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  • Clara Angela Macirone

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Clara Angela Macirone
    Lebensdaten:
    geb. in London, England
    gest. in London, England
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin, Schulmusikerin, Dirigentin, Autorin
    Charakterisierender Satz:

    „Miss Macirone holds a high place amongst English musicians. Her many beautiful compositions show genius and feeling, with the attainments of a thorough artist. ‚The Wounded Cupid’ is the well-known little poem of Herrick, treated with congenial grace and delicacy. The other is Sintram’s song, from ‚Sintram and his Companions’; and the music has all the German quaintness of the words. They have been sung at the concerts of the London Glee and Madrigal Union, giving great pleasure to the audience.“


    „Fräulein Macirone nimmt unter englischen Musikern einen hohen Rang ein. Ihre vielen schönen Kompositionen zeigen Genie und Gefühl, mit den Errungenschaften eines vollkommenen Künstlers. ‚The Wounded Cupid’ ist das bekannte kleine Gedicht von Herrick, das sie kongenial mit Anmut und Feinsinn verarbeitet hat. Das andere ist Sintrams Lied aus ‚Sintram and his Companions’, und die Musik übernimmt all die malerische Eigenart der deutschen Dichtung. Sie wurden bei den Konzerten der London Glee and Madrigal Union unter großem Wohlgefallen des Publikums gesungen.“


    („The Musical Times“ vom 1. September 1863, S. 123).


    Profil

    Die Pianistin, Komponistin und Musiklehrerin Clara Angela Macirone wurde an der Royal Academy of Music ausgebildet und konnte sich anschließend im britischen Musikleben etablieren. Sie gab regelmäßig eigene Konzerte u. a. mit Musikerinnen und Musikern wie dem Sänger Johann Baptist Pischek, dem Violoncellisten Alfredo Piatti und dem Geiger Joseph Joachim, bei denen auch eigene Werke auf dem Programm standen. Mehr als fünfzig Jahre lang stand sie mit ihren Kompositionen in der Öffentlichkeit, darunter Chorwerke, Kompositionen für Sologesang und kammermusikalische Werke, und wurde als Komponistin hoch geschätzt. Von 1849 bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen ihre Kompositionen in renommierten Londoner Musikverlagen u. a. bei Stanley Lucas, Weber & Co, Edwin Ashdown und Novello & Co Darüber hinaus war Clara Angela Macirone eine gefragte Schulmusikerin und übernahm bereits in den 1870er Jahren die Leitung der Musikabteilung an Mädchenschulen.

    Orte und Länder

    Clara Angela Macirone wurde in London geboren und verbrachte dort ihr Leben. Sie studierte an der Royal Academy of Music und war u. a. leitende Musiklehrerin an der Aske’s School for Girls im Londoner Stadtteil Hatcham sowie an der Church of England High School for Girls in der Londoner Baker Street. Von 1848 bis 1887 lebte sie gemeinsam mit ihrer Schwester, der Malerin Emily Macirone, in einem Haus in Gloucester Gate, Regent’s Park (5 Park Terrace).

    Biografie

    Clara Angela Macirone wurde am 20. Januar 1821 in London als Tochter von George Francis Macirone (1789–1858) und seiner Frau Mary Ann, geb. Perriman (1791–1869) geboren und in St. Botolph’s-without-Bishopsgate getauft. Sie war das zweite von insgesamt fünf Kindern. Beide Eltern waren herausragende Amateurmusiker, der Vater als Sänger, die Mutter als Pianistin. Von klein auf erhielt Clara Angela Macirone Unterricht in modernen Sprachen, in Zeichnen und Malen sowie in Klavier und vermutlich auch im Fach Komposition. Erst mit 18 Jahren entschied sie sich, Musik ins Zentrum ihrer Ausbildung zu stellen (vgl. Malleson 2012, S. 227). Von 1839 bis 1844 studierte Clara Angela Macirone Klavier an der Royal Academy of Music in London. Dabei wurde sie von Cipriani Potter und William Henry Holmes im Fach Klavier unterrichtet und erhielt zusätzlich Gesangsunterricht bei einem Signor Negri und bei J. Bennett sowie Kompositionsunterricht bei Charles Lucas (vgl. Champlin 1888ff.). Bereits während ihres Studiums trat sie mehrfach in den Orchesterkonzerten der Royal Academy of Music in den Hanover Square Rooms auf, sowohl als Pianistin als auch als Sängerin. So spielte sie in diesem Rahmen z. B. im Mai 1841 Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73, und die „Times“ bemerkte: „Beethoven’s concerto in E flat was performed by Miss Macirone, a pupil of Mr. W. H. Holmes, with great delicacy of execution, and was loudly applauded.“ („Beethovens Konzert in Es-Dur wurde von Fräulein Macirone, einer Schülerin von Mr. W. H. Holmes, mit großartiger Feinsinnigkeit der Ausführung dargeboten und erhielt lauten Beifall.“; „The Times“ vom 10. Mai 1841, S. 5) Im Juli 1841 sang sie dort Wolfgang Amadeus Mozarts „Per pietà, bell’ idol mio“ für Sopran und Orchester KV6 73b sowie – gemeinsam mit anderen Studierenden – die Canzone „Ecco quel fiero istante“ von Michele Costa (vgl. „The Times“ vom 19. Juli 1841, S. 6).


    An der Royal Academy war Clara Angela Macirone hochgeschätzt. Bereits kurz nach Abschluss ihres Studiums wurde sie dort als Dozentin für Klavier angestellt und gleichzeitig zum Mitglied der Londoner Philharmonic Society ernannt (vgl. Baptie 1887). Parallel konnte sie sich als Pianistin und Komponistin im Londoner Musikleben etablieren. Von 1846 bis 1864 veranstaltete sie jährlich eigene Konzerte in den Londoner Hanover Square Rooms, erstmals am 26. Juni 1846 (vgl. Wichmann 2012). Ihr Jahreskonzert 1847 fand dort unter Mitwirkung von bekannten Musikerinnen und Musikern statt, u. a. mit dem Sänger Johann Baptist Pischek und dem Harfenisten Dieudonné-Félix Godefroid. Auf dem Programm standen – neben einer der Violinsonaten von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Theodor Döhlers Tarantella op. 39 – mehrere ihrer eigenen Werke, darunter zwei deutsche Lieder „Lebewohl“ und „Ständchen“, das Duett „Love having once flown’“ und die Ballade „Come again“. Die „Times“ rezensierte: „The full attendance yesterday morning at the hanover square Rooms showed the estimation in which Miss Macirone is held by her friends and the public. The concert-giver is not merely a clever pianist, but a musician of general acquirement, which was evidenced in several compositions from her pen which figured in the programme of yesterday’s entertainment. Among these were two German songs, ‚Lebewohl’ and ‚Ständchen’, judiciously intrusted to Herr Pischek; a duet, ‚Love having once flown’, a pretty inspiration [...]; and last and best, a ballad in A minor, ‚Come again,’ a melody charmingly quaint and original, and accompanied with refined and musician-like taste [...]. Miss Macirone exhibited her powers as a pianist in a sonata for violin and piano, by Mendelssohn, in which she was ably assisted by Mr. Hausmann, and in Dohler’s ‚Tarantella’, which though she performed equally well, was far less worthy of her powers.“ („Die große Besucherzahl gestern Morgen in den Hanover Square Rooms zeigte die Wertschätzung, die Fräulein Macirone von ihren Freunden und der Öffentlichkeit entgegengebracht wird. Die Konzertgeberin ist nicht nur eine geschickte Pianistin, sondern eine Musikerin mit vielseitigen Fähigkeiten, wie einige Kompositionen aus ihrer Feder zeigten, die auf dem Programm der gestrigen Unterhaltung standen. Darunter waren zwei deutsche Lieder, ‚Lebewohl’ und ‚Ständchen’, die sie wohlüberlegt Herrn Pischek anvertraute; ein Duett, ‚Love having once flown’, eine hübsche Eingebung […] und – das Beste zuletzt – eine Ballade in a-Moll, ‚Come again’, eine entzückend malerische und originelle Melodie, raffiniert und geschmackvoll begleitet[…]. Fräulein Macirone präsentierte ihre Fähigkeiten als Pianistin in einer Sonate für Violine und Klavier von Mendelssohn, in der sie von Herrn Hausmann meisterhaft unterstützt wurde, und in Dohlers ‚Tarantella’, die, obwohl sie sie ebenso gut aufführte, ihren Fähigkeiten weitaus weniger würdig war.“; „The Times“ vom 10. Juni 1847, S. 8) Zudem trat Clara Angela Macirone in den Crystal Palace Concerts auf, u. a. mit Musikern wie dem Violoncellisten Alfredo Piatti und dem Geiger Joseph Joachim (vgl. Baptie 1887). Noch 1889 spielte sie mit der Geigerin Gabrielle Vaillant in der Londoner Musical Artist Society ihre eigene Suite de pièces e-Moll für Violine und Klavier (vgl. Wichmann 2012).


    Ab 1870 wandte sich Clara Angela Macirone verstärkt der Musikpädagogik, insbesondere der musikalischen Ausbildung von Mädchen, zu. Von 1872 bis 1878 wirkte sie als leitende Musiklehrerin („head music-mistress“) an der Aske’s School for Girls im Londoner Stadtteil Hatcham, einer Schule, die einen Schwerpunkt auf die musikalische Ausbildung ihrer Schülerinnen legte und ab 1875 mit der Royal Academy of Music (RAM) kooperierte. In einer Rede anlässlich der ersten Prüfungen, die von der RAM abgenommen wurden, beschrieb der Komponist und Direktor der RAM George Alexander Macfarren 1877 die Besonderheiten der Schule und die Rolle von Clara Angela Macirone: „One of the special characteristics of this school is its carefully organised musical departement, under Miss Macirone and an able staff of assistant professors; and the high position it has attained is borne out by the circumstance of the Principal of the Royal Academy of Music coming especially to examine the music pupils and award the scholarships for the ensuing year. [...] It is most dangerous to have bad teaching or to gain bad habits; thus these pupils are fortunate in having the lady at the head of the music-school a distinguished musician in high esteem in our profession. The many proofs of her care and qualifications give great cause for confidence in her skill as a teacher and director of teachers. I think the institution fortunate in having secured her services, and I thank Miss Macirone, in the name of our profession, for the work she has done here in the cause of music, and for the care she has bestowed on the progress of the pupils of this school.“ („Eines der besonderen Merkmale dieser Schule ist ihre sorgfältig organisierte Musikabteilung unter Fräulein Macirone und einer kompetenten Belegschaft von Assistenten, und die hohe Stellung, die sie erreicht hat, wird von dem Umstand getragen, dass der Direktor der Royal Academy of Music eigens kommt, um die Musikschüler zu begutachten und Stipendien für das darauffolgende Jahr zu vergeben. […] Es ist höchst gefährlich, eine schlechte Lehre zu haben oder sich schlechte Gewohnheiten anzueignen, daher haben diese Schüler Glück, eine Dame als Leiterin zu haben, die eine ausgezeichnete Musikerin mit großem Ansehen in unserem Metier ist. Die vielen Beweise für ihre Sorgfalt und Eignung geben Anlass zu Vertrauen in ihre Fähigkeit als Lehrerin und als Direktorin der Lehrer. Ich denke, die Institution hat Glück, sich ihre Dienste gesichert zu haben, und ich danke Fräulein Macirone im Namen unseres Faches für die Arbeit, die sie hier für die Musik geleistet hat und für die Sorgfalt, mit der sie sich dem Fortschritt der Schüler dieser Schule gewidmet hat.“; „The Musical Times“ vom 1. Februar 1878, S. 80) Ein Jahr später wurde Clara Angela Macirone in derselben Position an die Church of England High School for Girls in der Londoner Baker Street berufen. In den Jahren 1883/84 veröffentlichte sie zudem vier „Briefe“ unter dem Titel „On Taste in the Choice of Songs“ sowie weitere sieben „Briefe“ mit dem Titel „A Plea for Music“ in der Mädchenzeitschrift „Girl’s Own Paper“. Darüber hinaus leitete sie als Dirigentin die lokale Musikgesellschaft „The Village Minstrels“ (vgl. Baltzell 1911; de Bekker 1924).


    Clara Angela Macirone kompositorisches Werk besteht vor allem aus geistlichen und weltlichen Chorkompositionen sowie Werken für Sologesang und Klavier. Hierzu gehören Textvertonungen von Alfred Tennyson, Torquato Tasso, William Shakespeare, George Herbert, Sir Walter Scott, Franz Grillparzer und Elizabeth Barrett Browning. Aus ihrer Tätigkeit als Musiklehrerin sind zudem zahlreiche Kinderlieder und Stücke für Kinderchor hervorgegangen, so z. B. die Lieder „I had a little castle“, „Little Boy Blue“ und „Little grey pussy cat“. Hinzu kommen mehrere Kompositionen für Klavier wie z. B. die „Summer Serenade“ und „Old English Tunes“ sowie die bereits erwähnte „Suite de pièces“ e-Moll für Violine und Klavier. Ab 1849 erschienen ihre Kompositionen regelmäßig in renommierten Londoner Musikerverlagen, darunter Stanley Lucas, Weber & Co, Edwin Ashdown, J. B. Cramer & Co sowie Novello & Co.


    Bereits in den 1840er Jahren wurden Clara Angela Macirones Werke von Sängerinnen und Sängern wie Clara Novello, Johann Baptist Pischek und Antoinette Sterling aufgeführt. Eines ihrer Chorwerke soll im Crystal Palace mit 3000 Sängerinnen und Sängern gesungen worden sein (vgl. Baptie 1887), ihr „Anthem“ wurde in der Canterbury Cathedral aufgeführt, und Johann Baptist Pischek sang ihr „Benedictus“ für Gesang Solo in den Hofkapellen von Württemberg und Bayern. Eben dieses „Benedictus“ schickte Clara Angela Macirone auch an Felix Mendelssohn Bartholdy zur Begutachtung, der ihr mit einem Brief antwortete. Dieser Brief wird – ein musikgeschichtliches Kuriosum – in einem britischen Lexikonartikel wie folgt zitiert: „Leipsic, 3rd April, 1847. My dear Madam. Allow me to present many thanks for the ‚Benedictus’ which you kindly sent to me, and which I have perused with very great pleasure; it shows the feeling, and at the same time the skill, with which you practise our beloved art, and simple as it seems to be, it affords everywhere a proof of zealous and assiduous study, and of that enthusiasm, without which study avails nothing. May you continue to write many beautiful things, and believe me that nobody shall be more glad to hear of, and become thoroughly acquainted with more of your works than, my dear Madam, your most obliged servant, Felix Mendelssohn Bartholdy.“ („Leipzig, 3. April 1847. Meine liebe Dame. Erlauben Sie mir, vielen Dank für das ‚Benedictus’ auszudrücken, das Sie mir freundlicherweise geschickt haben und das ich mit großem Vergnügen durchgesehen habe; es zeigt das Gefühl und gleichzeitig die Fähigkeit, mit der Sie unsere geliebte Kunst praktizieren, und, so einfach sie zu sein scheint, sie erfordert überall den Nachweis eifriger und gewissenhafter Übung und jenen Enthusiasmus, ohne den Übung nichts erreichen kann. Mögen Sie fortfahren, viele schöne Dinge zu schreiben, und glauben Sie mir, dass niemand mehr erfreut sein wird, davon zu hören und mit mehreren von Ihren Werken vollkommen bekannt zu werden, als, meine liebe Dame, Ihr höchst ergebener Diener, Felix Mendelssohn Bartholdy.“; zit. n. Baptie 1887).


    Auch die regelmäßigen Rezensionen ihrer Werke in der „Musical Times“ zeigen, dass Clara Angela Macirone im britischen Musikleben mehr als fünfzig Jahre lang nicht nur als Pianistin, Dirigentin und Schulmusikerin, sondern auch als Komponistin etabliert und hoch angesehen war. Kaum ein Rezensent verzichtete darauf, zunächst ihre Bedeutung hervorzuheben, bevor er zum jeweiligen Werk überging. So schrieb die „Musical Times“ z. B. 1863 über die Komponistin und zwei ihrer vierstimmigen Chorlieder: „Miss Macirone holds a high place amongst English musicians. Her many beautiful compositions show genius and feeling, with the attainments of a thorough artist. ‚The Wounded Cupid’ is the well-known little poem of Herrick, treated with congenial grace and delicacy. The other is Sintram’s song, from ‚Sintram and his Companions’; and the music has all the German quaintness of the words. They have been sung at the concerts of the London Glee and Madrigal Union, giving great pleasure to the audience.“ („Fräulein Macirone nimmt unter englischen Musikern einen hohen Rang ein. Ihre vielen schönen Kompositionen verraten Genie und Gefühl mit den Errungenschaften eines vollkommenen Künstlers. ‚The Wounded Cupid’ ist das bekannte kleine Gedicht von Herrick, das sie kongenial mit Anmut und Feinsinn verarbeitet hat. Das andere ist Sintrams Lied aus ‚Sintram and his Companions’ [Sintram und seine Gefährten], und die Musik übernimmt all die malerische Eigenart der deutschen Dichtung.Sie wurden bei den Konzerten der London Glee and Madrigal Union mit großem Beifall des Publikums gesungen.“; „The Musical Times“ vom 1. September 1863, S. 123). Über das Lied für Singstimme und Klavier „Take, o take“ aus Shakespeares „Measure for Measure“ hieß es an derselben Stelle 1869: „This song [...] is obviously the composition of one who earns her right to enrol herself amongst its contributors by a deep sympathy with the poetry she undertakes to illustrate [...]. It is an exceedingly graceful song, and the harmonies are throughout unobtrusive and thoughtful.“ („Dieses Lied […] ist offensichtlich die Komposition von jemandem, die ihr Recht sich unter den Mitwirkenden einzuschreiben durch ein tiefes Mitgefühl mit der Dichtung, die sie zur Veranschaulichung übernimmt, verdient […]. Es ist ein äußerst anmutiges Lied und die Harmonien sind durchweg dezent und bedacht.“; „The Musical Times“ vom 1. August 1869, S. 182) In den 1870er Jahren schrieb Clara Angela Macirone eine Reihe geistlicher Sololieder, die sie unter dem Titel „Sunday Songs“ veröffentlichte. Über eines dieser Lieder „Sweetest Saviour“ nach einem Text von George Herbert schrieb die „Musical Times“ 1873: „Miss Macirone always writes well, and both in her pianoforte and vocal music evinces an earnest appreciation of the highest forms of art which must ever ensure her a welcome with a cultivated audience. The composition before us is truly sacred, and treated throughout with a refinement which lifts it far above the manufactured religious songs of the day. The theme is in the purest sympathy with the words; and the accompaniment is appropriate and free from any obtrusive display of learning.“ („Fräulein Macirone schreibt immer sehr gut und sowohl ihre Klavier- als auch ihre Vokalmusik bekunden eine aufrichtige Wertschätzung der höchsten Formen der Kunst, die ihr bei einem kultivierten Publikum immer ein Willkommen garantieren muss. Die Komposition vor uns ist wahrlich heilig und durchweg mit einer Raffinesse aufbereitet, die sie weit über die heutzutage angefertigten religiösen Lieder erhebt. Das Thema offenbart die reinste Anteilnahme am Text und die Begleitung ist angemessen und frei von jeder aufdringlichen Darstellung des Lernens.“; „The Musical Times“ vom 1. Juli 1873, S. 143) Eine Sammlung mit Chorstücken, die 1879 erschien, wurde wie folgt rezensiert: „As a composer of the modern part-song Miss Macirone has already made a name which will always ensure her a welcome; and these two contributions from her pen – both written for mixed voices – will no doubt speedily find a place in the répertoire of our fast-increasing Choral Societies. Of the two we prefer the ‚Emigrant’s Song,’ the bold subject of which is admirably suited to the words. Two or three excellent points are made by the entry of the voices – in imitation; and the harmonies throughout are unexceptionable.“ („Als Komponistin des modernen Chorliedes hat sich Fräulein Macirone bereits einen Namen gemacht, der ihr immer ein Willkommen garantieren wird und diese zwei Beiträge aus ihrer Feder – beide für gemischte Stimmen geschrieben – werden zweifellos schnell einen Platz im Repertoire unserer wachsenden Chorvereine finden. Von den beiden bevorzugen wir den ‚Emigrant’s Song’, dessen gewagtes Thema bewundernswert zum Text passt. Zwei oder drei herausragende Stellen gibt es beim Einsatz der Stimmen in Imitation, und die Harmonien sind durchweg tadellos.“; „The Musical Times“ vom 1. März 1879, S. 159) Auch Clara Angela Macirones bereits mehrfach erwähnte „Suite de pièces“ e-Moll für Violine und Klavier, 1891 im Londoner Verlag Forsyth Brothers erschienen, fand breite Zustimmung: „Amateurs and professional players should not neglect the opportunity of making acquaintance with this graceful and effective composition. The Suite commences with an Allegro risoluto in E minor, having a fine bold subject admirably treated, and in that form which commended itself to the classic writers of the past. This is followed by a charming and graceful Romance, opening in the same key and ending in the tonic major, while a lively and spirited Tarantelle in E minor and major brings the work to an effective end. The parts for the violin and for the pianoforte are each ably written and the hand of the musician is discernible in every bar.“ („Amateure und professionelle Spieler sollten nicht die Gelegenheit auslassen, Bekanntschaft mit dieser anmutigen und nachhaltigen Komposition zu machen. Die Suite beginnt mit einem Allegro risoluto in e-Moll und hat ein schönes, keckesThema, das bewundernswert verarbeitet wird und das sich in der Form den klassischen Komponisten der Vergangenheit empfiehlt. Hierauf folgt eine entzückende und graziöse Romanze, die in derselben Tonart beginnt und in der Durtonika endet, während eine lebhafte und schwungvolle Tarantella in e-Moll und -Dur das Werk zu einem effektvollen Ende bringt. Die Partien für die Violine und für das Klavier sind jeweils gekonnt geschrieben und die Handschrift der Musikerin ist in jedem Takt erkennbar.“; „The Musical Times“ vom 1. November 1891, S. 679).


    Clara Angela Macirone lebte ab 1848 gemeinsam mit ihrer Schwester, der Malerin Emily Macirone, in einem Haus in Gloucester Gate, Regent’s Park (5 Park Terrace). Nach deren Tod 1887 zog sie vermutlich zu ihrem Bruder George Macirone (vgl. Malleson 2012, S. 227), verarmte jedoch – wie es scheint – im Alter zunehmend (vgl. Wichmann 2012).


    Clara Angela Macirone starb am 19. August 1914 in London (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Oktober 1914, S. 620).

    Rezeption

    Zu Lebzeiten war Clara Angela Macirone als Pianistin, Schulmusikerin und Dirigentin wie auch als Komponistin überaus bekannt und hoch geschätzt. Davon zeugen u. a. zahlreiche Lexikonartikel, die bis 1924 in britischen Lexika erschienen. Heute sind Clara Angela Macirone und ihr kompositorisches Werk fast vollständig in Vergessenheit geraten.

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Clara Angela Macirone wurde unter Mithilfe von Maj-Britt Peters auf der Grundlage von Pazdírek 1904ff., digitaler Bibliothekskataloge, insbesondere des britischen Verbundkatalogs Copac, zeitgenössischer Presseerwähnungen sowie von Wichmann 2012 (Schriften) erstellt. Fehlende Angaben zu Verlagen oder Erscheinungsdaten konnten nicht ermittelt werden.



    Chorwerke


    Te Deum and Jubilate für Chor, Druck nicht nachweisbar.


    When summer’s come at last. Part-Song, Druck nicht nachweisbar.


    Four choral songs. Für 2 Sopran, Tenor und Bass (SSTB) a capella. London: Ewer & Co., 1849 und weitere Einzelauflagen.

    1. Jog on the footpath way. Four-Part Song (SATB). Text von Shakespeare, o. O. [London?] 1884. – 2. When The Wind Blows. Spring song – 3. Ragged and torn and true. Four-part Song/alte Ballade für SATB und Klavier (Textincipit: "I am a poor man, God knows "). London: Addison, Hollier, & Lucas, (zwischen 1856 und 1863). – 4. O sweet content.


    The Battle of the Baltic. Choral Song (SATB). [London:] Novello & Co., 1854, auch in: The Musical Times vom 15. April 1854.


    Serenade für Chor (SATB) (Textincipit: "Brim Clim klang kling"). Text von Franz Grillparzer. London: Novello & Co., 1858.


    Sir Knight, Sir Knight, Oh! Whither Away. Four-Part Song (SATB). Text aus "Sintram and his Companions" [Sintram und seine Gefährten] von Friedrich de la Motte-Fouqué. London, 1864.


    The Wounded Cupid (Textincipit: "Cupid, as he lay"). A Four-part Song. Text von Herrick. London: Novello & Co., 1864.

    Woman’s Smile (Textincipit: "Thro’ ev’ry weary stage"). Text von C. C. Clarke. London, 1864.


    Autolycus’ Song. A Four-Part Song (SATB). Text von WilliamShakespeare (Textincipit: "Will you buy"). London: Novello & Co. 1864.


    Footsteps of Angels (SATB) (Textincipit: „When the hours of day are numbered“). Text von Henry W. Longfellow. London, 1864.


    The sun shines fair on Carlisle Wall. Four-Part Song (SATB). Text von Sir Walter Scott. London, 1864.

    Good morrow to my lady bright. Choral Song (SATB). Text von Mrs. C. C. Clarke. London: Novello & Co., 1860, auch in “The Musical Times” vom 1. April 1860.


    Old Daddy Longlegs? Choral Four-Part Song für gemischte Stimmen und Klavier. London, 1872 und London: Lamborn Cock & Co., 1873.


    The Cavalier. Choral Song (Textincipit: "While the dawn"). Text von Sir W. Scott. London: Edwin Ashdown, 1874.


    And shall Trelawney die? Choral Four-Part Song (SATB) mit Klavier. London: Edwin Ashdown, 1876.


    Humptie Dumptie. Choral Four-Part Song (SATB). London: J. B. Cramer & Co., 1876.


    Cavalry Song. Four-Part Song für gemischte Stimmen. (Textincipit: "Tantara, tantara") (SATB). Text von Sydney Dobell. London: Hutchings & Romer, 1878 (= Chorister’s Album Nr. 74).


    The Emigrant’s Song. Four-Part Song (SATB) (Textincipit: "Steer helmsman"). Text von Campbell. London: Hutchings & Romer, 1879 (= Chorister’s Album Nr. 82).


    Humptius in Muro. Part Song (SATTBB). Die lateinische Version von „Humpty Dumpty“ geschrieben von James O. Halliwell-Phillips. London: Cramer & Co, 1880.


    Jack and Jill. Four-Part Song für Frauen- bzw. Sopranstimmen (SSAA). London: J. B. Cramer & Co., 1878.


    The Avon to the Severn runs. Part Song. London, 1881.


    Echoes. Part Song (Textincipit: "How sweet the answer"). Text von Moore. London, 1883.


    The Soldier’s Dream. Choral Song (Textincipit: "Our bugle sang truce"). Text von T. Campbell. London, 1883.


    Ride a Cock-Horse. Part Song für gemischte Stimmen. London, 1884.


    Fare thee well, and if for ever. Five-Part Song für Männerstimmen (ATTBB). Gedicht von Lord [George] Byron, o. O., 1885.


    Daybreak. Part-Song (SATB). Text von Henry W. Longfellow. London: Edwin Ashdown, 1887.


    To all you Ladies now on Land. Choral Song (SATB). Text vom Earl of Dorset. London, 1887* und London: Novello & Co., 1925.


    I had a little Castle. Part Song für drei Kinderstimmen. London: Edwin Ashdown, 1889.


    Little Boy Blue. Part Song für Kinderchor. London: Edwin Ashdown, 1889.


    Little grey Pussie Cat. Part Song für Kinderchor. London: Edwin Ashdown, 1889.


    O yes, O yes, O yes. Part Song für gemischte Stimmen. London: Stanley Lucas, Weber & Co, 1890.

    Four Angels. Nursery Rhyme für Frauen- oder Knabenstimmen. London: Novello & Co, 1891.


    Mistress Mary. Three-Part Song für Frauen- oder Knabenstimmen. London: Novello & Co, 1891.


    Mistress Mary. Three-Part Song (begleitet). London: Novello & Co, 1907.

    Lady-Bird. Unison Song. London: Novello & Co, 1893.


    My Home. Unison Song. London: Novello & Co, 1893.


    Anna Marie. Four-Part-Song (SATB). Text von Sir Walter Scott. London: J. Williams, 1900 (= A Collection of Glees, Part-Songs Nr. 7).


    One Word is too often profaned. Four-Part Song (SATB). Text von Percy B. Shelley. London: J. Williams, 1900 (= A Collection of Glees, Part-Songs Nr. 8).


    Johnnie. Duet & Burden für Sopranstimmen-Chor. Old Rhyme. London: Hutchings & Romer, 1902.


    Down in Australia. Two-Part Song. Text von Gerald Massey. London: J. Curwen & Sons, 1903.


    Hey ding a ding. Three-Part Song. London: Edwin Ashdown, o. J.


    Hush a bye. Four-Part Song. London: J. B. Cramer & Co, o. J.

    Who is Sylvia? Four-Part Song (SATB) mit Klavierbegleitung. London: Edwin Ashdown, o. J.


    Woman’s Smile. A Four-Part Song (SATB). London: Novello & Co., o. J.


    Werke für Sologesang


    Montrose’s Love Song. Für eine Singstimme und Klavier, Druck nicht nachweisbar.


    Lebewohl. Lied für eine Singstimme und Klavier (1847), Druck nicht nachweisbar.


    Ständchen. Lied für eine Singstimme und Klavier (1847), Druck nicht nachweisbar.


    Love having once flown’. Duett für zwei Singstimmen und Klavier (1847), Druck nicht nachweisbar.


    Benedictus. Solo. London 1850.


    Sweetest eyes were ever seen (Textincipit: "On the door you will not enter"). Aus dem Gedicht "Caterina to Camoens" von Elizabeth Barrett Browning. London, 1856.


    Sweet and low. Cradle-Song. Text von Alfred Tennyson. London: Edwin Ashdown, 1857.


    The Rose à Lyndsaye. Song (Textincipit: "There are seven fair flow’rs"). Text aus "The Lives of the Lindsays" von Lord Lindsay. London, 1858.


    Morning song (Textincipit: "While the lark rose sweetly singing"). London, 1859.

    Come to me oh ye children. Lied nach einem Gedicht von Henry W. Longfellow. London, 1860.


    Jeanie. Ballade (Textincipit: "Do ye think of the days that are gone"). Text von D. Greenwell. London, 1861.


    Rolf’s morning hymn (Textincipit: "Whom worldlings scorn"). London, 1861.


    Sister Lettice. Ballade (Textincipit: "I said to Lettice"). Text von Miss D. M. Mulock ("John Halifax"). London, 1861.


    Take, oh take. Page’s Song für Gesang und Klavier aus "Measure For Measure", Akt IV, Szene I (Textincipit: "Take, oh take those lips away"). Text von William Shakespeare. London: C. Lonsdale, 1864.


    Lay of the Troubadour (Textincipit: "Gentle river", aus: from "Rienzi, the last of the Tribunes"). Text von Lord Lytton. London: Weekes & Co., 1872.


    Sweetest Saviour: Dialogue. Song für Gesang und Klavier (Textincipit: "Sweetest saviour, if my soul") (= Sunday Song). Text von George Herbert. London: Lamborn Cock, 1873.


    Star of morn and even. Song für Gesang und Klavier (Textincipit: "Star of morn and even") (= Sunday Song). Text von Francis Turner Palgrave. London: Lamborn Cock, 1873.


    A Farewell. Trio (Textincipit: "My fairest child"). Text von C. Kingsley. London: Edwin Ashdown, 1874.


    Praise. Song (Textincipit: "King of comforts") (= Sunday Song). Text von H. Vaughan. London, 1875.


    Unchanging rest. Song für Gesang und Klavier (Textincipit: "My soul there is a countrie") (= Sunday Song). Text von Henry Vaughan. London: Lamborn Cock, 1876.


    The Balaclava Charge. Song (Textincipit: "Half a league"). Text von Alfred Tennyson. London, 1877.


    A Christmas Carol (Textincipit: "Babe Jesus lay") (= Sunday Song). Text von George Macdonald. London, 1877.


    Brightest & best of the sons of the morning. Song (= Sunday Song). Text von Bischof Heber. London, 1878.


    O Musa. Quartett. Gedicht aus "Gerusalemma Liberata" von Torquato Tasso. London, 1878.


    Song over a Child (Textincipit: "Dream, baby dream"). Text von Barry Cornwall. London, 1878.


    An hour with thee. Song. Text von Sir Walter Scott. London, 1879.


    Daisy’s Song (Textincipit: "Questioning not, nor wishing to know "). Text von Honble. Mrs. Pigott Carleton. London: Hutchings & Romer, 1879.


    The Countrey Lasse. (Textincipit: "Altho’ I am a countrey lasse"). Text von M. Parker. London, 1879.


    My Child. Song für Gesang und Klavier. Text aus "Within and Without" von George Macdonald (Textincipit: "My child woke crying from her sleep"). London: Lamborn Cock, 1880.


    Song of the Flowers. London: Edwin Ashdown, 1881.


    Hesperus. Kanzonette. Text von Edward Arnold aus dem Griechischen nach Sappho. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1882.


    The Recall. Song für Gesang und Klavier (Textincipit: "Come again"). Text von Barry Cornwall. London, 1859 und London: Edwin Ashdown, 1883


    There is dew for the flow’ret. Song für Gesang und Klavier (Textincipit: "There is dew for the flow’ret"). Text von Thomas Hood. London, 1880 und London: S. Lucas, Weber & Co, 1884.


    Glide, softly glide. Song für Tenorstimme und Klavier (Textincipit: Glide softly glide my gallant bark"). Text von Miss Anne Eliza Dardis. London: Edwin Ashdown, 1885.


    Golden Grain (Textincipit: "Love divine will fill thy storehouse"). Song. Text von Mrs. Gordon. London: Stanley Lucas, Weber & Co, 1885.


    The Wandering Knight’s Song. Spanische Ballade, Übersetzung von John Gibson Lockhart. London: J.& J. Hopkinson, 1888.


    By the Waters of Babylon. Verse Anthem (SATB). London & New York: Novello, Ewer & Co, 1890.


    Break, Break, Break. Duett. London: Edwin Ashdown, o. J.


    Come to me, o ye children. Text von Henry W. Longfellow. London: Robert W. Ollivier, o.J.

    Give place ye lovers here. Duett im Kanon gesungen und vier weitere Songs. London: Charles Ollivier, o. J.


    Henri de Lagardière. London: Novello & Co., o. J.


    Ladybird. London: Novello & Co., o. J.


    Lullaby. London: Novello & Co., o. J./Schirmer, o. J.


    Serenade. Text: Franz Grillparzer. London: Robert W. Ollivier, o. J.


    Klavierwerke und Kammermusik


    Zwei Clavierstücke. London: Edwin Ashdown, 1858.

    1. Nacht-Reiselied, Rêverie. – 2. Abwesenheit, Impromptu.


    Suite de pièces in e-Moll für Violine und Klavier. London: Forsyth Brothers, 1891.


    Summer Serenade für Klavier. London: Edwin Ashdown, 1870.


    Old English Tunes für Klavier. Einfach arrangiert, nur im Violinschlüssel. London: Edwin Ashdown, 1883.


    Rondino in G-Dur für Klavier. London: A. Hays, 1889.


    Cantilena für Klavier. London: Edwin Ashdown, o. J.



    Schriften (bibliografiert nach Wichmann 2012)


    Clara A. Macirone, „The Power of Music“, in: The Girl’s Own Paper, 15. Dez. 1883, S. 164−166.

    Clara A. Macirone, „On Taste in the Choice of Songs”, in: The Girl’s Own Paper, 21. März 1885, S. 391−393.

    Clara A. Macirone, „On Taste in the Choice of Songs, Second Letter”, in: Girl’s Own Paper, 30. Mai 1885, S. 549−551.

    Clara A. Macirone, „On Taste in the Choice of Songs, Third Letter”, in: Girl’s Own Paper, 4. Juli 1885, S. 635−636.

    Clara A. Macirone, „On Taste in the Choice of Songs, Fourth and Concluding Letter”, in: Girl’s Own Paper, 1. Aug. 1885, S. 697−701.

    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Second Letter”, in: Girl’s Own Paper, 26. Jan. 1884, S. 269−271.

    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Third Letter”, in: Girl’s Own Paper, 23. Feb. 1884,S. 331−333.

    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Fourth Letter”, in: Girl’s Own Paper, 29. März 1884, S. 411−413.


    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Fifth Letter”, in: Girl’s Own Paper, 19. Apr. 1884, S. 458−460.

    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Sixth Letter”, in: Girl’s Own Paper, 14. Juni 1884, S. 581−582.

    Clara A. Macirone, „A Plea for Music, Seventh and Concluding Letter”, in: Girl’s Own Paper, 19. Juli 1884, S. 661−663.

    Repertoire

    Über das Repertoire von Clara Angela Macirone ist kaum etwas bekannt, obwohl sie regelmäßig konzertierte. Neben Aufführungen ihrer eigenen Werke konnten lediglich Aufführungen folgender Kompositionen bislang nachgewiesen werden:


    Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 (Klavier)


    Costa, Michele. „Ecco que fiero instante“ (Gesang)


    Döhler, Theodor. Tarantella op. 39 (Klavier)


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Sonate Sonate für Violine und Klavier (keine Präzisierung möglich)


    Mozart, Wolfgang Amadeus. „Per pietà, bell’ idol mio“ für Sopran und Orchester KV6 73b (Gesang)

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Macirone, Clara Angela“. In: A Handbook of musical Biography, hg. v. David Baptie, 2. Aufl., 1887 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Macirone, Clara Angela“. In: Cyclopedia of Music and Musicians, hg. v. John Denison Champlin, 3. Aufl. 1888-1890 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Clara Angela Macirone“. In: David Baptie: Sketches of the English glee Composers, 1896 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Macirone, Clara Angela“. In: British musical Biography, hg. v. James Duft Brown, Stephen S. Stratton, 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Macirone, Clara Angela“. In: Dictionary of Musicians, hg. v. Winton James Baltzell, 1911 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Macirone, Clara Angela“. In: Otto Ebel: Women Composers, 3. Aufl. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Macirone (Clara Angela). In: Black’s Dictionary of Music and Musicians, hg. v. Leander Jan de Bekker, 1924 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Malleson, Andrew. Discovering the family of Miles Malleson 1888-1969. Canada, o. O. 2012.


    McNeely, Sarah: Beyond the Drawing Room: The Musical Lives of Victorian Women. In: Nineteenth-Century Gender Studies, 5 (2009), online-Ausgabe http://www.ncgsjournal.com/issue52/mcneely.htm, Stand: 11. September 2012, o. P.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904–1910.


    Wichmann, Jannis: Artikel „Macirone, Clara Angela“, in: Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts, hg. v. Freia Hofmann, online-Ausgabe: (Stand: 28. August 2012).



    Zeitungsartikel und -rezensionen


    Clara Angela Macirone. In: „The Musical Herald“ vom 1. September 1889, auszugsweise abgedruckt in Andrew Malleson. Discovering the family of Miles Malleson 18881969. Canada, o. O. 2012, S. 227–229.


    The Musical Times vom 1. September 1863, S. 123.

    The Musical Times vom 1. August 1869, S. 182.

    The Musical Times vom 1. Juli 1873, S. 143.

    The Musical Times vom 1. Februar 1878, S. 80.

    The Musical Times vom 1. März 1879, S. 159.

    The Musical Times vom 1. November 1891, S. 679.

    The Musical Times vom 1. Oktober 1914, S. 620.


    The Times vom 10. Mai 1841, S. 5.

    The Times vom 19. Juli 1841, S. 6.

    The Times vom 10. Juni 1847, S. 8.




    Links


    http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=macirone-clara-angela-2 (Stand: 28. August 2012)

    Das Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts enthält einen Artikel zu Clara Angela Macirone von Jannis Wichmann.


    http://www.ncgsjournal.com/issue52/mcneely.htm (Stand: 11. September 2012)

    Die Ninteenth-Century Gender Studies enthalten in ihrer Ausgabe 5.2 (Summer 2009) einen Beitrag von Sarah McNeely: Beyond the Drawing Room: The Musical Lives of Victorian Women, in dem ausführlich auf Clara Angela Macirones Schriften eingegangen wird.


    http://www.recmusic.org/lieder/m/macirone.html (Stand: 11. September 2012)

    Die Website „The Lied, Art Song, and Choral Texts Archive“ enthält mehrere Liedtexte von Clara Angela Macirone.


    http://apollo.ram.ac.uk/emuweb/pages/ram/display.php?irn=20858 (Stand: 11. September 2012)

    Die Royal Academy of Music stellt auf ihrer Website die Abbildung einer Komposition von Clara Angela Macirone online zur Verfügung, den diese 1866 Walter Macfarren ins Album geschrieben hatte.

    Forschung

    Der Nachlass von Clara Angela Macirone befindet sich Jannis Wichmann zufolge in der Bibliothek der Royal Academy of Music in London (vgl. Wichmann 2012).

    Andrew Malleson hat jüngst die Familiengeschichte der Familie Malleson aufgearbeitet, zu deren Verwandtschaft auch die Familie Macirone gehört, der ein eigenes Kapitel seines Buches gewidmet ist (s. Malleson 2012, S. 226–252).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Clara Angela Macirone umfasst ihre Biografie, ihre Kompositionen sowie ihre Tätigkeiten. Für die Frauenforschung interessant wäre hierbei auch ihre pädagogisch-künstlerischen Tätigkeiten in britischen Mädchenschulen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 22898692
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116629762
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 20.09.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Clara Angela Macirone“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.9.2012.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Clara_Angela_Macirone