine Schumann-Heink gemeinsame Konzerte und erhielt überall begeisterte Kritiken. In drei großen Tourneen (1899/1900, 1902/03 und 1906/07) bereiste Elsa Ruegger die USA und Kanada und spielte auch dort mit den großen Symphonieorchestern wie dem Boston Symphony Orchestra und dem New York Philharmonic Orchestra. Bekannt wurde ihre Interpretation von Victor Herberts Violoncellokonzert e-Moll (op. 30), das sie erstmals am 16. Januar 1903 in Pittsburgh (Pennsylvania) unter der Leitung des Komponisten spielte. Zu ihrem umfangreichen Repertoire zählten ferner Violoncellokonzerte von Joseph Haydn, Edouard Lalo, Robert Schumann, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Eugène d’Albert und Jules de Swert, das bekannte „Kol Nidrei“ von Max Bruch sowie Solosuiten von Johann Sebastian Bach und Sonaten von Pietro Locatelli, Luigi Boccherini und Benedetto Marcello.


    Ab 1908 unterrichtete Elsa Ruegger am Berliner Klindworth-Scharwenka-Konservatorium (möglicherweise bis 1914). Sie heiratete 1909 den Detroiter Geiger Edmund Lichtenstein und ließ sich ca. 1910 gemeinsam mit ihrem Mann in Detroit nieder, wo sie weiterhin als Violoncellistin und Musikpädagogin arbeitete und u.a. das Detroit String Quartette [sic] gründete. Sie starb 1924 in Chicago.

    Orte und Länder

    Elsa Ruegger wurde 1881 in Luzern (Schweiz) geboren. Von 1887 bis 1889 erhielt sie Violoncellounterricht am Straßburger Konservatorium und studierte von 1892 bis 1896 am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Im Jahr 1898 zog sie vorübergehend nach Berlin, kehrte jedoch 1901 nach Brüssel zurück; 1909 lebte sie dort in der 160, rue américaine. Von 1908 bis vermutlich 1914 unterrichtete Elsa Ruegger am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin, verließ jedoch ca. 1910 Europa und lebte dann mit ihrem Mann, dem Geiger Edmund Lichtenstein, in Detroit. Sie starb 1924 in Chicago.


    Konzertreisen führten Elsa Ruegger durch die Schweiz, Deutschland, England, Frankreich, die Niederlande und Skandinavien bis nach St. Petersburg. Ab 1899 unternahm sie zudem mehrere Tourneen durch die USA.

    Biografie

    Elsa Ruegger wurde am 6. Dezember 1881 in Luzern, Schweiz, geboren. Ihr Vater, Julius Rüegger, war ein höherer Beamter im Kanton Luzern, ihre Mutter eine am Wiener Konservatorium ausgebildete Pianistin und Klavierlehrerin.


    Von 1887 bis 1889 erhielt Elsa Ruegger Violoncellounterricht von H. Harms am Straßburger Konservatorium und nahm im Jahr 1892 ein reguläres Violoncellostudium am Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Eduard Jacobs auf, der dort als Schüler von Joseph Servais die berühmt gewordene Violoncello-Tradition des Konservatoriums fortführte. Bereits während ihrer Studienzeit trat Elsa Ruegger regelmäßig in öffentlichen Konzerten auf und spielte z. B. am 18. September 1895 mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Franz Mannstaedt im Rahmen der Sommerkonzerte in Scheveningen (vgl. Muck 1982, S. 60; ohne Angaben zum Programm). 1896 schloss sie ihr Studium mit dem ersten Preis des Konservatoriums ab.


    Nach ihrem Studium konnte sich Elsa Ruegger innerhalb kürzester Zeit als Solistin und Kammermusikerin im Musikleben Europas und der USA behaupten. Gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Charlotte Ruegger (Violine) und Wally Ruegger (Klavier) bereiste sie die Schweiz und debütierte im Mai 1897 in London. Über einen ihrer Konzertabende am 24. Mai 1897 in der dortigen Salle Erard berichtete die „Musical Times“ begeistert: „This young lady’s playing was marked by many excellent qualities, which, considering that she is only sixteen years of age, indicate her possession of exceptional abilities. The resonant nature of the Salle Erard makes it almost impossible to judge of the power of tone produced by string players in this room, but in this instance it was pleasant in quality, and the music was phrased in a manner that testified to good training.” („Das Spiel dieser jungen Dame zeichnete sich durch viele herausragende Qualitäten aus, die, bedenkt man, dass sie erst sechzehn Jahre alt ist, darauf hinweisen, dass sie außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Die Akustik der Salle Erard macht es fast unmöglich, den Klang eines Streichers in diesem Raum zu beurteilen, aber in diesem Fall hatte der Ton eine angenehme Beschaffenheit und die Musik wurde in einer Weise phrasiert, die auf eine gute Ausbildung schließen lässt.“ „The Musical Times“ vom 1. Juli 1897, S. 479)


    Im Jahr 1898 ließ sich Elsa Ruegger vorübergehend im Berliner Hotel Sanssouci nieder und übergab ihre Vertretung der bekannten Berliner Konzertagentur Hermann Wolff. Gemeinsam mit dem Bariton Ludwig Strakosch und dem Pianisten Alfred Schmidt-Badekow unternahm sie von dort aus im Dezember 1898 eine Konzertreise durch Deutschland und Norwegen (vgl. Artikel „Cellist des Monats“, 2003). Am 18. März 1899 debütierte Elsa Ruegger offiziell mit dem Berliner Philharmonischen Orchester im Berliner Beethoven-Saal unter der Leitung von Josef Rebiček. Auf dem Programm standen die Violoncellokonzerte D-Dur (Hob. VIIb:2) von Joseph Haydn und d-Moll von Edouard Lalo, Max Bruchs „Kol Nidrei“ für Violoncello und Orchester d-Moll (op. 47) sowie verschiedene Stücke von Robert Schumann, Camille Saint-Saëns und David Popper (vgl. Muck 1982, S. 74). Gleichzeitig sicherte sich Elsa Ruegger damit die Protektion des preussischen Kaiserhauses, wie die Zeitschrift „Der Klavierlehrer“ meldete: „Elsa Ruegger […], von deren glücklichem Debut vor unserer Kaiserin und den drei ältesten Prinzen wir kürzlich berichteten, hat nun auch […] die Ehre gehabt, vor dem Kaiser zu spielen. […] Der Kaiser ließ Fräulein Elsa Ruegger eine kostbare Brosche mit dem W in Brillanten überreichen.“ („Der Klavierlehrer“ 1899, S. 123f.) Wenige Monate später wurde Elsa Ruegger auch in die Baden-Badener Adelsgesellschaft eingeladen und trat dort u. a. mit dem Violoncellokonzert a-Moll (op. 33) von Camille Saint-Saëns auf: „Zur Feier des Geburtsfestes S. K. H. [Seiner Königlichen Hoheit] des Großherzogs fand wie alljährlich ein großes Concert statt, für welches die Violoncell-Virtuosin Fräulein Elsa Ruegger aus Brüssel und Herr Anton von Rooy, Concertsänger aus Frankfurt a/M., gewonnen wurden. – Frl. Ruegger besitzt für ihre Jugend viel Kraft und eine tadellose Technik. Das Concert von Saint-Saëns brachte sie gut zur Geltung; ebenso die Solostücke: ‚Abendlied‘ von [Robert] Schumann und ‚Elfentanz‘ von [David] Popper [op. 39], wobei im ersteren der schöne, warm empfundene Vortrag sehr erfreute, während das letztere ihrer Virtuosität ein glänzendes Zeugnis stellte und sie der wiederholte Hervorruf zu einer Zugabe veranlaßte.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 27. September 1899, S. 422)


    Auch in den folgenden Jahren trat Elsa Ruegger regelmäßig in Deutschland und England sowie in weiteren europäischen Ländern auf, darunter Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, die Niederlande, die Schweiz, Finnland und Russland (vgl. u. a. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 4. Januar 1906, S. 14). So spielte sie z. B. im Oktober 1900 in einem der von „Mr. and Mrs. Rumford“ veranstalteten Konzerte in London eine Sonate von Luigi Boccherini und – gemeinsam mit dem Violinisten William Henley und dem Pianisten Mr. Bird – das Klaviertrio a-Moll (op. 50) von Peter I. Tschaikowsky, trat dort Anfang Dezember 1900 mit einigen Violoncello-Solostücken im Rahmen der „Ballad Concerts“ auf und konzertierte Mitte Dezember in der Londoner Salle Erard bei einem Konzert, das den Kompositionen von Léon Schlesinger gewidmet war. Dabei spielte sie u. a. dessen „Crépuscule“ (vgl. „The Times London“ vom 15. Oktober 1900, S. 7; vom 3. Dezember 1900, S. 11; vom 19. Dezember 1900, S. 9) Im Jahr 1901 verlegte Elsa Ruegger ihren Wohnsitz wieder zurück nach Brüssel und lebte dort zunächst in der rue Simonis, später in der 160, rue américaine. Am 11. Februar 1904 trat Elsa Ruegger ein weiteres Mal mit dem Berliner Philharmonischen Orchester auf und spielte unter der Leitung von Otto Marienhagen die Violoncellokonzerte a-Moll (op. 129) von Robert Schumann, e-Moll (op. 30) von Victor Herbert und d-Moll (op. 96) von Anton Rubinstein (Muck 1982, S. 94). Otto Taubmann rezensierte in der „Neuen Zeitschrift für Musik“: „Die Violoncellistin Elsa Ruegger spielte am Donnerstag mit dem Philharmonischen Orchester im Beethovensaal außer den Konzerten in Amoll von Schumann und Dmoll von Rubinstein ein neues Violoncellokonzert in Emoll von Victor Herbert. Das Werk hat den Vorzug, dem Solisten eine dankbare Aufgabe zu stellen. Auch das Orchester klingt gut, obwohl stellenweis etwas zu derb. Inhaltlich ist die Komposition nicht bedeutend. Da Fräulein Ruegger aber ihr tüchtiges Können dafür einzusetzen hatte, schnitt sie sowohl mit der Novität wie auch mit ihren andern Vorträgen vorteilhaft ab.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 17. Februar 1904, S. 135) Ein weiteres Mal konzertierte Elsa Ruegger am 12. Juli 1905 mit dem Berliner Philharmonischen Orchester im Rahmen der Sommerkonzerte in Scheveningen (Muck 1982, S. 100, ohne Angaben zum Programm), spielte im November 1905 in den Darmstädter Hofkonzerten u. a. eine Sonate A-Dur von Luigi Boccherini, gab Ende 1906 in Berlin gemeinsam mit der Pianistin Isabelle Moore und der Geigerin Marie Nichols einen Kammermusikabend, bei dem u. a. das Klaviertrio d-Moll (op. 32, Nr. 1) von Anton Arensky und ein weiteres Klaviertrio von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm standen, und trat Mitte 1908 in Berlin gemeinsam mit der Pianistin Erna Klein mit der Violoncellosonate e-Moll (op. 46) von Xaver Scharwenka auf (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ 1906, S. 60; S. 683; „Signale für die musikalische Welt“ 1908, S. 272).


    Zusätzlich zu ihren künstlerischen Tätigkeiten widmete sich Elsa Ruegger auch dem Unterrichten. 1907 nahm sie eine Stelle als Violoncellolehrerin am renommierten Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin an, das sie jedoch bereits ein Jahr später, im Schuljahr 1908/09, wieder verließ. Zu dieser Zeit hatte sie sich bereits als Violoncellistin und vermutlich auch als Musikpädagogin in den USA etabliert (vgl. Leichtentritt 1931, S. 19; S. 23).

    In den Jahren 1899/1900 unternahm Elsa Ruegger eine erste große Konzertreise durch die USA. Sie debütierte am 21. Oktober 1899 in einem der Symphony Concerts in Boston (Programm unbekannt), und der „Boston Herald“ schrieb über die Cellistin: „Miss Ruegger’s performance of the solo part showed her to be a young artist of admirable skill. Her tone is not large or firm, but it is pure. Her technique is ample, and she plays with a musician’s sincerity of style, and a freedom from affectation and unnecessary display that win esteem for her at once. Elegance, warmth of feeling, intelligence, and a leaning toward what is best and worthiest in her art are among the strongly marked qualities that were clearly apparent in all that she did. Her intonation is faultless, her execution without a blur, and her taste wholly refined. A larger tone and a broader vigor would have made her performance more satisfying, but these will probably come to her by and by. As it is, she is an excellent and very interesting artist, and the justly favorable impression she made was convincingly emphasized by the cordial applause and the enthusaistic recalls she received at the end of the concert.” („Miss Rueggers Auftritt im Solopart zeigte sie als eine junge Künstlerin mit wunderbaren Fähigkeiten. Ihr Ton ist nicht groß oder kräftig, aber er ist klar. Ihre Technik ist umfassend, und sie spielt mit der stilistischen Aufrichtigkeit einer Musikerin, frei von Affektiertheit und unnötiger (Selbst-)Darstellung, so dass man ihr sogleich Achtung entgegenbringt. Eleganz, Gefühlswärme, Intelligenz und eine Neigung zu dem, was das Beste und Ehrenwerteste in ihrer Kunst ist, gehören zu den herausragenden Eigenschaften, die sich deutlich in allem zeigten, was sie tat. Ihre Intonation ist tadellos, ihre Ausführung ohne jegliche Unschärfe, und ihr Stilbewusstsein ist vollständig ausgebildet. Ein größerer Ton und eine weiterreichende Kraft hätten ihren Auftritt befriedigender werden lassen, aber dies wird möglicherweise nach und nach kommen. Im Moment ist sie eine exzellente und sehr interessante Künstlerin, und der einwandfreie, positive Eindruck, den sie machte, wurde durch den herzlichen Applaus und die enthusiastischen Hervorrufe, die sie am Ende des Konzert erhielt, überzeugend bekräftigt.“; zit. n. „The New York Times“ vom 29. Oktober 1899) In weiteren Konzerten trat Elsa Ruegger am 28. Oktober 1899 gemeinsam mit der Sängerin Ernestine Schumann-Heink in der Academy of Music in Philadelphia auf, spielte im November 1899 gemeinsam mit dem Cincinnati Symphony Orchestra das Violoncellokonzert D-Dur (Hob. VIIb:2) von Joseph Haydn und „Kol Nidrei“ d-Moll (op. 47) von Max Bruch und debütierte schließlich am 3. Dezember 1899 in der New Yorker Carnegie Hall mit dem Violoncellokonzert d-Moll (op. 96) von Anton Rubinstein. Gemeinsam mit dem Geiger Alexander Petschnikoff und dem Pianisten Aimé Lachaumé gab sie im Februar 1900 ein Kammermusikkonzert in der New Yorker Mendelssohn Hall, bei dem u. a. eine der Violoncellosonaten A-Dur von Luigi Boccherini und eine Mazurka von David Popper sowie das Klaviertrio a-Moll (op. 50) von Peter I. Tschaikowsky auf dem Programm standen (vgl. „The New York Times“ vom 15. Oktober 1899; vom 19. November 1899; vom 4. Dezember 1899; vom 8. Februar 1900).


    Eine zweite USA-Tournee schloss sich 1902/03 an. Bereits im Vorfeld kündigte die „New York Times“ Elsa Rueggers Kommen am 11. Oktober an und berichtete, dass die Cellistin im ganzen Land mit den großen Orchestern auftreten werde, auch diesmal als erstes mit dem Boston Symphony Orchestra (vgl. „The New York Times“ vom 7. September 1902). Im November 1902 spielte Elsa Ruegger in einem New Yorker Konzert des Dirigenten Herman Hans Wetzler wiederum das Violoncellokonzert d-Moll von Anton Rubinstein und konzertierte im Dezember 1902 in der New Yorker Carnegie Hall an der Seite des Pianisten Raoul Pugno und des Sängers David Bispham mit Werken von Luigi Boccherini, Robert Schumann, Camille Saint-Saëns und David Popper (vgl. „The New York Times“ vom 20. November 1902; vom 22. Dezember 1902). Auf Wunsch des Komponisten interpretierte Elsa Ruegger am 16. Januar 1903 in Pittsburgh das zweite Violoncellokonzert e-Moll (op. 30) von Victor Herbert unter dessen Leitung (Pollak 2008) und gab am 30. Januar 1903 in der New York Philharmonic Society das Violoncellokonzert d-Moll von Edouard Lalo. Die „New York Times” rezensierte: „Miss Ruegger showed herself in her performance, as she has before, to be an accomplished and finished artist. She played with repose and a fine artistic pose, and with an admirable freedom of style. Her tone is pure and good in quality, her technique finished, and, except for a few notes in the highest positions, her intonation yesterday was accurate. Her performance was an excellent and sincere piece of work […].” („Miss Ruegger zeigte sich in ihrem Auftritt wie bereits zuvor als vollkommene und fertige Künstlerin. Sie spielte mit Ruhe und einer schönen künstlerischen Haltung, und mit einem wunderbaren, ungezwungenen Ausdruck. Ihr Ton ist klar und qualitativ gut, ihre Technik vollkommen, und ihre Intonation war gestern, bis auf einige Töne in den hohen Lagen, korrekt. Ihr Auftritt war ein herausragendes und ernsthaftes Stück Arbeit […].“ „The New York Times” vom 31. Januar 1903) Kurz vor ihrer Abreise spielte Elsa Ruegger Ende Februar 1903 einige Solostücke bei einem Wohltätigkeitskonzert in der New Yorker Metropolitan Opera, neben Walter Damrosch und George Henschel als Dirigenten und neben der Sängerin Ernestine Schumann-Heink („The New York Times“ vom 27. Februar 1903).


    Von einer weiteren Tournee 1905/06 sind lediglich Ankündigungen und ein Konzert bekannt. Die „New York Times“ berichtete am 22. Oktober, dass die Geigerin Marie Nichols gemeinsam mit Elsa Ruegger eine Tournee entlang der Ostküste plane („New York Times“ vom 22. Oktober 1905) und am 4. Januar 1906 hieß es im „Musikalischen Wochenblatt“: „Frl. Elsa Ruegger, die tüchtige und äusserst fleissige Violoncellistin […] ist jetzt auf einer etwa 4-5 Monate in Anspruch nehmenden Konzerttour durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika begriffen, die bis an den Stillen Ozean und nach Canada ausgedehnt werden soll.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 4. Januar 1906, S. 14) Am 12. Februar 1906 spielte Elsa Ruegger mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Wilhelm Gericke das Violoncellokonzert a-Moll (op. 33) von Camille Saint-Saëns in Philadelphia – im selben Konzert, in dem auch die US-amerikanische Erstaufführung von Gustav Mahlers fünfter Symphonie stattfand (vgl. Painter 2002, S. 253). Am 14. Juni 1906 meldete wiederum das „Musikalische Wochenblatt“, dass Elsa Ruegger noch in Houston sowie in St. Louis und Umgebung aufgetreten sei und aufgrund des Erdbebens in San Francisco bereits im Mai die Heimreise angetreten habe („Musikalisches Wochenblatt“ vom 14. Juni 1906, S. 450).


    Bereits wenige Monate später, im Frühjahr 1907, folgten weitere Auftritte in den USA. So spielte Elsa Ruegger z. B. am 9. Februar 1907 im Rahmen der Konzerte der New York Philharmonic Society in der Carnegie Hall ein weiteres Mal Victor Herberts Violoncellokonzert e-Moll (op. 30), diesmal unter der Leitung von Wassily Safonoff: „Miss Elsa Ruegger, cellist, appeared as soloist: a young lady from Switzerland, whose dexterous command of her ungainly instrument was first made known here at one of Mr. Wetzler’s concerts a few years ago. She is an artist in instinct and accomplishment, and plays with much finish of style“. („Miss Elsa Ruegger, Violoncellistin, trat als Solistin auf: eine junge Dame aus der Schweiz, deren geschickte Beherrschung ihres sperrigen Instruments hier erstmals vor einigen Jahren in einem von Mr. Wetzlers Konzerten bekannt wurde. Sie ist, was Gespür und Ausführung angeht, eine Künstlerin und spielt mit vollendeter Ausdrucksweise“. „The New York Times” vom 9. Februar 1907) Anschließend gab Elsa Ruegger mehrere Konzerte gemeinsam mit dem Geiger Francis Macmilien, z. B. am 6. März in der New Yorker Mendelssohn Hall, bei denen u. a. eine Sonate von Pietro Locatelli, die Elégie von Gabriel Fauré (op. 24), Robert Schumanns „Abendlied“, Camille Saint-Saëns’ „Le Cygne“ und David Poppers „Spinnlied“ auf dem Programm standen (vgl. „The New York Times“ vom 3. März 1907).


    In den Jahren 1908/09 begann Elsa Ruegger, sich im US-amerikanischen Musikleben zu etablieren. Gemeinsam mit ihrem späteren Mann, dem Detroiter Geiger Edmund Lichtenstein, gründete sie 1908 das „Detroit String Quartette“ [sic], das sich innerhalb kürzester Zeit einen herausragenden Ruf erarbeitete. Zu dem Ensemble gehörten neben Edmund Lichtenstein als Primarius und Elsa Ruegger als Cellistin George Pierkot (2. Violine) und Henry Matheys (Viola) (vgl. Stegmüller 2007, S. 94). Im Jahr 1909 heirateten Elsa Ruegger und Edmund Lichtenstein – der ebenfalls in Brüssel studiert hatte – in der Schweiz und ließen sich anschließend in Detroit nieder. Das „Musikalische Wochenblatt“ meldete 1909: „Elsa Rüegger, die auch einige Zeit in Berlin tätig war, wurde soeben in der Schweiz mit H. Edmund Lichtenstein aus Detroit verbunden. Das Künstlerpaar gedenkt im Herbst nach Amerika zurückzukehren und seine Tätigkeit in dem Detroit String Quartett wieder aufzunehmen, das erst vor einem Jahr gegründet wurde. Wie wir hören, erfreut sich diese Quartett-Vereinigung bereits sehr großer Beliebtheit, ihre Konzerte in Detroit waren stets außerordentlich gut besucht.“ („Musikalisches Wochenblatt“ 1909, S. 311) Bereits zwei Jahre später führte die bekannte Geigerin Maud Powell in einem Artikel über Frauen im professionellen Musikleben das „Elsa Ruegger Quartette of Detroit“ als ein vorbildhaftes Beispiel an und bezeichnete es als einen „promising newcomer“ (Powell 1911).

    In Detroit und Umgebung waren Elsa Ruegger und ihr Mann vermutlich umfassend in das musikalische und universitäre Leben Michigans eingebunden. Darauf verweisen Erwähnungen in Chroniken und Annalen verschiedener Universitäten und Musikgesellschaften der Region (vgl. www.books.google.de, Stand: 15. August 2008). Dabei galt Elsa Ruegger als gefragte Musikpädagogin. Bereits 1909 berichtete die Zeitschrift einer weiblichen Studentenverbindung für Kunst und Musik „The Lyre of Alpha Chi Omega“ über eines ihrer Mitglieder: „Miss Grace Harner […] is studying cello with Mme. Elsa Ruegger. This is a rare privilege and no small honor, as Mme. Ruegger’s pupils are limited to ten.” („Miss Grace Harner […] studiert Cello bei Mme. Elsa Ruegger. Dies ist ein seltenes Privileg und keine kleine Auszeichnung, denn Mme. Rueggers Schülerzahl ist auf zehn begrenzt.“ „The Lyre of Alpha Chi Omega“ 12 [1908/09], S. 336).


    Elsa Ruegger starb am 19. Februar 1924 in Chicago.

    Würdigung

    Elsa Ruegger trat bereits als Kind regelmäßig in Konzerten an die Öffentlichkeit. Nach ihrem Studium konnte sie sich im internationalen Musikleben als Violoncellistin etablieren und galt dabei als herausragende Solistin, Kammermusikerin und Musikpädagogin.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten von Elsa Ruegger werden bislang kaum rezipiert. Lediglich in der musikwissenschaftlichen online-Zeitschrift „Die Tonkunst“ erschien 2003 ein kurzer Artikel über die Cellistin (zur zeitgenössischen Rezeption vgl. den Abschnitt „Biografie“).

    Werkverzeichnis

    Von Elsa Ruegger sind keine Werke bekannt.

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Elsa Ruegger kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind Aufführungen folgender Werke:


    Albert, Eugène de. Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur op. 20.

    Arensky, Anton. Klaviertrio d-Moll, op. 32 Nr. 1

    Bach, Johann Sebastian. Suiten für Violoncello solo.

    Boccherini, Luigi. Sonaten für Violoncello und Klavier

    Bruch, Max. Kol Nidrei für Violoncello mit Orchester d-Moll, op. 47

    Dvořák, Antonín. Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll, op. 104

    Fauré, Gabriel. Elégie für Violoncello und Klavier op. 24

    Haydn, Joseph. Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur, Hob. VIIb:2

    Herbert, Victor. Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll, op. 30

    Lalo, Edouard. Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll

    Locatelli, Pietro. Sonaten für Violoncello und Klavier

    Marcello, Benedetto. Sonaten für Violoncello und Klavier

    Popper, David. Elfentanz op. 39

    Popper, David. Mazurka

    Popper, David. Spinnlied

    Rubinstein, Anton. Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll, op. 96

    Saint-Saëns, Camille. Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 33

    Saint-Saëns, Camille. Le Cygne

    Scharwenka, Xaver. Sonate für Violoncello und Klavier e-Moll, op. 46

    Schlesinger, Léon. Crépuscule

    Schumann, Robert. Abendlied (Bearbeitung für Violoncello von op. 85 Nr. 12)

    Schumann, Robert. Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 129

    Swert, Jules de. Konzerte für Violoncello und Orchester

    Tschaikowsky, Peter I. Klaviertrio a-Moll, op. 50

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Rüegger, Elsa“. In: Wer ist’s? Unsere Zeitgenossen. Hermann A. L. Degener (Hg.). 4. Ausgabe, 1909 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Ruegger, Elsa“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. 12. Auflage. Paul Frank (Hg.). Bearb. von Wilhelm Altmann, 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Ruegger, Elsa“. In: Illustriertes Musiklexikon. Hermann Abert (Hg.), 1927 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Ruegger, Elsa“. In: Baker’s biographical Dictionary of musicians. T. Baker (Hg.). 4. Auflage, 1940 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Ruegger, Elsa“. In: Lexikon der Frau. Zürich: Encyklos-Verlag, 1954, Bd. 2 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Ruegger, Elsa”. In: The International Cyclopedia of Music and Musicians. Oscar Thompson, Robert Sabin (Hg.). London: J. M. Dent & Sons Ltd., 1964, S. 1853.


    Artikel „Ruegger, Elsa“. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Walther Killy (Hg.). Bd. 8, 1998 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Cellist des Monats. Elsa Rügger“. [CWie]. In: Die Tonkunst online 1/2003. http://www.die-tonkunst.de (Stand: 10. August 2008)


    Kritiken über das Konzert von Elsa Ruegger, Violoncellistin, am 18. März 1899, mit dem Philharmonischen Orchester im Beethoven-Saal in Berlin, o.O., o.J. [1899].


    Leichtentritt, Hugo. Das Konservatorium der Musik Klindworth-Scharwenka Berlin 1881-1931. Festschrift aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens. Berlin 1931.


    Muck, Peter. Einhundert Jahre Berliner Philharmonisches Orchester: Darstellung in Dokumenten. Band 3: Die Mitglieder des Orchesters, die Programme, die Konzertreisen, Ur- und Erstaufführungen. Tutzing: Schneider, 1982.


    Painter, Karen (Hg.). Mahler and His World. Princeton: Princeton University Press, 2002.


    Pollak, Howard. >From the New World: Victor Herbert and His Second Cello Concerto, in: Journal for the Society for American Music 2 (2008), Heft 1, S. 71-99; online-Version, o.P.: http://journals.cambridge.org/download.php?file=%2FSAM%2FSAM2_01%2FS1752196308080036a.pdf&code=fd02651e99f904f46ca4bcf617ba24df (Stand: 13. August 2008)


    Powell, Maud. The Violinist. In: The Delineator Oktober 1911, online-Fassung unter http://www.maudpowell.org/pages/MParticles.htm (Stand: 13. August 2008).


    Stegmüller, Jürgen. Das Streichquartett. Eine internationale Dokumentation zur Geschichte der Streichquartett-Ensembles und Streichquartett-Kompositionen. Wilhelmshaven: Florian Noetzel Verlag, 2007.


    Wasielewski, Wilhelm Josef von. Das Violoncell und seine Geschichte. 3., vermehrte Auflage von Waldemar von Wasielewski. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1925.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Der Klavierlehrer 1899, S. 123f.


    Musikalisches Wochenblatt 1906, S. 14; S. 60; S. 450; S. 683.

    Musikalisches Wochenblatt 1909, S. 311.


    Musikpädagogische Blätter 1899, S. 220.


    Neue Zeitschrift für Musik vom 27. September 1899, S. 422.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 17. Februar 1904, S. 135.


    Signale für die musikalische Welt 1908, S. 272; S. 1051.


    The Lyre of Alpha Chi Omega 12 [1908/09], S. 336.


    The Musical Times vom 1. Juli 1897, S. 479.


    The New York Times vom 15. Oktober 1899.

    The New York Times vom 29. Oktober 1899.

    The New York Times vom 19. November 1899.

    The New York Times vom 4. Dezember 1899.

    The New York Times vom 8. Februar 1900.

    The New York Times vom 7. September 1902.

    The New York Times vom 20. November 1902.

    The New York Times vom 22. Dezember 1902.

    The New York Times vom 27. Februar 1903.

    The New York Times vom 31. Januar 1903.

    The New York Times vom 22. Oktober 1905.

    The New York Times vom 3. Februar 1907.

    The New York Times vom 3. März 1907.

    The New York Times vom 9. Februar 1907.


    The Times London vom 15. Oktober 1900, S. 7.

    The Times London vom 3. Dezember 1900, S. 11.

    The Times London vom 19. Dezember 1900, S. 9.



    Links


    http://fluffy.library.oregonstate.edu/contentdm/search/browse.php?keyword=WAUUsayrepublic&stype=title&cparam=&limit=2508,12,9856

    Auf den Internetseiten der University of Oregon Libraries sind auch einige Fotos von Elsa Ruegger aus den Jahren 1912, 1913 und 1918 einzusehen, darunter eines, das ihr Mann Eduard Lichtenstein erstellte. (Stand: 10. August 2008).


    www.nytimes.com

    Die zitierten Kritiken der „New York Times“ stehen online zur Verfügung (Stand: 10. August 2008).


    http://www.die-tonkunst.de

    Die online-Zeitschrift „Die Tonkunst“ veröffentlichte 2003 unter dem Titel „Cellist des Monats. Elsa Rügger“ einen Artikel von „CWie“ (Stand: 10. August 2008).

    Forschung

    Im Jahr 1899 erschien ein Heft mit „Kritiken über das Konzert von Elsa Ruegger, Violoncellistin, am 18. März 1899, mit dem Philharmonischen Orchester im Beethoven-Saal in Berlin“. Ein Exemplar befindet sich in den Helvetica der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern.


    Über ihre Schwestern Wally und Charlotte Ruegger ist nur wenig bekannt; sie studierten ebenfalls am Königlichen Konservatorium in Brüssel und folgten in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Elsa Ruegger in die USA. Wally Ruegger (Wally Rüegger) leitete viele Jahre lang als Pianistin das „Ashley Hall Music Department“ in Charleston, South Carolina. Sie starb 1946 in Vevey in der Schweiz (vgl. Nachruf in der „New York Times” vom 30. Juni 1946). Die Violinistin Charlotte Ruegger (Charlotte Rüegger) lehrte in späteren Jahren als Professorin für Musik an der University of Toledo (Ohio) und veröffentlichte ab 1931 mehrere Kompositionen sowie eine Harmonielehre in den USA. Sie starb 1959 in Toledo.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Elsa Ruegger umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsfelder. Ihre zahlreichen Konzerte und Konzertreisen konnten bislang erst in Ansätzen nachgewiesen werden, über ihre Unterrichtstätigkeit, ihre Schülerinnen und Schüler sowie eine mögliche institutionelle Einbindung in den USA ist bislang nichts Näheres bekannt.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 87181189

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 28. Januar 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 13.02.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Elsa Ruegger“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.2.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Elsa_Ruegger