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    von Torsten Möller
    Namen:
    Carola Bauckholt
    Lebensdaten:
    geb. in Krefeld, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Verlagsmitbegründerin, Ensemblemitbegründerin
    Charakterisierender Satz:

    „Und dann sitze ich da und höre eben verschiedene Aufnahmen von einer Möwe und versuche, die zu re-notieren: den Rhythmus und vor allem das, was mich daran packt, das grässliche Kreischen zum Beispiel. Strukturen von Tierstimmen sind eben etwas ganz anderes als unsere ‚Musikmusik’.“

    Carola Bauckholt im Gespräch mit Raoul Mörchen im Jahr 2008, Sendung Deutschlandradio Kultur Berlin am 9.12.2008


    Profil

    Im künstlerischen Fokus von Carola Bauckholt steht der Alltag. Nebensächliches wird auf der Bühne zum Besonderen. Immanent musikalische Überlegungen stehen im Vordergrund, werden jedoch oft übertragen auf Visuelles. Komik steht neben Befremdlichem, Skurrilem und Unerwartetem. Bauckholts direkte Kunst eröffnet Räume jenseits traditionellen Klangempfindens. Mit ihrer phantasievollen Fortführung des – von ihrem Lehrer Mauricio Kagel begründeten – „Neuen Musiktheaters“ vertritt die Komponistin eine besondere ästhetische Position in der zeitgenössischen Musik.

    Orte und Länder

    Carola Bauckholt lebte bis Mitte 2013 im Rheinland. Heute hat sie ihren Wohnsitz in Freiburg/Br. Mit Aufführungen ihrer Werke ist sie seit den späten 1990er Jahren im internationalen Musikleben präsent.

    Biografie

    Carola Bauckholt wurde am 21. August 1959 in Krefeld geboren. Früh erhielt sie von ihren musikalisch versierten Eltern Klavierunterricht, entschied sich jedoch vorerst für die Bildende Kunst und das Theater. Zwischen 1976 und 1984 inszenierte Bauckholt am privat finanzierten Theater am Marienplatz in Krefeld-Fischeln unter der Leitung von Pit Therre; gelegentlich war sie auch als Instrumentalistin tätig. Sie begegnete der experimentellen Kunst von John Cage, Gerhard Rühm, Ernst Jandl oder Mauricio Kagel. Vor allem von Kagels Ansatz eines „Neuen Musiktheaters“ fühlte sich Bauckholt angezogen.

    Nach dem Abitur studierte Bauckholt bei Kagel an der Kölner Musikhochschule das Fach Neues Musiktheater im Rahmen einer unakademisch geleiteten Klasse, in der offene, konzeptuelle Diskussionen gleichberechtigt neben Fragen des Tonsatzes, der Harmonielehre oder der Instrumentenkunde standen. Bauckholt, zu diesem Zeitpunkt noch ohne tiefer reichende kompositorische Kenntnisse, lernte im Rahmen ausgiebiger Diskussionen viel über musikszenische Praktiken und deren Realisierung auf der Bühne. Rückblickend sagt sie: „Wir haben produziert und geredet, individuellen Unterricht mit Leistungsnachweisen gab es nicht, wir haben nichts ‚gelernt’. Das war befreiend. Heute ist die Auslese unter Kompositionsstudenten äußerst streng, die Gehörbildung muss perfekt sein, das Analysewissen muss perfekt sein! In ganz Deutschland gibt es keinen Raum mehr für Leute, die nicht diesem Raster entsprechen und gerade deswegen etwas zu sagen haben. Am Ende reproduziert sich nur das akademische System selbst. Wäre ich zehn, fünfzehn Jahre jünger gewesen, ich wäre niemals Komponistin geworden, ich wäre nie in den Betrieb reingekommen.“ (Vgl. Gespräch mit Felix Klopotek unter http://www.stadtrevue.de/archiv/archivartikel/2736-ich-baue-auf-nichts-auf/)

    Erst nach dem Studium vertiefte sich Bauckholt in klanglich Eigenständiges, ohne sich jedoch der klassischen Musiktradition verpflichtet zu fühlen. 1985 gründete sie mit dem Cellisten und Komponisten Caspar Johannes Walter in Köln den Thürmchen Verlag, benannt nach dem Thürmchenswall, wo sie damals wohnten. Seit 1996 sind beide verheiratet und zogen Mitte 2013 mit ihren zwei Kindern nach Freiburg im Breisgau.

    Würdigung

    Charakteristisch für Bauckholts Schaffen ist ein Bezug zu Klängen der Umwelt. Geräusche aus dem Alltag oder der Natur stehen gleichberechtigt neben Tönen. Speziell im Frühwerk, etwa bis in die Mitte der 1980er Jahre, wurden Klänge traditioneller Instrumente angereichert durch unorthodoxe Klangerzeuger. Davon zeugen unter anderem „Like a Rolling Stone“ für Objekte auf der schiefen Bahn (Zusammenarbeit mit Daniel Weißberg, 1978/79) oder „con espressione“ (1982/83) mit den Sätzen „allegretto“ für fünf singende Schauspieler, „amoroso“ für zehn Lichter, acht Objekte und ein Glas, „furioso“ für Trompete und fünf Geräuschemacher, „calmato“ für zwei Violas und fünf Raucher und schließlich „grave“ für Stimme und Zuspielung.

    Ab etwa 1985 begann Carola Bauckholt zunehmend, instrumentale Klang- und Geräuschwirkungen kompositorisch zu nutzen. Mit „Schraubdichtung“ für Sprechstimme, Kontrafagott, Violoncello und Percussion (1989/99) begann eine dezidierte Auseinandersetzung mit Sprache. Zum Einen geht es dabei um eine klangliche „Engführung“ von Instrument und Sprechstimme: So imitieren Kontrafagott oder Violoncello sowohl rhythmische als auch melodische Eigenschaften bestimmter Wörter, zu denen unter anderem „Schraube“, „Mutter“ oder auch „Schleifstein“ gehören. Durch die Isolation einzelner Wörter und die begriffslose „Verklanglichung“ rückt zum Anderen semantisches Potenzial in den Hintergrund, ohne – auch unterstützt durch die den Deutungshof kommentierende Musik – ganz ausgelöscht zu werden: „Anders als bei den Futuristen aber, denen es darum ging, Geräusche im Kontext von Musik erst einmal salonfähig zu machen, lotet Carola Bauckholt die expressiven und assoziativen Bedeutungsfelder aus: Die Schraube dringt gewaltsam ein, dem Schleifstein haftet Quietschendes, Zermürbendes an, die Axt zerschlägt.“ (Vgl. Schwarz-Danuser, 2001, S. 15)

    Prinzipien, die in „Schraubdichtung“ zum Ausdruck kommen, verfolgt Bauckholt weiter in „Pumpe“ für Stimme, Akkordeon, Klavier, Licht und Zuspielung (1994), „Treibstoff“ für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier und Percussion (1995) oder „Kurbel und Wolke“ für Orchester (1997). Bauckholt selbst begreift ihre Art der „Sprachkomposition“ durchaus als bewusste Hinterfragung menschlicher Kommunikation: „Vielleicht insistiere ich beim Komponieren darauf, weil ich mit Sprache viele Probleme habe und weil ich es so oft erlebe, dass sie als Kommunikationssystem völlig ins Leere läuft. Vielleicht bedeutet es daher eher ein kritisches Auseinandersetzen, wenn ich versuche, Sprache durch Übertragung in Musik wieder ein bisschen mit Sinn zu füllen.“ (Vgl. Aus gewohnter Umgebung. Carolin Naujocks im Gespräch mit Carola Bauckholt. In: Positionen 32, S. 23)

    Bauckholt trat zwar mit größeren Orchesterwerken hervor, doch ihre Domäne ist die Kammermusik. (Eine scharf markierte Abgrenzung zum Musiktheater fällt aufgrund wiederkehrender szenischer Versatzstücke schwer). Enge Zusammenarbeiten pflegt Bauckholt unter anderem mit dem Schlagquartett Köln und dem von ihr mitbegründeten Thürmchen-Ensemble. Im Sinne eines experimentellen Zugangs prüft und probiert sie mit den Interpreten Verschiedenes aus, erkundet sowohl andere Möglichkeiten der Tonerzeugung als auch die Tragfähigkeit szenischer Effekte.

    Als Musiktheater gelten der drei Werke umfassende Zyklus „In gewohnter Umgebung“ (1991-1994), „Es wird sich zeigen“ für drei Stimmen, Percussion und Streichquartett (1998) sowie das 2008 in München uraufgeführte „hellhörig“ für Sopran, Mezzosopran, Bariton, 3 Celli, Klavier und 4 Schlagzeuger (2004-2007). „In gewohnter Umgebung“ ist im Sinne Mauricio Kagels von einer in der Partitur minutiös definierten Engführung des Visuellen mit dem Akustischen geprägt. Keine Handlungen im Sinne eines klassischen Librettos stehen im Vordergrund, dafür aber synästhetische Wirkungen. Ein heller werdendes Licht zum Beispiel kann als Crescendo empfunden werden, bestimmte rhythmische Passagen finden ihre Fortsetzung in Blickwechseln der Musiker. Bewusst verzichtet Bauckholt auf eine komplexere Verknüpfung von Visuellem und Musikalischem: „Aber merkwürdigerweise sind diese tautologischen Bewegungen ganz interessant. Das ist dann ein synästhetisches Erlebnis, das man einfach noch nicht so kennt oder nicht gewohnt ist.“ (Vgl. Aus gewohnter Umgebung. Carolin Naujocks im Gespräch mit Carola Bauckholt. In: Positionen 32, S. 22)

    „Das Kleine wird groß, das Gewöhnliche fremd, das Banale merkwürdig.“ (Vgl. Hilberg, MusikTexte 79) Frank Hilberg bezieht seine Worte auf das Musiktheater „Es wird sich zeigen“ für drei Stimmen, Percussion und Streichquartett (1998), trifft aber einen wesentlichen Charakterzug vieler Werke: Bauckholts Kunst ist die der Direktheit. In „Es wird sich zeigen“ gibt es weder Handlung noch Bühnenbild. Verschiedene Episoden („Hecheln“, „Kontext“, „Szenen“) thematisieren je Eigenes: Mit dem einleitenden „Hecheln“ wird das Vokabular vorgestellt, zu dem Semantisches wie Asemantisches gehört. Neben Atemgeräuschen oder Lachen steht eine eigens von Bauckholt entwickelte Phantasiesprache. Die Episode „Szenen“ zeigt unverblümt Alltagssituationen in teils drastischer Eindeutigkeit, etwa wie wie jemand kocht oder sich die Zähne putzt.

    In den Fokus geraten nicht nur der menschliche Alltag, sondern Nebensächliches, dem erst auf der Bauckholtschen Bühne Aufmerksamkeit zuteil wird. Im bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik uraufgeführten „Zugvögel“ für Oboe, Klarinette, Alt-Saxophon, Bassklarinette und Fagott (2011/2012) steht die Beschäftigung mit der äußeren Natur in Form diverser Vogellaute im Vordergrund. Im Gegensatz zu Olivier Messiaens Einbindung in ein homogenes ästhetisches Gesamtkonzept geht Bauckholt – archaische Musizierpraktiken im Hinterkopf – unmittelbar von den Vogellauten aus. Spezielle, oft durch gestopfte Bläser erreichte Klangwirkungen ergeben witzige Effekte jenseits komplex konstruierter zeitgenössischer Musik. Der Wunsch zur direkten Imitation des Gurrens, Quiekens oder Singens schließt nicht nur in „Zugvögel“ dramaturgisch-technische Vorüberlegungen etwa im Sinne von Formprädispositionen aus. Die Durchdringung des Visuellen und Klanglichen zeigt sich abermals durch die Adaption von aus dem Film kommenden Verfahren. In diesem Fall gehören akustische Perspektivenwechsel ebenso dazu wie Tiefenschichtungen und das Spiel mit Vorder- und Hintergrund. Es geht darum, „Räume zu bauen.“ (Bauckholt im Gespräch mit dem Verfasser, Köln, 11.7.2013)

    Rezeption

    1986: Bernd Alois Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln


    1989: Preisträgerin des “Forums junger Komponisten” des WDR Köln (für „zwei Trichter“ für Flöte, Fagott, Trompete, Tuba, Viola, elektrische Gitarre und vier Perkussionisten, 1987-88)


    1990/91: Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart


    1992: Stipendiatin des Künstlerhofs Schreyahn in Niedersachsen


    1993: Gewinnerin des Carl Maria von Weber-Wettbewerbs in Dresden („In gewohnter Umgebung II“ für fünf Schauspieler, Licht, Objekte, Klarinette, Violoncello und Klavier, 1993)


    1995: Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur Nordrhein-Westfalen


    1998: Stipendium der Deutschen Akademie Rom “Villa Massimo”


    1998: Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen


    1996/1997/2001: Vertreterin Deutschlands bei den Weltmusiktagen in Kopenhagen, Seoul und Zürich


    2008: Stern der Woche der Münchener Abendzeitung


    2008: Ausgewählt vom Internationalen Theater Institut für den Wettbewerb NOW


    2010: Deutsche Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie Experimentelle Musik


    2011: Internationale Tournee mit „hellhörig“ (Rheinsberg, Warschau, Santiago de Chile, Buenos Aires)


    2013: Mitglied der Akademie der Künste Berlin

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    1. Musiktheater


    „Like a Rolling Stone“ für Objekte auf der schiefen Bahn (Zusammenarbeit mit Daniel Weißberg, 1978/79). Uraufführung: Köln 1979. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Eure Zeichen“ für sechs Spieler und Zuspielung (1981/82). Uraufführung: Köln 1982. Dauer: ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „grave“ für singenden Schauspieler und Zuspielung (Stimme, Bandoneon und Violine) nach Texten von Gerhard Rühm und Matthäus 5/1 (1982). Uraufführung: Madrid 1982. Dauer: ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „con espressione“ (1982/83). Mit den Sätzen: „allegretto“ für fünf singende Schauspieler, „amoroso“ für zehn Lichter, acht Objekte und ein Glas, „furioso“ für Trompete und fünf Geräuschemacher, „calmato“ für zwei Violas und fünf Raucher, „grave“ für Stimme und Zuspielung. Uraufführung: Köln 1983. Dauer: ca. 30 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Der sechste Sinn“. Ein Essay für Sänger, Schauspieler und Instrumentalisten nach einem Text von Konrad Beyer (1984). Uraufführung: Köln 1984. Dauer: ca. 50 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Der gefaltete Blick“. Szenische Kantate für zwei Stimmen und Violoncello (1984). Uraufführung: Köln 1984. Dauer: ca. 30 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Das klagende Leid“. Zynische Ballade für fünf Bandoneons, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Tuba, einige Musiker und Zuspielung (1985). Uraufführung: Krefeld 1985. Dauer: ca. 60 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Die faule Vernunft“ für zwei Hörner, Kontrabass, vier Percussionisten und zwei Sprechstimmen (1986/87). Ursendung: WDR Köln 1988. Dauer: ca. 19 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „In gewohnter Umgebung II“ für fünf Schauspieler, Licht, Objekte, Videoprojektion, Klarinette, Violoncello und Klavier (1993). Uraufführung: Dresden 1994. Dauer: ca. 30 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Pumpe“ für Stimme, Akkordeon, Klavier, Licht und Zuspielung (1994). Uraufführung: Rümlingen 1994. Dauer: ca. 30 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Lauschangriff“ für acht Musiker (in Zusammenarbeit mit Thomas Stiegler, C. J. Walter und Susanne Walter, 1995). Uraufführung: Witten 1995. Dauer: ca. 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Stachel der Empfindlichkeit“ für Mezzosopran, Kontratenor, drei Violoncelli und vier Percussionisten (1997/98). Uraufführung: Bielefeld 1998. Dauer: ca. 35 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Es wird sich zeigen“ für drei Stimmen, Percussion und Streichquartett (1998). Uraufführung: Berlin 1999. Dauer: ca. 60 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „hellhörig“ für Sopran, Mezzosopran, Bariton, drei Violoncelli, Klavier und vier Schlagzeuger (2004-2007). Uraufführung: München 2008. Dauer: ca. 80 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    2. Stimme und Orchester


    „Doina“ für Stimme und Streichorchester (1996). Uraufführung: Berlin 1997. Dauer: ca. 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Hubschrauber“ für Stimme und Orchester (2001/2002). Uraufführung: Luzern 2002. Dauer: ca. 25 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Reibeklänge“ für zwei Stimmen und Blasorchester (2004). Uraufführung: Arnhem 2004. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „blinder Fleck“ für Stimme, Trompete und Streichorchester (2005/2006). Uraufführung: München 2006. Dauer: ca. 14 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Mensch und Tier“ für Chor und Orchester (2008/2009). Uraufführung: München 2009. Dauer: ca. 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Emil will nicht schlafen...“ für Stimme und Orchester (2010). Uraufführung: Duisburg 2010. Dauer: ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    3. Stimme und Instrument(e)


    „Lau & Tau“ für zwei Männerstimmen, Okarina und Bassmundharmonika nach einem Text von H. C. Artmann (1980). Uraufführung: Köln 1980. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Wortanfall“ für Sprechstimme, Kontratenor, Harfe, Viola da Gamba, Kontrabass, zwei Hörner, Xylophon und Pauken (1986). Uraufführung: Köln 1987. Dauer: ca. 25 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Schraubdichtung“ für Sprechstimme, Kontrafagott, Violoncello und Perkussion (1989/99). Produktion: DRS (=Radio der deutschen und rätoromanischen Schweiz) 1990. Dauer: ca. 6 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Duett“ für Sopran und Altflöte (2002). Uraufführung: Luzern 2002. Dauer: ca. 6 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Reibung & Verschleiß“ für Stimme, drei Violoncelli, vier Percussionisten und Licht (2004). Uraufführung: Münster 2004. Dauer: ca. 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Vollmond, unter null“ für Stimme und Klavier (2004). Uraufführung: Stockholm 2005. Dauer: ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    4. A cappella


    „nein allein“ für fünf Stimmen (1999/2000). Uraufführung: Witten 2000. Dauer: ca. 13 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Instinkt“ für Sopran, Mezzo, Alt, Tenor, Bariton, Bass (2007). Uraufführung: Köln 2008. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Stroh“ für Sopran, Mezzosopran, Bariton und Bass (2012). Uraufführung: Stuttgart 2013. Dauer: ca. 18 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    5. Stimme solo


    „Die Alte“ für Stimme (2001). Uraufführung: Berlin 2002. Dauer: ca. 7 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Emil“ für Stimme (2003). Dauer ca. 3 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    B. Instrumentalmusik


    1. Orchestermusik


    „Balsam“ für Streichorchester (1990). Uraufführung: Heidelberg 1992. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „offen und beweglich“ für Orchester (1992). Uraufführung: Stuttgart 1996. Dauer: ca. 18 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Kurbel und Wolke“ für Orchester (1997). Uraufführung: Frankfurt 1998. Dauer: ca. 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Atempause“ für Orchester (2000/2001). Uraufführung Basel 2001. Dauer: ca. 25 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    2. Musik für Ensemble (mit Elektronik und Video)


    „zwei Trichter“ für Flöte, Fagott, Trompete, Tuba, Viola, elektrische Gitarre und vier Perkussionisten (1987/88). Uraufführung: Bonn 1989. Dauer: ca. 16 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „erinnern vergessen“ für Flöte, Fagott, Violoncello, Kontrabass, Perkussion, Zuspielung, Objekte und Diaprojektion (1990/91). Uraufführung: Wuppertal 1991. Dauer: ca. 30 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „mehr oder weniger“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Perkussion und Klavier (1991). Uraufführung: Stuttgart 1991. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Treibstoff“ für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Perkussion (1995). Uraufführung: Dresden 1995. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Galopp“ für Flöte, Saxophon, Violoncello, elektrische Gitarre und Perkussion (1996). Uraufführung: München 1996. Dauer: ca. 3 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Keil“ für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Perkussion und Klavier (2000). Uraufführung: Köln 2001. Dauer: ca. 15 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „streicheln“ für Flöte, Klarinette, Fagott, Horn, Posaune, Violoncello, Kontrabass, Perkussion und Klavier (2001). Uraufführung: Paris 2002. Dauer: ca. 11 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Vormittagsspuk“ für Trompete, Posaune, Violoncello, Gitarre, Klavier und zwei Schlagzeuger. Musik zum gleichnamigen Film von Hans Richter (2008). Uraufführung: Dresden 2008. Dauer: 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Schlammflocke“ für Ensemble (2010). Uraufführung: Köln 2010. Dauer: 20 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Liebeslied“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Percussion und Klavier (2010). Uraufführung: Freiburg 2010. Dauer: ca. 5 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Humus“ für Bassflöte, Bassklarinette, Horn und sechs Orgelpfeifen (2011). Uraufführung: Köln 2011. Dauer: 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Laufwerk“ für Ensemble und Zuspielung (2011).


    „Zugvögel“ für Oboe, Klarinette, Alt-Saxophon, Bassklarinette und Fagott (2011/2012). Uraufführung: Witten 2012. Dauer: ca. 15 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Schlammflocke II“ für Flöte, Klarinette, Fagott, Trompete, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Perkussion und Klavier (2012). Uraufführung: Amsterdam 2012. Köln: Thürmchen Verlag



    3. Kammermusik (mit Elektronik)


    „Polizeitrieb“ für zwei Schlagzeuger (1985). Uraufführung: Bonn-Beuel 1986. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Kurbel und Wolke“ für zwei Hörner (1986/87). Uraufführung: Köln 1987. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „sottovoce“ für zwei Violoncelli (1988). Uraufführung: Rom 1989. Dauer: ca. 9 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Trio“ für zwei Violoncelli und Klavier (1988/89). Uraufführung: New York 1989. Dauer: ca. 17 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Quintett“ für variable Besetzung (1989). Uraufführung: Köln 1989. Dauer: ca. 15 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „3 Sätze für Blechbläserquintett“ (1989). Uraufführung: Mönchengladbach 1991. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Geräusche“ für zwei Spieler (1992). Dauer: ca. 3 Minuten. Uraufführung: Köln 1992. Köln: Thürmchen Verlag


    „Klarinettentrio“ für Klarinette, Violoncello und Klavier (1993). Uraufführung: Stuttgart 1994. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Maulwurf“ für zwei Fagotte, Kontrafagott und Zuspielung (1993). Uraufführung: Darmstadt 1994. Dauer ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Luftwurzeln“ für Flöte, Klarinette, Viola und Violoncello (1993). Uraufführung: Köln 1994. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Zopf“ für Flöte, Oboe und Klarinette (1992, rev. 1994). Uraufführung: Freiburg 1993. Dauer: ca. 6 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Streichtrio“ für Violine, Viola und Violoncello (1994). Uraufführung: Köln 1994. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Nestwärme“ für drei Bassblockflöten (2000). Uraufführung: Donaueschingen 2002. Dauer: ca. 7 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Kugel“ für drei Violoncelli und Zuspielung (2002). Uraufführung: Witten 2003. Dauer: ca. 18 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Cellotrio“ für drei Violoncelli (2002). Uraufführung: München 2002. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Geräuschtöne“ für Violine, Violoncello und Percussion (2003). Uraufführung: München 2003. Dauer: ca. 12 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Myzel“ für zwei Klaviere in der Präparation von John Cages „Three Dances“ (2009). Uraufführung: Stuttgart 2009. Dauer ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Hirn & Ei“ für Schlagquartett (2010/2011). Uraufführung: Hamburg 2011. Dauer: 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „ohne worte zwei“ für Violoncello, Kontrabassklarinette und Zuspielung (2011). Köln: Thürmchen Verlag


    „Lichtung“ für Streichquartett (2011). Uraufführung: Venedig 2012. Dauer: ca. 10 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    4. Soloinstrument (plus Elektronik)


    „Polsch“ für Klavier (1989). Uraufführung: Köln 1989. Dauer: ca. 6 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Gegenwind“ für Orgel (2004). Uraufführung: Kassel 2004. Dauer: ca. 8 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „ohne Worte“ für Violoncello und Zuspielung (2011). Uraufführung: Florenz 2012, Köln: Thürmchen Verlag



    5. Multimedia


    „langsamer als ich dachte“ für Violoncello, Schlagzeug und Diaprojektion (1990). Uraufführung: Stuttgart 1990. Dauer: ca. 3 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „In gewohnter Umgebung I“ für zwei Perkussionisten, Objekte und Diaprojektion (1991). Uraufführung: Köln 1992. Dauer: ca. 15 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „In gewohnter Umgebung III“ für Violoncello, Klavier (oder Espérou) und Video (1994). Uraufführung Vandoeuvre 1994. Dauer: ca. 17 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „vertraute Rätsel“ für Video, Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier und Perkussion (1995/96). Uraufführung: Dresden 1996. Dauer: ca. 25 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „Kohle, Kreide“ für Mezzosopran, Violoncello und einen Film mit Susanne Walter (2012). Uraufführung: Köln 2012. Dauer ca. 5 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag



    6. Elektronische Musik und alternative Klangerzeuger (ohne Instrumente)


    „Im inneren Ohr“ für Schauspieler und Zuspielung (1983). Uraufführung: Köln 1983. Dauer: ca. 17 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag


    „scala mòbile“. Siebzehnton-Studie für Computer (1988). Uraufführung: Köln 1991. Dauer: ca. 4 Minuten. Köln: Thürmchen Verlag

    Quellen

    Literatur

    (Auswahl, in chronologischer Reihenfolge.Nicht aufgeführt sind zahlreiche Programmheft-Beiträge von und über Werke Carola Bauckholts.)



    A. Schriften von Bauckholt:


    Bauckholt, Carola. „Anmerkung zu Eure Zeichen“. In Neuland. Jahrbuch 1983/84. Nr. 4. S. 188-194.


    Bauckholt, Carola. „Wechselnde Jurys und Leitungen“. In: MusikTexte 36. 1990. S. 39


    Bauckholt, Carola. „Orientierung“. In: Blick zurück nach vorn - ein Buch zur praemoderne. I. Roscheck, H. C. Ottersbach, M. Tsangaris (Hg.). Köln 1992, S. 40


    Bauckholt, Carola. „Identitätsfetzen“. In: Positionen 16. 1993. S. 16


    Bauckholt, Carola. „Visuelle Umgebung optisch wahrnehmen“. In: VivaVoce 40. 1996. S. 19


    Bauckholt, Carola. „Fortschritt, Avanciertheit, Avantgarde“. In: Musik & Ästhetik. 9. Jahrgang. 2005. Heft 33. S. 67



    B. Schriften über Bauckholt


    Leukert, Bernd / Lüdenbach, Clair. „Qualitätsfragen und Ängste wegschieben... Gespräch mit der Kölner Komponistin Carola Bauckholt“. In: Neue Zeitschrift für Musik 145. Nummer 9. 1984. S. 12-15


    Holtz, Corinne. Porträt Carola Bauckholt. Rundfunksendung DRS (=Radio der deutschen und rätoromanischen Schweiz) Zürich am 31.3.1993


    Naujocks, Carolin. „Vernissage der Neuen Musik. Die Komponistin Carola Bauckholt“. Rundfunksendung DeutschlandRadio Berlin am 8.8.1994


    Gronemeyer, Gisela. „Eine Situation, in der alles auseinanderfliegt. Die Komponistin Carola Bauckholt und andere im Umfeld des neuen Musiktheaters“. In: VivaVoce 40. 1996. S. 17-18


    Naujocks, Carolin. „Aus gewohnter Umgebung. Carola Bauckholts Musik aus Bildern, Licht und Klang“. In: Positionen 32. 1997. S. 23-26


    Ehrler, Hanno. „Wolken - ... wie aus dem Urgestein. Ein Komponistinnen-Konzert im Hessischen Rundfunk“. In: MusikTexte 71. 1997. S. 77


    Hilberg, Frank. „Den Klang des Alltags in die Sprache der Instrumente übersetzen. Anmerkungen zu Kammermusikwerken von Carola Bauckholt“. Begleittext zur CD Carola Bauckholt. Wergo WER 6538-2. Mainz 1997


    Messmer, Franzpeter. „Geräusche werden Musik“. In: Fono Forum 4. 1998. S. 54


    Schulz, Reinhard. „Das Ohr am Alltag. Ein Porträt der Komponistin Carola Bauckholt“. Sendung in Bayern 2 am 9.3.1998.


    Karallus, Manfred. „Kapiert. Carola-Bauckholt-Kompaktplatte“. In: MusikTexte 73/74. 1998. S. 125


    Büchter-Römer, Ute / Bauckholt, Carola: „Ich arbeite daran, sehr einfach zu schreiben...“. In: Annäherung X. Clara Mayer (Hg.). Kassel: Furore Verlag, 1999. S. 49-68


    Hilberg, Frank. „Krümel des Alltags. Carola Bauckholts Musiktheater ,Es wird sich zeigen‘“. In: MusikTexte 79. 1999. S. 54-56.


    Lippe, Klaus. Eintrag Carola Bauckholt. In: MGG. Zweite Auflage. Band 2. Kassel: 1999. Sp. 498 f.


    Schulz, Reinhard. „Hellhörig. Porträt der Komponistin Carola Bauckholt”. In: MusikTexte 79.1999. S. 42-46


    Homma, Martina. Eintrag Carola Bauckholt. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition, Bd. 3. London: Macmillan, 2001. S. 919


    Schwarz-Danuser, Monika. CD Booklet “Jenseits des Gesangs”. In: CD Jenseits des Gesangs. Musik in Deutschland 1950-2000. BMG 2001


    Schulz, Reinhard. „Hubschrauber“. Programmheftbeitrag zu einem Konzert der Musica Viva. München, Bayerischer Rundfunk, Konzert im Rahmen der Musica Viva am 12.7.2002


    Gronemeyer, Gisela. „Zwischen Kammermusik und Orchesterklang“. Programmheftbeitrag zur Uraufführung von „Blinder Fleck“. München, Bayerischer Rundfunk, Konzert im Rahmen der Musica Viva am 30.3.2006


    Traber, Habakuk. „Überlegungen zu ,hellhörig‘. Programmheftbeitrag zur Uraufführung von „hellhörig“ im Rahmen der Münchener Biennale am 23.4.2008


    Meyer, Thomas. „Hellhörig von Carola Bauckholt“. In: Tagesanzeiger Zürich vom 26.4.2008. S. 50


    Eggebrecht, Harald. „Der Gesang der Zinkwannen“. In: Süddeutsche Zeitung vom 25.4.2008, S. 16


    Mörchen, Raoul. „Vom Zauber des Alltäglichen. Die Kölner Komponistin Carola Bauckholt“. Sendung Deutschlandradio Kultur Berlin am 9.12.2008


    Keim, Stefan. „Komponistin lässt Sänger wie Schlittenhunde jaulen“. In: Die Welt vom 21.04.2012. Abrufbar unter: http://www.welt.de/regionales/koeln/article106204257/Komponistin-laesst-Saenger-wie-Schlittenhunde-jaulen.html


    Klopotek, Felix. „Ich baue auf Nichts auf!“. Kölner Stadtrevue. Nummer 6. 2012. Abrufbar unter: http://www.stadtrevue.de/archiv/archivartikel/2736-ich-baue-auf-nichts-auf/)



    C. Diskographie


    „hellhörig“. Coviello COV 61009.

    Enthält: „hellhörig“


    „instinkt“. Coviello COV 60916.

    Enthält: „Geräuschtöne“, „Instinkt“, „Kugel“, „Nein Allein“, „Cellotrio“, „Schraubdichtung“


    Dokumentation Music of Ostrava Days 2011 LIVE. Hrsg. von Ostrava Center for New Music.

    Enthält: „„Emil will nicht schlafen...“


    „Klingt gut“. CD Wergo Edition zeitgenössische Musik, hrsg. vom Deutschen Musikrat WER 6538-2.

    Enthält: „Treibstoff“, „Klarinettentrio“, „Luftwurzeln“, „mehr oder weniger“, „Streichtrio“, „Zopf“, „sottovoce“, „Schraubdichtung“.


    „Gesang und Geräusche“. CD edition Thürmchen, Timescraper ETH 9832

    Enthält: „langsamer als ich dachte“, „Doina“, „Geräusche“, „Der gefaltete Blick“.


    Wergo Edition Zeitgenössische Musik: Collection 1, hrsg. vom Deutschen Musikrat WER 65952. Enthält: „Treibstoff“.


    Musik in Deutschland 1950-2000, Orchestermusik. Lautpoesie und Orchester. Hrsg. vom Deutschen Musikrat. BMG 74321 73559 2

    Enthält: „Hubschrauber“.


    Musik in Deutschland 1950-2000, Experiment. Musiktheater. Instrumentales Theater. Hrsg. vom Deutschen Musikrat. BMG 74321 73650 2

    Enthält: „Stachel der Empfindlichkeit“.


    Musik in Deutschland 1950-2000, Vokale Kammermusik, Schola Cantorum & Neue Vocalsolisten. Hrsg. vom Deutschen Musikrat. BMG 74321 73538 2

    Enthält: „nein allein“.


    Musik in Deutschland 1950-2000, Vokale Kammermusik. Jenseits des Gesanges. Hrsg. vom Deutschen Musikrat. BMG 74321 73531 2

    Enthält: „Schraubdichtung“.


    „alles theater“: Neue Vocalsolisten Stuttgart. Stradivarius, STR 33680

    Enthält: „nein allein“.


    Wittener Tage für neue Kammermusik. Dokumentation 2000

    Enthält: „nein allein“.


    „Bobeobi Lautpoesie“. Gertraud Scholz Verlag GSV CD 002

    Enthält: „Schraubdichtung“.


    „SurPlus plays music of Solitude I“. CD d’c records Bremen 1994

    Enthält: „Klarinettentrio“.


    „HörenSagen“. Berlston 1050118

    Enthält: „Reibung und Verschleiß“.



    D. Links


    Auf youtube sind unter dem Stichwort „Bauckholt“ viele – teils auch audiovisuelle – Aufnahmen zu finden, die Einblicke geben in das interdisziplinär angelegte Schaffen.


    www.carolabauckholt.de

    Die gut gepflegte Website der Komponistin bietet sowohl aktuelle Informationen über Aufführungen als auch eine nach Sparten sortierte Werkliste. Darüber hinaus gibt es Fotos, Presseinformationen und eine ausführliche Diskographie.


    http://vimeo.com/40853754

    Dieser Link bietet ein 20-minütiges Interview mit der niederländischen Musikwissenschaftlerin Thea Derks, das im Rahmen eines Konzerts des Ives Ensemble am 19. April 2012 geführt wurde.


    http://www.welt.de/regionales/koeln/article106204257/Komponistin-laesst-Saenger-wie-Schlittenhunde-jaulen.html

    Ein Porträt des Musikjournalisten Stefan Keim, das Grundlegendes zu Carola Bauckholt vermittelt.

    Forschung

    Der Zugang zum Schaffen Carola Bauckholts erfolgte bisher vor allem aus journalistischer, weniger aus musikwissenschaftlicher Perspektive. Grundlegendes zur Biografie und zur ästhetischen Haltung ist erfasst.

    Forschungsbedarf

    Research requirements/research needs

    Eine monografische Studie, die einen größeren Zeitraum umspannt, wäre im Falle Bauckholts wünschenswert. Spezifische Schaffensperioden deuten sich an und wären somit zu erfassen. Des Weiteren fehlt es an detaillierten Analysen, die jedoch aus einer – bisher in der Musikwissenschaft selten erprobten – interdisziplinären Herangehensweise resultieren müssten. Fragen der Genderforschung, speziell zu Bauckholts Selbstverortung als Komponistin, beantwortet Leukert / Lüdenbach 1984 hinreichend.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 190316903
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 124680070
    Library of Congress (LCCN): n93043536
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Torsten Möller


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 21.10.2013


    Empfohlene Zitierweise

    Torsten Möller, Artikel „Carola Bauckholt“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.10.2013.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Carola_Bauckholt