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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Editha Knocker
    Lebensdaten:
    geb. in Exmouth, England
    gest. in Glenuig/Inverness, Schottland
    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Violinpädagogin, Konzertmeisterin, Dirigentin, Verfasserin von Violinschulen, Übersetzerin, Pianistin
    Charakterisierender Satz:

    “Miss Knocker has been the leader of the first violins from the inception, and to say that much of the success which has attended the string department is due to her splendid enthusiasm and her unfailing attendance at the rehearsals, is not to award to that lady too great a measure of praise.” (Pressebericht über das „York Symphony Orchestra“, ca. 1910, Quelle: www.yso.org.uk)


    „Miss Knocker ist die Stimmführerin der ersten Violinen seit der Gründung [des Orchesters] und man muss sagen, dass der Erfolg der Streicherabteilung zu großen Teilen ihrem wunderbaren Enthusiasmus und ihrem unerschöpflichen Engagement in den Proben zu verdanken ist. Für diese Frau kann kein Lob zu groß sein.“ (Übersetzung: d. Verf.)


    Profil

    Editha Knocker wurde ursprünglich für eine Solokarriere als Violinistin ausgebildet. Nachdem dies jedoch durch eine chronische Nervenentzündung verhindert wurde, suchte sie sich andere musikalische Wirkungsfelder. Mit überaus großem Erfolg gründete sie gemeinsam mit T. Tertius Noble 1898 in York (Nordengland) ein Amateurorchester und wirkte als dessen Konzertmeisterin und Violinlehrerin über 15 Jahre lang. Als T. Tertius Noble 1913 in die USA ging, wurde Editha Knocker für ein Jahr Codirigentin des Orchesters. In nahezu allen Kritiken der Jahre 1899 bis 1914 wird ihre Bedeutung für das Musikleben der Grafschaft York betont. 1914 reiste sie nach Deutschland, um an der Berliner Musikhochschule eine Stelle als Assistentin von Leopold von Auer anzutreten, zu der es aufgrund des Kriegsbeginns nicht mehr kam; Editha Knocker kehrte nach England zurück, vermutlich um in New Castle-upon-Tyne ein weiteres Amateurorchester zu gründen. Eventuell unterrichtete sie anschließend auch in der Auer’s Summer School in St. Petersburg. Ab 1917 war sie als Violinpädagogin in London tätig und errichtete dort 1924 eine eigene Violinschule, aus der Schülerinnen wie Rhoda Backhouse, Sybil Eaton und Murray Lambert hervorgingen.

    Neben ihrer Tätigkeit als Violinistin und Violinpädagogin verfasste Editha Knocker mehrere Schulwerke für die Violine. Bis heute bekannt ist sie als Übersetzerin von Leopold Mozarts „Versuch einer gründlichen Violinschule“ (Augsburg 1756), die 1948 als erste englische Übersetzung mit einem Vorwort von Alfred Einstein in London erschien und nach wie vor aufgelegt wird.

    Orte und Länder

    Editha Knocker wurde in Exmouth, Südengland geboren. Von 1886 bis 1890 studierte sie in Berlin an der Königlichen Hochschule für Musik im Fach Violine. Sie wirkte von 1898 bis 1914 als Konzertmeisterin und später Dirigentin des „York Symphony Orchestra“ in York (Nordengland). 1914 kam sie nochmals für kurze Zeit nach Deutschland zurück, um in Berlin eine Stelle als Assistentin von Leopold von Auer anzutreten. Der Plan scheiterte am Beginn des Ersten Weltkrieges. Editha Knocker ging nach England zurück, möglicherweise nach Newcastle-upon-Tyne. Spätestens ab dem Jahr 1917 lebte sie in London und gründete dort eine eigene Violinschule. Sie starb 1950 in Glenuig/Inverness (Schottland).

    Biografie

    Editha Grace Knocker wurde am 2. März 1869 in Exmouth (Südengland) geboren. Über ihre Eltern und ihre Kindheit ist bislang nichts bekannt. Von 1896 bis 1890 studierte sie an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin bei Johann Kruse und in ihrem letzten Studienjahr auch bei Joseph Joachim (vgl. Prante 1999). Die geplante Solokarriere, auf die sie sich vorbereitete, wurde jedoch von einer chronischen Nervenentzündung verhindert.

    Vermutlich ging Editha Knocker nach Abschluss ihres Studiums, um das Jahr 1891, nach York in Nordengland. Dies lässt sich aus einem Brief von 1914 schließen, in dem sie schrieb, dass sie dort 23 Jahre verbracht habe (vgl. www.yso.org.uk). Im Jahr 1898 gründete sie gemeinsam mit dem Organisten von York Minster, T. Tertius Noble, das “York Symphony Orchestra” und wurde dessen Konzertmeisterin. Das Orchester bestand größtenteils aus Amateurmusikern und -musikerinnen, wurde aber dennoch bald zu einer festen Größe in der englischen Musikkultur. Solisten und Solistinnen wie die Pianistin und Clara Schumann-Schülerin Fanny Davies, die Violinistin Nora Clench – ebenfalls eine Schülerin Joseph Joachims – oder der Violinist Michael Zacharewitsch konzertierten mit diesem Orchester.

    Darüber hinaus wurde das Orchester zu einem Zentrum der musikalischen Bildung in der Region. Mehrfach geht aus Presseberichten hervor, dass an das Orchester Musikunterricht angeschlossen war, der zu einem wesentlichen Teil von Editha Knocker initiiert wurde. So berichtete z. B. „The Musical World“ am 15. März 1906: “York has been fortunate in […] these respects, for Mr. Noble has ever had the competent assistant of Miss E. G. Knocker, who has raised violin-playing in the district to a remarkable state of proficiency. The example of the Y.S.O. should serve as a stimulus to many towns where such an orchestra would be of inestimable value.”

    („York kann sich glücklich schätzen, dass Mr. Noble immer die kompetente Unterstützung von Miss E. G. Knocker hatte, die das Violinspiel in der Region auf ein bemerkenswertes Niveau angehoben hat. Das Beispiel des Y.S.O. sollte vielen Städten als Vorbild dienen, wo ein solches Orchester von unschätzbarem Wert wäre.“)

    In einem Pressebericht aus dem Jahr 1910 heißt es: “The movement has had a good educational effect in the city, for it has encouraged several young people to take up instrumental music, thus forming a reserve which can be drawn on in the future. Miss Knocker has been the leader of the first violins from the inception, and to say that much of the success which has attended the string department is due to her splendid enthusiasm and her unfailing attendance at the rehearsals, is not to award to that lady too great a measure of praise.” (Pressebericht über das YSO, ca. 1910, Quelle: www.yso.org.uk)

    „Die [vom Y.S.O. ausgelöste] Bewegung hatte eine ausgesprochen bildende Wirkung in der Stadt, denn sie hat mehrere junge Leute ermutigt, ein Instrument zu erlernen, und auf diese Weise für die Zukunft vorgesorgt. Miss Knocker ist die Stimmführerin der ersten Violinen seit der Gründung [des Orchesters] und man muss sagen, dass der Erfolg der Streicherabteilung zu großen Teilen ihrem wunderbaren Enthusiasmus und ihrem unerschöpflichen Engagement in den Proben zu verdanken ist. Für diese Frau kann kein Lob zu groß sein.“)


    Als T. Tertius Noble 1913 seine Stellung als Dirigent aufgab, um seine Karriere in den USA fortzusetzen, wurde Dr. E. C. Bairstow als neuer Dirigent eingesetzt und Editha Knocker als Codirigentin bestimmt. Obwohl ihr als Dirigentin der gleiche Respekt entgegengebracht wurde wie als Violinistin – die „Yorkshire Gazette“ schrieb am 29. November 1913: „Miss Knocker as a conductor has given indisputable evidence that she can wield the baton with the same skill as she can use the violin bow, and greater praise cannot be bestowed upon her than to say this.” („Miss Knocker hat als Dirigentin den unbestreitbaren Beweis erbracht, dass sie den Dirigierstab mit der gleichen Fähigkeit handhaben kann wie den Violinbogen, und ein größeres Lob kann ihr nicht zuteilwerden.”) – kündigte sie im Juli 1914 ihre Stellung, um als Assistentin des Violinisten Leopold von Auer an der Berliner Musikhochschule zu wirken. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 zerschlugen sich die Pläne; Leopold von Auer kehrte nach St. Petersburg zurück. Vermutlich unterrichtete Editha Knocker daraufhin jedoch in der Auer’s Summer School in St. Petersburg.

    Editha Knocker ging zurück nach England, trat aber ihre alte Stelle im York Symphony Orchestra nicht wieder an. Möglicherweise gründete sie ein weiteres Amateurorchester in Newcastle-upon-Tyne; dies ist bislang jedoch nicht nachzuweisen. Über die folgenden zehn Jahre ist nur sehr wenig bekannt.


    Im Jahr 1917 lebte Editha Knocker in London und war am Mathilde Verne College of Music als Geigenlehrerin tätig (Verne 1936, nach S. 90). Sie gründete 1924 in London eine eigene Violinschule, aus der Violinistinnen wie Rhoda Backhouse, Sybil Eaton und Murray Lambert hervorgingen. Als Violinpädagogin verfasste sie mehrere Schulwerke, darunter „The Making of a Violinist“ (1921) und “Violinst’s Vade Mecum” (posthum 1952 erschienen) und verfertigte die erste englische Übersetzung der Violinschule von Leopold Mozart („Versuch einer gründlichen Violinschule“, Augsburg 1756). Der Band – mit einem Vorwort des Musikwissenschaftlers Alfred Einstein – sollte eigentlich 1940 erscheinen, aber der Zweite Weltkrieg verhinderte die Drucklegung, so dass das Buch erst 1948 erschien, zwei Jahre vor ihrem Tod.


    Editha Knocker starb am 19. September 1950 in Glenuig bei Inverness, Schottland.

    Würdigung

    Das größte Verdienst von Editha Knocker ist sicherlich in der Gründung und professionellen Leitung eines Amateurorchesters zu sehen, das weit über die Region York hinaus beispielhaft für die musikalische Bildung von Laien wirkte. Dies wurde bereits in zeitgenössischen Artikeln über sie und ihre Arbeit immer wieder hervorgehoben. So erschien z. B. am 15. März 1906 in der Zeitschrift “The Musical World” ein ausführlicher Artikel über die Organisation und Bedeutung des “York Symphony Orchestra” (YSO). Darin heißt es:

    “Very often it is found that national institutions grew up quite simply and naturally from very minute beginnings, and the example of the York Symphony Orchestra might be followed with advantage by many towns in Great Britain. […] Not only does this York Orchestra make keen musicians of the members: it provides opportunity for the hearing of good works in the district – works that could not be heard were it not for such an institution.” (Quelle: www.yso.org.uk)

    („Es hat sich häufig erwiesen, dass nationale Institutionen vom aller ersten Moment an einfach und selbstverständlich wachsen und das Beispiel des York Symphony Orchestra sollte vorzugsweise vielen Städten in Großbritannien als Vorbild dienen. [...] Nicht nur hat dieses York Orchestra leidenschaftliche Musiker aus seinen Mitgliedern gemacht, es verschafft auch die Gelegenheit, große Werke in der Region zu hören – Werke, die nicht aufgeführt werden könnten, wenn es diese Institution nicht gäbe.“)


    Zu dieser Aufbauarbeit zählte auch die Beteiligung von Frauen am Orchesterspiel – für Editha Knocker eine Selbstverständlichkeit. Sie sorgte dafür, dass Frauen alle Orchesterinstrumente offen standen und sie zudem innerhalb des Orchesters leitende Positionen übernehmen konnten. Der unbekannte Autor bzw. die unbekannte Autorin o. g. Artikels hob auch dies explizit hervor: “A glance at the programme of the last concert reveals a surprising number of ladies at the head of their departments: Miss E. G. Knocker is leader of the orchestra, Miss Jalland the leader of the second violins, Miss Groves of the violas; there are several lady cellists, two lady double-bass players, and – strange to relate – a lady bassoonist! It is said that at least twenty young violinists in the district are hoping to pass the membership test next year. What an incentive such a society provides for the study of other instruments than the piano, violin and cello!”

    (“Ein Blick auf das Programm des letzten Konzertes offenbart eine überraschende Anzahl von Damen als Leiterinnen ihrer Stimmgruppe: Miss Knocker ist Konzertmeisterin, Miss Jalland die Leiterin der zweiten Violinen, Miss Groves jene der Bratschen und es gibt mehrere Cellistinnen, zwei Kontrabassistinnen und – seltsam genug, zu berichten – eine Fagottistin! Man erzählt sich, dass mindestens zwanzig junge Violinisten in der Region darauf hoffen, im nächsten Jahr die Aufnahmeprüfung für das Orchester zu bestehen. Was für einen Anreiz bietet ein solcher Verein, andere Instrumente zu erlernen als Klavier, Violine und Cello!”)


    Die Art und Weise mit der Editha Knocker dieses Projekt vorantrieb, lässt vermuten, dass sie eine ausgezeichnete Pädagogin war. Dafür spricht auch die Tatsache, dass Leopold von Auer sie als seine Assistentin mit nach Berlin nehmen wollte. In verschiedenen Schulwerken hat Editha Knocker Ansätze ihrer Violinpädagogik verschriftlicht.


    Die Übersetzung von Leopold Mozarts Violinschule zeugt zudem von ihrem wissenschaftlich-historischen Interesse. Ihr Vorwort von 1937 gibt dem heutigen Leser einen Eindruck von der Begeisterung, mit der sie ihren selbstgestellten Aufgaben nachging. Über die Entstehung der Übersetzung schrieb sie selbst:

    „Some years ago – it was during the war of 1914-1918 – a friend showed me an old book, still in its original brown leather binding and smelling of the dust of ages. It was to me merely a Violin Method by Leopold Mozart – dated 1787, and the third edition.

    Our minds were at that time concerned with matters other than literature. So I returned the book to its owner and forgot it. But no – it was not really forgotten. It was tucked away in that wonderful storehouse which we call in these days the subconscious mind, the key of which may be turned by the fingers of association; a sound, a scent, a word, and the door flies open and out tumbles some ‘forgotten’ thing which has lain on the shelf, covered by the thousand and one activities which, taken together, man calls ‘life’.

    It was two or three years ago that my storehouse key was turned, and although the door has been ajar several times previously and hastily shut again, this time it opened wide. I wrote to my friend, asking for the loan of the book. It came promptly and I sat down to study it. Before I had read to the end of the ‘Foreword’ I was enthralled. No thinking person could, I believe, fail to be charmed by Leopold Mozart’s dry humour, his wit, his imagery, and his child-like and literal acceptance of history as told in the Old Testament.” (Editha Knocker: Preface, in: Mozart 1948)

    (“Vor einigen Jahren – es war während des Krieges von 1914-1918 – zeigte mir ein Freund ein altes Buch, immer noch in einem originalen braunen Ledereinband und riechend nach dem Staub der Jahre. Es schien mir schlicht eine Violinschule von Leopold Mozart zu sein, datiert auf das Jahr 1787 und die dritte Edition. Unsere Gedanken waren zu dieser Zeit mit anderem beschäftigt als mit Schriften. So gab ich das Buch seinem Eigentümer zurück und vergaß es. Aber nein – es war nicht wirklich vergessen. Es war in jenem wundervollen Lagerhaus verstaut worden, das wir heutzutage das Unterbewusstsein nennen und dessen Schlüssel mit den Fingern der Assoziationen gedreht werden kann; ein Klang, ein Geruch, ein Wort und die Tür fliegt auf und heraus purzeln einige ‘vergessene’ Dinge, die auf dem Regal gelegen haben, verdeckt von den tausenden von Tätigkeiten, die man zusammen genommen ‘Leben’ nennt.

    Vor drei oder vier Jahren wurde der Schlüssel zu meinem Lagerhaus gedreht und die Tür, die zuvor jedes Mal, wenn sie einen Spalt breit geöffnet, sofort wieder zugeschlagen worden war, öffnete sich dieses Mal sperrangelweit. Ich schrieb meinem Freund mit der Bitte, mir das Buch auszuleihen. Es kam prompt und ich setzte mich hin, um es zu studieren. Noch bevor ich das Vorwort zu Ende gelesen hatte, war ich verzaubert. Kein denkender Mensch kann sich meines Erachtens dem Charme von Leopold Mozarts trockenem Humor, seinem Witz, seiner Vorstellungskraft und seiner kindlichen und wortgetreuen Annahme der Geschichte, wie sie im alten Testament steht, entziehen.”)

    Rezeption

    Editha Knocker ist heutzutage vor allem durch ihre Übersetzung von Leopold Mozarts Violinschule bekannt, die 1985 und 1990 neu aufgelegt wurde. In Lexika wird die Violinistin nicht mehr verzeichnet. Lediglich die 5th edition des Grove von 1954 enthält noch einen kurzen Artikel über sie sowie das „Lexikon der Frau“ aus dem gleichen Jahr.

    Ihr intensives und stetes Bemühen darum, Amateure und vor allem auch weibliche Amateure an Musik heranzuführen und ihnen ein befriedigendes, gemeinschaftliches Musizieren in einem Orchester zu ermöglichen wirkt dennoch weiter fort: Das von ihr mitbegründete „York Symphony Orchestra“ besteht bis heute. Die Internetseiten der Institution zeugen vom großen Respekt, den man der ersten Konzertmeisterin und Dirigentin des Orchesters entgegenbrachte und nach wie vor entgegenbringt.

    Werkverzeichnis

    Schulwerke


    Editha G. Knocker. The making of a violinist (An Analysis of the Art of Practising). London: Goodwin & Tabb [1921].


    Editha G. Knocker. The making of a violinist: The science of violin technique as applied to art: summary of principles for the use of teachers. London: Curwer [1921].


    Editha Grace Knocker. The Violin (= Festival Booklets no. 10). Glasgow, Edinburgh, 1922.


    Editha Grace Knocker. Violinst’s Vade Mecum. London: J. Curwen & Sons, New York: G. Schirmer, 1952.


    Editha Grace Knocker. [Violinst’s Vade Mecum]. Suggested Accompaniments to Exercises. London: J. Curwen & Sons, New York: G. Schirmer 1952.



    Übersetzungen


    Mozart, Johann Georg Leopold. A Treatise on the fundamental Principles of Violin Playing. Translated by Editha Knocker. With a preface by Dr. Alfred Einstein. London: Oxford University Press, 1948 (Second edition London: Oxford University Press, 1951).

    Reprints der 2. Edition von 1951: London: Oxford University Press 1985, 1990.

    Repertoire

    Eine Repertoire-Liste kann nicht erstellt werden, da sie selbst nicht als Solistin wirkte. Lediglich im Rahmen ihrer Tätigkeit als Konzertmeisterin des „York Symphony Orchestra“ übernahm sie hin und wieder Solopartien.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Knocker, Editha G.“. In: Hull, A. E. (Ed.). A dictionary of modern music and musicians. 1924 [verfügbar in wbis: world biographical information system].


    Artikel „Knocker, Editha (Grace)“. In: Grove’s Dictionary of Music and Musicians. 5th edition. Edited by Eric Blom. Vol. IV, London: Macmillan & Co LTD, 1954, S. 789-790.


    Artikel „Knocker, Editha Grace“. In: Lexikon der Frau. Bd. II. Zürich: Encyclios Verlag AG, 1954, Sp. 245.


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentliches Typoskript, 1999.


    Straeten, Edmond van der. The history of the violin – Its ancestors and Collateral Instruments. Volume II. London 1933 (Reprint New York: Dacapo Press 1968). [nur Erwähnung ohne weitere Angaben]


    Verne, Mathilde. Chords of Remembrance [Autobiografie], London: Hutchinson & Co, 1936.



    Konzertkritiken


    Aus ihrer Zeit in York sind zahlreiche Kritiken erhalten und auf den Internetseiten des York Symphony Orchestras (http://www.yso.org.uk) veröffentlicht.


    Link


    http://www.yso.org.uk

    Die Internetseiten des York Symphony Orchestras enthalten zahlreiche Dokumente (vor allem Briefe und Zeitungskritiken), anhand derer sich die Bedeutung von Editha Knocker für das Orchester ablesen lässt.

    Forschung

    Konzertkritiken und persönlichen Dokumente werden im Archiv des „York Symphony Orchestra“ aufbewahrt und sind teilweise im Internet zugänglich (vgl. Links).


    Der Verbleib weiterer Dokumente, z. B. zu ihrer eigenen Violinschule, ist bislang ungeklärt.

    Forschungsbedarf

    Außer einigen wenigen Informationen über ihr Studium bei Joseph Joachim an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin (vgl. Prante 1999) sowie den im Internet veröffentlichten Dokumenten über ihre Zeit beim „York Symphony Orchestra“ wurden bislang keine Quellen systematisch gesichtet. Zu untersuchen wären z. B. ihre Beziehungen zu Leopold von Auer, der sie vermutlich sehr geschätzt hat. Seine Memoiren geben jedoch keinen Hinweis auf Editha Knocker. Unerforscht ist bislang auch die Zeit zwischen 1914 und 1924, in der sie möglicherweise ein weiteres Orchester in Newcastle-upon-Tyne gegründet hat sowie ihre Zeit als Violinpädagogin in London, spätestens ab 1924 mit einer selbst gegründeten Schule. Möglicherweise könnten hier entsprechende Bibliotheken in England Auskunft geben.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 288551163
    Library of Congress (LCCN): no2013133032

    Autor/innen

    Silke Wenzel, Die Grundseite wurde im April 2007 erstellt.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 20.04.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Editha Knocker“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.4.2007.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Editha_Knocker