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  • Catarina Cavalieri

    von Melanie Unseld
    Catarina Cavalieri in "Die Bergknappen" von Ignaz Umlauff, 1778. Strich von J. Adam nach Carl Schülz (Ausschnitt)
    Namen:
    Catarina Cavalieri
    Varianten: Catarina Cavaglieri, Catarina Cavalier, Catarina Cavallieri, Catarina Magdalena Josepha oder Francisca Helena Apolonia Cavalieri, Catarina Magdalena Josepha oder Francisca Helena Apolonia Cavaglieri, Catarina Magdalena Josepha oder Francisca Helena Apolonia Cavalier, Catarina Magdalena Josepha oder Francisca Helena Apolonia Cavallieri
    Lebensdaten:
    geb. in Währing (heute zu Wien), Österreich
    gest. in Wien, Österreich

    Das Geburtsdatum von Catarina Cavalieri wird in der Sekundärliteratur unterschiedlich angegeben. Damit einher geht auch die Unsicherheit der Identität: es ist bislang umstritten, welche der beiden Mädchen – Catharina Cavalier oder Francisca Helena Cavalier – sich später in Catarina Cavalieri unbenannt hat, wahrscheinlich ist es die 1755 geborene Catharina Cavalier (vgl. unter Biografie).
    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin (Sopranistin)
    Charakterisierender Satz:

    „[…] sie wird immer gut sein, und es wird keineswegs leicht sein, eine bessere zu erhalten.“

    (Joseph II. an seinen Hofopernintendanten Graf Rosenberg im September 1786 über Catarina Cavalieri, zit. nach Payer von Thurn 1920, S. 70.)


    Profil

    Catarina Cavalieri beeindruckte durch ihre kraftvolle und zugleich ungemein flexible Stimme. Als weniger profiliert galten ihr schauspielerisches Talent und ihr Aussehen, was ihrer stimmlichen Bühnenpräsenz offenbar aber keinen Abbruch tat: sie war die unumstrittene Primadonna der Hofoper in Wien der 1770er bis 1790er Jahre. Zahlreiche Komponisten rechneten es sich als Ehre an, für sie zu komponieren, darunter auch Antonio Salieri (mit dem ihr eine Liaison nachgesagt wurde) und Wolfgang Amadeus Mozart (u.a. die Rolle der Constanze aus der „Entführung aus dem Serail“).

    Orte und Länder

    In Währing, damals einem Vorort von Wien (heute eingemeindet) geboren, ging Catarina Cavalieri im Zuge ihrer Ausbildung nach Wien und verließ die Stadt – soweit bekannt – bis zu ihrem Tod nicht. Ein mögliches Engagement in einer reisenden Operntruppe, das mit Ortswechsel verbunden gewesen wäre, bleibt bislang ungesichert.

    Biografie

    Das Geburtsdatum von Catarina Cavalieri ist umstritten und damit auch ihr familiärer Hintergrund (vgl. dazu Kretschmer 1999 versus Weinmann 1982). Um 1773 wurde sie Schülerin von Antonio Salieri und gab zwei Jahre später, 1775, ihr Debüt in Pasquale Anfossis Oper „La finta giardiniera“ am Wiener Burgtheater. Ab 1778 war sie Hofsängerin in Wien, dort engagiert für das deutsche, französische und italienische Fach. Sie trat u.a. als Constanze bei der Uraufführung der „Entführung aus dem Serail“ (Wolfgang A. Mozart) und in zahlreichen Opern Antonio Salieris auf. 1793 zog sie sich von der Bühne zurück und starb am 30. Juni 1801 in Wien.

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    Der Taufname und damit auch das Geburtsdatum von Catarina Cavalieri sind ungesichert: Entweder wurde sie am 9. Februar 1760 als Francisca Helena Apolonia Cavalier geboren oder am 13. März 1755 als Catharina Magdalena Josepha Cavalier getauft (vgl. dazu Kretschmer 1999 versus Weinmann 1982). Ihren Geburtsnamen änderte sie zu Beginn ihrer Karriere in die italianisierte Version Cavalieri.

    Ihre außergewöhnliche Stimme fiel früh auf, sie erhielt Unterricht bei Antonio Salieri, der ihre gesamte Karriere künstlerisch begleitete. Sie debütierte 1775 in Pasquale Anfossis „La finta giardiniera“ am Kärntnertortheater. Über ihr erstes Auftreten notierte Fürst Khevenhüller in seinem Tagebuch: „…eine hiesige Schullmeisters-Dochter, die sich den italienischen Nahmen: la Cavallieri zugelegte und übrigens eine sehr starcke Voce di petto besitzet, [hat sich] mit vorgefundener vill und billiger Approbation produciret“ (zit. nach Csampai 1983, S. 82). Ihren Durchbruch erlebte Catarina Cavalieri drei Jahre später in der Hauptrolle von Ignaz Umlaufs „Die Bergknappen“, jenem Singspiel, mit dem die Ära des „Teuschen Nationalsingspiels“ eingeleitet wurde. Zum Jahresbeginn 1778 wurde Cavalieri als Sopranistin an das Burgtheater mit einem großzügigen Jahresgehalt von 1200 Gulden engagiert und blieb dort bis 1793 unangefochten.

    Ob zwischen Salieri und Cavalieri eine Liaison bestand, gilt als umstritten. Sicher ist, dass sie sich persönlich sehr nahe standen. Dies ist z.B. ablesbar an den Patenschaften, die Cavalieri für zwei der acht Kinder aus Salieris Ehe mit Theresia Helferstorffer übernahm – für die Töchter Katharina und Theresia. Salieri seinerseits war einer der beiden Zeugen, die das am 9. Februar 1801 aufgesetzte Testament der Sängerin beglaubigten.

    Darüber hinaus bestand fraglos eine enge künstlerische Zusammenarbeit zwischen den beiden: Catarina Cavalieris außerordentliche Stimme prädestinierte sie dazu, häufig eine tragende Rolle in den Opern Salieris zu übernehmen. Sie trat in mehreren seiner Opern auf, so etwa im „Rauchfangkehrer“ (1781, vgl. dazu Braunbehrens 1989, S. 96f.) und neben Nancy Storace in Salieris „La scuola de’ gelosi“. Mit diesem Stück fasste 1783 die italienische Oper im Burgtheater wieder Fuß.

    Offensichtlich von Salieri protegiert, war es aber vor allem ihr Können, das überzeugte. Tobias Philipp von Gebler etwa lobte ihre „starke und angenehme Stimme, mit tiefen und hohen Tönen, die man selten beysammen antrift“, und war beeindruckt von ihren Fähigkeiten, „die schwersten Passagen“ zu singen (Aus dem Josephinischen Wien 1888, S. 105). Auch ihre Musikalität muss besonders ausgeprägt gewesen sein. Offenbar war ihr sängerisches Profil derart überzeugend, dass ihre Schwächen im Darstellerischen gerne übersehen wurden: „Demoiselle Cavalieri, die den Rum der Kenner als eine der ersten Sängerinnen für sich hat, und durch ihren schönen Gesang auch das Ohr des Nichtkenners vergnüget, sich viel mehr Mühe gebet, wenn sie neben anderen spielet, deren Spiel höheren Schwung, mehrere Richtigkeit und sicherere Festigkeit erhalten hat.“ (Schmitt 1781, S. 191) Und Joseph II. schrieb seinem Hofopernintendanten Graf Rosenberg 1788: „Lassen Sie einmal der Kuriosität halber L’Arbore di Diana von der Cavalieri probieren, vielleicht macht sie sich, die Rolle ist nämlich sehr ernst, es ist nur der Moment, wo es sich darum handelt, zärtliche Augen zu machen, was ein wenig schwer fallen dürfte.“ (zit. nach Payer von Thurn 1920, S. 79) Es wird vermutet, dass Äußerungen dieser Art nicht nur auf ihr mangelndes darstellerisches Talent hindeuten, sondern auch auf eine Behinderung, womöglich war sie auf einem Auge blind.

    Als Wolfgang Amadeus Mozart sich in Wien niederließ (1781) stand „C.C.“, wie sie genannt wurde, auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes. Es war daher eine große Ehre für den zugereisten, noch wenig bekannten Komponisten Mozart, dessen Wunderkind-Ruhm der Vergangenheit angehörte und der sich frei in Wien zu etablieren gedachte, für die Primadonna der Hofoper komponieren zu dürfen: Dass Catarina Cavalieri für die „Entführung aus dem Serail“ zur Verfügung stand, barg eine große Chance auf Erfolg, war sie, deren Stimme ungewöhnlichen Umfang mit einer großen Geläufigkeit verband, doch zu dieser Zeit die unumstrittene Primadonna. Mozart gab sich alle Mühe, die Rolle der Konstanze auf die stimmlichen Möglichkeiten der Cavalieri anzupassen: „die aria von der konstanze habe ich ein wenig der geläufigen gurgel der Mad:selle Cavallieri aufgeopfert.“ (Mozart-Briefe, Bd. III, S. 163) Der Erfolg der „Entführung“ war durchschlagend, und nicht zuletzt auch den Sängerinnen und Sängern der Uraufführung zu danken: „’Die Entführung aus dem Serail’ ist zu Wien mit einem sehr ausgezeichneten Beifall aufgenommen worden“, berichtete Johann Friedrich Schink nach der Uraufführung am 16. Juli 1782. „Ein Beifall, den sie […] der vortreflichen Musik des Herrn Mozard, und der sehr guten Vorstellung der Sänger der Nazionalbühne zu verdanken hat.“ (zit. nach Csampai 1983, S. 125)

    Joseph II. gab 1786 eine kurze Oper bei Mozart in Auftrag, die die Theaterkabalen in Wien zum Thema machen sollte, eine „komödie mit Musick“. Es entstand Mozarts Einakter „Der Schauspieldirektor“ KV 486. Im Mittelpunkt steht dabei die Rivalität zwischen Madame Herz und Mademoiselle Silberklang. Für das zeitgenössische Publikum waren hinter diesen sprechenden Namen sofort Aloisia Lange (Mozarts Schwägerin) und Catarina Cavalieri zu erkennen, die beiden Primadonnen, die auch die Uraufführung des Werkes in Schönbrunn sangen. Das Rondo, das Mozart für Catarina Cavalieri komponierte („Bester Jüngling! Mit Entzücken…“) charakterisiert ihre Stimme als kräftig, weniger sicher in der Höhe, aber zu großen Sprüngen und Figurationen fähig. (Die Stimmcharakteristik basiert auf der Analyse jener Kompositionen, die Mozart für Cavalieri komponierte. Diese Methode, sich die Stimme einer Sängerin des 18. Jahrhunderts heute zu vergegenwärtigen, basiert auf der damals gängigen Kompositionspraxis, gerade die Opernpartien – oder einzelne Einlegearien – für die individuelle Stimme des Interpreten/der Interpretin zu komponieren. Mozart bemerkte in diesem Zusammenhang: „[…] ich liebe daß die aria einem sänger so accurat angemessen sey, wie ein gutgemachts kleid“, vgl. Mozart-Briefe, Bd. 2, S. 304, vgl. zum Stimmcharakter der Catarina Cavalieri auch Lewy Gidwitz 1991).

    Weitere Partien, die Mozart für Catarina Cavalieri komponierte sind der Sopranpart aus „Davidde penitente“ KV 469 sowie das Recitativ und Arie „In quali eccessi, o Numi… Mi tradì quell’ alma ingrata…“ KV 540c für die Wiener Fassung des „Don Giovanni“ (dort sang sie 1788 die Donna Elvira). Außerdem arbeitete er mit ihr bei der Aufführung von Georg Friedrich Händels „Acis und Galathea“ (Bearbeitung, KV 566) sowie bei der Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“ (1789) in Wien zusammen. Cavalieri übernahm dabei die Rolle der Gräfin.

    1793 zog sich Catarina Cavalieri von der Bühne zurück. Ihr Testament offenbart, dass sie als Sängerin auch finanziell äußerst erfolgreich gewesen war und es verstanden hatte, rechtzeitig – anders als andere Sängerinnen – für ihren Ruhestand zu sorgen. Sie starb am 30. Juni 1801. Im Totenbeschauprotokoll ist als Todesursache „Faulfieber“ angegeben.

    Würdigung

    Catarina Cavalieri war zwischen 1775 und 1793 eine der großen Primadonnen in Wien. Dass sie derart uneingeschränkt und unangefochten diese Position behaupten konnte, ist sicherlich eher ihrer einhellig gerühmten Stimme zu verdanken, als der nachgesagten Verbindung zu Salieri und dessen Einfluss am Wiener Hof. Dass Primadonnen dem Tratsch und Klatsch am Hof und am Theater ausgesetzt waren, gehörte zum Lebensalltag dazu, so dass daraus heute kaum Schlüsse gezogen werden können.

    Rezeption

    Unumstritten war ihre kraftvoll-klare und flexible Stimme, charakteristisch benannt als „Mademoiselle Silberklang“ in Mozarts „Der Schauspieldirektor“.

    Nach ihrem Bühnenabschied verschwand ihr Name rasch aus dem kulturellen Gedächtnis, allenfalls dank ihrer Verbindung zu Salieri und vor allem als Sängerin Wolfgang Amadeus Mozarts – als erste Constanze aus der „Entführung aus dem Serail“ – blieb ihr Name präsent.

    Repertoire

    Als Primadonna sang Cataria Cavalieri die ersten Partien der Opernproduktionen an der Wiener Hofoper zwischen 1778-1793. Zu den Höhepunkten ihres Reperoires dürfte die Zusammenarbeit mit Mozart gezählt werden: sie wirkte bei der Uraufführung der „Entführung aus dem Serail“ mit (Constanze) sowie bei den Wiener Produktionen von „Le nozze di Figaro“ (Gräfin) und „Don Giovanni“ (Donna Elvira). Das Gesamtrepertoire der Cavalieri ist ein Forschungsdesiderat (s. unter Forschungsbedarf).

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    Opernrepertoire (unvollständig):


    Antonio Salieri: La Finta scema (1775): Vanesia

    Antonio Salieri: Der Rauchfangkehrer (1781): Fräulein Nanette

    Antonio Salieri: La Scuola de gelosi: Ernestina

    Joseph Weigl: Il Pazzo per forza (1788): Eurilla

    Wolfgang A. Mozart: Die Entführung aus dem Serail (1782): Constanze

    Wolfgang A.Mozart: Der Schauspieldirektor (1786): Mademoiselle Silberklang

    Wolfgang A.Mozart: Le nozze di Figaro: Gräfin

    Wolfgang A.Mozart: Don Giovanni: Donna Elvira


    Nachgewiesene Konzert-Auftritte (es werden der Reihe nach genannt: Konzert, Ort, Datum, Komposition und andere Beteiligte):


    Italienische Congregation Wien – Wien – 26.12.1776 – zwei geistliche Arien – Salieri, Guglielmo Jermoli


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien – 18./21.12.1777 – Oratorium „La Passione di nostro Signore Gesù Cristo – Margarethe Spangler, Vincenzo Righini, Antonio Peschi, Salieri


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien – 22./23.12. 1782 – Cantate von Georg Christoph Wagenseil und Arie von Salieri – Valentin Adamberger, Leopold Ponschab, Salieri


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien – 22./23.12.1784 – Oper von Tommaso Traetta „Ifigenia in Tauride“ – Luisa Laschi, Giuseppe Viganoni, Stefano Mandini, Salieri


    Konzert „zum Vortheile der errichteten Tonkünstlergesellschaft“ – Wien – 13.3.1785 – Kantate „Davide penitente“ KV 469 – Mozart, Elisabeth Distler, Valentin Adamberger


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien – 22./23.12.1785 – Karl Ditters von Dittersdorf, Oratorium „Esther“ – Giannina Nani, Rosa Molinelli, Valentin Adamberger, Vincenzo Calvesi, Stefano Mandini, Mozart (Klavierkonzert)


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien – 4./5.4.1789

    „Giobe“, Oratorium von Karl Ditters von Dittersdorf – Aloisia Lange, Valentin Adamberger, Ignaz Saal


    Tafelmusik anläßlich der Vermählung von Erzherzog Franz mit Maria Theresia, Prinzessin beider Sizilien – Redoutensaal Wien – 19.9.1790 – Programm unbekannt –– Salieri, Vincenzo Calvesi, Anton Stadler


    Konzert zu Gunsten der Witwen und Waisen der Tonkünstler-Societät – Wien/Burgtheater – 15./16.4.1792 – u.a. Duett von Sacchini – Salieri, Josepha Müllner (Harfenistin), Vincenzo Maffoli

    Quellen

    Literatur und Quellen:

    Angermüller, Rudolph. Antonio Salieri. Dokumente seines Lebens. 3 Bde. Bad Honnef: Bock 2000.

    Aus dem Josephinischen Wien. Geblers und Nicolais Briefwechsel während der Jahre 1771-1786. Richard Maria Werner (Hg.). Berlin: Hertz 1888.

    Braunbehrens, Volkmar. Salieri. Ein Musiker im Schatten Mozarts. München/Zürich: Piper 1989.

    Clive, Peter: Mozart and his Circle. A Biographical Dictionary. London: J. M. Dent 1993.

    Csampai, Attila, Holland, Dietmar (Hg.). Wolfgang Amadeus Mozart. Die Entführung aus dem Serail. Texte, Materialien, Kommentare, Reinbek: Rowohlt 1983.

    Dittrich, Marie Agnes. „Dichterleid und Damenzank. Zu Salieris ‚Prima la musica e poi le parole’ und Mozarts ‚Schauspieldirektor’. In: Zeit in der Musik – Musik in der Zeit. Diether de LaMotte (Hg.). Frankfurt am Main/Berlin u.a.: Peter Lang 1997, S. 90-104.

    Gärtner, Heinz. „Folget der Heißgeliebten“. Frauen um Mozart. München: Langen Müller 1990.

    Hadamowsky, Franz. Die Wiener Hoftheater (Staatstheater) 1776-1966. 2 Bde. Wien: Prachner 1966 und 1975.

    Grundsätze zur Theaterkritik, über Einsicht Sprache und Spiel in Menschenhaß und Reue. Wien 1790.

    Kretschmer, Helmut. Mozarts „geläufige Gurgel“ – die Sängerin Catarina Cavalieri, in: Wiener Figaro. Mitteilungsblatt der Mozartgemeinde Wien, 56./5. Jg., Dez. 1999, Heft 3/4, S. 9-16.

    Lewy Gidwitz, Patricia. „’Ich bin die erste Sängerin’. Vocal profiles of two Mozart sopranos“. In: Early music, Nov. 1991, S. 565-576.

    Michtner, Otto. Das alte Burgtheater als Opernbühne von der Einführung des deutschen Singspiels (1778) bis zum Tod Kaiser Leopolds II. (1792). Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften 1970.

    Mozart. Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe, gesammelt und erläutert von Wilhelm A. Bauer und Otto Erich Deutsch, 7 Bde., Kassel u.a.: Bärenreiter-Verlag 1962.

    Mozart. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, 20 Bde. Kassel u.a.: Bärenreiter-Verlag 1955 ff.

    Ott, Eugen, und Ott, Karin. “Die geläufige Gurgel der Mlle Cavalieri: Verzierte Vokalmusik bei Mozart”. In: Neue Züricher Zeitung Vol. 212, No. 279, 30.11./1.12.1991, S. 71.

    Payer von Thurn, Rudolf. Joseph II. als Theaterdirektor. Ungedruckte Briefe und Aktenstücke aus den Kindertagen des Burgtheaters. Wien/Leipzig: Heidrich 1920.

    Pisarowitz, Karl Maria. “Mozarts ‘Geläufige Gurgel’ und ihr Anhang. Eine Cavalieristik”. In: Mitteilungen der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, 1/2 (1961), S. 14-19.

    Schmitt, M. A. Meine Empfindungen im Theater. Wien 1781.

    Unseld, Melanie. Mozarts Frauen. Begegnungen in Musik und Liebe. Reinbek: Rowohlt 2005.


    Lexikonartikel:

    „Cavalieri, Catarina“. In: New Grove Dictionary of Music and Musicians. Stanley Sadie (Hg.). 2. Aufl. London: Macmillian Publishers 2001. Bd. 5. S. 297-298. [Patricia Lewy Gidwitz]

    „Cavalieri, Caterina“. In: Musik in Geschichte und Gegenwart. 2. Aufl. Ludwig Finscher (Hg.). Personenteil. Bd. 4. Sp. 462-463. [Daniel Brandenburg]


    Links:

    www.mozarteum.at


    Anm. zur Bibliographie: Wie bei allen Musikerinnen, die mit Wolfgang A. Mozart in Kontakt kamen, finden sich auch über Catarina Cavalieri Hinweise und diversen mehr oder weniger aussagekräftige Informationen in der Mozart-Literatur.

    Forschung

    Es gibt keine Forschungsstelle, die gebündelt Quellenmaterial zu Catarina Cavalieri archiviert. Ein Nachlass der Musikerin ist nicht überliefert.

    Forschungsbedarf

    • Zu den wichtigsten Forschungsdesideraten ist die Erforschung des Repertoires von Catarina Cavalieri zu zählen. Über die von ihr interpretierten Partien, vor allem aber über die für sie komponierten Rollen ließe sich ihr Stimmenprofil gut herausarbeiten (vgl. auch Lewy Gidwitz 1991), so dass das Diktum der „geläufigen Gurgel“ an Prägnanz gewönne.

    • Da sie als Schlüsselfigur der Primadonnen-Kultur im Wien der Mozart-Zeit gelten muß, sind auch auf diesem Gebiet lohnenswerte Forschungen möglich.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 56306063
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 135719429
    Library of Congress (LCCN): no2003082921
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Melanie Unseld


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 08.03.2006


    Empfohlene Zitierweise

    Melanie Unseld, Artikel „Catarina Cavalieri“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 8.3.2006.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Catarina_Cavalieri