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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Dora Bright
    Ehename: Dora Estella Knatchbull
    Lebensdaten:
    geb. in Sheffield, England
    gest. in London, England
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Arrangeurin, Musikpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Among the many interesting works brought forward, especial mention must be made of the Concerto for Pianoforte and Orchestra, by Miss Dora Bright. It is a well designed work in classical form, and its melodious and shapely character is further increased in effect by the clever coloring of the instrumentation. The composer played the solo part with much executive ability, and received most hearty applause at the conclusion“.


    „Unter den vielen interessanten neuen Werken muss besonders das Konzert für Klavier und Orchester von Dora Bright erwähnt werden. Es ist ein gut konzipiertes Werk in klassischer Form, und sein melodischer und formaler Charakter wird in seiner Wirkung zusätzlich durch eine farbenreiche Instrumentation gesteigert. Die Komponistin spielte den Solopart mit viel pianistischem Können und erhielt am Ende den herzlichsten Beifall.“


    („The Musical Times“ vom 1. August 1888, S. 472)


    Profil

    Dora Bright wurde von Walter Macfarren in Klavier und von Ebenezer Prout in Komposition und Harmonielehre an der Royal Academy of Music in London ausgebildet und konnte sich bereits während ihres Studiums im Londoner Musikleben etablieren. Sie veranstaltete regelmäßig eigene Konzerte, in denen sie sich neben dem klassisch-romantischen Repertoire auch gezielt britischen Komponistinnen und Komponisten, u. a. Walter Macfarren und Moir Clark, zuwandte. Nahezu alle ihre Klavierabende waren thematisch gebunden, sei es an französische Musik, historische und zeitgenössische britische Musik oder an Werke deutscher Komponisten. Zudem trat Dora Bright häufig in den Londoner Crystal Palace und Philharmonic Concerts als Solistin auf und spielte dort auch ihre eigenen Kompositionen für Klavier und Orchester wie z. B. das Klavierkonzert a-Moll und die Fantasia G-Dur für Klavier und Orchester.

    Neben den größeren Orchesterwerken schrieb Dora Bright Kammermusik, Klavierkompositionen und mehrere Chor- und Sololieder. Ab ca. 1903 komponierte und arrangierte sie verstärkt für das Theater, vorwiegend Ballette, Pantomimen und andere Tanzspiele, aber auch Bühnenmusiken und mindestens eine Oper. Besonders wichtig wurde dabei die Zusammenarbeit mit der Tänzerin Adeline Genée, für deren Auftritte in den Londoner Theatern „Empire“ und „Coliseum“ zahlreiche Werke Dora Brights entstanden.

    Dora Bright trat auch noch in späteren Lebensjahren regelmäßig auf. In den 1930er Jahren gab sie mehrere Rundfunkkonzerte und wirkte bis kurz vor ihrem Tod als Musikkritikerin für die Zeitschrift „Musical Opinion“.

    Orte und Länder

    Dora Bright wurde in Sheffield/Yorkshire geboren. Ab 1881 lebte sie in London und studierte an der Royal Academy of Music Klavier und Komposition. Nach ihrer Heirat mit Wyndham Knatchbull 1892 zog sie auf das Landgut ihres Mannes nach Babington, Somerset in der Nähe von Bath (Babington House), wo sie ihr weiteres Leben verbrachte. Von 1889 bis 1892 konzertierte Dora Bright mehrfach in Deutschland, u. a. in Dresden, Köln und Leipzig.

    Biografie

    Dora Bright wurde am 16. August 1862 in Sheffield als Tochter von Katherine Coveney Pitt und ihrem Mann Augustus Bright geboren. Ihr Vater war Handelsangestellter und ein hervorragender Amateurgeiger. Über ihre erste musikalische Ausbildung ist nichts Näheres bekannt.


    Von 1881 bis 1888 studierte Dora Bright Klavier und Komposition an der Royal Academy of Music in London und wurde dort von Walter Macfarren in Klavier und von Ebenezer Prout in Komposition und Harmonielehre unterrichtet. Ihre Studienzeit verlief überaus erfolgreich: Am 15. Dezember 1884 erhielt Dora Bright das begehrte Klavierstipendium „Cipriani Potter Exhibition“ an der Royal Academy of Music (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1885, S. 31) und wirkte zudem – ebenfalls ab 1884 – dort als Assistentin von Walter Macfarren. Ein weiteres Stipendium, das „Lady Goldsmid Scholarship“ für Klavier, wurde Dora Bright im April 1886 zuerkannt (vgl. „The Times“ vom 14. April 1886, S. 12). Im Mai 1887 erhielt sie den „Sterndale Bennett Prize“ für Klavier und im Juli 1888 wurde ihr die „Charles Lucas Silver Medal for Composition“ für ihre Komposition „Air and Variations“ für Streichquartett verliehen (vgl. „The Times“ vom 10. Mai 1887, S. 12; „The Musical Times“ vom 1. August 1888, S. 472).


    Bereits ein Jahr nach Beginn ihres Studiums debütierte Dora Bright als Pianistin in den Covent Garden Promenade Concerts (vgl. Pandora Guide, S. 72) und war in den folgenden Jahren vor allem in den Studierendenkonzerten, die die Royal Academy regelmäßig in der Londoner St. James’s Hall veranstaltete, sowohl als Pianistin als auch als Komponistin präsent. So spielte sie dort z. B. am 27. Juni 1883 zwei Sätze aus Frédéric Chopins Klavierkonzert e-Moll op. 11, und die „Musical Times“ notierte: „Miss Dora Bright [...] played the Andante and Rondo from Chopin’s Concerto in E minor so well as to make us almost forget that it was the performance of an student“ („Miss Dora Bright [...] spielte das Andante und Rondo aus Chopins e-Moll-Konzert so gut, dass sie uns sogar vergessen ließ, dass sich um die Vorführung einer Studentin handelte“; „The Musical Times“ vom 1. August 1883, S. 440). Zwei Jahre später, am 3. Juli 1885, fand bei einem Studierendenkonzert die Uraufführung von Dora Brights Concertstück cis-Moll für Klavier und Orchester statt, bei der sie selbst den Solopart übernahm. Der Rezensent der „Musical Times“ zeigte sich ebenso begeistert von der Komponistin und Interpretin wie das Publikum: „A Concert by the students of this Institution [Royal Academy of Music] was given at St. James’s Hall on the 3rd ult[imo], when an excellent specimen of the work of a pupil was submitted to a large audience – a Concertstück in C sharp minor, for pianoforte and orchestra, by Miss Dora Bright, the solo part of which was performed with much precision and delicacy by the composer. In every respect this piece reflects the utmost credit upon the youthful artist, and the applause with which it was received will, we trust, nerve her to increased exertion.“ („Ein Studierendenkonzert dieser Einrichtung [der Royal Academy of Music] wurde am 3. vergangenen Monats in der St. James’s Hall gegeben, wobei dem Publikum eine hervorragende Kostprobe einer Studentin gegeben wurde – ein Concertstück in cis-Moll für Klavier und Orchester von Miss Dora Bright, dessen Solopart von der Komponistin mit großer Präzision und Feinheit ausgeführt wurde. Dieses Stück spiegelt in jeder Hinsicht die großen Erwartungen in die junge Künstlerin, und der Applaus, mit dem es angenommen wurde, wird, so glauben wir, sie in ihren Bemühungen weiterhin bestärken.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1885, S. 479) Nach und nach wurden ihre Werke auch außerhalb der „Royal Academy“ aufgeführt, so z. B. die Komposition „Theme and Variations“ fis-Moll für zwei Klaviere, die am 10. Juli 1886 im Rahmen eines Konzertes der „Musical Artist’s Society“ in den Londoner Willis’s Rooms erklang (vgl. „The Musical Times“ vom 1. August 1886, S. 480). Am 19. November 1886 spielte Dora Bright, wiederum im Rahmen eines Studierendenkonzerts der Royal Academy of Music in der Londonder St. James’s Hall, ihre Suite für Klavier und konnte auch diesmal den Rezensenten überzeugen: „A Suite for the pianoforte, composed and performed by Miss Dora Bright, created a marked impression, both from the attractiveness of the music and the charmingly refined manner in which it was rendered.“ („Eine Suite für Klavier, komponiert und aufgeführt von Miss Dora Bright, hinterließ einen bleibenden Eindruck, sowohl hinsichtlich der musikalischen Attraktivität als auch hinsichtlich der reizenden feinsinnigen Art, in der sie wiedergegeben wurde.“; „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1886, S. 719). Mindestens zwei weitere größere Kompositionen Dora Brights erklangen bei Studierendenkonzerten und wurden rezensiert: Am 17. Februar 1888 spielte sie gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Ethel Boyce ihre „Variations for two pianofortes on a theme by the late Sir G[eorge] A[lexander] Macfarren“ (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1888, S. 151), und am 24. Juli 1888 wurde ihr Konzert für Klavier und Orchester uraufgeführt; sie selbst übernahm den Solopart: „Among the many interesting works brought forward, especial mention must be made of the Concerto for Pianoforte and Orchestra, by Miss Dora Bright. It is a well designed work in classical form, and its melodious and shapely character is further increased in effect by the clever coloring of the instrumentation. The composer played the solo part with much executive ability, and received most hearty applause at the conclusion.“ („Unter den vielen interessanten neuen Werken muss besonders das Konzert für Klavier und Orchester von Dora Bright erwähnt werden. Es ist ein gut konzipiertes Werk in klassischer Form, und sein melodischer und formaler Charakter wird in seiner Wirkung zusätzlich durch eine farbenreiche Instrumentation gesteigert. Die Komponistin spielte den Solopart mit viel pianistischem Können und erhielt am Ende den herzlichsten Beifall.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1888, S. 472) Neben Aufführungen ihrer eigenen Kompositionen widmete sich Dora Bright auch anderen zeitgenössischen Werken. So spielte sie z. B. im Dezember 1886 den Solopart in Walter Macfarrens „Concertstück“ e-Moll für Klavier und Orchester mit der „Westminster Orchestral Society“ unter der Leitung des Komponisten (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1887, S. 43).


    Im Jahr 1888 beendete Dora Bright ihre Klavier- und Kompositionsstudien und konnte sich – mit fließendem Übergang – als Pianistin und Komponistin im britischen Musikleben etablieren. Dabei trat sie als Solistin mit Orchestern auf, veranstaltete eigene Klavierabende und gab zahlreiche Kammermusikkonzerte. Vermutlich unterrichtete sie zudem am Royal College in London (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 23. Oktober 1890, S. 542; wahrscheinlicher scheint, dass es sich um die Royal Academy of Music handelte). Anfang des Jahres 1889 gab sie drei Klavierabende in der Londoner Princes’ Hall, in deren Programmen sie sich sowohl dem klassisch-romantischen Repertoire als auch zeitgenössischen britischen Kompositionen zuwandte. In den Konzerten spielte Dora Bright u. a. Johann Sebastian Bachs „Chromatische Fantasie und Fuge“ d-Moll BWV 903, Ludwig van Beethovens 32 Variationen c-Moll WoO 80, Robert Schumanns Fantasie C-Dur op. 17, kleinere Stücke von Frédéric Chopin und Edward Grieg, die Uraufführung mehrerer Etüden („Studies“) von Walter Macfarren, Variations on an Original Theme a-Moll ihres Kommilitonen Moir Clark, Sterndale Bennetts Scherzo e-Moll op. 27, Mazurka und Impromptu von Edward German sowie an eigenen Kompositionen die „Variations on an original theme in G minor by G. A. Macfarren“ für zwei Klaviere (gemeinsam mit Ethel Boyce) und zwei weitere kleine Stücke („Trifles“) (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1889, S. 154; vom 1. April 1889, S. 218). Über das zweite Konzert der Reihe, am 27. Februar 1889, bemerkte die „Musical Times“: „Miss Bright’s most serious essay was the performance of Beethoven’s thirty-two Variations in C minor, and of this she acquitted herself in a highly intelligent manner, her rendering lacking neither contrast nor artistic feeling, while her excellent technique stood the player in good stead throughout. Miss Bright also gave a neat rendering of Bach’s Fantasia Cromatica and Fugue, while among other works, in which her elastic touch and facile style won special admiration, may be enumerated Sterndale Bennett’s Scherzo in E minor (Op. 27), and a graceful Mazurka and Impromptu by Mr. Edward German.“ („Miss Brights wichtigster Programmpunkt war die Aufführung von Beethovens 32 Variationen c-Moll, die sie in einer überaus intelligenten Art spielte; ihrer Wiedergabe fehlte es weder an Kontrasten Kontrasten noch an Einfühlungsvermögen, und ihre herausragende Technik kam der Künstlerin durchweg zugute. Miss Bright brachte zudem eine werkgetreue Wiedergabe von Bachs Chromatische Fantasie und Fuge zu Gehör, während unter den anderen Stücken, in denen ihr weicher Anschlag und ihr leichter Stil besondere Bewunderung erhielten, Sterndale Bennetts Scherzo e-Moll op. 27 und eine hübsche Mazurka und ein Improptu von Mr. Edward German genannt werden sollten.“; „The Musical Times“ vom 1. April 1889, S. 218)


    Im Herbst 1889, im Herbst 1890 und nochmals 1892 unternahm Dora Bright Konzerttourneen durch Deutschland, bei denen sie u. a. in Dresden, Köln und Leipzig auftrat und dabei auch ihr eigenes Klavierkonzert a-Moll aufführte, u. a. in Leipzig unter der Leitung von Carl Reinecke. So berichtete z. B. das „Musikalische Wochenblatt“ im Oktober 1890 über einen Auftritt Dora Brights in Köln: „Frl. Dora Bright, Lehrerin am Royal College in London, hat jüngst in der Musikalischen Gesellschaft zu Cöln durch ihre pianistischen Leistungen, mehr aber noch durch ihr Compositionstalent, von welchem sie mit einem vielfach originellen, sehr frischen und hinsichtlich der Verwebung mit dem Orchester äusserst wohlklingenden Clavierconcert vollgiltige Beweise erbrachte, sich eines ungewöhnlichen Erfolges zu erfreuen gehabt.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 23. Oktober 1890, S. 542) Wenige Monate später, am 28. März 1891, trat sie mit ihrem Klavierkonzert auch in den Crystal Palace Concerts unter der Leitung von August Manns auf und wurde in der Presse begeistert besprochen. „The Times“ berichtete über den Abend: „Miss Bright’s concerto, without being marked by any distinct individuality, either in point of ideas or construction, is the work of a thorough musician, and gives evidence of considerable talent and a knowledge of effect which is unusual in the case of a young composer. The form of the work is strictly classical, and the themes upon which it is constructed, if not particularly original, are melodious and well-suited to development upon the orthodox lines which Miss Bright has followed. Clearness of thought and conciseness of expression are qualities which are not to be despised [...]. Of the three movements of which it consists, the finale, a spirited tarantella, is the most interesting, the use made in it of the opening theme of the first movement being particularly ingenious and effective. The solo part was played by the composer with considerable brilliancy and finish.“ („Miss Brights Konzert ist, obwohl es weder von besonderer Originalität noch von besonderen Ideen oder Formen geprägt ist, das Werk einer reifen Musikerin und zeigt ein bemerkenswertes Talent und Wissen um Wirkungen, die bei jungen Komponistinnen und Komponisten ungewöhnlich ist. Die Form der Komposition ist strikt klassisch, und die Themen, über denen es angelegt ist, sind, wenn auch nicht besonders originell, so doch melodisch und gut geeignet für Entwicklungen im üblichen Rahmen, an den sich Miss Bright gehalten hat. Klarheit der Gedanken und Bewusstheit über die Empfindungen sind Fähigkeiten, die nicht verachtet werden sollten [...]. Von den drei Sätzen, aus denen es besteht, ist das Finale, eine reizvolle Tarantella, der interessanteste, und die Verwendung des eröffnenden Themas aus dem ersten Satz ist besonders genial und wirkungsvoll. Der Solopart wurde von der Komponistin mit bemerkenswerter Brillanz und Vollkommenheit gespielt.“; „The Times“ vom 30. März 1891, S. 11)


    Im Jahr 1892 heiratete Dora Bright den Landbesitzer und ehemaligen Militär Wyndham Knatchbull (gest. 1900) und zog mit ihm auf dessen Landgut nach Babington, Somerset in der Nähe von Bath (Babington House); als Musikerin und Komponistin behielt sie ihren Geburtsnamen bei.


    In den folgenden Jahren, bis 1897, gab Dora Bright regelmäßig eigene Konzerte und war zugleich als Komponistin in den Londoner Konzertprogrammen präsent. Am 16. Februar 1892 veranstaltete sie ein eigenes Konzert, bei dem sie sich ausschließlich auf britische Werke konzentrierte. Das Programm bestand aus Pavane und Galliarde „Earl of Salisbury“ von William Byrd, Henry Purcells Suite g-Moll, einer Sonata von Thomas Arne, Sterndale Bennetts Programmsonate „Maid of Orleans“ op. 46 sowie einer Toccata von Charles Villiers Stanford (vgl. „The Times“ vom 17. Februar 1892, S. 11; vgl. auch „The Musical Times“ vom 1. März 1892, S. 151). Im Mai 1892 spielte Dora Brights in den Konzerten der Londoner Philharmonic Society die Uraufführung ihrer Fantasia G-Dur für Klavier und Orchester: „A new fantasia for piano and orchestra in G major, by Miss Dora Bright, was well played by the composer, who may be congratulated on the adroitness with which her piece is constructed. It is short and fairly concise, yet effective and grateful to the soloist.“ („Eine neue Fantasia für Klavier und Orchester in G-Dur von Miss Dora Bright wurde von der Komponistin gut gespielt, der man überdies zu der Gewandtheit gratulieren kann, mit der ihr Stück komponiert ist. Es ist kurz und ziemlich genau, dabei aber wirkungsvoll und dankbar für den Solisten.“; „The Times“ vom 13. Mai 1892, S. 3) Im selben Konzert trat auch die Geigerin Gabriele Wietrowetz mit Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64 auf. Eines des Klavierkonzerte Dora Brights wurde auch am 13. März 1893 in Bristol mit der dortigen Orchestral Society unter der Leitung von Hubert Parry und mit Dorta Bright als Solistin aufgeführt (vgl. „The Musical Times“ vom 1. April 1893, S. 229).


    Am 12., 19. und 26. April 1893 veranstaltete Dora Bright gemeinsam mit dem Geiger Willy Hess, dem Bratscher Emil Kreuz und dem Violoncellisten William Edward Whitehouse Kammermusikkonzerte in der Londoner Princes’ Hall; mitbeteiligt waren auch die Sängerinnen Angela Vanbrugh und Clara Samuell. Auf den Programmen standen u. a. Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart (g-Moll KV 478) und Antonín Dvořàk (D-Dur op. 23), die Violinsonate G-Dur op. 78 von Johannes Brahms, Ludwig van Beethovens 32 Variationen c-Moll WoO 80, Frédéric Chopins Klaviersonate h-Moll op. 58 sowie Uraufführungen eines Klavierquintetts von Moir Clark, einer Suite für Klavier von Erskine Allon und des Klavierquartetts D-Dur von Dora Bright (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Mai 1893, S. 279; vom 1. Juni 1893, S. 359; „The Times vom 14. April 1893, S. 5). Über das dritte Konzert der Reihe, das ausschließlich Werken britischer Komponisten gewidmet war, schrieb die „Times“: „At the third and last of Miss Dora Bright’s interesting series of musical evenings, given last night in Princes’-hall, a new quartet in D for pianoforte and strings, composed by the concert-giver, was brought forward with great success. It is fluently and effectively written, and contains an interesting opening allegro, built on a broad and vigorous theme, a plaintive air and variations, skilfully and sympathetically treated, a bright scherzino, and a rather, commonplace finale. [...] A suite for piano solo by Mr. Erskine Allon was also heard for the first time [...].“ („Im dritten und letzten Konzert von Miss Dora Brights interessanter Konzertreihe, das sie gestern Abend in der Princes’ Hall gab, wurde ein neues Klavierquartett, komponiert von der Konzertgeberin, mit großem Erfolg uraufgeführt. Es ist fließend und wirkungsvoll geschrieben und enthält ein interessantes eröffnendes Allegro, das über einem ausladenden und energischen Thema geschrieben ist. Es folgen eine traurige Air mit Variationen, gekonnt und verständnisvoll gearbeitet, ein helles Scherzino und ein eher gewöhnliches Finale. [...] Eine Suite für Klavier Solo von Mr. Erskine Allon wurde ebenfalls uraufgeführt [...].“; „The Times“ vom 27. April 1893, S. 9) Wie bereits die Klavierkonzerte und anderen Werke Dora Brights fand auch das Klavierquartett Eingang in weitere Konzertprogramme. So wurde es z. B. am 11. Juni 1894 im Rahmen eines Konzertes der „Musical Artists’ Society“ in London aufgeführt (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juli 1894, S. 481). Über ihre drei Stücke für Klavier „Berceuse“, „Liebeslied“ und „Tarantella“, die 1895 bei Edwin Ashdown in London erschienen, hieß es in einer Rezension der „Musical Times“: „These three pieces well sustain the reputation of one of the foremost lady composers. Considerable elaboration has been bestowed on the ‚Berceuse’, which, however, the interest of the themes fully justifies. In the ‚Liebeslied’, in which the path of love apparently runs through pleasant places, the two-voice parts are effectively treated, and the ‚Tarantella’ is a brilliant example of its class.“ („Diese drei Stücke unterstreichen die Reputation einer der führenden Komponistinnen. Der ‚Berceuse’ wurde eine bemerkenswerte Ausarbeitung gewidmet, die das reizvolle Thema zu voller Geltung bringt. Im ‚Liebeslied’, in dem der Liebespfad durch verschiedene schöne Orte führt, ist die zweistimmige Faktur wirkungsvoll behandelt und die ‚Tarantella’ ist ein brilliantes Stück ihrer Art.“; „The Musical Times“ vom 1. März 1895, S. 170)

    Im Oktober/November 1895 veranstaltete Dora Bright unter dem Titel „National Pianoforte Recitals“ drei Klavierabende. Das erste Konzert fand am 30. Oktober 1895 statt. Es war „Early Germany“ gewidmet und bestand u. a. aus Georg Friedrich Händels Suite e-Moll HWV 429, Johann Sebastian Bachs „Chromatischer Fantasie und Fuge“ d-Moll BWV 903, einer Sarabande und Presto von Carl Philipp Emanuel Bach, einer Gigue d-moll von Johann Wilhelm Häßler, Ludwig van Beethovens Klaviersonate E-Dur op. 109 und Carl Maria von Webers „Momento capriccioso“ op. 12. Im zweiten Konzert am 11. November 1895 spielte Dora Bright u. a. Franz Schuberts Klaviersonate G-Dur op. 78, Robert Schumanns „Kinderszenen“ op. 15 sowie kleinere Stücke von Felix Mendelssohn Bartoldy, Joseph Joachim Raff, Johannes Brahms und Adolph Jensen. Ein weiteres Konzert am 19. November war Frankreich gewidmet und enthielt Kompositionen von Jean Baptiste Lully, Jean Philippe Rameau, François Couperin, Camille Saint-Saëns, George Bizet, Jules Massent, Charles Marie Widor und Cécile Chaminade (vgl. „The Times“ vo, 31. Oktober 1895, S. 6; vom 21. November 1895, S. 4; „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1895, S. 815). Am 6. März 1897 wurde schließlich Dora Brights „Liebeslied“ für Orchester in den Queen’s Hall Promenade Concerts uraufgeführt und wiederum begeistert aufgenommen: „A very pleasing novelty was a ‚Liebeslied’ for orchestra by Miss Dora Bright, a graceful and melodious piece scored in a picturesque and refined manner.“ („Eine sehr reizende Neuheit war das ‚Liebeslied’ für Orchester von Miss Dora Bright, ein anmutiges und gesangliches Stück, das illustrativ und feinsinnig instrumentiert ist.“; „The Musical Times“ vom 1. April 1897, S. 241)

    Zwischen 1897 und 1903 lassen sich Auftritte Dora Brights nur rudimentär belegen; erst Anfang des Jahres 1903 war sie wieder verstärkt öffentlich präsent. Zusätzlich zu ihren bisherigen Auftritten als Pianistin und klassische Komponistin traten nun weitere Tätigkeiten hinzu. So gehörte Dora Bright z. B. im Sommer 1903 als „Hon. Secretary“ zu den Organisatoren des „National Festival of British Music“ (vgl. „The Musical Times“ vom 1. August 1903, S. 527). Zudem wandte sie sich in ihren Kompositionen mehr und mehr dem Theater und vor allem dem Tanz zu. In den folgenden fünfzehn Jahren schrieb Dora Bright Bühnenmusiken zu Schauspielen, Opern und vor allem Pantomimen und Ballette, die sie insbesondere für die Tänzerin Adeline Genée komponierte. Hinzu kamen zahlreiche Lieder, darunter auch mehrere Kompositionen für Kinder. So wurde z. B. im Februar 1903 eine Theaterfantasie von Dora Bright bei einem Gesellschaftswochenende in Chatsworth House, dem Landschloss der Dukes of Devonshire gespielt, wie die „Times“ berichtete: „A theatrical performance by amateurs took place last night, when there was a brilliant gathering. In addition to the house party, about 150 members of the leading county families were present, and at the conclusion of the performance they were entertained at supper [...]. The concluding item was an oriental Fantasy called ‚The Dancing Girl and the Idol,’ composed by Miss Dora Bright, the words being by the Hon. Mrs. Alfred Lyttelton. The part of the dancing girl was taken by Miss Muriel Wilson.“ („Eine Theateraufführung von Amateuren fand letzte Nacht in glänzender Gesellschaft statt. Neben den Hausbewohnern waren ungefähr 150 Mitglieder des Landadels anwesend, und nach der Vorstellung wurden sie beim Abendessen unterhalten [...]. Das letzte Stück war eine orientalische Fantasie mit dem Titel ‚The Dancing Girl and the Idol’, das von Miss Dora Bright komponiert worden war nach einem Text von Mrs. Alfred Lyttelton. Die Rolle des tanzenden Mädchens wurde von Miss Muriel Wilson übernommen.“; „The Times“ vom 6. Februar 1903, S. 7) Ebenfalls 1903 erschienen von Dora Bright „Six Songs, from the ‚Jungle Book.’“ (Rudyard Kipling) im Londoner Musikverlag Elkin and Company, die in einer Rezension der „Musical Times“ wie folgt beschrieben wurden: „Admirers of Rudyard Kipling should make early acquaintance of Madame Dora Bright’s clever settings of these excerpts from his ‚Jungle Book.’ The first is ‚The Night Song in the Jungle,’ which, allied to music of broad character, forms an admirable introduction. It is followed by ‚The Seal Lullaby’ and ‚The Mother Seal’s Song’, the music of both of which is very pleasing. The dramatic character of ‚Tiger! Tiger!’ has been happily caught. The music of the ‚Bandar-Log’ is pretty, but the most characteristic number of the series is ‚The Song Toomai’s Mother sang to the Baby’, in which the idiom of Indian music is cleverly employed.“ („Bewunderer von Rudyard Kipling sollten möglichst bald Madame Dora Brights hübsche Vertonungen von Auszügen aus dessen ‚Jungle Book’ kennenlernen. Das erste Stück ‚The Night Song in the Jungle,’ stellt verbunden mit ausladender Musik, eine wunderbare Einleitung dar. Ihm folgt ‚The Seal Lullaby’ und ‚The Mother Seal’s Song’, wobei die Musik von beiden sehr hübsch ist. Der dramatische Charakter von ‚Tiger! Tiger!’ wurde gut bewahrt. Die Musik von ‚Bandar-Log’ ist hübsch, aber die herausragende Vertonung ist ‚The Song Toomai’s Mother sang to the Baby’, in der das Idiom indianischer Musik in raffinerter Weise Eingang gefunden hat.“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1903, S. 475) Im Frühjahr folgte – wiederum bei Elkin and Company die Ballade „To Daffodils: The Ballad of the Red Deer“ nach einem Text von R. Herrick (vgl. „The Musical Times“ vom 1. April 1904, S. 246).


    Gleichzeitig trat Dora Bright weiterhin als Solistin und Kammermusikerin auf. Im März und April 1905 gab sie drei Konzerte in der Londoner Bechstein Hall gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Landon Ronald. Dabei führte sie u. a. sechs Klavierkonzerte auf: Johann Sebastian Bachs Klavierkonzert d-Moll BWV 1052, Ludwig van Beethovens Klavierkonzert c-Moll op. 37, Frédéric Chopins Konzert e-Moll op. 11, Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466, Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 54 und Ferdinand Hillers Klavierkonzert fis-Moll op. 69. Die Rezension über die ersten drei der Klavierkonzerte belegt, dass Dora Bright nichts von ihren pianistischen Fähigkeiten eingebüßt hatte: „In the first [Bach] the soloist finished technique was fully displayed; in the second a cadenza of her own was introduced, which was decidedly interesting, and fantastic enough to please the most modern hearer, though it was not, perhaps, especially Beethovenian in style. The slow movement was poetically, the finale brilliantly, played [...]. [The soloist] played her part [in the Concerto of Frédéric Chopin] with remarkable skill, and with the quiet romantic brilliance that it demandes.“ („Im ersten [dem Konzert von Bach] konnte die Solistin ihre vollendete Technik zeigen; im zweiten führte sie eine neue eigene Kadenz ein, die fraglos interessant und fantastisch genug war, um den meisten modernen Hörern zu gefallen, auch wenn sie vielleicht nicht ganz dem Stil Beethovens entsprach. Der langsame Satz war poetisch, das Finale brillant gespielt [...]. [Die Solistin] spielte ihren Part [im Konzert Frédéric Chopins] mit bemerkenswerten Fähigkeiten und mit jener romantischen Brillianz, den er erfordert.“; „The Times“ vom 23. März 1905, S. 12; vgl. auch „The Musical Times“ vom 1. Mai 1905, S. 329). Drei Klavierabende, die Dora Bright von November 1907 bis Januar 1908 in den Londoner Broadwood Rooms gab, waren überwiegend den Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin gewidmet (vgl. „The Times“ vom 27. November 1907, S. 12; vgl. auch „The Times“ vom 12. Dezember 1907, S. 5; vom 23. Januar 1908, S. 10). Am 5. Februar 1908 trat Dora Bright in Liverpool gemeinsam mit dem Liverpool Symphony Orchestra auf und übernahm dabei den Solopart des Klavierkonzerts E-Dur op. 59 von Moritz Moszkowski, unter Leitung des Komponisten (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1908, S. 186); am 19. Februar 1908 wurde das Konzert mit dem Queen’s Hall Orchestra in der Londoner Queen’s Hall wiederholt (vgl. „The Times“ vom 28. Januar 1908, S. 1). Im April 1910 konzertierte Dora Bright im Rahmen des Musikfestivals in Bath und spielte dort das Klavierkonzert b-Moll op. 23 von Peter I. Tschaikowsky (vgl. „The Musical Times“vom 1. Mai 1910, Beilage „The School Music Review“), und am 16. April 1915 wurde in Yorkshire ihr „Concertstück for six drums ans orchestra“ uraufgeführt (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Mai 1915, S. 305).


    Das Hauptaugenmerk Dora Brights lag in dieser Zeit jedoch auf dem Theater, insbesondere auf Tanzstücken und Balletten. Dabei schrieb sie für ihre Werke nicht nur die Musik selbst, sondern auch die Geschichten und – sofern vorgesehen – den Text. Anfang September 1908 wurde ihre „Pastoral Fantasy“ im Londoner Empire Theatre von Adeline Genée als Tänzerin und Gordon Cleather als Sänger und Schauspieler uraufgeführt. Die „Times“ schrieb über das Stück: „Miss Dora Bright’s ‚pastoral fantasy’ is an interesting thing, partly because in itself it is affecting and charming, partly because it brings together in an unusual way the three arts of music, acting, and dancing. Mr. Gordon Cleather – a handsome shepard – sings, and sings very well, his part in the dialogue; Mlle. Genée dances hers; and it must be admitted that the two methods mix very well.“ („Miss Dora Brights ‚Pastoral Fantasy’ ist eine interessante Sache, teils weil sie in sich selbst reizvoll und bezaubernd ist, teils weil sie in ungewöhnlicher Weise die drei Künste Musik, Schauspiel und Tanz zusammenbringt. Mr. Gordon Cleather – ein gut aussehender Schäfer – singt seinen Part im Dialog, und singt ihn sehr gut; Mlle. Genée tanzt den ihren, und man muss eingestehen, dass sich die beiden Formen sehr gut verbinden lassen.“; „The Times“ vom 8. September 1908, S. 9) Am 8. November 1909 hatte im Londoner Coliseum das Theaterstück „The Hampton Club“ Premiere, zu dem Dora Bright die Bühnenmusik geschrieben hatte (vgl. „The Times“ vom 1. November 1909, S. 8), und ihr Ballett „The Faun“ wurde am 10. Oktober 1910 mit der Tänzerin Lydia Kyasht in der Hauptrolle im Londoner Empire Theatre uraufgeführt (vgl. Ankündigung in „The Times“ vom 10. Oktober 1910, S. 12). Anhand der Rezension der „Times“ wird deutlich, worin – aus Sicht der Zeitgenossen – die Besonderheiten der Ballette Dora Brights bestanden: „To Miss Dora Bright London owes the two best ballets it has seen of recent years – ‚The Dryad’, in which Mlle. Adeline Genée made her last appearance here, and ‚The Faun’, which was produced last night. Both are really lyrical; both imaginative and (as one might say) poetical; both tell their stories by means of the music and the movement, and need no elaborate printed argument to explain them, and both have the unity of a thing that grows and is not pieced like patchwork. [...] since Miss Bright makes the music of her ballets as well as the story, and has imagination and skill in both, she can achieve little works of art that have qualities of form and spirit lacking in most ballets.“ („London verdankt Miss Dora Bright zwei der besten Ballette, die es in den letzten Jahren gesehen hat – ‚The Dryad’, in dem Mlle. Adeline Genée ihre Abschiedsvorstellung gab, als sie das letzte Mal hier war, und ‚The Faun’, das gestern Abend Uraufführung hatte. Beide sind sehr lyrisch, beide voller Fantasie und (wie man sagen möchte) poetisch; beide erzählen ihre Geschichten mit Musik und Bewegung und brauchen keine weiteren gedruckten Erläuterungen, um sie zu erklären, und beide verfügen über die Einheit einer Sache, die wächst und nicht wie Patchwork aus kleinen Teilen zusammengesetzt wird. [...] Seit Miss Bright zu ihren Stücken nicht nur die Musik, sondern auch die Geschichten macht, wobei sie für beides Fantasie und Können besitzt, schafft sie kleine Kunstwerke, die formale Qualitäten und einen Reiz haben, der den meisten Balletten fehlt.“; „The Times“ vom 11. Oktober 1910, S. 10).


    Bereits wenige Tage später, am 24. November 1910, hatte ein weiteres „dance-play“ von Dora Bright, „The Portrait“ im Londoner Prince of Wales’s Theatre Premiere (vgl. „The Times“ vom 25. November 1910, S. 12). Im Frühjahr 1911 folgte „The Abbé’s Garden“, das als „mimo-drame“ bezeichnet und am 31. März 1911 im Globe Theatre in London bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der „Invalid Kitchens of London“ uraufgeführt wurde (vgl. Ankündigung in „The Times“ vom 21. März 1911, S. 11; s. a. „The Times“ vom 1. April 11, S. 10). Eine Rezension des Balletts über eine berühmte Tänzerin des 18. Jahrhunderts, „La Camargo“, das mit Adeline Genée in der Hauptrolle im Mai 1912 im Coliseum Theatre Premiere hatte, geht auch auf Dora Brights Musik ein. Darin heißt es: „Miss Bright has caught the note admirably, both for the purposes of the ballet and for the period. Her music is either founded on or imitated from the music of the time. There are some very engaging airs in it – the little gavotte, the gigue that Mlle. Genée dances with M. Kosloff as the young soldier, the music for the King’s entrance and that for both the dances with which ‚La Camargo’ wins her request from him. And in the merely descriptive music Miss Dora Bright contrives to keep the right spirit, so that there is no shock of contrast between the dance-tunes and the music of the action, the whole being light, tuneful, and rhythmical.“ („Miss Bright hat die Musik wunderbar konzipiert, sowohl im Hinblick auf das Ballett als auch im Hinblick auf die Epoche [, in der es spielt]. Ihre Musik basiert entweder auf Musik der Zeit oder imitiert sie. Einige der Melodien sind sehr bezaubernd – die kleine Gavotte, die Gigue, die Mlle. Genée mit M. Kosloff als jungem Soldaten tanzt, die Musik für den Einzug des Königs und jene für die beiden Tänze, mit denen ‚Die Camargo’ seine Gunst gewinnt. Und in der eher illustrierenden Musik findet Miss Dora Bright den richtigen Ton, so dass es keinen Bruch zwischen den Tänzen und der Bühnenmusik gibt. Das Ganze ist leicht, melodienreich und rhythmisch geprägt.“; „The Times“ vom 21. Mai 1912, S. 8) Zahlreiche weitere Ballette folgten, in denen Dora Bright historische Tänze und berühmte Tänzerinnen aus der Geschichte des Balletts aufgriff. So erzählte z. B. „La Danse“, uraufgeführt Anfang April 1914 im Coliseum, die Geschichte des Tanzes zwischen 1710 und 1845 (vgl. „The Times“ vom 4. April 1914, S. 6), und das Ballett „The Dancer’s Adventure“ erzählte eine Anekdote aus dem Leben der Tänzerin Marie Taglioni (1804-1814) (vgl. „The Times“ vom 12. Oktober 1915, S. 11). Ein Teil der Ballett-Musiken Dora Brights wurde zudem als Konzertsuite bearbeitet. So berichtete z. B. die „Musical Times“ im Januar 1916 von der Aufführung einer Ballettsuite Dora Brights mit dem Titel „The shoes that were danced to pieces“ in Bradford unter Leitung des Dirigenten Hamilton Harty („The Musical Times“ vom 1. Januar 1916, S. 48). Die Zusammenarbeit mit Adeline Genée blieb zudem über längere Zeit bestehen. Noch 1933 fand die Uraufführung des Ballettes „The Love Song“ von Dora Bright mit Adeline Genée in der Hauptrolle statt (vgl. „The Times“ vom 30. Januar 1933, S. 8; vom 3. Februar 1933, S. 8). Die Aufführung wurde zudem vom Fernsehen der BBC übertragen: „Television transmission by the Baird process (Vision): Adeline Genée, with Anton Dolin, traditional dances from a picture. The Love Song; music by Dora Bright“ („Fernsehübertragung von Baird process (Vision): Adeline Genée, mit Anton Dolin, traditionelle Tänze aus dem Stück ‚The Love Song’; Musik von Dora Bright“; „The Times“ vom 15. März 1933, Broadcasting, S. 19).


    Ebenso erfolgreich wie ihre Ballette war Dora Brights Oper über Johann Strauss, „The Waltz King“ nach einem Libretto von Frank Stayton. Eine kurze Notiz in der „Times“ belegt die Entstehung 1926, regelmäßige Aufführungen fanden jedoch erst im Mai und Juni 1935 im Londoner Ambassadors Theatre statt („The Times“ vom 25. November 1926, S. 12; vom 1. Juni 1935, S. 1 und passim). Ab den 1930er Jahren trat Dora Bright zudem mehrfach als Pianistin im Rundfunk auf. So spielte sie z. B. am 8. April 1937 gemeinsam mit dem BBC Orchestra ein Klavierkonzert für die Rundfunkübertragung (vgl. „The Times“ vom 8. April 1937, S. 11, Broadcasting), und am 28. April 1939 sendete die BBC ein Konzert aus ihrem Haus in Babington, Somerset (vgl. „The Times“ vom 28. April 1939, S. 22, Broadcasting). In ihren letzten Lebensjahren wirkte Dora Bright auch als Musikkritikerin für die Zeitung „Musical Opinion“ (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juni 1952, S. 38).


    Dora Bright starb am 16. November 1951 in London.

    Würdigung

    Dora Bright war fast siebzig Jahre lang, von 1882 bis 1951, im britischen Musikleben präsent und wirkte dabei auf vielen verschiedenen Gebieten, u. a. als Interpretin, Komponistin, Arrangeurin, Musikpädagogin und Musikkritikerin. Obwohl ihre Kompositionen dabei von Zeitgenossen überaus geschätzt und häufig aufgeführt wurden, ist heute über die Werke nahezu nichts bekannt.

    Rezeption

    Die Tätigkeiten Dora Brights und besonders ihre Kompositionen werden derzeit kaum rezipiert. Lediglich Sophie Fuller hat sich im Rahmen ihrer Studien über englische Komponistinnen intensiver mit Dora Bright auseinandergesetzt und zudem eines der bekanntesten Werke Dora Brights, die „Variations on an Original Theme of G. A. Macfarren“ für zwei Klaviere, im Jahr 2000 bei Hildegard Publishing ediert.

    Werkverzeichnis

    Der vorläufige Werkkatalog von Dora Bright wurde von Maj-Britt Peters auf der Grundlage von Pazdírek 1904ff. und digitaler Bibliothekskataloge, insbesondere des britischen Verbundkatalogs Copac, erstellt. Mit eingearbeitet wurden ferner Werklisten in lexikalischen Artikeln (s. „Literatur“) sowie zeitgenössische Zeitungsrezensionen (vorrangig „The Times“ und „The Musical Times“).



    Opern


    The Waltz King. Oper (Libretto: Frank Stayton), 1926 (vgl. „The Times“ vom 25. November 1925, S. 12)


    Quong Lung’s Shadow. Oper nach dem gleichnamigen Roman von Charles William Doyle, o. O., o. J.



    Ballette und Pantomimen


    The Dancing Girl and the Idol. Ballett, 1903. Vgl. „The Times“ vom 6. Februar 1903, S. 7.


    The Dryad. Pastoral Fantasy, UA: September 1908, Empire Theatre London. Vgl. „The Times“ vom 08. September 1908, S. 9.


    The Faun. Ballett, 1911. UA: 10. Oktober 1910, Empire Theatre London. Vgl. „The Times“ vom 10. Oktober 1910, S. 12.


    The Portrait. A Dance-Play, UA: 24. November 1910, Prince of Wales’s Theatre, London. Vgl. „The Times“ vom 25. November 1910, S. 12.

    Daraus: Colinette. Chansonette aus „The Portrait“, o. O. 1911.


    The Abbé’s Garden. Mimo-Drame, UA: 31. März 1911, Globe Theatre London. Vgl. „The Times“ vom 21. März 1911, S. 11; vgl. auch „The Times“ vom 1. April 11, S. 10.


    La Camargo. Miniature Ballet. UA: 27. Mai 1912. Vgl. „The Times“ vom 22. April 1912, S. 14.

    Daraus: Gavotte für Orchester, London: Elkin & Co., ca. 1912.


    The Woodn Nymph’, o. O., o. J. Vgl. „The Times“ vom 22. April 1912, S. 14.


    In Harlem There Dwelt. Music Drama nach P. van der Meer, 1912.


    Monday’s Child. Musical Fancy. UA: 28. Dezember 1912. Vgl. „The Times“ vom 16. Dezember 1912, S. 10.


    La Danse. Ballett, 1914. Vgl. „The Musical Times“ vom 4. April 1914, S. 6.


    The Princess and the Pea. Ballett-Pantomime nach Hans Christian Andersen, 1915. Vgl. „The Times“ vom 28. Juni 1915, S. 3.


    Dance Suite (nach dem Märchen „The Shoes That Were Danced To Pieces“). UA: 4. Dezember 1915. Vgl. „The Musical Times“ vom 1. Januar 1916, S. 48.


    A Dancer’s Adventure. Ballett. 1915. Vgl. „The Times“ vom 12. Oktober 1915, S. 11.


    The Magic Pipe. Pantomime in einem Akt von Jules Delacre. Vgl. „The Times“ vom 7. Juni 1917, S. 3.


    The Love Song. Ballett, 1932. Vgl. „The Times“ vom 30. Januar 1933, S. 8; vom 3. Februar 1933, S. 8.

    Darin enthalten: Pavane – Passe Pied – Minuet de la Cour – Galliarde – Rigaudon.


    Ballett, ohne Titel, komponiert für die Guildhall School of Music. Vgl. „The Musical Times“ vom 1. April 1934, S. 357.



    Incidental Music


    Uncle Silas (Seymour Hicks and L. S. Irving nach S. LeFanu), 1893.


    Scrooge (J. C. Buckstone nach C. Dickens), 1901.


    The Hampton Club. (Seymour Hicks nach der frz. Bühnenbearbeitung „Suicide Club“ von MM. Louzy-Eon und “Armont” von Robert Louis Stevenson), 1909. Vgl. „The Times“ vom 1. November 1909. S. 8.


    The Colour of Life (Captain Janssen). Vgl. „The Times“ vom 31. Januar 1914, S. 11.



    Lieder


    Wither? Song. Text von H. W. Longfellow, o. O. 1882.


    12 Songs (u. a. von Robert Herrick und William Shakespeare), London: Novello and Co, 1889.

    1. To blossoms – 2. To daisies – 3. The primrose – 4. To music – 5. Song – 6. Hark! hark the lark! – 7. Who is Sylvia? – 8. It was a lover and his lass – 9. The maid’s garland – 10. Finland love song – 11. The reaper and the flowers – 12. When all the world is young.


    The Ballad of the Red Deer. Song. Text von Robert Herrick, London: Elkin & Co, 1903.


    Six songs from „The Jungle Book“. Text von Rudyard Kipling, London: Elkin, ca. 1903.

    Night song in the jungle – Seal lullaby – The mother seal’s song – Tiger, tiger! – Road-song of the bandar-log – The song Toomai’s mother sang to the baby.

    Messmates („He gave us all a goodbye cheerily“). Song, Text von Henry Newbolt, London: Elkin, ca. 1907.


    A Child’s Garden of Verses. Six songs, 1908.

    Darin u. a. 1. It is very nice to think the wolrd is full of meat and drink – 2. Every night my prayers I say – 3. In winter I get up at night – ?. Marching Song


    I know a Lady Sweet and Kind. Song, Text von Robert Herrick, 1913.


    The Orchard Rhymes. 13 Nursery Rhymes with actions. Gemeinsam mit Ethel Mary Boyce, London: Novello, 1917.


    Ring-a-ring o’Roses (in Zusammenarbeit mit Ethel Mary Boyce), London: Novello and Co, 1922.


    Sing a Song of Sixpence (in Zusammenarbeit mit Ethel Mary Boyce), London: Novello and Co, 1922.


    The Donkey. Song. Text von G. K. Chesterton. 1936.


    There sits a Bird. Song, London: Leonard, o. J.


    Orchesterwerke


    Concertstück für Klavier und Orchester cis-Moll, 1885. UA: 3. Juli 1885, vgl. „Musical Times“ vom 1. August 1885, S. 479.


    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 a-Moll, 1888 (vorh. im Bestand der Royal Academy of Music, London; auch bezeichnet als Concerto für Klavier und Orchester).


    Air and Variations für Streichquartett, 1887. Vgl. „The Times“ vom 10. Mai 1887, S. 12.


    Fantasia für Klavier und Orchester g-Moll, 1892; vermutlich identisch mit Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 d-Moll, 1892.


    Variations on an original Theme of Sir George Alexander Macfarren für Klavier und Orchester, auch in einer Fassung für zwei Klaviere, 1888.


    Liebeslied für Orchester, London: Edwin Ashdown, 1897.


    Variations für Klavier und Orchester F-Dur, Paris 1909 (vorh. im Bestand der Royal Academy of Music, London).


    Concertstück for six drums and orchestra, o. O., o. J. Vgl. „The Musical Times“ vom 1. Mai 1915, S. 305.


    Suite Bretonne für Flöte und Orchester, 1917. Vgl. „The Times“ vom 3. August 1917, S. 9 sowie vom 25. August 1917, S. 9.


    Vienna für Orchester, o. O., o. J. Vgl. „The Times“ vom 23. April 1927, S. 8.


    Suite of 18th-Century Dances für Klavier und Orchester, o. O., o. J.


    Suite of Russian Dances für Orchester, o. O., o. J.



    Kammermusik


    Romance and Seguidilla für Flöte und Klavier, 1891.


    Suite für Violine und Klavier, 1891.


    Klavierquartett D-Dur, 1893.


    Werk für zwei Soloinstrumente und Klavier, 1924 (UA). Vgl. „The Times“ vom 6. Oktober 1924, S. 10.


    Two pieces (Zwei Stücke für Violoncello (oder Violine) und Klavier), London: Elkin & Co., ca. 1934.

    Darin u.a. Nr. 2 Polka à la Strauss.



    Klavierwerke


    Two Sketches (Zwei Skizzen für Klavier), London: Pitman,1883.


    Theme and Variations (Thema und Variationen Fis-Dur für zwei Klaviere), 1886. Vgl. „Musical Times“ vom 1. August 1886, S. 480.

    Zwei kleine Stücke („Trifles“), o. O., 1889.


    Variations on an original Theme of Sir George Alexander Macfarren for two Pianos (Variationen über ein originals Thema von Sir George Alexander Macfarren für zwei Klaviere), 1888 (Neuausgabe: Bryn Mawr, PA: Hildegard Publ. 2000, hg. v. Sophie Fuller).


    Three Pieces for Piano (Drei Stücke für Klavier), London: Edwin Ashdown, 1895. Vgl. „Musical Times“ vom 1. März 1895, S. 170.

    1. Berceuse – 2. Liebeslied: Duettino – 3. Tarantella.


    Romanza für Klavier, London: Edwin Ashdown, ca. 1922.


    Scherzetto für Klavier, London: Edwin Ashdown, ca. 1922.


    Suite of Five Pieces (Suite mit fünf Stücken), London: Edwin Ashdown, o. J.

    1. Prelude – 2. Scherzino – 3. Scotch air with variations – 4. Romance – 5. Finale (Presto).



    Bearbeitungen und Transkriptionen


    Arne, Thomas A. Siciliano and Gigue aus der Suite d-Moll, Klaviertranskription von Dora Bright, London: Elkin & Co., 1948.


    Meyerbeer, Giacomo. Zwei Stücke für Violoncello bzw. Violine und Klavier bearbeitet von Dora Bright, 1934.

    Darin: 1. Das Fischermädchen


    Strauss, Johann. Neu Wiener Walzer, Klaviertranskription von Dora Bright, London: Elkin & Co., ca. 1924.

    Repertoire

    Ein Repertoireverzeichnis von Dora Bright lässt sich derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellen. Nachgewiesen sind Aufführungen der folgenden Werke:


    Allon, Erskine. Suite für Klavier (UA).


    Arne, Thomas. Sonata (keine Präzisierung).


    Bach, Carl Philipp Emanuel. Sarabande und Presto.


    Bach, Johann Sebastian. Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903.

    Bach, Johann Sebastian. Italienisches Konzert BWV 971.

    Bach, Johann Sebastian. Konzert für Klavier und Orchester d-Moll BWV 1052.

    Bach, Johann Sebastian. Partita B-Dur BWV 825.

    Bach, Johann Sebastian. Partita c-Moll BWV 826.

    Bach, Johann Sebastian. Sonate h-Moll für Violine und Klavier BWV 1014.

    Bach, Johann Sebastian. Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 in der Bearbeitung Carl Tausigs.


    Beethoven, Ludwig van. Konzert für Klavier und Orchester c-Moll op. 37.

    Beethoven, Ludwig van. 32 Variationen c-Moll WoO 80.

    Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate E-Dur op. 109.


    Bennett, Sterndale. Maid of Orleans op. 46.

    Bennett, Sterndale. Scherzo e-Moll op. 27.


    Brahms, Johannes. Violinsonate G-Dur op. 78.


    Byrd, William. Pavane und Galliarde „Earl of Salisbury“.


    Chopin, Frédéric. Konzert für Klavier und Orchester e-Moll op. 11.

    Chopin, Frédéric. Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52.

    Chopin, Frédéric. Etüden op. 25.

    Chopin, Frédéric. Klaviersonate h-Moll op. 58.

    Chopin, Frédéric. Mazurken (keine Präzisierung).

    Chopin, Frédéric. Nocturnes (keine Präzisierung).

    Chopin, Frédéric. Scherzo Nr. 1 h-Moll op. 20.

    Chopin, Frédéric. Walzer Nr. 5 As-Dur op. 42.


    Clark, Moir. Klavierquintett (UA).

    Clark, Moir. Polonaise für Violine und Klavier.

    Clark, Moir. Variations on an Original Theme a-Moll.


    Dvořák, Antonín. Klavierquartett D-Dur op. 23.


    German, Edward. Mazurka und Impromptu.


    Grieg, Edward. Vier Humoresken op. 6.


    Händel, Georg Friedrich. Suite e-Moll HWV 429.


    Häßler, Johann Wilhelm. Gigue d-moll.


    Hiller, Ferdinand. Konzert für Klavier und Orchester fis-Moll op. 69.


    Macfarren, Walter. Concertstück e-Moll für Klavier und Orchester.

    Macfarren, Walter. Studies (UA).


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Variations Sérieuses op. 54.


    Moszkowski, Moritz. Konzert für Klavier und Orchester E-Dur op. 59.


    Mozart, Wolfgang Amadeus. Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466.

    Mozart, Wolfgang Amadeus. Klavierquartett g-Moll KV 478.


    Purcell, Henry. Suite g-Moll Z 661.


    Schubert, Franz. Klaviersonate G-Dur op. 78.


    Schumann, Robert. Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54.

    Schumann, Robert. Fantasie C-Dur op. 17.

    Schumann, Robert. Kinderszenen op. 15.


    Stanford, Charles Villiers. Toccata (keine Präzisierung).


    Tschaikowsky, Peter I. Konzert für Klavier und Orchester b-Moll op. 23.


    Weber, Carl Maria von. Momento capriccioso op. 12.

    Quellen

    Literatur


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    Artikel „Bright, Dora Estella“. In: Walford’s County Families of the United Kingdom. 1909 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Artikel „Bright, Dora Estella“. In: Who’s who in music. H. S. Wyndham (Hg.). 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Artikel „Bright, Dora Estella“. In: Grove’s Dictionary of Music and Musicians. 5th Edition. Edited by Eric Blom. Bd. 1, London: Macmillan & Co LTD, 1954, S. 937.


    Artikel „Bright, Dora Estella“. In: Lexikon der Frau. Zürich: Encyclios Verlag, 1954, Bd. 1, Sp. 525.


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    Burton, Nigel. Artikel „Bright, Dora“. In: The New Grove Dictionary of Women Composers. Julie Anne Sadie (Hg.). London: Macmillan, 1995, S. 84f.


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    Elson, Arthur. Women’s Work in Music. Boston: L. C. Page & Company, 1903.


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    Fuller, Sophie. Women Composers during the British Musical Renaissance, 1880–1918. PhD diss. University of London, 1998.


    Fuller, Sophie. Artikel „Bright [Knatchbull], Dora (Estella)“. In: The New Grove. Dictionary of Music & Musicians. Second Edition. Edited by Stanley Sadie. London: Macmillan Publishers Limited, 2001. Vol. 4, S. 353f.


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    Heller, Barbara/Weiermüller-Backes, Isolde. Klaviermusik von Komponistinnen vom 17. bis zum 21. Jahrhundert: Verzeichnis mit Hinweisen für den Unterricht. Düsseldorf: Staccata-Verlag, 2003.


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    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904–1910.



    Rezensionen und Zeitungsartikel


    Musikalisches Wochenblatt vom 23. Oktober 1890, S. 542.


    The Musical Times vom 1. Januar 1885, S. 31.

    The Musical Times vom 1. August 1888, S. 472.

    The Musical Times vom 1. August 1883, S. 440.

    The Musical Times vom 1. August 1885, S. 479.

    The Musical Times vom 1. August 1886, S. 480.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1886, S. 719.

    The Musical Times vom 1. März 1888, S. 151.

    The Musical Times vom 1. August 1888, S. 472.

    The Musical Times vom 1. Januar 1887, S. 43.

    The Musical Times vom 1. März 1889, S. 154.

    The Musical Times vom 1. April 1889, S. 218.

    The Musical Times vom 1. April 1891, S. 218f.

    The Musical Times vom 1. Februar 1892, S. 84.

    The Musical Times vom 1. März 1892, S. 151.

    The Musical Times vom 1. November 1892, S. 681.

    The Musical Times vom 1. April 1893, S. 229.

    The Musical Times vom 1. Mai 1893, S. 279.

    The Musical Times vom 1. Juni 1893, S. 359.

    The Musical Times vom 1. Juli 1894, S. 481.

    The Musical Times vom 1. März 1895, S. 170.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1895, S. 815.

    The Musical Times vom 1. Juli 1903, S. 475.

    The Musical Times vom 1. August 1903, S. 527.

    The Musical Times vom 1. April 1904, S. 246.

    The Musical Times vom 1. Mai 1905, S. 329.

    The Musical Times vom 1. März 1908, S. 186.

    The Musical Times vom 1. Mai 1910, Beilage „The School Music Review“.

    The Musical Times vom 1. Mai 1915, S. 305.

    The Musical Times vom 1. Januar 1916, S. 48.

    The Musical Times vom 1. Juni 1952, S. 38.


    The Times vom 14. April 1886, S. 12.

    The Times vom 10. Mai 1887, S. 12

    The Times vom 30. März 1891, S. 11.

    The Times vom 17. Februar 1892, S. 11.

    The Times vom 13. Mai 1892, S. 3.

    The Times vom 14. April 1893, S. 5.

    The Times vom 27. April 1893, S. 9.

    The Times vom 31. Oktober 1895, S. 6.

    The Times vom 21. November 1895, S. 4.

    The Times vom 6. Februar 1903, S. 7.

    The Times vom 23. März 1905, S. 12.

    The Times vom 27. November 1907, S. 12.

    The Times vom 12. Dezember 1907, S. 5.

    The Times vom 23. Januar 1908, S. 10.

    The Times vom 28. Januar 1908, S. 1.

    The Times vom 8. September 1908, S. 9.

    The Times vom 1. November 1909, S. 8.

    The Times vom 10. Oktober 1910, S. 12.

    The Times vom 11. Oktober 1910, S. 10.

    The Times vom 25. November 1910, S. 12.

    The Times vom 21. März 1911, S. 11.

    The Times vom 1. April 1911, S. 10.

    The Times vom 21. Mai 1912, S. 8.

    The Times vom 4. April 1914, S. 6.

    The Times vom 12. Oktober 1915, S. 11.

    The Times vom 30. Januar 1933, S. 8.

    The Times vom 15. März 1933, Broadcasting, S. 19.

    The Times vom 25. November 1926, S. 12.

    The Times vom 1. Juni 1935, S. 1.

    The Times vom 8. April 1937, S. 11.

    The Times vom 28. April 1939, S. 22, Broadcasting.



    Links


    http://www.babingtonhouse.co.uk (Stand: 2. August 2011)

    In Babington House, das der Familie Knatchbull gehörte und in dem Dora Bright bis zu ihrem Tod lebte, ist heute ein Club-Hotel untergebracht.


    http://www.concertprogrammes.org.uk (Stand: 5. August 2011)

    Die britische „Concert Programmes Database“ verzeichnet mehrere Konzertprogramme von Dora Bright.


    http://www.recmusic.org/lieder/b/dbright.html (Stand: 5. August 2011)

    The „Lied, Art Song and Choral Texts Archive“ verzeichnet mehrere Liedtexte von Liedern Dora Brights.

    Forschung

    Im Rahmen ihrer Studien über englische Komponistinnen hat sich Sophie Fuller mit Dora Bright auseinandergesetzt und die „Variations on an Original Theme of G. A. Macfarren“ für zwei Klaviere herausgegeben. Wo sich der Nachlass befindet, ist nicht bekannt. Zu Dora Bright liegen keine weiteren Forschungsinformationen vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Dora Bright umfasst ihre Biografie und ihre Tätigkeiten sowie eingehende Untersuchungen ihrer Kompositionen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 79387610
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 11650837X
    Library of Congress (LCCN): no00073255
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 07.11.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Dora Bright“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 7.11.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Dora_Bright